Wirtschaft
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«Das Bitcoin-System verbraucht mehr Strom als die Schweizer Volkswirtschaft»

Bei der Produktion eines Bitcoins geht so viel Strom drauf, wie eine Familie in zwölf Jahren verbraucht - Tendenz steigend. Ökonom Alex de Vries über die verheerenden Folgen der Kryptowährung für das Klima.

Claus Hecking



Racks of graphic cards and cryptocurrency mining equipment are lit by the LED status lights of electronic boards during a long exposure photograph at a cryptocurrency mine in the small alpine village of Gondo, Switzerland, Monday, May 7, 2018. The village formerly host to gold mining activities over a century ago has now attracted the cryptocurrency mining computing centers of the

Bild: KEYSTONE

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der niederländische Ökonom und Blockchain-Experte Alex de Vries sorgt für Furore in der Energie- und Umweltszene. Seine Studie, die gerade im Fachmagazin «Joule» erschienen ist und von unabhängigen Gutachtern geprüft wurde, zeigt, welch gigantische Mengen Energie die Produktion und Verwaltung der Digitalwährung Bitcoin verschlingt. Laut de Vries hat das Bitcoin-System schon jetzt einen höheren Energiebedarf als viele Staaten.

Bild

Alex de Vries, 28, arbeitet für PricewaterhouseCoopers und schreibt im Blog Digiconomist über den Energieverbrauch dieser Maschinen. Deren Stromkonsum hat sich laut seinem Bitcoin Energy Consumption Index seit Anfang 2017 versiebenfacht. Bild: pwc

Beim «Schürfen», dem Erzeugen von Bitcoins, lösen Rechner im Wettstreit komplexe Rechenaufgaben. Wer das als erster schafft und einen neuen Block erzeugt, in dem neue Bitcoin-Transaktionen gespeichert werden, wird dafür mit Bitcoins belohnt. Je mehr Rechenpower an diesem Prozess beteiligt ist, umso komplexer werden die Rechnungen.

Angesichts der Vervielfachung des Bitcoin-Preises in den vergangenen Jahren wächst die eingesetzte Rechenleistung exponentiell. Schürften in der Anfangszeit noch Normalverbraucher mit ihren Heim-PCs mit, dominieren heute professionelle Betreiber von Serverfarmen das Geschäft. Sie setzen Hunderttausende Hochleistungsprozessoren (Miner) ein, die auf das Schürfen von Bitcoins spezialisiert sind.

Sie machen vielen Menschen Angst. Laut Ihrer Studie ist das Bitcoin-Netzwerk ein unersättlicher Energiefresser.
De Vries: Manchmal bin ich selbst schockiert, obwohl ich das Problem schon länger kenne. Der Energiebedarf des Bitcoin-Systems ist atemberaubend. Zurzeit verbraucht es etwa 67 Terawattstunden pro Jahr. Das ist mehr Strom, als die ganze Schweizer Volkswirtschaft benötigt: 0.3 Prozent des weltweiten Konsums. Und es wird immer extremer. Bis zum Jahresende könnte der Anteil auf ein halbes Prozent wachsen. Das wäre der Verbrauch von Österreich. Wahnsinn.

Ein halbes Prozent, das klingt nicht nach so viel.
Es ist eine gigantische Menge für ein System, das vor allem zur Finanzspekulation genutzt wird. Alle Solaranlagen weltweit erzeugten 2016 gut ein Prozent des globalen Strombedarfs. Der Bitcoin wird uns sicher nicht helfen, die Klimaziele zu erreichen.

Stiftet der Bitcoin nicht auch Nutzen als alternatives Bezahlmittel?
Im praktischen Leben kann man wenig damit anfangen. Die Transaktionskosten sind enorm hoch. Hätte man Ende 2017 einen 5-Dollar-Kaffee mit Bitcoin bezahlt, wären etwa 50 Dollar Kosten obendrauf gekommen. Das ist völlig ineffizient.

Kryptoindustrie kann Stromversorgung an ihre Grenzen bringen

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Auch im Hinblick auf Energieeinsatz?
Ein Zahlvorgang mit einer gewöhnlichen Kreditkarte verbraucht 1 bis 2 Wattstunden Strom, mit Bitcoin dagegen etwa 300 Kilowattstunden. Das entspricht dem monatlichen Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes. Für eine einzige Transaktion! Dieses System, das so viel Energie frisst, wird für kaum etwas anderes benutzt als für Spekulation.

Warum verschlingt eine virtuelle Währung denn so viel echten Strom?
Wir erleben ein Wettrüsten der Bitcoin-Miner. Nur alle 10 Minuten wird ein Block mit 12.5 Bitcoins vergeben. Wenn man davon ein Stück abbekommen will, muss man die Rechnerleistung erhöhen. Und weil der Bitcoin-Preis so rapide gestiegen ist und mehr Geld winkt, haben viele Miner enorm aufgerüstet. Entsprechend schiesst der Energieverbrauch hoch.

Wieviel Elektrizität braucht man zurzeit, um einen Bitcoin zu schürfen?
Etwa 42'000 Kilowattstunden - aber nur, falls effiziente Hochleistungscomputer mit guten Kühlsystemen eingesetzt werden. Sonst ist der Wert noch höher. Zum Vergleich: Ein Durchschnittshaushalt verbraucht im Jahr 3500 Kilowattstunden.

Das heisst: Für einen einzigen Bitcoin geht bereits jetzt so viel Strom drauf, wie eine Familie in zwölf Jahren konsumiert. Und die Erzeugung der Kryptowährung wird immer aufwendiger. Wie lange lohnt das eigentlich noch für die Schürfer?
Wenn die Produktionskosten weiter so steigen, wird die Profitabilität bis Ende dieses Jahres so drastisch sinken, dass es sich kaum noch lohnt - vorausgesetzt: Ein Bitcoin kostet dann noch immer etwa 8000 Dollar. Alles hängt am Preis. Je teurer der Bitcoin wird, je mehr es zu verdienen gibt, desto mehr Rechenleistung werden die Miner einsetzen. Wenn der Preis entsprechend hochschiesst, kann man nicht ausschliessen, dass sich der Energieverbrauch noch einmal verzehnfacht.

Neuerdings erschweren Staaten wie China, Südkorea oder Thailand den Handel mit Kryptowährungen oder verbieten ihn ganz.
Das bringt nichts. Natürlich kann man bestimmte Bitcoin-Börsen schliessen. Aber stattdessen würde dann umso mehr auf privaten Handelsplätzen, Schwarzmärkten oder Eins zu Eins gehandelt. Das ist wie ein löchriger Damm: Man stopft ihn an einer Stelle, aber das Wasser bahnt sich dann woanders seinen Weg. Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk. Es gibt keine Notenbank, keine Finanzaufsicht.

In China und den USA haben die Behörden in einigen Regionen das Bitcoin-Mining zurückgedrängt oder komplett untersagt. Bringt das mehr?
Diese Miner finden ganz schnell ein neues Zuhause. In den meisten Staaten ist das Mining unbeschränkt erlaubt. Wir bräuchten hier ein internationales Übereinkommen, am besten unter Führung der Uno. Davon sind wir weit entfernt.

Ihr Index ist die erste und bis heute bekannteste Referenzgrösse für den Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks. Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen?
2015 habe ich einen Artikel gelesen. Dort hiess es, dass eine einzige Bitcoin-Transaktion so viel Elektrizität verbraucht wie ein US-Haushalt in anderthalb Tagen. Das hat mich erschreckt - und neugierig gemacht. Bald kam die Idee, den weltweiten Verbrauch zu ermitteln, denn darüber gab es keine Zahlen.

Bitcoin und Co.: Das passiert in Krypto-Foren auf Reddit

Wie kommen Sie selbst denn überhaupt an diese Zahlen? Eine Serverfarm in der Inneren Mongolei wird Ihnen kaum ihre Stromrechnung zeigen.
Es ist öffentlich bekannt, wie gross die gesamte Rechenleistung für Bitcoin-Mining ist - und wie viel Strom der effizienteste Prozessor, der auf dem Markt ist, bei einer bestimmten Rechenleistung verbraucht. Daraus lässt sich errechnen, wie gross der Energiebedarf des Systems mindestens sein muss. Auch aus den Einnahmen der Miner lässt sich ableiten, wie gross der Stromverbrauch ist. Natürlich basieren die Berechnungen auf Annahmen. So gehe ich davon aus, dass geschürft wird, um damit Gewinn zu machen.

Besitzen Sie selbst auch Bitcoins, um damit Geld zu verdienen?
Nein, ich bin seit langem draussen. Ich könnte mental nicht mit dem extremen Auf-und-Ab fertig werden.

Die reichsten acht Männer besitzen soviel wie die halbe Welt

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Video: watson/Lya Saxer

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eberhardt Abu-Chaker 24.05.2018 21:57
    Highlight Highlight Leider ist es auch eben das Mining, welches den Bitcoin Preis nach oben treiben soll.

    Siehe auch hier: https://coin-update.de/bitcoin-koennte-im-kommenden-jahr-auf-bis-zu-%E2%80%8B%E2%80%8B64-000-steigen-prognostiziert-fundstrat/

    Ich persönlich glaube das Lightning die nicht wirklich langersehnte Lösung ist. Aber es werden neue Technologien folgen, die den Stromverbrauch in den Griff bekommen.
  • IchHabeAuchNeMeinung 22.05.2018 21:12
    Highlight Highlight Totaler Tunnelblick auf eine einzige Facette.
    Konsens schaffen kostet immer Ressourcen, und darin geht es im Kern bei der Frage nach Strom, dass finanzieller Konsens ohne Banken möglich ist.
    Weitaus interessanter wäre daher die Frage wie der Energieaufwand inkl. graue Energie sich im Vergleich zum existierenden System verhält. Die ganzen Payment Networks, die Angestellten und Offices der Banken, das Geld drucken, der ganze Apparat um Dollars, Franken und Co., all das ist Energie die heute verwendet wird um Konsens zu schaffen. Und all das fällt bei Bitcoin weg.
    • kkwo 23.05.2018 10:49
      Highlight Highlight Richtig!
  • Joachim Wiedemann 22.05.2018 21:03
    Highlight Highlight Das ist in der IT schon lange bekannt. Deswegen die hihen Gebühren.
  • TocK 22.05.2018 19:51
    Highlight Highlight Löscht eifach brav euer licht. Spart energie für 2050. schränkt euch ein zum wolle des bitcoin.
  • Factfinder 22.05.2018 19:08
    Highlight Highlight Wieviel Strom verschwendet der Hochfrequenzhandel?
    Wie viel Strom verschleudern militärische Kriegssimulationen?
    Wie viel Energie verschleudern Militärmanöver?

    Aber bestimmt ist Bitcoin der böse Energieverschleuderer.
    • Factfinder 22.05.2018 20:00
      Highlight Highlight "Damals, die Trennung von Kirche und Staat, jep, es muss in diesen Sphären gedacht werden."
      Da hast du ein bisschen falsch formuliert.
      "Damals, der Ersatz der Kirche durch den Staat" ;)
    • Mutzli 22.05.2018 20:16
      Highlight Highlight Natürlich sind Bankenniederlassungen nicht Co2-Neutral, aber während ein einzelner Bitcoin den Strom eines einzelnen Haushaltes*12 verbraucht, braucht eine einzelne Filiale und das Backoffice nicht annähernd so viel Strom. Für etwas was dermassen viel Strom verbraucht, müsste auch ein handfester gesellschaftlicher Nutzen vorliegen, wobei ein reines volatiles Spekulationsobjekt zu sein da m.A. längst nicht genügt.

      Apropos nicht genügen: Wenn wir uns nur darauf beschränken die Produktionsweise für den Strom umzuarbeiten und nicht den Konsum effizienter machen, können wir gleich einpacken.
  • T-mouse 22.05.2018 18:53
    Highlight Highlight Blockchain ist die Zukunft, man muss sie nur passend anwenden. Burstcoin hat mit seinem Proof of Capacity nicht nur einen verschwindend geringen energie verbrauch, es ist auch absolut dezentral und bis ende jahr fähig, theoretisch den gesamten globalen zahlungsverkehr anzuwickeln. Sogar Bram Cohn versucht momentan das ganze mit seinem Chia ICO zu kopieren, ist aber leider jetzt schon zu spät dran.
  • Reto32 22.05.2018 18:47
    Highlight Highlight Die Energieverbrauchszahlen für bare Münze zu nehmen, ist nicht wirklich hilfreich.

    Erstens gehen heute die professionelle Miners dort, wo die Strompreise am attraktivsten sind (z.b. Island), und das ist tendenziell eben nicht dort, wo Kohle und Gas verbrennt werden. Zweitens gehen modernere Altcoins viel besser mit dieser Frage um.
  • Geophage 22.05.2018 18:27
    Highlight Highlight Was haben Tschechien und Bitcoin gemeinsam? Genau den jährlichen Energieverbrauch.

    https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption#assumptions

    Geld ohne Gegenwert aus dem Nichts zu schöpfen sollte für alle, nicht nur für Banken, verboten werden.

    Freiheit ist nicht, sich alles kaufen zu können. Freiheit ist, nichts haben zu wollen.
    • ostpol76 22.05.2018 19:42
      Highlight Highlight Geld aus dem Nichts schöpfen macht jede Bank wenn sie einen Kredit vergibt.
      Informieren sie sich mal darüber.
    • Maragia 22.05.2018 22:30
      Highlight Highlight @Ostpol76: Vieleicht solltest du seinen Kommentar nochmals lesen und verstehen!
    • NicksName 23.05.2018 17:06
      Highlight Highlight Na, ein Bitcoin kann eben nicht aus dem "Nichts" geschöpft werden, sondern es ist ein Aufwand (in diesem Fall Energie) zu leisten.

      Ob das jetzt eine gute oder schlechte Lösung ist, darüber hingegen kann man streiten.

      Wahrscheinlich in der Theorie eine gute, in der Praxis eine schlechte, und darum wird inzwischen zumindest an alternativen Ansätzen gearbeitet.
  • Blitzer, achtung! 22.05.2018 18:11
  • Bert der Geologe 22.05.2018 18:08
    Highlight Highlight Also bietet diese kryptische Kryptowährung doch wenigstens der Energiewirtschaft einen Vorteil... Es wird eine gewaltige Strommenge vernichtet, um nichts zu produzieren. Wir sollten ein startup-Unternehmen für Warentausch starten. Der Gegenwert ist reell, fassbar und ein Händedruck braucht fast keine Energie.
  • Blitzer, achtung! 22.05.2018 18:08
    Highlight Highlight ....nach Stephen Hawking haben wir noch 100 Jahre, dann haben wir uns selbst zerstört. Wozu denn also bremsen? Vollgas weiter...
  • BaDWolF 22.05.2018 18:04
    Highlight Highlight Merkt ihr es wohl noch irgendwann?
    "Für einen einzigen Bitcoin geht bereits jetzt so viel Strom drauf, wie eine Familie in zwölf Jahren konsumiert."

    Die Idee, das Geld vom jetzigen Finanzsysten zu lösen ist ja Ansich eine durchaus Spannende Idee, aber so ja wohl nicht. Was nutzen uns gleich nochmal Kryptos ohne Natur? Gemerkt?

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, das letzte Stückchen Kohle, der letzte Tropfen Öl, die letzte Luft verpestet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Kryptos weder essen noch atmen kann.“
    • FrancoL 22.05.2018 18:38
      Highlight Highlight Oh da kenne ich Elemente der Vernichtung die weit effizienter sind als die Kryptos und die im Gegensatz zu den Kryptos fast ein jeder in irgend einer Form unterstützt.
      Sooo scheinheilig sollte man nicht argumentieren.
  • Benizzel 22.05.2018 18:02
    Highlight Highlight Hallo Leute

    Ich bin noch immer auf der Suche nach neuen Teilnehmer für meine Umfrage zum Thema ICO/Altcoin Bewertung.

    Ich mache die Umfrage für meine Bachelor Thesis bei der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und verfolge keine kommerziellen Motive.

    Die Umfrage ist anonym und vertraulich.

    Mit eurer Teilnahme würdet ihr mir sehr weiterhelfen.

    Link zur Umfrage:

    https://kalaidos.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_dgpH5frWlPlOyLr

    Herzlichen Dank
    Beni
  • el heinzo 22.05.2018 17:04
    Highlight Highlight Abschaffen, abstellen, draus lernen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
    • ostpol76 22.05.2018 17:44
      Highlight Highlight Ach herrlich wie viel hier wieder mitreden aber keine Ahnung von der ganzen Technologie haben.
    • Mario Conconi 22.05.2018 18:18
      Highlight Highlight Kreuzfhrtschiffe sind für einen erheblichen Teil des Weltweiten CO2 Ausstosses verantwortlich, abschaffen, verbiezen daraus lernen....so könnte man die bei jedem Thema ansehen
    • el heinzo 22.05.2018 18:41
      Highlight Highlight @Mario Conconi Was das Kreuzfahrtbusiness angeht würde ich tatsächlich die gleichen drei Schritte empfehlen. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 22.05.2018 16:27
    Highlight Highlight Schon-mal was von Simuliertem Mining gehört ?

    electroneum
    • The Destiny // Team Telegram 22.05.2018 16:53
      Highlight Highlight Etn mit einem 24h Volumen von 70btc ist sozusagen tot.
    • Stachanowist 22.05.2018 18:25
      Highlight Highlight @ eliminate und destiny

      Können Sie Ihre Tech-Aphorismen noch ausführen? 😅 Interessiert mich, danke :)
    • The Destiny // Team Telegram 22.05.2018 18:45
      Highlight Highlight @Stachanowist, Electroneum (ETN), Ein Projekt im Stadium wie ETN sollte min. 100 btc volumen haben.
      Voluem is ein guter Idikator dafür wie viel Aufmerksamkeit ein Projekt erhält, Die hälfte des aktuellen ETN volumen wird von einem "Whale" (Grösserer Investor) "produziert", das ist leicht an dem aprupten abfall von Volumen von Zeit zu Zeit zu sehen.
      Eine gute Seite um sich verschiedene Kryptowährungen anzusehen ist coingecko.com

    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 22.05.2018 16:19
    Highlight Highlight Und trotzdem wird sich diese Technologie durchsetzten. Die ersten Autos waren auch sehr ineffizient!
    • Stumpenheini 22.05.2018 17:14
      Highlight Highlight Die Autos sind auch heute noch sehr ineffizient.
    • Crecas 22.05.2018 20:17
      Highlight Highlight @ostpol Der Autor sagt ja auh nicht, dass sich die Technologie nicht durchsetzen wird. Die Kernmessage ist eher, dass Bitcoin zu viele Schwächen hat, als dass Sich Bitcoin durchsetzen wird. Ich bin da gleicher Meinung. Die Blockchain-Technologie hat grosses Potential, Bitcoin wenig(er).
  • Tatwort 22.05.2018 16:17
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, welche "unabhängigen Gutachter" die Studie geprüft haben sollen. De Vries geht von Annahmen aus, die einer detaillierten Untersuchung nicht standhalten. Nur ein Beispiel: In seiner Verechnung geht er von einem Stromverbrauch pro Gigahash aus, der für einen Miner nicht profitabel ist.
    • Stachanowist 22.05.2018 18:27
      Highlight Highlight Das ist wohl durch ein anonymes Peer-Review des Journals gegangen, in dem die Studie publiziert wurde. Meistens zwei Profs aus demselben Feld. Peer-Reviewer sind echt harte Hunde, spreche aus Erfahrung :)
    • Ueli der Knecht 22.05.2018 22:57
      Highlight Highlight Zum Teil hab ich's Handgelenk-mal-Pi gecheckt und finde die Zahlen plausibel.

      Beispiel, Schürfen eines BTC:

      300 kWh/Transaktion (behauptet)
      * 1000 Transaktionen/Block (angenommen)
      / 12.5 BTC/Block
      ≈ 24'000 kWh/BTC
      (behauptet: ≈ 42'000 kWh/BTC).

      Gegencheck mit:
      https://blockchain.info/de/charts/hash-rate

      das braucht demnach zur Zeit:
      (ca. alle 10 Minuten 1 Block = 12.5 BTC)
      ≈ 1.5e15 Mhash/BTC;

      Energieverbrauch:
      https://en.bitcoin.it/wiki/Mining_hardware_comparison

      (Asic EBIT E10, 11'100 Mhash/J)
      ≈ 1.3e11 J/BTC ≈ 36'000 kWh/BTC;

      ≙ (bei 1'000 Transaktionen/Block)
      ≈ 450 kWh/Transaktion.
  • Jute-statt-Plastik-Tagträumer 22.05.2018 16:11
    Highlight Highlight Es gibt auch einige andere Projekte mit einem Simulierten Mining ...
  • disdas 22.05.2018 16:03
    Highlight Highlight Ich finde ja schon lustig wie hier das Umweltthema angerissen wird. Ich bin weiss Gott kein Vegetarier oder Verganer oder was auch immer. Aber wenn wir von Umwelt reden dann sollten wir wohl erstmal unsere Ernährung in betracht ziehen. Denn was die an Umweltschäden anrichtet interessiert keinen.
    Das bisschen Strom meine Güte..
    • Matti_St 22.05.2018 17:06
      Highlight Highlight Das bisschen Strom bedeutet in vielen Länder, dauernd Schwankungen.
      Ich gehe davon aus, dass wahrscheinlich in vielen Länder produziert wird, wo alles billig ist. Dort wird der Strom oftmals mit fossilen Brennstoffen produziert.
      Man muss sich endlich bewusst sein, Energie ist heute der wichtigste Grund, Kriege zu führen. Und diese Umweltschäden, Energiegewinnung wie auch Kriege sind massiv.
    • Mutzli 22.05.2018 17:16
      Highlight Highlight So kann man ziemlich jede Problematik auf die längere bank schieben, denn etwas schlimmeres kann man sich immer zusammenbasteln. Angesichts des Co2-Austosses der bei der Stromproduktion zusammenkommt, ist das absolut kein Nebenthema, gibt einen Grund wieso Energiewende schon ewigs ein Thema ist. Disclaimer: Bin selbst Vegetarier, aber durchaus fähig mich um mehrere Dinge gleichzeitig zu sorgen ;-)
    • äti 22.05.2018 17:24
      Highlight Highlight .. was schlägst du jetzt konkret vor?
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Pepe 22.05.2018 15:59
    Highlight Highlight und jetzt da wird noch viel mehr für wirklich schlimmes benutzt! solange man plus macht wird sich da nichts ändern^^ und ja wir machen fett plus :D und bitcoin ist e schnon schnee von gestern^^ da gibt es bessere kryptos zurzeit^^ aber die behalte ich für mich XD
  • Watcher 22.05.2018 15:52
    Highlight Highlight Wieviel Energie verbrauchen jährlich die Kriege auf der Welt (produktion von Kriegsmaterial, transfer in die Länder welche angegriffen werden etc)?
    • purpletrain 22.05.2018 16:28
      Highlight Highlight Wieviel Energie verbraucht unsere Mobilität? Wieviel Energie verbraucht Netflix? Wieviel Energie verbraucht die Lebensmittelproduktion? Fragen über Fragen, und alle haben etwas gemeinsam mit deiner; sie haben absolut nix mit dem Artikel oder Bitcoin zu tun😉
    • BenFränkly 22.05.2018 16:32
      Highlight Highlight @Watcher:
      In diesem Zusammenhang irrelevant. Krieg ist grausam und sinnlos aber das rechtfertigt nicht die Dummheit, wertvolle Energie für die Produktion einer Spekulationswährung zu verpulvern. Basta.
    • Matti_St 22.05.2018 17:08
      Highlight Highlight Wenn man bedenkt, wie viele Kriege heute schon wegen Energie gehrt werden oder wurden, spielt das eine sehr grosse Rolle.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 22.05.2018 15:38
    Highlight Highlight Da sich das nur noch Profis die Exorbitante Hardware (Nebst den speziellen GPU's braucht es ja noch Kühlung und sonstige Infrastruktur für Grossrechenwerke) und den Immensen Direkten und Indirekten Energiekosten Leisten können, frage ich mich, ob der Ursprüngliche Gedanke nicht längst obsolet wurde.

    Es entstehen ja scheinbar je länger je mehr Monopolistische Strukturen bei Bitcoin, eben weil das Schürfen immer Komplexer wird.

    Aber eventuell löst sich das alles von selbst wenn die Kosten noch mehr im Zwangswettbewerb Hochschiessen
    • Ueli der Knecht 22.05.2018 16:19
      Highlight Highlight The Origin Gra: Du hast recht, der ursprüngliche Gedanke ging verloren, und insofern erfüllen Bitoin und die andere Proof-Of-Work-Blockchains nicht die Träume der Krypto-Evangelisten. Obsolet sind diese Träume aber nicht, nur lassen sie sich mit dem derzeitigen Bitcoin-Protokoll nicht erfüllen. Es gibt auch andere Lösungsansätze, welche die Blockchain-Romantiker weiter träumen lassen. ;)
    • Scaros_2 22.05.2018 16:46
      Highlight Highlight Das ist so nicht richtig

      Kollege von mir macht das zuhause mit total 17 grafikkarten im system.

      Stromkosten monatlich, ca. 400 fr.
      Umsatz 2500 +\-

      Netter nebenerwerb also.

      Opportunisten eben!
    • äti 22.05.2018 17:27
      Highlight Highlight @scaros, warum machst du das nicht auch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oh Dae-su 22.05.2018 15:34
    Highlight Highlight Um mal ein bisschen Werbung zu machen, Nano (NANO) ist eine Kryptowährung welche super schnell und gebührenfrei ist. Dank Block-Lattice Struktur benötig sie zudem kein Mining und kommt so mit etwa 0.1Wh pro Transaktion aus.
    Ich sage jetzt nicht, dass ihr losgehen und Nano kaufen sollt, aber anschauen lohnt sich bestimmt ;)
    • Ueli der Knecht 22.05.2018 16:32
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass NANO nicht wirklich dezentral ist (sondern bei authorisierten, zentralen Representatives konzentriert), noch etwas grundsätzliche Kritik für NANO und DAG-Architekturen im Allgemeinen:

      "Why DAGs Don't Scale Without Centralization"
      https://www.radixdlt.com/post/dags-dont-scale-without-centralization

      Ich stimme aber Oh Dae-su trotzdem zu: "Anschauen lohnt sich bestimmt."

      Die Skalierbarkeit von NANO geht daher zulasten der Dezentralität und zulasten der Sicherheit.
    • Oh Dae-su 22.05.2018 17:26
      Highlight Highlight Nano ist aber nicht wirklich ein klassischer DAG Coin. Der Konsensusalgorithmus von Nano ist DPoS. Representative kann dabei jeder sein, der einen Node betreibt. Sofern man Coins hält, kann man daher auch sich selbst als Representative setzen. Es ist also nicht grundsätzlich zentralisiert. Nano wird auch nicht schneller bei mehr Transaktionen, sondern wird schlussendlich durch die IO-Leistung der Nodes limitiert. Das ist jedoch erst bei hunderten wenn nicht sogar tausenden Transaktionen pro Sekunde der Fall, halt je nach Hardwareausstattung der Nodes.
  • Wilhelm Dingo 22.05.2018 15:27
    Highlight Highlight Haben sich die gescheiten Schöpfer des Systems nicht überlegt?
    • Scaros_2 22.05.2018 15:35
      Highlight Highlight Denen war das vermutlich schlicht egal. Der Fokus lag nicht darauf.

      Das ist eher so eine Art von: „Ach das ist eine Folge?“
    • Donald 22.05.2018 15:42
      Highlight Highlight Die haben wohl nicht damit gerechnet, dass der "Wert" jemals die diesen Bereich geht...
    • Ueli der Knecht 22.05.2018 16:49
      Highlight Highlight Genau das haben sich die gescheiten Schöpfer, bzw. der gescheite Schöpfer Satoshi Nakamuto überlegt, Wilhelm Dingo.

      Das Konzept heisst Proof-Of-Work.

      Weil mehrere Leute gleichzeitig Transaktionen verarbeiten (und man daher theoretisch die gleichen Bitcoins auch mehrmals ausgeben kann, aka double spending), gelten jeweils nur diejenigen Transaktionen als die gültigen, in welchen am meisten Work (also am meisten Energie) drin steckt.
      http://www.fintech.academy/lexicon/double-spending-problem/
      https://de.wikipedia.org/wiki/Proof_of_Work
    Weitere Antworten anzeigen

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