Wirtschaft
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Kein Land ist so globalisiert wie die Schweiz – China ist weit abgeschlagen



Die Schweiz ist das am stärksten globalisierte Land der Welt. Dahinter folgen in einem Index die Niederlande und Belgien. Auf den weiteren Rängen liegen Schweden, das Vereinigte Königreich, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland und Norwegen.

Dies geht aus dem am Donnerstag von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich publizierten KOF Globalisierungsindex hervor. Er bezieht sich allerdings auf das Jahr 2016. 2015 hatte die Schweiz auf Platz zwei gelegen.

Die Schweizerflagge und die chinesische Flagge flattern im Wind, am Dienstag, 1. Juli 2014, im Rheinhafen in Basel. Heute tritt das Freihandelsabkommen der Schweiz mit China in Kraft. Unterzeichnet worden war das Freihandelsabkommen im Juli 2013, dies nach zweieinhalbjaehrigen Verhandlungen. Die Schweiz war damit nach Island erst das zweite Land in Europa, das ein Freihandelsabkommen mit China abschloss. Unter Dach kam dieses schliesslich mit der Zustimmung des Staenderats als Zweitrat im Maerz 2014. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Schweizerflagge und die chinesische Flagge flattern im Rheinhafen in Basel im Wind. Bild: KEYSTONE

Die Globalisierung habe sich seit 2015 weiter abgeflacht, heisst es in der Mitteilung. Auch im Jahr 2016, dem aktuellsten Jahr des Index, sei der Grad der weltweiten Globalisierung nur leicht angestiegen. Zudem stagnierte die ökonomische Globalisierung. Die finanzielle Globalisierung schritt zwar weiter fort, gleichzeitig habe der Grad der Handelsintegration jedoch etwas abgenommen.

Die soziale Globalisierung erhöhte sich nur leicht. So nahmen die weltweiten Informationsflüsse weiter zu, gleichzeitig verringerte sich aber der Grad der kulturellen Globalisierung leicht. Die politische Globalisierung habe von allen Dimensionen am stärksten zugenommen, wie es weiter heisst.

Die grossen Volkswirtschaften der Welt liegen eher im Index-Mittelfeld. Die USA liegen bei der ökonomischen Globalisierung auf Rang 65. Bei der sozialen und politischen Globalisierung liegen sie auf den Plätzen 23 und 12.

China im unteren Drittel

Die Volksrepublik China liegt im Gesamtindex im unteren Drittel auf Platz 79. Während sie bei der politischen Globalisierung auf Rang 27 liegt, ist ihr Grad der ökonomischen und sozialen Globalisierung deutlich geringer. Japan, die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt, befindet sich auf Platz 36.

Grosse Volkswirtschaften der EU, wie das Vereinigte Königreich (5), Frankreich (Platz 8), Deutschland (9) sowie Spanien (12) sind gemäss Mitteilung hingegen aufgrund ihrer hohen Verflechtung innerhalb des Wirtschaftsraums insgesamt deutlich stärker globalisiert

Am wenigsten globalisiert sind Eritrea, die Zentralafrikanische Republik, die Komoren, Afghanistan und Guinea-Bissau.

Der KOF Globalisierungsindex liegt für 195 Länder und den Zeitraum 1970 bis 2016 mit 42 Variablen vor. (awp/sda)

Der Handelsstreit zwischen den USA und der EU kompakt erklärt

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 27.12.2018 23:00
    Highlight Highlight Ahhhh....und welche am wenigsten globalisiert sind, die nehmen wir auf? Coole Statistik! Wir super, Rest weniger.....
  • Charlie84 27.12.2018 18:13
    Highlight Highlight Sind wir also doch keine Abschotter und „Gallier“...
  • piatnik 27.12.2018 18:00
    Highlight Highlight cool, globalisierung, wow so toll, ich bin happy, hab ich mir auf weihnachten gewünscht...yeahh
  • paddyh 27.12.2018 11:40
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären wie man so etwas misst? Was heisst es zB sozial globalisiert zu sein? Ich kann mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen? Und was sind die Konsequenzen von so einer Globalisierung?
    • Ökonometriker 27.12.2018 15:08
      Highlight Highlight man misst es über einen aus verschiedenen Teilfaktoren zusammengesetzten Index. Globalisierung führt in der Standardtheorie zu mehr Wohlstand aber tieferen Löhnen und höheren Kapitaleinkommen - also einer ungerecgteren Vermögensverteilung. Das Feld ist aber umstritten und es gibt zahlreiche abweichende Theorien.
    • Xonco 28.12.2018 09:50
      Highlight Highlight Es führt vor allem dazu jegliche Nationale Identität zu vertreiben.

      "Ein Volch" das keinen Zusammenhalt hat, lässt sich leichter Regieren, weil kein Wiederstand.
  • kettcar #lina4weindoch 27.12.2018 11:06
    Highlight Highlight Ein grosses DANKESCHÖN an die Globalisierungsverlierer weltweit, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.
    • kettcar #lina4weindoch 28.12.2018 09:30
      Highlight Highlight Ja und auf irgendeinem Buckel muss man ja wachsen... ah und fast vergessen: wenn nicht wir es tun, tut es jemand anderes.

      #bullshitbingo

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