Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der 11-Milliarden-Dollar-Deal: ABB verkauft Stromnetzsparte an Hitachi



Der Industriekonzern ABB und die japanische Hitachi haben ihre erst vergangene Woche bestätigten Gespräche zu einem raschen Abschluss gebracht. Hitachi übernimmt in einem ersten Schritt etwas mehr als 80 Prozent der Stromnetzsparte von ABB. ABB will sich in der Folge neu aufstellen.

Gemäss der Vereinbarung erhält ABB für gut 80 Prozent der Stromnetzsparte netto 7,6 bis 7,8 Milliarden US-Dollar, wobei ein Sparten-Gesamtwert von elf Milliarden zugrunde gelegt wird. Bei der Stromnetzsparte handelt es sich um den umsatzstärksten Unternehmensteil des Schweizer Industriekonzerns.

Spezialisten bei der Arbeit in der Halbleiterproduktion anlaesslich der offiziellen Eroeffnung der neuen und rund 150 Millionen Franken teuren Halbleiterproduktionshalle der ABB, am Freitag, 30. April 2010 in Lenzburg. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

ABB behält vorerst 19,9 Prozent an der herausgelösten Stromnetzsparte, besitzt aber eine Option zum Verkauf dieses Anteils nach drei Jahren, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Der Preis für den Verkauf des Restanteils soll zu einem fairen Marktwert erfolgen, jedoch mindestens 90 Prozent des vereinbarten Unternehmenswerts ausmachen. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Hälfte des Jahres 2020 geplant.

Mit dem Teilverkauf der Sparte erweitern die beiden Unternehmen ihre bereits bestehende Partnerschaft. ABB sieht durch den Deal den mit der Transformation der Sparte geschaffenen Wert realisiert. Mit der vorerst einbehaltenen Beteiligung von knapp 20 Prozent soll der Übergang sichergestellt werden.

Verkaufserlös soll den Aktionären zu Gute kommen

ABB will 100 Prozent des erwarteten Erlöses aus dem Verkauf «zügig und effizient» durch Aktienrückkäufe oder einen vergleichbaren Mechanismus an die Aktionäre ausschütten. Die bisherige Dividendenpolitik soll beibehalten werden, ebenso das Kreditrating auf dem Niveau «Single A».

Die Loslösung der Sparte von ABB führt zu nicht operativen Restrukturierungskosten von rund 500 Millionen US-Dollar, dafür verspricht sich das Unternehmen 500 Millionen jährliche Einsparungen durch eine höhere Effizienz.

Struktur von ABB soll vereinfacht werden

Gleichzeitig mit der Einigung mit Hitachi kündigt ABB eine strategische Neuaufstellung an. Die bisherige Matrixstruktur soll demnach mit Abschluss der Transaktion im Jahr 2020 aufgelöst werden. ABB will die Struktur des Konzerns vereinfachen.

Sie wird allerdings wie bisher vier Geschäftsbereiche enthalten, nämlich Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Alle kundenbezogenen Aktivitäten und Aufgaben auf lokaler Ebene würden künftig von diesen Geschäftsbereichen geleitet, welche gleichzeitig auf Länderebene gestärkt werden sollen, hiess es dazu. Die bestehenden Regional- und Länderstrukturen sollen indes aufgelöst werden.

Die Aktivitäten des Konzerns konzentrieren sich laut den Angaben künftig auf die Gruppenstrategie, das Portfolio- und Performance-Management, die Kapitalallokation, die Kerntechnologien sowie die Plattform «Ability». (awp/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat Galli 17.12.2018 11:56
    Highlight Highlight Strukturen verändern, wandeln, wieder ändern, verkaufen sich auflösen.....

    Wenn man sich verkauft, gibt es nichts mer zum verändern.

    Wir tief muss das Selbstvertrauen und die kurzfristige Gier sein, zu erwarten, dass mann mit nichts machen mehr verdient als mit selber produzieren.

    Jetzt ist halt ein Haufen Geld da und Geld ist nur Luft. Es landed dirt wos schon viel hat. Aber bestimmt nicht im Wirtschaftskreislauf.

    Schon nur deshalb, hoch mit der Dividendenbesteuerung und ganz sicher keine Gewinnsteuerreduktion auf Reserve.

    Es haz keinen Wirtschaftlichen Nutzen. KEINEN
  • Sasa96 17.12.2018 11:44
    Highlight Highlight Oh man ich war am Anfang total verwirrt habe bei Hitachi zuerst an Vibratoren gedacht und konnte die headline nicht ganz glauben... 😅
  • dr.gore 17.12.2018 09:18
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum man seine umsatzstärkste Sparte verkauft? Ich verstehs nicht.
    • Whitchface 17.12.2018 11:08
      Highlight Highlight Passt nicht mehr ins Kerngeschäft. Prozess- sowie Industrieautomation mit Robotics im Zentrum ist der "neue" Dauerbrennerund für die langfristige Entwicklung entscheidender. Btw, bloss weil Power Grids umsatzstark war, heisst es noch lange nicht, dass diese Sparte auch rentabel war.
    • Martin Frey 17.12.2018 11:11
      Highlight Highlight Mehr Geld auf dem Privatkonto von wenigen Personen
    • stony1185 17.12.2018 11:13
      Highlight Highlight Umsatz =/= gewinn. Ein gedanken Experiment: ich produziere 2 produkte eines verkaufe ich für 100CHF und die produktion kostet 110CHF das zweite verkaufe ich für 50CHF und die Produktion kostet 40CHF wenn ich jetzt beide gleichoft verkaufe währe produkt 1 das umsatzstärkere aber produkt 2 würde mehr gewinn abwerfen.
    Weitere Antworten anzeigen

«Logisch verdiene ich doppelt so viel wie er – das ist die Schafseckel-Zulage»

Unser Chefredaktor Maurice Thiriet sieht seine Position in Gefahr. Er befürchtet, dass sein bestes Pferd im Stall, Corsin Manser, ihm den Rang ablaufen könnte. Höchste Zeit für ein Mitarbeitergespräch!

Artikel lesen
Link zum Artikel