Wirtschaft
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Sein Finanzminister gibt Vorgeschmack auf Trump: «Werden in Wirtschaftsschlacht ziehen»

Einen Tag vor dem Besuch des US-Präsidenten startete seine Delegation offiziell ins Forum. Finanzminister Steven Mnuchin und Handelsminister Wilbor Ross stellten gestern der Presse ihre Version des Welthandels vor. Das Prinzip ist klar: „America first“ hilft allen.

24.01.18, 13:51

Yannick Nock / Nordwestschweiz



Steven Mnuchin, United States Secretary of the Treasury, walks through the snow during the annual meeting of the World Economic Forum in Davos, Switzerland, Wednesday, Jan. 24, 2018. (AP Photo/Markus Schreiber)

US-Finanzminister Steven Mnuchin (Mitte) auf einem Spaziergang am Rande des WEF in Davos. Bild: AP/AP

„Wenn es der USA wirtschaftlich gut geht, profitiert der Rest der Welt davon“, sagte Mnuchin, der ganz im Stile des US-Präsidenten einige Superlative bemühte: „Nie ist eine grösser US-Delegation ans Forum gereist“, sagte er zu Beginn.

Mnuchin ist ein Mann ganz nach Donald Trumps Geschmack: Er ist ehemaliger Investmentbanker, Hollywoodproduzent  - und natürlich Millionär. An seinen Wahlkampf-Rallyes machte Trump früh klar, dass er gerade darauf grossen Wert legt. „Ich liebe alle Menschen, egal ob reich oder arm“, rief Trump vom Podium herab. „Aber als Finanzminister will ich einfach keine arme Person – macht doch Sinn, oder?“

Für Mnuchin machte es Sinn. Bevor er im Februar das Ministeramt übernahm, arbeitete der 55-Jährige Jahrzehnte lang bei der Investmentbank Goldman Sachs ehe er Kunsthändler in New York wurde und sich als Filmproduzent versuchte.

Sie hätten schon einige Erfolge verbucht, sagte der Finanzminister gestern und verwies auf die Steuerreform. Unternehmen wie Apple mit Hauptsitz in den USA würden ihr Vermögen zurück ins Land bringen. Zudem begrüsste Mnuchin den schwächeren Dollar: „Das ist gut für den Handel.“

Das am Tag zuvor der indische und der kanadische Premier vom Freihandel geschwärmt hatten – notfalls ohne die USA – stiess Handelsminister Ross hingegen sauer auf.  Er fand martialische Worte: „Handelskriege werden ständig ausgetragen, Tag für Tag.“ Der einzige Unterschied sei, dass die USA unter Trump eben auch in die Wirtschaftsschlacht ziehen würden. America first! Auf Trumps Rede am Freitag wollten die Minister nicht vorgreifen. Ohnehin würde Trump sie wohl noch anpassen, damit sie ganz seinem Stil entspreche.

Für die Schweiz fand der Finanzminister zum Ende lobende Worte. Er hatte zuvor mit Bundesrat Ueli Maurer gesprochen. „Wir verfolgen in vielen Belangen die gleichen Ziele“, sagte Mnuchin. Die USA und die Schweiz würden ein enges und vertrauensvolles Verhältnis pflegen. Das wolle man am WEF vertiefen. „We are open for business.“ (aargauerzeitung.ch)

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Video: srf/SDA SRF

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 24.01.2018 17:20
    Highlight Ja, das ist jetzt halt amerikanische Kriegsrethorik. Gestern ein Video hier verlinkt, wo eine Feministin den Krieg gegen die Männer propagierte, jetzt ein Minister, der die Wirtschaftsschlacht bejubelt.
    6 2 Melden
  • Butzdi 24.01.2018 15:49
    Highlight Mnuchin ist bisher vorallem für ‘Me First’ eingetreten. Zusammen mit seiner Gold Digger Frau versucht Mnuchin einen neuen Rekord für sinnlos Steuergeld zum Eigennutz aus dem Fenster zu werfen. Er liegt gut drin, natürlich meilenweit hinter der Trumpsippe, aber weit vor allen anderen. Als Businesstrips verkappte Shoppingtouren im In- und Ausland sollten die Steuerzahler und seinen Chef eigentlich aufschrecken, aber nur wenige empören sich. So gut funktioniert das Deflektionsschild der Trumper schon. Gefährlich.
    32 4 Melden
  • N. Y. P. 24.01.2018 14:52
    Highlight Dieser Steven Mnuchin war mir bisher nicht aufgefallen.
    Ich habe folgende Wörter kurz
    gegoogelt :

    Steven Mnuchin Goldmann Sachs

    Und prompt, der feine Herr war 17 Jahre bei Goldmann Sachs. Bei Goldmann Sachs steht der Schotter an erster Stelle.

    Ich denke, uns Europäern ist nicht ganz klar wofür Goldmann Sachs steht. Es ist nicht irgendeine Bank.
    Es ist DIE Bank, die alles und jeden opfert, wenn der Profit in Gefahr ist.
    In der EZB hält auch einer von Gold Mann die Party am laufen..
    32 4 Melden
  • phreko 24.01.2018 14:13
    Highlight Trickle-down economics im grösseren Rahmen? Was für ein Schwachsinn.
    35 4 Melden
  • c_meier 24.01.2018 14:05
    Highlight natüüürlich war er bei GoldmanSachs, wo sonst ;)
    69 2 Melden
  • Linus Luchs 24.01.2018 13:59
    Highlight Ich befürchte, mein Brechreiz hält bis zum Ende des WEF an.
    109 14 Melden

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