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«Touristenfeindliche Stimmung»: Wie Schweizer Hoteliers Airbnb an den Kragen wollen

Der Verband der Schweizer Hoteliers greift Airbnb an. Die Vermittlungsplattform befeure eine feindliche Stimmung gegen den Tourismus.

14.07.18, 07:11 14.07.18, 08:31

Niklaus Vontobel / Schweiz am Wochenende



Im Sommer 2017 verbreitete sich eine Wortschöpfung rasend schnell: Overtourism. Was dem Phänomen globale Aufmerksamkeit brachte, war nicht ein plötzlicher Wachstumsschub. Die Touristenströme waren zuvor über Jahrzehnte angeschwollen.

Der Begriff war nicht neu, er wurde fünf Jahre zuvor geprägt. Neu war der Aufstand der Anwohner. In Venedig marschierte sie gegen Kreuzfahrtschiffe. In Barcelona hielten sie Busse auf und sprayten an die Wände: «Tourists go home».

Kundgebung gegen Airbnb in New York 2015. Bild: EPA/EPA

Im Sommer 2018 fürchten solche Gegenreaktionen auch schweizerische Touristiker. Hotelleriesuisse, Verband der Schweizer Hoteliers, will nicht zuwarten, bis in Luzern, Interlaken oder Vitznau ein «Tourists not welcome» an Häuserwänden prangt.

Andreas Züllig, Präsident des Verbands, befürwortet daher Massnahmen: «Wir müssen versuchen, die Touristenströme mit sanften Eingriffen in den Markt zu steuern.» Dafür seien etwa Schwellenwerte zu prüfen, um die maximale Besucherzahl an einem Ort zu begrenzen.

Konkret will Züllig bei Airbnb ansetzen. «Die Vermittlungsplattform kann dazu beitragen, dass sich unter lokalen Anwohnern eine tourismusfeindliche Stimmung verbreitet», sagt der Bündner Hotelier. Zum Beleg verweist er auf eine Studie, die das Bundesamt für Wohnungswesen herausgegeben hat.

Die Hochschule Luzern kommt da zum Schluss, gewisse Typen von Sharing entzögen Wohnungen dem lokalen Markt. «Wohnraum wird durch Touristen oder Geschäftsreisende genutzt, die eine höhere Zahlungsbereitschaft haben.» Hingegen hätten Einheimische das Nachsehen, die eine dauerhafte Bleibe suchten.

Hotelleriesuisse will dem beikommen, indem Gesetze und Verordnungen angepasst werden. Ein Vorbild sei etwa Bern, das seine Altstadt generell für Airbnb sperren liess. «Solche begrenzten Verbote können in anderen Städten sinnvoll sein», so Züllig.

Für Airbnb gesperrt: Blick auf die Altstadt von Bern. Bild: KEYSTONE

Vor allem will der Verband verhindern, dass professionelle Anbieter noch mehr Wohnungen zur Miete auf Airbnb & Co stellen. Dagegen brauche es Auflagen, wie: Wohnungen dürfen höchstens zwei Mal pro Jahr untervermietet werden, jeder Anbieter darf maximal drei Wohnungen oder Zimmer ausschreiben.

Super-Anbieter mit 184 Wohnungen

Die Forderungen wurden in Bern platziert. Dort ist das Bundesamt für Wohnungswesen beauftragt, mietrechtliche Verordnungen den neuen Online-Plattformen anzupassen. So sollen neu zwar Mieter eine simple rechtliche Grundlage erhalten, um Wohnung oder Zimmer online kurzfristig zur Untermiete anzubieten. Gleichzeitig sollen Vermieter die Zustimmung dafür verweigern können. Etwa dann, wenn dadurch regelmässig Unbekannte den Schlüssel zur Liegenschaft erhalten.

Die Professionalisierung der Vermittlungsplattformen ist in den Statistiken des Walliser Tourismusobservatoriums zu erkennen. Kleine Anbieter mit nur einem Objekt verlieren an Bedeutung. Solche Zubrot-Verdiener kommen heute von allen online ausgeschriebenen Wohnungen und Zimmern noch auf 54 Prozent, im Jahr 2015 waren es 66 Prozent.

Unter Druck: Airbnb-CEO Brian Chesky im Februar 2018. Bild: AP/AP

Dagegen haben Profis mit mehr als 10 Objekten heute einen Anteil von 19 Prozent, 2015 erst 5 Prozent. Mittlerweile vermieten 16 Super-Anbieter über 100 Objekte, der grösste gar 184. Airbnb hat längst erkannt, dass «Overtourism» das eigene Geschäftsmodell gefährdet. Im Juni brachte das US-Unternehmen eine Studie mit Gegenargumenten heraus.

Unter anderem wird in der Studie untersucht, wie sich die Airbnb-Angebote verteilen in acht touristisch beliebten Weltstädten, darunter in Barcelona, Venedig oder Amsterdam. Die allermeisten Airbnb-Angebote befinden sich demnach ausserhalb der städtischen Zentren, die vom Massentourismus betroffen seien. Ohnehin komme Airbnb in diesen Städten nur auf 7 Prozent aller Gästeankünfte.

Hotelleriesuisse-Präsident Züllig stimmt insofern zu, als dass bessere Daten wünschenswert seien. «Nur so können wir Touristenströme verstehen und beeinflussen.» Dennoch sei heute schon zu erkennen, dass Overtourism eher auf Airbnb & Co zurückzuführen sei. «Ein Hotel stellt verschiedene Räume zur Verfügung: Restaurant, Bar, Schwimmbad, Aufenthaltsraum. In Wohnungen fehlt das alles, weshalb Gäste auf den öffentlichen Raum ausweichen.»

Unterstützung erhält Züllig von seinen europäischen Kollegen. Der europäische Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés, Hotrec, empfiehlt in einem neuen Positionspapier zu Overtourism ebenfalls «umfassende Datenerhebungen», insbesondere von Kurzzeitvermietungen. Mit einer Forderung nach «Begrenzungen von Kurzzeitvermietungen» zielt der Dachverband auf Online-Vermittlungsplattformen.

Was es auf Airbnb so alles zu buchen gibt: Die 20 angesagtesten Unterkünfte auf Airbnb

Nur mit Reservation an den Strand

Im Sommer 2018 wollen viele Städte, Resort und Länder nicht länger bloss diskutieren. In Amsterdam verkündeten im Mai vier Parteien, sie hätten sich auf ein generelles Verbot von Airbnb in den beliebtesten Amsterdamer Vierteln geeinigt. Auch ausserhalb davon soll Airbnb beschränkt werden. In der japanischen Stadt Kyoto müssen Vermieter sich seit kurzem erst registrieren, bevor sie ihre Wohnungen auf Airbnb stellen dürfen. Daraufhin stürzte die Zahl der Angebote ab.

Derweil wird Overtourism andernorts mit Sperrungen bekämpft. In Thailand behalfen sich die Behörden, indem sie eine berühmte Bucht für vier Monate schliessen liessen. Künftig ist der Zugang beschränkt, Besucher müssen einen Platz reservieren. Thailand erwartet 2019 rund 40 Millionen Touristen, bei einer Bevölkerung von 70 Millionen.

Für die Dolomiten fordert der frühere Extrembergsteiger Reinhold Messner, bestimmte Pässe von 10 bis 16 Uhr für Autos zu sperren. «Sonst verstehen die Leute ihr eigenes Wort nicht mehr, weil alle hupen, wenn es nicht weitergeht.» (aargauerzeitung.ch)

5 Strategien, um dem Touristenansturm entgegenzuwirken

Video: srf

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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Barracuda 14.07.2018 11:53
    Highlight Overtourism ist wohl weniger das Problem in der Schweiz, aber die Zweckentfremdung von Wohnraum in den grösseren Destinationen. Es ist auch extrem scheinheilig, wenn solche Aktionen einseitig ins Lächerliche gezogen werden. Schliesslich ist es ja auch nicht nur Hotellerie Suisse. AirBnB ist genauso knallhartes Business unterdessen und alles andere als nachhaltig. Die ursprüngliche Idee fand ich genial, aber die Meisten wissen gar nicht wie AirBnB mal ausgerichtet war. Unterdessen sind weit über 50 % professionelle Anbieter, die auch vielfach mehrere Wohnungen gleichzeitig anbieten.
    43 4 Melden
  • CasRas 14.07.2018 11:33
    Highlight Passend zum Artikel gerade heute auf Reddit ein Thread (mit Artikel) darüber, wie man bei Airbnb auch schon mal urplötzlich gebannt wird:

    https://www.reddit.com/r/technology/comments/8yk1rp/digital_exile_how_i_got_banned_for_life_from/
    2 2 Melden
  • FyRn4d4 14.07.2018 11:03
    Highlight die Lösung ist simpel:
    Hotelsuisse erstellt eine eigene Plattform und für alle ausländischen gibt es Netzsperren.
    26 12 Melden
    • PhilippS 14.07.2018 12:43
      Highlight Ich nehme mal an, du meinst das ironisch....🤨
      12 1 Melden
  • paule 14.07.2018 10:18
    Highlight Ich benutze keine solchen Plattformen und finde sie allgemein sehr schlecht, sie verändern in sehr negativer weise unser Umfeld. Aber auch die Hoteliers müssen flexibler werden, ein freundlicheres Umfeld schaffen.
    Die Touristenströme werden aber abbrechen, wenn die Automatisierung den Leuten die Kaufkraft wegnimmt, die Elektronik und der Geiz der Mächtigen wird es richten, wartet nur ab?
    Paule
    12 31 Melden
    • SJ_California 14.07.2018 13:22
      Highlight Wie verändern diese Plattformen unser Umfeld in negativer Weise? Du sagst ja selbst, dass du sie nicht benutzt. Ich denke, du solltest es mal ausprobieren 😉
      Und deine Prognose, dass die Kaufkraft und als Folge die Touristenströme aufgrund der Automatisierung abnehmen ist sehr gewagt. In den letzten Jahrzehnten hat uns die Automatisierung stark kaufkräftiger gemacht und aktuell passiert genau das in vielen Ländern in Asien und Afrika.
      7 3 Melden
  • jellyshoot 14.07.2018 10:13
    Highlight das ist doch bull***t ... nur weil unsere hotellerie versäumten hat sich den aktuellen gegebenheiten anzupassen werden plattformen wie airbnb als schuldige ausgemacht.

    es gibt so viele arten von touristen. und sicherlich auch noch viele, die das restaurant, die bar etc. der hotels nutzen. aber sehr wahrscheinlich genau so viele, die auch bei einer hotelübernachtung auf die umliegenden öffentlichen angebote ausweichen.

    der markt reguliert das automatisch und es gibt genügend beispiele, die dies beweisen. das beste ist wohl san francisco ...
    33 14 Melden
  • andrew1 14.07.2018 09:57
    Highlight "Overturism" in der schweiz?! Wäre mir noch nie aufgefallen. Vielleicht in venedig oder mallorca. Wenn die gäste nun in rbnb gehen statt in hotels nimmt ja der tourismus nicht wirklich zu. Wenn sie allerdings zusätzlich zu den hotels noch rbnb stärker auslasten nimmt der tourismus zu aber es dürfte den hotelerieverband nicht stören. Man muss in der schweiz nicht immer alles künstlich verteuern. Haben wir ja schon genug mit schweiz zuschlag auf konsumgüter und lebensmittel, treibstoffsteuer, subventionen und anderwertigen heimatschutz.
    29 18 Melden
    • Barracuda 14.07.2018 11:55
      Highlight Es geht ja nicht nur um Overtourism, das grosse Problem ist (und wird immer mehr) die Zweckentfremdung von Wohnraum und damit eine Verdrängung von Einheimischen oder teurerer Wohnraum. Man kann auch die Augen ganz zu machen vor solchen Entwicklungen und alles kleinreden...
      31 4 Melden
    • SJ_California 14.07.2018 13:27
      Highlight Barracuda: der Hotellerieverband interessiert sich einen Dreck für den Wohnraum. Stattdessen müssten Verbesserungsvorschläge und Regulatorien für Airbnb von den betroffenen Wohnraumsuchenden angestossen werden. Die Hotels fürchten einfach zusätzliche Konkurrenz.
      12 2 Melden
    • Thomas_v_Meier 14.07.2018 15:40
      Highlight Luzern rund um die Brücke empfinde ich grenzwertig.....
      6 0 Melden
  • lynx 14.07.2018 09:46
    Highlight Ich gaube auch, dass Overtourism in den nächsten Jahren an einigen Orten zunehmend zum Problem wird, v.a. aber ausserhalb der Schweiz. Aber es ist m.E. scheinheilig, das Problem bei Airbnb zu suchen. Hauptauslöser ist ja wahrscheinlich die günstige und schnelle Mobilität. Erst seit Fliegen so günstig ist, ermöglicht dies den Massen häufige Ferien an gerade populären Orten. Eigentlich müsste also dafür gesorgt werden, dass Mobilität teurer wird. Wenn der Flugverkehr seine externen Kosten (= u.a. verursachte Umweltschäden) selbst tragen müsste, wäre schon viel gewonnen.
    52 4 Melden
    • AlteSchachtel 14.07.2018 16:45
      Highlight "....v.a. aber ausserhalb der Schweiz."

      Das müsste man Einwohner von typischen Touristenorten fragen.

      Ich habe jedenfalls schon vor 20 Jahren Einheimische eines schmucken Rheinstädtchens beim Zelten - 5 km von ihrem Wohnort - getroffen. Sie flohen im Sommer jeweils regelmässig an den Wochenenden vor dem Massenauflauf am Ufer, auf und im Rhein.

      Klar hat das nicht direkt mit Airbnb zu tun, aber für Einwohner kann Tourismus allenfalls schon zur Plage werden.
      7 1 Melden
  • Chip 14.07.2018 09:06
    Highlight Das grösste Problem ist doch, dass AirBnB Mietwohnungen verknappt und die Mietpreise in die Höhe treibt. Ob im Stadtzentrum oder in Aussenbezirken spielt dabei keine Rolle.
    54 11 Melden
    • andrew1 14.07.2018 09:59
      Highlight Wage ich zu bezweifeln. Wie viel % aller wohnungen z.b in der stadt bern werden ausschliesslich für rbnb verwendet? Würde mich sehr überraschen wenn die prozentzahl nicht einstellig wäre. Wenn man hingegen bei 30% ist kann man anfangen von problem zu reden.
      15 23 Melden
    • sealeane 14.07.2018 10:19
      Highlight Naja deine 30% wären in der schweiz ein masdovesproblem. Wir haben eine kleine lehrstandsquote. Und ke kleiner die ist desto eher steigen die Mietpreise, gerade in den Städten...
      Nein eine ausschliessliche Airbnb vermietung ist nur dort kein Problem wo es viele lehrstehende Wohnungen hat.
      Eine lurzzeitige vermietung ist hingegen nie ein problem.
      P.S. soll nicht heissen dss ich gegen Airbnb bin...
      18 2 Melden
    • Barracuda 14.07.2018 11:57
      Highlight @andrew
      Eine hohe einstellige Prozentzahl kann durchaus ein Problem darstellen. 30 % wäre eine Katastrophe.
      21 0 Melden
    • Thomas_v_Meier 14.07.2018 15:45
      Highlight In Bern werden laut airdna 183 Wohnungen angeboten.
      5 0 Melden
  • de_spy 14.07.2018 08:59
    Highlight Hotels sind doch der Inbegriff von Overtourism: massig Leute zusammengepfercht auf engstem Raum, für die alles durchorganisiert wird und das möglichst noch im gleichen Stile wie aus der Heimat. Dass darauf immer weniger Reisende Bock haben, kommt den Hoteliers aber nicht in den Sinn, also sind lieber andere Schuld. Sicher ist auch bei AirBnB nicht alles perfekt, Doch drischt hier eigentlich ein Apfel auf eine Birne ein...
    45 18 Melden
    • Barracuda 14.07.2018 15:11
      Highlight Du tust hier so, als würden all die AirBnB-Kunden das grosse Erlebnis suchen. Warum redest du um den heissen Brei um dich zu rechtfertigen und nennst nicht einfach DEN einen Grund, warum AirBnB so gefragt ist? Der Preis! Alles andere interessiert die Meisten einen Dreck. Und was machst du in der Unterkunft (egal ob Hotel oder AirBnB)? Genau, etwa das Gleiche. Wobei Hotels i.d.R. ein weitaus grösseres Angebot an Dienstleistungen bieten. Ich wüsste auch nicht wieso ein gutes Hotel weniger sinnvoll oder nachhaltig sein soll. Die bewusst einseitige Argumentation ist für mich unglaubwürdig.
      9 5 Melden
  • welefant 14.07.2018 08:23
    Highlight & wie viele hotelliers sind selbst auf airbnb? mal wieder ein hotelleriesuisse-move...
    83 27 Melden
    • sealeane 14.07.2018 10:20
      Highlight Wär mir neu. Hast du beispiele?
      13 5 Melden
    • welefant 14.07.2018 13:22
      Highlight wir sind nicht in der schule, gibt heute keine beispiele. es ist aber so, vertrau menschen sealeane. arbeite selbst in der hotellerie*
      5 9 Melden
    • Thomas_v_Meier 14.07.2018 15:59
      Highlight Hotel Krone Luzern
      https://www.airbnb.ch/rooms/26767744

      Tipp sealeane. Airbnb öffnen, Unterkünfte in Schweiz suchen, weitere filter öffnen und Hotel und co. auswählen ...
      Airbnb wünscht sich Hotel und co. auf ihrer Plattform
      4 0 Melden
  • Surf & Turf 14.07.2018 08:11
    Highlight Dass Airbnb den Hoteliers ein Dorn im Auge ist, ist verständlich. Dass sie aber Overtourism an den Haaren herbeiziehen, um dagegen anzukämpfen, ist haarsträubend plump. Ob sie wohl selbst glauben, dass ihnen das jemand abnimmt?
    171 36 Melden
    • redeye70 14.07.2018 09:17
      Highlight Airbnb braucht Regelungen. Wenn professionelle Anbieter den Markt übernehmen und folgedessen die Mieten derart streigen, dass die Anwohner wegziehen müssen, steigt die Wut der lokalen Bevölkerung auf den Tourismus. So geschehen in Barcelona. Somit kann keine Rede sein von fiesen Machendchaften der Hotellerie. Die müssen sich nämlich auch an Regelungen halten.
      35 6 Melden
    • Surf & Turf 14.07.2018 16:41
      Highlight @redeye70. Du willst Zürich oder Luzern tatsächlich mit Venedig oder Barcelona vergleichen?!? Ich schmeiss mich gleich weg vor Lachen ... :-D

      Übrigens, wenn du meinen Kommentar aufmerksam liest, siehst du, dass ich gar nichts gegen gewisse Auflagen an Airbnb habe. Nur, dies mit Overtourism zu begründen zu wollen, ist mehr als nur peinlich ...

      ... Alternative wäre übrigens, dass sich die Hoteliers mal selbst an der Nase packen. Airbnb befriedigt offensichtlich ein Bedürfnis. Überleg mal, warum ... :-)

      Viele Grüsse von einem (ehemaligen) Gastronomen. :-)
      7 3 Melden
  • Caturix 14.07.2018 07:54
    Highlight Airbnb und andere Private Angebote gehören verboten und das komplett. Als Hotel hat man Auflagen, Bewilligungen, Patent, Aufenthaltstaxe ... und so muss es auch für Privatanbieter sein. Gleiches Gesetz für alle.
    Bei uns gibt es BnB die sogar schon Essen anbieten das sie gar nicht dürfen, aber irgendwie ist es dem Kanton egal. Nein der kommt lieber zu den Hoteliers und kontrolliert die Meldescheine, die viele BnB auch nicht oder nicht richtig ausfüllen und kleinere nicht mal ausfüllen müssen.
    67 97 Melden
    • Nosgar 14.07.2018 09:29
      Highlight Dann ist nicht Airbnb das Problem, sondern die Kontrolle. Früher waren es Ferienwohnungen, heute Airbnb. Unter gewissen Regeln eine gute Sache.
      41 3 Melden
  • Beobachter 14.07.2018 07:43
    Highlight Ich würde Airbnb nicht so verteufeln. Für mich als Tourist hat das Konzept seine Vorteile. Wenn ich nämlich ein Hotel buche, egal wo auf der Welt, dann befindet sich das meist in einer Touri Zone. Diese haben mit dem wirklichen lokalen Leben meist nur wenig zu tun. Die Airbnb Unterkünfte sind hingegen meist in normalen Vierteln, die das lokale Leben gut repräsentieren. So kann ein Ort oft viel authentischer erlebt werden und man bekommt guten Kontakt mit den Einheimischen. Die negativen Effekte auf den lokalen Wohnungsmarkt kann ich teils nachvollziehen. Am Ende ist der Mix entscheidend.
    125 40 Melden
    • meine senf 14.07.2018 08:53
      Highlight Wenn alle Wohnungen im ehemals normalen Quartier in AirBNBs umgewandelt wurden, gibt es dort keine Einheimischen mehr ...

      Ich sehe aber auch die Billigflieger als Problem.

      Irgendwie verwandeln sich die Städte alle in das gleiche Disneyland.
      38 14 Melden
    • satyros 14.07.2018 10:16
      Highlight Wie super das für die Einheimischen ist, hab ich mal in einem Artikel über Venedig gelesen. Die Hälfte der Wohnungen im beschriebenen Haus werden über AirBnB vermietet. D.h. Du hast als Nachbar die ganze Woche Krach, auf dem Gang stapelt sich Güsel, weil die Touris nicht wissen und wissen können, wann und wie die Kehrichtabfuhr funktioniert etc. Es gibt schon einen Grund, wieso Hotellerie ein Gewerbe ist und entsprechend zonenkonform betrieben werden sollte.
      23 2 Melden
    • Barracuda 14.07.2018 12:01
      Highlight Lächerliches und gesuchtes Argument um sich das Gewissen zu beruhigen. Ich weiss nicht wieviel Erfahrungen du mit Reisen hast, aber ich wüsste nicht wieso das vor zehn Jahren nicht möglich gewesen werden. Wenn immer mehr AirBnB entstehen, dann gibt es an genau diesen Orten eben genau auch nur noch Touris und immer weniger Ursprüngliches ;-)
      15 0 Melden
    • SJ_California 14.07.2018 13:17
      Highlight Genau so ist es. Mich beispielsweise stören die grossen Touristengruppen, welche aus Büssen und Kreuzfahrtschiffen aussteigen hier wie auch in den Städten, in denen ich in die Ferien verreise. Deshalb sind wir seit 3 Jahren praktisch in keinen Hotels mehr, sondern nur noch Airbnb. Entscheidend hier: wir schauen uns das Profil des Vermieters genau an, bevor wir buchen. Man merkt schnell, ob es sich um eine lokale Person oder um einen professionellen Geldmacher mit x Wohnungen handelt.
      1 4 Melden
    • meine senf 14.07.2018 14:30
      Highlight Die auf dem Schiff übernachtenden Kreuzfahrttouristen haben immerhin keinen Einfluss auf den Wohnungsmarkt.
      6 1 Melden
  • lilie 14.07.2018 07:32
    Highlight Eigentlich wäre es doch ganz einfach: Ein Airbnb-Anbieter müsste nachweisen, dass er die Zimmervermietungen nicht gewerbemässig betreibt (= keine nennenswerte Einkünfte damit erzielt).

    Übertreffen die Einkünfte einen bestimmten Betrag, müsste er eine Lizenz beantragen. Jede Stadt kann dann für sich entscheiden, wieviele Lizenzen sie insgesamt vergeben will.

    Problem gelöst.

    PS: Noch ein sprachlicher Hinweis:

    "Hotelleriesuisse (...) will nicht zuwarten bis in Luzern (...) ein «Tourists not welcome» an Häuserwänden prangert".

    Da fehlt ein Komma, und das Verb heisst "prangt".
    33 62 Melden
    • Caturix 14.07.2018 09:21
      Highlight Ja aber das geht mehr oder weniger nicht weil viele BnB Betreiber das Geld schwarz verdienen. Es braucht ein Patent für alle.
      12 6 Melden
    • welefant 14.07.2018 09:30
      Highlight ou, lass da die einzelnen städten städte bleiben... dann gibts nochmehr beamten....
      3 8 Melden
    • lilie 14.07.2018 13:03
      Highlight @Caturix: Ich finde es persönlich cool, dass man in der Schweiz einfach so ohne bürokratischen Aufwand ein Business (welcher Art auch immer) gründen kann. Deshalb fände ich es toll, wenn es auch weiterhin für Privatpersonen möglich wäre, airbnb-Zimmer anzubieten ohne vorher durch die Bürokratiemühle gehen zu müssen.

      Aber gewerbemässige Zimmervermietung sollte eben schon auch korrekt die Einnahmen versteuern müssen etc. Würde das nicht auffallen, wenn viele Leute das an einem Ort schwarz machen?
      4 3 Melden

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