Wirtschaft
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From left, Toyota CEO Akio Toyoda, Tesla CEO Elon Musk, and Calif. Gov., Arnold Schwarzenegger laugh during a news conference at Tesla headquarters in Palo Alto, Calif., Thursday, May 20, 2010. Tesla will partner with Toyota Motors Corp. to build electric cars at a recently shuttered auto plant in the San Francisco Bay area. (AP Photo/Paul Sakuma)

Haben gut lachen: Toyota-Chef Akio Toyoda (ganz links), Tesla-Chef Elon Musk (mitte) und der ehemalige Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger (rechts.
Bild: AP

Danke VW! Dein Skandal hat (vielleicht) die Welt gerettet

Der Volkswagenkonzern hat wahrscheinlich Dieselautos gekillt – und damit einen wichtigen Schritt zur Rettung des Planeten getan.



Ja, der VW-Skandal hat gezeigt, dass Industriemanager keinen Deut besser sind als Bankster und an Niedertracht dem James Bond-Bösenwichten Blofeld in nichts nachstehen. Ja, dieser Skandal wird Milliarden Euro vernichten und Arbeitsplätze in unbekannter Höhe gefährden. Ja, Konsumenten sind betrogen und Aktionäre um viel Geld gebracht worden.

Und trotzdem: Danke VW!

Du hast wahrscheinlich das Dieselauto gekillt und damit endgültig den Weg freigeräumt für die viel bessere Alternative, das Elektroauto.  

Das Elektroauto ist längst überfällig. Schon vor mehr als 30 Jahren wurden Journalisten in regelmässigen Abständen zu Pressekonferenzen eingeladen, in denen vollmundig verkündigt wurde, der Durchbruch zu einer revolutionären Batterie stehe unmittelbar bevor und damit auch das Elektroauto.

In den 1990er Jahren versprach Nicolas Hayek selig einen elektrischen Smart, derweil sich GM mit dem inzwischen sang- und klanglos untergegangenen EV1 versuchte. Dem Elektroauto ging es jedoch wie Brasilien: Es war und blieb das Auto der Zukunft.   

«Sauberer Diesel» gibt es nicht

Damit ist jetzt Schluss. «Sauberer Diesel», die vermeintliche Alternative zum Elektroauto, ist endgültig als Illusion entlarvt worden. Ein Auto, das sportlich zu fahren, kaum mehr als einen Liter Treibstoff pro hundert Kilometer verbraucht und praktisch keine Schadstoffe in die Luft bläst, wird es nie geben. Wenn selbst die geballte deutsche Ingenieurskunst bei VW bei diesem Unterfangen gescheitert ist, wer sollte es dann schaffen?

Anders als die Europäer haben die Amerikaner Diesel nie gemocht. «Clean Diesel» hat trotz aufwändigen Werbekampagnen nur wenig Fans in den USA gefunden. Die wenigen Ökofreaks, die darauf abgefahren sind, haben im Jetta eine attraktive Alternative zum politisch korrekten Prius gesehen. Sie kochen nun vor Wut und bereiten Sammelklagen gegen VW vor.

The Eiffel Tower, is barely seen through the smog from Paris, Friday, March 14, 2014. Air pollution that has turned Paris skies a murky yellow is giving a break to millions of French travelers ó all public transportation in the Paris region and two other cities is free for the next three days. Nearly three-quarters of France is under alert in what the European Environment Agency says is the worst air pollution since 2007. (AP Photo/Jacques Brinon)

Paris im Smog.
Bild: Jacques Brinon/AP/KEYSTONE

In Europa fahren rund die Hälfte aller Autos mit Diesel, mit bedenklichen Folgen. In Paris beispielsweise ist die Luft inzwischen so dreckig, dass die neue Bürgermeisterin einen autofreien Sonntag einführen will. Die Franzosen ahnen zumindest, dass ihre Peugeots und Renault kaum sauberer sind als die deutsche Konkurrenz. Eine weitere Erkenntnis aus dem VW-Skandal lautet nämlich: Wenn es um Umweltstandards geht, dann tricksen gerade die europäischen Hersteller besonders dreist – und das mit stilschweigender Unterstützung der Politik.

Mercedes, Porsche und BMW stehen in den Startlöchern

Das muss nicht sein. Tesla beweist inzwischen, dass man konkurrenzfähige Elektroautos bauen kann. Das ist eine schwere Blamage für die Autoindustrie, die es bisher nicht konnte, und wahrscheinlich auch nicht wollte. Nun dürfte sich das rasch ändern. Noch bevor der VW-Skandal öffentlich wurde, lieferten sich Mercedes, Porsche und BMW an der Frankfurter Autoausstellung ein Wettrennen in Sachen Elektroauto im oberen Segment.

Sollte es Tesla gelingen, sein Versprechen wahr zu machen und bald ein erschwingliches Elektroauto auf den Markt zu bringen, dann werden alle Dämme brechen. Im Gegensatz zu den Dieselautos sind die «Smartphones auf Rädern» beides: Sportlich und sauber.

Die Tatsache, dass wahrscheinlich auch Apple und Google mit einem Elektroauto in Rennen einsteigen werden, wird den Druck auf die traditionellen Hersteller massiv verstärken, ebenso die Tatsache, dass Chinesen und Inder gar keine andere Chance als Elektroautos haben, wollen sie nicht an ihrer eigenen Dreckluft ersticken.  

Strom aus Kohle? Nein danke!

Das Elektroauto ist jedoch nicht bloss ein herkömmliches Auto mit einem anderen Antrieb. Es wird auch unser Energiesystem umkrempeln. Wenn der Strom aus Kohlekraftwerken stammt, dann wäre die ganze Übung ein Blödsinn. Um nochmals auf Tesla zurückzukommen: Elon Musk, der starke Mann, ist auch Vorstandsvorsitzender von Solar City, einem auf Sonnenenergie spezialisierten Unternehmen.

Für mehrere Milliarden Dollar lässt Musk derzeit in der Wüste von Nevada eine Batterie bauen, die nicht nur Autos sauber fahren lässt, sondern es ermöglichen wird, Sonnenenergie zu speichern. Auch die Deutschen sind inzwischen erwacht. Der wichtigste Autozulieferer Bosch hat kürzlich ein ähnliches Projekt vorgestellt.  

Es braucht intelligente Stromnetze

Das Elektroauto ist möglicherweise der Startschuss für eine neue Energieversorgung. Dezentrale Stromversorgung mit Sonnen- und Windenergie und ein intelligentes Stromnetz, ein «smart grid», dürfen nicht mehr länger schöne Zukunftsversprechen bleiben, sondern müssen jetzt tatkräftig umgesetzt werden. Sie sind, wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu sagen pflegt, «alternativlos» geworden.  

Der Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei den Dieselautos könnte sich im Rückblick als ein entscheidender Wendepunkt auf dem von Klimaerwärmung und Schadstoff gebeutelten Planeten Erde erweisen. Deshalb nochmals und von ganzem Herzen: Danke VW!

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VW: Bilder aus der guten, alten Zeit (als Abgase noch Abgase waren)

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    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 21.11.2015 14:43
    Highlight Highlight Ich empfehle jedem mal die Publikationen der Vereinten Nationen zu lesen, vor allem mal die Fakten bezüglich Landwirtschaft, Respektive dem Fleischkonsum:
    13 % der Treibhausgase gehen zu lasten des Verkehrssektors (Schiff, Flugzeug, Traktoren, Auto)
    18 % sind die Emissionen der Tiere selbst.
    98 % der Biomasse auf der Welt ist: Mensch+Tier
    Stickoxide (NOx): 60 % der Emissionen gehen auf Tierhaltung.
    Wasserverbrauch? Wasserverschmutzung? Regenwald abholzen für Weideflächen und Sojaanbau (Futtermittel)?

    Die Industrie welche Güter herstellt und die Mobilität, sind Ökologisch gar nicht relevant.

    • Raphael Stein 23.03.2016 18:49
      Highlight Highlight Die Faktenliste stimmt. Und mich interessiert sie. Ich warte sein 20 Jahren auf einen Elektroantrieb. Aus egoistischen Gründen. Weniger Wartung, cleverer Antrieb Sommer wie Winter, hat echt Vorteile. Bis auf den Akku!
      Und Energie? Wertet doch die darbenden Pumpspeicherwerke als Grossspeicher ja direkt auf.
      Es braucht neue Zapfstellen, neue Einkommen soll das generieren. Fortschritt, aber echten Vorsprung durch Technik. Wurde Zeit die Autoindustrie zu wecken. Wie auch immer, hat es eben VW getroffen. Hauptsache es passiert mal was.
  • Sir Lanzelot 09.11.2015 21:42
    Highlight Highlight Der Volkswagenkonzern hat wahrscheinlich Dieselautos gekillt --- hä?
    Dieser Satz kann nur von einem Deutschen kommen...
    Wenn es hier irgendwas "killt" dann wohl eher VW - und damit riesige Wirtschaftszweige...
    Zumal VW hier ja noch nichtmal der Akteur war, sonder ein eher tragisches Opfer.
    Persönlich finde ich es allerdings komisch und bedenklich, dass dieses Skandälchen genau jetzt hochgepuscht wird. Aber die Schlussfolgerung, dass wenn keine Diesler mehr kauft werden - nur weil VW's keine mehr verkaufen kann... Ist arroganter Blödsinn.
  • herschweizer 02.11.2015 23:28
    Highlight Highlight Jetzt bekommt man die Wagen sicher bald günstiger .
  • Urs457 30.09.2015 17:59
    Highlight Highlight Wie aktuell ein Elektromodell gegen einen Benziner in einer Ökobilanz abschneidet zeigt Mercedes unter http://media.daimler.com/Projects/c2c/channel/documents/2582746_final_UZ_B_Kl_ED_dt_15_12.pdf
    Resultatübersicht auf Seite 32/33.
    • per scientam 21.11.2015 15:13
      Highlight Highlight Es ist gut zu prüfen aber zwei Dinge darfst du nicht vergessen:
      1) Wenn der Markt etwas fordert, liefert die Industrie.
      Unabhängig davon ob es Sinn macht.
      2) Das Wort "Lokal" ist entscheidend. Es geht nicht darum
      Elketro vs. Verbrenner, sondern wann es das richtige Konzept ist.
      3) Das eigentliche Problem des Vergleiches: "Wenn Wasserkraft
      verwendet würde", Aber wenn man sich das Restpotential
      der Wasserkraft anschaut, sprich wo man noch bauen könnte,
      dann sieht man, es ist nicht vorhanden.
      --> Die Diskussion geht nicht ums Elektroauto an sich,
      sondern um die Energie um es anzutreiben...
  • atomschlaf 28.09.2015 21:59
    Highlight Highlight Ja, das hoffe ich auch, dass dieser Skandal den Diesel-Dreckschleudern endlich den Todesstoss versetzt. Ich versuche schon seit Jahren, die Leute in meinem Bekanntenkreis aufzuklären, dass Diesel-PWs alles andere als umweltfreundlich sind.
    • per scientam 21.11.2015 15:21
      Highlight Highlight Man muss die Problematik aus historischer Sicht betrachten:
      - Diesel verbrauchen weniger Kraftstoff, ergo weniger CO2.
      Und sind Drehmomentstark wegen der Kompression, (Transporter).
      Die ganze Klimadiskussion startete mit dem CO2.
      Aber je länger je mehr werden sogenannte CO2 Äquivalente
      Gase umweltechnisch Bilanziert.
      Darunter auch die Stickoxide. (u.a. auch bei Schweinezuchten)
      Aber auch Methan (Kühe)...
      Die Stickoxidemmissionen sind in den letzten Jahren immer stärker gewichtet worden, daher hatte VW irgendwann ein Problem, denn sie hatten CO2 optimiert... (höhere Kompression bei VW).


    • Gigi,Gigi 03.02.2016 22:42
      Highlight Highlight Das stimmt alles, was du da schreibst. Aber, das wusste man ja alles schon vorher. Die blödsinnige und einseitige Fixierung auf den CO2 Wert hat das Ganze erst ausgelöst.
      Übrigens wusste auch jeder nur halbwegs interessierte Autofahrer, das die Testwerte mittels Software massiv frisiert wurden.
      Und man wusste auch, dass die fiktiven Teststrecken der reinste Witz sind. So werden nur wenige Sekunden des aktuellen Verbrauchstests auf der Autobahn gefahren. In Wirklichkeit aber fährt der Durchschnitttsfahrer 90% auf der Autobahn.
  • Dekiii 28.09.2015 14:46
    Highlight Highlight Hanmer Artikel! Danke für die Hoffnung! :)
  • maxi 28.09.2015 14:35
    Highlight Highlight @Hackfresse/sa.set Meine frage zur grauen Energie wae wirklich ernst gemeint. Gibt es irgendwelche infos dazu? Darf auch ruhig eine Gegenüberstellung sein,von Verbrennungsmotoren und Elektroautos!:)

    Zu den Arbeitsplätzen, es wird sicher neue geben. Nur ist die Frage wie schnell und sind es gleichviele wie verloren gehen würden?
    • Hackphresse 28.09.2015 15:27
      Highlight Highlight TEIL A: Studien zur gründlichen Erfassung eines Autos mit Verbrennungsmotor vom Ersten Herstellungsschritt bis zur ersten betankung an der Zapfsäule habe ich bisher keine entdeckt. Da der aufbau abgesehen vom Antrieb identisch sind, muss man eigentlich nur die Produktion von Elektro und Benzinmotor (+alles was dazu gehört wie Getriebe etc.) vergleichen.
      Daneben kann man den Vergleich der Energieproduktion für den Fahrbetrieb vergleichen. Benzin: Aus dem Boden pumpen ( inkl. MÖGLICHE umweltschäden [Fracking]), Raffinieren, Transport (Schiff,LKW,Pipeline +deren Produktion).
    • Hackphresse 28.09.2015 15:36
      Highlight Highlight TEIL B:
      Bis das Benzin dann unter der Tankstelle in Tanks zum Verkauf gelagert wird.
      Für ein Umstieg von Fossil auf Stromenergie muss zuerst Geld in ein neues Intelligentes und dezentral gestaltetes Stromnetz investiert werden. Solar (Solarthermik hauptsächlich) ,Wind, Wasser(fluss und gezeiten, NICHT pumpspeicherkraftwerke)
      Der unterhalt derer ist nicht von der ergiebigkeit von Gas-/Ölquellen abhängig und somit längerfristig gesichert als Arbeitsplatz.
      Energietechnisch sind Elektroautos weniger aufwändig da im Antrieb erheblich weniger Teile benötigt werden als bei Verbrenner.
    • Hackphresse 28.09.2015 15:41
      Highlight Highlight TEIL C:
      Kurzfristig kann mit dem Aufbau eines Alternativen Stromnetzes und der Dezentralisierung der Stromproduktion parallell zur Ölwirtschaft neue Jobs geschaffen werden während man die Jobs in der Ölwirtschaft erhalten bzw. auslaufen lassen kann und in rente schicken.

      Aber es muss halt investiert werden!
      Wenn die Gleichen Subventionen die Früher an Öl und Atomindustrie heute ausgeschüttet würden an die Neuen Industriezweige wäre das alles kein Problem.... Leider
    Weitere Antworten anzeigen
  • syknows 28.09.2015 13:58
    Highlight Highlight Der Skandal betrifft ältere Euro 5 Modelle. Die aktuellen Euro 6 Modelle, welche meines Wissens nach bei fast allen Herstellern (wiedermal Mazda =)) mit einem SCR-Katalysator ausgerüstet sind, sind nicht betroffen. Die neue Norm ist strenger als die alte. Es wird deswegen mit höherer Verbrennungstemperatur gefahren, was weniger Russ, jedoch mehr Stickoxide zur Folge hat. Letztere werden allerdings durch das SCR-System direkt nach dem Partikelfilter effizient reduziert. Diese Autos haben keine Probleme mit dem Schadstoffausstoss und verbrauchen weniger Diesel als die Vorgängermodelle.
  • TanookiStormtrooper 28.09.2015 13:50
    Highlight Highlight Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
    Als alter Pessimist glaube ich da nicht so recht daran. Wo waren an der IAA die Elekroautos? Tesla gibt es ja nicht erst seit Gestern. Die Autoindustrie hat doch einfach keinen Bock darauf und solange sie gerade in Deutschland von der Politik gedeckt werden (der Vizekanzler spach ja von "Messfehlern") passiert da erstmal nichts.

    Ach und: "In Europa fahren rund die Hälfte aller Autos fahren mit Diesel" der Satz macht mir Kopfweh...
  • Le_Urmel 28.09.2015 13:46
    Highlight Highlight Leider wird mit dem Elektroauto, derselbe Fehler wiederholt wie mit dem Diesel!

    Es wird eine saubere Technologie versprochen, die die Erwartungen nicht erfüllen können, da folgendende Probleme nicht gelöst sind:
    1. Die Batterie
    2. Das Gewicht der Batterie
    3. Die Reichweite
    4. Die Sauberkeit des Stromes etc

    Es sollte lieber eine wirkliche saubere Energie bereitgestellt werden wie die Brennstoffzelle, aber den technischen Vorsprung hat Mercedes ja vor 10 Jahren leider verspielt...
    • dracului 28.09.2015 15:24
      Highlight Highlight Die grossen Konzerne haben über 50 Jahre Forschung in die hochgezüchteten Motoren investiert und diese Investition wollen sie, auf Deubel komm raus, sichern. Noch zu Beginn des Pyrrhussieges des Verbrennungsmotors wurden Elektromotoren bereits als bessere Alternativen gehandelt. Heute muss sich Tesla nicht mehr verstecken bez. Gewicht, Leistung und Reichweite. Keine Mobilität ohne Energie. Bis jetzt gab uns die Autoindustrie nur mehr PS und mehr Smog. Für bessere Ideen (Brennstoffzellen, Fusionsmotor) sind wir offen, aber so lange sollen bitte die "Dämme brechen" für Elektrofahrzeuge!
    • Le_Urmel 28.09.2015 19:34
      Highlight Highlight Natürlich betrieben mit Kernkraft oder Kohlestrom, was für ein Fortschritt :(
    • NikolaT 29.09.2015 00:13
      Highlight Highlight Das Warten hat ein Ende! Du kannst dir sofort ein E-Mobil zulegen! Alle "Probleme" sind gelöst:
      1.. Die Batterie. Man nennt es zwar Akku(mulator), aber es gibt sie!
      2. Das Gewicht der Batterie.. Die Akkus dürften natürlich auch leichter sein. Stellt aber in Anbetracht des Gesamtgewichtes und durch die Rekuperation kein entscheidendes Hinderniss mehr dar.
      Die Reichweite. Bei 400-500 km Reichweite ergeben sich rund 4 Stunden Fahrzeit. Spätestens dann stellen sich beim Homo Sapiens gewisse vitale notwendigkeiten ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 28.09.2015 13:26
    Highlight Highlight Ich habe einen Diesel bestellt weil er Energieeffizienz A ist. Der gleiche Wagen mit Benzinmotor ist C. Bedeutet das jetzt, dass der Benzinmotor trotzdem sauberer ist? Auf Wortspielerei (Energieeffizienz) reingefallen?
  • klugundweise 28.09.2015 13:08
    Highlight Highlight Mit der gleichen Logik müsste man sagen: Fulushima hat die AKW gekillt!
    Leider nicht!
    • f303 28.09.2015 13:27
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke. Banken wirtschaften ja auch noch wie eh und je. Es wird sich nichts ändern, ausser vielleicht marginal der Marktanteil gewisser Player.
  • maxi 28.09.2015 13:03
    Highlight Highlight Eigentlich ist es schade,Watson ist soweit links und ihnen sind die Arbeitsplätze egal?

    Was mich wirklich intressiern würde, ist die graue Energie von Elektro Autos. Gibt es dafür Statistiken, oder Studien?
    • Hackphresse 28.09.2015 13:26
      Highlight Highlight Mhm... Arbeitsplätze, kaum Erschlossene Wirtschaftszweige die weiterentwickelt werden wollen brauchen keine Arbeitskräfte.
      Und die Tausenden verschiedenen Teile in einem oder für einen Verbrennungsmotor, welche aus vielen verschiedenen zulieferern kommen nicht doch auch graue Energie benötigen. Abgesehen von den Zusatzstoffen für Partikelfilter etc. Dazu kommt der Treibstofftransport. Öl-Tanker, Pipelines, Lastwagen, Raffinerien, alles auch graue energie. Arbeit gibts genug. Nur müssen die Arbeiter in Zukunft umverteilt werden. Weg von einer von Fossilen Rohstoffen abhängiger Wirtschaft.
    • The Writer Formerly Known as Peter 28.09.2015 13:35
      Highlight Highlight Auch Elektroautos schaffen Arbeitsplätze ;)
    • Beckham 28.09.2015 13:45
      Highlight Highlight Genau die Linken (und v.a. Watson) scheren sich nicht um Arbeitsplätze. Sie hocken lieber auf einer Blumenwiese im Kreis und trinken Bioapfelsaft. Die Rechten hingegen sind fleissig wie die Bienen und schauen, dass es allen (ausser natürlich den Ausländern und Linken und Umweltaktivisten und Kulturförderern und Studenten *Liste nicht abschliessend*) gut geht. Hach wie schön muss es sein, mit einem solchen Welt- nein Schweizbild durch den Tag zu gehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TRL 28.09.2015 13:01
    Highlight Highlight Verständnisfrage: war es die Firma VW, die diesen Skandal ins Rollen gebracht hat, oder ein Wistleblower / eine Zeitung? Muss man wirklich VW danken, oder steckt da wer dahinter?
    • saukaibli 28.09.2015 13:25
      Highlight Highlight Ich denke der Dank ist auch ein wenig ironisch zu verstehen. Und nein, es waren amerikanische Beamte, die den Skandal aufgedeckt haben. Die deutsche Regierung, die eigentlich seit 2007 gesetzlich verpflichtet ist eigene Messungen vorzunehmen anstatt blind den Angaben der Hersteller zu vertrauen, hat bis jetzt keine einzige Nachmessung gemacht. Im Gegenteil, sie hat stets die Schlupflöcher für die Autobauer verteidigt. VW wurde von Bosch (dem Hersteller des Moduls) schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass dieser Modus nur für Laborzwecke vorgesehen ist. VW hat also bewusst betrogen.
    • Statler 28.09.2015 13:55
      Highlight Highlight Das waren die hier: http://www.theicct.org
    • Forrest Gump 28.09.2015 14:19
      Highlight Highlight Wieso sollte denn WV einen Skandal/Betrug in der eigenen Firma ins Rollen bringen? Ist ja längst bekannt, dass der Betrug bei Tests entdeckt und in der Folge publiziert wurde..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Androider 28.09.2015 13:00
    Highlight Highlight +++ BREAKING +++
    Die DB zeigt Interesse an den Diesel-Motoren von VW. Erste Tests laufen bereits.
    User Image
  • Hackphresse 28.09.2015 12:54
    Highlight Highlight Toller Artikel!
    Man kann es, was den GM EV-1 betrifft, ruhig beim Namen nennen. Er war erfolgreich, durfte nur von GM direkt geleast werden und als die Publicity zu gut wurde hat man ihn 'gekillt' und und noch mehr Werbung für Pick-ups und SUVs gemacht um ihn wieder aus dem Bewusstsein der Menschen zu verdrängen.
    Nichts anderes als als angewandte Psychologie.
  • The Writer Formerly Known as Peter 28.09.2015 12:53
    Highlight Highlight Bin mir nicht sicher, ob der Artikel nicht etwas übereilt ist. Wir werden sehen, wie Nachhaltig der Skandal wirken und was die Folgen davon sein werden. Schliesslich heisst es bereits, die neuen Euro 6 Motoren seien davon nicht betroffen. Also weiter wie bisher? Auch das angefügte Paris und die Luftverschmutzung ist teilweise sicher auch eine Frage der Menge. Würden alle mit Stromern herumfahren, hätten wir andere Probleme. Viele Probleme bei Stromern sind ungelöst, wie die reduzierte Reichweite bei kalten Temperaturen oder das schnelle "betanken". Ich bin gespannt.
    • Sir Jonathan Ive 28.09.2015 13:32
      Highlight Highlight 20 min für 50% akkuladung bei deinem tesla finde ich ganz in ordnung. ausserdem wird man relativ selten unterwegs an eine solche säule müssen, da man ja kaum 500km an einem tag fährt und deshalb die möglichkeit hat, den akku über die nacht aufzuladen. höchstens bei einem mehrtägigen trip wird es nötig, wo aber wieder die 20 min für 50% oder 60min für 100% meiner meinung nach kein problem darstellen sollten.
    • Hackphresse 28.09.2015 13:34
      Highlight Highlight Ein kleiner Teil der Energie im Akku oder sogar ein seperater Akku hält den Akku warm sodass heute schon kein Reichweitenverlust entsteht. Ähnlich wie bei der Standheizung.
      Dickere oder mehr Kabel welche mehr Ampère standhalten würden den Akku (ev. in mehrere seperate Zellen verteilt mit eigener Stromzufuhr) noch schneller laden. Die letzten 10-20% müssen im schongang geladen werden um keinen Schaden anzurichten. Wie bei einer Petflasche und einer Hochdruck Pumpe. Lässt mans weiterlaufen explodiert die Flasche. (Achtung Metapher)
    • danbla 28.09.2015 15:41
      Highlight Highlight @Jony 20min. für 50% geht nur wenn der Supercharger von Tesla auch mit entsprechend Leistung versorgt wird.
      Leider war das, zumindest in DE bei einem Versuch nicht überall der Fall. Was dafür sorgte, dass besagter Ladevorgang gerne einmal 40min. dauerte.
      Ich persönlich bin E-Mobilen gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt, aber die langen Ladezeiten sind für mich (noch) ein Killerkriterium.
      Sollte sich das ändern und ein 100% Ladevorgang unter 20min dauern, werde ich soweit es die Finanzen zulassen mir ein soclches Fz anschaffen.
  • Zeit_Genosse 28.09.2015 12:33
    Highlight Highlight Ob es überhaupt genügend Ressourcen hat um Hochleistung-Stromspeicher in umweltfreundlicher und recyclierbarer Form im Massenmarkt abzusetzen und die "grüne" Energiezufuhr schnell genug bereitzustellen, bezweifle ich. Trotzdem sollte man es versuchen, damit die Innovation für noch etwas besseres getrieben wird. Über die Ökobilanz über den ganzen Lifecycle von E-Autos fehlen mir harte und transparente Fakten. Kann da Watson etwas bieten?
    • trio 28.09.2015 12:55
      Highlight Highlight Und über die Ökobilanz über den ganzen Lifecycle von Diesel-, Benzin- und auch Gasautos haben wir harte und transparente Fakten?
    • Urs457 28.09.2015 13:07
      Highlight Highlight Genau, ein Ökobilanzvergleich über den ganzen Lebenszyklus der verschiedenen Antriebskonzepte wäre sehr hilfreich!!!
    • Der Brummer 28.09.2015 13:08
      Highlight Highlight Werter Genosse, da treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Bei der ganzen Diskussion um die E-Zukunft geht manchmal vergessen, dass der Strom ja auch irgendwo herkommt. Wenn die Schweiz bereits jetzt einen Engpass hat und kaum den aktuellen Stromverbrauch abzudecken vermag, frage ich mich, wie das in der Zukunft zustande gebracht werden soll. Bereits jetzt wird Atomstrom aus Frankreich importiert, der ja von den gleichen Leuten bekämpft wird, die auch für die E-Autos plädieren. Ich hoffe, dass man nach dem VW-Skandal nicht unbedacht in die nächste Ära rauscht - mit unbekannten Folgen.
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