Wirtschaft
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Löpfe gegen Strahm: «Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt» – «Das ist Voodoo-Ökonomie!»

Streitgespräch zum Bedingungslosen Grundeinkommen: watson-Autor Philipp Löpfe und Ex-Preisüberwacher und SP-Mann Rudolf Strahm duellieren sich über den Wert der Arbeit, faule Menschen und Roboter, die uns den Job wegnehmen.



Herr Strahm, glauben Sie, dass der Mensch grundsätzlich faul ist?
Rudolf Strahm:
Der Mensch ist beides, faul und nicht faul. Die einen gehen schier an Stress zugrunde und die andern wollen oder können nicht arbeiten. Das Wichtige ist aber: Bei uns hat Arbeit einen Selbstwert. Wer arbeiten kann, ist integriert, auch als Ausländer. Über die Arbeit läuft für die meisten die Identifikation mit der Gesellschaft – und mit sich selber.

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Video: watson.ch

Lehnen Sie deshalb das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ab?
Strahm: Es gibt natürlich «Ausreisser», Drückeberger, die die Arbeit nicht schätzen. Mit dem BGE hätten sie einen Grund weniger, zu arbeiten und Arbeit zu suchen. Umgekehrt gibt es Menschen, die darin total aufgehen und zu Sklaven ihrer Arbeit werden. Beide Extrempositionen sind Realität.

Herr Löpfe, sind Sie mit diesem Gesellschaftsentwurf einverstanden?
Philipp Löpfe:
Mit dem ersten Teil. Wahrscheinlich sind ungefähr fünf Prozent der Leute einfach faul. Aber das hat nichts mit dem Grundeinkommen zu tun. Herr Strahm hat auch Recht, dass die Aufwertung der Arbeit eine Errungenschaft der bürgerlichen Gesellschaft ist. Arbeiten ist nicht in den Genen des Menschen angelegt. Arbeit wurde lange als etwas Niedriges angesehen. Wer arbeiten musste, war arm. Insofern ist Arbeiten typisch für die Gesellschaft von heute: Arbeit ist zur Hauptquelle der menschlichen Identifikation geworden. Das ist aber auch gleichzeitig ein Problem.

«Ich gehe davon aus, dass die Leute weiterarbeiten würden. Nicht alle 18-Jährigen würden sich einen Joint drehen und an die Sonne liegen.»

Philipp Löpfe

Warum?
Löpfe: Unsere Arbeitswelt wird immer prekärer, es gibt immer weniger bezahlte Arbeit. Und dadurch ist die Identifikation mit Arbeit nicht mehr so sicher.

Wir bekommen also immer weniger für unsere Arbeit: Lohn und Ansehen. Wird Arbeit mit dem Grundeinkommen nicht noch geringer geschätzt?
Löpfe:
Nein, es tritt das Gegenteil ein. Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt. Schmutzige Arbeit soll mehr und mehr von Maschinen übernommen werden – oder besser bezahlt werden.

Das müssen Sie uns erklären!
Löpfe:
Mit einem Grundeinkommen wären weniger Leute bereit, die «schlechte» Arbeit – WCs putzen, Alte pflegen, Schichtarbeit in der Abfallverbrennung – zu verrichten. Dadurch müsste man sie besser entlöhnen.

Das sehen Sie sicher anders, Herr Strahm ...
Strahm: Tatsächlich. Ich glaube nicht, dass uns die Arbeit ausgeht. Stattdessen sollten wir konkurrenzfähig bleiben mit gut ausgebildeten Fachkräften, denn unsere Wirtschaft braucht sie. In Asien denkt keiner daran, dass die Arbeit ausgehen könnte. Das Grundeinkommen fördert die Arbeitsscheuen. Eine solche Gesellschaft will ich nicht, sie ist in der globalen Konkurrenz nicht möglich.

« ... oder man holt die billigen Leute aus Polen, Rumänien, Bulgarien. Die Grenzen sind bald offen für sie!»

Rudolf Strahm

Rudolf Strahm Philipp Löpfe

Rudolf Strahm beim BGE-Streitgespräch bei watson.
bild: watson

«Ich hoffe sogar, dass es weniger Bereitschaft dazu gibt. Dann wird die Drecksarbeit besser bezahlt ...»

Philipp Löpfe

Ist das nicht zu pessimistisch gedacht?
Strahm:
 Ich bin in der Berufsberatung tätig und sehe, dass ein gewisser Druck nötig ist – nicht bei allen, aber bei vielen, insbesondere bei Jugendlichen. Das BGE wäre eine lebenslange, bedingungslose Staatsrente, ohne Leistungsnachweis. Jeder ab 18 könnte eine solche Staatsrente beziehen. Eine Lehre zu machen, eine Weiterbildung durchzuziehen, das ist recht hart! Herr Löpfe soll jetzt mal erklären, wie er sich das vorstellt, wenn jeder einfach 2500 Franken Rente bedingungslos vom Staat erhält.
Löpfe: In der Initiative steht nicht, man solle schlagartig 2500 Franken einführen. Ich gebe Ihnen recht: Wenn jeder über 18 ab dem 1. Januar 2017 soviel Geld erhielte, wäre unser System überfordert. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Leute mit dem BGE weiterarbeiten würden, laut Umfragen mehr als 90 Prozent. Nicht alle 18-Jährigen würden sich einen Joint drehen und an die Sonne liegen. Ich teile diese Angst nicht.

Dennoch dürfte es mit einem BGE weniger Bereitschaft geben, die Drecksarbeit zu erledigen. Wer macht sie dann?
Löpfe: Ich hoffe sogar, dass es weniger Bereitschaft dazu gibt. Dann wird die Drecksarbeit besser bezahlt ...
Strahm: ... oder man holt die billigen Leute aus Polen, Rumänien, Bulgarien. Die Grenzen sind ja offen für sie!
Löpfe: Auch die hätten Anrecht auf das Grundeinkommen in der Schweiz. Also wird genau das nicht passieren.
Strahm: Ist das nicht eine Strategie für eine Robinson-Insel? In einer offenen Volkswirtschaft funktioniert das nicht. 

Roboter werden bald jeden zweiten Arbeitsplatz übernehmen. Was bringt ein BGE in dieser veränderten Welt?
Löpfe: Wir befinden uns in einer Wendezeit, die nächsten 50 Jahre werden wir nicht im gleichen Wirtschafts-System verbleiben. Der technische Fortschritt und die Globalisierung verändern unsere Arbeitswelt sehr stark. Viele Berufe verschwinden, die Arbeitswelt wird prekärer. Die Erwerbstätigkeit in der Industrie nimmt ab. Wir brauchen dafür mehr Pflegepersonal.

Das müssen Sie uns erklären.
Löpfe: Das Grundeinkommen löst nicht alle unsere Probleme. Es löst aber das Problem, dass wir lästige Arbeit nicht mehr erledigen müssen. In Ihrem System, Herr Strahm, müssen wir die Pflegenden durch Roboter ersetzen, weil wir sie uns nicht mehr leisten können. Menschliche Arbeit wird immer teurer. Den Coiffeur kann man nicht durch einen Roboter ersetzen.
Strahm: Das hält unser Arbeitsmarkt nicht aus. Muss man dann den Spitälern vorschreiben, dass sie ihre Löhne nicht senken dürfen? In einer offenen Volkswirtschaft, die jederzeit die Rekrutierung von billigeren Ausländern erlaubt, werden einfach noch tiefere Löhne bezahlt, wenn die Arbeitgeber wissen, dass jedermann 2500 Franken «Grundbesoldung» schon in der Tasche hat.

«Ich habe auch Respekt vor Facharbeitern, aber diese Mythologisierung der Facharbeiter teile ich nicht.»

Philipp Löpfe

Rudolf Strahm Philipp Löpfe

Rudolf Strahm gegen Philipp Löpfe.
bild: watson

Und ich teile diese Hochachtung vor dem Silicon Valley nicht: Dort verdienen ein paar wenige Milliarden, aber Tausende stürzen ab. Es ist klar, dass diese Leute nach Einkommen suchen.»

Rudolf Strahm

Nochmal: Was bringt ein BGE in dieser veränderten Welt?
Löpfe:
Herr Strahm schwärmt von einem Bereich, der höchstens noch 20 Prozent der Wirtschaft ausmachen wird. Heute sehen wir doch die Verschiebung der Industrie-Arbeit hin zu Pflegeberufen und allen Arbeiten, die sich nicht computerisieren lassen. Die können wir uns mit der Zeit nicht mehr leisten. In Zukunft kann vielleicht nicht mehr jeder zum Arzt gehen. Wir sind immer mehr gezwungen, diese Arbeiten selber zu erledigen, unsere Eltern, unsere Kinder selber zu pflegen oder in einem Altersheim zu arbeiten. Dafür brauchen wir ein Grundeinkommen.
Strahm: Es braucht immer höhere Anforderungen, auch in der Pflege: die Medikation, die Sprachkompetenzen, das Reporting. Es braucht in Zukunft auch Codierer im Spital und bei den Krankenkassen, damit der Computer mit den komplexen Vorgängen gefüttert wird. Das hat alles nichts mit Pflege zu tun, sondern mit Bürokratisierung.
Löpfe: Die Erwerbstätigkeit nimmt aber nicht in der Industrie zu. Dort geht sie zurück. Ich habe auch Respekt vor Facharbeitern, aber Ihre Mythologisierung der Facharbeiter teile ich nicht.
Strahm: Und ich nicht Ihre Hochachtung vor dem Silicon Valley: Dort verdienen ein paar wenige Milliarden, aber Tausende stürzen ab. Es ist klar, dass diese Leute nach Einkommen suchen, das ihnen erlaubt, auszusteigen und kreativ aber nicht produktiv zu sein.
Löpfe: Aber die «goldenen 30er-Jahre» nach dem Zweiten Weltkrieg mit Vollbeschäftigung sind auch vorbei ...
Strahm: Das, was Sie erzählen, ist Mainstream-Glaube aus Amerika. In den Siebzigern wollten wir mehr Selbstverwaltung bei der Arbeit, in den Achtzigern kam die Idee von «Zwei Stunden Arbeit pro Tag» von André Gortz, in den Neunzigern war es der Hype um das «Ende der Arbeit» von Jeremy Rifkin, in den Nullerjahren hatten wir den Traum vom «Papierlosen Büro». Und heute? Brauchen Sie etwa weniger Zeit für Ihren Computer? Nein, sie brauchen mehr! Und Sie brauchen mehr Fachkräfte dafür! Das Problem ist, dass die Amerikaner die Industrie 4.0 selber nicht beherrschen, weil ihnen längst die industriellen Fachkräfte fehlen.

Und wir, haben wir diese Kompetenzen?
Strahm: Ja. Aber Herr Löpfe hat zu wenig arbeitsmarktliche Einsicht, um zu beurteilen, was Industrie 4.0 wirklich bedeutet. Die ist nämlich in der Schweiz in vollem Gange! Ich sehe aber keine Wende bei den Arbeitskräften – abgesehen von den Wechselkursproblemen, die die Arbeit verteuern. Denn die Roboter, vor denen Herr Löpfe in Ehrfurcht erstarrt, müssen von jemandem zuerst gebaut werden. Sie müssen programmiert, gewartet werden. Jeder neue technische Fortschritt braucht neue, andere Fachkräfte. Wir haben das begriffen, die Amerikaner haben die Industrie dazu längst preisgegeben.

«Die Roboter, vor denen Herr Löpfe in Ehrfurcht erstarrt, müssen zuerst gebaut werden. Sie müssen programmiert, gewartet werden. Jeder neue technische Fortschritt braucht neue Fachkräfte.»

Rudolf Strahm

Gleichzeitig besteht die Befürchtung, dass mit einem Grundeinkommen die Löhne sinken, weil der Staat ja bereits einen Teil des Lohns zahlt. Was sagen Sie dazu, Herr Löpfe?
Löpfe: Letztlich geht es um einen Lohnzuschuss für alle. In Dänemark gibt es das Flexicurity-System, es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Strahm: Aber dort ist es ein Lohnzuschuss für die, die es nötig haben.

Das wirft die Frage auf: Braucht UBS-Chef Sergio Ermotti die 2500 Franken Grundeinkommen? Ist das nicht ungerecht? Soll der Staat nicht gezielter Geld verteilen?
Löpfe:
Das ist eine Detailfrage. Ermotti bekommt ja auch AHV.
Strahm: Aber er hat dort 40 Jahre lang einbezahlt und mitgeholfen, den Wohlstand aufzubauen.
Löpfe: Wer ein BGE bekommt, hilft dabei auch mit. Nur ganz wenige werden sich auf die faule Haut legen. Das BGE ist im Prinzip ein Stück mehr Sicherheit in einer veränderten Arbeitswelt.
Strahm: Und was würden die Leute dann arbeiten?
Löpfe: Das, was sie jetzt auch machen. Das stört mich übrigens an Ihrem Artikel im «Tages-Anzeiger»: Sie gehen davon aus, dass es Berufe gibt, die zum Wohlstand nicht beitragen, «die Kreativen». Ich verstehe Ihre Geringschätzung nicht. Auch diese Leute sind volkswirtschaftlich wichtig.
Strahm: Diese Leute landen teilweise im Prekariat: Musiker, Künstler, etc. Auf der anderen Seite haben wir zu wenig Leute in den MINT-Berufen.
Löpfe: Es ist ein Irrtum zu glauben, dass das Grundeinkommen diese Tendenz fördern würde. Im Gegenteil: Die Konkurrenz würde stärker, weil jeder sich beweisen muss.

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Herr Löpfe, Sie reden immer wieder von der Privatisierung, die das BGE erlauben würde. Wie soll das funktionieren?
Löpfe: Es gäbe einen Innovationsschub, unangenehme Arbeit würde durch Maschinen ersetzt. Was die Pflegearbeit angeht, würde sie aufgewertet und besser bezahlt. Wir Privaten können das auch selber übernehmen. Wir müssen uns dann überlegen, ob wir für unsere Eltern die Pflege übernehmen, oder weiterarbeiten wollen. Es entstehen neue Pflegekreise. Sie, Herr Strahm, wollen alles an den Staat delegieren.
Strahm: Nein, das will ich nicht. Das Grundeinkommen will das. Es ist eine Staatsrente, und zwar lebenslänglich und ohne Leistungsverpflichtung!
Löpfe: Nein, es entsteht eine Grundlage, um vermehrt private Initiativen zu fördern.
Strahm: All die Machos, die nicht arbeiten, von der Sozialhilfe leben, bei denen sogar die Frau arbeiten muss, damit es reicht, die aber nicht gekocht haben, wenn die Frau und die Kinder heimkommen, die sich weigern, das Kind zu wickeln: Glauben Sie, die machen mehr, wenn man ihnen noch 2500 Franken gibt? Glauben Sie, mit einer anonymen, bedingungslosen Staatsrente würden die Menschen mehr zueinander schauen? Das glaube ich nicht. Emotionale Kompetenz funktioniert nicht über Entschädigungen.
Löpfe: Es braucht eine Reduktion der Arbeitszeit und eine Neuaufteilung unserer nachbarschaftlichen Verhältnisse. Mit einem BGE wird die Eigenverantwortung gestärkt und wir schieben nicht alles dem Staat ab.

Rudolf Strahm Philipp Löpfe

Rudolf Strahm.
bild: watson

«All die Machos, die nicht arbeiten, von der Sozialhilfe leben, die sich weigern, das Kind zu wickeln: Glauben Sie, die machen mehr, wenn man ihnen noch 2500 Franken gibt?»

Rudolf Strahm

Das hört sich utopisch an.
Strahm:
Je mehr Geld in die Gesellschaft fliesst, desto mehr Individualismus gibt es. Jeder schaut für sich. Diese Vorwürfe gab es übrigens auch an die Adresse der AHV, weil sie die nachbarlichen und innerfamiliären Betreuungs- und Pflegeleistungen überflüssig machte.
Löpfe: Warum haben wir die AHV eingeführt? In der Industriegesellschaft war es nicht mehr möglich, die Alten zuhause zu pflegen. Also hat man faktisch ein «BGE für die Alten» eingeführt. Es war die Reaktion auf die Veränderungen in der Arbeitswelt. Dies geschieht jetzt mit der vierten industriellen Revolution erneut. Deshalb brauchen wir ein Grundeinkommen, damit wir die Gemeinschaft stärken können. Das BGE ist die AHV des digitalen Zeitalters.
Strahm: Die AHV hat die Generationen auch auseinander gebracht. Die Jungen müssen sich nicht mehr für die Alten verantwortlich fühlen. Die Integration der Gesellschaft über Generationen hinweg funktioniert noch dort, wo es keine Entschädigung gibt, zum Beispiel in Asien: Grosseltern betreuen ihre Enkel, damit die Eltern arbeiten können. Sie empfinden eine gewisse innere Verpflichtung. Sobald ich als Grossvater aber weiss, dass die Eltern 2500 Franken Grundeinkommen bekommen, gehe ich auf Reisen.
Löpfe: Wirklich? Sie betreuen Ihre Enkelkinder doch, weil Sie sie gern haben, und weil sie es gerne machen.

Ist das Grundeinkommen wirklich eine Lösung für die zunehmend prekären Arbeitsverhältnisse?
Strahm: Ich bin für einen Mindestlohn, also mit Gegenleistung, und diese heisst: Arbeiten. Wir müssen auch das Problem der Altersausgliederung ab 50 oder 55 angehen. Weiter würde ich eine bessere Koordination der verschiedenen Sozialwerke wie Arbeitslosenversicherung, IV, Sozialhilfe anstreben.
Löpfe: Dann sind Sie aber schon schwer beim Grundeinkommen angelangt ...
Strahm: Was mich stört, ist das Bedingungslose. Das ist keine Vision. Das ist Voodoo-Ökonomie! In einer offenen Industriegesellschaft kann man nicht einfach einen Drittel des BIP umverteilen. Wenn wir die Löhne und die Preise senken – ein Deflationsschock – können wir nichts mehr importieren. Und die Idee mit der Finanztransaktionssteuer könnte man nur im europäischen Verbund lösen. Das sieht jetzt auch Oswald Sigg ein, einer der Väter des BGE.

«Das Grundeinkommen ist die AHV des digitalen Zeitalters.»

Philipp Löpfe

Sie sprechen die Finanzierung an. Wie viel Geld brauchen wir für das Grundeinkommen?
Strahm: Wenn man von 2500 Franken pro Monat ausgeht, müssen wir 210 Milliarden Franken finanzieren. Die Frage ist, was darin an bestehenden staatlichen Leistungen eingebaut wird und was nicht. Die ganze Kalkulation ist abenteuerlich.
Löpfe: Ich bin dafür, dass das BGE nicht schlagartig, sondern in kleinen Schritten eingeführt wird. Ob es via Mehrwertsteuer oder mit einer Finanztransaktionssteuer finanziert wird, ist mir jetzt noch egal. Es geht ums Prinzip. Wir brauchen in der digitalisierten Arbeitswelt mehr Sicherheit, wie wir vor 80 Jahren die AHV gebraucht haben.
Strahm: Für die 25 Milliarden, die das BGE nach Ihrer Rechnung zusätzlich kosten würde – nach meiner ist es viel mehr –, müssten wir die Mehrwertsteuer um 10 Prozent erhöhen! Das Parlament feilscht derzeit um eine Mehrwertsteuer-Erhöhung von 0,8 Prozent für die AHV ...

Wie wollen Sie das Stimmvolk von Ihrem Standpunkt überzeugen?
Löpfe: Wir stossen an Grenzen. Das heutige System wird nicht weitere 50 Jahre bestehen. Denken Sie an Negativzinsen, das hatten wir noch nie. Deshalb brauchen wir eine neue Wirtschaftsordnung, im weitesten Sinn eine Sharing Economy. Rudolf Strahm will zurück in die «goldenen 30 Jahre», mit Vollbeschäftigung und starken Gewerkschaften. Das ist vorbei.
Strahm: Gewisse Fragestellungen der Initiative sind richtig, aber die Antworten sind falsch. Man muss die Gesellschaft auf den kommenden Strukturwandel einstellen. Ich will mehr in die Bildung und berufliche Weiterbildung investieren, damit der Mensch sich dem technologischen Wandel anpassen kann. Er wird in der digitalen Zukunft nicht weniger, aber andere Rollen und Funktionen haben. Das BGE gibt darauf keine Antwort, es ist ein rein monetäres, gleichmacherisches Konzept.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thinkdeeper 24.05.2016 22:34
    Highlight Highlight Ist die MWST wirklich asozial? Ich denke nicht!

    Was ist daran falsch, wenn statt Sozialabgaben und Lohnnebenkosten die konsumierten und bezogenen Leistungen und Güter das BGE mitfinanzieren.

    Wer sich mehr leisten kann, finanziert auch mehr.
    Dies sind nicht die Sozial schwachen.

    Was wäre wenn z.B. einen höheren Satz für Luxusgüter eingeführt und dafür Grundnahrungsmittel steuerfrei würde? Gestaltungsspielraum besteht... Just do it!
    3 1 Melden
  • Slypher 23.05.2016 15:42
    Highlight Highlight Wieso wird noch darüber diskutiert? Selbst die Initianten wissen, dass die Initiative abgeschmettert werden wird.
    In 2-3 Jahren ist diese Idee doch schon wieder vergessen, wenn nicht noch früher...
    1 8 Melden
    • Thinkdeeper 24.05.2016 22:35
      Highlight Highlight Nun auch die AHV brauchte mehrer Anläufe.
      6 0 Melden
  • Thomas Binder 22.05.2016 14:11
    Highlight Highlight In einer Zeit, in welcher jeder CEO grösserer Unternehmen, nicht selten ein zeitlebens Dreijähriger, ein bedingungsloses Grundeinkommen über einer Million, manchmal über zehn Millionen, absahnt, soll nicht jeder erwachsene Bewohner der Schweiz eines von 30 Tausend verdienen? Also bitte!

    Die asoziale neoliberale Indoktrination, welche weder neu noch liberal ist sondern die ewige Ausbeutung des Bürgertums durch die (Neo)feudalen, ist vermutlich nirgends ähnlich mächtig wie in der Schweiz:

    https://deutsch.rt.com/meinung/36435-interview-mit-rainer-mausfeld-neoliberale/
    14 5 Melden
    • Klaus K. 22.05.2016 14:57
      Highlight Highlight Binder, natürlich wäre es toll, wenn jeder wie ein CEO absahnen könnte. Aber wenns der Mittelstand bezahlen muss, geht der Schuss hintenraus. Dummheit und Naivität ist kein Mittel gegen den Neoliberalismus und Abzocke.
      3 3 Melden
    • FrancoL 22.05.2016 19:59
      Highlight Highlight Man kann ja ein weiters Eigentor schiessen Herr Binder. Das bGE annehmen und es dann mit einer völlig asozialen Steuer wie die MwST. finanzieren. Ich staune schon ein wenig über Ihre Posts. Oder denken Sie tatsächlich dass das Parlament bei der Einführung des bGE die Grundidee einer moderaten Umverteilung vorschlagen wird? Nein das sicher nicht und das führt zu einem Referendum in dem dann alles wieder Bach ab geschickt wird. Oder das Parlament bringt eine bGE von 800-1000 chf/mo damit ein kleinerer Finanzierungsbedarf anfällt doch dies ist wohl eben auch nicht im Sinne eines tragenden bGE.
      4 2 Melden
    • FrancoL 22.05.2016 20:00
      Highlight Highlight Herr Binder Sie sollten sich ein wenig von Ihren immer gleichen Thesen abwenden und sich tatsächlich einmal mit dem bGE und dessen mögliche Ausfertigung bei der heute gegebenen politischen Landschaft befassen.
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • schubart 22.05.2016 11:51
    Highlight Highlight Beide Sichtweisen sind spekulativ. Wir wissen noch nicht, wessen Projektion näher an der realen Zukunft liegt. Ich sehe in der BGE Abstimmung eher die Wahl zwischen einer weiterhin reaktiven Politik - wir passen die Strukturen Schritt für Schritt dem Lauf der Dinge an - oder wir werfen dem Lauf der Dinge eine neue Struktur voraus. Ich finde letzteres spannender, Risiken bergen beide Wege..
    7 0 Melden
  • TRL 22.05.2016 10:19
    Highlight Highlight Liest man eure Kommentare, sieht man: ganz bedingungslos geht's nicht! Das würde sicher auch das Parlament so sehen! Bsp:
    -Man darf nicht mehr als 5-10 Wochen / Jahr ausser Landes sein, sonst gibt's nen happigen Abzug.
    -Wer seine Grundkosten nicht bezahlt, kriegt einen Vormund.
    Warum nicht alle Sozialwerke in einem BGE zusammenfassen (Bürokratieabbau!) und nebenbei Milizarbeit fördern? Ich will nicht, dass mir der Markt (=ein paar Reiche) diktiert, was meine Arbeit wert sei, wenn es immer mehr langweilige Jöblis gibt, um die Leute zu beschäftigen. Produktiv ist auch Strahm's Wirtschaft nicht!
    5 1 Melden
  • icarius 20.05.2016 23:37
    Highlight Highlight In Zukunft wird es weniger low skill Jobs geben. Die Frage ist ob es dann mehr high skill Jobs oder einfach weniger Jobs gibt. Gibt es weniger Jobs wär das BGE sinnvoll um die Folgen aufzufangen. Gibt es mehr high skill Jobs ist die Frage, was für Jobs das genau sind. Denn viele der neu geschaffenen Jobkategorien sind gesellschaftlich gesehen von geringer Bedeutung (zB all die Powerpoint/Kommunikationsjobs). Auch diesbezüglich könnte ein BGE sinnvoll sein, weil es gut geschulten die Möglichkeit gibt eine gesellschaftlich sinnvollere Tätigkeit auszuführen.
    9 9 Melden
    • Turi 22.05.2016 09:59
      Highlight Highlight Das mit der Rationalisierung der Blauhemden-Jobs ist so seit der mechanisierung der Landwirtschaft, seit der Erfindung der Dampfmaschine... aber Sozialismus hat noch nie erfolgreich einen Mittelstand geschaffen. Für wenige fast alles, für viele fast nichts, das wird auch dem BGE blühen.
      4 4 Melden
    • icarius 22.05.2016 10:38
      Highlight Highlight Ich würde schon sagen dass faire Arbeitsgesetze, der Aufbau des Sozialstaates, und die Investition in Bildung, günstige Wohnungen etc., der Einsatz für gerechte Steuern geholfen haben den Mittelstand aufzubauen. Das Paradebeispiel ist die AHV, ein BGE für die Ü-65, welche die Altersarmut entscheidend reduziert.
      6 2 Melden
    • Klaus K. 22.05.2016 15:01
      Highlight Highlight Icarius, die AHV ist nicht bedingungslos. Es ist eine Versicherung. Wer nicht einbezahlt, erhält nichts. Auch die ALV, die EO, die IV etc, alle bedingen etwas Leistung seitens der Versicherten. Ohne Leistungsorientierung hätten diese Versicherungen es nie geschafft, umgesetzt zu werden.
      1 1 Melden
  • alea iacta est 20.05.2016 21:49
    Highlight Highlight Was soll der Anteiz für eine gute Bildung sein?

    Bei fortführenden Gedankenspiel:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Idiocracy

    😅
    6 5 Melden
    • Nietram 21.05.2016 09:18
      Highlight Highlight Einen möglichen Anreiz sehe ich auch darin, einen Zweizeiler mit einer geringeren Anzahl Fehler als Zeilen zu verfassen.
      14 0 Melden
  • Spooky 20.05.2016 20:27
    Highlight Highlight - "Ausreisser, Drückeberger, die von einer Voodoo-Ökonomie profitieren würden."

    - "All die Machos, die nicht arbeiten und von der Sozialhilfe leben."

    So bezeichnet Strahm jene Leute, die dank dem BGE ihre menschliche Würde zurückerhalten könnten, und die ihm, Strahm, mittels Stimmzettel zu seiner steilen linken Karriere und zu seiner finanziellen Sorglosigkeit und Abgesichertheit bis an sein Lebensende verholfen haben.

    Gute Nacht, linke intellektuelle Elite!
    22 37 Melden
  • HansPeterMeier----Patriot. 20.05.2016 18:27
    Highlight Highlight
    Diese Abstimmung darf niemals angenommen werden denn das echte Schweizer Arbeitende Volk würde davon nie Profitieren nur Ausländer und Asylanten samt den Linken würden davon Profitieren und das Arbeitende echte Schweizer Volk würde davon garnichts haben.

    Und Falls die Abstimmung angenommen wird wird es Zeit das dass Volk(Wie zu guten alten Zeiten)in Bern einmarschiert und die Regierung absetzt wegen Hochverattes an der Eidgenossenschaft.
    26 74 Melden
    • Philipp Burri 20.05.2016 19:52
      Highlight Highlight Oh Gott jetzt kommen noch die ganz Braunen aus den Löchern gekrochen und fantasieren, sie seien das Volk. Traurig!
      28 23 Melden
    • Charlie Brown 20.05.2016 20:13
      Highlight Highlight Wer ist "das Volk"? Die demokratische Mehrheit, die in ihrem Horrorszenario das BGE angenommen hat offensichtlich nicht. Schönes Demokratieverständnis, Herr Patriot.
      26 2 Melden
    • FrancoL 20.05.2016 23:40
      Highlight Highlight Wenn das bGE angenommen wird, dann geht das Volk das ja in die Urne legte nach Bern? Wieso genau? Will das Volk die Stimmen nachzählen? oder besser noch, Will das Volk sich selbst absetzen? Ich habe schon viele wirre Kommentare gelesen aber sie stehen für mich als einsame Spitze des Unsinns da. Und bitte streichen sie das Wort Patriot denn sie haben wohl eher keine Heimat.
      13 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gantii 20.05.2016 16:29
    Highlight Highlight wenn man das BGE über die MWST finanziert kann man die idee auch gleich wieder vergessen.
    35 5 Melden
    • FrancoL 20.05.2016 17:54
      Highlight Highlight Mehr als nur richtig.
      24 4 Melden
    • Turi 22.05.2016 10:04
      Highlight Highlight Ganti, es gibt viele Politiker, die würden liebend gerne die Mehrwertsteuer erhöhen, wenn dafür die Steuern für die Firmen und die Reichen gesenkt werden können. Vielleicht gibts mit dem BGE ja eine win-win Situation: für die Armen, für die Wirtschaft (und der Mittelstand bezahlt).
      1 2 Melden
    • FrancoL 22.05.2016 13:44
      Highlight Highlight @Turi und wie sollte diese aussehen? Wenn der Fehlbetrag des bGE nicht die Reichen tangieren soll oder nur moderat tangieren soll, wird es nie eine Win Win Situation geben, vorallem nicht wenn die MwSt. als Finanzierung des Restbetrages herangezogen wird.
      2 0 Melden
  • Herr J. 20.05.2016 16:23
    Highlight Highlight Man kann's sehr einfach zusammenfassen: Eine komplette Schnapsidee, ich habe noch niemals über einen solchen Mist abstimmen müssen, exgüse!
    Wer sowas einführen will, hat sie nicht mehr alle (bzw. von Ökonomie und menschlichem Verhalten keinen Schimmer). Mal eben eine kleine Revolution anzetteln und meinen, man könne die Folgen kontrollieren. Unglaublich, sowas.

    NZZ-Chefredaktor Gujer sieht's genau richtig: Ist es dem Esel zu wohl, geht er aufs Eis.
    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/beschaeftigungstherapie-fuer-staatsbuerger-ld.17060

    26 36 Melden
    • Randy Orton 20.05.2016 17:35
      Highlight Highlight Wow, deine starken Argumente und die plausibel dargelegten Fakten haben mich überzeugt.
      Im Ernst: hast du noch andere Argumente, ausser jenes, dass die Befürworter dumm seien?
      23 17 Melden
    • bobi 20.05.2016 18:29
      Highlight Highlight @ Herr J. Die Befürworter erkennen zumindest, dass eine Anpassung des Systems aufgrund der zukünftigen Entwicklungen nötig ist. Ob das BGE das richtige ist, darüber lässt sich diskutieren. Genau dieses Ziel verfolgen die Initianten.

      Aus meiner Sicht ist es (noch) zu früh für das BGE und würde der Schweiz schaden, da sie im Vergleich zu den anderen Länder nicht mehr konkurrenzfähig wäre.
      7 7 Melden
    • Thinkdeeper 24.05.2016 23:02
      Highlight Highlight @ Bobi

      Wenn das Ganze sukzessive im schweizerisch demokratischen Lösungsfindungsweg eingebettet wird, ist der Zeitpunkt der Richtige.

      Nach etwa 5-6 weiteren Abstimmungen werden wir eine tragfähige Lösung haben. Dies wird bestimmt eine Dekade dauern.

      Wenn unsere Arbeit wieder günstiger wird, sind wir wohl wieder international konkurrenzfähig.
      0 0 Melden
  • petermartin 20.05.2016 14:57
    Highlight Highlight drecksarbeit:.wc putzen. alte menschen pflegen, schichtarbeit in der kehrrichtsverbrennung. ich bin betroffen ob dieser Aufzählung.
    22 5 Melden
    • Spooky 20.05.2016 16:32
      Highlight Highlight Wieso bist du betroffen? Die Aufzählung entspricht der Realität. Der Wert einer Putzfrau ist 100 Mal weniger als der Wert eines CEO.
      17 7 Melden
    • Thinkdeeper 24.05.2016 23:07
      Highlight Highlight Es ist leider so, dass in unsere Gesellschaft die wichtige Arbeiten wie oben aufgezählt, auf Grund der verfügbare Menge an Arbeitswilligen, schlecht bezahlt sind und es herrscht Futterneid.

      Wären diese gut bezahlt würde wohl auch ein Arbeitsloser Manager diese machen oder noch besser es könnte Job Rotation eingeführt werden.
      0 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 20.05.2016 14:44
    Highlight Highlight Woher kenne ich die beiden nur...?
    User ImagePlay Icon
    19 0 Melden
    • Statler 20.05.2016 15:35
      Highlight Highlight heeeee! Moooooment! ;)
      17 0 Melden
  • Sillum 20.05.2016 14:26
    Highlight Highlight Sobald mir jemand die folgende Frage schlüssig beantworten kann, bin ich für das BGE:
    Ich bekommen monatlich von Vater Staat bedingungslos Fr 25'000.00. da mir dafür niemand auch nur eine einzige Bedingung stellt, verprasse ich dieses Geld mit Autoleasing, gutes Essen, teure Frauen, Alkohol, usw. Weit komme ich damit allerdings nicht. Doch wie schon in früheren Zeiten ist mir die Krankenkasse, die Steuern, Wohnungsmiete, usw. ziemlich schnuppe. Ich bin nicht der Einzige, ich kenne einige die das heute schon so handhaben. Lässt mich Vater Staat verhungern?
    20 19 Melden
    • Sillum 20.05.2016 14:44
      Highlight Highlight Sorry, es sollte selbstverständlich 2'500.00 Franken heissen.
      22 1 Melden
    • TodosSomosSecondos 20.05.2016 14:59
      Highlight Highlight Was soll denn diese Frage. Die hat doch mit der Sache rein gar nichts zu tun. Was passiert wenn Du heute dein ganzes Geld - wieviel auch immer das ist - für Koks und Nutten auf den Kopf haust? Der Staat wird dir sicher nicht mehr geben. Du wirst wahrscheinlich bei deinen Kumpels schnorren und in der Gassenküche Suppe essen. Ein Ja-Stimmender mehr. Nice!
      30 16 Melden
    • Sillum 20.05.2016 16:05
      Highlight Highlight TodosSomosSecondos, das ist entschuldige, ein fertiger "Schmarren" was du da schreibst. Der Staat wird mir 100%ig sicher Sozialfürsorgegelder rüberschieben. Mir eine Wohnung suchen und zur Verfügung stellen, usw. Da gibt es in der CH tausende von solchen Beispielen. Allein in unserer Gemeinde (4000 Einwohner) kenne ich drei, welche sich seit Jahren ohne ernsthaft zu arbeiten durchmogeln. Selbstverständlich keine Invaliden.
      15 9 Melden
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  • Zeit_Genosse 20.05.2016 13:54
    Highlight Highlight Das BGE ist eine Idee. Mehr nicht. Man sollte eine Idee nicht bodigen, aber auch nicht per Abstimmung in eine abenteuerliche Umsetzung schicken (wie MEI). Das BGE sollte weltweit Beachtung finden und warum soll z.B. Island nicht von der Weltgemeinschaft motiviert werden einen begrenzten Pilotversuch zu starten? Man lernt über Szenarien, Simulationen, Prototypen und über Fehlertoleranzlernen. Der Idealismus mag Motor sein, nur stottert dieser wenn es konkret wird. Und wenn wir auf dem Niveau wer putzt zu welchem Preis die Toiletten und die A... der älteren Generationen reden, verpasst Chancen.
    31 9 Melden
    • Turi 22.05.2016 10:08
      Highlight Highlight Der Vaterschaftsurlaub ist eine viel bescheidenere, zweckmässigere Idee. Man hat sie auch gebodigt. Weil sie 200 Mio kostet.
      0 0 Melden
    • Thinkdeeper 24.05.2016 23:16
      Highlight Highlight Komplexe Probleme werden durch agile selbstorganisierende Gebilde gelöst.

      Deren Markenzeichen ist die schrittweise Umsetzung, Überprüfung, Korrektur und stetiges Feintuning um den definierten Zweck zu erreichen.
      0 0 Melden
  • Thinkdeeper 20.05.2016 13:00
    Highlight Highlight Im Zeitalter der anspruchsvollen Y Generation ist es erstaunlich wie sich das neidhafte und veraltete X und Y Menschenbild in den Köpfen fest gefressen hat.
    Mc Gregors Theorie ist längst überholt. Der Mensch ist nicht ein von Grund auf soziales schmarotzendes, faules Wesen, sondern er wird dazu gemacht, gedrängt und demotiviert.
    Preisdruck wird über Lohnsenkung und Volumenverkauf weitergeben. Hier kann ein BGE mäßigend wirken. Was der Endverbraucher jetzt nicht über seinen Einkauf bezahlt, bezahlt er und andere heute über eine Vielzahl von Sozialabgaben, die durch das BGE ersetzt würden.
    31 15 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.05.2016 13:40
      Highlight Highlight Bitte nochmals in Deutsch. Mässi.
      13 25 Melden
    • Froggr 21.05.2016 21:51
      Highlight Highlight Und wieder sind die Manager an allem schuld. Alles klaar super.
      2 1 Melden
    • Thinkdeeper 24.05.2016 23:34
      Highlight Highlight @ Toerpe & Frogg

      Die Manager sind nicht Schuld. Das System in dem wir Leben macht uns zu dem was wir sind.

      Y-Generation http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/generation-y

      MC Gregor Theorie https://de.wikipedia.org/wiki/X-Y-Theorie
      Das X Menschenbild geht davon aus, dass der Mensch von Grund auf ein schmarotzendes, faules Wesen ist das angewiesen werden muss.

      Der stetige Druck auf Preise erzeugt Druck auf die Löhne und / oder muss durch Produktivitätssteigerung (Volumen) kompensiert.

      Als Verbraucher profitiere ich, kompensiere dies aber durch mehr Steuern und Sozialabgaben.


      0 0 Melden
  • JaAber 20.05.2016 12:48
    Highlight Highlight Die Tieflohn-Arbeit würde besser entlöhnt, da sie niemand mehr machen würde, zumindest Teilzeiter nicht. Aha! Und wer bezahlte den höheren Lohn? Die Hochpreisinsel Schweiz würde noch teurer (mit all den Auswirkungen, wie Einkäufe im nahen Ausland und letztes Abwürgen des Tourismus). Und was passierte mit Sozialhilfeempfängern, die nicht mit Geld umgehen können oder wollen (wertfrei gemeint!)? Nach 2 Wochen stünden sie wieder auf der Matte.
    Bleibt auf dem Boden! Das BGE ist nicht das Träumen nach dem Abgeben des Lottoscheins!
    22 21 Melden
    • Jan Hug 20.05.2016 15:20
      Highlight Highlight warum würde Teilzeit niemand mehr arbeiten? Wenn man die Teilzeit aus der Differenz des BGE und eines 100% Lohnes ausrechnet lohnt sich sogar eine 10% Teilzeitstelle da man auch mehr als die 2500CHF erhalten würde. Kann ja nicht so schwer sein die Prozente aus der Differenz zu kalkulieren?
      4 10 Melden
    • Patamat 20.05.2016 18:18
      Highlight Highlight @Jan: Man erhält nicht mehr als 2'500, da die Prozente nicht aus der Differenz, sondern aus der Gesamtlohnsumme errechnet werden. Beispiel: 100%=5'000=2'500 aus dem BGE, 2'500 vom Arbeitgeber. 50%=2'500=2'500 vom BGE, 0 vom Arbeitgeber. Die 2'500 vom BGE werden dadurch generiert, dass der Arbeitgeber diese nicht direkt an seinen Arbeitnehmer auszahlt, sondern als Steuer an den Staat. Das ist zumindest die offizielle Erklärung der Initianten, wie das BGE überhaupt finanzierbar ist. Nach deiner Rechnung müsste der Arbeitgeber 1'250 mehr Lohn zahlen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten.
      9 3 Melden
    • Maragia 20.05.2016 22:17
      Highlight Highlight @Patamat: Endlich jemand er es verstanden hat. Teilzeit lohnt sich nicht mehr!
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 20.05.2016 12:38
    Highlight Highlight tiefe löhne werden erhöht werden? sicher, die preise aber auch!
    einfaches beispiel: der arbeiter x geht für 3400 franken nicht mehr arbeiten, der arbeigeber muss also 4000 franken lohn bezahlen, um den arbeiter zu behalten. so weit sind sich alle einig. diese 500 franken mehr muss der arbeitgeber nun auf seine produkte aufschlagen. so steigen deren preise auch. der arbeitslose kann sich also nicht mehr gleich viel leisten. so muss nun also das bge erhöht werden. mit 3000 franken bge geht arbeiter x aber wieder nicht arbeiten etc.
    neben der finanzierung u.a. ein weiteres grosses problem.
    32 10 Melden
    • Evan 20.05.2016 13:48
      Highlight Highlight Wie viele Leute in der Schweiz verdienen bei Vollzeitarbeit unter 4000 Franken? Deine 3400 scheinen mir etwas gar niedrig geraten hier.
      8 16 Melden
    • Tsunami90 20.05.2016 13:55
      Highlight Highlight Wenn Sie sich über die Mechanismen des BGE informiert hätten, wüssten Sie, dass Die Niedrigst Einkommen steigen, aber die vom Arbeitgeber bezahlten löhne sinken werden.
      9 7 Melden
    • 7immi 20.05.2016 15:05
      Highlight Highlight @evan
      es gibt schon einige. Flight-attendants und gewisse baustellenarbeiter kommen mir da spontan in den sinn... und auch fabrikarbeiter ohne lehrabschluss, etc.
      11 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • bobi 20.05.2016 12:29
    Highlight Highlight Was ich mich bereits mehrmals gefragt habe. Es steht immer, das BGE würde die Arbeit aufwerten. Dabei ist es doch so geplant, dass es für die Arbeitenden keinen "Zustupf" gibt, sondern dass die Arbeitgeber die ersten CHF 2'500.00 vom Lohn an den Staat zahlen und dieser die CHF 2'500.00 an die Privatpersonen weiterleitet.

    Somit würde unbezahlte / freiwilligen Arbeit aufgewertet (was ich grundsätzlich befürworte), bezahlte Arbeit wird jedoch eher abgewertet.

    Kann mich jemand aufklären?
    27 0 Melden
    • FrancoL 20.05.2016 13:05
      Highlight Highlight Man geht davon aus, dass heute schlecht bezahlte Arbeit durch die Tatsache dass man bereits 2'500 doch das bGE gesichert nur für einen etwas höheren Lohn leisten würde. Dies zu glauben fällt mir schwer, aber dies muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen. Würde dies zutreffen wäre die Arbeit aufgewertet, wenn nicht, ist es so wie heute! und wird der Fehlbetrag über die MwSt. finanziert ist es auch noch schlechter als heute weil die Preise der MwSt.-pflichten Güter steigen.
      29 0 Melden
    • Jan Hug 20.05.2016 15:24
      Highlight Highlight @FrancoL
      Kann auch über die Nationalbank finanziert werden und somit der Schweizer Franken auch noch abgewertet wird. Wäre doch ne prima Lösung?
      3 8 Melden
    • who cares? 20.05.2016 17:14
      Highlight Highlight @Jan Wie finanziert es die SNB? Woher kommt das Geld?
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 20.05.2016 12:29
    Highlight Highlight Jeder Beweis für eine Job Vernichtung durch die "Digitale Revolution" bzw. "Industrielle Revolution 4.0" steht aus. Nie standen mehr Menschen in Arbeit als heute und es werden täglich mehr.
    28 16 Melden
    • Statler 20.05.2016 13:08
      Highlight Highlight Die digitale Revolution hat ja auch erst grad angefangen...
      11 6 Melden
    • Basswow 20.05.2016 13:31
      Highlight Highlight Wo werden es täglich mehr?
      9 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 20.05.2016 13:33
      Highlight Highlight ... aber die Propheten wissen genau, wohin die Reise geht?

      Läuft übrigens schon locker 15Jahre ...
      9 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 20.05.2016 12:25
    Highlight Highlight Ich mit 19 und 2'500/Monat?

    Judihuiii! Neverending Weltreise (all inclusive) nach der RS. Bewusstseinserweiterung mittels Substanzen statt Studium.

    Wieviele meiner Kollegen hätten es genau so gemacht? Über 50%.

    Get real.
    66 16 Melden
    • FrancoL 20.05.2016 12:53
      Highlight Highlight Danke für Deine Ehrlichkeit, sie hilft das bGE ins richtige Licht zu rücken.
      33 9 Melden
    • whatthepuck 20.05.2016 13:26
      Highlight Highlight Das ist eher eine charakterliche Bankrotterklärung als ein Makel des BGE. Wer faul ist kann schon heute von der Sozialhilfe leben. Es ist nicht so, als ob das BGE völlig neue Lebensstile ermöglichen würde. Also tun wir doch auch nicht so.

      Was aber sein könnte ist, dass dem weitaus überwiegenden Teil der Gesellschaft, der sich betätigen möchte und beitragen will, mehr Sicherheit in einer zunehmend unsicheren Welt verschafft wird. Weil nicht mehr jeder gleichviel, gleich regelmässig verdienen können wird. Also geben wir den Leuten doch einen Grundstock an einkommen!
      19 17 Melden
    • rite 20.05.2016 13:27
      Highlight Highlight Das machen viele aus reichem Haus doch heute schon.

      Die Frage ist nur, will man das nur den wohlhabenden ermöglichen, oder allen Jungen?

      Muss ja nicht heissen dass es schlecht ist, wenn man sich nach der Schule eine Auszeit nimmt.
      17 9 Melden
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  • FrancoL 20.05.2016 11:58
    Highlight Highlight @Löpfe: Ihre Aussage: "Auch die hätten Anrecht auf das Grundeinkommen in der Schweiz. Also wird genau das nicht passieren."

    Wieso nicht? Wenn sie dafür mit einem kleineren "Restlohn" zufrieden sind?
    Das müssten Sie mir doch noch erklären.
    Das bGE bringt nicht alle dazu den höheren Lohn aus der Sicherheitsperspektive des bGE zu fordern; das ist eine Fehlannahme! und geht diese Rechnung mit dem höheren Lohn nicht auf, haben wir am Markt genau die gleiche Dumpingsituation wieder gegeben! Auch kann ich mir vorstellen dass schneller gekündet wird weil ja das bGE eh ausgerichtet wird.
    35 4 Melden
  • FrancoL 20.05.2016 11:39
    Highlight Highlight Erstaunlich die Aussage von Löpfe zur Finanzierung; Diese sei jetzt noch egal. Gepaart mit der Aussage das bGE in kleinen Schritten einführen zu wollen ergibt für mich nun wirklich keinen Sinn.
    Welche kleinen Schritte? Viele kleine Schritte würde grundsätzlich zu einer grossen Bürokratie führen.
    Tatsächlich soll es egal sein ob über die MwSt-Erhöhung finanziert?
    Ich bin nicht grundsätzlich gegen das bGE, aber in der vorliegenden Initiative ist für mich alles wirklich zu schwammig und führt eher zur Verwirrung als zur Förderung von einer innovativen Entlöhnungsstruktur.
    46 10 Melden
    • Angelo C. 20.05.2016 12:51
      Highlight Highlight Eine Aussage, die ich für einmal absolut teile...

      Viele Unklarheiten, viele Umstrukturierungen (AHV, El usw.) dazu eine ausufernde Bürokratie und eine völlig irreale Aufstockung der MwSt um rund 10%.

      Letzteres in einem Land, wo die Erhöhung der MwSt schon bei 1-2% ein ungeheures Geheul auslöst. Soll mir mal Einer sagen, wie sowas - gerade bei diesen Milliardenbeträgen die da finanziert werden müssten - an der Urne Akzeptanz finden sollte...
      35 4 Melden
    • Thinkdeeper 20.05.2016 13:29
      Highlight Highlight Es ist wie mit der AHV. Sie war "schwammig" und bis sie eingeführt wurde dauerte es .
      Es geht um die Grundsatzfrage: "Wollen wir dies Innovation Ja oder Nein? "
      Details müssen dann ausgearbeitet werden.
      Die 2500.-- stehen nicht im Initiativ text. Vielleicht sind es am Schluss "nur 1500.--", was allein durch die Neugestaltung der Sozialsysteme finanziert werden könnte.
      Innovation wir immer zuerst abgelehnt, da sie echte Veränderungen bringt. Die Gegner des BGE, von Links nach Rechts, nutzen das Neid Argument um "im Ansatz zu bodigen". Sie fürchten die Innovation. Deshalb erst Recht ja!
      13 22 Melden
    • Thinkdeeper 20.05.2016 13:31
      Highlight Highlight Entlohnung ist das falsche Wort.
      Lohn gibt es für Arbeit und als Nebenbemerkung bei den Römern wurden nur Sklaven entlohnt!

      Korrekt ist verfassungsmäßig zustehendes Grundeinkommen.
      17 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 20.05.2016 11:38
    Highlight Highlight So wie Strahm argumentiert braucht es tatsächlich kein BGE. Er will in Bildung investieren und (übertrieben) die Schweiz zu einem MINT-Land machen, wo alle Ingeniereure mit Schwerpunkt Robotik sind oder Software Engineer mit PhD in Machine Learning und Artificial Intelligence. Passt auch zusammen mit seiner Rhetorik von wegen "kreativ, aber nicht produktiv". Er sollte aber vorsichtiger sein mit Aussagen über Silicon Valley wenn er solche Kuriositäten sagt:
    "Es braucht in Zukunft auch Codierer im Spital und bei den Krankenkassen, damit der Computer mit den komplexen Vorgängen gefüttert wird.


    14 20 Melden
    • BeWi 20.05.2016 11:44
      Highlight Highlight und nicht vergessen: die Roboter ölen und putzen. Das mach ich dann..
      19 0 Melden
    • Tsunami90 20.05.2016 14:04
      Highlight Highlight Robotor ölen und putzen? Meine güte, bis zur ersten Vollumfänglichen Automatisierten Fabrik ist es nur noch eine Frage der Zeit. Auch die Instandhaltung wird Automatisiert. Robotor reparieten Roboter. Ab da geht der gesamte Mehrwert in richtung Shareholder, weil es einfach keine Stakeholder mehr gibt.
      10 1 Melden
    • strudel 20.05.2016 15:37
      Highlight Highlight warum sollte es keine stakeholder mehr geben? NGOs können zB weiterhin ansprüche an Umweltschutz etc stellen auch wenn ein roboter den andern reinigt.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BeWi 20.05.2016 11:23
    Highlight Highlight könnte mir vorstellen, das der eine oder andere seine Eltern im Keller einquartiert, diese für unzurechnungsfähig erklären lässt und deren BGE auch noch selber kassiert.
    12 26 Melden
    • Thinkdeeper 20.05.2016 13:32
      Highlight Highlight Dies sind rein organisatorische und Kontrollprobleme welche im heutigen System auch schon möglich sind.
      4 4 Melden
  • Luca Brasi 20.05.2016 11:12
    Highlight Highlight Gab es da wirklich Blitz und Donner und wüste Worte wie es das Titelbild suggeriert? ;)
    12 2 Melden
    • Sabina Sturzenegger 20.05.2016 13:30
      Highlight Highlight Nein, so schlimm war es dann doch nicht ;-). Aber die beiden Herren haben sich nichts geschenkt! Es war eine sehr angeregte Diskussion. Merkt man doch auch im Text, oder?
      10 0 Melden
  • irational 20.05.2016 11:02
    Highlight Highlight wie romantisch, in asien haben sie noch funktionierende familienstrukturen. wenn sie nun einmal hinter die harmonische fassade dieser familien schauen entdecken sie psychische und pjysische gewalt, unterdrückung und misshandlungen. aber klar, geben wir den individualismus auf und werden alle konformisten. aif nach china, hail dir konfuzius
    30 15 Melden
    • Donald 20.05.2016 11:06
      Highlight Highlight Haha, so wie Strahm über "Asien" redet könnte man meinen, es sei so gross und vielfältig wie ein 3000 Seelendorf im Mittelland.
      30 6 Melden
    • MacB 20.05.2016 12:59
      Highlight Highlight Ich denke, Strahm ist gebildet genug um das schon eichtig einschätzen zu können- Du interpretierst etwas viel. Ich glaube, Strahm meint eher, dass in Asien (insbesondere auf dem Land) noch die Familienstrukturen so sind, dass die alten nicht sich selber überlassen sindsondern von den "Jungen" mitgefüttert werden.
      8 1 Melden
  • Süffu 20.05.2016 10:59
    Highlight Highlight Mein ja ist schon in der Urne beziehungsweise Briefkasten.

    Das einzige, was mir noch nicht ganz einleuchtet, sind all die 10-60% Stellen, sie sind enorm wichtig für Eltern und Leute, die Angehörige pflegen, wird es diese Jobs weiterhin im hleichen Ausmass geben?

    Nebenbei In meinem Bekanntenkreis habe ich eine Mutter, die eine 40% Stelle wahrnimmt. Aufgrund der Steuerprogression (mit dem Ehemann zusammen) ist es so zu sagen ein Null-Summen-Spiel, dennoch arbeitet Sie weiter. Ich glaube die meisten von uns "müssen" arbeiten um glücklich zu sein.
    27 17 Melden
    • Donald 20.05.2016 11:10
      Highlight Highlight Es kann praktisch nicht sein, dass dies ein Nullsummenspiel ist. Dies ist vermutlich eher die Stammtischversion der Geschichte. Ich behaupte nach Steuern hat sie immernoch mehr als 60% des Lohns.

      15 14 Melden
    • BeWi 20.05.2016 11:42
      Highlight Highlight das kann nur eine Null-Summen-Spiel sein, wenn die Kinder in die Kita gehen. Dann wird eben auch der subventionierte Anteil kleiner, da das Familien-Einkommen grösser ist. Nur wegen den Steuern sicher nicht.
      30 0 Melden
    • FrancoL 20.05.2016 11:52
      Highlight Highlight Das mit dem Steuer bedingten Nullsummenspiel kann nicht hinhauen, zumindest im Kanton Zürich nicht, da für die Mitarbeit der Ehefrau grundsätzlich ein Steuerabzug gewährt wird und somit das steuerbare Einkommen entlastet wird. Bei einer 40%-Stelle ist dieser Abzug relevant.
      10 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 20.05.2016 10:50
    Highlight Highlight Das ewige Mantra von der Weiterbildung und den Facharbeitern.
    1. zeigt sich überall, dass eine bessere Ausbildung mitnichten ein Garant für einen Job ist.
    Und 2. werden mit der Industrie 4.0 eben gerade jene Jobs vernichtet, für die man keinen Doktortitel braucht. Die Taxi- und Lastwagenfahrer werden das demnächst als erste erfahren.
    3. haben nunmal nicht alle die Fähigkeiten, Akademiker/Facharbeiter zu werden - wollen wir die einfach verhungern lassen?
    Ob das BGE die richtige Lösung für diese Probleme ist, sei mal dahingestellt. Aber wir werden über kurz oder lang damit konfrontiert.
    41 9 Melden
    • Donald 20.05.2016 11:12
      Highlight Highlight Es gibt viele Möglichkeiten für persönliche Dienstleistungen in der Schweiz, die grosses Wachstumspotential haben.
      7 3 Melden
    • BeWi 20.05.2016 11:19
      Highlight Highlight Man (Frau) muss einfach aufhören für jeden Deppen-Job eine höhere Ausbildung zu fordern. Das kann nicht gut gehen. Die gute Arbeit soll wieder mehr geschätzt werden und nicht nur Jagt auf die Diplome.. Ich habe eine IT Firma, ein guter Informatik-Lehre Absolvent kann viele gute Jobs in der IT machen. Das muss nicht immer ein Absolvent der UNI oder ETH sein. Die haben eine berechtigten anderen Wirkungsbereich. Ich will die höhere Ausbildung nicht schlecht machen - im Gegenteil - wenn immer mehr Diplome gefordert werden, so wird das Diplom selber abgewertet.
      24 1 Melden
    • Statler 20.05.2016 11:21
      Highlight Highlight @Donald: Achja, schön, wenn wir wieder Bedienstete haben, nicht wahr? Was zahlt man denen? Kost & Logis?
      Aber ernsthaft: Abgesehen von ein paar Reichen, die sich sowas leisten können, ist auch hier das Potential nicht sehr gross. Und die Frage, ob man von sowas leben kann, sei ebenfalls dahingestellt.
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHugentobler 20.05.2016 10:50
    Highlight Highlight Gutes Interview, danke!
    11 6 Melden
  • BeWi 20.05.2016 10:48
    Highlight Highlight finde es schon Eigenartig: da wollen gewisse Kreise den Kapitalismus abschaffen (leider auch die SP - Herr Strahm, sind Sie noch in der richtigen Partei??). Aber hinten rum soll dann Papi (oder Mami wie in DE) Staat alle Rechnungen bezahlen. Woher kommt das Geld? Aha, von all den reichen Säcken, logisch gell. Geht nicht auf - BGE ist extrem unsozial, dass kann nur in die Hose gehen..
    34 29 Melden
    • Xeno 20.05.2016 11:06
      Highlight Highlight Strahm ist gegen das BGE, "seine" Partei, die SP, ebenso. Lesen Sie doch die Artikel, die Sie kommentieren wollen.
      22 2 Melden
    • BeWi 20.05.2016 11:19
      Highlight Highlight @Xeno: nicht so schnell kritisieren: die SP hat in Ihrem Parteiprogramm die Abschaffung des Kapitalismus als Ziel hinterlegt.. das war eine Kritik an der SP. Daher die Frage ob Herr Strahm noch in der richtigen Partei ist. Verstehst Du? Auch zuerst lesen und verstehen, dann kritisieren.
      8 11 Melden
    • BeWi 20.05.2016 11:36
      Highlight Highlight @surtic86: gelesen und (auf meine Weise) verstanden. Muss dir das wohl nicht beweisen, wüsste nicht warum. Und doch, es ist extrem unsozial. Die einen müssen die anderen finanzieren und bekommen keine Leistung dafür. Stell dir mal vor, es arbeitet niemand mehr, alle bekommen aber das Geld vom Staat - voila, das kann nicht gehen. Also muss irgend jemand arbeiten, der sagt sich dann irgend wann, warum mache ich das für die Anderen die auf der faulen Haut liegen? Und das mit den Umfragen, das 90% gleich weiter arbeiten sollen. Wer's glaubt wird selig.
      12 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BeWi 20.05.2016 10:42
    Highlight Highlight Mr. Strahm for President! Guter Mann!
    28 24 Melden
  • MacB 20.05.2016 10:42
    Highlight Highlight Danke watson, das ist zum BGE mal ein nicht tendenziöser Artikel /tendeziöses Interview. Die Fragen super gestellt.

    Strahm bringt es für mich gut auf den Punkt: Im Grundansatz ist es eine gute Initiative. Aber 1. stört das "bedingungslose..." und 2. wird es "in der digitalen Zukunft nicht weniger, aber andere Rollen und Funktionen haben. Das BGE gibt darauf keine Antwort...und ist ein reines...monetäres Konzept"

    36 12 Melden
  • Donald 20.05.2016 10:34
    Highlight Highlight Alles basiert auf Vermutungen. Evtl. sollten wir es einfach mal in einem Kanton ausprobieren. Dann hätten wir immerhin konkrete Informationen.
    18 12 Melden
    • MacB 20.05.2016 10:58
      Highlight Highlight wie soll das gehen? Dann meldet sich doch jeder in einer 1-Zimmer Whg. für 500.- in dem Kanton an und macht Wochenaufenthalter da, wo er jetzt wohnt. So erhält er einfach 2000.- pro Monat netto zusätzlich zum jetzigen Leben.

      Das ist ja das Grundproblem, man kann es nicht einfach in einer kleinen Zone ausprobieren.
      18 4 Melden
    • Donald 20.05.2016 11:05
      Highlight Highlight Diese Auswirkungen könnte man dann eben sehen. Dies ist ja jetzt auch nur eine Vermutung.
      4 5 Melden
    • MacB 20.05.2016 11:08
      Highlight Highlight Das ist keine Vermutung sondern basiert eben auf der realistischen Einschätzung des egoistischen Menschen. Da muss man kein Hellseher sein. Ich behaupte sogar, Wohnungsvermittler würden sich darauf spezialisieren.

      Darum finde ich deinen Vorschlag (sorry) etwas naiv.

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«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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