DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das grosse Warten auf Chinas Hiobsbotschaft lässt den Kryptokurs absacken



Es weht ein steifer Wind durch den Kryptomarkt. Alleine in den letzten 24 Stunden verlor die Marktkapitalisierung 15 Milliarden Dollar – oder rund 10 Prozent. Grund dafür sind sich immer weiter erhärtende Gerüchte aus China

Bild

In den letzten 24 Stunden verliessen 15 Milliarden den Kryptomarkt. bild: coinmarketcap.com

Nach dem Verbot von ICOs (einer beliebten Crowdfunding-Methode) in China mehren sich die Vorboten, dass auch den Kryptobörsen der Stecker gezogen werden soll. Damit wäre der Tausch gegen die einheimische Währung nicht mehr möglich. Chinas gigantischen Mining-Farmen würde der Boden unter den Füssen weggezogen.

Als erstes meldete dies das chinesische Handelsblatt Caixin vor ein paar Tagen und berief sich dabei auf Informationen eines ungenannten «Insiders». Danach doppelten das Wall Street Journal und Bloomberg nach.

Während diese alteingesessenen Medienerzeugnisse bei Kryptofans keinen guten Ruf geniessen, schlug ausgerechnet ein Mann aus den eigenen Reihen den letzten Nagel in den Sarg: Charlie Lee. Der Erfinder des Litecoins tweetete, er habe Insiderinformationen, dass Krypto-Tauschbörsen in China verboten würden. Brisant: Charlies Bruder Bobby ist Mitgründer und CEO von BTCC. BTCC ist in Shanghai stationiert und gehört zu den grössten Kryptotauschbörsen der Welt.

Nach Lees Tweet brach der Kurs innerhalb weniger Minuten massiv ein. Zwar löschte der Kryptopionier seine brisante Kurznachricht später, der Schaden war aber schon angerichtet. Follower werfen ihm nun vor, den Markt zu seinen Gunsten beeinflusst zu haben. Er habe nur sein Insiderwissen weitergeben wollen, lautet seine Verteidigung.

Offizielle chinesische Kreise schweigen sich derweil weiter darüber aus, ob Kryptobörsen im Reich der Mitte verboten werden oder nicht. 

Gleichzeitig wetterte JP-Morgan-Chef James Dimon an einer Investorenkonferenz in New York gegen Bitcoin. Bitcoin sei ein «Betrug». Der jüngste Anstieg der Digitalwährung sei schlimmer als die Tulpenzwiebelblase im 17. Jahrhundert.

Dimons Aussagen sind mit Vorsicht zu geniessen. JP Morgan ist selbst Teil der Enterprise Ethereum Alliance (EEA), ein Club von Fortune-500-Firmen, der mit Bitcoins stärkstem Gegenspieler Ether verbandelt ist. Ausserdem fürchtet JP Morgan, dass immer mehr Investoren in den Kryptomarkt abwandern. Das Verbreiten von Angstnachrichten nennt sich im Jargon FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) – und es erfreut sich im äusserst labilen Kryptomarkt grosser Beliebtheit.

FILE - In this Wednesday, June 13, 2014, file photo, JPMorgan Chase CEO Jamie Dimon testifies on Capitol Hill in Washington. Dimon has throat cancer that will require radiation and chemotherapy treatment during the Summer of 2014.. Dimon disclosed his condition in a message late Tuesday, July 1, 2014, to the New York company's employees and shareholders. He will remain JPMorgan Chase's CEO and continue to run one of the world's largest banks while he battles the cancer. (AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Jamie Dimon mag keine Bitcoins. Er bezeichnete sie in New York als «Betrug». Bild: AP/AP

Dies alles hat dazu beigetragen, dass Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen massive Kursverluste einstecken mussten. Daran ändert auch die gute Nachricht nichts, dass das Raiden-Netzwerk für Ethereum weitere Fortschritte erzielt. Mit Raiden würde die Transaktionsgeschwindigkeit von Ether massiv beschleunigt und auch verbilligt. Es gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Kryptowährung.

Der wilde Ritt der Kryptowährungen geht weiter. Spekulanten und Investoren müssen sich an den hohen Wellengang gewöhnen.

Too many meetings! Diesen 7 Typen begegnest du in jedem Büro

Video: watson

Diesen Luxus-Camper tauschst du für kein Zelt der Welt ein!

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

«Die erste Umarmung» ist Weltpressefoto des Jahres

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bitcoin und der Energieverbrauch: 13 Fragen und Antworten, die du kennen musst

Der Stromverbrauch von Bitcoin hängt von der dafür verwendeten Hardware ab. Neuere Mining-Hardware verbraucht im Verhältnis zur erbrachten Mining-Leistung (sogenannte Hash-Power) weniger Strom als alte. Gemessen werden kann aber nur die vom ganzen System erbrachte Mining-Leistung. Diese beträgt aktuell 154,0 EH/s (154 Trillionen Hashes pro Sekunde).

Ob Leila im Sudan noch mit einem Antminer S1 der ersten Generation (90 GH/s pro 100 W) nach Bitcoins schürft oder mit einem neueren S19 (3140 GH/s …

Artikel lesen
Link zum Artikel