Wirtschaft
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Las Vegas hat den Solarstrom entdeckt.
bild: shutterstock

Du glaubst immer noch nicht an Wind- und Sonnenenergie? Die neuesten Entwicklungen sollten dich eines Besseren belehren!

In Texas ist Strom aus Windkraftwerken in der Nacht gratis. In Las Vegas setzen findige Geschäftsleute auf Sonnenenergie. Fossile Brennstoffe sind out. Zeit, dass wir das auch in der Schweiz merken.

09.11.15, 14:57 05.02.16, 14:19


Den Texanern kann man vieles nachsagen, aber sicher nicht, dass sie grüne Idealisten sind. Was für sie zählt, ist der Preis, den sie für die Energie bezahlen müssen – und deshalb setzen sie neuerdings auf Windkraft. Im windigen Texas ist der Strom aus dieser Quelle so billig geworden, dass er zwischen neun Uhr abends und sechs Uhr morgens gratis ist. Auf diese Weise versuchen die Stromunternehmen, im harten Wettbewerb ihre Kunden bei der Stange zu halten.

Wie Las Vegas auf den Solarstrom kam

Las Vegas ist nicht wirklich das Paradebeispiel einer nachhaltigen Modellstadt. Doch in den Quartieren des Spielerparadieses in der Wüste von Nevada wird die Energieversorgung auf den Kopf gestellt. Mehr als 7000 Häuser sind inzwischen mit Solarpanels ausgerüstet und produzieren ihre eigene Energie, die sie auch ins Stromnetz einspeisen können. Es werden täglich mehr.

«Technologie, Politik und Finanzen haben sich zusammengeschlossen und bilden heute den Mainstream. Sonnenenergie ist die am schnellsten wachsende Energiequelle der USA geworden.»

Financial Times

Im Energiebereich spielt sich eine stille Revolution ab, vor allem im Bereich der Sonnenenergie. Noch vor kurzem waren es Idealisten, die sich Solarpanels aufs Dach montieren liessen, heute sind es kühl kalkulierende Normalos. Es sind Menschen, die realisiert haben, dass sie auf diese Weise bis zu 25 Prozent auf ihrer Stromrechnung einsparen können.

Jede Generation von Solarpanels wird billiger

So wie es im IT-Bereich das sogenannte Moor’sche Gesetz gibt – die Anzahl der Transistoren auf einem Chip verdoppeln sich rund alle zwei Jahre – gibt es in der Solarenergie das Swanson’sche Gesetz, genannt nach Richard Swanson, dem Gründer von Sun Power, dem grössten amerikanischen Solarunternehmen. Es besagt, dass jede neue Solarpanel-Generation 20 Prozent billiger ist als die vorangegangene.

Gratis-Strom dank Windrädern in Texas.
bild: Shutterstock.

Diese Entwicklung lässt sich seit 1985 beobachten. Damals befand sich der Preis für Solarstrom noch in astronomischen Höhen und niemand konnte sich vorstellen, dass diese Energieform jemals massentauglich würde. Heute hat sich die Situation fundamental geändert. Der Grund heisst China. Die Chinesen sind im grossen Stil ins Geschäft mit Solarzellen eingestiegen. 2004 lag die Produktion noch bei 50 Megawatt, 2012 ist sie auf 23'000 Megawatt geklettert.

Der Musterknabe ging Pleite

Wenn die Chinesen nicht in ihrer eigenen Dreckluft ersticken wollen, dann müssen sie auf Sonnenenergie setzen, und sie tun es auch im grossen Stil. Nach einer kurzen, aber heftigen Marktkorrektur nimmt der Export von chinesischen Solarzellen wieder Fahrt auf. Die Preise fallen weiter. «Der Geist ist aus der Flasche», schreibt die «Financial Times». «Selbst ohne Subventionen ist Sonnenenergie wettbewerbsfähig geworden mit der fossilen Energie.»  

President Barack Obama, accompanied by Solyndra Chief Executive Officer Chris Gronet, left, and Executive Vice President Ben Bierman, right, tours Solyndra, Inc., a solar panel manufacturing facility, in Fremont, Calif. Wednesday, May 26, 2010. (AP Photo/Alex Brandon)

Präsident Barack Obama beim Besuch im ehemaligen Vorzeigeunternehmen Solyndra.
Bild: AP

Nichts zeigt den Wandel in der nachhaltigen Energieszene besser auf als Solyndra. Die Firma war einst ein Musterbetrieb und erklärter Liebling von US-Präsident Barack Obama. Sie wurde – begleitet von Häme und Schadenfreude von Klimaerwärmungsleugnern und konservativen Republikanern – ein frühes Opfer der chinesischen Solaroffensive und ging Pleite.  

Elon Musk, Chairman of SolarCity and CEO of Tesla Motors, speaks at SolarCityÕs Inside Energy Summit in Manhattan, New York October 2, 2015. SolarCity on Friday said it had built a solar panel that is the most efficient in the industry at transforming sunlight into electricity.    REUTERS/Rashid Umar Abbasi

Setzt auf Solarenergie: Tesla-Gründer Elon Musk
Bild: STRINGER/REUTERS

Ingenieurs-Genie und Unternehmergeist paaren sich

Heute arbeiten in den ehemaligen Hallen von Solyndra die Angestellten von Solar City. Dieses Unternehmen wurde von Lyndon Rive gegründet, einem Cousin von Elon Musk. Der legendäre CEO von Tesla und SpaceX ist der grösste Investor von Solar City und gleichzeitig Verwaltungsratspräsident. Nichts repräsentiert den neuen Geist der Energierevolution besser als Solar City: Ingenieurs-Genie paart sich mit Unternehmergeist und hat Erfolg.

«Das fossile Zeitalter muss zu Ende gehen, wenn unsere Lebensgrundlage erhalten bleiben soll.»

Thomas Sauter-Servaes, «Tages-Anzeiger»

Die fossile Energie hingegen muss einen Rückschlag nach dem anderen verkraften. Der VW-Skandal hat den Traum von einem sauberen Dieselmotor endgültig als Illusion enttarnt. Exxon muss sich neuerdings vor einem Gericht verantworten, weil es angeblich schon lange bekannte wissenschaftliche Fakten über den Zusammenhang von CO2 und Treibhauseffekt unterschlagen hat. Präsident Barack Obama hat derweil endgültig beschlossen, die Pipline XL Keystone nicht zu erlauben, sehr zur Erleichterung des neu gewählten kanadischen Premierministers Justin Trudeau.  

Die Zeichen an der Wand sind überdeutlich geworden. Thomas Sauter-Servaes von der ZHAW School of Engineering bringt es in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» auf den Punkt: «Das fossile Zeitalter muss zu Ende gehen, wenn unsere Lebensgrundlage erhalten bleiben soll.»

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Charly Otherman, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • heudani 20.04.2017 14:06
    Highlight Hilfe! Jetzt überholen uns schon die Texaner in Sachen Innovation und saubere Energien. Wenn sich die ES 2050 nicht durchsetzt, dann wird die Schweiz in Sachen Energie-Politik ein Drittweltland.
    3 2 Melden
  • per scientam 27.11.2015 13:09
    Highlight Wer in der Geschichte liest, wird sehen, dass alle technischen Planziele gescheitert sind, und selten Nachhaltig waren. Vom grossen Sprung nach vorn in China, der Industrialisierung der Sowjetunion... Das was hier geplant wird, hat das gleiche Risiko.
    Die Natur der Technik ist es effizienter zu werden. Das passiert automatisch... Aber das ist ein kontinuierlicher Prozess.

    Wer von heute wirklich was tun will: weniger Fleisch essen.
    Viehwirtschaft (in Massen) ist das Umweltschädlichste was der Mensch tut. Von Treibhausgasemmissionen, Wasserverbrauch, Regenwald abholzen, Welthunger ...
    5 5 Melden
  • per scientam 27.11.2015 13:00
    Highlight Energie kann man nicht erzeugen oder Produzieren. Man kann sie nur in andere Formen umwandeln. (1. HS).

    Strom ist nur eine Form von Energie.
    Und eine technisch sehr aufwändige und kostbare Form.
    Solarzellen machen für Kleinverbraucher sind, z.B. auf dem Land irgendwo in der Pampa: aufstellen und 25 Jahre Strom vor Ort.
    Keine Stromleitung, keine Treibstoff-Transporte. Dann stimmt auch die Ökonomie. Und der Strom für Elektronische Kleinverbraucher lässt sich auch sinnvoll noch speichern.

    Bloss, sobald man kocht, oder Maschinen betreibt sind ganz andere Energiemengen notwendig ...
    2 11 Melden
  • Schuhmeister Flaig 10.11.2015 19:47
    Highlight Lasst uns doch einfach eine Solaranlage in Afrika oder sonst wo bauen.
    7 1 Melden
    • per scientam 27.11.2015 16:25
      Highlight Das wird auch gemacht. Und sinnvoll.

      Aber das Energiekonzept als gesamtes sollte man sich anschauen:
      Mit der Solarzelle werden LED Beleuchtungen betrieben, Elektronische Kleinverbraucher wie Handy oder vielleicht sogar Laptop.

      ABER: für das Kochen werden entweder Biogas Anlagen gebaut, die Kacke und Agrarabfälle verwerten (Gaskocher mit Biogas).
      Oder mit lokalem Holz das in Energieoptimierten Feuerstellen verbrannt wird. (z.B. aus Lehm, Stahl, oder garen im Wärmeisolierten Kochtopf) ...

      Das Konzept ist auch eine gescheite Energielösung für die Schweiz...
      1 1 Melden
  • Bruno Wüthrich 10.11.2015 08:21
    Highlight Der Energiewandel ist möglich. Dies sollten wir nun wirklich langsam einsehen (schnell wäre besser). Selbst wenn die Herausforderung zugegebenermassen gross ist, wenn wir gleichzeitig auch noch die Atomkraftwerke abschalten wollen und immer mehr Elektromobile Strom wollen. Doch wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass der Gesamtenergieverbrauch immer grösser werden soll. Wenn wir wieder vermehrt in der Nähe von unserem Arbeitsplatz wohnen und nur noch energieeffiziente Geräte einsetzen, ist bereits viel Energie gespart. Und auf unseren Dächern ist noch viel Platz für Solarpanels.
    26 3 Melden
  • JaAber 10.11.2015 00:45
    Highlight Auch wenn es wohl ein wichtiger Weg ist (sofern der Point of no return iS Klimakatastrophe nicht schon hinter uns liegt): Ganz so euphorisch darf man das Ganze nicht sehen. Das Speichern der Energie ist immer noch ein Problem ( bis auf Pumpspeicherwerke; alles übrige benötigt Akkus mit zweifelhafter Herstellung). Der gesamte Individualverkehr elektrisch? Wo soll all die saubere Energie herkommen? Nein: Wenn man es wirklich ernst meinen würde, ginge nichts über spürbaren Verzicht. Alles andere bleibt leider Wunschdenken.
    16 9 Melden
  • M.O. 09.11.2015 22:33
    Highlight in der region st.moritz gibt es hotels die via solar das wasser erwärmen und so den heisswasserbedarf decken. es gibt bergrestaurants die durch solar (luftpanels) warme luft produzieren und so heizen. funktioniert bestens. wir haben dazu noch solarstrom, klappt alles bestens. energiewende ja, aber nicht nur energie sondern umweltschutz allgemein. halt mal mit wasser, elektrizität ect sparsamer umgehen. jeder kann etwas dazu beitragen. müssen kompromisse eingegangen werden mit/gegen die natur kann die "schlechte energie" bleiben.
    also helft alle mit beim sparsameren umgang mit der energie.
    29 3 Melden
    • per scientam 27.11.2015 13:42
      Highlight Wenn ich mit Freunden der Energiewende rede, kommt am Ende immer die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Solar-Kollektor und Solarzelle? Die eine Macht Warmwasser und ist sehr einfach aufgebaut. Die andere macht Strom und ist technisch sehr aufwändig. ...

      Von der Solar-Thermischen Konzepte bin ich ein grosser Fan, denn sie ist einfach und ohne Tücken.

      Man kann mit der Sonne heizen/Warmwasser, absorbierende Fläche. Oder durch eine Reflektierende Fläche weniger Wärme in das Gebäude lassen usw
      Leider wird nur mit der Solarzelle polemisch politisiert, und alle anderen Konzepte ignoriert. ...
      1 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 09.11.2015 18:07
    Highlight Dann ist ja alles wunderbar. Wenn die Alternative ohne Subventionen konkurrenzfähig sind, dann stellt sich die Energiewende ganz von alleine ein und wir können getrost auf KEV und andere Förderungen verzichten.
    31 11 Melden
    • phreko 09.11.2015 19:12
      Highlight Die kritische Grösse muss zuerst erreicht werden, damit sich investieren lohnt. Da helfen nun mal Subventionen massiv!
      32 9 Melden
    • Toerpe Zwerg 09.11.2015 21:02
      Highlight Also sind sie doch noch nicht konkurrenzfaehig? Wenn der Wille zur Subvention da ist, sollte man gescheit subventionieren. Das deutsche Beispiel schreckt jedenfalls ab, ist doch deren CO2 Ausstoss trotz 100er Milliarden gestiegen und nicht gesunken. In Las Vegas macht Solar sicher Sinn. Hier eher weniger. Sollten wir nicht voll auf die Wasserkraft setzen und den Rest importieren (und die deutsche Foerderung abgreifen)?
      10 15 Melden
    • trio 10.11.2015 01:25
      Highlight ich finde auch, dass auf Förderungen verzichtet werden kann. Besser wäre, die reale Preise für Benzin, Heizöl, AKWs etc. zu verlangen (also z.B. mit Kosten für Klimaerwärmung und Entsorgung der Brennstäbe)
      17 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 09.11.2015 18:02
    Highlight Es geht! Vergleiche das Buch " Kraftwerk Schweiz" von Anton Gunzinger.
    18 3 Melden
  • Luca Brasi 09.11.2015 17:48
    Highlight Ich habe da eine Frage: Ich höre immer wieder, dass Solarenergie in der Schweiz im Winter nicht die nötige Energie liefert und dass Windenergie wegen Heimatschutz, etc. oft auch behindert wird. Ist das Potential in der Schweiz wirklich vorhanden auch im Hinblick auf Speicherung, Verteilung und den Kosten? Ich bin hier wirklich kein Experte, höre aber diese Argumente öfters. Besten Dank im Voraus.
    15 1 Melden
    • Philipp Löpfe 09.11.2015 18:54
      Highlight Wie amore sagt: Lest das Buch von Buch von Anton Gunzinger
      13 10 Melden
    • zettie94 09.11.2015 19:53
      Highlight Es braucht sicher gewisse Kompromisse betreffend Landschafts- und Heimatschutz, so müssen z. B. Staumauern erhöht werden um den Anteil der Wasserkraft an der Bandenergie steigern zu können (Ersatz KKW) und eine grössere Speicherkapazität der Pumpspeicherkraftwerke zu erhalten, was nötig sein wird, wenn Solar- und Windenergie ausgebaut werden. Möglich ist es aber sicher.
      Dazu werden je länger je mehr auch kleinere Stromproduzenten im Energiemarkt mitmischen - sei dies mit Solarpanels auf dem Dach oder mit kleinen Windturbinen (praktisch kein Lärm - z. B. neues Greenpeace-Gebäude Hamburg).
      14 0 Melden
    • dGehrig 09.11.2015 20:23
      Highlight Kurz gesagt: Ja, das Potential wäre da.
      15 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom H 09.11.2015 17:37
    Highlight Die grosse Herausforderung ist, wie sich die Nutzung von Solar- und Windenergie in der Schweiz grossflächig und effizient umsetzen lässt.
    Nevada hat sicher wesentlich mehr Sonnenstunden als die Schweiz und in Texas gibt es mehr Platz für Windkraftwerke. Besonders die Frage der Zwischenspeicherung und Lastverteilung der Energiespitzen und Überbrückung von Zeiten mit hohem Energiebedarf mit wenig Sonnenstunden im Winter ist eine grosse Herausforderung. Aber je früher wir uns mit diesen Fragen beschäftigen, desto eher finden wir eine Lösung.
    23 0 Melden
  • Dewar 09.11.2015 16:20
    Highlight Die selbsternannten "Skeptiker" (aka Ahnungslosen) und Leugner des Klimawandels werden auch dadurch nicht überzeugt sein. Immer wieder kommt das Argument, dass es andernorts vielleicht geht, aber dass wir hier zu wenig Sonne haben, es zu teuer ist, etc. Aber wer, wenn nicht wir Schweizer, können uns "teuren" Strom leisten? Je höher die Nachfrage, desto schneller der Fortschritt, desto effizienter und günstiger die Anlagen. Man muss halt mal damit anfangen. Und am besten, bevor die fossilen Träger wirklich knapp werden, denn dann wird der Energiepreis richtig teuer.
    66 11 Melden
    • Hayek1902 09.11.2015 16:59
      Highlight so einfach ist das nicht, mit dem ölpreis. jedes mal wenn der sich verteuert, steigt auch der anreiz, neue technologien zu entwickeln um bölquellen vollständiger abzuzapfen oder unnereichtes öl auszubeuten (z.b. fracking). auch senkt ein hoher ölpreis mittelfristig immer gleich von selbst die nachfrage, da auf strom gewechselt wird oder sparsamere technologie verwendet wird. das kann dann dazu führen, dass der ölpreis wieder massiv fällt, obwohl weniger da ist. das alles konnte man in den letzten 10 jahren schön beobachten.
      14 2 Melden
  • Hans Dampf 09.11.2015 15:57
    Highlight Ja und dann kommen die Freunde von der Denkmalpflege und Heimatschutz. Da ja so Kollektoren auf dem Dach nicht ins Dorfbild passen, oder von den Architekten vor 200 Jahren schliesslich auch nicht vorgesehen waren???
    Oder die möchtegern Grünen so nach dem Motto
    Winräder = Böse
    Höhere Staumauern = Böse
    AKW = Böse
    Aber Zuhause muss dann trotzdem immer und sofort Strom aus der Dose Kommen??
    Das hat für mich was mit "ds 5i u ds Weggli" zu tun.

    In dem Sinne weiterhin gut Spalt
    51 51 Melden
    • Pitar 09.11.2015 17:15
      Highlight weiss nicht was es hier zu blitzen gibt
      19 19 Melden
    • zettie94 09.11.2015 19:56
      Highlight Da muss man halt eben Kompromisse eingehen - die meisten Grünen sehen das auch, die sind ja nicht blöd.
      Aber Hauptsache wieder etwas gepoltert, oder?
      19 10 Melden
    • Hans Dampf 09.11.2015 21:22
      Highlight @Zetti
      Deshalb schreibe ich ja "möchtegern" welche eben Wasser predigen und Wein trinken.
      Aber immer dieses "AKW sofort abschalten"(womit übrigens das Problem nicht einach sofort gelöst ist), und gleichzeitig viele Projekte für alternative Energie bekämpfen, wegen paar alten Bäumen oder so, geht einfach nicht auf.
      Ich sage auch, Atomausstieg ganz klar JA. Aber erst wenn der Bedarf mit Alternativen auch einigermassen abgedeckt ist.
      16 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 09.11.2015 15:53
    Highlight Ich denke, wichtig wird sein, wer die nächsten US Wahlen gewinnt. Falls es ein Republikanischer Hardliner ist, besteht die Gefahr, dass viele von Obama's Reformen wieder zurückgenommen werden. Es genügt (noch) nicht, dass wir bei uns begreifen, dass es 2 vor 12 ist. Vor allem Chinesen, Inder und Amerikaner müssten das begreifen. Und da war ich bisher pessimistisch.
    32 8 Melden
    • saugoof 09.11.2015 22:23
      Highlight Das haben wir genau so in Australien gesehen. Vor zwei Jahren war ein Hardliner gewählt worden. Diese Regierung hat alles was irgendwie nach "Grün" schmeckte wieder Rückgängig zu machen. So wurde die Carbon Tax die seit einem Jahr sehr gut funktionierte wieder abgeschafft. Umweltbehörden und Investitionen in Wind und Solar abgeschafft während wieder mehr in Kohle investiert wurde. Es wurden sogar Gesetze erlassen dass Windturbinen nicht näher als 2km an Häuser gebaut werden dürfen (bei Kohlekraftwerke aber nur 1km), und vieles mehr. Glücklicherweise ist diese Regierung bereits wieder weg!
      15 1 Melden
  • Lowend 09.11.2015 15:51
    Highlight Dass betrifft die Schweiz leider gar nicht, denn bei uns haben die Betonköpfe der Auto-, Lastwagen- und AKW-Lobby die letzten Wahlen gewonnen. Die werden schon dafür sorgen, dass in der Schweiz keine solche klugen, linken Vorschläge, wie eine umweltfreundliche, regenerative Energieversorgung mit dezentralen Strukturen umgesetzt werden! Echte, rechte Schweizer fahren riesige Dreckschleudern, heizen mit Atomstrom und unterstützen gerne die widerlichsten Regimes mit ihren Erdöl- und Urankäufen!
    90 31 Melden
    • M.O. 09.11.2015 16:10
      Highlight wir haben solarzellen für strom, wasser u warmluft auf dem dach bzw der hauswand. windenergie ist in einigen ländern stark am gehen, da ganz realistisch, der nutzen zu klein, die schäden an feldern u tieren (vögel) gross.
      ihre hasstirade auf die gwählte richtung bringt absolut nichts. lustigerweise sind es bei uns NICHT die grünen die solar haben. und nein, es fehlt denen nicht an geld!!!!
      23 34 Melden
    • Tom Garret 09.11.2015 16:20
      Highlight Naja es sind aber leider oft die Hohlköpfe (oder was ist das Gegenteil von Betonkopf? ;-) ) die alternative Energiegewinnung verhindern weil sie die Natur, Tiere oder sonst was schützen wollen... Ohne Abstriche geht es wohl aber kaum. Ich bin, als eher rechts als links eingestellter (in gewissen Themen) ganz klar für die Energiewende und finde dies eine grossartige Chance! Wir sollten nicht nur den Anschluss nicht verpassen sondern alles daran setzen eine Führungsposition einzunehmen Es steckt ein unglaubliches Potenzial in erneuerbarer Energie, aber es braucht Eingeständnisse von allen...
      33 7 Melden
    • per scientam 27.11.2015 14:06
      Highlight @Tom:
      Der Ökokiller Nummer 1 ist???
      --> Viehwiertschaft, Grossfischerei ...
      Die ganze Mobilität ist für 13 % der Treibhausgasemmissionen verantwortlich, 18 % geht auf das Vieh. (Ohne deren Transport).

      Der Wasserverbrauch geht fast ausschliesslich aufs Vieh, Wasserverschmutzung: Vieh, Regenwald abholzen für Kraftfutter für Viehwirtschaft, Wälder Roden für Weiden ...

      Wer wenig Fleisch isst, und keine Fleischfressenden Tiere hält (Katze/Hund), bei dem spielt die Art des Autos kein Rolle ...

      Technik verändern dauert viele Jahre. Auf (massiven) Fleischkonsum verzichten, kannst du täglich.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Energyload 09.11.2015 15:28
    Highlight Wichtig wäre meiner Meinung nach noch zu erwähnen, dass Solarenergie auch attraktiver wird, da mit dem vermehrten Einsatz von Stromspeichern, das Argument des "Flatterstroms" immer mehr seine Gültigkeit verliert.

    So arbeitet Tesla bespielsweise an der Gigafactory, einer Batteriefabrik, die in 2020 mehr Akkus herstellen soll, als der gesamte Weltmarkt in 2013 angeboten hat! Erste Produkte sollen in der Fabrik noch in diesem Jahr hergestellt werden: http://energyload.eu/stromspeicher/tesla-gigafactory-2015-starten/



    28 0 Melden
    • Buebi 01.12.2015 15:52
      Highlight Und was kostet das an Energie, solche Energieträger herzustellen? Weiss man das?
      1 1 Melden

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