Wirtschaft
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bild: twitter

ETH-Experte zu Blockchain-Zukunft: «Um sicher zu gehen, bleibt nur, Menschen zu ‹chippen›»

Die Blockchain-Technologie ermöglicht weit mehr als Kryptowährungen wie Bit-
coins und Ethereum. Warum Sie auch unsere Privatsphäre schützen kann, unser Politsystem transparenter macht, und weshalb wir uns deshalb bald chippen sollten wie unsere Haustiere, erklärt Stefan Klauser, Leiter des Projekts «Digital Society» an der ETH Zürich.



Vor zwei Jahren kannte kaum jemand den Begriff Blockchain, jetzt will man damit die Welt retten. Wie erklären Sie diese rasante Entwicklung?
Blockchain kann tatsächlich sehr viel verändern. Damit kann eine der zentralen Errungenschaften zwischenmenschlicher (Handels-)beziehungen mittels Technologie institutionalisiert werden, das Vertrauen.  

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?
Es geht nicht um Kontrolle, es geht um Transparenz und gesicherte Informationen. Gleichzeitig wird dabei die Privatsphäre bewahrt. Zwei wildfremde Menschen können sich auf einen Tausch einlassen, ohne dabei Angst haben zu müssen, übers Ohr gehauen zu werden; und auch ohne Angst haben zu müssen, private Daten unnötigerweise preisgeben zu müssen.

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Stefan Klauser. bild: twitter

Zur Person:

Stefan Klauser ist am Lehrstuhl für Computational Social Science COSS der ETH Zürich für die Leitung des Projekts «Digital Society», Blockchain[X] und die BIOTS Summer School zuständig. Ziel ist es, die Grundlagen einer neuen digitalen Gesellschaft zu erarbeiten. Diese soll fähig sein, durch die Nutzung von Daten, künstlicher Intelligenz, Blockchain-Technologie und dem Internet der Dinge zu einem partizipativen, dezentralisierten Innovations-Ökosystem beizutragen. Blockchain[X] ist ein industrieübergreifendes Netzwerk zur Erarbeitung von Konzepten und konkreten Anwendungsfällen für Blockchain-Technologie.

Mit Verlaub: Transparenz und Privatsphäre – das tönt wie ein Widerspruch in den Begriffen.
Die Blockchain wurde von den Cypherpunks proklamiert, die für eine Befreiung des Internets einstehen. Die Idee stammt also von Leuten, die das «real internet» verwirklichen wollen, ein Internet, wo man Dinge direkt untereinander austauschen kann, ohne dass der Staat oder andere mächtige Instanzen alles kontrollieren. Nun beginnt man jedoch zu entdecken, wofür die Blockchain sonst noch nützlich sein kann.

Die Blockchain macht den Zwischenhandel überflüssig. Man kann in Echtzeit und ohne Papierkram rund um den Globus Handel betreiben.
Mit einer Blockchain können Sie – zumindest theoretisch – die Banken als Zwischenhändler bei Transaktionen ausschalten. Überweisungen, aber auch Kredite und Börsenhandel können direkt zwischen den Beteiligten abgewickelt werden. Natürlich hat das die Banken zunächst aufgeschreckt. Inzwischen hat man erkannt, dass der Geist aus der Flasche ist. Jetzt versucht die Finanzindustrie, mit der Blockchain ihr Geschäft effizienter zu machen. Bisher hält sich der Erfolg noch in Grenzen.  

Weshalb?
Erstens stehen sehr grosse Interessen auf dem Spiel, und zweitens ist die Technologie noch nicht vollständig ausgereift.

«Um ganz sicher zu gehen, müssen sich auch Menschen wie Hunde und Katzen ‹chippen›.»

Es gab tatsächlich zwei schlimme Pannen. Beim Skandal um Mt. Gox verschwanden auf rätselhafte Art und Weise Bitcoins in Millionenhöhe. Bei Etherum mussten hohe Verluste wegen eines mangelhaften «smart contracts» verkraftet werden. Der Laie hat daher das Gefühl: So sicher sind die Blockchains nicht.
Keiner der beiden Vorfälle hat die Blockchain an sich betroffen. Wallets, Applikationen und Smart Contracts, die auf eine Blockchain gebaut werden, können aber sehr wohl angegriffen werden. Man sollte deshalb genau überlegen, wohin man seine digitalen Währungen transferiert.

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Vitalik Buterin, das Superhirn hinter Ethereum.

Was genau versteht man unter einem «smart contract»?
Es handelt sich um einen automatisch ausführenden Kontrakt bei gegebenem Input. Stellen Sie sich eine sehr reiche Person vor, die ihr Testament verfasst. Heute braucht sie dazu ein Heer von Anwälten. Setzt sie jedoch dieses Testament als Smart Contract auf, dann wird direkt mit der Todesnachricht der Smart Contract ausgeführt und die Guthaben ausbezahlt. Die oft jahrelangen und nicht selten sehr teuren Feilschereien der Erbberechtigten könnten sich erübrigen.  

Das geht nur dann, wenn die Identität der Beteiligten eindeutig geklärt ist. Identität ist daher ebenfalls ein Schlüsselbegriff, wenn es um die Blockchain geht. Richtig?
Identität ist oft eine Voraussetzung dafür, dass man an einer Transaktion teilnehmen kann. Die Blockchain macht es möglich, dass man nur die Teile seiner Identität preisgeben muss, die man auch preisgeben will. Bei den Bitcoins beispielsweise hat man eine öffentliche Adresse, eine Kombination von Zahlen und Zeichen. Alle Transaktionen sind für alle öffentlich zugänglich. Wer hinter einer Adresse steckt, bleibt verborgen.  

Heute gibt es weltweit rund 1,5 Milliarden Menschen, die keinen Pass haben. Kann die Blockchain da weiterhelfen?
Ja. Es gibt eine Gruppe von Spezialisten, die Flüchtlingen ohne Papiere mit der Blockchain zu einer Identität verhelfen wollen. Es gibt auch Bemühungen, Kinder schon bei der Geburt mit einer digitalen Identität auf einer Blockchain zu versehen.  

Einen Pass kann man verlieren. Wie ist das mit der Blockchain-Identität?
Es gibt da unterschiedliche Lösungen. Um ganz sicher zu gehen, bliebe aber wohl nur, Menschen zu «chippen».

«Wir holen permanent Feedback von der Bevölkerung und schaffen Möglichkeiten, selbst Vorschläge zu machen.»

Wie bei Hunden und Katzen?
Ja, und auch bei mir stellen sich zunächst die Nackenhaare auf, wenn ich das höre. Sofort kommt die Assoziation mit totalem Überwachungsstaat à la Big Brother. Nur sollte man bedenken: Bei der Blockchain werden diese Daten nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert. Die Blockchain ist dezentral organisiert, die Kontrolle der Daten bleibt bei jedem Einzelnen.

Was können Blockchain basierte Daten in unserem Leben sonst so verändern?
Wir könnten beispielsweise zu einem Arzt gehen und ihm die Bewilligung erteilen, unsere Gesundheitsdaten einzusehen. Dann können wir uns viele oft mehrfach durchgeführte Untersuchungen ersparen.  

Abstimmung an der Landsgemeinde am Sonntag, 7. Mai 2017 in Glarus. Die Versammlung, die jedes Jahr am ersten Mai-Sonntag stattfindet, ist das oberste gesetzgebende Organ des Gebirgskantons. Sie ist eine Mischung aus Volksabstimmung und Parlament. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Landsgemeinde in Glarus. Tradition und Digitalisierung ergänzen sich. Bild: KEYSTONE

Blockchain wird zunehmend auch in der Politik angewandt. Das Musterland ist heute Estland, das bereits einen grossen Teil der Verwaltungsdienstleistungen online anbietet. Wird die Schweiz diesem Beispiel folgen, zum Beispiel beim E-Voting?
Hierzulande haben die Parteien am rechten und am linken Spektrum der Politik oft wenig Interesse am E-Voting. Sie haben Angst vor Stimmenverlusten, Datenklau und Schnüffelei. Bisher ist es uns noch nicht vollständig gelungen, diese Skepsis zu zerstreuen.  

Es geht aber auch um die Tradition, die Landsgemeinde in Glarus und Appenzell beispielsweise. Soll man das nicht erhalten?  
Es geht nicht darum, diese Dinge zu ersetzen, sondern darum, sie zu ergänzen. Gerade für viele junge Wählerinnen und Wähler wäre es attraktiv, ihre Stimme online abgeben zu können. Sie könnten dann mit einem Medium, das sie täglich benutzen, am politischen Prozess teilnehmen. Wir wollen auch einen Schritt weitergehen. Wir arbeiten an Plattformen, die es ermöglichen, ständig am Puls der Menschen zu sein. Wir holen permanent Feedback von der Bevölkerung und schaffen Möglichkeiten, selbst Vorschläge zu machen, Rankings zu erstellen und spontane, konsultative Abstimmungen zu bestimmten Themen durchzuführen.  

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Technostadt Tallinn. Estland ist die die führende digitale Gesellschaft der Welt. 

Viele Schweizerinnen und Schweizer stöhnen heute schon, dass sie vier Mal jährlich zur Urne müssen. Werden Sie mit dem permanenten E-Voting nicht überfordert?
Diese Plattformen sollen sehr simpel zu bedienen und mit positiven Anreizen verbunden sein. Spiele und Ranglisten werden eingebaut und man kann etwas gewinnen. Auch «augmented reality» wird eine Rolle spielen, beispielsweise könnte man mit einem tragbaren Gerät die Eingaben für ein neues Fussballstadion live vor Ort sehen und dann eine eigene Rangliste erstellen.

«Die Blockchain wird den Menschen mehr Möglichkeiten geben, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.»

Im Internet tummeln sich viele Leute, die für eine künstliche Polarisierung solcher Diskussionen bezahlt sind. Wie halten Sie sich die vom Hals?
Wir denken über eine Kombination von gegenseitigen Ratings und künstlicher Intelligenz nach, die bezahlte Trolle und Chatbots aussortieren sollte. Das ist heute bereits technisch machbar.

Blockchain bringt auch die Gefahr einer absoluten unveränderbaren Wahrheitsschreibung. Eine Welt, die sich nicht mehr verändern lässt, ist jedoch ein Albtraum.
Die Diversität muss auf jeden Fall erhalten bleiben. Deshalb ist entscheidend, wie eine Blockchain organisiert wird. Die endgültige Antwort auf diese Frage ist noch nicht gefunden worden. Es ist auch sehr wichtig, dass sie nicht allein von der Technik entschieden wird, sondern dass alle – Politologen, Juristen, Physiker, etc, – ein Mitspracherecht haben.  

Positiv gesehen könnte die Blockchain den Zentralstaat entmachten und den Menschen mehr Autonomie und Freiheit zugestehen.
Die Blockchain wird dazu führen, dass die Gesellschaft neu organisiert wird, und zwar in Richtung Dezentralisierung. Das wird den Menschen mehr Möglichkeiten geben, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.  

Heute spricht man von einer Sharing Economy. Uber und Airbnb sind jedoch ein Etikettenschwindel. Wird die Blockchain eine echte Sharing Economy möglich machen?
Ja, das ist durchaus so. Zudem kann ein nachhaltiges Verhalten incentiviert werden. Wer sich ökologisch verhält, wer beispielsweise seinen Abfall recyclet oder sein Auto mit anderen teilt, der erhält digitale Münzen als Belohnung. Die Entscheidung, wer und was wofür belohnt wird, soll möglichst bürgernah gefällt werden.

Vorläufig sind das noch Experimente. Wann wird die Neuorganisation der Gesellschaft, von der Sie sprechen, Tatsache sein?
Wir hoffen, dass das Potenzial der Blockchain erkannt wird und der politische Wille entsteht, dieses Potenzial auch auszuschöpfen. Ob es den Leidensdruck einer grossen Krise braucht, damit dies geschieht? Hoffentlich nicht. Es ist offensichtlich geworden, dass das bestehende System nicht nachhaltig funktionieren kann, und dass es deshalb auf eine neue Basis gestellt werden muss.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 29.05.2017 01:35
    Highlight Highlight «Identität ist oft eine Voraussetzung, dass man teilnehmen kann.»

    Die Identität ist zweitrangig. Primär geht's um die Individualität: Proof of Individuality (POI http://bit.ly/2s53mFa).

    Für POI gibts zZ. keine überzeugenden Konzepte (zB. Pseudonym-Parties http://bit.ly/2rdzW9P). Ideen wären gefragt. Chippen hilft nicht, weil man sich mehrfach chippen, bzw. mehrere Identitäten tragen kann.

    Will man zB. Abstimmungen organisieren oder ein BGE realisieren, dann ist die Identität der Teilnehmer nicht wichtig, aber deren Einmaligkeit, bzw. Individualität. Denn jeder darf nur einmal teilnehmen.
    • NotWhatYouExpect 30.05.2017 10:18
      Highlight Highlight Bezüglich Abstimmung.

      Es ist aber wichtig zu wissen ob die Person berechtigt ist. Dazu müsste man sich eintragen lassen. Womit man doch die Identität und die Blockchain ID somit verknüpft. Zumindest in irgend einem System vom Bund.
    • Ueli der Knecht 30.05.2017 13:03
      Highlight Highlight Manchmal ist die Stimmberechtigung, aber nicht die Identität wichtig, weil man anonym und geheim stimmen will.

      Das könnte man zB. mit Blind-Signatures lösen (http://bit.ly/2rfoI2N):

      1. Die Stimme auf ein Batt Papier, mit einem Kohlepapier darüber, verpackt in einem verschlossenen Couvert;
      2. Die Stimmberechtigung wird mit Unterschrift auf dem Couvert bestätigt, ohne den Inhalt zu kennen (http://bit.ly/2qBr4H2).

      Auch bei Prüfung der Berechtigung (Stimmausweis) ist Identität irrelevant, aber zB. Alter und Bürgerrecht. Das ginge mit Blockchain und Zero-Knowledge-Proof (http://bit.ly/2r6KVBn).
    • NotWhatYouExpect 30.05.2017 15:39
      Highlight Highlight @Ueli: Ja klar die Tatsächliche Stimmabe soll Anonym sein aber der Abgeber sollte schon zugelassen sein.

      Ja also muss eine ID einer Stimmabgabe Stelle bekannt sein.

      Also muss dort vermerkt werden, dass Bürger A schon einen ID hat. Und auch, dass diese ID zugelassen ist. Aber wehe diese beiden Daten werden verbunden... sowas ist ja unmöglich und wird auch nie gemacht... siehe Whatsapp <-> FB Abgleich.
  • blaubar 28.05.2017 12:27
    Highlight Highlight Schade wurde mein Kommentar nicht aufgeschaltet...
    Darum nochmal:

    Ich will das aber nicht!

    (ist das ein so schlimmer Kommentar???)
  • Spooky 28.05.2017 02:01
    Highlight Highlight Es wird Milliarden von Leuten geben, die zu dieser Technik Zugang haben, und es wird Milliarden von Leuten geben, die zu dieser Technik keinen Zugang haben und verhungern werden, wie bisher. Also: Alles wie gehabt. Kein Grund zur Beunruhigung.
    • Ueli der Knecht 29.05.2017 01:11
      Highlight Highlight Blockchains, welche Milliarden von Leuten ausgrenzen, sind keine richtige Blockchains; die sind nur Etikettenschwindel. Richtige Blockchains lassen ausnahmslos alle Menschen daran partizipieren.

      Insofern wird dich mein Optimismus hofflich beunruhigen, Spooky. 😉

      Interessante (aber noch unausgereifte) Projekte:

      → Bedingungsloses Grundeinkommen: http://bit.ly/2qx8y2w
      http://bit.ly/2qsV0pF

      Die Welt gerecht verteilen: http://bit.ly/2qxl9CR

      → Für Slumbewohner und Schattenwirtschafter: http://bit.ly/2sbF4IN
      http://bit.ly/2rvqkbD

      → Entwicklungshilfe-Blockchain: http://bit.ly/2sbqe5l
    • Spooky 29.05.2017 09:36
      Highlight Highlight Danke, Ueli. Ne, bin nicht beunruhigt. Und so eine Art Chip haben wir ja bereits mit GPS und Smartphone und diversen Kreditkarten und Abos, ist ja gar nicht nötig, uns chippen zu lassen.
  • Bibilieli 27.05.2017 17:24
    Highlight Highlight Ich finde es schade, dass Herr Löpfe die Blockchain mit einem solchen Clickbait Titel dämonisiert. Fakt ist, dass die Technologie ein unglaubliches Potential hat, ohne dass man Menschen dafür chippen muss. Falls ihr euch für das Thema interessiert, kann ich diesen TED Talk sehr empfehlen. Darin werden die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain Techologie sehr gut aufgezeigt:

    https://www.ted.com/talks/don_tapscott_how_the_blockchain_is_changing_money_and_business
  • MaskedGaijin 27.05.2017 16:10
    Highlight Highlight Bargeld abschaffen, Menschen chippen... Schöne neue Welt. Nicht.
    • Luzi Fair 27.05.2017 18:36
      Highlight Highlight Eigentlich ist genau das Gegenteil das Ziel.
  • Stachanowist 27.05.2017 15:58
    Highlight Highlight Black Mirror lässt grüssen ;)
  • Seralina 27.05.2017 15:47
    Highlight Highlight Ich mag es gar nicht zuende lesen... nie im leben würde ich mich chippen lassen damit ich mehr sicherheit habe oder sonst was!
    Was für eine abgef... sch...!!!!
  • EarlofGrey 27.05.2017 15:32
    Highlight Highlight Man muss sich auch darüber im Klaren sein, das jemand, der sein Geld mit der Erforschung von Blockchain-Technologie verdient, nie etwas dagegen sagen wird. Da wird es immer heissen "Deus ex Machina". Warum Herr Löpfe, als Journalist, nicht tiefergreifende kritische Fragen gestellt hat ist mir schleierhaft. Falls die Technologie tatsächlich so fortschrittlich und manipulationssicher ist, sollte dies ja kein Problem darstellen. Aber der Blockchain-Messias wird die Welt nicht erlösen. Herr Löpfe soll sich in der Kafi-Pause doch mal zu Hugo Stamm setzen und das ganze erörtern...
  • CaptnBalou87 27.05.2017 14:42
    Highlight Highlight Hört auf bei so einer scheisse vertrauen schenken zu wollen!!
    Diese Chip technik birgt mehr gefahren als vorteile, Mensch sollte sich nur mal folgende frage stellen, welcher PC ist heute noch 100% Viren frei?
    Ich arbeite in der Logistikbranche (Staat) und handtiere tag täglich mit Artikeln (Volk) das dank denn RFID Chips zu 99% kontrollierbar oder umprogramierbar ist.
    Deshalb viel spass in der technik die euch vernichten könnte. x)
  • Patamat 27.05.2017 14:13
    Highlight Highlight Das Testament ist ein denkbar schlechtes Beispiel für smart contracts. Die Auszahlung wird zwar sofort ausgeführt, was aber noch lange nicht heisst, dass diese rechtlich ok ist (z.B. Pflichtteil nicht eingehalten). Rechtsstreite sind sogar mühsamer, weil das Geld zurückgefordert werden muss. Weshalb es bei der Blockchain anders als bei Sharing Economy Modellen laufen soll, bleibt er die Antwort schuldig. Und gechipte Menschen? Da reibt sich nicht nur der Staat, sondern auch google und co. die Hände! Blockchain kann nützlich sein, schafft aber auch neue Probleme. Idealismus ist hier gefährlich.
  • EarlofGrey 27.05.2017 13:52
    Highlight Highlight Bereits heute ist nicht jede Blockchain dezentral organisiert. Natürlich kann man dezentralisiert anfangen um über die vermeintliche Anonymität die Technologie dem Volk schmackhaft zu machen. Aber man sollte die regulatorische Kraft der Staaten und die Begehrlichkeiten die diese Datenmengen wecken nicht unterschätzen. Die momentane Diskussion über die Weiterentwicklung des BTC-Codes zeigt wie gross die Versuchungen sind, die Probleme eines dezentralisierten Systems mit Zentralisierung zu lösen. Lektüre: https://iohk.io/blog/scorex/centralized-cryptocurrencies/
  • Elfranone 27.05.2017 13:38
    Highlight Highlight Wie steht es mit den Möglichkeiten die Blockchain zu missbrauchen? Datenklau und einblick privatsphäre sehe ich da als grosses problem...
    andere frage soll man wählen gehen nur damit man belohnt wird? ich finde wählen sollen nur die die wollen und sich auch richtig informieren. es beingt nichts wenn jeder abstimmt nur damit er es gemacht hat und dann noch auf empfehlung seiner partei oder kollegen. Mensch ist Mensch und das soll so bleiben.
    • Flexon 27.05.2017 14:00
      Highlight Highlight @ Elfranone
      Und sollten auch nur diejenige Lesen und Schreiben lernen, die wollen?
    • Flexon 27.05.2017 14:25
      Highlight Highlight @Elfranone
      Eine Blockchain zu missbrauchen ist schwieriger, als ein Bankensystem zu hacken. Das ist einer der Gründe, weshalb Blockchains so gehypt werden.

      Und Blockchain bedeutet auch: die Kontrolle der Daten geht zurück an die User. Wenn du Daten auf einer Blockchain hast, gibt es niemand anderes, der darauf zugreifen kann, als du selbst (als Schlüsselinhaber). Wirklich niemand.



    • EarlofGrey 27.05.2017 15:37
      Highlight Highlight @Flexon ...aber eben nur wenn das System dezentralisiert ist. Aber denken Sie wirklich, dass die Finanzwirtschaft und die Zentralbanken einfach mit den Schultern zucken und dann die Coder-Teams und Communities den Laden übernehmen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • efrain 27.05.2017 13:33
    Highlight Highlight Blockchain hier, Blockchain da. Hier scheint offenbar niemand wirklich eine Ahnung davon zu haben, worum es sich dabei überhaupt handelt (wie bei Bitcoins).

    Es entzieht sich mir komplett, wie man von einem verteilten Datenbanksystem auf "chippen", E-Voting und "Recycling incentivisen" kommt - selbst unter der utopischen Annahme, dass Bitcoin sowas wie ein öffentlicher, globaler General Ledger werden wird.

    Sucht mal nach kritischeren Artikeln zu Bitcoin.. der Scheiss wird so nicht funktionieren.

  • NWO Schwanzus Longus 27.05.2017 13:17
    Highlight Highlight Davor haben wir immer gewarnt das die Menschen bald gechipt werden. Wir wurden ausgelacht von den genau gleichen Leuten wie Löpfe und co. Jetzt stellt sich heraus das man darüber ernsthaft nachdenkt jetzt stellt man es als gut und Notwendig dar. Das ist Teufelswerk der Mensch darf nicht Kontrolliert werden von sowas. Aber NWOler wie Löpfe freuts.
    • Flexon 27.05.2017 18:29
      Highlight Highlight @xlt
      Dass jemand wie DJ_Terror dermaßen upgevoted wird, ist kein gutes Zeichen für die Watson Community. Hoffentlich bleibt er oder sie eine Minderheit. Verschwörungstheorien tragen meines Erachtens überhaupt nichts zur Diskussion bei.
  • teufelchen7 27.05.2017 13:06
    Highlight Highlight und wenn solche systeme mal von falschen leuten gehäckt werden?
    ich mag altmodisch sein, aber ich wäre niiiiieee für chips bei menschen!!!! klingt wie ein gruselfilm....
  • pedrinho 27.05.2017 13:02
    Highlight Highlight "Es ist auch sehr wichtig, dass sie nicht allein von der Technik entschieden wird, sondern dass alle – Politologen, Juristen, Physiker, etc, – ein Mitspracherecht haben."

    Ich fuerche (mich) eher, dass mehrheitlich von politikern entschieden wird.
  • whatthepuck 27.05.2017 13:00
    Highlight Highlight Technostadt Tallinn. Estland ist noch immer ein Auswanderungsland, weil... wirtschaftlich nix läuft. Die Bevölkerung schrumpft; seit dem Ende der Sowjetunion um gut 300'000 Einwohner (in einem Land mit ohnehin nichtmal 1.5 Mio. Einwohnern - über 20% !). Die Entwicklung hält an, auch nach 2010 schrumpfte die Bevölkerung weiter.

    Weshalb wird eigentlich immer von "die Welt retten" gesprochen? Was muss man denn konkret retten?
  • Hades69 27.05.2017 12:54
    Highlight Highlight Wer anderen die Freiheit verweigert verdient sie nicht für sich selbst! Wacht auf Bürger!!
  • Raphael Stein 27.05.2017 12:39
    Highlight Highlight Bin da etwas altmodisch. Es soll sich chippen lassen wer will. Ich nicht.

    ....mit der Blockchain zu einer Identität verhelfen wollen.

    Und mit GPS?
  • Gubbe 27.05.2017 12:38
    Highlight Highlight Reisen wir in eine Welt, die nur noch der Nerd und IT-Spezialist versteht? Dem Menschen einen Chip verpassen um ihn erkennen zu können, ist schon ein starkes Stück. Diese Transaktionen gehen vielen Menschen, mir auch, am unteren Rückgrat vorbei. Lasst uns Mensch sein, obwohl ich den Fortschritt nicht aufhalten möchte.
    • Flexon 27.05.2017 13:48
      Highlight Highlight @ Bonzino
      "Reisen wir in eine Welt, die nur noch der Nerd und IT-Spezialist versteht?"

      Können Sie einen Toaster selber bauen, bei dem die Brotscheibe automatisch herausspringt, bevor sie anbrennt?

      Können Sie erklären, wie eine heutige Bank-Transaktion abläuft?

      Wie funktioniert ein Taschenrechner genau?

      Ist man ein Nerd, wenn man im Detail erklären kann, was bei der Blutgerinnung im eigenen Körper geschieht?

      Wird mich ein Chip mit meinen Bankdaten in meinem Körper daran hindern, über einen Witz zu lachen?

      Menschsein hat viele Facetten.





    • Flexon 27.05.2017 14:27
      Highlight Highlight „Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“
      ---------------------
      George Orwell
    • Gubbe 27.05.2017 14:29
      Highlight Highlight @Flexon: Sollten Sie alles können, was in Ihrer Auflistung steht, sind Sie im falschen Forum. Ihre letzte Frage mit dem Chip ist vollkommen witzlos. Aufgezählt hatten Sie nicht Facetten, sondern Können abgefragt. Man sollte nicht pseudogescheit schreiben, wenn man es doch nicht kann.
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