Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Uber verliert immer mehr Fahrer – und buhlt nun um professionelle Chauffeure 

Wie es scheint, verliert der Fahrdienst in der Schweiz immer mehr Fahrer. Dagegen will Uber nun vorgehen und sucht mit einer Werbeoffensive nach professionellen Chauffeuren.

Laurina Waltersperger / Nordwestschweiz



Beim Amateur-Fahrdienst Uber rollt das Geschäft in der Schweiz nicht so flott, wie sich dies das kalifornische Unternehmen wünscht. Für Sand im Getriebe sorgt der umstrittene Uber-Pop-Dienst. Diesen könnte das Unternehmen nach Zürich, bald auch in Basel einstellen.

Uber Plakat Zürich Hardbrücke

Riesenplakat beim Bahnhof Zürich Hardbrücke: Mit der Werbeoffensive will Uber professionelle Fahrer gewinnen. Bild: Aargauer Zeitung / Laurina Waltersperger

Gehen auch dort die Pop-Fahrzeuge von der Strasse, bliebe lediglich noch die Stadt Lausanne mit Uber-Pop übrig. Das hat Folgen: Wie es scheint, verliert der Fahrdienst in der Schweiz immer mehr Fahrer. Denn Uber-Pop ist ohne Taxilizenz und im Privatwagen fürs rasche Geld die wohl beliebteste Chauffeuren-Variante des App-Dienstes.

Dem will Uber nicht tatenlos zusehen. Der kalifornische Fahrservice geht nun in die Werbeoffensive, um professionelle Fahrer zu rekrutieren: Auf einem der prominentesten Werbeflächen der Stadt Zürich, am Pfingstweid- Parkhaus neben dem Bahnhof Hardbrücke, buhlt Uber auf knapp 160 Quadratmeter mit einem jungen Mann hinterm Steuer um neue Fahrer.

Mit dem Plakat wolle Uber darauf aufmerksam machen, dass man als unabhängiger, professioneller Fahrer mit der Uber-App Geld verdienen könne, sagt Sprecher Ali Azimi. Das gigantische Plakat in Zürich werde noch vier Wochen dort hängen. Wie viel Geld Uber für die Kampagne in die Hand nimmt, wollte der Amateur-Fahrdienst nicht sagen.

Ob das was bringt?

Fraglich ist jedoch, ob die Werbekampagne wirklich etwas bringt. Wie eine von Basler Taxifahrern erhobene Datensammlung vergangene Woche zeigt, tummeln sich viele Uber-Fahrer in der Rheinstadt.

Die Liste enthält über 1000 Einträge, wobei mehr als die Hälfte der erfassten Fahrer aus fremden Kantonen wie Aargau, Solothurn, Zürich, Zug, Luzern oder Bern anreisen, um auf Basels Strassen als Chauffeure Geld zu verdienen. Damit liegt nahe, dass die meisten Zugereisten für Pop-Fahrten nach Basel kommen, da es diesen Service nur noch dort und in Lausanne gibt. Nirgendwo sonst kann man noch Passagiere ohne Lizenz befördern.

Fest steht: Uber ist in der Schweiz auf neue professionelle Fahrer angewiesen, denn auch in Basel, – einer der beiden verbleibenden Pop-Inseln, könnte es mit dem Billig-Service bald aus sein. Der «Nordwestschweiz» liegen mehrere Aussagen vor, dass Uber den umstrittenen Pop-Service bald auch in der Rheinstadt einstellen werde.

Durchgriff mit Signalwirkung

Erst im August hat Uber seinen Pop-Dienst in Zürich gestoppt. Nachdem der Zürcher Regierungsrat Mitte Juni berufsmässige Uber-Pop-Fahrten für illegal erklärt hatte. Mit der Begründung, dass Uber-Pop-Fahrer, die über keine Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport verfügen, gegen das Schweizer Recht verstossen.

Die Fahrten mit nicht-lizenzierten Lenkern in ihren Privatautos ist weltweit umstritten. Uber kassiert zwar einen Teil des Fahrerpreises, wälzt aber gleichzeitig alle Risiken auf die Autolenker und Passagiere ab. So weigerte sich Uber auch in der Schweiz, seine Angestellten als Arbeitnehmer anzuerkennen und entsprechend Sozialversicherungsbeiträge zu leisten.

Obschon die Unfallversicherung Suva Uber als Arbeitgeber einstuft. Wie in anderen Ländern haben Gewerkschaften und Taxifahrer auch in der Schweiz mehrfach gegen Uber demonstriert, um ein Verbot zu erlangen. (aargauerzeitung.ch)

world of watson – Autofahrtypen

abspielen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kramer 16.10.2017 22:29
    Highlight Highlight Das System UBER zeigt seine Schwächen. Den Profit zu behalten, und die Risiken abzuwälzen funktioniert auf Dauer nicht, das merken auch die Fahrer. Wenn UBER mit gleich kangen Spiessen kämpfen muss, dann funktioniert das Business Modell nicht mehr.

Jetzt erkennen die Briten langsam den Brexit-Irrsinn – Panik kommt auf

Der Brexit wird für die britische Wirtschaft zunehmend zum Albtraum. So will der Autohersteller Nissan ein neues Modell nicht auf der Insel bauen. Die Regierung erwägt grenzwertige Massnahmen.

Die Industriestadt Sunderland im Nordosten Englands hat 2016 mit 61 Prozent klar für den Brexit gestimmt. In Sunderland befindet sich auch die mit Abstand grösste Autofabrik Grossbritanniens. Der japanische Hersteller Nissan produzierte dort letztes Jahr 442'000 Fahrzeuge. 7000 Personen arbeiten in der Fabrik, weitere 28'000 Arbeitsplätze sind von ihrem Wohlergehen abhängig.

Umso grösser war der Schock, als Nissan-Europachef Gianluca de Ficchy am letzten Sonntag ankündigte, die nächste …

Artikel lesen
Link zum Artikel