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Elektroauto

Bild: shutterstock.com

Basel will Benziner und Diesel bis 2050 verbannen – die Autolobby sieht's gelassen

Wie London oder Paris plant auch Basel den Abschied von fossil betriebenen Fahrzeugen – allerdings erst 2050.

Tobias Bär / CH Media



Basel prescht vor: Nur noch «umweltfreundliche Verkehrsmittel» sollen dort unterwegs sein. Das fordert die Umweltkommission des Kantonsparlaments. Gelten soll die Bestimmung für das Kantonsgebiet ausserhalb der Hochleistungsstrassen. Die Deadline: das Jahr 2050.

Welche Antriebe in die Kategorie umweltverträglich fallen, das will die Kommission offen lassen. In Frage kämen Elektromotoren oder Wasserstoffantriebe. Klar ist: Autos, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden, sollen verschwinden.

Das entspricht auch der Forderung der Gletscher-Initiative, für die derzeit Unterschriften gesammelt werden. Die Nutzung fossiler Treibstoffe soll bis spätestens 2050 aufhören. Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) verfolgt dieses Ziel ebenso. In einem Positionspapier hält der Verband fest: «Bis spätestens 2050 kommt der Verkehr in der Schweiz ohne fossile Treibstoffe aus.»

Das sei machbar, sagt VCS-Projektleiter Martin Winder. «Die Elektromobilität beginnt sich gerade bei Personenwagen zu etablieren.» Und auch Traktoren oder Flugzeuge könnten dereinst mit erneuerbarer Energie betrieben werden, etwa mit synthetischen Treibstoffen aus erneuerbarer Energie. «Dazu wird auch in der Schweiz intensiv geforscht», sagt Winder.

Eine Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses auf netto null bis 2050 sei sicher «das absolute Minimum», um die Erderwärmung gemäss der Zielsetzung des Pariser Klimaabkommens auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen.

Andere Länder verfolgen ehrgeizigere Ziele

Andere Städte peilen denn auch einen deutlich früheren Abschied von den Benzin- und Dieselmotoren an: So sieht ein Aktionsplan der Stadt Amsterdam vor, dass ab 2025 keine fossil betriebenen Busse, Taxis und Lastwagen mehr in der Innenstadt verkehren dürfen. Ab 2030 soll das Verbot dann auch für Personenwagen gelten.

In Paris sollen Benzinautos ebenfalls nur noch zehn Jahre fahren dürfen, Dieselfahrzeuge sollen noch früher ausgesperrt werden. Und auch auf Länderebene werden Verbotspläne gewälzt: In Frankreich und Grossbritannien sollen ab 2040 keine Neuwagen mit Diesel- oder Benzinmotoren mehr zugelassen werden.

Wieso am Boden bleiben?

Das zeigt: In der Schweiz nähme Basel zwar eine Vorreiterrolle ein. Im internationalen Kontext ist der Plan jedoch zurückhaltend. So zurückhaltend, dass selbst der Verband der Schweizer Automobil-Importeure, Auto-Schweiz, damit leben kann. «2050 ist ein vernünftiger Zeithorizont», sagt Direktor Andreas Burgener.

Auch von Seiten Autohersteller gebe es Bestrebungen, bis in 30 Jahren keine Modelle mit fossilem Antrieb mehr zu produzieren. «Ein früherer Ausstieg wäre aber realitätsfremd», sagt Burgener.

Ein rascheres Vorgehen fordert der grüne Nationalrat Balthasar Glättli. Er will per Vorstoss erreichen, dass in der Schweiz bereits ab 2030 keine mit fossilen Energien betriebenen Personenwagen mehr neu zugelassen werden. Bereits zugelassene Autos dürften weiterhin genutzt werden.

Balthasar Glaettli, GP-ZH, Fraktionchef, gibt vor Medienleuten die Empfehlungen der Gruenen Fraktion fuer die Bundesratswahl ab, am Dienstag, 4. Dezember 2018 am Rand der Wintersession der Eidgenoessischen Raete. Die Ersatzwahl in den Bundesrat wird am 5. Dezember stattfinden. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Balthasar Glättli, Nationalrat der Grünen aus Zürich. Bild: KEYSTONE

Weil Neuwagen zudem im Durchschnitt über acht Jahre unterwegs seien, würde auch mit der Motion die letzten Benziner und Dieselautos erst weit nach 2040 von den Schweizer Strassen verschwinden, so Glättli.

Die SP will der Autobranche etwas mehr Zeit für den Ausstieg aus den fossilen Treibstoffen geben: Sie fordert ein Neuzulassungsverbot ab 2035. Dass das Ende der Benzin- und Dieselmotoren bis in die Mitte mehrheitsfähig ist, zeigt der Vorstoss des BDP-Nationalrats Hans Grunder. Er fordert eine «gestaffelte Verabschiedung vom Verbrennungsmotor»: Die Zulassungen sollen bis 2030 um die Hälfte reduziert und bis 2040 ganz gestoppt werden.

Als der Nationalrat im März über einen Vorstoss debattierte, der bereits in fünf Jahren nur noch Null-Emissions-Antriebe zulassen wollte, da sagte SP-Umweltministerin Simonetta Sommaruga: «Ich glaube, wir müssen realistisch bleiben. In der Bevölkerung würden wir heute solche Verbote nicht durchbringen.» Aber Sommaruga sagte auch, die Treibhausgasemissionen des motorisierten Individualverkehrs müssten sinken. «Der Verkehr muss längerfristig CO2-neutral werden.»

Anteil der Elektroautos ist verschwindend klein

Davon ist man derzeit weit entfernt. Der Verkehrssektor stiess im vergangenen Jahr 15 Millionen Tonnen CO2 aus. Das entspricht einem knappen Drittel der Schweizer Treibhausgasemissionen.

Und die jüngste Entwicklung läuft dem Klimaschutz zuwider: Die 2018 neu zugelassenen Autos stiessen im Durchschnitt mehr CO2 aus als im Vorjahr, 138 Gramm pro Kilometer. Dabei sieht das Gesetz eine Obergrenze von 130 Gramm vor.

Autoimporteure, die diese überschreiten, müssen zahlen. Ab dem kommenden Jahr sinkt die Schwelle auf 95 Gramm pro Kilometer. Mit den schärferen Emissionsvorschriften würden innovative Antriebe gefördert, sagte Sommaruga im Nationalrat, «aber sie setzen nicht auf Verbote».

Derzeit ist der Anteil der Autos mit alternativem Antrieb noch marginal. Im vergangenen Jahr entfielen nur 3,2 Prozent der Neuwagenflotte auf ganz oder teilweise elektrisch betriebene Autos. Damit wird das Ziel, das sich Auto-Schweiz selber gesetzt hat, wohl verfehlt.

Umfrage

Sollen in der Schweiz auch mehr Elektroautos gefördert werden?

  • Abstimmen

568

  • Ja!47%
  • Nein!28%
  • Velos sollen mehr gefördert werden!24%

2020 sollte jeder zehnte neue Personenwagen ein Elektroauto oder ein Auto mit Verbrennungsmotor und Aufladefunktion (Plug-in-Hybrid) sein. Trotzdem sagt Direktor Burgener: «Wir sind auf einem guten Weg.» Im laufenden Jahr ist der Marktanteil auf gegen fünf Prozent gestiegen.

Für GLP-Nationalrat Jürg Grossen müsste der Bund die Vorteile der Elektromobilität stärker gewichten. Er stört sich etwa an den Erleichterungen für die Autoimporteure: Bei der Berechnung der Durchschnittsemissionen werden noch bis Ende 2022 die verbrauchsintensivsten Fahrzeuge ausgeklammert und die sparsamsten Autos mehrfach gezählt. Das Parlament könnte die Erleichterungen bei der Beratung des neuen CO2-Gesetzes streichen.

Zudem will Grossen die Bussen, welche die Autoimporteure beim Überschreiten der CO2-Vorgaben zahlen müssen, ganz oder teilweise für die Finanzierung von Ladestationen, etwa in Mehrfamilienhäusern, einsetzen. «Zusammen mit einer Lenkungsabgabe auf Treibstoffen hätten wir dann einen ähnlichen Massnahmenmix wie im Gebäudesektor», sagt Grossen.

Die Gebäude stossen inzwischen rund einen Viertel weniger Treibhausgase aus als vor 30 Jahren. Der CO2-Ausstoss des Verkehrs hingegen liegt leicht höher. Verbote brauche es erst, wenn die Massnahmen nicht den erwünschten Effekt hätten, so Grossen. Ein Benzin- und Dieselverbot ab 2050 mache aber wenig Sinn: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann noch Autos mit Verbrennungsmotoren rumfahren.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hummingbird 30.08.2019 21:48
    Highlight Highlight Ich hoffe doch, dass die Umweltverschmutzung verursacht durch den Lithiumabbau und die Stromproduktion auch mit berücksichtigt wird ...? Synthetische Treibstoffe - wie soll das denn funktionieren?! Chemische und physikalische Gesetze lassen sich nicht verändern. Die einzige Lösung heisst: Weniger! Weniger Fleisch produzieren/essen, kleinere sparsamere Fahrzeuge, zu Fuss statt mit dem Elektrotrotti ...
  • K1aerer 30.08.2019 13:32
    Highlight Highlight So lange elektrische Verkehrsmittel zugelassen sind, finde ich es gut. Einfach keine generelle Verbote von Kategorien.
  • Myk38 30.08.2019 12:53
    Highlight Highlight Wir Europäer 🇪🇺🇨🇭 sollten doch ohnehin auf Verkehr verzichten. Auch auf Fleisch, feste Nahrung, Häuser, Elektrizität und evtl. auch Nachwuchs.
  • Tornadillo 30.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Ich finde 2050 jetzt sehr unambitioniert. Allerdings bedeutet 2050 auch, das in der Konsequenz wohl ab ca. 2035 keine neuen Verbrenner mehr immatrikuliert werden dürfen. Die fahren ja dann allenfalls noch 15 Jahre rum.
    Am besten wäre jedoch ein Stop der Neuzulassungen von normalen Verbrenner PKWs und Motorrädern ab 2025. Für alle anderen spezielleren Fahrzeuge (Schwerverkehr, Landwirtschaft, Ambulanzen usw.) ab 2030.
    Der Markt bekommt das hin. Um das Angebot wird man sich keine Sorgen machen müssen.
    • PlayaGua 30.08.2019 16:29
      Highlight Highlight Als ob man bis 2025 die benötigte Lade-Logistik hinkriegen würde.
  • Dominik Treier 30.08.2019 11:44
    Highlight Highlight Ich sehe nicht, warum die Autoindustrie da nervös werden sollte, denn bis 2050 dürfte das für die meisten Fahrzeuge, sicher die, die in Städten eingesetzt werden, auch ohne Gewinneinbussen machbar sein... Ob dieses Ziel ambitioniert genug ist, wage ich aber zu bezweifeln und Verbote finde ich generell Kontraproduktiv.
    Vielleicht sollte der Staat mit Lenkungsabgaben und daraus finanzierten grösseren Zuschüssen für grüne Mobilität, gerade für Unter- und Mittelschicht nachhelfen.
  • Wolf von Sparta 30.08.2019 11:39
    Highlight Highlight Mir stellt sich die Frage, wie das mit dem Laden funktionieren soll? Da braucht dann ja jeder einen Platz in der Einstellhalle Zuhause mit seinem eigenen Anschluss? Was wen man keinen Garagenplatz hat? Und man stellt seinen Tesla oder was weiss ich immer draussen hin? Und wenn man unterwegs ist? Im Ausland? ..
    • DerHans 30.08.2019 13:43
      Highlight Highlight Wolf was denken sie, konnten sich Menschen vor 30 Jahren vorstellen, dass im Jahr 2020 praktisch jede Neubauwohnung einen eigenen Waschturm hat? Woher hätte denn all der Strom für all diese Waschmaschinen und Tumbler herkommen sollen? Ein E-Auto lässt sich an jeder Steckdose laden, auch im Ausland. Falls sie es genau wissen möchten, ich habe einen Aussenparkplatz ohne Steckdose, das Auto lädt dann halt beim Einkaufen, Nachtessen, oder wo auch immer man das Auto mit nimmt. Ok vielleicht nicht gerade im Wald.
    • Snowy 30.08.2019 13:47
      Highlight Highlight Es wird bis in ein paar Jahren üblich sein, dass viele Parkplätze (gerade in den Städten) über einen Stromanschluss verfügen.

      Aber Du hast recht: Aktuell sind Elektroautos de facto Einfamilienhäuser Besitzern vorenthalten.

      Das muss sich ändern.
    • Ballermann6 30.08.2019 15:44
      Highlight Highlight Hast du auch eine eigene Zapfsäule für Benzin zu Hause?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pierre Beauregard 30.08.2019 11:32
    Highlight Highlight Bis jetzt sind die Ladelösungen, die mit dem Elektrofahrzeug mitgeliefert werden v.a. für Einzelgaragen/haushalte ausgelegt. Für Grossüberbauungen mit Garagen braucht es intelligente Lademanagementlösungen, die beträchtliche Investitionen nach sich ziehen. Es kann nicht einfach jeder ein Kabel von seinem Zähler zu seinem Parkfeld ziehen, das lässt die vom EW begrenzte Einspeisung gar nicht zu!
    Damit will ich sagen, dass für die Zukunft unbedingt standardisierte intelligente Ladelösungen nötig sind, um Investitionsrisiken zu minimieren. Jetzt wurstelt einfach jeder an proprietäre Lösungen rum!
    • Tornadillo 30.08.2019 11:40
      Highlight Highlight Solche Lösungen gibt es natürlich längst. Nennt sich Lastmanagement. Hier ein Beispiel einer voll integrierten Lösung inkl. beliebiger Mengenskalierung und Abrechnung für die einzelnen Benutzer:
      https://www.schnellladen.ch/de/ecarup-bauer-wallbox-11-22kw-inkl-abrechnung-und-lastmanagement
    • DerHans 30.08.2019 11:53
      Highlight Highlight Pierre können sie mir sagen wie es möglich ist, dass jedes Kellerabteil eine Steckdose hat, dies aber nicht für Parkplätze möglich sein soll? Dem Hausanschluss ist es egal ob eine Gefriertruhe oder ein Auto eine Leistung von ca. 1.5 kw bezieht. Gerade zu Hause müssen Autos nicht innerhalb von 2 Stunden geladen sein. Das Auto steht bis zu 20h pro Tag rum da lädt man mit nur 1.5 kw Leistung 300km nach.
    • Pierre Beauregard 30.08.2019 15:29
      Highlight Highlight @Tornadillo: Die Last oder Lademanagmentsysteme sind aber allesamt proprietär, d.h. nur die vom jeweiligen Anbieter dazugehörende Ladestation funktioniert damit. Sehr blöd wenn mal eine Ladestation nicht mehr funktioniert und der Hersteller nicht mehr existiert...
      @DerHans: Stellen sie sich vor nach Feierabend steckt jeder sein E Auto in einer grösseren Garage ans Netz und zieht mit 16 Ampere. Das EW lässt aber pro Hausanschluss nur eine best. Stärke zu bzw die Elekt.installation ist nicht einfach so skalierbar. Im dümmsten Fall haut es die Hauptsicherung raus und sie sitzen im dunkeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • amazonas queen 30.08.2019 11:13
    Highlight Highlight Spannend ist immer wieder, dass man weg von fossilien Brennstoffen will - was absolut richtig ist - und dann Autos mit Benzinantrieb verbieten will. Das ist gut für den Wahlkampf, aber schlecht fürs Klima. Das Problem ist nicht, wie ich die Energie nutze, sondern woher sie kommt. Ein Treibstoff, der aus regenerativer Überschussenegie und rückgewonnenem CO2 entstanden ist, ist besser, als Kohlestrom für das eAuto. Das ist heute leider die Realität.
    • DerHans 30.08.2019 11:22
      Highlight Highlight Warum wird für alle alternativen Treibstoffe ausschliesslich überschüssige regenerative Energie zur Herstellung benutzt, jedoch das E-Auto muss immer zwingend mit Kohlestrom geladen werden?
    • Der Tom 30.08.2019 11:35
      Highlight Highlight Was für ein Treibstoff soll das denn sein? Wieso so kompliziert? Wieso muss Kohlestrom in ein eAuto? PV Anlage auf jedes neue Dach, überschüssigen Sonnenstrom als Wasserstoff speichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Das ist technisch schon lange möglich. Jetzt ja nicht ein Wasserstoff Tankstellennetz aufbauen! Besser in grösseren Anlagen speichern und wieder umwandeln anstatt den Wasserstoff mit Tanklastwagen verteilen damit jedes Auto wieder zu einer Tankstelle fahren muss... Wasserstoff Antrieb in normalen Personenautos ist ein absurder Energieverlust.
    • Ich_bin_ich 30.08.2019 11:38
      Highlight Highlight Tja, das sehen die meisten Menschen aber leider nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • legis 30.08.2019 10:40
    Highlight Highlight Alle Städte autofrei ab 2020. DAS wäre mal akkurrates "vorpreschen" (da lacht man sich ja tot beim Eingang des Artikels! 2050!!?? wollt ihr mich komplett verscheissern?)

    Ausgenommen natürlich Dienstleister, Umzüge, Notfälle und ÖV!
    • Forest 30.08.2019 19:56
      Highlight Highlight Kannst du machen Zürich und die grossen Städte werden es überleben. Die kleinen Städten werden untergehen. Wir haben schon heute Ladensterben in klein Städte, aber Geisterstädte sind auch cool. dafür können nacher alle nach Zürich ziehen und die Mieten sprengen.
  • sowhat 30.08.2019 10:33
    Highlight Highlight Am schnellsten wären wir bei E–Autos, wenn jede Tankstelle verpflichtet würde in zB 5 Jahren mindesten 2 E–Zapfsäulen zu betreiben.
    Für neue nur noch Baugenehmigung, wenn mindestens die Hälfte E sind.
    • Pointer 30.08.2019 11:23
      Highlight Highlight Wozu willst du mit dem Elektroauto zu einer klassischen Tankstelle fahren?
      Die Ladesäulen müssen dort sein, wo das Auto lange Steht: Zuhause, Arbeitsplatz, Einkaufszentren, Restaurants, Kinos, Parkhäuser usw.
    • Dominik Treier 30.08.2019 11:54
      Highlight Highlight Schnellladestationen an Tankstellen ergeben durchaus Sinn. Aber natürlich nur an viel befahrenen Strecken für Durchgangsverkehr. Parkhäuser und -plätze zumindest mit einer 230V-Haushaltssteckdose, besser noch einem 3 Phasen-Anschluss auszustatten, wäre aber definitiv ebenso wichtig.
    • Pointer 30.08.2019 12:23
      Highlight Highlight @Dominik Treier: Primär in Autobahnnähe notwendig. Dort gibts ja meistens auf Raststätten genügend Parkplätze, die man mit Ladesäulen ausstatten kann, da muss man die nicht extra bei den bestehenden Tankstellen platzieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 30.08.2019 10:27
    Highlight Highlight Das wird sich ganz von alleine erledigen auch vor 2050. Sobald auch der Heiri vom Stammtisch merkt, dass sein Nachbar für einen Bruchteil der Kosten von einem Verbrenner seine Kilometer ohne Komforteinbussen abspult, wird er auch umsteigen. Da wird es ihm auch wieder egal sein woher alle Rohstoffe herkommen.
  • Offi 30.08.2019 10:21
    Highlight Highlight Soll das ein Witz sein ? Wer weiss denn schon was in 31 Jahren ist? Politiker denken sonst doch nur auf 4 Jahre hinaus, ob sich da irgendwelche Leute profilieren wollen?
    • Ha End 30.08.2019 18:38
      Highlight Highlight Ganz einfach, in 30 - 50 Jahren kennt man nicht mal mehr die Namen dieser Politiker.

      Chears
  • Der Tom 30.08.2019 10:16
    Highlight Highlight Neuzulassungen müssen so schnell wir möglich vielleicht spätestens ab 2025 verboten werden. Es gibt einen gigantischen Occasionsmarkt! Der muss auch noch abgebaut werden können. Einfach wegschmeissen kann ja nicht die Lösung sein. Lieber keine neuen mehr zulassen. Plugin-Hybride sollten auch nicht mehr weiter entwickelt werden. Reine Elektroautos sollten gefördert werden. Insgesamt aber muss der Verkehr aber so oder so reduziert werden. ÖV, Carsharing oä. stark ausbauen und fördern.
    • Matrixx 30.08.2019 10:29
      Highlight Highlight Mit selbstfahrenden Autos und einem ausgeklügelten Carsharing-System könnte man den Verkehr um ca. 60-70% reduzieren.
      Bis wir gesellschaftlich und politisch so weit sind, dauert es aber noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte.
    • RomT 30.08.2019 10:56
      Highlight Highlight Richtig, und Fussgänger und Fahrradfahrer nicht vergessen :) diese wurden auf Kosten der Autos massiv vernachlässigt, obwohl insbesondere in Städten ein grosses Potenzial für diese simplen Arten der Fortbewegung besteht
    • dmark 30.08.2019 11:55
      Highlight Highlight Ach hör doch auf mit diesem "selbstfahrenden Kram"... Das wird nie richtig funktionieren.
  • ingmarbergman 30.08.2019 10:11
    Highlight Highlight Wieso nicht 2200? Das erreicht ihr sicher..

    2050 ist ein Wirz. 2030 wäre ein ehrgeiziges Ziel. Besser noch 2025.

    Man kann es nicht wenig oft genug sagen: es wird wehtun. Aber je länger wir warten, desto teurer wird es und desto härter trifft es den einzelnen.
    • spaddeloni 30.08.2019 14:40
      Highlight Highlight Aber dass will natürlich keiner hören... Leute wacht auf! Der klimawandel ist real ob ihr wollt oder nicht. Und auch wenn e Autos nicht das Gelbe vom Ei sind, sind sie ein erster Schritt in die richtige Richtung.
  • ChiliForever 30.08.2019 10:08
    Highlight Highlight Na ja, wenn wir das nicht bis 2050 flächendeckend hinbekommen, sind wir ohnehin am Popo...
    Der Zeithorrizont ist ja auch durchaus großzügig gewählt.
  • Snowy 30.08.2019 10:00
    Highlight Highlight Basel ❤️
    • Snowy 30.08.2019 10:05
      Highlight Highlight Es braucht übrigens natürlich kein Fahrverbot – sondern lediglich ein Neuzulassungsverbot für Benziner und Diesel ab 2030.

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