Wirtschaft
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Binswanger Mathias

Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre. Er ist Autor von zahlreichen Büchern und Fachartikeln. Sein jüngstes Buch trägt den Titel «Wachstumszwang».

Interview

«Das Erstaunliche ist, dass mit dem Kapitalismus nie Schluss ist»

In seinem neuesten Buch erklärt der Ökonom Mathias Binswanger, weshalb wir dem Wachstumszwang nicht entrinnen können, auch wenn wir regionale Kreisläufe und Genossenschaften fördern.



Darf man im Zeitalter von Greta Thunberg noch von Wachstumszwang sprechen?
Die Greta Thunbergs kommen und gehen. Der Kapitalismus und sein Wachstumszwang aber bleiben. Ich will aufzeigen, dass dieser Wachstumszwang systemimmanent ist und nicht von einzelnen «bösen» Menschen verursacht wird.

Welches sind die wichtigsten Merkmale dieses Systems?
Unternehmen müssen Gewinn machen, und sie können dies in der Mehrheit nur tun, wenn es Wachstum gibt. Dazu gesellen sich die Konkurrenz und der technische Fortschritt.

epa07503581 A huge monster made of plastic recovered at sea and on the beaches by Greenpeace is pictured during an event organized by Greenpeace, on the Navigation Place Ouchy, in Lausanne, Switzerland, 13 April 2019. The NGO denounces the pollution caused by disposable plastics, which form huge amounts of waste in the oceans.  EPA/LAURENT GILLIERON

Ein Meeresungeheuer aus Plastik. Greenpeace-Demostration gegen Nestlé. Bild: EPA/KEYSTONE

Können Sie nachvollziehen, dass dies Nicht-Ökonomen nur bedingt einleuchtet? «Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom», lautet ein bekannter Spruch.
Die Kritik am Wachstum ist nicht neu. Zu Beginn der Siebzigerjahre gab es den Bericht des Club of Rome, der ebenfalls die Grenzen des Wachstums aufzeigen wollte. Bisher hat es das kapitalistische System – dieser Begriff ist nicht wertend gemeint – immer geschafft, die Grenzen in die Zukunft zu verschieben.

Die Wirtschaft hat sich auch verändert.
Es gab eine gewisse Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch. Doch die Weltwirtschaft wächst bis heute sehr regelmässig weiter. Auch hier in der Schweiz hat niemand das Gefühl, es sei Schluss mit dem Wachstum.

Ist das nicht ein bisschen so wie der Mann, der vom Dach eines Hochhauses fällt und beim dritten Stock sagt: Bisher ist alles gut gegangen?
Mag sein, aber wir schaffen es auch, immer höhere Hochhäuser zu bauen. Will heissen: Die Grenzen werden verschoben.

Meere voller Plastik, Feinstaub, Hitzeperioden, Überflutungen: Die Schrift an der Wand ist deutlich. Opfern wir den Planeten dem Wachstumszwang?
Natürlich ist das kapitalistische System mit erheblichen Kollateralschäden verbunden. Deshalb wird auch versucht, das Wachstum ökologischer und sozialer zu machen. Aber das hat Grenzen. So haben wir CO2-Steuern eingeführt, die aber so gering sind, dass das Wachstum nicht gefährdet wird.

«Erstaunlicherweise gibt es in der heute vorherrschenden neoklassischen Wirtschaftstheorie den Wachstumszwang gar nicht.»

Gerade deshalb gibt es Stimmen, die sagen: Wir müssen den Kapitalismus überwinden, wenn wir die Erde retten wollen.
Schön und gut, aber dummerweise haben wir keine Alternative zum Kapitalismus. Sobald das Wachstum ausbleibt, wenn es hohe Arbeitslosigkeit gibt, dann schlägt die öffentliche Meinung sofort wieder um. Der weitaus grösste Teil der Menschheit ist heute nicht bereit, auf den gewohnten Wohlstand zu verzichten. Das wäre jedoch nötig, um den Wachstumszwang zu überwinden.

Sind wir also die Zauberlehrlinge, die nicht mehr stoppen können, was sie angerichtet haben?
Das kann man so sehen. Angenommen, die Menschen würden insgesamt tatsächlich auf einen Teil des Konsums verzichten, dann gerät die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale, die immer schneller zu drehen beginnt und schliesslich alle mitreisst.

Sie selbst haben in einem früheren Buch aufgezeigt, dass – sobald eine gewisse Schwelle überschritten ist – mehr Wohlstand nicht mehr Glück bedeutet. Warum machen wir also den ganzen Wachstums-Ärger?
Das ist ein Paradox. Einerseits macht mehr materieller Wohlstand die Menschen in hochentwickelten Ländern im Durchschnitt nicht glücklicher. Andererseits müssen wir aber weiter wachsen, damit die Wirtschaft nicht in eine Abwärtsspirale gerät.

Können Sie einem ökonomischen Laien den Grund des Wachstumszwangs erläutern?
Erstaunlicherweise gibt es in der heute vorherrschenden neoklassischen Wirtschaftstheorie den Wachstumszwang gar nicht. Doch in dieser Theorie wird die bedeutende Rolle des Geldes in der kapitalistischen Wirtschaft vernachlässigt.

«Erst wenn wir Investitionen mit dem durch Kredite geschaffenen Geld vorfinanzieren können, kommt das Wachstum zustande.»

Für normale Menschen ist Geld ein Tauschmittel. Weshalb soll das Geld die Wirtschaft zum Wachstum zwingen?
Investitionen muss man finanzieren. Das geht nicht allein mit Ersparnissen, wie das die traditionelle Wirtschaftstheorie sagt. Wir müssten sonst auf Konsum verzichten, um mehr sparen zu können. Es käme zum Paradox, dass wir zuerst verzichten müssten, um später mehr zu konsumieren. Um das zu verhindern, brauchen wir Bankkredite, welche dazu führen, dass zusätzliches Geld in die Wirtschaft fliesst.

Mit anderen Worten: Es braucht Geld aus dem Nichts. Wäre die industrielle Revolution allein aus realen Ersparnissen finanziert worden, dann wären wir heute im besten Fall bei der Dampflokomotive.
Genau so ist es. Erst wenn wir Investitionen mit dem durch Kredite geschaffenen Geld vorfinanzieren können, kommt das Wachstum zustande. In diesem Fall kann eine Mehrheit der Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Nur wenn sie Gewinne erzielen, können sie die Kredite bedienen und auch Dividenden an die Aktionäre auszahlen.

Okay, aber warum sagen wir jetzt nicht: Schön, dass wir mit Krediten eine Wohlstandsgesellschaft geschaffen haben. Aber das reicht uns. Jetzt hören wir mit aus Luft geschaffenen Krediten auf.
Das würde unweigerlich zum Bankrott von vielen Unternehmen führen und eine Abwärtsspirale in Gang setzen. Exemplarisch hat sich dies in den letzten Jahren in Griechenland gezeigt, wo die Wirtschaft sechs Jahre hintereinander geschrumpft ist. Dabei ist ein Drittel aller Unternehmen verschwunden und die Arbeitslosigkeit gegen 30 Prozent geklettert.

Es gibt nun eine Theorie, Modern Money Theory genannt, die besagt, dass wir mit dem Fiat Money der Notenbanken einen Green New Deal finanzieren sollten. Ist das eine Möglichkeit, einen ökologischen Umbau der Wirtschaft zu finanzieren, so wie einst die industrielle Revolution finanziert wurde?
Das würde nichts daran ändern, dass Unternehmen weiterhin Gewinne erzielen müssten.

Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, D-N.Y., addresses the Road to the Green New Deal Tour final event at Howard University in Washington, Monday, May 13, 2019. (AP Photo/Cliff Owen)

Plädiert für einen Green New Deal mit Fiat Money: Alexandria Ocasio-Cortez. Bild: AP/FR170079 AP

Aber sie würden grüne Gewinne erzielen.
Das gibt es bereits heute teilweise. Man könnte dies verstärken und es besteht auch ein Potential dafür. Doch an der grundlegenden Problematik des Wachstumszwangs ändert sich dadurch nichts.

Der weitaus grösste Teil der Kredite wird heute für Hypotheken verwendet. Er dient also gar nicht dazu, die Wirtschaft produktiver zu machen, sondern er bläht den Wert der bestehenden Vermögen auf. Wäre es da nicht sinnvoll, diese volkswirtschaftlich unnütze Spekulation einzudämmen und so auch den Wachstumszwang zu verringern?
Es ist heute tatsächlich so, dass die Finanzmärkte die Realwirtschaft antreiben, und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sein müsste. Die hohen Aktienkurse oder die Renditen der Anleihen müssen letztlich durch ein reales Wachstum bestätigt werden, sonst krachen sie zusammen.

Die Eindämmung dessen, was gelegentlich als «Kasino-Kapitalismus» bezeichnet wird, würde den Wachstumszwang mildern?
Das ist so. Aber was machen wir dann mit all dem Geld, das im Finanzsystem herumschwimmt?

Abgesehen vom Geld: Gibt es nicht andere Möglichkeiten, den Wachstumszwang einzudämmen? Ausbau von regionalen Wirtschaftskreisläufen beispielsweise? Gerade das wünschen sich die Menschen heute.
Da gibt es Spielraum. Die entscheidenden Wachstumstreiber sind ja die an die Börsen kotierten Publikumsgesellschaften. Die stehen unter dem Druck, Shareholder Value schaffen zu müssen. Ein Schreinermeister oder Bäcker verspürt diesen Druck weit weniger.

Was ist mit Genossenschaften?
Grundsätzlich ist auch bei Genossenschaften der Wachstumsdruck schwächer. Viele verhalten sich heute allerdings so, wie wenn sie Aktiengesellschaften wären. Denken Sie an die Raiffeisenbank oder Migros. Genossenschaften und lokale Kreisläufe eignen sich für gewisse Produkte, Ernährung beispielsweise. Aber was ist mit Airbus, Facebook, etc.?

ARCHIVBILD ZUM KOEPFEROLLEN BEI RAIFFEISEN, AM DIENSTAG, 22. JANUAR 2019 ---- Logo of the Raiffeisen bank at its headquarters in St. Gallen, Switzerland, on June 5, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Logo der Raiffeisenbank am Hauptsitz in St. Gallen, aufgenommen am 5. Juni 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Moderner Hauptsitz der Raiffeisenbank. Die Genossenschaft unterscheidet sich kaum von einer Aktiengesellschaft. Bild: KEYSTONE

Können wir nicht die Auswüchse der Wachstumswirtschaft zurückbinden? Zalando beispielsweise? Das ist ökologisch unsinnig und sozial bedenklich. Warum untersagen wir das nicht?
Wir müssen unterscheiden zwischen der Unternehmens- und der volkswirtschaftlichen Ebene. Für den Wachstumszwang ist es egal, wo und wie die Wirtschaft wächst. Ob das Zalando ist oder irgendwer. Wir haben deshalb die Möglichkeit, besser oder schlechter zu wachsen.

Vieles erinnert heute an die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, die sogenannte Belle Epoque. Es besteht das Gefühl, dass eine Epoche zu Ende geht und etwas Neues beginnen muss. Das hat damals in der Katastrophe der beiden Weltkriege geendet. Beschert uns der Wachstumszwang dieses Schicksal erneut?
Der Kapitalismus hat die beiden Weltkriege bestens überlebt. Das Gefühl, das Ende eines Zyklus sei erreicht, begleitet ihn, seit es ihn gibt. Schon Karl Marx hat bekanntlich von der Revolution geträumt, die ihn überwindet. Doch bis heute hat das System alle seine Kritiker überlebt. Der Kapitalismus ist äusserst robust und wird nicht so schnell verschwinden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 29.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Naja, 200 bis 300 Jahre Kapitalismus sind noch nicht gerade viel, wenn man es mit der gesamten Zeitgeschichte des Menschen vergleicht. "Hat bisher alle Kritiker überlebt" ist kein starkes Argument. Das römische Kaiserreich hat auch alle Kritiker überlebt, bis es das eben nicht hat.
  • Christian Colucci 28.05.2019 14:42
    Highlight Highlight Warum bekomme ich dauernd 2 deutige Nachrichten eingeblendet
  • Liselote Meier 28.05.2019 14:36
    Highlight Highlight Es gibt keine Alternativen und so was nennt sich Ökonom?

    Es gibt nicht nur Feudalismus, Kapitalismus und zentralistischer Planwirtschaft (SU, DDR usw.)

    Wie wäre es mit einer demokratischen
    Bedarfswirtschaft?

    http://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2017/07/Ringger_demokratische_Bedarfswirtschaft_Jahrbuch06.pdf
  • Sophokles 28.05.2019 14:04
    Highlight Highlight Da kommt mir noch ein gutes Zitat von Natan Heller, Autor beim New Yorker, in den Sinn:

    «Economics is at heart a narrative art, a frame across which which data points are woven into stories about how the world should work»

    Wie der Kapitalismus zu funktionieren hat, respektive weiter entwickelt werden kann und soll ist ist alleine dem Mensch überlassen. Wachstum bezieht sich heute einfach aufs BIP und könnte auch anders gemessen werden. Wer entscheidet? Genau, wir! Wenn ein Wirtschaftssystem zu einer unantastbaren Ersatzreligion zu werden scheint sollte einem das nachdenklich machen..
  • Sophokles 28.05.2019 13:47
    Highlight Highlight «Die Eindämmung dessen, was gelegentlich als «Kasino-Kapitalismus» bezeichnet wird, würde den Wachstumszwang mildern?

    Das ist so. Aber was machen wir dann mit all dem Geld, das im Finanzsystem herumschwimmt?»

    Das ist doch ein konkreter Hebel, wo man ansetzen könnte. Solch lapidaren Antworten sind genau das Problem! Die Finanzmärkte gesund zu schrumpfen wäre kein Problem, wenn es dazu einen politischen Willen geben würde. Kann man ja auch schonend über Jahre machen! Das wäre sicherlich ein guter Anfang auf dem Weg hin zu einem nachhaltigeren Kapitalismus.
  • Toerpe Zwerg 28.05.2019 11:45
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich, dass zwei gelehrte Ökonomen miteinander über "Wachstum" diskutieren ohne die systemunabhängige Triebfeder menschliche Kreativität auch nur ansatzweise zu besprechen.

    Unabhängig des Wirtschafssystems führt diese Kreativität zu technologischem und prozessualem Fortschritt, welcher die Produktivität steigert und damit Wachstum generiert.
    • Sophia 28.05.2019 19:45
      Highlight Highlight Oha, der Zwerg hat mal mehr als zwei Zeilen geschrieben und erst noch hervorragende! Bravo!
      Ja, mir scheint du hast das Wesentliche getroffen. Systeme sind auch nichts anderes, als Geschöpfe des Geistes und die werden sich entwickeln, wie auch der Geist selbst sich entwickelt. Daher ist es mehr als erstaunlich, dass Wirtschaftssysteme zu einer Art Religion geworden sind. Wie wir eigentlich alle wissen sollten, entwickelt sich auch der Geist nicht kontinuierlich und "flächendeckend." Einstein z. B. war ein Unikum doch ohne seine neuen Einsichten kommt die Physik heute nicht mehr aus.
  • Cybot 28.05.2019 09:10
    Highlight Highlight Der Herr ist wenigstens ehrlich:
    Der Kapitalismus ist die Spekulation, die Probleme solange in die Zukunft schieben zu können, bis eine Technologie vorhanden ist, die uns diese lösen kann. Nachhaltigkeit und Konsumreduktion sind Gift für das System. Wer heute gute und nachhaltige Produkte für "die Ewigkeit" herstellt, macht eigentlich einen Fehler. Schon pervers, nicht? Alternativlos lasse ich nicht gelten. Wirtschaftswissenschaftler sollten dazu da sein, alternative Systeme zu erforschen. Heute sehen die meisten von ihnen ihre Aufgabe darin, sich im bestehenden System maximal zu bereichern.
    • PC Principal 28.05.2019 12:07
      Highlight Highlight Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus. Feudalismus will niemand und Kommunismus ist immer wieder gescheitert.

      Kapitalismus ist die bisher beste Epoche der Menschheitsgeschichte. Noch nie ging es so vielen Menschen so gut.

      Dabei sind ist Kapitalismus und Umweltschutz kein Widerspruch. Wie der Artikel schreibt, sind Wachstum und Ressourcenverbrauch zunehmend entkoppelt voneinander.
    • Sophia 28.05.2019 19:55
      Highlight Highlight Ach, Principal, der gute alte, allseits anerkannte Philosoph Aristoteles hat auch einmal postuliert, dass alles, was schwerer als Luft sei, nicht fliegen könne und sein Ansehen sorgte dafür, dass er die technische Entwicklung um Jahrhunderte verzögerte. Und dann kam ein ebenso grosser Geist wie er aus dem kleinen Fleckchen Vinci, kannte den grossen Griechen überhaupt nicht, und bewies, dass auch Dinge fliegen können, die schwerer als Luft sind.
      "Noch nie ging es so vielen Menschen so gut" obschon es in China keinen Kapitalismus gibt!
    • Switch_on 29.05.2019 08:40
      Highlight Highlight @principal: Es gibt nicht nur Kapitalismus oder Kommunismus.
      Es ist doch ein Hohn zu behaupten der Kapitalismus ist alternativlos.
      Natürlich funktioniert der Kommunismus nicht.
      Aber stetige Gewinnoptimierung ist nicht möglich ohne dass alles irgendwann zusammenbricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 28.05.2019 07:09
    Highlight Highlight Mir scheint die Diskussion wurde viel zu sehr aus dem geistigen Jetzt resp. aus einer Ich-Entwicklungsstufe geführt, welche den heutigen Systemen entspricht.

    Vielleicht müsste man erst seinen Horizont erweitern bevor man solche Diskussionen führt.

    Oder wie es diese zwei prominente Herren ausdrucken würden:

    Die grösste Gefahr in Zeiten des Umbruchs ist nicht der Umbruch selbst – es ist das Handeln mit der Logik von gestern. Peter Drucker

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Albert Einstein

  • Marc Lang 28.05.2019 06:41
    Highlight Highlight Fazit aus dem Text: Es gibt zu viele Menschen auf diesem Planeten, welche nach Wohlstand streben und solange wir mehr Kinder auf die Welt setzen wird es mit dem Kapitalismus nur schlimmer
  • Toni.Stark 28.05.2019 05:54
    Highlight Highlight Der Kapitalismus wird kritisiert, aber noch hat keiner ein besseres System eingeführt. Vorschläge?
    • Dr no 28.05.2019 10:36
      Highlight Highlight und dass der Kommunismus nur in der Theorie, nicht aber in der realen Welt funktioniert, wissen wir auch
    • Eh Doch 28.05.2019 10:51
      Highlight Highlight Tausch zB
      Oder Freiwilligenarbeit
      Das Problem ist die totale Abhängigkeit vom Geld
    • Jungle Head 28.05.2019 12:09
      Highlight Highlight @Toni Stark:

      U.a. Gemeinwohl Ökonomie ist ein interessanter Ansatz. Z.B: Umweltfreundliche Firmen kriegen günstigere Kredite als destruktive.

      https://www.ecogood.org/de/schweiz/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 28.05.2019 05:53
    Highlight Highlight Mehr Freizeit ist heute für viele Leute mehr wert als mehr Einkommen. Das erklärt auch die relativ vielen freiwilligen Frühpensionierungen. Null-Wachstum des BIP/Kopf ist sicher kein eigenständiges Ziel, aber möglicherweise das Ergebnis einer umweltmässig vernünftigen Lebensweise, bei der auf „Immer-mehr-Konsum“ verzichtet wird. Mit Romantik hat das gar nichts zu tun, sondern mit Vernunft und Lebensweisheit.
    Selbstverständlich nehmen die Verteilungs- und Sozialversicherungsschwierigkeiten mit sinkendem Wirtschaftswachstum zu. Die Anpassungen an das reduzierte Wachstum sind aber verkraftbar.
    • Dr no 28.05.2019 10:38
      Highlight Highlight ob das so umweltmässig vernünftig ist, weiss ich nicht. was machen denn die Leute in der Freizeit ? Sie konsumieren irgendwas.... und damit nimmt er wieder Ressourcen in Anspruch
    • Schneider Alex 28.05.2019 17:27
      Highlight Highlight Und wenn sie länger arbeiten und verdienen, geben sie das angehäufte Geld auch irgendwann einmal aus, oder sie vererben es. Mehr Einkommen=mehr Ausgaben=mehr Umweltbelastung
  • Spooky 28.05.2019 05:44
    Highlight Highlight «Das Erstaunliche ist, dass mit dem Kapitalismus nie Schluss ist»

    Das kann er ja gar nicht wissen. Er ist nicht Mike Shiva.
    • Jungle Head 28.05.2019 12:14
      Highlight Highlight Stimmt. Von 200'000 Jahren Menschheitsgeschichte hat er ja "erst" ca. 500 Jahre Bestand.

      Bisschen seit Venedig und Genua, Formal Vollgas seit der Gründung der Holländischen Ost Indien Kompanie.
  • violetta la douce 28.05.2019 04:15
    Highlight Highlight Immerhin. Das erste mal, dass ich auf W ein Interview lese, mit einem, der offenbar nicht aus der links-ideologischen Mottenkiste kommt.
    • PeteZahad 28.05.2019 08:49
      Highlight Highlight Zumindest der Interviewte...
  • Ökonometriker 28.05.2019 01:30
    Highlight Highlight Wo ist Teil 2 dieses Interviews? Warum gibt es den Investitionszwang, der zum Wachstumszwang führt?

    Hier müsste man noch viel mehr auf die Rolle des technischen Fortschritts eingehen. Der zwingt nämlich die Firmen zu Investitionen. Und technischer Fortschritt ist ein tief menschliches Grundbedürfnis. Wollen wir den Wachstumszwang loswerden, müssen wir daher aufhören mit Forschen. Kann der Mensch das? Können wir akzeptieren, dass die Welt nicht mehr besser wird, dass in der 3. Welt weiter Leute hungern? Können wir akzeptieren, dass es in unserem Leben nicht mehr vorwärts geht?
  • Beat-Galli 28.05.2019 01:24
    Highlight Highlight Generell ist Wachstum zu cirka 98% nur nötig, dass sich die Werte der wohlhabenden selbstständig vermehren können. Immer mehr Aifwand von vielen ist nötig, Dividenden und Rendite zu erwirtschaften welche die Vermögensverwalter versprechen!
    Wenn wir effektiv nur brauchen, was wir benötigen, wäre Wachstum einzig nötig, dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden.
    Da das vielbesagte Wachstum der Weltwirtschaft mit dem Bevölkerungswachszum nicht mithalten kann führt es zwangsläufig eher früher als später zum Knall.


  • Adumdum 28.05.2019 01:04
    Highlight Highlight Guter Artikel - nur eine Schwäche: Wachstum ist nicht gleich mehr Resourcenverbrauch. Wachstum ist Schaffung von mehr Wert - und das kann auch mehr Service, mehr recycelte Waren etc bedeuten. Geld ist ein Medium mit dem man Investitionen vorfinanzieren und dann Produkte UND Dienstleistungen austauschen kann.

    Trends wie Plastiktütenverbote, Elektroautos, Adidas die in 5 Jahren 100% recycelte Stoffe verwenden wollen, dann sind das noch vor wenigen Jahren undenkbare Dinge gewesen.

    Der Markt ändert sich weil die Nachfrage sich ändert - weil die Menschen sich ändern. Gar nicht so hoffnungslos
  • karl_e 28.05.2019 00:34
    Highlight Highlight Wann begreifen auch Oekonomen die elementarsten Grundsätze der Natur? Es gibt nun mal kein unendliches Wachstum. Höchstens beim Zinseszins, aber wenn der Zinssatz gleich Null oder sogar kleiner als Null ist, sind auch hier Grenzen erreicht.
    Herrn Binswangers Wachstumsglaube hat etwas Religiöses. Wobei es ja böse Menschen gibt, die behaupten, Oekonomie sei keine Wissenschaft, sondern eine Religion mit verschiedensten Glaubensrichtungen.
  • PC Principal 27.05.2019 23:30
    Highlight Highlight Wir müssen zwingend umweltfreundlicher werden, das ist klar. Da sollte auch der Staat hart eingreifen.

    Der Kapitalismus wird aber noch viele Jahrhunderte bestehen. Noch nie gab es so wenig Armut in der Welt und noch nie war die Welt so friedlich wie heute. Neue Technologie hilft uns, umweltfreundlicher zu sein und eines Tages wird es ohne fossile Rohstoffe gehen.
    • Eh Doch 28.05.2019 10:54
      Highlight Highlight Die Hoffnung stirbt zuletzt
  • Sophia 27.05.2019 23:28
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst: Wir sind zum Wachstum verurteilt, Wachstum führt zum Tod (Aussterben) des Menschen.
    Oder eine KI erobert für und neue Welten.
    Was bleibt, ist die Hoffnung auf den Quantencomputer (=KI), der Probleme lösen kann, die wir noch gar nicht kennen.
    • PeteZahad 28.05.2019 08:56
      Highlight Highlight Wieso ist Quantencomputer für sie gleich KI? Mit Quantencomputern ist echte Parrallelität möglich (verschiedene Zustände gleichzeitig) und dadurch massiv schneller. Die Algorithmen sind (fast) die selben. Erst wenn der Computer selbst die Algorithmen schreiben/verbessern kann, wird die KI neue Welten erobern (Auch ohne Quantencomputer, der macht den Vorgang nur schneller)
    • Sophia 28.05.2019 19:32
      Highlight Highlight Na, ja, hier ist doch der Platz beschränkt! Danke für den Unterricht, Pete!
    • PeteZahad 29.05.2019 12:57
      Highlight Highlight Ich weiss nicht genau was du mit "Platz beschränkt" meinst. Ich wollte nur sagen, dass der Quantencomputer nicht von sich aus KI kann (wie du es darstellst) und mit den selben Problemen der theoretischen Informatik konfrontiert ist (P/NP, Halteproblem, etc.). Wenn du zum Beispiel Algorithmen für ein Problem hast, welches faktoriell ansteigt, kannst du mit einem Quantencomputer eine minim höhere Eingabemenge bewältigen als mit einem klassischen Computer.
  • DonChaote 27.05.2019 23:17
    Highlight Highlight Kapitalismus funktioniert solange, bis es keine Armen (Arbeiter) mehr gibt, die man auspressen kann...
    • PC Principal 27.05.2019 23:48
      Highlight Highlight Und tatsächlich gibt es bei uns kaum noch echte Armut. Praktisch jeder hat ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, Gesundheitsversorgung. Das war vor 50/60 Jahren noch nicht der Fall.
    • P. Silie 27.05.2019 23:51
      Highlight Highlight .. stand das auf einem Glückskeks beim Chinesen um die Ecke?
    • karl_e 28.05.2019 00:14
      Highlight Highlight Principal, sag das mal einem Obdachlosen, der dringend eine Zahnsanierung braucht. Gut ja, bei uns gibt's wenige Obdachlose und Hungrige, aber das ist in anderen erzkapitalistischen Länder wie USA oder Great Britain doch ein wenig anders. Dort sollen etliche Leute auch nicht genug zu essen haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sandromedar 27.05.2019 22:57
    Highlight Highlight Was die meisten Leute (und auch Ökonomen) vergessen, ist, dass wachstum und der Kapitalismus keinem Naturgesetz unterstehen -ganz im Gegensatz zu unserem Planeten!
    Also pseudofakten beiseite und auf ans mühsame umkrempeln dieser Geisteswissenschaft, die schon zu lange Gott spielt
    • batschki 28.05.2019 07:32
      Highlight Highlight Interessante Idee!
      mit viel Potential. Ist die von Ihnen?
  • BlackBooks 27.05.2019 22:57
    Highlight Highlight "Das ist so. Aber was machen wir dann mit all dem Geld, das im Finanzsystem herumschwimmt?"

    Nominiert für den zynischsten Satz der Woche.
  • Statler 27.05.2019 22:44
    Highlight Highlight «Es ist heute tatsächlich so, dass die Finanzmärkte die Realwirtschaft antreiben, und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sein müsste.»
    Das ist der wesentliche Satz. Das war nämlich durchaus mal so. Der Finanzmarkt ist dafür da, die Mittel für Investitionen zur Verfügung zu stellen und nicht, diese um jeden Preis zu forcieren, nur um das ganze Gebilde aufzublasen. Sonst fliegt uns das Teil nämlich bald wieder um die Ohren und ob's dann so «glimpflich» abläuft, wie letztes Mal, wage ich zu bezweifeln.
    Wird Zeit, dass man die Finanzler wieder auf ihre Plätze verweist!
  • DavidSuter 27.05.2019 22:39
    Highlight Highlight "Der Kapitalismus ist äusserst Robust und wird nicht so schnell verschwinden".
    Erst verschwinden wohl die Gletscher, Polkappen, Regenwälder, abertausende von Tier und Pflanzenarten, Länder, Friede, Wohlstand, Sicherheit, Hoffnung und milliarden von Menschen ihr Leben wenn ich das konsequent zu Ende denke.
    Oder habe ich etwas falsch verstanden?
    • Eh Doch 28.05.2019 11:00
      Highlight Highlight Nein, leider nicht
  • Aldi 27.05.2019 22:38
    Highlight Highlight Ich glaube, der Mensch ist ein kapitalistisches Wesen. Bei weitem nicht nur, aber auch. Sogar wenn wir schenken, wünschen wir uns doch immer auch, dass das Gegenüber den Wert unserer Geste richtig einschätzt und eventuell (weniger bewusst) irgendwann etwas zurückgibt...(ausser vllt bei Verwandten)
    • DonChaote 27.05.2019 23:14
      Highlight Highlight @Andy D.
      Etwas zu schenken, mit der Erwartung, ebenfalls etwas (dann noch minimum gleichwertiges) geschenkt zu kriegen...
      Da scheint mir jemand denn Sinn vom Schenken nicht verstanden (falsch gelernt?) zu haben.

      Ich schenke jemandem etwas, weil ich Lust habe, diese Person zu beschenken. Nicht zu meinem Vorteil!

      Das andere wird uns nur eingeredet. Konsumgesellschaft und Wachstumszwang und so... Muss man nicht mitmachen
    • Sophia 27.05.2019 23:34
      Highlight Highlight Ach! Das also quält die Wissenschaft des Homo sapiens, des höheren Säugetiers aus der Ordnung der Primaten! Wie schenkt man im Kapitalismus?
    • Eh Doch 28.05.2019 11:02
      Highlight Highlight Andy ich weiss was du meinst. Hierzu ein ernstgemeinter Buchtipp; "was man mit geld nicht kaufen kann" geschrieben von einem Ökonomen.
      Unsere Werte und dadurch auch unser Denken ist kapitalistisch geworden. Das sollte uns allen mal zu denken geben
    Weitere Antworten anzeigen
  • DavidSuter 27.05.2019 22:29
    Highlight Highlight "Es käme zum Paradox, dass wir zuerst verzichten müssten, um später mehr zu konsumieren".
    Total paradox!
    • Statler 27.05.2019 22:57
      Highlight Highlight Zu Zeiten meiner Grossmutter hiess es «Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not». Das war damals logisch und kein Paradox.
      Heute heisst's «nimm 'n Kredit auf, dann kannst Du Dir jetzt schon leisten, wofür Du auch morgen nicht genug Geld hättest»
  • Jean-Michel 27.05.2019 22:26
    Highlight Highlight Es ist doch müssig über Kapitalismus zu diskutieren. Das System wird so lange funktionieren, bis es scheitert.

    Ohne Korrektur werden die Reichen immer reicher, der Planet auf Kosten der Ärmsten ausgebeutet und irgendwann gibt’s eine wüste Revolution, die vielleicht erfolgreich ist oder schrecklich unterdrückt wird.

    Besser wird dadurch aber nichts, die Menschheit wird immer ins selbe Muster verfallen.

    Meine Überzeugung: es gibt keine richtige oder falsche Gesellschaftsform. Sie ist so lange richtig, wie sie von der Mehrheit toleriert wird. Und das in ewiger Wiederholung.
    • Sophia 27.05.2019 23:45
      Highlight Highlight In ewiger Wiederholung? Wie lange kann man einen kleinen Planeten ständig auslaugen, bis der sich endgültig erschöpft hat?
      Aber für mich ist das eine rhetorische Frage, ich glaube an die Kraft des Geistes! Kapitalismus ist für mich ein modifizierbares System.
    • Jean-Michel 28.05.2019 07:36
      Highlight Highlight Nun ja, wie du sagst: ...bis er sich erschöpft hat.

      Ich bemühe ein Zitat: „Erst wenn der Mensch unmittelbar vor seinem Abgrund steht, entwickelt er sich weiter.“
  • violetta la douce 27.05.2019 22:22
    Highlight Highlight „Vieles erinnert heute an die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, die sogenannte Belle Epoque. Es besteht das Gefühl, dass eine Epoche zu Ende geht und etwas Neues beginnen muss“.

    Sorry, aber dieses Gefühl besteht im Allgemeinen überhaupt nicht.

    Bei einigen wenigen Sozialromantiker, die von der Revolution träumen vielleicht?
    🤷‍♂️
    • Statler 27.05.2019 23:00
      Highlight Highlight Wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist und die letzten paar Jahre nicht unter einem Stein gelebt hat, ist glaub' wirklich allen klar, dass es so nicht weitergehen kann. Selbst die ignorantesten Klimaleugner sind sich im Innersten wohl dessen bewusst.
      Aber im Verdrängen waren wir schon immer gut. Nur interessiert das die schmelzenden Gletscher und zerbröckelnden Berge halt nicht.
    • Lexxus0025 27.05.2019 23:53
      Highlight Highlight Für mich gibt es „sozialromantiker“, „wutbürger“, „kapitalisten“, „intellektuelle“ sowie „naturverbundene“ wobei sich vier der fünf gruppen mittlerweile eher gegen die „kapitalisten“ stellen, teilweise aktiv, teilweise passiv.
      Diese gruppierungen, neben kapitalisten, machen mittlerweile gefühlt die hälfte aller menschen aus...du gehörst wohl nicht dazu, und dein umfeld wohl auch weniger.
      Die polarisierung in den wahlergebnissen spiegeln das mehr oder weniger deutlich wieder.
    • supremewash 28.05.2019 00:05
      Highlight Highlight Das Neue ist ja nicht weiter definiert. Ich sehe durchaus, dass es viele Menschen trotzdem herbeisehnen. Sei es der Klimaaktivist oder der Rechtspopulist.
  • willi22 27.05.2019 22:18
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel! Danke. Geld wird aus dem Nichts Geschöpft. Die Zinsen jedoch nicht. Das bedingt unteranderem den Zwang zu immer neuen Krediten und ist der Kern des Problems.
    • PC Principal 27.05.2019 23:33
      Highlight Highlight Problem? In den letzten 200 Jahren hat es ja ganz gut geklappt. Noch nie waren so wenige Menschen arm und noch nie gab es so wenig Gewalt. Kredite führen zu Wachstum Fortschrit und dies löst schon sehr viele Probleme in der Welt.
    • Lexxus0025 27.05.2019 23:58
      Highlight Highlight Ist wie ein pflaster auf ne eitrige dreckige wunde zu kleben @principal. Menschen mit kredit sind immer arm, noch ärmer als ein armer der nichts hat, da minus. Daran verdient ein banker seinen 6-7 stelligen lohn, mahlzeit und pfui teufel.
    • PC Principal 28.05.2019 12:00
      Highlight Highlight @Lexxus0025: Dieser Kommentar ist ein bisschen Realitätsfremd. Der Kapitalismus schafft durch das Kreditwesen eben echten Mehrwert.

      Beweis: Noch vor weniger als 100 Jahren hatten wir in Europa noch krasses Elend. Extreme Armut gibt es in Europa heute nicht mehr. Auch im Rest der Welt nimmt die Armut rasant ab: Zuerst Asien, nun auch Afrika. Die Gesundheit der Menschen und die Lebenserwartung steigt überall, die Kindersterblichkeit sinkt massiv.

      Und Sie bezeichnen diesen unleugbaren Fortschritt als ein "Pflaster auf eine Eitrige Wunde". Da verschliessen Sie die Augen vor der Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DavidSuter 27.05.2019 22:17
    Highlight Highlight Der Schreiner und der Bäcker spürt diesen Druck viel weniger, sagt der Ökonom, während er in seinem IKEA- Sessel ein Hiestandgipfeli verdrückt.

  • DavidSuter 27.05.2019 22:11
    Highlight Highlight Ich verstehe: das kapitalistische Hochhaus wächst fast so schnell wie wir fallen. Was zunimmt ist demnach die Absturzhöhe.
    • Statler 27.05.2019 23:01
      Highlight Highlight Nein-nein, wenn wir schnell genug bauen, wird der Fall bestimmt ewig dauern! ;)
    • Sophia 27.05.2019 23:51
      Highlight Highlight "wenn wir schnell genug bauen", können wir nicht herunterfallen? Das müsste dann in Lichtgeschwindigkeit geschehen! (Das Bauen, nicht das Fallen:-) Super! Ich sag ja, der menschliche Geist überwindet jedes Problem, es dauert halt ein wenig.
  • Menoo 27.05.2019 22:00
    Highlight Highlight Gar nicht mal schlecht rezykliert, liebes Watson Team/ Hr. Löpfe. Ziemlich gleicher Artikel war bereits vor einigen Wochen hier https://www.watson.ch/!898683066
    Wo bleibt der frische Wind?
  • Ich hab kein Plan aber... 27.05.2019 21:42
    Highlight Highlight Ein Blick in die Natur verrät:

    Unbegrenztes Wachstum gibt es bei Unkraut und Parasiten... Die meisten Organismen hören ab einer gewissen Grösse auf zu wachsen.

    Schade, dass unser System parasitär ist...
    • Firefly 27.05.2019 22:25
      Highlight Highlight Richtig, der Virus kann auch unkontrolliert wachsen. Manchmal so lange bis zum Tod des Wirt's. Das ist dann die Grenze des Wachstums, der Virus stirbt mit... wenn er zu schnell wächst (Zum Glück und zum Schutz des übrigen Lebens).
    • Statler 27.05.2019 23:05
      Highlight Highlight Ich zitiere da immer gern Agent Smith: «Every mammal on this planet instinctively develops a natural equilibrium with the surrounding environment but you humans do not. You move to an area and you multiply and multiply until every natural resource is consumed and the only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. Do you know what it is? A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet. You're a plague and we are the cure.»
  • Kramer 27.05.2019 21:41
    Highlight Highlight Nur zwei Gedanken dazu:
    1. Wir sind heute soweit, dass es ganze Zweige der Finanzindustrie gibt, deren einziges Ziel es ist, aus Geld, noch mehr Geld zu machen, ohne dass dabei physische Güter notwendig sind (Highspeed Trading, und AI Trading).
    2. Wir wird manchmal fast übel, wenn ich all die Güter sehe die Läden aufgetürmt sind, und darauf warten gekauft zu werden; wer braucht all das? Seien wir doch ehrlich, wir kaufen vieles einfach weil es billig ist, oder weil es schön ist (auch wenn es Dekoramsch ist). Aber wer braucht das wirklich?
    • Statler 27.05.2019 23:08
      Highlight Highlight Nur ein Gedanke dazu: man sollte aufhören, von der Finanz-«Industrie» zu sprechen.
      Eine Industrie stellt per definitionem Güter her. Darum nennen Banken und Versicherungen ihren Plunder auch gerne «Produkte». Das sind sie aber nicht. Diese «Industrie» produziert nichts, sondern ist nur darauf bedacht, Reichtum zu vermehren.
    • Cybot 28.05.2019 09:27
      Highlight Highlight Jaja, die Banken und Versicherungen mit ihren tollen "Produkten". Ich muss jedesmal schmunzeln, wenn so ein Anzugträger vor mir sitzt und mir erzählen will, dass der Fötzel Papier vor mir ein Produkt darstellen soll.
  • locogoa 27.05.2019 21:34
    Highlight Highlight Selten so enttäuscht gewesen von den Kommentaren auf Watson....
    endlich wieder mal ein wirklich guter Artikel zum Thema Kapitalismus, wo jemand ohne zu werten und ohne ideologische Brille Fakten auf den Tisch bringt und alle nur mimimi der böse kapitalismus ist schuld an allem übel....
    Es gibt kein anderes System dass so viele Leute aus der bitteren Armut geholt hat und für soviele Menschen Wohlstand geschaffen hat...
    und wir ALLE sind schuld am Zustand des Planeten .... z.B. Apple produziert ja nicht zum Spass sondern weil WIR alle zwei Jahre ein neues Gadget wollen ....
    • DonChaote 27.05.2019 23:23
      Highlight Highlight „Wir“ „wollen“ das neue gadget alle zwei jahre nur, weil es alle zwei jahre ein neues gibt, das laut marketing, DAS Ding ist, auf das wir in zukunft nicht verzichten können...
      Auch das hängt mit diesem ominösen wachstumszwang zusammen...
    • Dr no 28.05.2019 10:49
      Highlight Highlight "z.B. Apple produziert ja nicht zum Spass sondern weil WIR alle zwei Jahre ein neues Gadget wollen" Du hast nicht Marketing studiert gell ? Das ist eben Wachstum: Die Firmen wollen uns immer mehr scheiss andrehen, damit sie "wachsen" und noch mehr Geld verdienen können. Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.
    • Kramer 28.05.2019 13:08
      Highlight Highlight Ja, der Artikel ist eine Aufnahme des ist-Zustandes, die Probleme spricht er aber nur am Rande an. Die Aussage "wir alle sind Schuld" kann ich aber so nicht ganz stehen lassen. Das Problem ist ein politisches, und es liegt sehr tief im System begraben.
      Über alle politischen Instanzen weg ist etwas grundsätzlich gut und erlaubt wenn sich damit Geld verdienen lässt. Gesundheits-, Umweltschutz- und Soziale Interessen müssen dahinter zurückstehen.
      Der Einwurf, dass wir in einer Demokratie leben gilt nur bedingt, denn auch unser demokratisches System hat Mängel, und der Geldadel nutz das aus.
  • Malnachgedacht 27.05.2019 21:32
    Highlight Highlight Geld ist ein Symbol für verfügbare Ressourcen inkl. Energie. Was ist Geld noch wert, wenn der Energieaufwand für die Förderung weiterer Ressourcen zu groß wird?
    Stammen die gängigen Wirtschaftsmodelle nicht alle aus einer Zeit, in der Welt noch voll davon war? Vgl. Niko Paech...
  • Thom Mulder 27.05.2019 21:30
    Highlight Highlight Eine ziemlich beschränkte Sichtweise hat dieser Typ. Die Tatsache will er nicht begreifen. Entweder wir überwinden den Kapitalismus oder wir gehen daran zugrunde.
    • violetta la douce 27.05.2019 21:55
      Highlight Highlight Sorry Thom aber was Sie hier von sich geben ist nur ein platter Spruch.
      Begreifen Sie doch:
      Wir gehen daran zu Grunde, dass das Leben endlich ist. Der Kapitalismus aber, wir uns überleben.
    • Eh Doch 28.05.2019 11:11
      Highlight Highlight Ok also der Kapitalismus überwindet alles, die Natur, den Planeten, die Tiere und auch uns.
      Mol hey cool, also so wie Gott.
      Und darum legitimiert es dass wir weiter deigseln wie bisher?
      Sorry aber da sehe ich klar religiöse Züge dieses Fachmanns.
  • FaridBang3000 27.05.2019 21:27
    Highlight Highlight es ist halt so. wachstum ist und bleibt notwendig. die frage ist nur wie dieses wachstum erwirtschaftet wird. es gibt viele gute ideen wie zb. co2-zertifikate, die umsetzung ist das problem. die wirtschaft ist zu mächtig und kann die besten ideen korrumpieren...
  • Lienat 27.05.2019 21:20
    Highlight Highlight "Das Erstaunliche ist, dass mit dem Kapitalismus NIE Schluss ist"

    Ech jetzt? Nie?!? Den Homo Sapiens gibt es seit rund 300'000 Jahren. Den Kapitalismus gerade Mal ein Tausendstel so lange. Und da will ihm irgend jemand eine unbegrenzte Zukunft voraussagen?

    Klar, mit dem Wachstum kann es noch ein paar Jahrzehnte so weitergehen. Vielleicht auch ein paar Jahrhunderte. Aber spätestens dann werden auch die Ökonomen akzeptieren müssen, dass sie nicht über den Gesetzen der Physik stehen.
    • DavidSuter 27.05.2019 22:43
      Highlight Highlight Danke! Für die Weit-, Über- und Zuversicht!
    • Lienat 28.05.2019 08:31
      Highlight Highlight ...und von den Blitzern hätte ich dann gerne noch die Erklärung, wie sie sich endloses Wachstum auf einem endlichen Planeten vorstellen. Oder träumt ihr davon, das Weltall zu besiedeln?
  • LeChef 27.05.2019 21:13
    Highlight Highlight Der Kapitalismus verantwortet nun auch noch die beiden Weltkriege? Löpfe ist wiedermal in Hochform.
    • DonChaote 27.05.2019 23:28
      Highlight Highlight @LeChef
      Der Kapitalismus verantwortet sogar noch mehr leid, als nur die beiden (meiner meinung nach weniger den zweiten, aber sicher den ersten) weltkriege.
  • Firefly 27.05.2019 21:11
    Highlight Highlight "Das ist so. Aber was machen wir dann mit all dem Geld, das im Finanzsystem herumschwimmt?"

    Na, da käme mir so einiges sinvolleres in den Sinn.
  • Firefly 27.05.2019 21:06
    Highlight Highlight "Unternehmen müssen Gewinn machen..."

    Wieso und für wen? für die Boni der Manager und die Aktionäre? Für die Löhne der normalen Angestellten wohl eher nicht.

    Ein Unternehmen hat den prioritären Zweck, einer Nachfrage nachzukommen und Löhne zu zahlen. Dafür genügt Umsatz.

    Erst wenn der Kapitalismus und die Aktionäre ins Spiel kommen, rückt der Gewinn und somit das Wachstum in den Fokus. Denn die Aktionäre wollen mit ihrem Geld Geld machen und nicht mit Arbeit. Dafür braucht es Wachstum. Und nur dafür.

    Also nicht Unternehmen müssen Gewinne machen sondern Aktionäre sind darauf angewiesen.
    • der Denker 27.05.2019 21:16
      Highlight Highlight Dann können Sie niemals eine Firma gründen. Diese muss ja wachsen ansonsten kann diese nicht existieren. Es sind nur wenige Unternehmen welche wirklich schlimm sind.
    • LeChef 27.05.2019 21:21
      Highlight Highlight Die Unternehmen gehören ja den Aktionären. Die dürfen mit ihrem Eigentum machen, was sie wollen. Wenn der Staat umverteilen will, darf er das via Steuern machen, aber in einem freiheitlichen Staat muss das Eigentum grundsätzlich garantiert sein.

      Die Alternativen wären Staatskapitalismus à la China, oder komplettes Desaster à la Venezuela.
    • FaridBang3000 27.05.2019 21:24
      Highlight Highlight wow bitte lies ein buch über die grundzüge der buchhaltung. umsatz reicht natürlich nicht um löhne zu zahlen, denn umsatz = verkaufte produkte * verkaufspreis. da ist noch kein lohn bezahlt. wenn die aufwände zu hoch sind resultiert trotzdem ein verlust, da kann umsatz noch so hoch sein. und wenn das so weitergeht stehen bald alle angestellten auf der strasse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 27.05.2019 21:02
    Highlight Highlight "Es käme zum Paradox, dass wir zuerst verzichten müssten, um später mehr zu konsumieren."
    ... als Privatperson eigentlich eine kluge Variante, ich verzichte/spare, damit ich mir später ohne Kredit etwas leisten kann. Das lässt sich nicht ohne Weiteres auf eine Wirtschaft im hochtourigen Bereich übertragen, aber ein Innehalten wäre sinnvoll. Immer weiter nach oben kann sich die Spirale ja nicht drehen. Auch arbeitstechnisch. In Stunden & Energie gerechnet, habe ich das Gefühl von Jahr zu Jahr mehr leisten zu müssen um die Flughöhe zu halten...
  • Klaus07 27.05.2019 21:01
    Highlight Highlight Ich habe gelernt, das der Mond pro Sekunde 1,4 Millimeter auf die Erde abstürzt, aufgrund seiner Bewegung von 3600 kmh jedoch sich auch wieder von der Erde wegbewegt. Seit 4,4 Milliarden Jahre funktioniert dies schon. Wenn man dies auf unsere Wirtschaft übertragen könnte, würde es ewig eine Abwärtsspirale und gleichzeitig ein Wirtschaftswachstum geben. Einzige Bedingung, die Erdbevölkerung dürfte nicht mehr zunehmen.
    Da ich kein Wirtschaftswissenschaftler bin, werfe ich meine Gedanken hier mal rein. Vielleicht liege ich komplett Falsch, oder meine Gedanken helfen das Paradoxon zu überwinden.
    • FaridBang3000 27.05.2019 22:39
      Highlight Highlight ich glaube, das problem wäre, dass die abwärtsspirale "exponentiell" schneller werden würde...also zb. wenn die erste grosse bank pleite geht, gehts dann sehr schnell und die wachstumsphase müsste riesig sein. aber interessanter gedanke. kann leider auch nicht genau beurteilen wie/ob das funktionieren würde.
  • Markus Casmark 27.05.2019 20:53
    Highlight Highlight Kapitalismus ist ein solides System und hat uns wohlhabend gemacht, muss aber in der gegenwärtigen Form dringend reformiert und nachhaltiger gestaltet werden.

    Das ökonomische Segment gedeiht zwar, aber im sozialen (Aufteilung des Geldes) und im ökologischen Bereich (Umwelt und Klima) sind Verbesserungen und Neuerungen dringend nötig.
    • der Denker 27.05.2019 21:19
      Highlight Highlight Sehe ich genau so. Evolution nicht Revolution. Und im Nachhaltigen Sektor gibt es doch no genug Platz zum wachsen.
    • Dominik Treier 27.05.2019 22:34
      Highlight Highlight Falsch! Der Kapitalismus hat uns weder reich gemacht, noch ist er solide. Die freie Wirtschaft und eine soziale Regulierung haben uns reich gemacht und der Kapitalismus ist so ziemlich das Gegenteil davon. Es ist nicht das Ziel möglichst gute Produkte, möglichst günstig und nachhaltig anzubieten und sich so zu behaupten, sondern möglichst den Markt auzuhebeln um viel Gewinn für nichts machen zu können. Kapitalismus und die Freie Marktwirtschaft können und habe auch nie unreguliert koexistiert. Wir müssen also den Kapitalismus und die Gier überwinden und die freie Marktwirtschaft behalten!
    • karl_e 28.05.2019 00:46
      Highlight Highlight Markus, hast du das Jahr 2008 schon vergessen? Da hat das solide System ein bisschen gestottert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 27.05.2019 20:51
    Highlight Highlight Menschen, die Sozialhilfe beziehen müssen, haben den Zwang sich nicht dem Wachstumszwang unterordnen zu können. Will man über die Sozialhilfebezüger das schlechte Gewissen wegen dem Wachstumszwang besänftigen?
    • DonChaote 27.05.2019 23:36
      Highlight Highlight @maya
      Ich frage jetzt mal, was sich wohl einige denken: Hä?
    • Toerpe Zwerg 28.05.2019 11:47
      Highlight Highlight Das ist falsch. Die Sozialhilfe wächst munter mit.
  • Dominik Treier 27.05.2019 20:49
    Highlight Highlight So lange das Ziel jedes Menschen, der von Existenzangst getriebene Erwerb von Gütern und Kapital ist wird sich nichts ändern. Der Staat muss meiner Meinung nach also umgebaut werden um das Grundproblem zu Bekämpfen. Das unser Wirtschaftssystem auf Angst fusst, einer Kraft die zwar effektiv ist, im Menschen jedoch seine dunkelsten und ruchlosesten Seiten hervorbringt, aus denen kein positives System erwachsen kann. Jedes System ist schlussendlich nur so gut wie die, die es praktizieren...
  • salamandre 27.05.2019 20:43
    Highlight Highlight Ich denke dass die Menscheit an sich selber scheitern wird, da niemand Lust hat den Bremshebel zu betätigen, die Frage ist nur wann.
    • Statler 27.05.2019 21:48
      Highlight Highlight Vermutlich schon sehr bald...
    • AdvocatusDiaboli 27.05.2019 23:12
      Highlight Highlight Unser Wachstum in das Sonnensystem und in virtuelle Welten hat gerade erst begonnen. Es wird der Menschheit gelingen die Erde in ein Paradies zu verwandeln, da mehr und mehr unserer Produktion/Wachstum in diese neuen Dimensionen ausweichen kann. Es wird lange gehen, aber wir schaffen das. Die besten Zeiten der Menschheit sind noch vor uns.
    • salamandre 28.05.2019 07:27
      Highlight Highlight Ich nehm mal an der meint das Zynisch, der Advokat des Teufels!?
  • Wander Kern 27.05.2019 20:42
    Highlight Highlight Mir scheint generell problematisch, dass unser politisch-wirtschaftliches Vokabular noch immer im 19. Jh festzuhängen scheint und die damals gefundenen Begriffe und Kategorien heute nicht mehr greifen oder sogar lähmend sind.
    Zwischen Kapitalismus und Sozialismus existieren heute so viele Abstufungen und Facetten, dass im politischen Betrieb nur die Extreme sich an entsprechendem Wortschatz bedienen.
    • violetta la douce 27.05.2019 21:58
      Highlight Highlight 🤦‍♂️OMG..!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 27.05.2019 20:31
    Highlight Highlight Das interessante an der "Verzicht"-Forderung ist ja immer, dass jeder sofort weiss, auf was man "objektiv" verzichten kann und glücklicherweise handelt es sich meistens um Dinge/Tätigkeiten, die andere Wertschätzen, einem selber aber nicht so viel bedeuten.....

    Danke für das kritische Interview und Nachfragen!
  • Ueli_DeSchwert 27.05.2019 20:20
    Highlight Highlight Wenn es wirklich einen inherenten Wachstumszwang gibt, haben wir ein inherentes Problem.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 27.05.2019 20:34
      Highlight Highlight Weshalb?
      Solange die Weltbevölkerung wächst, muss auch die Wirtschaft wachsen, sonst muss jemand abgeben.
      Und auch mit einer völlig gleichmässigen Verteilung kämmen wir heute noch nirgends hin.
      Dazu kommt, wenn sie eine Tisch im Ikea fü 300 kaufen, brauchen sie keinen weiteren Tisch mehr. Dahingehend ist das Wachstum beschränkt. Aber sie können sich einen aus CH-Holz kaufen beim lokalen Schreiner, selbst gemacht für 600. Dann ist die Wirtschaft zusätzlich gewachsen und das ganze "Grenze des Wachstums" wird zur makulatur.
    • Froggr 27.05.2019 20:36
      Highlight Highlight Warum?
    • Firefly 27.05.2019 21:15
      Highlight Highlight Ja, alles was wächst vergeht... und meist ist es so, was dass was schnell wächst auch schnell vergeht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NY125 27.05.2019 20:15
    Highlight Highlight So toll mein Studium bei Matthias war. So blindäugig scheint mir diese Ansicht. Wachstum muss kommen? Nein eine reiche Elite will Wachstum und ein Grossteil der Menschen zahlt die Zeche dafür. Millenials (die heute 30-40 sind) und deren Kinder. Eine nicht existierende Altersvorsorge, Wohneigentum der nicht finanzierbar ist, sinkende Löhne und ein Planet der am Arsch ist. Diese Quittung bezahlen die unter 40 Jährigen für die Gier der Vorgenerationen! Vom Wachstum haben wir nichts - der Lohn sinkt real, denn die Preise steigen deutlich schneller. Hauptsache der Zins der Schulden wird abgezahlt..
    • neutrino 27.05.2019 21:43
      Highlight Highlight Ich bin auch um die 40, und es ist halt einfach so, dass unsere Eltern die fetten Wachstumsjahre hatten und wir nicht.
    • violetta la douce 28.05.2019 04:24
      Highlight Highlight Neutroni

      Unsere Eltern hatten die fetten Wachstumsjahre?
      Hä...?
      Ich glaube in der Generation unserer Eltern (bin gleich alt) war es noch um einiges härter. Geld müsste mühsamer verdient werden. Und eine Generation vorher noch schwieriger.
      Wer jetz um die 40 ist, hat hier wohl die fettesten Jahre aller Zeiten erlebt.
    • neutrino 28.05.2019 07:18
      Highlight Highlight Die Zeiten sind/waren auch für uns sehr gut, keine Frage. Aber wenn man das durchschnittliche Wachstum in CH zB. 1970 bis 2000 mit 2000 bis 2019 vergleicht, dann schneidet die erste Periode klar besser ab. Zudem herrschte bei unseren Eltern de facto 0%-Arbeitslosigkeit, man konnte problemlos einen Job aussuchen, dies mit einer einfachen Lehre.

      Bei der Vorgängergeneration gebe ich dir Recht - das waren massiv härtere Zustände.
  • FrancoL 27.05.2019 20:14
    Highlight Highlight "immer geschafft, die Grenzen in die Zukunft zu verschieben"
    KLAR NEIN, nicht die Grenzen sondern die Folgen der Grenzüberschreitung und das sind zwei Paar Schuhe.

    Das kenn fast jeder in seiner Gemeinde nachvollziehen was das heisst die Grenzen nicht wahr zu nehmen und dann die Folgen tragen zu müssen.
    • Christian Colucci 27.05.2019 20:25
      Highlight Highlight Doch irgendwie leide ich richtig mit weil manche es Wirklich übertrieben haben
    • neutrino 27.05.2019 20:57
      Highlight Highlight Gutes Beispiel, wie eine Wirtschaft ohne Wachstum aussieht, ist Japan mit allen Vor-/Nachteilen: seit Jahrzehnten Nullwachstum, d.h. weniger Lohn als die Eltern, kleinere Wohnung als die Eltern, teilweise veraltete Infrastruktur, etc. Aber irgendwie ist heute Japan angenehmer als Ende 80er/90er Jahre - weniger Hektik generell, U-Bahnen in Tokyo sind viel seltener brechend voll, in mittelgrossen Städten, die früher geboomt haben, richtig leer, etc
  • Chrigi-B 27.05.2019 20:11
    Highlight Highlight Das Problem am Kapitalismus? Wir haben ihn noch nie richtig probiert. Momentan haben wir Sozialismus für Grosskonzerne. Sage da nur 2008, Rettung der Banken.

    Oder aus den USA: Die 50 grössten Firmen zahlen alle mehr oder weniger 0 USD Steuern.
    • neutrino 27.05.2019 21:51
      Highlight Highlight Bin kein Banken-Fan, aber um bei der Wahrheit zu bleiben: der UBS-Crash hat unter dem Strich keinen Rappen Steuergelder gekostet und heute ist die UBS einer der grössten Steuerzahler in der Schweiz.

      Zudem: die grössten Unternehmen in der Schweiz (Nestlé, Roche, etc.) sind auch die grössten Steuerzahler.
    • Chrigi-B 27.05.2019 23:19
      Highlight Highlight Würden wir in einem kapitalistischen System leben, die UBS gäbe es nicht mehr. Die UBS und auch die CS sind weiterhin eine Gefahr für die Schweiz. Beim nächsten Crash, sind wir gleich weit.

      Bet. Steuern habe ich ja spez. gesagt USA und nicht Schweiz 😉
    • neutrino 28.05.2019 07:23
      Highlight Highlight Ja, eigentlich hast du Recht. Obwohl man im Sozialismus das erhaltene Geld nicht zurückzahlen muss.

      Zudem: ganz gleich ist es nicht - nach der Finanzkrise (inkl. UBS-Crash) wurde die Banken-Regulierung (Eigenkapitalvorschriften, Geldwäschereigesetze, etc.) massiv hochgefahren. Aber ja, eine de facto Staatsgarantie haben sie immer noch.
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