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Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Plastikbecher, Plastikschalen, Plastikdeckel – Abfall ohne Ende. Fluggesellschaften reden ungern über die Müllmenge, die auf Reisen zusammenkommt. Doch Passagiere können einiges tun, um die Umwelt zu entlasten.

05.06.18, 08:01 05.06.18, 17:29

Claus Hecking / spiegel online



Ein Artikel von

Flug Eurowings 7886 von Hamburg nach Rom, der Steward kommt mit dem Trolley. Einen Tomatensaft und ein stilles Wasser, bitte. Drei Minuten später ist alles ausgetrunken. Und übrig bleiben: ein Plastikbecher, ein Plastik-Rührstäbchen, ein Tetra-Pak, ein Plastikstrohhalm, eine Plastikverpackung für den Plastikstrohhalm, eine Papierserviette, ein Pfefferbriefchen und ein Salzbriefchen. Zwei Getränke, schon ist das Klapptischchen voll mit Müll.

Und das ist noch gar nichts. Wenn es Essen im Flugzeug gibt, türmen sich Plastikberge und am Ende eines Langstreckenflugs sieht es in der Maschine bisweilen aus wie auf einer Deponie.

Essen Flugzeug Plastik

Yummi. Oder so. Bild: shutterstock.com

1.43 Kilo Abfall hinterlässt der durchschnittliche Passagier pro Flug, hat die Branchenvereinigung IATA errechnet. Macht bei mehr als vier Milliarden Flugpassagieren hochgerechnet 5.8 Milliarden Kilo Müll pro Jahr. So viel wie 140'000 Boeing 737-Jets wiegen. Und: In den kommenden zehn bis zwanzig Jahren könnte sich der Kabinenmüll nochmals verdoppeln, prognostiziert die IATA.

Plastik überall

«Plastik wird in der Reiseindustrie in Massen eingesetzt», sagt Erik Solheim, Chef des Uno-Umweltprogramms, das auf seinem heutigen Weltumwelttag zum Kampf gegen Plastikmüll aufruft. Aus Plastik sind die Becher, den die Flugbegleiter bei jedem Getränk neu servieren. Ist der Deckel für den Salat und der für den Nachtisch, die Verpackung für das Besteck, oft auch das Besteck selbst, die Kaffeesahne oder der Becher Wasser mit Alu-Deckel. Die Hülle für den Plastik-Einweg-Kopfhörer. Für die Plastik-Zahnbürste, die Zahnpasta, die Ohrstöpsel. Und, und, und.

Für die Airlines ist Plastik das perfekte Material. Erstens ist es leicht – und weniger Gewicht spart Treibstoff. Zweitens erscheint es hygienisch und individuell, jeden Kleinkram separat einzupacken. Drittens erleichert Einweg auch die Arbeit.

Die kleinen Freuden des Flugzeug-Reisens – in 12 Memes

Ist die Maschine am Boden, kommt die Putzkolonne. Und die hat es eilig. Denn der Turnaround muss schnell gehen, die Maschine so bald wie möglich wieder in der Luft sein. Abfalltrennung ist meist nicht vorgesehen – und mancherorts sogar verboten. «Viele Staaten stufen den Kabinenabfall von ankommenden Flugzeugen aus anderen Ländern als Biogefahr ein und verlangen die sofortige Vernichtung», sagt Jon Godson, Abfallexperte der IATA.

Und so werden die Müllmassen kaum recycelt. Mindestens 80 Prozent des gesamten Bordabfalls wanderten direkt auf die Halde oder ins Feuer, sagt Matt Rance, Chef des Londoner Beratungshauses MNH Sustainable Cabin Services, das für Airlines Konzepte zur Abfallvermeidung entwickelt. «Es ist fast so, als würde man eine meterlange Röhre voller Wegwerfprodukte nehmen, sie auf den Kopf stellen, ausleeren und dann sagen: 'So, füllt alles wieder neu auf.' Das ist traurig.»

Viele Fluggesellschaften reden nicht gerne über das Müllproblem. Spiegel Online hat zehn Airlines je sieben Fragen zu ihrem Umgang mit Abfall geschickt. Keine einzige Linie war willens oder in der Lage, zu nennen, wie viel Müll sie produziert.

Fünf Anbieter sahen sich sogar ausserstande, auch nur eine einzige Frage zu beantworten. Die Golf-Carrier Emirates, Etihad und Qatar Airways erklärten unisono, man habe wegen des Fastenmonats Ramadan keine Möglichkeit Auskunft zu erteilen. British Airways reagierte gar nicht. Turkish Airlines schickte statt Antworten eine PR-Mitteilung, die Bordspielzeug für Kinder aus Holz bewarb.

Crystal Cabin Awards 2018: Innovationen in der Flugzeugkabine

Easyjet behauptet in einem kurzen Statement, die Crews trennten den Abfall. United Airlines erklärt, man sammle Plastikbecher und Papierboxen für Snacks zum Recycling ein. Ryanair wirbt für seine Initiative, in fünf Jahren «plastikfrei» zu werden, beantwortet aber auch keine einzige konkrete Fragen.

Das Müllproblem müsste richtig in Angriff genommen werden

Am ausführlichsten äussern sich die Lufthansa-Gruppe und Condor. Europas grösster Luftfahrtkonzern lässt durchblicken, dass auf einem Flug von Frankfurt nach Los Angeles etwa 80 Kilo Plastik-Einwegprodukte an Bord sind. Die Lufthansa-Gruppe habe eine interne Initiative namens «Flygreener» gestartet: mit dem Ziel, das Abfallaufkommen zu reduzieren und mehr zu recyceln. Unter anderem setzt die Kranich-Linie seit 2017 in der Economy verstärkt Mehrweg-Kunststoffgeschirr ein. Ab 2019 soll ein neuer Plastikbecher aus teils recyceltem Kunststoff an Bord kommen.

Auch Condor versucht nach eigener Darstellung, Einweg-Plastikverpackungen zu reduzieren. Man habe in der Economy-Klasse ein neues Mahlzeitenkonzept eingeführt, mit «einer umweltfreundlichere Verpackung mit weniger Plastikkomponenten, bei gleichzeitig grösserer Portion und einem geringeren Gewicht an Bord aufgrund eines optimierten Serviertabletts», wirbt der Ferienflieger. Und in der Business verzichte man komplett auf Plastik zum Wegwerfen. «Hier erhalten Kunden Edelstahlbesteck, Porzellangeschirr sowie Gläser.»

Der geheime Schlafraum im Flieger – wohin verschwinden die Stewards und Stewardessen?

Im grossen Stil spülen wollen die wenigsten Airlines. Zu schwer ist das Geschirr, zu teuer und zu aufwendig die Arbeitsabläufe. Dabei würde es oft auch ökonomisch Sinn ergeben, Mehrweg-Produkte einzusetzen, meint Berater Rance. Er hat für die australische Fluggesellschaft Qantas einen wiederverwendbaren Kopfhörer entwickelt, der nur im Flugzeug funktioniert und vor der Landung wieder eingesammelt wird. Selbst inklusive Reinigung und Wiederaufbereitung sei das auf Dauer preiswerter als die Plastik-Einwegkopfhörer.

Projekte wie diese sind ein Anfang. Die internationale Luftfahrtindustrie insgesamt ist aber noch weit davon entfernt, das Müllproblem ernsthaft in Angriff zu nehmen. Ändern können das am ehesten wir, die Passagiere. Erst wenn viele von uns nicht mehr gedankenlos Einweg an Bord konsumieren und den Plastikwahn in Frage stellen, werden die Airlines umdenken müssen.

Was du tun kannst

Packe selbst ein: Leere Flaschen, Kannen oder Becher kriegen Sie durch die Security. Und ein selbst belegtes Brot aus der Brotbox schmeckt sowieso viel besser als das Pappsandwich aus der Plastikfolie.
Frage die Crew: Können Sie meinen Plastikbecher bitte wiederbefüllen? Haben Sie Gläser? Kann man bei Ihnen den Müll trennen? Was geschieht am Ende damit?
Schreibe den Unternehmen: Warum wird so viel Wegwerf-Plastik eingesetzt? Was für Programme haben Sie zur Abfallvermeidung?
Verzichte: Brauchen Sie wirklich auf Nachtflügen die angebotenen Toilettenbeutel voller in Plastik verpackten Einwegprodukte? Wenn ja, nutzen Sie diese wenigstens mehrmals. Das gleiche gilt für Einweg-Kopfhörer: In der Regel enden diese Geräte nach einem Flug auf der Mülldeponie oder in der Verbrennungsanlage – obwohl sie eigentlich in den Elektroschrott gehören.
Nimm deinen Abfall mit: Die Airlines selbst recyceln kaum. Viele Flughäfen hingegen bieten eine passable Mülltrennung an.

«Ich achte auf die Umwelt – und werde dafür blöd angemacht!»

Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 06.06.2018 09:51
    Highlight die airlines beissen sich da regelmässig die zähne aus. das problem ist ziemlich komplex. so verbraucht man zb wegen chromstahlbesteck wieder mehr treibstoff, was dann die ersparnis wieder vermindert. ausserdem unterstehen abfälle aus flugzeugen dem seuchenschutzgesetz und sind sonderabfall, werden also in versiegelten containern in die verbrennung gekarrt (zumindest in der schweiz). dann kommen noch zollrichtlinien und lebensmittelrichtlinien hinzu u.v.m.
    mit dem zug anstatt dem flugzeug in den urlaub zu fahren wäre deutlich sinnvoller, als hier krampfhaft sparen zu wollen.
    13 0 Melden
  • Charlie Brown 06.06.2018 09:46
    Highlight Man kann natürlich auch mit dem Auto nach Hamburg fahren und darüber diskutieren, warum am einzigen Rotlicht auf der Strecke der Motor für 30 Sekunden nicht abgrstellt wurde...

    Das erinnert an die Plarilsäckli-Diskussion im Einzelhandel.
    6 6 Melden
  • Jascha29 05.06.2018 19:50
    Highlight "Haben Sie Gläser? Kann man bei Ihnen den Müll trennen? Was geschieht am Ende damit?" Und was genau soll das jetzt konkret bringen? Die Crew kann sowieso nichts daran ändern und Gläser aus der Businessclass bringt sie dem Ecopassagier ganz sicher nicht.
    19 3 Melden
    • lilie 06.06.2018 07:47
      Highlight @Jascha: Aber es erzeugt Druck. Wenn Gäste immer wieder solche Fragen stellen, und sich z.B. weigern, etwas vom Trolley zu kaufen, wenn der Müll danach nicht fachgerecht entsorgt oder recyclet wird, muss der Caterer oder die Airline irgendwann reagieren.
      7 6 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 05.06.2018 18:22
    Highlight Ich hatte den Plastikmüll letztens direkt im Essen.
    1 4 Melden
  • Alterssturheit 05.06.2018 15:38
    Highlight Am Sonntag in unserer Badi: 3 Jungs und Mädels eines Kosmetikherstellers verteilten Sonnencrème Müsterli. Gute Idee, fand ich. Leider verteilten sie zusätzlich aufblasbare Wasserbälle aus PLASTIK....
    Keine Std. später flogen in der ganzen Badi Hunderte von diesen Bällen umher. Das Personal durfte abends dann die herrenlosen Bälle einsammeln und entsorgen....Durchdachtes Marketing :-((
    10 9 Melden
    • Factfinder 05.06.2018 18:35
      Highlight Der Kommentar ist (unfreiwillig) lustig.
      Wohl noch nie den Begriff Mikroplastik gehört?
      2 0 Melden
    • lilie 05.06.2018 21:11
      Highlight @Alterssturheit: Leider fängt es schon bei der Sonnencreme an. Diese enthält biologisch nicht abbaubare Kunsstoffe, welche die Umwelt ebenfalls verschmutzen.

      Schatten wäre das umweltschonendere Sonnenschutzmittel - und erst noch gratis.

      https://www.google.ch/amp/s/www.srf.ch/news/article/11256649/amp
      7 10 Melden
  • RAZZORBACK 05.06.2018 13:56
    Highlight .... darum fliege ich nur Business!
    10 10 Melden
  • Fumia Canenero 05.06.2018 13:43
    Highlight Ich fliege immer Hannibal Class und bringe mein eigenes Essen mit...
    10 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 05.06.2018 11:48
    Highlight Klar haben die Airlines echte Gläser und Geschirr. Man muss nur First Class fliegen...
    28 7 Melden
    • mike2s 05.06.2018 15:28
      Highlight Wobei das in der First mehr als über kompensiert wird. Denn in der First ist für jeder Gang für jeden Passagier vorhanden. Das selbst wenn alle acht das Steak nehmen hat es für alle ein Steak. Die die 8 Fische und 8 anderen Menues werden weggeworfen. Und auch die kommen überverpackt in den Flieger und werden dann vom Steward auf dem Porzellan angerichtet.
      17 7 Melden
  • woezzl 05.06.2018 10:49
    Highlight Am einfachsten: 1mal weniger fliegen und somit keinen Abfall und sonstigen Müll produzieren! Wir vielstflieegende Schweizer müssen uns einfach eingestehen, dass wir auch Drecksschleudern sind. Aber hier zu empfehlen den eigenen Abfall nach einem Flug selber zu entsorgen, bringts glaubs nicht so.
    41 4 Melden
  • Sheldon 05.06.2018 10:10
    Highlight Habe 1.5 kg abgenommen. Damit ist meine Umweltbilanz beim nächsten Flug wieder ausgeglichen.
    42 5 Melden
    • What’s Up, Doc? 05.06.2018 12:54
      Highlight Wusste gar nicht das Sheldon auch einmal einen schlechten Tag hat 😂 Für den Flug alleine mag deine Rechnung ja stimmen Cooper, für die Produktion der Produkte und deren Entsorgung aber nicht. 🤔 Zum Apfel gehört immer auch ein Baum 😉
      8 4 Melden
  • Simon Probst 05.06.2018 10:07
    Highlight wenn man mir keine nahrung und getränke in 1.43kg plastik-abfall servieren würde, würde ich auch keine 1.43kg abfall produzieren - nur mal so als kleiner denkanstoss. ich weiss es kostet zuviel, und die boni der manager würden abnehmen, desshalb könnte man dem passagier doch noch eine plastik-im-flugzeug-steuer abknöpfen, das wär doch was!
    11 20 Melden
  • Alterssturheit 05.06.2018 10:00
    Highlight Nochmals ich -:)) ....vor viieelen Jahren (als unsere Airline noch Swissair hiess) und ich als junger Flight Attendant unterwegs war, da gabs z.B. Gläser auch in der Economy und Kaffeetassen. Soweit ich mich erinnere, gabs praktisch kein Plastik, nur die Folie über dem HotMeal.
    Aber eben - damals waren die Leute offenbar bereit, für Dienstleistungen auch angemessen zu bezahlen. Es gab keine Flüge für 50 Stutz und somit auch weniger Emissionen. Soweit ich weiss, leben noch alle, die damals mit 25 Jahren nicht schon die ganze Welt bereist haben und kein Party Weekend in Ibiza kannten.
    72 3 Melden
    • Knety 05.06.2018 12:07
      Highlight Bei einem 50 Stutz Flug gibt es auch nichts zu essen.
      20 8 Melden
    • Henri Lapin 05.06.2018 13:40
      Highlight Auch bei SR gab vereinzelt Plastikbecher. Z.B. zu Getränken ausserhalb der Essenszeit.
      5 2 Melden
    • Alterssturheit 05.06.2018 15:33
      Highlight Das stimmt Henri Lapin - im Vergleich zu heute aber mengenmässig schon fast vernachlässig-bar.
      13 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • thatstheshit 05.06.2018 09:57
    Highlight Wie wärs mit einer normalen Kopfhörerbuchse beim Sitz? Heute hat doch jeder seine eigenen Kopfhörer dabei. Wenn man Kopfhörer der Airline für den einen Flug zum wegschmeissen kaufen muss, ist das einfach sinnlos.
    45 2 Melden
    • Demo78 05.06.2018 10:50
      Highlight Es gibt meiner Erinnerung nach auch Heute Flieger mit Standard Buchsen, kommt denke ich auf die Airline.
      Letzte Langstrecke war Virgin London Johannesburg
      18 0 Melden
    • Burdleferin 05.06.2018 17:39
      Highlight So von wegen weniger Fliegen und so...
      0 0 Melden
    • 2sel 05.06.2018 17:43
      Highlight Es gibt auch Adapter dafür...
      1 0 Melden
  • pique dame 05.06.2018 09:43
    Highlight Das Essen aus dem Flugzeug ablehnen ist auch keine Option, da es nach dem Flug weggeworfen wird (wenn die Stewards es nicht essen).
    43 2 Melden
    • Demo78 05.06.2018 10:52
      Highlight Die FA‘s heben ihr eigenes Essen
      15 4 Melden
  • Masche 05.06.2018 09:37
    Highlight 1.43 Kilo Abfall. Und wie viel Kerosin für den Flug? Wenn der Abfall korrekt verbrannt wird, kann zum Mindesten noch der Brennwert genutzt werden. Das Kerosin heizt höchstens noch die Atmosphäre auf.
    26 0 Melden
  • Midnight 05.06.2018 09:29
    Highlight Hm, einmal bei McDonald's speisen dürfte eine ähnlich hohe Abfallmenge verursachen.
    21 6 Melden
    • Demo78 05.06.2018 10:53
      Highlight Sind immerhin vom Styropor auf Karton gewechselt
      26 0 Melden
  • Nelson Muntz 05.06.2018 09:17
    Highlight Die gummiartigen Käsesandwiches, die es bei der Swiss jeweils bei Europaflügen gibt, sollten ebenfalls verboten werden!
    29 17 Melden
  • fcsg 05.06.2018 09:04
    Highlight Tonnen von Kerosin ungefiltert in der Atmosphäre verbrennen und sich anschliessend über ein bisschen Plastik aufregen? Es gibt hier nur einen Weg die Umwelt zu schonen: Weniger fliegen.
    62 9 Melden
  • Posersalami 05.06.2018 09:04
    Highlight Es ist absolut lächerlich, sich über den Plastikmüll beim Fliegen zu echauffieren.

    Der Luftverkehr macht die Umwelt viel mehr kaputt, die paar kg Abfall sind da nichts.
    43 9 Melden
    • bebby 05.06.2018 10:10
      Highlight Das geht in die selbe Kategorie wie Plastikröhrchen verbieten.
      23 5 Melden
    • efrain 05.06.2018 11:03
      Highlight Danke, auf den Punkt gebracht.

      Wir sind offenbar schon im Sommerloch. 😉
      10 3 Melden
    • pinex 05.06.2018 17:08
      Highlight Nein es ist eben nicht lächerlich. Klar könnte und müsste man öfters aufs fliegen verzichten. Und trotzdem ist es besser, wenn sich die, die ab und zu in ein flugzeug steigen bewusst machen wieviel abfall sie verursachen und das dies vermeidbar wäre :)
      12 1 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 05.06.2018 08:58
    Highlight Der Artikel ist ja gemeingefährlich. Nein, es ist keine tolle Idee den Abfall aus dem Flugzeug mitzunehmen oder das Flugpersonal zur Mülltrennung zu befragen...
    31 1 Melden
  • Elblablias 05.06.2018 08:51
    Highlight Im ernst? Zynischer könnte dieser Artikel nicht sein... Wenn ihr was für unsere Welt machen wollt fliegt weniger, oder gar nicht!
    48 2 Melden
  • Johnny Geil 05.06.2018 08:48
    Highlight Man soll also, wenn man schon die Umwelt mit einer Flugzeug-Reise verschmutzt, das Plastikgeschirr mitnehmen und am Flughafen wegwerfen? Das ist schon ziemlich paradox. Und Plastikgeschirr wird ja so oder so verbrannt, resp. im normalen Haushaltskehricht landen. Ob jetzt vom Flughafen-Abfalleimer oder von der Airline.

    Interessant wäre ohnehin zu erfahren, wie eine schlaue Abfallpolitik mit dem hysterischen Lebensmittelgesetz zu vereinbaren wäre. (Verpackungen sind ja meist aus hygienischen Gründen Pflicht.
    30 1 Melden
  • Fly Boy Tschoko 05.06.2018 08:38
    Highlight Also ich ernähr mich dann halt nur von Dosenbier so fällt nur etwas reziklierbares Aluminium an.
    206 2 Melden
  • lilie 05.06.2018 08:37
    Highlight «Plastik wird in der Reiseindustrie in Massen eingesetzt».

    In Massen oder in Massen? Das ist hier die Frage. Würde er nämlich in Massen eingesetzt, wäre das massvoll. Leider wird er aber in Massen eingesetzt. Das ist masslos.

    Nicht fliegen ist übrigens noch sehr viel umweltschonender. 😉
    225 17 Melden
    • bebby 05.06.2018 10:09
      Highlight Das ist ein guter Punkt - im Vergleich zu den Abgasen durchs Kerosin, ist der Abfall ein sehr kleiner Teil vom Problem. Und Weiterverwertbares muss mit viel Energie und Wasser gewaschen werden, ob das besser ist, bleibt dahingestellt.
      Besser auf neue und grosse Flugzeuge setzen und economy fliegen, das bringt mehr, weil dann der Kerosinverbrauch pro Passagier geringer ist.
      12 2 Melden
  • Gubbe 05.06.2018 08:36
    Highlight Meine Meinung ist, dass wer diese ~1.5 kg Müll im Flugzeug liegenlässt, ist ein Schwein. Mit der Flugkost allein, ist das nicht möglich. Wenn ich die mit Essensresten übersäten Sitze und den Boden beim Aussteigen sehe, glaube ich das. Unmöglich, wie sich manche im Flieger benehmen. Aber he, wie im Auto, Büchse leer, raus aus dem Fenster.
    47 7 Melden
    • Nelson Muntz 05.06.2018 09:18
      Highlight McD Tüten fliegen, wie RedBull Dosen, ebenfalls gut aus dem Fenster....
      12 2 Melden
    • efrain 05.06.2018 11:01
      Highlight Ich vermute, die 1.4kg beinhalten das Abwasser.
      11 2 Melden
  • Lauwärmer 05.06.2018 08:27
    Highlight Leere Flaschen bekommt man m.M.n. nicht durch die Security, es sei denn, sie fassen nicht mehr als 100ml.
    17 43 Melden
    • oliversum 05.06.2018 08:54
      Highlight hat bei mir noch immer problemlos geklappt. Flasche vor der Security austrinken und danach wieder auffüllen. Viele Flughäfen (z.B. Heathrow) offerieren Wasser-Auffüllstationen.
      25 0 Melden
    • Silberfarn 05.06.2018 09:22
      Highlight Doch, das geht, leer wird akzeptiert. Mache ich andauernd.
      23 1 Melden
    • Zorr 05.06.2018 09:41
      Highlight Doch. Ich gehe regelmässig mit 1 Liter Flaschen durch die SiKo und fülle sie danach mit Leitungswasser auf.
      18 1 Melden
  • meine senf 05.06.2018 08:25
    Highlight Als Flugpassagier sorgt man für 1.43 kg Plastikabfall, den man evtl. leicht reduzieren kann.

    ... Und für mehrere Tonnen CO2, mehr als wenn man ein Jahr Auto fährt.

    Von dem her sollte in der "Was du tun kannst"-Box vor allem stehen "Verzichte wenn es geht auf das Fliegen"
    202 16 Melden
    • rburri38 05.06.2018 08:56
      Highlight Das stimmt so nicht: Ein modernes Flugzeug stösst pro KM etwa gleich viel CO2 aus, wie ein durchschnittliches Auto mit nur 2 Personen besetzt. Fährt man also mit dem Auto nach Peking zu 2., ist das gleich Umweltverschmutzen wie ein voller 787 Dreamliner. Fährt man alleine, ist das sogar schädlicher. Das Hauptproblem sind sowieso aber die Schiffe. Die 10 grössten Schiffe der Erde stossen zusammen mehr CO2 aus, als 100 Millionen (!) Autos.
      23 11 Melden
    • Resistance 05.06.2018 09:27
      Highlight wen mer nöd flüge wür....
      8 7 Melden
    • PVJ 05.06.2018 10:28
      Highlight @rburri: Das viele Schiffe Dreckschleudern sind ist unbestritten. Der Vergleich mit 100 Mio. macht aber trotzdem wenig Sinn, da Schiffe primär Fracht transportieren (im Ggs. zu Autos/Flugzeugen). Vergleichen müsste man, wieviel CO2 ausgestossen würde, wenn die ganze Fracht per LKW oder Flugzeug transportiert würde. Und da schneidet das Schiff gut ab.

      https://www.energiestiftung.ch/energieeffizienz-verkehrstraegervergleich.html

      Die Alternative wäre, die globalen Warenströme zu reduzieren.
      14 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • efrain 05.06.2018 08:21
    Highlight Wo liegt jetzt genau das Problem? Wenn pro Passagier 150g Abfall anfallen, der korrekt entsorgt wird, ist das doch nichts aussergewöhnliches. Der durchschnittliche Schweizer produziert täglich etwa 1kg Kehricht! Da könnte und sollte man eher ansetzen.

    Und mit Umweltverschmutzung hat das insofern wenig zu tun. Da sähe ich die Lärm- und Abgasemissionen der Fliegerei als problematischer.
    26 9 Melden
    • lilie 05.06.2018 08:43
      Highlight @efrain: Es sind 1.43 kg pro Fluggast, als fast 10x mehr als von dir vermutet. 😉
      11 3 Melden
    • efrain 05.06.2018 10:59
      Highlight Ah, stimmt. Ich habe mich auf die andere Zahl aus dem Artikel bezogen (80kg Plastik). Auf der Route kommt offenbar ein A340 zum Einsatz, mit ca. 250 Passagieren, also wären das eher 300g.

      Hm. Ist aber immer noch ne grosse Diskrepanz. Die 1.4kg beinhalten wohl auch vor allem auch Alu, Fäkalien und übriges Essen, anders kann ich mir das nicht erklären. 🤔
      (Meine Zahl von 1kg pro Tag betrifft "Restmüll", also, was nicht recycled wird.)

      Anyhoo, wie gesagt - das ist immer noch in der gleichen Grössenordnung wie unser alltäglicher Müll. Die nicht fachgerechte Entsorgung ist ggf eher ein Problem.
      6 1 Melden
    • Pachyderm 05.06.2018 13:59
      Highlight Hast du eine Quelle zu den 1kg Restmüll?

      Ich kann mir persönlich nicht vorstellen wo das alles anfallen sollte (und auch vergleichbare EU-Länder liegen deutlich unter dem von dir genannten Wert: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152320/umfrage/kommunales-abfallaufkommen-in-der-eu-28/).
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 05.06.2018 08:06
    Highlight Ernsthaft? WIE WÄRS VIELLEICHT MIT EINFACH WENIGER FLIEGEN???
    69 18 Melden

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