Wirtschaft
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Der Damm ist gebrochen: Jeder Fünfte scannt alle seine Einkäufe selbst

Neue digitale Technologien verändern das Einkaufsverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten. 17 Prozent der Schweizer Kundschaft zahlt bereits gelegentlich mit dem Smartphone. Mehr als zwei Drittel scannen inzwischen Einkäufe selber ein.



Das Beratungsunternehmen Deloitte hat in einer am Donnerstag publizierten Befragung ermittelt, dass 83 Prozent der Konsumenten in der Schweiz das Smartphone oder den Laptop für ihre Einkäufe nutzen. Die Geräte würden dabei vor, während oder nach dem Ladenbesuch benützt.

Passabene, a new shopping system for practical grocery shopping at Coop Sihlcity in Zurich, pictured on January 29, 2015. The customer scans with a hand scanner the requested goods by himself.(KEYSTONE/Christian Beutler)

Passabene, ein neues Einkaufssystem für praktisches Einkaufen im Coop Sihlcity am 29. Januar 2015 in Zuerich. Der Kunde scannt mit einem Handscanner seine gewuenschten Produkte selbst ein. (KEYSTONE/Christian Beutler)

69 Prozent aller Kunden haben bereits selber gescannt.  Bild: KEYSTONE

Die Digitalisierung hat auch den Einsatz der Zahlungsmittel verändert. Im Jahr 2000 gingen rund drei Viertel des Umsatzes an stationären Verkaufspunkten auf Bargeld zurück. 2016 lag dieser Wert noch bei knapp der Hälfte. Der Trend zeigt weg vom Bargeld, hin zu Karten und neuen digitalen Zahlungsmitteln.

Twint stärker verbreitet

Neben 17 Prozent der Konsumenten, die bereits mit dem Smartphone bezahlen, gaben bei der Umfrage 14 Prozent der Befragten an, dies in nächster Zeit zu planen. Allerdings weniger als 1 Prozent bezahlen immer mit dem Smartphone.

Knapp drei Viertel der Smartphone-Zahler benutzen Apps von Drittanbietern wie Twint, Apple oder Samsung. Twint ist dabei etwas stärker verbreitet. Die Studienautoren bezeichnen es als ein eindeutiges Plus von Twint, dass dafür keine Kreditkarte, sondern nur ein Bankkonto notwendig ist. Apple Pay und Samsung Pay seien hingegen auch international anwendbar.

Das TWINT Bezahl App wird benutzt im LILY'S Restaurant am Dienstag, 4. August 2015, in Zurich. Mitte 2015 lanciert TWINT das digitale Portemonnaie fuer die ganze Schweiz. (PHOTOPRESS/Dominic Steinmann)

Twint hat die Nase vorn. Bild: PHOTOPRESS

Immer mehr Läden haben inzwischen in ihre eigenen Apps eine Bezahlfunktion eingebaut und kombinieren diese mit Bonusprogrammen und Spezialangeboten. Laut der Studie verwenden fast die Hälfte der Konsumenten solche Bezahl-Apps von spezifischen Marken.

Kunde als Kassierer

Der Mehrheit der Schweizer scheint das sogenannte Self-Checkout in Läden zu gefallen. Beim Kauf von Lebensmitteln nutzen 69 Prozent der Schweizer Kunden automatisierte Kassensysteme. Ein Fünftel tut dies bei jedem Einkauf, ein Viertel mindestens bei jedem zweiten und 22 Prozent ab und zu.

Die Studienautoren rechnen damit, dass der Einfluss digitaler Technologien beim Zahlen im Detailhandel in den nächsten Jahren weiter zunehmen dürfte. Besonders viel Potenzial habe das Einkaufen mit dem Smartphone (Mobile Payment). Welche Anbieter sich hier durchsetzen werden, hänge stark davon ab, wie benutzerfreundlich, sicher und breit anwendbar die jeweilige Bezahllösung sei. (sda)

Auch die zwei haben beim Einkaufen mächtig Spass

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 16.11.2017 15:04
    Highlight Highlight Hauptgrund, weshalb ich selber scanne ist, dass ich 30 Minuten Mittagspause habe und wenn ich dann etwas einkaufen gehe, irgendwelche Rentner an der einzigen Kasse Schlange stehen.
    Ich habe dann jeweils komplett eingekauft, bis sRoseli an der Kasse ihr Kleingeld rausgezählt hat, weil sies "passend" hat.
  • Alterssturheit 16.11.2017 14:36
    Highlight Highlight In "meiner" Migros stehen am Samstag zwischenzeitlich sehr oft mehr Leute Schlange um selber zu scannen als an den Kassen. Dort ist man Rutz-Butz durch. Ich gehe wohl eher wieder aufs alte System zurück.
  • Toto 16.11.2017 12:08
    Highlight Highlight Ich spreche viel lieber mit einem Menschen als mit einer Maschine !!!
    • ConcernedCitizen 16.11.2017 14:10
      Highlight Highlight Ich habe mit dem Self-Checkout-Automaten noch nie gesprochen. Mit einem Bankomaten übrigens auch noch nicht.
  • Hallosager 16.11.2017 11:10
    Highlight Highlight Also ich scanne eigentlich nur selbst, weil ich keine Lust habe für meine paar Produkte die ich in der Migros oder Coop kaufe, stundenlang anzustehen. Da schätze ich den Dorfmetzger, Nachbarsbauern und Beck mehr. Schnell, persönlich und superfein :)
  • Der Tom 16.11.2017 11:04
    Highlight Highlight Heute stehen die grössten Schweizer Banken und SIX hinter der TWINT App. Alles was es sonst noch gibt wird von diesen Banken zugunsten von TWINT nicht unterstützt. Ist doch eine tolle Idee! Wir könnten zb in der Schweiz ein Auto bauen und dann nur noch das zulassen. Oder Migros und Coop könnten alle Käseproduzenten kaufen und nur noch Schweizer Käse verkaufen.
  • ralck 16.11.2017 09:50
    Highlight Highlight Das Self-Scanning benütze ich eigentlich nur im Hauptbahnhof, weil ich da jeweils bloss ein bis zwei Sachen kaufe – so schaffe ich es nach 30 Sekunden wieder draussen zu sein. Für den Einkauf sonst mag ich es noch, der Person an der Kasse Grüezi zu sagen.

    Kritisch bin ich aber gegenüber den Coop-Automaten mit Bargeld. Will man solche Automaten, muss das Bargeld von diesen verbannt werden – sonst wird es nie funktionieren und immer länger dauern als an der Kasse.

    Für schnelles Self-Scanning muss man vorbereitet sein und die Cashless-Karte bereits in der Hand haben.
    • Hallosager 16.11.2017 11:14
      Highlight Highlight Oder das Portemonnaie zur Hand mit der passenden Note bereit ;-)
      Bin immer erstaunt darüber, wie lange gewisse Leute mit der Karte/dem Smartphone haben,während ich beim warten den exakten Betrag schon zur Hand habe. Aber ich rechne halt auch gerne :)
    • ralck 16.11.2017 11:34
      Highlight Highlight Vermutlich ist es halt so, dass diejenigen, welche mit dem Bargeld lange haben auch mit der Karte lange haben… :-)
    • Dageka 16.11.2017 12:55
      Highlight Highlight Mit dem Bargeld an den Selfcheck-Automaten haben die meisten Leute nur so lange, weil man dort alle nervigen 5 und 10 Räppler hervorholen und loswerden kann, ohne selbst nachrechnen zu müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sputnik_72 16.11.2017 09:42
    Highlight Highlight Wenn der Damm bricht, dann würde ich persönlich eher rennen statt scannen 😉
  • Str ant (Darkling) 16.11.2017 09:33
    Highlight Highlight Wenn ein grösserer Einkauf ansteht ist es viel praktischer Selber mit der App zu scannen und direkt im Wägeli zu versorgen und am Schluss nur noch zu zahlen.
  • Triumvir 16.11.2017 08:41
    Highlight Highlight Ich scanne nur im Notfall meine Einkäufe selber. Denn ich finde es nach wie vor eine riesige Frechheit, dass ich für die Grossverteiler auch noch selber arbeiten soll! In den USA muss man an der Kasse sogar häufig nicht mal die Ware selber einpacken! Das nenne ich mal Kundenservice und nicht das, was uns Migros, Coop und Manor etc. zumuten wollen. Abgesehen von der Tatsache, dass dies Jobs für weniger qualifizierte Menschen kostet!
    • Caturix 16.11.2017 09:17
      Highlight Highlight Ja in den USA alles in Beutel abpacken, um einzukaufen gibt es schon Elektroroller XXL die mehrheit hat einen BMI der viel zu hoch ist. Die Menschen sind dort so faul dass sie das Auto nehmen um 10 Meter vor dem Haus zum Briefkasten zu fahren.
      Nicht gerade ein Vorbild, da scanne ich meine Wahre lieber selber. Geht schneller und muss nicht alles aus dem Wagen packen.
    • Trump's verschwiegener Sohn 16.11.2017 09:28
      Highlight Highlight In den Usa gibt es so liberale Arbeitsgesetze, dass dort jeder Bequemlichkeitsfurz umgesetzt werden kann. Während einem jemand die Einkäufe einpackt, damit man ja nicht zu viele Kalorien verbrannt, hat man genug Zeit, einen gerade gekauften Schokoriegel zu vernaschen. Wenn man dadurch irgendwann zu übergewichtig ist, um selbst zu laufen, bietet zumindest Walmart diese Elektrovierräder an inkl. grossen Korb davor für den ganzen Junkfood. Amerika ist ja so toll.
    • jjjj 16.11.2017 09:44
      Highlight Highlight In den USA verdienen die Einpacker auch nur 8 Dollar/ Stunde...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 16.11.2017 08:34
    Highlight Highlight Also ich Scanne gerne selbst. Vor allem wenn ich sehr grosse Einkäufe mache weil dann kann ich in Seelenruhe mein eigenes Tempo machen. An der Kasse finde ich das immer so stressig. Die Scanen so schnell - es stört mich. Und dann noch alles gut einpacken etc.

    So kann ich in ruhe scannen und zahlen wie mir lieb ist. Mag zwar andere Nerven, stört mich aber nicht. :)
    • Charlie B. 16.11.2017 09:14
      Highlight Highlight "Vor allem wenn ich sehr grosse Einkäufe mache weil dann kann ich in Seelenruhe mein eigenes Tempo machen"

      Lol, lies mal das Schild das über den Self Scan Automaten steht! Im Coop steht da: "für das schnelle Einkaufen".

      Schnell, schnell, schnell muss es gehen :P
    • ralck 16.11.2017 10:24
      Highlight Highlight Ja, Scaros bezieht sich aber auch auf das Scannen während dem Einkaufen. Sprich: Ware aus dem Regal nehmen, scannen und in den Einkaufswagen legen. Das ist eben passabene/subito wo man das Gerät beim Eingang nimmt und nicht das Self-Scanning, welches erst beim Ausgang stattfindet.
    • Evan 16.11.2017 10:35
      Highlight Highlight Die Scannen so schnell? Mir schläft da immer der Kopf ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thierry_haas 16.11.2017 08:21
    Highlight Highlight Ich gehe immer bei einer Kassiererin zahlen, lese meine Zeitung auf Papier, habe kein Tablet und nehme jeden Morgen mein Frühstück im Speisewagen der SBB. Ich glaube, bald darf ich nicht mehr auf diesem Planeten leben...
    • Amboss 16.11.2017 08:39
      Highlight Highlight Und den Kommentar hier hast du auf der Schreibmaschine geschrieben? ;)
    • EvilBetty 16.11.2017 08:42
      Highlight Highlight Ja! Wir, der Rest der Menschheit, werden dich verstossen. Kannst froh sein wenn wir dich nicht auf dem Scheiterhaufen verbrennen.
    • thierry_haas 16.11.2017 08:43
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