Wirtschaft
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Adria Airways konkurs – keine Flüge mehr zwischen Zürich und Lugano



Die Fluggesellschaft Adria Airways stellt vorübergehend ihren Flugbetrieb ein - offenbar ist der Airline das Geld ausgegangen. (Archivbild)

Die Fluggesellschaft Adria Airways bleibt in Zukunft am Boden. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Zwischen Zürich und Lugano gehen künftig keine Flüge mehr. Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways hat am Montag Konkurs eingereicht. Der Flugbetrieb wird nicht mehr aufgenommen.

Das Unternehmen sei zahlungsunfähig, der Flugbetrieb sei eingestellt, teilte Adria Airways mit. Aufgrund des Groundings des Codeshare-Partners werden auch alle Swiss-Flüge von und nach Lugano annulliert, erklärte die Schweizer Airline.

Seit Montagabend am Boden

Adria Airways ist seit dem vergangenen Montagabend am Boden. Zunächst war der Flugstopp nur bis zum Mittwoch angekündigt. Dann hatt es geheissen, dass am Samstag die Flüge wieder aufgenommen würden, bevor sie dann für das gesamte Wochenende abgesagt wurden.

Die slowenische Zivilluftfahrtbehörde CAA hatte Adria Airways nach einer Anhörung am Mittwoch eine Woche Zeit gegeben, um ihre finanziellen Angelegenheiten zu ordnen. Andernfalls drohe der Entzug der Lizenz, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Bitte per Zug

Von den Flugstreichungen sind rund 10'000 Passagiere betroffen, erklärte die Swiss. Sie empfiehlt Reisenden von und nach Lugano, den Zug zu nehmen. Die Flugtickets können in Zürich und Lugano gegen Gutscheine für die Zugreise eingetauscht werden. Alternativ werde der Preis via «swiss.com» erstattet. Man bedauere die Unannehmlichkeiten für die Fluggäste.

Falls alternative Verbindungen über Mailand bestünden, biete die Swiss auch kostenlose Umbuchungen über diesen Flughafen an. Sollten Kunden ihre Reise nicht antreten wollen, werden man die Ticketkosten erstatten.

Mit einem Flugbetrieb der Swiss zwischen Zürich und Lugano ist künftig nicht zu rechnen. Nach der Insolvenz von Adria Airways lege die Airline nun den Fokus auf eine gleichwertige Verbindung mit dem Zug, zumal die Eröffnung des Ceneri-Tunnels im nächsten Jahr anstehe. Swiss werde dafür ihren Austausch mit den SBB intensivieren.

Swiss-CEO Thomas Klühr hatte bereits im August die Linienflüge zwischen Zürich und Lugano auf den Prüfstand gestellt. Wenn die Bahn durch eine schnelle Verbindung eine Alternative zum Inlandflug werden sollte, dann schaue sich die Swiss das «zu gegebener Zeit an», sagte Klühr in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Im Besitz einer Finanzgruppe

Adria Airways ist eine vergleichsweise kleine Fluggesellschaft mit rund 500 Mitarbeitern. Sie hat nach eigenen Angaben 20 Flugzeuge in der Flotte. Die 1961 gegründete Airline ist seit 2004 Mitglied der Star Alliance, zu der auch die Lufthansa und die Swiss gehören.

2016 wurde sie privatisiert und von der deutschen Finanzgruppe 4 K Invest erworben. Seitdem verkaufte sie alle ihre Flugzeuge und leaste sie zurück. Laut STA soll das Unternehmen dennoch Schulden in Höhe von 60 Millionen Euro haben.

Im Oktober 2018 hatte Swiss die Flüge von Zürich nach Lugano von Austrian Airlines auf Adria Airways übertragen. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • patnuk 01.10.2019 07:38
    Highlight Highlight Viel Glück für die Zukunft für die Angestellten vom Flughafen Lugano, harter Schlag für das Tessin. Keine gute Nachricht für den Tourismus im Tessin.
  • Swen Goldpreis 01.10.2019 00:40
    Highlight Highlight Auch wenn viele hier den Umweltschutz anführen, darf man nicht vergessen, dass ein Ende der Route tendenziell eher zu mehr Flugemissionen führen wird. Wieso?

    Natürlich könnten die Tessiner einen Direktflug ab Mailand nach Thailand (Nur von Lugano nach Zürich ist sowieso niemand geflogen) nehmen. Aber wer einmal einen Flug gebucht hat, der weiss: Direktflüge sind immer massiv teurer.

    Denn realistischerweise wird nun die Strecke Lugano-Zürich-Thailand ersetzt mit Lugano-Mailand mit dem Zug und dann Mailand - Zürich - Thailand mit dem Flugzeug. Oder noch schlimmer: Mailand - London -Thailand.
  • Swen Goldpreis 01.10.2019 00:17
    Highlight Highlight Das war auch eine ziemlich schäbige Airline. Ich bin im Frühling mit denen von Ljubljana nach Zürich geflogen. Der Flieger war über 20 Jahre alt und ziemlich ungemütlich. Die Entschädigung, die mir wegen der massiven Verspätung zusteht, habe ich nie bekommen und werde ich wohl auch nicht mehr. Gut, dass es die nicht mehr gibt.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 30.09.2019 19:59
    Highlight Highlight "Seitdem verkaufte sie alle ihre Flugzeuge und leaste sie zurück." genau wie damals bei Air Berlin
  • J.akob 30.09.2019 19:37
    Highlight Highlight Dieser Inlandflug war sowiso mega unnötig! Gut, dass die Swiss hier künftig auf den Zug setzt.
  • Goldjunge Krater 30.09.2019 19:25
    Highlight Highlight Schade, ich bin oft nach Lugano geflogen. Vorher hatte das Austrian Airlines für die Swiss übernommen, ich hoffe das kommt bald wieder!
  • Der Rückbauer 30.09.2019 19:04
    Highlight Highlight Gute Nachricht, made my day - Prost!
  • Hugobert 30.09.2019 19:02
    Highlight Highlight Oh nein, keine Flüge mehr zwischen Zürich und Lugano...völlig keine Ahnung wie man jetzt noch ins Tessin kommen soll.
  • Fastadi 30.09.2019 18:38
    Highlight Highlight Sehr gut, macht absolut keinen Sinn von Zürich nach Lugano (oder umgekehrt) per Flugzeug zu reisen!
  • dä seppetoni 30.09.2019 17:59
    Highlight Highlight "Die Flugtickets können in Zürich und Lugano gegen Gutscheine für die Zugreise eingetauscht werden. "

    Endlich! Praise the lord! 🥳

    Neue Angebote für solche Strecken sollten keine Konzession mehr kriegen.
  • Sharkdiver 30.09.2019 17:43
    Highlight Highlight Völlig ok. Die SBB benötigt auch nur knapp über zweieinhalb stunden. Ein Flug auf diese kurze Distanz ist hirnrissig.
  • flausch 30.09.2019 17:32
    Highlight Highlight "2016 wurde sie privatisiert und von der deutschen Finanzgruppe 4 K Invest erworben. Seitdem verkaufte sie alle ihre Flugzeuge und leaste sie zurück. Laut STA soll das Unternehmen dennoch Schulden in Höhe von 60 Millionen Euro haben."

    Na dann ist ja alles klar...
    Ich denke mal 4K Invest hat es kein bisschen geschadet.
  • burton85 30.09.2019 17:25
    Highlight Highlight Ich versuche noch zu verstehen, weshalb man von Zürich nach Lugano fliegen sollte🧐
  • Magnum 30.09.2019 17:19
    Highlight Highlight Gut, wenn die Wirtschaft die obszönsten Auswüchse unserer konsum- und mobilitätsgetriebenen Gesellschaft von selbst korrigiert.
  • romst 30.09.2019 17:15
    Highlight Highlight Greta wirds freuen
  • mukeleven 30.09.2019 17:12
    Highlight Highlight schade, dass war einer der schönsten kurzflüge von zrh-agno.
  • nimmersatt 30.09.2019 17:09
    Highlight Highlight das ist doch mal konkreter Umweltschutz
  • Etniesoph 30.09.2019 17:06
    Highlight Highlight Nicht schlimm. Aber schade für die Angestaellten.
  • eigiman 30.09.2019 17:03
    Highlight Highlight Die Swiss empfiehlt Reisenden den Zug zu nehmen. Weise. :-P

    Solche Flüge finde ich so oder so fragwürdig. Und kommt mir jetzt nicht mit Anschlussflügen, Hub Zürich und so. Das ist auch mit dem Zug möglich.
  • c_meier 30.09.2019 17:01
    Highlight Highlight uh, mit denen war ich 2016 ein paar Mal unterwegs, hat mir einen sehr guten Eindruck gemacht (Firma besteht seit 1961).

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