Wirtschaft
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Warren Buffett zerlegt Trump: «Ein Affe hätte an der Börse mehr Geld verdient»

02.08.16, 12:17 02.08.16, 13:01


Für Donald Trump kommt es derzeit knüppeldick. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner steht nicht nur wegen seiner Attacken auf die Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten unter Beschuss. Nun hat sich auch die Investorenlegende Warren Buffett den New Yorker Baulöwen vorgeknöpft und sein Image als erfolgreicher Geschäftsmann demontiert.

Bei einem Wahlkampfauftritt mit der Demokratin Hillary Clinton am Montag in seiner Heimatstadt Omaha im Bundesstaat Nebraska hielt der 85-jährige Buffett eine 30-minütige Rede, in der er Trump frontal attackierte. Dieser habe 1995 seine Hotels und Kasinos in der Spielerstadt Atlantic City an die Börse gebracht. Es sei das einzige Mal gewesen, dass Trump die amerikanische Öffentlichkeit gebeten habe, in sein Unternehmen zu investieren.

Buffett attackiert Trumps angeblich lukratives Investment. YouTube/CNNMoney

Nach dem Börsengang habe die Firma jedoch während eines Jahrzehnts nur Verluste eingefahren. «Hätte ein Affe 1995 einen Dartpfeil auf die Börsenseite einer Zeitung geworfen, dann hätte er eine Rendite von 150 Prozent erzielt. Wer an Trump glaubte, erlitt einen Verlust von mehr als 90 Prozent», lästerte Buffett. In der gleichen Zeit «entlöhnte» sich Trump selber mit 44 Millionen Dollar.

Buffett forderte den Republikaner auch auf, wie im Wahlkampf üblich seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Trump lehnt dies bisher mit der Begründung ab, er werde von der Steuerbehörde IRS überprüft. «Ich habe Neuigkeiten für ihn: Auch bei mir findet eine Steuerprüfung statt», sagte der Chef des Investment- und Firmenkonglomerats Berkshire Hathaway. Trotzdem würde er sich gerne vor der Wahl mit Trump treffen, damit beide ihre Unterlagen vorlegen und «die Leute uns dazu Fragen stellen können». Trump habe keine Angst vor dem IRS, sondern vor den Wählern.

Schliesslich griff Buffet Trump wegen dessen Äusserungen über die Familie des im Irak-Krieg getöteten muslimischen US-Offiziers Humayun Khan an. Trump sagte, er habe auch Opfer gebracht, indem er hart gearbeitet und Jobs geschaffen habe. Buffett konterte, weder aus seiner noch aus Trumps Familie sei ein Mitglied im Irak- oder Afghanistan-Krieg gewesen. «Uns beiden ist es extrem gut ergangen. Unsere Familien haben nichts geopfert. Donald Trump hat nichts geopfert.»

Warren Buffett fordert Trump auf, seine Steuererklärung zu veröffentlichen.
YouTube/ABC News

Warren Buffett ist einer der reichsten Menschen der Welt und ein bekennender Anhänger der Demokraten. Beim Auftritt mit Hillary Clinton gelobte er, am 8. November mindestens zehn Menschen in die Wahllokale zu chauffieren, die sonst nur schwer dorthin gelangen könnten. Er habe eigens einen Bus mit 32 Plätzen gemietet. «Ich werde den ganzen Tag unterwegs sein. Ich werde Selfies machen, was immer nötig ist.» (pbl)

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Brikne, 20.7.2017
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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 02.08.2016 13:49
    Highlight Buffets Geheimnis ist gelüfftet!!!

    Ein dart schiessender Affe
    102 15 Melden
    • Ingenieur 02.08.2016 21:57
      Highlight Dann hast du nicht verstanden, wie erfolgreich Buffett tatsächlich war und weiterhin ist. Nice to know: Buffets Unternehmens Aktie ist die teuerste Aktie der Welt, aber das ist nicht mal ein Grund für seinen Erfolg, sondern eher ein Effekt dessen.
      4 8 Melden
    • Scaros_2 02.08.2016 22:22
      Highlight Erde an Ingenieur

      Das war ein Witz,... Himmel hergott ist das jetzt wirklich so schwer den Joke zu verstehen? Braucht es dazu noch dinge wie:
      111elf!!!
      ;-)
      :-D
      14 2 Melden
    • Ingenieur 02.08.2016 23:06
      Highlight @Scaros_2 Es wäre dann ein Witz, wenn Buffett die gleiche Rendite, wie ein Affe erzielt hätte. Ach was hätte ich dann herzlich gelacht.
      0 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • E7#9 02.08.2016 13:38
    Highlight Als würde es ihm um die Armen gehen, so ein Heuchler. Dieser Mann scheut es nicht für seinen eigenen Reichtum über Leichen zu gehen. Ob das wirklich eine Werbung für Clinton ist? Der superreiche Warren Buffet hat eigens einen Bus für Clinton-Wähler organisiert, die sonst schwer zur Urne gelangten. Oh wie edel, und wie undemokratisch. Wie wäre es, wenn er Wählern aus beiden Lager diese Möglichkeit anbieten würde?
    32 81 Melden
    • Malina 02.08.2016 14:11
      Highlight Er kann ja schwer überprüfen, für wen die Leute stimmen, die er chauffiert ;) Ob die Leute am Anfang der Fahrt und schlussendlich an der Urne die gleiche Stimme abgeben kann er weder vorhersehen noch überprüfen, also gibt er sehr wohl beiden Seiten die gleiche Chance.
      47 7 Melden
    • Humbolt 02.08.2016 14:59
      Highlight "Buffett selbst hatte bereits versprochen, 99 Prozent seines Vermögens wohltätigen Stiftungen zu spenden, den überwiegenden Teil der Bill & Melinda Gates Foundation."
      Auszug aus Dem Wiki-Artikel The Giving Pledge. Nur mal so.
      41 13 Melden
    • E7#9 02.08.2016 15:25
      Highlight Humbolt: Was seine Börsenrenditen zu Gunsten der Kunden angeht hat er stets gut gewirtschaftet. Und ja, tatsächlich spendet er viel und ist Mäzen. Das wusste ich nicht und ist ihm sicher anzurechnen. Aber ist er wirklich dieser "Saubermann" für den er sich gibt? Man erinnert sich doch noch an den Skandal mit dem Geschäft mit Wohncontainer für die Opfer des Hurrikans Katrina. Da hat sein Unternehmen an der falschen Stelle ohne Rücksicht auf schwerste Erkrankungen der Bewohner gespart. Er machte sich ja auch für die Aufhebung von Verbraucherschutzbestimmungen solcher Container stark.
      12 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 02.08.2016 13:10
    Highlight Intelligente Menschen sollten sich nicht auf das Niveau eines Trump herabsetzen. Das führt dann zu diesen eher peinlichen Vergleichen... man sollte Trump nicht im Schlamm schlagen wollen. Da bleibt er der unangefochtene Sieger.
    22 24 Melden
  • rodolofo 02.08.2016 12:49
    Highlight Und ich habe immer gedacht, die Börse sei bereits ein Affenhaus...
    73 5 Melden
  • Robert K. 02.08.2016 12:41
    Highlight Es ist zu hoffen, dass Warren Buffett den Affen für die Wahl schlägt, D. Trump nicht gewählt wird. Sonst werden viele Amerikaner in der Schweiz politisches Asyl beantragen - mit sehr gutem Grund.
    12 36 Melden
    • chandler 02.08.2016 13:36
      Highlight Mit ihren Geographiekenntnissen werden ca. 99% die Schweiz nicht finden ;-)
      60 3 Melden
    • Olaf! 02.08.2016 14:36
      Highlight Wieso, ist doch einfach, direkt neben Finnland.
      42 1 Melden
    • leclerc 02.08.2016 16:17
      Highlight Sweden not Switzerland gopferdammi 😄
      9 1 Melden

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