Wirtschaft
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epa05284220 People hold banners reading 'No to the AfD' and 'Class war instead of division; as thousands of demonstrators take part in a protest in Stuttgart, Germany, 30 April 2016 against the right-wing conservative Alternative for Germany (AfD) who are holding their party national convention the city. Reports state that left wing protestors demonstrated outside the venue with the aim of stopping people attending the conference. German right-wing anti-migration Alternative for Germany (AfD) has recently come under criticism for remarks about the Islam.  EPA/DANIEL MAURER

Protestmarsch gegen die neue Rechte in Stuttgart.
Bild: EPA/DPA

Der neue Wohlstands-Faschismus ist da – und auch die alte Unfähigkeit, dagegen anzukämpfen

Ob Trump oder Putin, ob Ungarn oder Österreich: Überall sind die Rechtsextremen im Vormarsch. Liberale und Sozialdemokraten kuschen oder lügen sich in die Tasche.



Wer Donald Trump immer noch als harmlosen Politclown abtun will, lebt auf einen anderen Planeten. Spätestens seine Reaktion auf das Massaker von Orlando hat gezeigt, wie er als Präsident reagieren würde: Mit Angstmacherei, Hetze gegen Muslime und Mexikaner und mit Lügen.  

Republican presidential candidate Donald Trump speaks at a rally Saturday, June 18, 2016, in Phoenix. (AP Photo/Ross D. Franklin)

Mehr als ein Politclown: Donald Trump.
Bild: Ross D. Franklin/AP/KEYSTONE

In Europa sieht es nicht besser aus. Russische Fussball-Hooligans erinnern an SA-Trupps und werden dafür von ihrer Regierung nicht nur gebilligt, sondern sogar noch gelobt. In England verbreitet die Boulevardpresse schamlos frei erfundene Lügen über einen kurz bevorstehenden EU-Beitritt der Türkei, während in Österreich ein rechtsextremer Populist beinahe zum Präsidenten gewählt worden wäre.  

Parallelen zu den 30er Jahren

Es geht nicht darum, den Faschismus-Knüppel aus dem Sack zu ziehen. Doch die Parallelen zur Entwicklung in den Zwischenkriegsjahren mehren sich in erschreckendem Ausmass. Allerdings: Damals waren die ökonomischen Umstände völlig verschieden. Es herrschte Hunger und Massenelend. Heute hingegen erfolgt der rechtsextreme Vormarsch in wirtschaftlich viel besseren Zeiten. Zu Recht spricht man deshalb von einem Wohlstandsfaschismus.

The Great Depression. Unemployed men queued outside a soup kitchen opened in Chicago by Al Capone. The storefront sign reads 'Free Soup, Coffee and Doughnuts for the Unemployed.' Chicago, 1930s (Newscom TagID: evhistorypix027753.jpg) [Photo via Newscom]

Arbeitslose in den USA in der Grossen Depression.
Bild: Newscom

Wie der traditionelle Faschismus wird auch der Wohlstandsfaschismus des 21. Jahrhunderts unterschätzt. Obwohl inzwischen klar geworden ist, dass Donald Trump kein Politclown, sondern ein gefährlicher Soziopath ist, wiegt sich das Establishment der Republikaner nach wie vor in der Illusion, ihn in den Griff zu bekommen. Mit Ausnahme von Mitt Romney und der Familie Bush wird er von den Parteigrössen mehr oder weniger enthusiastisch unterstützt.

«Was wir erklären müssen, ist nicht, weshalb die Populisten so grossen Aufwind verspüren, sondern warum es so lange gedauert hat.»

Francis Fukuyama

Die Rechtfertigung dazu lautet: Trump hält die dumme Masse bei Laune. Würde er ins Weisse Haus einziehen, dann wäre er jedoch unfähig zu regieren und müsste sich dann auf Männer wie Paul Ryan verlassen.  

House Speaker Paul Ryan of Wis., and the House GOP leadership, talks to reporters at the Republican National Committee headquarter on Capitol Hill in Washington, Tuesday, June 14, 2016, about their response to the deadly shooting in Orlando on Sunday that left 49 dead and more than 50 injured. Ryan said that a ban on Muslims entering the U.S. as presidential nominee Donald Trump proposes, is not in the nation's interest.  (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Vorzeige-Politiker der Neoliberalen: Paul Ryan.
Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

Der Sprecher des Repräsentantenhauses ist nach wie vor der Hoffnungsträger der klassischen Republikaner. Soeben hat er sein Wirtschaftsprogramm veröffentlicht. Es liest sich wie der feuchte Traum eines neoliberalen Ökonomen: Deregulierung, Abbau von Sozialleistungen, Steuersenkungen und die Abschaffung der Umweltbehörde.  

Auch bei Hitler hat es nicht geklappt

Trump hingegen setzt auf Strafzölle gegen China und Mexiko, auf «american first» und schamlosen Protektionismus. Damit hat er die Gunst des unteren weissen Mittelstandes erobert. Die Vorstellung, dass er – einmal im Oval Office angekommen – dies alles wieder über Bord werfen würde, ist naiv und erinnert an das Verhalten des deutschen Grossbürgertums gegenüber Hitler. Er wurde ebenfalls zunächst als nützlicher Idiot betrachtet, der mit den Kommunisten aufräumt und danach wieder verschwindet. Daraus ist bekanntlich nichts geworden.

Supporters of Hungarian radical right-wing party

Machen aus ihrer faschistischen Gesinnung kein Hehl: Die Mitglieder der ungarischen Jobbik-Partei.
Bild: BERNADETT SZABO/REUTERS

Auch die Europäer zeigen sich lernresistent gegenüber der Geschichte. Der Vormarsch der Rechtsextremen in Ungarn, Polen und der Slowakei wird mit dem Demokratie-Defizit im Osten erklärt und man hofft, dass sich dies wie eine Kinderkrankheit auswachsen wird. Doch mittlerweile überholen in Frankreich, Deutschland und Holland rechtsextreme Parteien die traditionellen Volksparteien in der Wählergunst. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.  

SVP - Nationalrat Andreas Glarner spricht mit den Medien
am ''Abstimmungshoeck'' der SVP im Gasthof Schuetzen in Aarau, am Sonntag, 5. Juni 2016. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte am heutigen Abstimmungssonntag ueber fuenf Vorlagen, unter anderem das SVP-Referenden gegen die Aenderung des Asylgesetzes, zu befinden. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Schweizer Möchtegern-Trump: Andreas Glarner.
Bild: KEYSTONE

In der Schweiz wähnen wir uns gegen rechtsextreme Entwicklungen gefeit. Selbst Christoph Blocher hat sich kürzlich von Front National, AfD und FPÖ distanziert. Nur: Wer glaubt’s? Rechts von der SVP gibt es inzwischen nur noch die Wand. Schlagzeilen machen Männer wie der «Mini-Trump» Andreas Glarner, während Roger Köppel, Blochers ungekrönter Nachfolger, in regelmässigen Abständen die Schamgrenzen der Politik neu vermisst.  

Die Wohlstandsfaschisten haben einen Plan

Die neuen Wohlstandsfaschisten sind gut organisiert und treffen sich zum Gedankenaustausch. Vordenker wie der Franzose Alain de Benoist haben die Vision eines modernen europäischen Faschismus entwickelt. Der Vormarsch der neuen Rechten ist mehr als die Summe der Aktionen von unbelehrbaren Ewiggestrigen. Dahinter steckt eine Strategie mit dem Ziel eines Europas mit nationalistischen, autoritären Staaten.

Bild

König Belsazar und die Schrift an der Wand.

«Was wir erklären müssen, ist nicht, weshalb die Populisten so grossen Aufwind verspüren, sondern warum es so lange gedauert hat», stellt Francis Fukuyama in der neusten Ausgabe von «Foreign Affairs» fest. Wie beim Menetekel des babylonischen Regenten Belsazar ist die Schrift an der Wand, die den nahen Untergang verkündet, sichtbar geworden. Die Zeiten, in denen man neutral bleiben konnte, sind vorbei.

Wohlstands-Faschismus

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178Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Einfache Meinung 05.12.2016 20:59
    Highlight Highlight Wenn man doch weiß, dass Nationalismus hochkommt, wenn man zuviel Multi Kulti hat, wieso fördert man diesen dann?
  • blueberry muffin 31.07.2016 23:04
    Highlight Highlight Don’t fall for the line that the economy is in fabulous shape. In fact, the economic expansion that began in 2009 has been by far the weakest of any since 1949, in terms of average annual growth. According to government data released Friday, the economy has grown at a 2.1 percent annual rate since mid-2009. That means that as of the end of June, the total U.S. economy was just 15.5 percent larger than it was when the recession ended in 2009.

    And most of the gains have gone to the top. The typical family is worse off than it was in 2000.

    Small wonder where all the discontent is coming from.
  • reputationscoach 23.06.2016 16:29
    Highlight Highlight Mene tekel uparsim... interessant ist doch, dass die Übersetzung in etwa lautet: " du wurdest gemessen, gewogen und als zu leicht befunden... gilt das nun für die Linke? Wohl schon, denn laut dem Artikel ist die Rechte ja erst jetzt im kommen... Was waren wohl die Auslöser?
  • Der Kritiker 22.06.2016 18:00
    Highlight Highlight Offenbar stellt Migration weltweit ein Problem dar. Also gilt es - huch Aufschrei - die Migration zu stoppen. Dazu müssen alle die Hand reichen. Die Linken, die Rechten, die Waffenproduzenten, die Friedensfahnenhersteller, Männlein, Weiblein, Kinder und Senioren, schlichtweg ALLE!
    • http://bit.ly/2mQDTjX 22.06.2016 23:56
      Highlight Highlight Migration stoppen ist der falsche Ansatz, weil nur Symptombekämpfung. Wirksamer wäre die Beseitigung der Migrations-Ursachen. Das wäre letztlich ein klassisches Verteilungsproblem, welches unser Wirtschaftssystem bisher nicht zu lösen vermag. Daran krankt es.
    • rodolofo 23.06.2016 06:35
      Highlight Highlight ...und auch die positiven Seiten von Migration sehen! Wären damals unsere Ur-ur-ur-ur...usw.-Ahnen nicht aus Afrika ausgewandert, dann gäbe es heute gar nicht solche seltsamen Wesen, die ein Sennenkäppi auf dem Kopf tragen, Käse und Schokolade essen und -inbrünstig summend- eine Schweizerfahne schwenken...
  • Bruno Wüthrich 22.06.2016 10:02
    Highlight Highlight Wir bieten dem Volk Unterhaltung, damit es abgelenkt ist. Wir machen für das Volk die Opfer zu Schuldigen, damit sich die Gierigen schamlos weiter bereichern können. Wir fördern den Rechtsextremismus und auch - sobald die Zeit dafür ist und nur so viel wie nötig - die Gegenbewegung, denn damit ist das Volk politisch beschäftigt. denn somit kommt die Einkommens- und Vermögensschere, die sich immer weiter öffnet, gar nicht erst auf die politische Agenda. Alles ganz easy.
    Nur manchmal funkt uns dann einer wie Trump dazwischen, der den Rahmen zu sprengen droht. Und dann wirds richtig gefährlich!
  • R&B 22.06.2016 09:55
    Highlight Highlight @Peter Löpfe:
    Oh je. Die SVP-PR-Agenturen überschwemmen diese Kommentar-Rubrik mit ablenkenden pseudo-intellektuellen Fragen, Halbwahrheiten, Lügen und Beleidigungen. Bereichernde Diskussionen sind hier nicht mehr möglich.
    Wie wäre es, wenn Watson bei der Einrichtung eines User-Kontos die genauen Personalien abfragt, aber diese vertraulich bleiben? Z.B. auch mit SMS-Bestätigung? So wird es für PR-Agenturen vielleicht schwieriger, mehrere Kontos einzurichten und sich als Privatpersonen auszugeben.
    • Gaspadin 22.06.2016 10:36
      Highlight Highlight R&B: Dir scheinen die Argumente ausgegangen zu sein. Nun suchst Schützenhilfe beim Verleger, auf dass er die nicht genehmen Meinungen von der Diskussion verbanne.
      Das ist ein sonderbares Verständnis von politischer Debatte in einer freien Demokratie.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 22.06.2016 12:53
      Highlight Highlight R&B: Inwiefern treffen denn die von dir genannten Attribute auch auf den Artikel selbst zu?

      "ablenkenden pseudo-intellektuellen Fragen, Halbwahrheiten, Lügen und Beleidigungen."

      Ich bestreite nicht den oft anzutreffenden falschen und destruktiven Stil.

      Aber mir scheint, der falsche Stil wird in diesem und anderen Wohlstands-Faschimus-Artikel regelrecht ausgelebt und zelebriert. Da muss man sich dann auch nicht wundern über die (dem Artikel nachgelebten) Kommentare und die Unmöglichkeit eines vernünftigen und bereichernden Diskurses.

      Ich rate Herrn Löpfe, seinen Stil zu überdenken.
    • R&B 22.06.2016 19:26
      Highlight Highlight @Gaspadin & Lorent Patron: QED
  • stookie 22.06.2016 09:35
    Highlight Highlight Es wird einfach argumentiert mit:
    Wir machen die Grenzen zu, produzieren alles zuhause, arbeit für alle, selbstversorgung, eigene Identität und alle anderen sollen das bitteschön auch so machen (siehe Grenzen zu).
    Nur das geht nicht bzw. nicht mehr.
    Weil Menschen mühe damit haben sich und alle Bürger dieser Welt als eines zu sehen bedeutet das nicht dass es nicht funktioniert.
    Das man mit diesem Unbehagen Politik betreibt ist schändlich.
    Bereitet euch für die Zukunft vor, lernt von der Vergangenheit und wehret den Anfängen.
    • Gaspadin 22.06.2016 10:08
      Highlight Highlight Die Menschheit war nie eins und wird nie eins sein.
      Höre mit der Träumei auf, bevor sie Dich in das Unglück stürzt!
    • stookie 22.06.2016 11:11
      Highlight Highlight Der Mensch kann auch nicht Fliegen, Tauchen, weit entfernte Dinge oder kleinste Dinge sehen.
      Oh, ich vergass. Technische entwicklung.

      Wieso meinen alle als Mensch kann man sich nicht entwickeln?
      Traurig. :-(
  • stookie 22.06.2016 09:29
    Highlight Highlight Kommentar Pick:
    >Konstruktiv wäre endlich die Menschen nicht mehr als
    >"Ware" und globale Ressource zu sehen, sonder die
    >nationale Gesellschaft als Gemeinschaft zu schätzen. Als
    >Herde, die sich gegenseitig schützt - und nicht einfach an
    >die (seelen-, moral- und staatenlose) Wirtschaft und die
    >Überpopulation der weniger Entwickelten ausliefert.
    Ein wahres Wort nur möchte ich anfügen dass genau die genannten Parteien in ihren Ländern nichts in diese Richtung unternommen haben.
  • rodolofo 22.06.2016 08:10
    Highlight Highlight Manchmal müssen sich die Dinge zuspitzen, damit wir erkennen können, mit wem wir es zu tun haben!
    Letztlich müssen wir uns entscheiden, ob wir leben wollen, oder ob wir resigniert absterben, schleichend, erst innerlich, dann auch äusserlich, mit dem Ziel, als Tote wenigstens keinen Schmerz mehr zu empfinden...
    Die Rechtsextremen sind von Todeskräften beherrscht.
    Sie haben nichts anzubieten ausser Gefühlskälte, Egoismus und Verlogenheit.
    Darum werden (nach kurzem Erfolg) sie langfristig immer verlieren.
    Wir Menschen wollen leben und feiern, und wir lieben unser Leben. Es gibt nur dieses Eine!
  • Schneider Alex 22.06.2016 06:03
    Highlight Highlight Populismus: Das neue Feindbild unserer Eliten

    Stammtische und ihre Wutbürger (Populisten) stellen die politische Themensetzung und Deutungshoheit der Mainstream-Journalisten, Politiker und Kulturgrössen in Frage. Wo die dringende Lösung politischer Probleme verschleppt wird oder Probleme verharmlost werden, reagiert die Stimmbürgerschaft verständlicherweise verärgert. Ihr Ärger ist als Aufruf zum Handeln für die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen zu verstehen.
    • irational 22.06.2016 07:56
      Highlight Highlight Haha bei köpel zugehört? Muss dir ja recht geben, aber das man als opfer neoliberaler wirtschftspolitik aus protest eineneoliberale partei wählt, zeugt nicht von politischem verständnis sondern davon das man den populisten auf den leim gegangen ist
    • Citation Needed 22.06.2016 12:43
      Highlight Highlight Die Populisten sind nicht die Stammtische und die Wutbürger, sondern jene, die diese für ihre Zwecke mobilisieren. Nicht umgekehrt, wie Sie das darzustellen versuchen, Alex Schneider.
    • Citation Needed 22.06.2016 13:38
      Highlight Highlight PS: ein Hauptmerkmal des Populismus sind die Scheinlösungen, die an der Urne wirken, nicht aber am Problem.
      Problembewirtschaftung.
      Dazu gehört die mantra-artig wiederholte Behauptung, Eliten verschleppten/verharmlosten Probleme. Nicht, dass es keine gäbe! Aber die panischen Weckrufe sind abstrus (Schweizer erwacht! hier wird Eure Flagge verbrannt! so Glarner kürzlich. Es war aber die Dänische und das Bild, das er postete, uralt, vom Karikaturenstreit).
      Ärger säen, damit man vom Wutbürger zur Handlung gerufen wird? Der falsche Zweck kann keine Mittel heiligen, es ist einfach nur verlogen.
  • Domino 22.06.2016 02:37
    Highlight Highlight 1. der bei Trump verurteilte projektionismus und Zölle werden von der EU schon lange angewendet.
    2. ich sehe 3 faschistische Strömungen: Linke, Rechte und Korantreue.
    3. völlig weltfremde "Eliten" regieren in der EU und bilden ihre Luftschlösser.
    4. gibt es in der Schweiz für 2 Wochen keine Nahrungsmittelimporte, so bricht hier die Anarchie aus.
  • Andi Amo 22.06.2016 01:01
    Highlight Highlight 2/2 Die einzigen, die sich zurzeit wirklich dieses Themas annehmen und zu ausser Kontolle geratenen Entwicklungen wie der Einwanderungsflut Gegensteuer und damit wenigstens vermeintliche Lösungen anbieten, sind nunmal Rechtspopulisten. Man muss sich halt fragen, wer für welches Publikum schlussendlich politisiert. Und weil sich mehr und mehr die Mittelschichten des Westens auflösen durch aktuelle Entwicklungen und sich um die oben genannten Kernpunkte einer grundsätzlich sicheren Existenz sorgen müssen, wenden sich einige natürlich an diese 'Populisten'.
  • TSCHETTERAE 22.06.2016 00:58
    Highlight Highlight Könnte es sein, dass die treibende Kraft hinter dem "Wohlstandsfaschismus", nicht nur die Angst ist, sondern auch das Unverständnis gegenüber dieser Angst? Artikel wie diese sind doch eigentlich schädlich für ein friedliches zusammenleben, oder? Man muss nicht gleich in die Knie gehen vor den Faschos, aber sie als dumm zu betiteln, ist genau so rassistisch, irgendwie...
  • Andi Amo 22.06.2016 00:51
    Highlight Highlight Ich wage mal einen Erklärungsversuch, WARUM denn dieser angebliche 'Wohlstandsfaschismus' im Vormarsch sein soll. Dies wird ja im Artikel leider nicht versucht.

    Vorangehende Grundsatzthese 1; Jeder Mensch wünscht für sich und sein nahes Umfeld a) Wohlbefinden und b) eine sichere Zukunft. Um dies für sich und seinesgleichen zu erreichen/erhalten, sind Macht und Einflussnahme auf die Lebensumstände nötig.

    Erklärungsversuch; Die autochthonen (zumeist weissen & christlich geprägten) Bevölkerungen der westlichen Welt sorgen sich aufgrund von Entwicklungen der Globalisierung um diese Punkte.1/2
  • Emperor 22.06.2016 00:34
    Highlight Highlight und dann liest man die Kommentare und plötzlich versteht man, wie dies in den 1930ern geschiehen konnte...

    Wehret den Anfängen! Vergesst nicht!

    • Andi Amo 22.06.2016 01:33
      Highlight Highlight Ich versteh's nicht und schon gar nicht Ihre übertriebene Hysterie. Zitieren Sie gütigerweise bitte mal zweidrei dieser Kommentare, die Sie gleich in vergangene (btw komplett andere) derart dunkle Zeiten zurückversetzen...?
    • Emperor 22.06.2016 12:49
      Highlight Highlight 1.
      Ich versteh's nicht und schon gar nicht Ihre übertriebene Hysterie. Zitieren Sie gütigerweise bitte mal zweidrei dieser Kommentare, die Sie gleich in vergangene (btw komplett andere) derart dunkle Zeiten zurückversetzen...?
      2.
      Ich versteh's nicht und schon gar nicht Ihre übertriebene Hysterie. Zitieren Sie gütigerweise bitte mal zweidrei dieser Kommentare, die Sie gleich in vergangene (btw komplett andere) derart dunkle Zeiten zurückversetzen...?
      3.
      Mein Gott! Das ist doch nicht so schlimm...
    • Andi Amo 22.06.2016 13:18
      Highlight Highlight Na Sie sind ja ein richtiger Witzbold. Ich glaube, wenn wir heute gegen etwas genug sensibilisiert sind, dann ist es gegen Rechtsradikalismus. Und was hier herbeigeredet wird, ist einfach völlig übertrieben, gewisse Leute haben beinahe schon das Gefühl, dass schon bald wieder SA-Trupps in Uniformen durch die Strassen ziehen und alles kabutt machen was ihnen nicht gefällt. Nummer drei ist übrigens meiner Meinung nach ironisch gemeint und bezieht sich auf den Artikel über Herrn Glarner...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 21.06.2016 22:36
    Highlight Highlight Mein Gott! Das ist doch nicht so schlimm...
  • MaskedGaijin 21.06.2016 19:11
    Highlight Highlight Alain de Benoist und Glarner im selben Artikel. Nicht sehr nett für de Benoist.
  • Linus Luchs 21.06.2016 17:20
    Highlight Highlight Diese neuen Faschisten verachten den Rahmen, den eine Verfassung vorgibt, welche auf Freiheit, Gleichheit (Gerechtigkeit) und Brüderlichkeit (Solidarität) beruht. In einer Demokratie, die sich an einer solchen Verfassung orientiert, kann und soll es Parteien von links bis rechts geben. Aber Trump, Köppel & Co. versuchen, diesen schützenden Rahmen zu sprengen. Sie attackieren das Fundament einer humanen Gesellschaft, die Errungenschaften der Aufklärung und der Französischen Revolution, die Sicherungen, die in Folge der Erfahrungen der Weltkriege und des Holocausts eingerichtet wurden.
    • Gaspadin 21.06.2016 18:19
      Highlight Highlight Amen!

      Jetz alle!

      AMEN!
    • Energize 22.06.2016 09:07
      Highlight Highlight Amen👍
  • Gaspadin 21.06.2016 16:54
    Highlight Highlight Nein, die rechtsnationalen Parteien haben mit Faschismus nichts zu tun. Faschismus sieht anders aus, tönt anders und schmeckt anders. Jeder, der sich je einmal Faschismus von nahe betrachtete, weiss das. Sie stehen politisch rechts, genau wie eine FDP oder CVP. Der Unterschied liegt in der Betonung des Patriotismus und des Protektionismus.
    Diese Mentalität des "Zuerst-komme-ich" und des "Ich-nehme-mir-was-ich-brauche" ist Folge der neoliberalen Politik der vergangenen 25 Jahre. Und sie gleicht viel eher dem Nationalismus des 19. Jhdt.
    • R&B 21.06.2016 17:39
      Highlight Highlight @Gaspadin: Und wie benennen Sie die Ausländerhetze der SVP?
    • Linus Luchs 21.06.2016 17:56
      Highlight Highlight Nicht einverstanden, Gastadin. Ein Vergleich folgender 14 Merkmale des Faschismus mit rechtsnationalen Parteien lässt eine sehr hohe Übereinstimmung erkennen:
      http://www.tenbaht.de/blog/?page_id=33

      Die Parallele wird auch in der Vorlesung von Umberto Eco deutlich, die er zum 50. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus gehalten hat:
      http://www.zeit.de/1995/28/Urfaschismus

      Faschistoider Nationalismus und Neoliberalismus gehen oft Hand in Hand. Bestes Anschauungsbeispiel ist das verheerende Zusammenspiel von SVP und FDP im nationalen Parlament und in den Kommissionen.
    • Gaspadin 21.06.2016 18:22
      Highlight Highlight @R&B: Ich nenne es schlicht "Asländerhetze" oder "Fremdenfeindlichkeit".
      Ist übrigens kein notwendiges Merkmal für Faschismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 21.06.2016 16:38
    Highlight Highlight Erklärungsbedürftiges Zitat :

    "«Was wir erklären müssen, ist nicht, weshalb die Populisten so grossen Aufwind verspüren, sondern warum es so lange gedauert hat», stellt Francis Fukuyama in der neusten Ausgabe von «Foreign Affairs» fest."

    Kann uns Philippe Löpfe das ausdeutschen, bzw. verständlich gemacht rüberbringen?

    Heisst das, dass diejenigen, welche da und dort oft simplifizierend "Populisten" genannt werden, sehr viel Geduld mit den vorherrschenden Missständen geübt oder dass sie deswegen früher politisch schneller gehandelt haben oder hätten 🤔?

    Merkwürdige Formulierung, dünkt mich.
    • R&B 21.06.2016 17:40
      Highlight Highlight @Angelo C.: Ich vermute, dass die heutigen Populisten es nicht früher gewagt haben, populistisch zu sein. Dies aus Angst ihr politisches Amt zu verlieren.
    • phreko 21.06.2016 20:21
      Highlight Highlight @Angelo, was sich Glarner gerade leistet kann sich bloss ein Rechtspopulist leisten. afür brsucht msn ein ziemlich politisch abgestumpftes Publikum das es so schlichtweg nicht gab.

      Es ist wie eine parallelentwicklung zum Trash-TV. Sowas hätte es früher auch nicht geben können...
  • D(r)ummer 21.06.2016 15:31
    Highlight Highlight Ich sehe den Artikel auch als Vorverurteilung. Nun kurz gesagt: Wir haben nicht das Problem "Links gegen Rechts, Nazi gegen Gutmensch" nein, solange Menschen an Leid verdienen (egal ob Links oder Rechts) haben wir es mit schlechten Menschen und persönlich "fremden Zusammenhängen" zu tun. Ausser man klärt mal tiefgründig auf wo der Hund begraben ist. Ich bin auch eher Rechts einzuteilen, weil ich mit einer ungebremsten Globalisierung so meine Bedenken habe.
    • R&B 21.06.2016 17:41
      Highlight Highlight @Drummer95: Globalisierung kommt von rechts.
    • ch 21.06.2016 18:27
      Highlight Highlight Ich würde sagen weder noch. Es gibt in Europa IMO pro und contra Stimmen auf beiden Seiten.
    • TheMan 22.06.2016 03:50
      Highlight Highlight R&B selten so ein Schlechten Witz gehört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • desdemona 21.06.2016 14:38
    Highlight Highlight Einige hier verfasste Komentare stimmen nachddnklich. Keine Parallelen zwischen früher und heute, drüben und hier wollen gesehen werden.
    Aber: Nicht nur die islamophobe Hetze von heute erinnert an den Antisemitismus des Dritten Reichs, auch weitere Andersdenkende werden übelst diffamiert. Wenn sich dieser Hass mal entlädt, wird keine Verantwortung übernommen, sondern gegen das politische Establishment geschossen. Dies trifft sowohl auf Maurer Trump wie auf Zäunlibauer Glarner zu. Warum die Augen vor historischen wie internationalen Parallelen verschliessen?
    ps: schonmal merci für die Blitzli;)
    • Bobo B. 21.06.2016 14:47
      Highlight Highlight Gern geschehen. Bei deinem Kommentar hat das nicht mal Überwindung vorausgesetzt...
    • Stachanowist 21.06.2016 15:35
      Highlight Highlight Falls du dich auf mich beziehst: Habe die Augen vor keinem historischen Vergleich verschlossen. Finde aber, dass man durchaus etwas exakter benennen könnte, was man unter Faschismus denn eigentlich versteht. Der Artikel ist lang, das hätte da durchaus Platz gehabt. Schliesslich ist Faschismus das Keyword des ganzen Textes.

      Wiki hilft da nur ansatzweise, auch wenn Herr Löpfe das anders zu sehen scheint.
    • Joshzi 21.06.2016 16:06
      Highlight Highlight Der Faschismus benutzt ein ganz einfaches Mittel, welches schon exisiterte, bevor es überhaupt Faschismus gab: Hass. Unreflektierter, willkürlich agierender Hass. Menschen haben nicht immer dieselben Möglichkeiten, wenn es um die persönliche Bildung geht. Aber Hass, das scheint jeder mit sich zu tragen, aber wenn Hass nicht immer eine Frage von Bildung ist - er ist immer eine Frage der Persönlichkeit und diese kann an Herausforderungen wachsen, an Bildung z.B. Es hat nicht einmal begonnen, der Aufstand des Hasses. Packt euch warm ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adremos 21.06.2016 14:24
    Highlight Highlight Das was Herr Löpfe hier schreibt macht mir auch schon länger Sorgen.
    In einer Zeit, in dem die Gesamtheit der Menschen so wohlhabend sind wie noch nie, wird ein grosser Teil unserer Gesellschaft dazu animiert, die Grundlage (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - Für ALLE !!!) für diesen Wohlstand zu zerstören.
    Die Alphatiere dieser Bewegung nutzen und erzeugen Angst (Armut, Überfremdung, Abhängigkeit, Bedeutungslosigkeit / Minderwertigkeit) um ihre eigenen Machtgelüste zu befriedigen.
    Dagegen muss der Rest der Gesellschaft endlich etwas tun, bevor es, wie Hr. Löpfe schreibt - zu spät ist!
    • http://bit.ly/2mQDTjX 21.06.2016 18:13
      Highlight Highlight Adremos: Richtig, der Handlungsbedarf ist dringend. Das wird kaum bestritten.

      Es bleibt bloss die Frage, ob das Hetzen gegen ein paar eigendynamische "Alphatiere" ein sinnvoller Lösungsansatz ist. Ich bestreite das. Vielmehr bin ich der Meinung, dass Philipp Löpfe mit solchen Hetzartikeln einem zielführenden, sachlich, nüchtern geführten und von gegenseitigem Respekt geprägten (dringend notwendigen) Diskurs Steine in den Weg legt, und er diesen notwendigen Diskurs dadurch sabotiert und mit Hass füllt. Also kontraproduktiv. Schade!
    • Andi Amo 22.06.2016 01:12
      Highlight Highlight Das Problem ist, durch den ausser Kontrolle geratenen Multikulturalismus gibt es 'die Gesellschaft' schon in naher Zukunft gar nicht mehr, sondern nur noch verschiedene Bevölkerungsgruppen, die zwar alle unter Verfassung und Gesetzen nebeneinander in einem Land leben, aber im Kern ihre eigenen Interessen und Vorstellungen verfolgen. Das Verbindende fällt durch die immer stärkere Diversität und Individualität immer mehr weg. Ein Zusammenhalt verschwindet. Hört sich düster an, ist aber leider die Entwicklung hier im Westen...
      Und das alles bringt wieder riesiges Konfliktpotential mit sich...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 22.06.2016 01:55
      Highlight Highlight Adremos: Das ist etwas schwer zu verstehen. Was du auch immer unter "Multikulturalismus" verstehst, ich meine doch, dass die Pluralität einer offenen Gesellschaft ihr eher zum Vorteil gereicht. Ob man das als Problem oder als Errungenschaft sieht, wäre irrelevant, weil der Multilkulturalismus folgt aus der offenen Gesellschaft. Wenn du also im "Multikulturalismus" ein Problem siehst, wäre die Ursache dafür und dein eigentliches Problem die offene Gesellschaft.

      Ein deutliches Indiz für Faschismus ist das Streben nach einer Monokultur.

      Monokulturen überlebten die Geschichte noch nie lange.
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  • stiberium 21.06.2016 14:05
    Highlight Highlight "Die Zeiten, in denen man neutral bleiben konnte, sind vorbei."

    Man erntet was man Sät liebe rechtsnationale Wutbürger. Habt ihr das Gefühl man kann den Bundesrat als Landesverräter beschimpfen oder die Medien als Linksverseucht anprangern ohne damit gewisse Reaktionen auszulösen? All die von euch als Gutmenschen betitelten Mitbürger waren bisher neutral, doch damit wird immer wie mehr schluss sein... leider.

    Ah ja, das führt übrigens zu Destabilisation der Gemeinschaft und spielt allem was radikal ist in die Hände. Der Mensch als Masse war jedoch noch nie sehr vorausschauend unterwegs...
    • Bobo B. 21.06.2016 14:52
      Highlight Highlight Klar! Und das Verschweigen und Vertuschen von Auswirkungen der Migration destablisiert eine Gesellschaft selbstredend gar nicht. Betreffend linker Presse helfen dir vielleicht entsprechende Studien über die politische Ausrichtung der Journalisten-Kaste.
    • stiberium 21.06.2016 16:11
      Highlight Highlight Was du sagen willst ist, dass die Staatlichen Medien Linksgerichtet sind, dies weil der Staat, wessen Gesinnung sich über die Mehrheit des Volkes definiert, Einfluss auf die Staatlichen Medien hat (SRG).
      Was ich sagen will ist, dass der Staat/die staatlichen Medien von den Rechtspopulisten als Linksverseucht deklariert wird. Dies ist jedoch falsch, da sich der Staat stets in der Mitte bewegt und sich die Mehrheit des Volkes ebenfalls in der Mitte befindet. Hier wird versucht die Gesellschaft zu zerstören mit dem Ziel eines Eurpas mit nationalistischen, autoritären Staaten.
    • Froggr 21.06.2016 18:57
      Highlight Highlight Ist doch bei der Gegenseite genau das gleiche, wenn sie alle Rechten als Nazis, Faschisten, Rechtspopulisten und so weiter bezeichnet.
      Weiter verschweigen sie wichtiges und versuchen alles immer schön zu reden und der Realität nicht ins Auge sehen. Denkst du, mit denen will jemand zusammenarbeiten??? Also ich nicht!
  • Stachanowist 21.06.2016 13:40
    Highlight Highlight @ Löpfe

    Wenn Sie den Faschismusbegriff verwenden, sollten Sie klar machen, was Sie damit meinen. Ich halte es mit der historisch fundierten Analyse von Paxton, die eine klare Definition liefert (Paxton, Anatomy of Fascism). Zumindest nach Paxtons Definition macht es keinen Sinn, die heutigen rechtspopulistischen Bewegungen als Faschismus zu bezeichnen.

    In Ihrem gefühlt zehnten Artikel über modernen Faschismus wäre es hilfreich, wenn Sie transparent machen würden, was Faschismus Ihres Erachtens ist. Drei Zeilen wäre das wert, oder?
    • R&B 21.06.2016 14:39
      Highlight Highlight @ Stachanowist: auch wenn Herr Löpfe schon 100x darüber geschrieben hätte, ist es immer noch zu wenig. Es kann nicht sein, dass wenige Reiche, den unteren Mittelstand mit Faschismus zu blöd hupenden Schafen macht.
      Lenken Sie nicht mit der Definition von Faschismus ab: Fakt ist, dass mit Ausländerhass Stimmen gefangen werden, um sich zu bereichern und Macht auszubauen!
    • Stachanowist 21.06.2016 14:57
      Highlight Highlight @ R&B

      Wann habe ich bitte von irgendwas abgelenkt? Bemerkenswert, was Sie in meinen Kommentar hineinlesen oO etwas nicht als Faschismus zu bezeichnen heisst nicht automatisch, es zu relativieren oder gar gutzuheissen, wie Sie mir wohl eifrig unterstellen möchten.

      Mir liegt ein sorgfältiger Umgang mit so bedeutungsgeladenen Wörtern wie "Faschismus" schlicht am Herzen. Habe sachlich inkl. Literaturhinweis argumentiert. Stört es Sie so sehr, wenn jemand auf etwas weniger schwammige Terminologien pocht? Finde ich befremdlich.
    • Philipp Löpfe 21.06.2016 15:08
      Highlight Highlight Lieber Stach.
      Googe doch selber.
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  • Sillum 21.06.2016 13:28
    Highlight Highlight Glarner aus Oberwil AG mit Trump zu vergleichen ist nur noch peinlich. Aber es zeigt deutlich, dass die Fantasie Andersdenkende zu verunglimpfen, keine Grenzen mehr kennt. Mein Gott, Herrr Löpfe was ist ihr Problem? Ist SVP-Phobie nicht heilbar?
    • Maragia 21.06.2016 13:50
      Highlight Highlight Scheint so zu sein. Er ist unzufrieden und versucht überall und immer gegen rechts zu schiessen. Man sucht das Problem ja nicht bei den Linken, sondern bei den Rechten.
    • Fabio74 21.06.2016 14:00
      Highlight Highlight Stimmt. Der eine ist ein Provinzler ohne Anstand und der andere ein paar Nummern grösser
    • Too Scoop 21.06.2016 14:31
      Highlight Highlight Finde schlimm, dass Bürger unseres Landes Angst vor einer Partei haben. Da die SVP meist diese Stellung einnimmt, ist sie nicht ganz unbeteiligt. Mein Problem ist, dass die "Rechten" zu gefährlich für unser Land sind und die "Linken" zu intellektuelle Themen ansprechen, die die meisten nicht nachvollziehen können. Somit ist die SVP-Phobie noch nicht heilbar. Auch wenn ich nicht gefragt wurde, i think feel free!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hubertus Herbstlaub 21.06.2016 13:27
    Highlight Highlight Möchte mit dem Interview von Herrn Kriesi eine Gehenposition zeigen, die weit weniger alarmistisch tönt:
    http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/572397e5ab5c375af8000001

    Habe ich sehr interessant gefunden.
  • Normi 21.06.2016 13:24
    Highlight Highlight bild:
    Benutzer Bild
    • licke1 21.06.2016 17:07
      Highlight Highlight Wundere mich welche experten die 10 blitze verteilen zu diesem bild. Entweder leute mit tomaten vor den augen oder 10 reiche von den top 1%.
    • Normi 21.06.2016 17:44
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch gedacht :-)
    • Maett 22.06.2016 00:52
      Highlight Highlight @licke1: Experte ist zwar gar etwas schmeichelhaft, aber zumindest bin ich einer der Blitzer. Meine Beweggründe liegen darin, dass ich diese Situation in Ordnung finde. Ich mache mir keine Illusionen von einer gerechten Welt, weil es die nicht geben wird, solange der Mensch existiert. Dieser hat nämlich durch das stetige Streben nach dem Mehr überlebt. Einige erreichen dies dann (und sind wohl kaum glücklich) und können neue Innovationen schaffen - viele Entwicklungen gäbe es auf dieser Welt ohne dieses 1% gar nicht.

      Und nein, ich bin ganz und gar nicht auf Rosen gebetet. Aber ich akzeptiere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 21.06.2016 13:22
    Highlight Highlight Ich zweifle irgendwie, dass "die neue gefährliche Schicht des Prekariats" im Wohlstand lebt.

    Philippopulismus in Reinkultur.

    Wiedersprüche, unbelegte Mutmassung, Infamie und brandstifterische lieblings-Schlagwörter.

    Herr Löpfes Schamgrenze sinkt - immer mehr muten seine immer verwirrteren Tiraden satirisch an, und ein Ende des Trendes ist nicht in Sicht.

    Langsam bekomme ich Mitleid.
    • äti 21.06.2016 13:57
      Highlight Highlight Und die Welt hat mit Ihnen Mitleid, weil nix konstruktiv und nur Blabla.
    • phreko 21.06.2016 14:47
      Highlight Highlight Welche Widersprüche? Kannst du mir weiterhelfen?
    • Kookaburra 21.06.2016 14:50
      Highlight Highlight Ich habe Mitleid, das ist "linker Konstruktivismus" in edelster und natürlichster Form. Viele denken gar es hilft.

      Aber genau diese emotionale Unsachlichkeit von links hat ja genau all die Missstände welche er anprangert geschaffen.

      Konstruktiv wäre endlich die Menschen nicht mehr als "Ware" und globale Ressource zu sehen, sonder die nationale Gesellschaft als Gemeinschaft zu schätzen. Als Herde, die sich gegenseitig schützt - und nicht einfach an die (seelen-, moral- und staatenlose) Wirtschaft und die Überpopulation der weniger Entwickelten ausliefert.

      Nebenbei: Ich mag Ihr Bildli nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Caduff 21.06.2016 13:21
    Highlight Highlight Sagt Fukuyama denn, wieso der Aufstieg gerade jetzt so aktuell ist, bzw. wieso es bis jetzt gedauert hat?

    In der Antwort auf diese Frage liegt dann wohl auch der Schlüssel dazu, wie wir dieses Übel wieder loswerden.
  • wonderwhy 21.06.2016 12:56
    Highlight Highlight "Es geht nicht darum Die Faschismus Keule aus dem Sack zu ziehen" und dann die Keule trotzdem einmal durch den Raum schwingen. Es gibt noch einen weiteren Unterschied zu damals, unsere Gesellschaften und Verfassungen haben sich weiter entwickelt. Die Menschen geniessen mehr Rechte als damals. Wir müssen schon darauf Acht geben dass nicht alles was sich kritisch mit dem politischen Progressivismus beschäftigt pauschal als faschistoid abgestempelt wird. Wir müssen darauf bedacht sein die politische Debatte nicht zu ersticken. Momentan verziehen sich alle in Ihre jeweilige Ecke!
    • Tanea 21.06.2016 13:13
      Highlight Highlight Nun ja, Menschen geniessen mehr Rechte, aber Leute wie Trump und Konsorten wollen sie ihnen wieder wegnehmen.
    • Kyle C. 21.06.2016 13:19
      Highlight Highlight Der Artikel stempelt ja gar nicht "alles was sich kritisch mit dem politischen Progressivismus beschäftigt" als faschistoid ab, sondern benennt die Akteure ziemlich deutlich. Das schliesst ja nicht aus, dass es andere kritische Bewegungen gibt, die den Fascho-Stempel nicht tragen.
    • Amaranth17 21.06.2016 13:53
      Highlight Highlight "Die Menschen geniessen mehr Rechte als damals."

      Meinst du die Rechte, die über die Hälfte an der Urne nicht ausübt und welche wir nach und nach für mehr Sicherheit wegen unserer überzogenen Terrorismusangst preisgeben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SanchoPanza 21.06.2016 12:56
    Highlight Highlight ah endlich, Löpfe ist zurück 😎
  • atomschlaf 21.06.2016 12:54
    Highlight Highlight Die Ursache für den Aufstieg der Rechten dürfte in den meisten (allen?) Ländern hauptsächlich eine verfehlte, die Interessen der einheimischen Bevölkerung vernachlässigende, Asyl- und Migrationspolitik sein.
    Ich bin überzeugt, würden SP und Mitteparteien nicht mehr für die arbeitnehmerfeindliche PFZ und eine Asylpolitik der offenen Türen eintreten, wäre der Stimmenanteil der SVP massiv (min. 10 Prozentpunkte) schwächer.
    Ähnlich in Deutschland: Würde die CDU nicht die verantwortungslose Asylpolitik von Kanzlerin Merkel mittragen, hätte die AfD niemals solche Wahlerfolge erzielt.
    • Fabio74 21.06.2016 13:08
      Highlight Highlight Immer den anderen die Schuld in die Schuhe schieben ist billig. Die SVP hat Erfolg mit der Bewirtschaftung des Ausländerhasses und den Geldgeschenken an die Reichen. Solange das Wahlvolk nicht merken will, dass die SVP nichts fürs einfache Volk tut, ändert sich nichts
      Die Asylgeschichte ist Folge der nicht existenten Nahostpolitik und derUnwilligkeit am Elend was zu ändern.
      Anfangen könnte man mit Geschäftsbeziehungen und Waffenlieferungen mit gewissen Regimen zu stoppen. Aber solange der Westen Geld verdient, interessiert das Elend keiner
    • Patrick Felder 21.06.2016 13:19
      Highlight Highlight Das Problem ist, das mit einem privaten, sehr finanzkräftigen Propagandaapparat über 90% der Probleme hemmungslos aufgeblasen werden. Fakten spielen schon lange keine Rolle mehr. Die Leute mit einem Mindestmass an Xenophobie werden tagtäglich mit Kampfbegriffen wie Asylchaos, Gratisanwälten, EU-Trainingslager, ect. berieselt, das der noch so kleine Zweifel für die Existenz der Probleme bestätigt wird. Was man täglich bestätigt kriegt über die Medien wird irgendwann Realität, unabhängig der Fakten.
    • wossname 21.06.2016 13:23
      Highlight Highlight Verantwortungslos ist nicht due Asyplolitik der Parteien, vernatwortungslos sind unsere Zölle, Waffenexporte und unser Schadstoffausstoss. Was hat das Pulverfass gefüllt, das Assad in Syrien gesprengt hat? Wieso gehen so viele junge Männer in den Krieg, statt Zuhause zu zocken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzableiter 21.06.2016 12:43
    Highlight Highlight Schwierig zu sagen obs tatsächlich so ist. Kann mich an die beinah Wahl von jean marie le Pen (dem inzischen ausgestossenen Alten) errinern. Danach war wieder ruhe für eine Weile. Die kommen und gehen. Wenn das Flüchtlings Thema mal wieder abgeflacht ist, werden auch die Nationalisten wieder abflachen. Zumal deren Rezepte eh nichts bringen. Die Leute werden das dan auch realisieren.
    • Tanea 21.06.2016 13:16
      Highlight Highlight Die Frage ist aber, wie lange das "Flüchtlingsthema" noch dauert. Ich denke, es dauert noch eine ganze Weile und währenddessen haben solche Politiker_innen genügend Zeit, um erheblichen Schaden anzurichten...
    • atomschlaf 21.06.2016 13:19
      Highlight Highlight Ohne eine radikale Änderung der europäischen Asylpolitik wird das Flüchtlingsthema aber nicht abflachen.
    • legis 21.06.2016 13:49
      Highlight Highlight @atomschlaf
      Wie??? Wie kann die Asylpolitik für das Elend von Menschen verantwotlich sein? Meine Güte!
      Den Menschen geht es schon vorher beschissen! Bevor sie hier sind! Im Fall.
      Oder wie stellst du dir das vor? Mega restriktive Asylpolitik, damit wir das Leid ja nicht mitbekommen? Hammer! Moll!
      Als würden die Menschen nicht verrecken, wenn wir nicht hinsehen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • R&B 21.06.2016 12:37
    Highlight Highlight Guter Artikel.
    Was ich aber gerne wissen möchte, was den das finale Ziel dieser Bewegungen ist.
    Bei uns in der Schweiz wird die SVP immer rechtsradikaler. Was will die SVP-Elite? Bedient sie sich der Emotionen der Wähler, damit sie unbeobachtet Reiche noch mehr bereichern kann? Oder haben alle SVPler ein psychisches Defizit und möchten final wirklich alle Minderheiten loswerden, bis nur noch richtige Schweizer existieren?
    • Kyle C. 21.06.2016 12:54
      Highlight Highlight Bezweifle ich. Minderheiten dienen als negative Orientierung national(istischer)er Eliten. Das Loswerden von Minderheiten wäre fatal. Der Ruf, dass eine SVP z.B. "Probleme" wie Ausländer, Sozialhilfebezüger etc. bewirtschaftet kommt nicht von ungefähr. Es kommt darauf an, sich von diesen Minderheiten abzuheben. Das Paradoxe daran ist ja, dass solche Parteien die Frechheit haben, sich volksnah zu nennen, während sie die Minderheiten nicht nur erhalten sondern reproduzieren und zugleich den Mittelstand schröpfen.
    • Walter Sahli 21.06.2016 12:57
      Highlight Highlight Das Ziel ist vermutlich ganz einfach Macht. Jeder hat wahrscheinlich schon mal davon geträumt, was er tun würde, wäre er König der Schweiz. Diejenigen, die wissen, dass sie eigentlich nichts wissen, merken dann bei solchen Fantasien, dass sie auf Andere angewiesen sind, weil sie nie das Ganze sehen (können). Diejenigen, die sich aber für unfehlbar halten (idR. eben Machtmenschen), pfeifen auf alle Anderen und halten noch ihren grössten Kackhaufen für einen Batzen Gold.
    • Firefly 21.06.2016 13:04
      Highlight Highlight "Was will die SVP-Elite?" Die Macht die Zukunft nach ihrem Willen zu gestalten. Im grunde was alle wollen, die nach Macht streben, das Diktat.

Das Gefecht zum Waffenrecht: «EU will Entwaffnung» – «Schützen haben Kindergartenniveau!»

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