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Liveticker

USA mit weiterer Milliardenhilfe für Ukraine +++ Chef von Saporischschja-AKW verschleppt

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
01.10.2022, 09:07
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Vereinzelt bombardiert die russische Armee auch Ziele in anderen Landesteilen.
  • Die Ukrainer eroberten jüngst bei Charkiw grossflächig Terrain sowie bei einer Offensive im Süden bei Cherson weitere Gebiete zurück.
  • Russland hat in den besetzten Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja Scheinreferenden durchgeführt. Putin hat die Gebiete am Freitag annektiert.
  • Innerhalb der Ukraine sind rund 7 Millionen Menschen auf der Flucht. Insgesamt hat die UNO zudem fast 12 Millionen Grenzübertritte registriert – mittlerweile kehren aber auch immer mehr Ukrainer wieder in ihr Land zurück.
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8:50
AKW-Chef von Saporischschja von russischen Truppen verschleppt
Der Chef des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, Ihor Muraschow, ist nach ukrainischen Angaben von Moskauer Truppen entführt worden. Das teilte der Präsident der Betreibergesellschaft Enerhoatom, Petro Kotin, am Samstag mit. Der Generaldirektor des grössten europäischen Kernkraftwerks wurde demnach am Vortag von einer russischen Patrouille am AKW-Standort Enerhodar auf der Strasse gestoppt, aus dem Auto gezerrt und mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort gebracht. Eine Erklärung von russischer Seite gab es zunächst nicht. Russland hält das AKW seit Anfang März besetzt.
Gegenstand der Kriegspropaganda: Bei Saporischschja steht das grösste AKW Europas.
Bild: keystone
«Es gibt keine Erkenntnisse zu seinem Schicksal», teilte Kotin im Nachrichtenkanal Telegram mit. Er warf Russland atomaren Terrorismus gegen das Management und gegen die Mitarbeiter des Kraftwerks vor. Muraschow, der die Hauptverantwortung für das sichere Funktionieren und die nukleare Sicherheit der Anlage trage, müsse sofort freigelassen werden. Kotin forderte auch den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, auf, sich für Muraschows Freilassung einzusetzen. (sda/dpa)
8:48
Ukrainischer Präsidentenberater warnt vor Einsatz von Atomwaffen
Nach Meinung des externen Beraters des ukrainischen Präsidentenbüros, Mychajlo Podoljak, ist es nicht undenkbar, dass Moskau im Krieg gegen die Ukraine auch Atomwaffen einsetzen könnte. «Angesichts der inneren Panik in der Russischen Föderation und der zunehmenden militärischen Niederlagen steigt das Risiko dafür», sagte Podoljak der «Bild» (Samstag).

Anders sieht das laut dem «Bild»-Bericht der Aussenpolitik-Experte Wolfgang Ischinger. «Mit einem nuklearen Ersteinsatz wäre die höchste denkbare Eskalationsstufe erreicht», sagte der ehemalige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz der Zeitung. Diese sei aber Russland zufolge nur für «existenzielle Bedrohungen» vorgesehen.

Der Kreml hat in Verbindung mit dem Angriffskrieg in der Ukraine wiederholt indirekt auch mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche bei der Ankündigung der Mobilmachung von 300'000 Reservisten für den Krieg gesagt: «Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff.» Beobachter sahen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen. (sda/dpa)
7:01
USA beschliessen weitere Milliardenhilfe für die Ukraine
Die USA haben am Freitag einen Zwischenhaushalt mit weiteren Milliardenhilfen für die Ukraine beschlossen. Präsident Joe Biden setzte den wenige Stunden zuvor vom Repräsentantenhaus beschlossenen Etat mit seiner Unterschrift in Kraft. Der bis Mitte Dezember angelegte Zwischenhaushalt sieht militärische und wirtschaftliche Unterstützung für die Ukraine in Höhe von umgerechnet rund 12,2 Milliarden Schweizer Franken vor.
epa10216371 US President Joe Biden delivers remarks on the ongoing federal response for Hurricane Ian, in the Roosevelt Room at the White House in Washington, DC, USA, 30 September 2022.  EPA/Yuri Gripas / POOL
Bild: keystone
Mit dem Budget wird auch ein neuerlicher sogenannter Shutdown abgewendet - die Drosselung von Staatsausgaben, zu der es in den USA immer wieder kommt, wenn sich Demokraten und Republikaner nicht rechtzeitig auf einen Haushalt einigen können. Die Frist wäre um Mitternacht Ortszeit abgelaufen, jetzt ist die Finanzierung zunächst bis zum 16. Dezember gesichert.

Der Senat hatte den Zwischenhaushalt am Donnerstag auf den Weg gebracht, das Repräsentantenhaus billigte ihn am Freitag mit einer Mehrheit von 230 zu 201 Stimmen. (sda/dpa)
6:58
Reparaturen der Lecks bei Nord Stream 1 und 2 lassen auf sich warten
Für die Reparatur der Lecks an den Erdgas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 gibt es nach Angaben des russischen staatlichen Gaskonzerns Gazprom derzeit noch keinen absehbaren Zeitplan. Der Konzern habe damit begonnen, nach «möglichen Lösungen zu suchen, um das System wieder funktionsfähig zu machen», sagte Sprecher Sergej Kuprijanow am Freitag per Videoschalte vor dem UN-Sicherheitsrat in New York bei einer von Russland erbetenen Debatte zu den Lecks. Die Dauer dieser Reparatur könne derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden. Die Aufgabe sei aus technischer Hinsicht «sehr überwältigend». Solche Lecks habe es zuvor nie gegeben. (sda/dpa)
23:07
Biden sichert Ukraine weitere militärische Unterstützung zu
US-Präsident Joe Biden hat der Ukraine nach der Annexion mehrerer Gebiete durch Russland weitere Unterstützung zugesichert. «Wir werden weiterhin militärische Ausrüstung liefern, damit die Ukraine sich und ihr Territorium und ihre Freiheit verteidigen kann», sagte Biden am Freitag in Washington.

«Die USA und ihre Verbündeten werden sich nicht von Putin und seinen rücksichtslosen Worten und Drohungen einschüchtern lassen», betonte der US-Präsident. Putin hatte unter anderem gesagt, dass Russland sein Territorium - zu dem Moskau nun auch die vier annektierten ukrainischen Regionen zählt - mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen werde. Das wird als eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen interpretiert. Die USA haben den Kreml bereits davor eindringlich gewarnt und nicht näher beschriebene schwerwiegende Konsequenzen in Aussicht gestellt hatten.

«Amerika ist gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten bereit, jeden Zoll des Nato-Territoriums zu verteidigen», sagte Biden und richtete seine Worte auch direkt an den Kremlchef. «Mr. Putin, missverstehen sie nicht, was ich sage: Jeden Zoll.» Biden bekräftigte zugleich, dass die USA die Einverleibung der besetzten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson durch Russland nie anerkennen würden. «Und der Rest der Welt auch nicht.» (sda/dpa)
epa10216631 US President Joe Biden delivers remarks during a reception to celebrate Hispanic Heritage Month, in the East Room of the White House, in Washington, DC, USA, 30 September 2022.  EPA/MICHAEL REYNOLDS
Bild: keystone
21:11
Selenskyj verkündet militärische Erfolge in Ostukraine
Wenige Stunden nach der Annexion mehrerer Gebiete durch Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Erfolge seiner Armee im Osten des Landes verkündet. «Jeder hat gehört, was in Lyman passiert», sagte Selenskyj in einer Videoansprache in der Nacht zum Samstag mit Blick auf die strategisch wichtige Kleinstadt im gerade erst von Moskau einverleibten Gebiet Donezk. Zuvor hatte bereits der Donezker Besatzungschef Denis Puschilin die fast komplette Einschliessung russischer Truppen in Lyman durch ukrainische Soldaten eingestanden.

«Das sind Schritte, die viel bedeuten für uns», sagte Selenskyj. «Wir müssen unser ganzes Land befreien, und das wird der beste Beweis dafür sein, dass internationales Recht und Menschenrechte nicht von irgendeinem Terrorstaat gebrochen werden können.»

Mehr als sieben Monate nach Kriegsbeginn hatte Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag neben Donezk auch die ukrainischen Gebiete Luhansk, Cherson und Saporischschja annektiert. International wird dieser völkerrechtswidrige Schritt nicht anerkannt. (sda/dpa)
In this photo released by Ukrainian Presidential Press Office, Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy leads a meeting of the National Security and Defense Council in Kyiv, Ukraine, Friday, Sept. 30, 2022. Ukraine's president says his country is submitting an "accelerated" application to join the NATO military alliance. (Ukrainian Presidential Press Office via AP)
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18:45
Bundesrat verurteilt die Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland
Der Bundesrat hat sich in einem Communiqué gegen die Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland ausgesprochen. Diese sei eine schwerwiegende Verletzung des Völkerrechts, heisst es. «Sie verstösst insbesondere gegen die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine.» Die Schweiz anerkenne die Einverleibung der ukrainischen Gebiete in die Russische Föderation deshalb nicht. Der weiteren forderte der Bundesrat Russland zur Deeskalation sowie zum vollständigen Rückzug aus den ukrainischen Gebieten auf. (dab)
18:42
Stoltenberg weist russische Annexion als illegal zurück
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die russische Annexion von vier besetzten ukrainischen Gebiete als illegal und unrechtmässig zurückgewiesen. «Die Nato-Bündnispartner erkennen kein einziges dieser Gebiete als Teil Russlands an und werden dies auch in Zukunft nicht tun», sagte der Norweger am Freitag in Brüssel. Man rufe alle Staaten dazu auf, die unverhohlenen Versuche Russlands zurückzuweisen, Territorien zu erobern. (sda/dpa)
epa10216096 NATO Secretary General Jens Stoltenberg speaks during a press conference on Russia's annexation of four areas of Ukraine at the alliance's headquarters in Brussels, Belgium, 30 September 2022. President Putin has declared there are four new regions of Russia and signed on 30 September the formal annexation of the Kherson, Zaporizhzhia, Donetsk and Luhansk regions of Ukraine.  EPA/OLIVIER HOSLET
Bild: keystone
16:50
Selenskyj stellt Antrag auf beschleunigten Nato-Beitritt der Ukraine
Unmittelbar nach der Annexion von vier Gebieten durch Russland will die Ukraine offiziellen Angaben zufolge einen beschleunigten Beitritt zur Nato beantragen. «Faktisch haben wir unseren Weg in die Nato schon beschritten», sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in einer Videoansprache. «Heute stellt die Ukraine den Antrag, um es auch de-jure zu tun», fügte er hinzu. Selenskyj begründete seine Forderung nach einem beschleunigten Beitrittsverfahren mit der Bedeutung der Ukraine für die Verteidigung der westlichen Gesellschaft.

Nach Angaben des 44-Jährigen ist die Ukraine bereit zum Beitritt, da die Zusammenarbeit mit der Militärallianz funktioniere und das Land während der Kämpfe gegen Russland seine Fähigkeit demonstriert habe, die westliche Waffentechnik zu integrieren. «Wir vertrauen einander, wir helfen einander, wir verteidigen einander», sagte er.

Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin schloss Selenskyj derweil aus. Die Ukraine sei bereit zum Dialog mit Russland - allerdings erst unter einem anderen russischen Präsidenten, sagte er.

Allgemein gilt als Voraussetzung für einen Nato-Beitritt, dass der Beitrittskandidat nicht in internationale Konflikte und Streitigkeiten um Grenzverläufe verwickelt sein darf. Die Ukraine ist am 24. Februar von Russland überfallen worden und verteidigt sich seitdem gegen den Angriffskrieg. Zudem hat Russland bereits 2014 die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert. (sda/dpa)
In this photo released by Ukrainian Presidential Press Office, Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy leads a meeting of the National Security and Defense Council in Kyiv, Ukraine, Friday, Sept. 30, 2022. Ukraine's president says his country is submitting an "accelerated" application to join the NATO military alliance. (Ukrainian Presidential Press Office via AP)
Bild: keystone
16:33
USA verkünden wegen Annexion weitere Sanktionen gegen Russland
Als Reaktion auf die russische Annexion von vier besetzten ukrainischen Gebieten verhängen die USA weitere Sanktionen gegen Russland. Die Strafmassnahmen richten sich unter anderem gegen weitere russische Regierungsvertreter, deren Familienmitglieder sowie Angehörige des Militärs, wie die US-Regierung am Freitag in Washington mitteilte. Betroffen seien auch Netzwerke für die Beschaffung von Verteidigungsgütern, einschliesslich internationaler Lieferanten.

Zu der langen Liste an Personen, die die Amerikaner in diesem Schritt ins Visier nehmen, gehören zum Beispiel Russlands Zentralbankchefin Elvira Nabiullina, weitere Parlamentsabgeordnete, sowie Familienangehörige von Ministerpräsident Michail Mischustin, von Verteidigungsminister Sergej Schoigu, von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin und von Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew, der inzwischen Vizechef des russischen Sicherheitsrats ist.

US-Präsident Joe Biden erklärte: «Die Vereinigten Staaten verurteilen den heutigen betrügerischen Versuch Russlands, souveränes ukrainisches Gebiet zu annektieren.» Russland verstosse damit gegen das Völkerrecht, trete die Charta der Vereinten Nationen mit Füssen und zeige seine Verachtung für friedliche Nationen überall. «Diese Aktionen sind nicht rechtmässig», betonte Biden.

US-Aussenminister Antony Blinken erklärte: «Die Vereinigten Staaten weisen den betrügerischen Versuch Russlands, die international anerkannten Grenzen der Ukraine zu ändern, unmissverständlich zurück.» Dies ist ein «klarer Verstoss gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen».

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hatten die USA und ihre internationalen Partner in den vergangenen Monaten bereits beispiellose Sanktionen gegen Russland verhängt. (sda/dpa)
epa10214388 US Secretary of State Antony Blinken arrives during the first US, Pacific Island Country Summit with leaders from over 10 countries at the State Department, in Washington, DC, USA, 29 September 2022.  EPA/BONNIE CASH / POOL
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US-Aussenminister Antony Blinken
15:52
EU-Kommission betont Sicherheitsrisiken bei Visa-Vergabe an Russen
Im Umgang mit russischen Kriegsdienstverweigerern und anderen Russen, die in die Europäische Union einreisen wollen, rückt die EU-Kommission mögliche Sicherheitsrisiken in den Fokus. Vor diesem Hintergrund empfahl die Brüsseler Behörde den EU-Staaten am Freitag, ihre Visa-Vergabe weiter einzuschränken. «Wir befinden uns in einer ernsten Situation, was die Bedrohung der Sicherheit angeht», sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Sie verwies etwa auf die russische Teilmobilisierung, die Annexion ukrainischer Gebiete und Moskaus jüngste Drohungen.

Wie von den EU-Staaten gefordert, legte die Schwedin aktualisierte Leitlinien für die Visa-Vergabe an Russen vor. Johansson zufolge sollten die EU-Staaten mögliche Sicherheitsrisiken bei der Visa-Vergabe an Russen noch gründlicher prüfen als bisher. Wegen der Teilmobilisierung würden viele Russen das Land verlassen. Falls ein Russe länger als 90 Tage in der EU bleiben wolle, solle ihm das Schengen-Visum verwehrt bleiben. Dieser könne sich stattdessen für ein Langzeitvisum oder eine Aufenthaltsgenehmigung bewerben. Zudem solle es für Russen nicht mehr möglich sein, in einem Nachbarland Russlands wie Georgien ein Kurzzeitvisum zu beantragen.

Für Dissidenten oder Journalisten solle es derlei Einschränkungen nicht geben. Auch solle das Recht, einen Asylantrag zu stellen, nicht eingeschränkt werden. Zudem betonte Johansson, dass bestehende Visa auch bei einer möglichen Bedrohung noch aufgehoben werden können.

Nachdem Russland vergangene Woche eine Teilmobilisierung im Krieg gegen die Ukraine angekündigt hatte, ist in der EU eine Debatte darüber ausgebrochen, ob Kriegsdienstverweigerer aufgenommen werden sollten. Zwar dringen die EU-Staaten auf eine einheitliche Linie, ihre Positionen liegen zum Teil jedoch weit auseinander. Die Bundesregierung stellte Deserteuren Asyl in Aussicht. Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Polen und die Slowakei lehnen deren Aufnahme beispielsweise ab und verweisen sowohl auf sicherheitspolitische als auch auf moralische Gründe.

Schon jetzt halten die baltischen Staaten und Polen ihre Grenzen für Russen mit Schengen-Visum für touristische Aufenthalte, Sport- und Kulturveranstaltungen für sowie Geschäftsreisen geschlossen. Finnland führte in der Nacht zum Freitag eine ähnliche Regel ein.

Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex ist die Zahl der Russen, die vergangenen Woche in die EU gekommen sind, im Wochenvergleich um 30 Prozent auf 66'000 gestiegen. Die meisten von ihnen seien über Finnland und Estland eingereist. (sda/dpa)
epa10215296 Border control officials check passports at the Finnish-Russian border in Nuijamaa, Finland, 30 Septemper 2022. Finland closed its borders to Russian tourists on 30 September and at the same time closed the last remaining direct land route to the EU.  EPA/JUHA METSO
Bild: keystone
15:16
Putin macht Westen für Sabotage an Gas-Pipelines verantwortlich
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Westen für die Lecks an den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 verantwortlich gemacht.

«Sie (die Angelsachsen) sind zu Sabotage übergegangen. Unglaublich, aber wahr. Indem sie Explosionen an den internationalen Gas-Leitungen Nord Stream organisiert haben (...), haben sie faktisch mit der Zerstörung der gemeinsamen europäischen Energie-Infrastruktur begonnen», sagte Putin am Freitag bei einer Zeremonie zur Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete.

Mit dem Begriff «Angelsachsen» können im Russischen die US-Amerikaner, die Briten oder beide Nationen zusammengefasst gemeint sein.

Bereits zuvor hatte Putin mit Blick auf die Lecks von einem «Akt des internationalen Terrorismus» gesprochen, aber keine möglichen Drahtzieher genannt. Russland hat dazu für diesen Freitag auch eine Dringlichkeitsdebatte im UN-Sicherheitsrat beantragt. (sda/dpa)
In this photo provided by the Armed Forces of Denmark, a view the disturbance in the water above the gas leak,  in the Baltic Sea, Thursday, Sept. 29, 2022. Following the suspected sabotage this week of the Nord Stream 1 and 2 pipelines that carry Russian natural gas to Europe, there were two leaks off Sweden, including a large one above North Stream 1, and a smaller one above North Stream 2.  (Rune Dyrholm/Armed Forces of Denmark via AP)
Bild: keystone
15:05
Putin unterschreibt Dokumente zur Annexion ukrainischer Gebiete
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Annexion der vier mehrheitlich von eigenen Truppen besetzten Gebiete in der Ukraine besiegelt. Bei einem von Fernsehen übertragenen Festakt am Freitag im Kreml unterzeichnete er die entsprechenden Dokumente. International wird die Annexion nicht anerkannt. (sda/dpa)
14:54
Putin fordert von Kiew Waffenruhe und Verhandlungen
epa10215474 Russian President Vladimir Putin speaks during a ceremony to sign treaties on new territories' accession to Russia at the Grand Kremlin Palace in Moscow, Russia, 30 September 2022. From 23 to 27 September, residents of the self-proclaimed Luhansk and Donetsk People's Republics as well as the Russian-controlled areas of the Kherson and Zaporizhzhia regions of Ukraine voted in a so-called 'referendum' to join the Russian Federation.  EPA/GAVRIIL GRIGOROVSPUTNIK/KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT
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Sieben Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs hat Kremlchef Wladimir Putin die ukrainische Regierung aufgefordert, das Feuer einzustellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

«Wir sind dazu bereit», sagte Putin am Freitag bei einer Rede im Grossen Kremlpalast zur international nicht anerkannten Annexion von vier ukrainischen Gebieten.

Der Kremlchef erklärte die besetzten Teile der Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zu Teilen Russlands. Er kündigte dazu an, «Verträge» mit den zuvor als unabhängig anerkannten Staaten zu unterzeichnen. Putin betonte, dass die Menschen in diesen Regionen nun «für immer unsere Bürger sind».

Über diese einverleibten Gebiete werde nicht verhandelt mit der Ukraine, betonte er. Der Präsident verwies dazu auf die als Völkerrechtsbruch kritisierten Scheinreferenden, bei denen die Menschen in dieser Woche ihre Wahl für einen Beitritt zu Russland getroffen hätten. Kein Staat erkennt das an.

Putin berief sich auf das «Selbstbestimmungsrecht» der Völker. Allerdings hatten auch die Vereinten Nationen klar von einer klaren Verletzung des internationalen Rechts gesprochen.
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg

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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw

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