Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR INITIATIVE EINHEITSKASSE STELLEN WIR IHNEN HEUTE DIESES NEUE BILDMATERIAL BERATUNG KRANKENKASSE ZUR VERFUEGUNG --- Un employe de la CSS lit un document dans une lounge et devant le logo de la CSS au siege romandie de l' assurance maladie CSS, Chretienne Sociale Suisse, ce vendredi 12 septembre 2014 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

In der Lounge des Krankenversicherers CSS: Das Unternehmen und der Bund sind sich nicht einig über eine Finanztransaktion innerhalb des Konzerns. Bild: KEYSTONE

Quersubvention oder nicht: Der Bund pfeift Krankenkasse CSS zurück

Mit 80 Millionen wollte die CSS die Solvenz drei ihrer Grundversicherer unterstützen. Da das Geld aber vom Geschäft mit Zustatzversicherungen stammt, haben die Behörden die Versicherung zurückgepfiffen. Grundversorger müssen selbsttragend sein. 

Roman Seiler / Aargauer Zeitung



Ein Artikel der

Die Luzerner CSS hat das Eigenkapital von drei ihrer vier Grundversicherungsanbieter verstärkt. Sie schoss 80 Millionen Franken in die Arcosana, die CSS und die Sanagate ein. Dies gab der Krankenversicherungskonzern gestern bekannt. 

Die 80 Millionen Franken stammen aus der Holdinggesellschaft. Hier werden in der Regel Gewinne aus dem privaten Zusatzversicherungsgeschäft parkiert. Deshalb ist dieser Zustupf eine Quersubventionierung des obligatorischen Geschäfts mit Mitteln aus des privaten gewinnorientierten Versicherungszweigs.

Auf Anfrage der «Nordwestschweiz» gab das für die Aufsicht über die Krankenversicherer zuständige Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt, dass es die CSS gestoppt hat.

Gemäss Krankenversicherungsgesetz müsse die Grundversicherung selbsttragend sein, sagt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder: «Das BAG lässt aus diesem Grund keine Einschüsse zu.» Die drei Grundversicherungsanbieter müssen die Einschüsse bis am 30. April rückgängig machen.

Die CSS habe diesbezüglich ein anderes Verständnis als das BAG, sagt CSS-Sprecherin Ute Dehn: «Wir wehren uns entschieden dagegen, dass diese einmaligen Beiträge eine Quersubvention sind.» Die Finanzierung aus den freien Mitteln der Holding diene der Stärkung und Solvenz des Eigenkapitals. Alle drei Grundversicherer, die CSS Krankenversicherung AG, die Arcosana AG und die Sanagate AG, erfüllen gemäss Dehn die Solvenzvorschriften voll und ganz und sind somit finanziell selbstragend.

Das Geschäft mit der obligatorischen Grundversicherung der CSS erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 25,9 Millionen Franken. Darin inbegriffen ist der Zustupf aus der Holding. 58,7 Millionen flossen in die CSS, 12,8 Millionen in die Arcosana und 8,5 Millionen Franken in die Sanagate. Mit diesen Beträgen sollte die sogenannte Solvenzquote mit einem Sicherheitspuffer verstärkt werden. (trs)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mehr als 1,7 Milliarden: So viel geben Krankenkassen für ihre Verwaltung aus

Bis zu zehn Millionen Franken investieren Krankenkassen allein in Werbung und Provisionen. Die Effizienz der 22 Kassen variiert jedoch stark – und die Differenz bei den grössten zehn Versicherern ist nur schwer zu rechtfertigen.

Der Druck auf die Gesundheitsbranche steigt und steigt. In der Kritik stehen vor allem Ärzte, Spitäler und Pflege. Dabei unterscheiden sich auch die Krankenkassen in ihrer Effizienz. Zwar geben sie am meisten für Prämien aus. Wegen dieses Kostenblocks gibt es wenig Spielraum.

Was jedoch von den Krankenkassen als Verwaltungsaufwand abgebucht wird, variiert stark. Denn darunter fallen nebst Personalkosten auch die Ausgaben für Werbung und Provisionen. Der Verwaltungsaufwand machte gemäss …

Artikel lesen
Link zum Artikel