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Ein Airbus 340-300 von Edelweiss Air ueberfliegt nach dem Start den Flughafen Zuerich, am Dienstag, den 14. November 2017, in Kloten. (KEYSTONE/Christian Merz)

Ein A340 der Edelweiss Air ist bald auf dem Weg in die Arktis.  Bild: KEYSTONE

Edelweiss fliegt 16-stündigen Rundflug in die Arktis – jetzt laufen Klimaschützer Sturm

Für eine deutsche Firma fliegt die Schweizer Ferien-Airline einen Sonderflug zum Nordpol, damit sich die Passagiere den Hotspot der Klimaerwärmung anschauen können. Der umstrittene Arktis-Flug erhitzt die Gemüter. 

benjamin weinmann / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Buenos Aires, Dubrovnik oder La Palma – so lauten normalerweise die warmen Destinationen der Lufthansa-Tochter Edelweiss. Doch am 10. Mai 2019 fliegt eine A340-Maschine der Ferien-Airline in den Norden. Weit, weit in den Norden. Edelweiss führt einen Flug zum nördlichsten Punkt der Erde durch. Es lockt der Blick auf schneebedeckte Berge, Treibeis und Fjorde sowie die kürzeste mögliche Weltumrundung am Polpunkt, bei der alle 360 Längengrade der Erde innerhalb weniger Minuten durchflogen werden.

Hinter dem Angebot steht die deutsche Firma Air Event, die neu mit der Schweizer Airline zusammenspannt und dies in einer Medienmitteilung bewirbt: «Mit Edelweiss Air von Zürich zum Nordpol». Sie bietet Tickets ab 499 Euro an. Gemäss Programmbeschrieb startet der Edelweiss-Airbus A340 von Zürich aus zu einem 16-stündigen Sonderflug über die Arktis und den Nordpol zu einer Jahreszeit, in der die Mitternachtssonne herrscht. Für eine «themengerechte Unterhaltung und Vermittlung von Hintergrundinformationen» würden Polarforscher und Wissenschafter den Flug begleiten.

nordpol

Ein Flugzeug überfliegt den Nordpol. Bild: wikimedia

Es sind zwei Sinnbilder der Klimaerwärmung, die bei diesem Angebot zusammenkommen: Einerseits die schmelzenden Eisberge, andererseits das kerosinfressende, CO2-ausstossende Flugzeug. Diese symbolische Kollision kommt nicht überall gut an. Florian Brunner, Projektleiter Fossile Energien und Klima bei der Schweizerischen Energie-Stiftung, bezeichnet das Angebot als unnötig. «Es widerspricht der aktuell herrschenden Debatte rund um die Umweltschäden, welche die boomende Aviatikbranche verursacht.» Ändert sich daran nichts, selbst wenn die Passagiere auf diese Negativfolgen während des Fluges von den Experten hingewiesen werden? «Dann ist der Flug erst recht widersprüchlich», sagt der Klimaexperte der gemeinnützigen Organisation.

Edelweiss distanziert sich

Ähnlich tönt es bei Greenpeace Schweiz. «Dieses Angebot zielt definitiv in die falsche Richtung, es ist ein NoGo», sagt Georg Klingler, Leiter Klima bei der Umweltorganisation. Es handle sich zwar um ein kleines Nischenangebot, sei aber symptomatisch für die rasant wachsende Airline-Industrie. Schliesslich würden Schweizer doppelt so viel fliegen wie Menschen in den benachbarten Ländern. Statt solcher Angebote seien von den Airlines viel eher Lösungen für einen effizienteren Kerosineinsatz gefragt. Und wer den Gletscherschwund aus nächster Nähe betrachten wolle, könne dies problemlos in der Schweiz tun. Greenpeace biete zudem bei Veranstaltungen und Strassenständen ein Virtual-Reality-Erlebnis an.

Vom Ende der Ewigkeit – eine Reise durch bedrohte Polarwelten

«Damit zeigen wir filmisch den Arktisschwund aus nächster Nähe.» In der Medienmitteilung betont «Air Event» den neuen Partner stark: «Die Crew der Edelweiss Air sorgt in der gewohnt hohen Qualität der Schweizer Airline mit einem eigens für diesen Sonderflug zusammengestellten Menü natürlich auch für das leibliche Wohl der Gäste an Bord.» Doch die Schweizer Fluggesellschaft distanziert sich nun so weit als möglich vom Angebot: Man sei nicht die Initiantin des Fluges, sagt ein Sprecher. Die kommerzielle Verantwortung, die Auswahl der Flugroute und die Vermarktung des Fluges würden zu 100 Prozent bei «Air Event» liegen, mit der man einen Vollcharter-Vertrag abgeschlossen habe.

Passagiere werden zu «Botschaftern der Arktis»

Ein Sprecher von «Air Event» sagt, dass man diesen Flug bereits seit zehn Jahren anbiete, maximal einmal pro Jahr. Da der bisherige Partner Air Berlin jedoch pleite ging, benötigte die Firma einen neuen Partner und wurde bei Edelweiss fündig. Von der Kritik der Umweltschutz-Organisation zeigt sich der Sprecher enttäuscht. Der Flug ziele in dieselbe Richtung wie die Arbeit der Umweltschützer.

Modeschau einer Edelweiss-Crew mit neuen Uniformen bei der Taufe eines A340, dem juengsten Flottenzuwachs der Edelweiss Air, auf den Namen

Ein langer Einsatz für die Edelweiss-Crew.  Bild: KEYSTONE

Er schaffe Bewusstsein über die Treibhauseffekte mithilfe eines populärwissenschaftlichen Bordprogramms: «Die Erderwärmung und die Effekte in der Arktis werden offen angesprochen und detailliert erklärt.» Den Teilnehmern vermittle man ein klares Verständnis für die Verletzlichkeit der Erde und sie würden symbolisch zu «Botschaftern der Arktis» ernannt, die ihr neu erlangtes Wissen über die Erde verbreiten sollen. Ausserdem würden die CO2-Emission über die Organisation Myclimate kompensiert. Wie viele Tickets bereits verkauft wurden, gibt die Firma nicht bekannt. Man stellte aber ein «durchaus angemessenes Interesse» fest.

Aletschgletscher schmilzt nach Hitzesommer - Experten warnen

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Video: srf

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59
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 04.11.2018 10:22
    Highlight Highlight Hau-den-Lukas. Endlich haben wir den Carbon-footprint-Obersünder erwischt und können uns mit ruhigem Gewissen ein Formel-1 Rennen anschauen und unsere Ferienreise nach Bali planen.
  • Der Tom 04.11.2018 00:13
    Highlight Highlight Klima kaputt machen ist offiziell erlaubt und wird von allen Regierungen aktiv gefördert.
  • Carl Gustav 03.11.2018 22:38
    Highlight Highlight Sinnlose Polemik...
    Denn egal ob du Flitterwochen auf den Seychellen machst,einfach nur New York sehen willst oder 16 Stunden über das Polarmeer fliegst.
    Ein Anderer stört sich immer daran. Nur um selber 2 Wochen später zu sagen, dass der Zug halt schon viel zu teuer wäre für 2 Tage in Rom zu verbringen.
  • Supermonkey 03.11.2018 22:01
    Highlight Highlight Anstatt mit der alten spritfressenden und lauten A340 könnte man ja mit einer neuen A350, A320neo oder B737max fliegen. Wäre viel umweltschonender.
    • Laborchef Dr. Klenk 03.11.2018 22:57
      Highlight Highlight Die A340-300 ist eines der effizientesten Flugzeuge überhaupt, dank kleinen CFM56 Triebwerk (gleich der B737 oder A320) und einem Steigratenberechnungssystem, das wohl das sparsamste ist.

      Die 343 ist zwar alt, aber noch lange nicht schlecht, obwohl neuere Triebwerkmodelle höhere Bypass-Ratios haben.
    • Juliet Bravo 03.11.2018 23:28
      Highlight Highlight CSeries aka A220 wär das gescheiteste.
    • Demo78 04.11.2018 01:26
      Highlight Highlight Naja 16h Stunden sind für eine A320 Neo und 737 max doch ein bisschen over Limit. Alternativ zum A 350 gäbs aber die Boeing 787 Dreamliner, haben auch beide genug Platz da Widebodies.
      CH Airlines haben jedoch so lala moderne Widebodie Typen, eigentlich nur die 777-300
    Weitere Antworten anzeigen
  • paco95 03.11.2018 20:09
    Highlight Highlight Sie sollten lieber mehr Flüge in ihre beste Destination anbieten: La Habana
    • Hierundjetzt 04.11.2018 11:42
      Highlight Highlight Klar. Eine Diktatur als "beste Destination" zu preisen, kann auch nur einem reichen Bünzli-Schweizer (pardon l'expression) in den Sinn kommen. Ehrlich gesagt empfinde ich Dein Statement als daneben.
    • paco95 04.11.2018 16:14
      Highlight Highlight Schade dass du so über Kuba denkst. Kann dir nur empfehlen selbst dahinzufliegen und dir ein Bild zu machen von dieser bösen Diktatur..Du wirst es nicht bereuen
  • Biotop 03.11.2018 19:59
    Highlight Highlight "Jetzt laufen Klimaschützer Sturm"?
    Stürme haben wir doch schon zur Genüge. Mit einem Sturmlauf wird der Klimawandel wohl kaum beruhigt, geschweige denn geschützt.
  • Spiessvogel 03.11.2018 18:13
    Highlight Highlight Super. Wieder eine Geschenkidee für satte, gelangweilte reiche europäische RentnerInnen. Edelweiß ermöglicht es Ihnen, an ihrem Lebensabend auch noch um den Nordpol zu kreisen. Mit dem Segen der Wissenschaft nehmen sie teil an der Zerstörung des verletzlichen Biotops Arktis. Die gleichen Wissenschaftler und Weltenbummler werden nach seiner Zerstörung lamentieren, man habe es ja immer gesagt, dass das Raumschiff Erde so kollabieren muss ... und mit dem Segen der gleichen Wissenschaft weiterziehen in die Antarktis. Irrsinn des Alters; Alzheimer und Autismus des grenzenlosen Kapitalismus.
    • Garp 03.11.2018 19:47
      Highlight Highlight Ich kenne viel mehr junge Menschen, die ständig rumfliegen, als Alte. Zähl ich die Flugkilometer von den alten Menschen in meinem Umfeld zusammen und das der Jüngeren, dann schbeiden die Alten deutlich besser ab, weil das Fliegen in ihren jüngeren Jahren einfach zu teuer war. Das ist natürlich nicht repräsentativ. Hast Du Belege, welche Altersgruppe diese Flüge bucht?
  • MSpeaker 03.11.2018 18:02
    Highlight Highlight Naja auch wenn es arg unlogisch klingt, könnte es helfen. Wenn dadurch einige Personen grössere Beträge in den Umweltschutz investieren, dann hat es definitiv geholfen. Ist ja nicht so, dass der Flug schlimmer wäre als andere Flüge. Wenn man einmal als Urlaubsziel den Nordpol anstelle von der Karibik hat, dann dchaded man der Umwelt ca. gleich, hilft ihr danach aber vielleicht.

    Paradox ist es natürlich trotzdem, aber ich finde es nichts schlechtes.
    • Silent_Revolution 03.11.2018 19:09
      Highlight Highlight Man wird mit Geld nie ökologische Probleme nachhaltig lösen können.

      Du kannst dir für zig Millarden Schutzzonen kaufen wie du willst. Solange wir weltweit wachstumsbasiert weiterwirtschaften, werden auch diese irgendwann eingefordert.

      Ein grundsätzlicher Systemwechsel ist der einzige Weg.

      Geldspenden innerhalb dieses Systems dienen einzig und allein der Besänftigung des schlechten Gewissens und kommen zumeist von ausschweifend lebenden Individuen.

      Geld kann nichts verändern. Aber wir sollten uns grundlegend verändern wenn wir die Lebensgrundlagen langfristig erhalten wollen.
    • MSpeaker 03.11.2018 21:26
      Highlight Highlight @ Silent_Revolution: Das stimmt so aus meiner Sicht nicht wirklich. Es hilft der Umwelt schon, wenn Geld in Projekte für die Nachhaltigkeit investiert wird. Es gibt dutzende Projekte, die nachweislich dem Umweltschutz helfen. Schlussendlich ist es sogar fast ausschliesslich Geld, das die ökologie bestimmt. Der ganze Regenwald wird hauptsächlich wegen dem gewünscht günstigem Konsum der 1. Welt abgeholz und gerodet.
    • Silent_Revolution 03.11.2018 22:01
      Highlight Highlight Dann haben wir eben eine etwas andere Sicht auf die Dinge, ist doch ok.

      "Der ganze Regenwald wird hauptsächlich wegen dem gewünscht günstigem Konsum der 1. Welt abgeholzt und gerodet."

      Richtig und genau dieser Konsum nimmt stetig zu, genau wie die Anzahl der Menschen die am Wohlstand teilhaben werden. Stetiges Wachstum; genau das strebt unsere Gesellschaft primär an.

      Man kann schon kurzfristig mit Geld Schutzzonen errichten und unterhalten. Spätestens wenn sich die Ressourcen dem Ende neigen und das werden sie bei stetem Wachstum zwangsläufig; wird man diese auch wieder auflösen müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nick Name 03.11.2018 17:49
    Highlight Highlight Möglicherweise sehen die Edelweissler tatsächlich nicht, wie tief sie sich in die eigene Tasche lügen: Wäre es ihnen wirklich ernst mit Umweltschutz – dann würden sie die Ticketpreise dermassen in die Höhe treiben, dass immer weniger Leute fliegen würden, bis sich die Fluggesellschaft selbst abschaffen könnte.
    Alles andere ist pure Augenwischerei, bei andern und vor allem bei sich selbst.
    • weachauimmo 03.11.2018 18:35
      Highlight Highlight Ja, genau. Ein Unternehmen erhöht die Preise für einen höheren Zweck, aus eigenem Antrieb, trotz reihenweise Konkurrenz, die sich dann ins Fäustchen lachen und die Passagiere dankend übernehmen.

      Denke, auch Herr Molina würde dann nicht Edelweiss fliegen, sondern einen günstigen Anbieter bevorzugen.

      Haben Sie auch schon in der freien Marktwirtschaft gearbeitet oder sind Sie Staatsangestellter oder noch im Studium?
  • ARoq 03.11.2018 17:48
    Highlight Highlight Noch ein paar Ausreden für die Edelweiss PR-Abteilung:
    - "Wir verlieren Arbeitsplätze, wenn wir nicht Fliegen"
    - "Wenn wir nicht Fliegen, macht's ein anderer"

    (Inspired by RUAG)
    • weachauimmo 03.11.2018 18:36
      Highlight Highlight Ist es denn nicht die Wahrheit?
    • Josief Selman 03.11.2018 21:17
      Highlight Highlight DANKE!
    • querdenker_ 03.11.2018 21:45
      Highlight Highlight made my day
  • no-Name 03.11.2018 17:48
    Highlight Highlight Also wenn mann für 500 Stutz einen Flug macht dessen Resultat es ist jeden weitere Flug in Frage zu stellen finde ich das 10000000000 mal besser als 10x im Jahr für 50 Stutz Zürich-London zum shoppen zu fliegen.
    • Ichiban 03.11.2018 18:35
      Highlight Highlight 500.— für einen 16 stunden flug kommt aber sehr nahe an die 50 franken für 1.5 h nach london
    • no-Name 03.11.2018 19:55
      Highlight Highlight Du hast den Gedanken hinter meiner Überlegung voll erfasst! 🤦🏽‍♂️
    • Pafeld 03.11.2018 21:51
      Highlight Highlight 10 Kurzstreckenflüge à 1,5 Stunden sind um ein vielfaches schlimmer als ein Lanstreckenflug à 15 Stunden. Der mit Abstand grösste Verbrauch ist während der Take off und der Steigphase.

      Wobei der A340 mit seinen vier Triebwerken jetzt auch nicht soooo der Überflieger unter den Langstreckenjets darstellt, was Verbrauch anbelangt. Das Edelweiss damit diese Sonderflüge anbietet, überrascht nicht. Schliesslich kann der Typ auf kommerziellen Flugstrecken mit B777, B787, A330, A350 und A380 auf der Langstrecke kaum noch mithalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • xHascox 03.11.2018 17:19
    Highlight Highlight Ausserdem würden die CO2-Emission über die Organisation Myclimate kompensiert.

    Aufgrunddessen sehe ich kein Grund für Kritik. Die verursachte Klimaerwärmung wird kompensiert.
    • Froggr 03.11.2018 17:21
      Highlight Highlight Der verursachte CO2-Ausstoss*
    • Mutzli 03.11.2018 17:28
      Highlight Highlight Wie sehr sich verursachte Emissionen mit dieser Art von modernem Ablasshandel effektiv kompensieren lassen ist, gelinde gesagt, umstritten. D.h. ist jetzt nicht gerade ein tolles Argument für die Unschädlichkeit bzw. relativen Nutzen dieser Veranstaltung.
    • Rabauke 03.11.2018 17:31
      Highlight Highlight Ja weil man das ja auch immer komplett kompensieren kann. Bilde dir das nur weiter ein das dies so einfach für immer weiter funktioniert!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 03.11.2018 17:05
    Highlight Highlight Die tun was wir alle tun. Fossile Brennstoffe zum Spass vergeuden. Wir könnten, wenn wir wollten, sehr rasch diesem Trend ein Ende setzen. Aber wir wollen dass der andere beginnt und argumentieren dass die USA und die Chinesen die schlimmsten sind. Also, fahrt Ski und bewandert Gletscher solange ihr noch könnt.
    • weachauimmo 03.11.2018 18:39
      Highlight Highlight Bislang hatte ich das eben auch immer geglaubt, aber fragen Sie Herrn Molina. Leider können wir das gar nicht.
  • COLD AS ICE 03.11.2018 16:59
    Highlight Highlight al gore und auch leonardo dicaprio fliegen mit dem privatjet um die welt um vorträge über den klimawandel zu halten. sie verdienen dabei millionen.....kranke welt
    • Pointer 03.11.2018 21:57
      Highlight Highlight Und leben wohl auch sonst nicht gerade auf kleinem Fuss. Echte Vorbilder handeln anders.
    • Nevermind 04.11.2018 11:09
      Highlight Highlight Andere fliegen um die Welt und verdienen Millionen mit dem Verkauf von Öl. Was wollt ihr eigendlich genau sagen? Wer andere für die Klimaerwärmung sensibilisieren will soll das gefälligst von seiner ungeheizten Höhle aus machen und CO2-neutrale Rauchzeichen verwenden?
    • COLD AS ICE 04.11.2018 12:07
      Highlight Highlight @nevermind. es würde auch per videoübertragung gehen mit solarstrom. al gore ist zudem stark in kritik geraten weil er monatliche stromkosten von mehreren tausend dollars hat....und er braucht keinen strom aus erneuerbaren energien.
  • Eskimo 03.11.2018 16:50
    Highlight Highlight Klar dieser Flug ist nicht nötig. Aber welcher Flug ist denn unbedingt notig?
    • Flughund 03.11.2018 18:52
      Highlight Highlight zum Beispiel ein REGA-Flug
  • Gehirnistonline 03.11.2018 16:37
    Highlight Highlight Das ist etwa so intelligent, wie der eigene Stuhlgang seiner Katze zu verfüttern, um dessen positive Wirkung auf die Fellstruktur der Katze zu beobachten.
  • El Vals del Obrero 03.11.2018 16:36
    Highlight Highlight Etwa so, wie wenn man für die Anreise an ein Naturschutzgebiet eine Autobahn und ein Parkhaus baut. Die Natur profitiere nach dieser Logik davon, da dann mehr Leute das Naturschutzgebiet sehen ...
    • no-Name 03.11.2018 17:52
      Highlight Highlight Die Natur profitiert von dieser Logik davon, dass im besten Fall ein Passagier dieses Fluges danach vielleicht nur noch alle zwei Jahre anstatt zwei mal im Jahr nach Südostasien fliegt... 🤷🏽‍♂️

      Dank den Autoausflügen in die italiänischen Nationalparks mit meinen Eltern vor 30 Jahren, habe ich ein gewisses Bewusstsein für die Natur entwickelt. (Isch aabe gar gein Auto!)
  • IchSageNichts 03.11.2018 16:35
    Highlight Highlight Das sagt einfach viel über die westliche Gesellschaft aus. Totale Wohlstandsverwahrlosung! Wenn das nicht der Anfang vom Ende ist...
  • lost in space 03.11.2018 16:24
    Highlight Highlight Gab es schon mehrere Male, zum Beispiel 2007 mit der LTU:
    Play Icon


    Komisch dass sich erst jetzt alle zu Wort melden
    • walsi 03.11.2018 20:01
      Highlight Highlight Vor 10 Jahre war die Welt auch noch nicht so hysterisch wie heute.
  • What’s Up, Doc? 03.11.2018 16:23
    Highlight Highlight Schon ziemlich heuchlerisch, jedes Jahr fahren zig Hochseedampfer auf Kreuzfahrt in die Arktis und verbrennen 15 Tagelang Schweröl und kompensieren weder Co2 noch sonst was. Aber wehe ein Flugzeug fliegt einmal im Jahr da hoch.
    • Arthur Philip Dent 04.11.2018 02:12
      Highlight Highlight Nun ja, hab nun nur 5 Minuten gegoogelt und da scheint es, dass eine 7-tägige Kreuzfahrt in Bezug auf CO2 ungefähr auf's gleiche rausläuft wie ein solcher 16-Stunden-Flug.
      Das bedeutet für mich in erster Linie, dass beises kompletter ökologischer Humbug ist. (Welch Überraschung.)
      Wenn ich aber unbedingt argumentieren wollte, würd ich sagen, dass man den Schadstoffausstoss ja evtl. auch in ein Verhältnis mit der Zeit setzen müsste. Oder: Bei der Kreuzfahrt würde man sicher mehr Gelegenheit haben, etwas zu erleben und sich zu denken als beim Rundflug.
  • LarsBoom 03.11.2018 16:16
    Highlight Highlight Naja, Edelweiss und Swiss fliegen ja auch mit ihren Flugzeugen nach Slowenien oder Jordanien für die Wartung. Da ist dieses 16 Stunden flügli nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
    • mikel 03.11.2018 17:44
      Highlight Highlight Natürlich ist es nur ein Tropfen. Trotzdem: Veranstalter, Teilnehmer und Edelweiss sollten sich schämen. Dass die Veranstalter dann noch finden, es gehe um Aufklärung, ist schon fast wieder lustig...
    • Gigle 03.11.2018 19:12
      Highlight Highlight Top Argument... Man könnte auch einfach mal irgendwo beginnen anstatt immer nur zu sagen ‚ja, aber das bringt sowieso nichts, weil säb ist noch viel schlimmer‘. Ich kanns nicht mehr hören. Nur weil die beiden Firmen etwas noch umweltschädlicheres machen, müssen sie diese Aktion trotzdem nicht mitmachen.
    • Supermonkey 03.11.2018 20:57
      Highlight Highlight Wie bitte, wohin fliegen die für die Wartung? 🤔
  • Cervelat 03.11.2018 16:04
    Highlight Highlight schon sehr schizophren, das Vorhaben...

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft – denkste!

Du kannst alles erreichen, solange du die nötige Leistung erbringst. Die Chancen sind für alle gleich; das Einzige, was über Erfolg oder Misserfolg bestimmt, ist das Ausmass an Fleiss und Ausdauer, das du zu investieren bereit bist.

So in etwa lässt sich das Grundversprechen unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft zusammenfassen. Und wir dürfen in der Tat froh sein, in einer Gesellschaft zu leben, die nach diesem meritokratischen Ideal strebt, denn die Alternativen sind fundamental …

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