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Leere Läden in der Innenstadt werden mehr: Unter anderem der Online-Handel macht dem Ladenbesitzern zu schaffen. Bild: KEYSTONE

Das Lädelisterben erreicht die Stadtzentren – Schuld trägt nicht nur der Online-Handel

Detailhändler in den Stadtzentren kämpfen ums wirtschaftliche Überleben, wie nicht nur das Beispiel Zürich zeigt. Das liegt nicht nur an der Online-Konkurrenz.

02.07.18, 06:02

Daniel Zulauf / Nordwestschweiz



Milan Prenosil ist nicht in Feierstimmung. Er kommt direkt von der Generalversammlung der Zürcher City Vereinigung Zürich, die der Inhaber der traditionsreichen Confiserie Sprüngli am Paradeplatz präsidiert. «Unser Textilangebot reicht aus, um zwölf Millionen Menschen einzukleiden. Wir sind doch aber nur achteinhalb Millionen in der Schweiz», sagt Prenosil. Die City Vereinigung zählt als Dachverband des städtischen Detailhandels und Dienstleistungsgewerbes 1350 Firmen mit rund 60 000 Angestellten, und überall tönt es gleich. Die Märkte sind gesättigt, die Konkurrenz durch den Online-Handel nimmt zu. Die Umsätze schrumpfen und die Kosten bleiben hoch. Die fallenden Margen zwingen viele Händler zur Aufgabe.

Nach den aktuellsten Berechnungen des Markforschungsinstituts GfK sind in den vergangenen sieben Jahren landesweit netto 6000 Verkaufsstellen verschwunden. Lange Zeit grassierte das Virus nur in den ländlichen Gegenden. Doch jetzt hat es auch die Städte erreicht. In Zürich stehen rund 10 000 Quadratmeter Ladenfläche leer. Und der Trend weist «ganz klar in Richtung einer weiteren Zunahme», sagt Prenosil. Ähnlich verläuft die Entwicklung auch in Basel und in Genf. In kleineren Zentren wie Luzern und St. Gallen bewegt sich das Angebot immer noch leicht aufwärts. In den Mieten ist der Angebotsüberhang erst bedingt zu erkennen. In den 144 Läden an der Zürcher Bahnhofstrasse seien die Mieten im Durchschnitt vielleicht um 10 Prozent gesunken, schätzt Prenosil.

Sinkende Mieten

Die Nachfrage nach Verkaufsflächen an der teuersten Einkaufsmeile der Schweiz bleibt hoch. Viele internationale Ketten warten auf eine günstige Gelegenheit, dort Fuss zu fassen. Doch ein Abschluss um jeden Preis kommt auch für potente Mieter immer weniger infrage. Im Wissen um die schwierige Lage des Detailhandels leistet man es sich, zu warten. Nach Berechnungen des Immobilienberatungsunternehmens Wüest & Partner sind die Mieten in Zürich und Genf in den vergangen fünf Jahren um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen. Der Schrumpfungsprozess der Finanzindustrie hat diesen Metropolen besonders stark zugesetzt, ebenso die abnehmende Zuwanderung, von der sie in den vergangenen Jahren überproportional profitieren konnten.

Doch die Entwicklung schafft auch Gelegenheiten: «Neue Foodkonzepte erhalten an Frequenzstandorten Chancen, die sie vorher wegen der hohen Mieten kaum hatten», sagt Matthias Bachmann, Mitinhaber der alteingesessenen Luzerner Confiserie Bachmann, die demnächst eine dreistöckige Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse eröffnet. «Die Kaufkraft in Zürich ist einiges höher als in Luzern und die Kunden sind weniger preissensibel», erklärt er die Logik der Expansion.

Basel befindet sich in dieser Hinsicht in einer eher vorteilhaften Position, glaubt Mathias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel. In der alten Bausubstanz der Stadt Basel sind kleinere Flächen naturgemäss die Norm. Was vor einigen Jahren die Entwicklung des lokalen Handels noch gebremst hatte, erweist sich heute als Vorteil, glaubt Böhm. «Wir haben in Basel kein Problem, Flächen zu füllen», sagt er.

Eine ähnliche Erfahrung macht auch Ralph Bleuer, Präsident von Pro City St. Gallen. Trotzdem erlebt er mit seiner auf Papeterieartikel und Bürobedarf spezialisierten Handelsfirma Markwalder heute Dinge, die er noch vor drei Jahren kaum für möglich gehalten hätte. «Ich sehe Kunden, die sich das Angebot zeigen und sich beraten lassen und dann zu Haus online zu bestellen». Es sei kein seltenes Phänomen, dass Läden höhere Kundenfrequenzen verzeichnen und dennoch weniger Umsatz erzielen. «Die Welt des Handels hat sich in den vergangenen 20 Jahren um 180 Grad gedreht», sagt Bleuer, der das Metier seit 40 Jahren kennt. «Leise hoffen wir alle auf eine Gegenbewegung, aber zurzeit dominiert doch mehr das Unbehagen.» (aargauerzeitung.ch)

Mehr als ein «M» schlechter

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • el comentador 02.07.2018 18:11
    Highlight Kein Wunder dass viele Läden in den Städten schliessen, wenn alle Leute mit dem eigenen Auto in die Mega Shopingcenter an der Autobahn einkaufen gehen.
    In Ländern mit tieferem Motorisierungsgrad gibt's sogar in den kleinsten Dörfern noch mehrere "Tante Emma Läden".
    8 2 Melden
    • Husar 03.07.2018 14:01
      Highlight In den kleinsten Dörfern ist der Motorisierungsgrad am grössten.
      4 0 Melden
  • karl_e 02.07.2018 16:37
    Highlight Wenn man die stadtnahen Einkaufszentren besucht, so bekommt man angesichts der vielen leeren Verkaufsflächen ein leicht mulmiges Gefühl. Wie steht es um die Mega-Konsumtempel auf der grünen Wiese? Mall of Switzerland, Glattzentrum, Shoppyland etc?
    6 0 Melden
  • Hptm B. Junge 02.07.2018 15:55
    Highlight Ich bin einigermassen überrascht, das hier die Entwicklung in den Cities betreffend, Wohnbevölkerung nicht als Grund aufgeführt wird.

    Der Mittelstand wird mehr und mehr in die Agglo gedrängt. Wer kann noch Mieten bezahlen in den Cities? Genau, und diese kaufen eben in der Regel nicht im "Lädeli" ein oder im Detailhandel in der Stadt.

    Bestimmt ein Faktor, der hier klar mitspielt.
    27 18 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 16:45
      Highlight Das hat nicht viel mit dem Mittelstand zu tun, sondern mit dem Angebot in den Citys, das heute wegen den hohen Mietpreisen viel zu monoton wurde.
      Das Angebot stimmt nicht, nicht die Käuferschaft!
      15 1 Melden
    • nödganz.klar 02.07.2018 17:07
      Highlight @💣👶🏾

      Ähm... du lebst nicht in der Stadt, oder? Der gutverdienende Art-Director eines Marketingstartups kauft wohl eher sein glutenfreies Quinoa-Linsen-Brötchen im Bioladen nebenan, als die Hausfrau einer 5 Personen Familie. Diese bevorzugt wohl eher einen Grossverteiler.
      14 1 Melden
    • NoSleepTillWollishofen 02.07.2018 18:45
      Highlight Mal abgesehen davon, dass das Geld welches man für Grundbedürfnisse und Zwangsbeiträgen (Miete, KK, Steuern...) auch nicht mehr ausgeben kann.
      Und diese 3 Dinger werden immer teurer
      4 1 Melden
  • Waedliman 02.07.2018 15:54
    Highlight Wer schon mal an einem Sonntag oder nach 20 Uhr durch die Hamburger City Richtung Elbe gelaufen ist, weiss, wie schlechte Stadtplanung jedes städtische Leben zerstört. Hier ist niemand anzutreffen, weil hier niemand lebt. Es ist ein reines Büro- und Ladenquartier, aber es wird nichts geändert. Im Gegenteil. Zürich rund um den HB bietet ein ähnlich ödes Bild. Was da neu gebaut wird und wurde, verdient eigentlich nur noch den Begriff "lebensunwohl".
    31 1 Melden
    • Auscho 02.07.2018 22:41
      Highlight Ich war anfänglich auch sehr skeptisch gegenüber der Europaallee, musste meine Meinung aber etwas revidieren. Sooo mies wurde das Ganze nicht. Es hat kleine Läden & Restaurants sowie eine gewisse Enge/Urbanität, welche für die nötige Belebung sorgen. Die erschaffene Direktverbindung zwischen HB und Langstr trägt sicher auch dazu bei. Über die Architektur kann man sich streiten, wenigstens gibts genügend Abwechslung durch die verschiedenen Fassaden und keine 200m lange gleichaussehnde Riegel. ZH-West und Neu-Oerlikon sind für mich Bespiele richtig schlechter Stadtplanung.
      4 0 Melden
  • Waedliman 02.07.2018 15:46
    Highlight «Die Kaufkraft in Zürich ist einiges höher als in Luzern und die Kunden sind weniger preissensibel». Was Herr Bachmann eigentlich meint: In Zürich zahlen die Menschen jeden Preis für jeden Mist - also lohnt sich eine Expansion dorthin ;-)
    39 4 Melden
  • einmalquer 02.07.2018 15:45
    Highlight Es gibt viel zu wenige Städte in denen Kurierdienste angeboten werden...das könnte auch helfen und die Innenstädte attraktiver machen.

    Dann entfiele das Argument der Grösse und Schwere und man könnte ganz entspannt und unbeschwert einkaufen, was immer man will.

    Beispiel:

    https://www.collectors-so.ch
    6 2 Melden
  • HerrLich 02.07.2018 15:10
    Highlight Was ich einfach nicht verstehe; wie kann es sein, dass ein alteingesessener Kleiderladen dicht machen muss weil die Miete auf CHF 8'000.00 pro Monat erhöht wird. Dann steht das Lokal 6 Monate frei. Danach kommt entweder ein Hörgeräteladen, ein Kebab-Stand oder ein Syrischer-20-Franken-Coiffeur rein. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Hörgeräte-Mafia verkauft viel zu teuer oder die Kebab-Stände und 20-Franken-Coiffeure waschen Geld mit diesen Standorten.
    43 6 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 16:48
      Highlight Wieso gleich auf die kleinen los? Wieso denkst Du kann eine Totmarke an der Bahnhofstrasse, Rennweg oder Storchengasse 25% ihres Umsatzes für Miete ausgeben? Geht nie und nimmer ausser es gehe um das Geld zu parkieren oder man mache mit dem Standort Werbung. Und ganz das können die Kleinen nicht, sie müssen die Seite von den Verkaufseinnahmen berappen.
      6 1 Melden
    • Mephista87 02.07.2018 17:20
      Highlight Einer meiner Lehrer hat damals, als die Ipods aufkamen, immer gesagt, wir sollen Aktien von Hörgeräte-Herstellern kaufen. Das würde sich bald richtig lohnen.
      Da hatte er wohl nicht unrecht.
      5 0 Melden
  • einmalquer 02.07.2018 14:09
    Highlight Wegen schlechtem Service:

    ich war letzthin in einem Laden er Paul Kehl Zürich Gruppe.

    Ich habe dem Verkäufer gesagt, was ich brauch und warum und ohne weiteren Fragen hat er mir drei Dinge zur Auswahl hingelegt. Perfekt für meine Grösse (obwohl ich mein Sixpack mit einer Fettschicht schütze), perfekt von den Farben her. Alles war perfekt.

    Wenn ich in "meinen" Buchladen gehe, rede ich ein bisschen mit den Angestellten (die kennen meinen Geschmack mittlerweile) ich bekomme genau das, was ich möchte, auch weil sie sich mit den Neuerscheinungen befassen.

    Es gibt den perfekten Service.
    51 6 Melden
    • Husar 02.07.2018 16:31
      Highlight ..., wenn man keine Ansprüche hat und sich aber auch alles aufschwatzen lässt.
      5 54 Melden
    • Snowy 02.07.2018 18:22
      Highlight @einmalquer:

      Ja, den gibt´s.
      Hättest Du allerdings keinen Anstand, hättest Du Dir nach erfolgter Beratung Artikelnummer und Grösse notiert (fotografiert) und hättest 20% günstiger online bestellt.

      Frag mal einen Verkäufer in Deinem Freundeskreis... die Leute werden immer dreister.
      8 1 Melden
    • einmalquer 02.07.2018 23:10
      Highlight Anstand: ich habe jetzt nach geschaut - das Produkt, das ich gekauft habe, habe in keinem Online-Shop gefunden.

      Aber klar, gibt es billigeres dort, dauert aber länger, als wenn ich rasch in den Laden gehe und probiere und es nach Hause nehme und die Bildchen reichen bei weitem nicht, ich muss es schon sehen- an mir. (und den Stoff etc.)

      Nicht nur die Verkäufer werden dreister, die Verleger auch - da zählen die Klickzahlen und nicht die Relevanz der Meldungen.


      1 0 Melden
    • Husar 03.07.2018 08:59
      Highlight @Snowy
      Dass Du es für dreist hälst, dass sich jemand im Ladengeschäft beraten lässt, aber dann nichts kauft, entspricht der überheblichen KundenUNfreundlichkeit hiesiger Verkäufer.

      Der Kunde lässt sich beraten, damit er eine Entscheidungsgrundlage hat für seinen Kaufentscheid, welcher selbstverständlich sein kann, gar nichts zu kaufen.
      Ein guter Verkäufer wird da nicht griesgrämig und hält den Kunden für dreist. Sondern er hilft dem Kunden das gewünschte zu finden, z. B. indem er ihn zur Konkurrenz nebenan schickt. Das ist guter Kundendienst, weswegen der Kunde wiederkommt.
      3 1 Melden
  • stoeffel 02.07.2018 13:15
    Highlight Da ich in der Nähe von Konstanz wohne konnte ich das absterben von Kreuzlingen und jetzt Weinfelden über mehr als 10 Jahre beobachten und ich glaub viele dieser Planer unterschätzen die Faulheit. Viele Leute wollen ihre alltäglichen Einkäufe nicht stundenlang zusammensuchen und rumtragen. In Weinfelden ging es erst richtig bergab als die Grossverteiler Migros und Coop aus dem Stadtkern zogen. Hat den Kern beruhigt.. stark beruhigt.. getötet. Jetzt fehlt die Frequenz und Kundschaft in den kleinen Läden da halt alle mit ihrem Auto aus der Stadt fahren.
    36 0 Melden
  • amei 02.07.2018 12:26
    Highlight Die Flächenproduktivität ist meist viel zu niedrig. Sollten auch die Energiekosten steigen, wird das Sterben weiter gehen. Was die starke Beleuchtung, Lüftung, Heizung und Kühlung kostet, ist nicht ohne! Aldi und Lidl sind seit ca. zehn Jahren auch in der Schweiz. Der Online Handel boomt sowieso. Dabei sind die Mieten irrsinnig hoch geblieben. Die meisten, die jetzt durchhalten wollen, werden fast sicher viel Geld verbrennen. Besser dicht machen. Tut mir leid.
    15 2 Melden
  • Ms. Pond 02.07.2018 11:52
    Highlight Innenstädte gleichen sich doch oft aufs Haar. Es sind meistens einfach die grossen Ketten an bester Lage vertreten. Für mich ist das unattraktiv. In einen Laden gehe ich nur, wenn ich eine Beratung brauche z.B. bei einer Brille. Dann kaufe ich das Produkt aber auch gleich vor Ort. Vielleicht muss man einfach auch akzeptieren, dass die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse sich ändern. Mit dem technischen Fortschritt verschwinden gewisse Angebote, die es weniger braucht.
    24 1 Melden
  • Skip Bo 02.07.2018 10:49
    Highlight Burgdor Oberstadt, vom tollen Einkaufserlebnis zum menschenleeren Altdtadtquartier. Die Verbannung des Verkehrs und hohe Parkplatzgebühren haben gewirkt.
    65 39 Melden
    • Fly Baby 02.07.2018 11:32
      Highlight Covent Garden London, Autos verbannt, die kleinen läden schiessen wie Pilze aus dem Boden.
      35 9 Melden
    • Burdleferin 02.07.2018 12:27
      Highlight Wobei sich die Oberstadt durch die Verkehrssperre zwar nicht einkaufstechnisch, aber doch besuchertechnisch etwas erholt hat.
      12 1 Melden
    • Skip Bo 02.07.2018 15:31
      Highlight In Burdlef sind Viele aus dem Umland einkaufen gegangen so wie wir aus einem ÖV freien Dorf. Das Warenhaus Strauss war ein Magnet. Mit dem geänderten Park- und Verkehrsregime fühlte man sich plötzlich unerwünscht und mied ab da Burdlef als Ganzes.
      7 5 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 16:54
      Highlight Rennweg Zürich da passiert genau das Umgekehrte. Verkehr weg Attraktion der Läden trotz Monokultur zugenommen, Gleiches gilt für Strehlgasse oder auch Storchengasse.

      Der Verkehr ist NICHT der ausschlaggebende Parameter. Das ist die falsche Begründung der Neoliberalen. Es ist die fehlende Durchmischung die leider wegen en viel zu hohen Mieten verloren gegangen ist. Das Erlebnis beim Einkaufen wird durch die Monokultur nicht gefördert.
      15 2 Melden
    • Skip Bo 03.07.2018 06:24
      Highlight Franco, die Feststellung das Burgdorf aufgrund seines Parkplatzregimes von Auswärtigen gemieden wird, hat nichts mit Neoliberalismus zu tun. Du siehst hinter jeder Kritik an Rot-Grün eine neoliberale Verschwörung.
      Burgdorf hätte an sich genügend Einwohner um einer florierende, vielfältigen, Oberstadt eine wirtschaftliche Existenz zu bieten. Das Problem ist das sogar grün wählende Burdlefer mit dem Auto einkaufen gehen, nach Lyssach...
      0 3 Melden
  • Posersalami 02.07.2018 10:28
    Highlight Einfach mal die Autofahrerei eindämmen. Das Auto zieht nämlich massiv Kaufkraft von den Zentren ab in die Peripherie, wo die grossen Einkaufszentren und Supermärkte stehen.

    Wenn ich mir so ansehe was in meinem Quartier im EG frei ist muss ich sagen, dass ich da niemals ein Büro einrichten würde. Viel zu lärmig und laut. Macht Fussgängerzonen draus, dann kommen die Läden und Kaffes wieder zurück! Was im Ausland gut klappt wird auch hier funktionieren.

    Gegen das Auto kann man problemlos was machen, den Onlinehandel wird man dagegen nicht mehr los.
    58 67 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.07.2018 11:57
      Highlight "Einfach mal die Autofahrerei eindämmen."

      Einschränkung der Mobilität als Branchenschutz? Und dann kommt als nächstes "eindämmen der Versenderei"?
      32 17 Melden
    • henkos 02.07.2018 11:58
      Highlight Typischer CH-Ansatz: Persönliche Freiheit einschränken, um eine sterbende Branche zu protegieren. Das wird das Problem nur verzögern, aber nicht lösen.
      32 13 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 14:17
      Highlight @Toerpe: Beschäftigen sie sich mit dem Thema. Suchen sie im Ausland Beispiele wo man das getan hat, und welche Auswirkungen es hatte.

      Sie werden erstaunt sein, was alles möglich ist wenn man über den Tellerrand hinausblickt.

      Ihr Bauchgefühl ist in dieser Sache so falsch wie es eben nur geht.
      17 24 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 14:20
      Highlight @ henkos: Wenn hier jemand eingeschränkt ist, dann diejenigen die nicht Auto fahren.

      Seit Jahrzehnten wird fast ausschliesslich fürs Auto geplant und gebaut und jetzt wundert man sich über die Auswirkungen (Umweltzerstörung, Zersiedelung, Lädelisterben, usw.)

      Und was ist das Rezept? Wenn die Medizin nicht wirkt muss die Dosis erhöht werden, weil an der Therapie kann es nicht liegen! Nein, das ist völlig ausgeschlossen.
      23 26 Melden
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 02.07.2018 15:27
      Highlight Ja klar, sehr guter Ansatz 🙄 Weil es in der Innenstadt zu wenig Parkplätze hat, fahren die Leute halt ins Glatt, und die Lädeli sterben.

      Ihr Ansatz ist somit das Autofahren zu verbieten, damit die Leute wieder mehr in der Innenstadt einkaufen. 🤪
      18 7 Melden
    • Midnight 02.07.2018 15:29
      Highlight Weniger Autos fände ich grundsätzlich gut. Die Ursache dürfte mit Autos und Lärm allerdings wenig zu tun haben. Da sind andere Faktoren wohl deutlich schlimmer.
      11 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.07.2018 16:32
      Highlight Welche Beispiele denn?

      Btw. Der grösste Zersiedelungsmotor im Grossraum Zürich ist m.E. die SBahn.

      Man sollte Mobilität als Gesamtsystem begreifen. Das Auto beginnt nun ja langsam seinem Namen gerecht zu werden und die Grenzen Individualverkehr und ÖV werden verschwimmen.

      9 5 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 17:22
      Highlight @ Toerpe: Informieren sie sich halt mal über die Basics. Also wie Verkehrs- und Siedlungsplanung zusammenhängen. Dafür könnten sie zB. dieses Buch hier lesen:

      https://books.google.ch/books/about/Grundlagen_der_Verkehrs_und_Siedlungspla.html?hl=de&id=-ngYAPYTbqQC&redir_esc=y

      Ihre Meinung über die S-Bahn ihn ehren, aber sie ist Schwachsinn^2. Die Schweiz wurde lange zersiedelt, bevor es die S-Bahn gab. Ist leider ein Fakt.
      4 0 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 17:24
      Highlight @ After: Denken sie es halt mal zu Ende! Das Glatt ist ein hervorragendes Beispiel für die Fehlplanung des letzten Jahrhunderts. Den Laden sollte man lieber morgen als übermorgen dicht machen. Die Verkaufsflächen würden in den Nachbargemeinden wieder auftauchen und sie könnten bequem zu Fuss einkaufen. So wie früher eben, als es diese Autogläubigkeit noch nicht gab.
      6 2 Melden
    • Snowy 02.07.2018 18:25
      Highlight Der grösste Zersiedelungsmotor ist der Steuerabzug für den Arbeitsweg.
      5 1 Melden
  • supremewash 02.07.2018 10:09
    Highlight Dass Herr Bleuer das Phänomen des Showrooming noch vor drei(!!!) Jahren für undenkbar hielt befremdet mich etwas.
    41 0 Melden
  • DaFa 02.07.2018 09:56
    Highlight Ewiges gejammer ... kein Wunder läuft der Detailhandel nicht bei diesen Services die geboten werden (und in SG mit diesen kundenfeindlichen Öffnungszeiten).
    Wie wäre es mit neue Ideen ... PopUp Stores und Zwischennutzung ist eine Möglichkeit aber mittlerweile abgelutscht. Kreuzlingen macht es allen vor: auf Atizo suchen sie Ideen für den Detailhandel in der Stadt
    10 34 Melden
    • Goon 02.07.2018 10:35
      Highlight Immer das gemotze wegen Service. Seien wir ehrlich, alle verlangen immer Service. Bezahlen will aber niemand dafür.

      Service wie im Fachgeschäft aber ja zum Preis vom billigsten Onlinehändler. Dies geht einfach nicht auf.

      Und will jetzt nicht hören das es nicht so ist. Man sieht es ja allein am Fachgeschäftsterben....
      73 9 Melden
    • DaFa 02.07.2018 11:28
      Highlight Für dich im ländlichen Kontext, als Davoser - gemäss deinem Profilbild - sind dir bestimmt Heierling und Kaffeeklatsch ein Begriff? Ein Fachgeschäft und Restaurant, dass in einer Nische bestens funktioniert. Und dabei spielt m.E. der Service (Vermessung, Beratung etc. bei Heierling) und die Atmosphäre (Angebot, Services, Locations) eine wichtige Rolle.
      Wenn das auf dem Land funktioniert, dann wohl auch in urbaneren Gegenden.
      21 4 Melden
    • Goon 02.07.2018 11:52
      Highlight Es gibt immer welche die sich ihre Nische schaffen können. Aber so Nischenanbieter machen sich in der Statistik kaum bemerkbar.
      Aber wo du ja auch die Öffnungszeiten kritisierst...bei den vom Heierling müssten dir ja die Haare ausfallen ;-)

      Es gibt genug Beispiele das der Trend einfach immer mehr zu Geiz ist Geil geht. Wo sind den all die TV-, Foto-Fachhändler, die kleinen privaten Kleiderläden etc hin verschwunden?

      Und ich arbeite seit 20 Jahren im Verkauf, bin jeden Tag an der Front und erfahre direkt wie sich die Erwartungshaltung der Kunden immer mehr verändert hat.
      20 0 Melden
  • thunder 02.07.2018 09:42
    Highlight Da es mittlerweile eine Zumutung ist, mit dem Auto in die Stadt zu fahren, benutzte ich park and ride. Ich schaue mir in den Läden die Sachen an und shoppen dann online. Ich gehe sicher nicht wie ein Packesel auf den Zug....Irgendwann werden die Läden in den Städten dann halt dicht gemacht haben und in die Einkaufszentren der Anglo gezogen sein. Die sind dann mit dem Auto erreichbar.
    39 95 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 10:31
      Highlight Das Auto ist hier das Problem und nicht die Lösung!

      Das Auto saugt massiv Kaufkraft aus den Zentren ab und verlagert es in die Peripherie. Dieser triviale Zusammenhang ist seit 30 Jahren erforscht und nachgewiesen, ebenso weiss man was man dagegen machen kann. Es gibt x Beispiele im nahen Ausland, wie man die Innenstädte wieder belebt.
      37 46 Melden
    • Ms. Pond 02.07.2018 11:06
      Highlight Das kommt auf die Läden drauf an. Klar kauft man sich keinen TV in der Innenstadt und schleppt ihn dann mit dem Trämmli zum Parkplatz. Kleinere Gegenstände kann man aber sehr wohl auch bequem mit dem ÖV transportieren.
      48 5 Melden
    • einmalquer 02.07.2018 11:22
      Highlight TV kann man sich liefern lassen, dann nehmen sie den alten gleich zurück.

      ist ganz einfach.
      47 6 Melden
    • Fly Baby 02.07.2018 11:34
      Highlight Deine Wahrnehmung mag für dich real sein, ist es aber nicht.
      6 3 Melden
    • Ms. Pond 02.07.2018 14:00
      Highlight @Einmalquer
      Lieferungen sind aber nur sinnvoll, wenn sie durch die Post und eingeschrieben erfolgen. Wenn man voll berufstätig ist, hat man ansonsten das Paket einfach vor der Haustüre stehen oder man muss es trotzdem bei der Post abholen. Bei grösseren Objekten wird meistens ein Lieferdienst beauftrag, bei dem man den ganzen Tag zu Hause sein muss. Lieferung zwischen 2. Februar 2018 und 30. September 2021. Bitte halten Sie sich bereit.
      27 3 Melden
    • Midnight 03.07.2018 08:39
      Highlight @Ms. Pond Ich weiss ja nicht welcher Sperrgutlieferant bei Ihnen am Werk war, aber mit mir hat man immer im Voraus einen Termin für die Lieferung vereinbart und dann noch kurz angerufen, wenn man unterwegs war. Bei der Post kann man ausserdem das Lieferdatum selbst bestimmen. Der Pöstler kommt denn auch immer etwa zur selben Zeit (bei mir ist das immer recht zuverlässig um 11 Uhr, wenn er Pakete bringt. Briefpost kommt eine Stunde früher). 🤷‍♂️
      2 0 Melden
  • blueberry muffin 02.07.2018 09:05
    Highlight Abnehmende Zuwanderung als Grund? Dachte Sommeruga sei Weltfremd und lässt jeden rein. Das sie Europa tötet. Sagen zumindest die Rechten, scheinbar sind doch die es die uns töten.

    Wer hätte es gedacht.
    28 58 Melden
    • Roterriese 02.07.2018 11:15
      Highlight Eritreer sind auch total kaufkräftig.
      48 30 Melden
    • Decke 02.07.2018 13:34
      Highlight War ja klar, klassische Rechte Einstellung. Es gibt auch tausende hochqualifizierte Ausländer in Spitälern und Hochschulen, Forschungszentren etc. Die verdienen satt Kohle und geben diese auch aus. In der Schweiz. Nicht wie Sie in Deutschland weil billig.
      18 5 Melden
    • henkos 02.07.2018 15:30
      Highlight @muffin: Ironie funktioniert doch in der Schweiz nicht.
      2 4 Melden
  • Gubbe 02.07.2018 08:49
    Highlight Meine nächste Stadt ist Biel. Eigentlich ist es eine gut gelegene Stadt, nur macht sie nichts daraus. Überall sind Fahrhindernisse um überhaupt ins Zentrum zu kommen, auch für Velofahrer. Parkplätze verschwinden. Outlets eröffnet mit Waren, die eigentlich niemand kaufen wollte. Restaurants, also Fressbuden, stehen an jeder Ecke. Hamburger, Dürüm, Pizza, mexikanisch und chinesisch Essen, alles auf Schweizer Gaumen gebracht. Schweizer Essen, findet man selten. Schnell muss es gehen und jung muss man sein. Ich bin gut im Schuss, aber auf der Strasse essen muss nicht sein.
    64 36 Melden
    • Linksgrün-versiffter Gutmensch 02.07.2018 09:30
      Highlight Zum Thema Outlet empfehle ich folgendes Video:

      https://www1.wdr.de/verbraucher/geld/outlet-shopping-nrw-116.amp
      2 7 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 09:44
      Highlight Na und wieso genau ist es so wie Du überspitzt schreibst? Es ist der Markt und der richtig sich nach der Käuferschaft. Am Aussterbender "Lädeli" sind wir alle schuld. Würden wir einen Markt stützen dann würde Vieles anders aussehen, nur das tun wir nur mit Lippenbekenntnissen.
      28 6 Melden
    • Ritiker K. 02.07.2018 09:57
      Highlight Ich weiss nicht genau in welches Biel Gubbe fährt. In dem Biel in dem ich wohne hat man in den letzten 16 Jahren in der Innenstadt drei grosse Parkhäuser gebaut die problemlos erreichbar (und nie voll gefüllt) sind und somit die Anzahl verfügbarer Parkplätze in der Innenstadt erhöht. Mit meinem Velo kann ich überall (Ausser in der Fussgängerzone zwischen 10 und 19 Uhr) hinfahren. An der Verkehrssituation kann es nicht liegen, dass es leere Läden hat - aber es gibt Geschäfte mit 50qm die für CHF 5000.- im Monat zur Miete ausgeschrieben sind.
      33 4 Melden
    • plop 02.07.2018 10:45
      Highlight @ Gubbe fährt wohl in das Biel welches dann mal ein sauteures Stück Autobahn mit zwei überflüssigen Anschlüssen im Stadtzentrum (!) haben soll.

      Der Leerstand in Biel ist bedenklich und das seit Jahren.
      Es wäre wohl mal Zeit, diese Räume anders nutzen zu dürfen – Schulen, Wohnungen weiss auch nicht was...
      13 7 Melden
    • Ms. Pond 02.07.2018 11:10
      Highlight Parkieren ist in Biel eigentlich kein Problem. Das Altstadt Parkhaus ist eigentlich nie voll und gut erreichbar. Mühsamer finde ich, dass man je nach Zeit, enorm Stau hat. So weit ich weiss, wird aber enorm in die Umfahrung investiert? Du solltest mal versuchen mit dem Auto nach Zürich oder Basel zu fahren. Da schätzt Du Dein Biel nacher wieder viel mehr.
      16 0 Melden
    • Ironiker 02.07.2018 11:26
      Highlight Wenn man die Bevölkerungsstruktur von Biel anschaut, ist es nicht weiter verwunderlich das qualitativ gute Fachgeschäfte die Segel nach und nach streichen. Es ist wie FrancoL schreibt: Es ist der Markt und der richtig sich nach der Käuferschaft. Und diese hat in Biel nun mal nicht die gleiche Kaufkraft wie andernorts. Daher ist die Entwicklung zu Outlets und Allerwelts-Imbiss auch logisch.
      22 3 Melden
    • Gubbe 02.07.2018 11:36
      Highlight Plop, Ganz deine Meinung. Autobahn braucht es so nicht. Schulen sofort, Wohnungen im Erdgeschoss wären nicht so toll. Ich kenne die 3 Parkhäuser sehr gut, aber richtiger Einkauf mit Essen usw. wird in den 3 Grosseinkaufhäusern gemacht, weil eben einkaufsnahe Parkplätze fehlen.
      4 5 Melden
    • Alnothur 02.07.2018 14:42
      Highlight Parkieren mag in Biel kein Problem sein - zum Parkplatz zu gelangen dagegen immer mehr. Alles wird zur Verkehrsbehinderung mit Einbahnstrassen zugepflastert, damit man mit dem Auto ja 5x so lange braucht und 3x so viele Leute beschallt.

      Und gerade in Biel stehen Ladenlokale leer, dass es zum heulen ist.
      5 4 Melden
    • Ms. Pond 02.07.2018 15:08
      Highlight @Gubbe das ist doch ok. Die zwei grossen Center von Coop und Migros laden ja auch zum einkaufen ein. In die Innenstadt geht man als Aussenstehender ja mehr zum lädele. Also ich werde weiterhin gerne in die Altstadt von Biel gehen. Dort gibt es wenigstens noch spezielle Lädeli, eine tolle Brocki und süsse Cafes und Bars. Das alles noch zu bezahlbaren Preisen. Schade, dass ich so selten dort bin.
      6 0 Melden
    • Ritiker K. 02.07.2018 15:26
      Highlight Um in Biel zu den Parkhäusern zu gelangen hat es Hauptverkehrsachsen und keine Quartierstrassen mit Einbahn. Das Geheule der Autofreaks die meinen, die Läden würden gefüllt, wenn man nur gleich vor dem Eingang parkieren könnte finde ich masslos übertrieben. Ich glaube das Gegenteil ist der Fall - ruhige Fussgängerzonen mit einem guten Gemisch von Läden Bistros und auch einem Schuss Kultur (in Biel ist ein Zwischennutzungs-Reglement in Ausarbeitung) so kann sich eine Innenstadt von einem Shopping-Zentrum auf der grünen Wiese unterscheiden und attraktiv sein.
      11 3 Melden
  • JoJodeli 02.07.2018 08:36
    Highlight «Wir haben in Basel kein Problem, Flächen zu füllen» Da musste ich doch lachen!
    Schönrederei, in Basel sind so viele Flächen frei und ein Laden nach dem anderen geht zu. Ganz zu schweigen von der Grenznähe...
    69 5 Melden
    • Pasch 02.07.2018 09:25
      Highlight Pro Innerstadt Basel beim Werken!

      Oder darfs noch ein Schuhladen oder eine neue Dönerbude sein? Es hat ja kaum welche...
      29 5 Melden
    • Switch_On 02.07.2018 11:15
      Highlight Ich sehe auch die Grenznähe als eines der Hauptprobleme in Basel.
      Und der Punkt ist viel zu Hohe Mieten, die sich praktisch nur noch die grossen (meist internationalen) Unternehmen leisten können.
      17 1 Melden
    • Pasch 02.07.2018 11:31
      Highlight Ich sehe eher eine Konzeptlosigkeit und ewig gestriges Schöngerede als Ursache...
      Sorry aber jeder der kann meidet mittlerweile die Stadt wie die Pest, und das nicht zuletzt wegen dem Verkehrskon...murx!
      20 11 Melden
  • Evan 02.07.2018 08:20
    Highlight Ich sehe darin ein Risiko und eine Chance zugleich. Es fordert uns heraus, den öffentlichen Raum neu zu überdenken, wie wir ihn in Zukunft gestalten und nutzen wollen.
    46 2 Melden
  • PhilippS 02.07.2018 07:57
    Highlight In kleineren Städten steigt das Angebot noch? Tut mir Leid, das glaube ich nicht. Lebe jetzt 19 Jahre in der St.Galler Altstadt. Seit dem sind Jahr für Jahr mehr Geschäfte leer - sogar in der Multergasse schliessen Ketten wie Ochsner-Schuhe ihre Filialen.

    Aber wie ich schon mal geschrieben haben: Da das Hauptproblem die hohen Mieten und das Überangebot sind, wird’s noch schlimmer werden, bevors wieder aufwärts geht in den Innenstädten. Erst wenn die Mieten sinken und es damit Luft für junge und neue Ideen/Konzepte gibt, wird sich der Trend wieder drehen...
    69 0 Melden
  • Turicum 17 02.07.2018 07:56
    Highlight Wer sich in einem Laden beraten lässt und dann doch online woanders einkauft ist ein A****loch.

    Wenn ich Beratung brauche gehe ich in einen Laden und kaufe dann auch dort ein, dann zahle ich gerne mehr für die Beratung. Ist für mich eine Frage des Anstandes.

    Wenn ich weiss was ich will oder ichs einfach nur günstig will, bestelle ich online.

    367 15 Melden
    • Husar 02.07.2018 09:17
      Highlight Wer heutzutage etwas wissen will über ein Produkt, was er vielleicht kaufen will, der zückt sein Smartphone und erfährt in 60 Sekunden mehr und besseres über das Produkt, als wenn er sich die Mühe macht, ein Fachgeschäft zu finden, dort hinzufahren (Kostet viel Zeit und Geld), um dann festzustellen, dass dort Fantasiepreise verlangt werden und die Beratung unter jeder Sau ist.
      Der einzig vernünftige Weg, ist der Einkauf im Internet: schnell, gut, garantiert bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und man hat erst noch ein Rückgaberecht.
      36 32 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 09:49
      Highlight Dann gibt es aber sehr viele A....löcher!
      22 5 Melden
    • einmalquer 02.07.2018 11:20
      Highlight Die Reisebüros verlangen bei Beratungen bereits einen Betrag, wenn nichts gebucht wird.
      15 2 Melden
    • Switch_On 02.07.2018 11:22
      Highlight "die Beratung unter jeder Sau ist"

      Die Aussage empfinde ich als ziemlich ungerecht. Da ich oft auch den Eindruck habe, dass gewisse Kunden die Aussage "der Kunde ist König" zu ernst nehmen und sich dann jenseits von gut und böse benehmen.

      Ich habe 5 Jahre im Detailhandel gearbeitet bin daher etwas voreingenommen. Und mir ist bewusst, dass es über Schwarze Schafe gibt bei Kunden und Verkäufern.
      31 4 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 12:15
      Highlight Es kommt halt drauf an:

      Ich zB. würde mir niemals Laufschuhe im Internet bestellen! Da gehe ich lieber ins Fachgeschäft, lasse meine Füsse und Haltung prüfen und mir dann vernünftige Schuhe zeigen, die zu mir passen. Seit ich das mache, habe ich viel weniger Probleme mit dem Körper beim Sport. Da zahle ich dann auch gerne etwas mehr für die Schuhe!

      Ich würde mich aber nie im MM oder Interdiscount "beraten" lassen, welchen neuen Rechner oder TV ich kaufen soll.
      17 4 Melden
    • Thom Mulder 02.07.2018 13:31
      Highlight Die viel zitierten Onlinekäufer die sich vorher im Laden beraten lassen sind Einzelfälle die nun gehypt werden. Und das macht eh keinen Sinn, denn die Online-Informationen sind besser und zuverlssiger als das was einem ein Angelernter im Laden erzählt der einfach nur das verkaufen will was er anzubieten hat.
      18 5 Melden
    • Husar 02.07.2018 16:48
      Highlight @Switch_On
      Wer wissen will, wie guter Service funktioniert, der schaut sich das in Malaysia an.
      Die rennen rasch quer durch über den ganzen Marktplatz oder einmal durch's zehnstöckige Kaufhaus, um das Kleid in der gewünschten Farbe bei der Konkurrenz für Dich zu holen.
      Phänomenal sind die Strassenküchen. Ein Platz mit Tischen, links und rechts je eine Reihe mit 6 - 8 verschiedenen Küchen, jeder mit seinen Spezialitäten. Hinsetzen und quer durch's Angebot bestellen, egal bei welcher Servierdüse. Sonderwünsche werden sofort ausgeführt.
      Europa ist eine Servicewüste, mit nur wenigen Oasen.
      5 1 Melden
    • Goon 02.07.2018 18:14
      Highlight @Thom Mulder
      Aber diejenigen die sich die Geräte vorführen lassen oder einfach mal in der Hand halten wollen und dann Online bestellen sind kein Hype. Dies ist so.

      2 1 Melden
    • Snowy 02.07.2018 18:18
      Highlight Naja... der Mensch geht den Weg des geringsten Widerstands.

      Du und ich finden das genannte Verhalten verwerflich und hätten ein schlechtes Gewissen. Der Gesetzgeber und die Unternehmen können allerdings nicht allein auf das schlechte Gewissen der Konsumenten zählen (siehe auch Lebensmitteleinkauf in D).

      Shops werden in Zukunft immer mehr zu Showrooms. Diese Entwicklung hat der Detailhandel verschlafen.
      Oder man verlangt bei auffälligen Kunden eine Beratungsgebühr, welche man natürlich beim Kauf zurückerhält (wird im Outdoorbereich und sonstigen beratungsintensiven Shops bereits gemacht).
      2 0 Melden
    • Rabauke 02.07.2018 19:12
      Highlight Ich habe drei Jahre im Reisebüro gearbeitet. Da wir jedoch leider keine Beratungsgebühr hatten, kamen auch viele Kunden, die sich beraten liessen, nur um dann im Internet zu buchen. Es gibt leider genug solche, deshalb nie wieder in diesen Beruf zurück.
      1 0 Melden
    • einmalquer 02.07.2018 23:14
      Highlight @Rabauke

      mit den Reisebüros bin ich fast immer zufrieden - die wissen aber auch, was ich will.

      Sonst wird es schwierig.

      Ich habe auch schon mal eine Beratungsgebühr zurück gewiesen und nicht bezahlt, weil der Vorschlag völlig jenseits war.

      Aber sonst buche ich dann schon im Reisebüro, ist für mich einfacher, als all die Online-Angebote zu durchforsten.

      Wobei natürlich - Reine Flüge oder so buche ich schon online, aber es gibt ja auch aufwändigeres.
      0 0 Melden
    • Husar 03.07.2018 09:16
      Highlight Die Ladenverkäufer müssen froh sein, wenn überhaupt jemand zu ihnen in den Laden kommt.
      Wenn ein Kunde den Laden betritt, so ist das noch lange kein abgeschlossener, oder versprochener Kaufvertrag. Es ist eine geschenkte Gelegenheit, etwas anbieten zu dürfen, ganz ohne Erfolgsgarantie und ganz egal, wieviel Beratung man leistet.

      Wenn ein Kunde nach der Verkaufsberautung nicht kauft, ist es nie der Fehler des Kunden! Es liegt immer am nicht überzeugenden Angebot.

      Ein Ladengeschäft, das Beratungshonorar verlangt dafür, dass ich meine Zeit seiner Verkaufswerbung widme, ist inakzeptabel.
      2 1 Melden
  • Knick in der Fichte 02.07.2018 07:53
    Highlight Ich denke der Onlinehandel wird sicher auch einen grossen Teil dazu beitragen. Gleichzeitig sehe ich es aber auch als ein Problem, dass man in gewissen Städten (Zb. Luzern) , ja fast nur noch Uhren & Touriläden findet.... Als Luzernerin habe ich kein Interesse an Uhren und überteurenden Schmuck; auch bringt es mir nicht viel, wenn es 17 Filialen von der gleichen Kette gibt-darum weiche ich zum Teil auch auf den Onlinehandel aus... Mehr Vielfältigkeit wäre wieder nötig.
    84 0 Melden
  • Gianni48 02.07.2018 07:39
    Highlight Das Problem ist doch, dass die Fachhändler heute kaum mehr wissen, in welchem "Fach" ihr "Handel"sgut liegt, sofern überhaupt etwas brauchbares da ist. Kaum Beratung, kaum Auswahl spielt dem Online-Handel in die Hand und ist der Hauptgrund für das Lädelisterben. Das ist in den Städten, auf der grünen Wiese (Einkaufspaläste) und und in den Dörfern genau gleich.
    37 1 Melden
  • Scaros_2 02.07.2018 06:47
    Highlight Nun - Als ich klein war ging ich stets mit freude nach St. Gallen. Es war wie ein kleines erlebnis wenn man aus dem Dorf in die damals "gross" wirkende Stadt durfte. Noch grösser fand man Zürich. Aber heute? Warum soll ich in eine Stadt gehen mit meinem Auto? Die Parkplätze sind extrem teuer, in den Läden trifft man auf Personal das kein Bock hat und auch sonst empfinde ich eine Stadt als keine Freude mehr. Die AFG Arena ist zwar auch ned besser aber dort kann ich immerhin direkt wieder auf die Autobahn und nach Hause. Und ich habe mit A.I. eine bessere Beratung als mit so manchem Menschen.
    67 100 Melden
    • Nunja 02.07.2018 07:21
      Highlight Das Problem wurde noch nicht erkannt: "mein Auto". Sie können es sich leisten, mit einem Auto rumzukurven, statt den ÖV zu nehmen, bzw. wohnen allenfalls weit weg von Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsstelle? Sie hätten gewaltige Sparmöglichkeiten an Geld und Zeit, wenn Sie Ihr Leben ohne Auto organisieren könnten.
      29 57 Melden
    • Scaros_2 02.07.2018 09:12
      Highlight Nunja - ich HASSE ÖV! Ich hasse diese Idioten die Kebap im Zug fressen und alles verpesste oder jene die besoffen durch den Zug lallen oder diese die ihre Bettgeschichte offenkundig erzählen.

      Ich liebe mein Auto, die Ruhe und die Freiheit. Und ganz ehrlich: Das Sparpotential ist mir latte.
      47 39 Melden
    • Roman h 02.07.2018 09:17
      Highlight @nunja
      Mehr geld und Zeit wenn man die öv nimmt?
      Also in der Regel braucht man mit der öv viel mehr Zeit, ausser man wohnt in der Stadt.
      Dort ist aber die Miete viel höher, somit hat man auch nicht mehr Geld.
      Durch mein Auto habe ich jetzt viel mehr Zeit als vorher mit der öv.
      Und die extra Zeit die ich jetzt habe ist mir das geld fürs Benzin wert.
      40 17 Melden
    • Husar 02.07.2018 09:23
      Highlight @Nunja
      Für mich ist mein Auto billiger als ÖV.
      Mein Auto kostet mich, alle Kosten eingerechnet, pro Jahr rund 1000 Fr. weniger als ein einziges GA.
      Wir sind oft zu zweit unterwegs. Dann lohnt sich unser Auto erst recht.
      Hätten wir dazu noch Kinder, dann könnten wir uns gar nichts anderes leisten als ein Auto.
      Darüber hinaus ist ein Auto extrem viel praktischer als der ÖV.
      37 21 Melden
    • dä dingsbums 02.07.2018 10:33
      Highlight @Husar:
      "Darüber hinaus ist ein Auto extrem viel praktischer als der ÖV."

      Du wohnst offensichtlich nicht in einer Stadt :-)
      23 6 Melden
    • blueberry muffin 02.07.2018 12:32
      Highlight Den wahren Preis für den Luxus der Autos müssen die Opfer von Terrorismus und zukünftige Generationen zahlen.

      Aber dafür wird Zürich dann mal die schönste Stadt am Meer.
      6 19 Melden
    • x4253 02.07.2018 19:16
      Highlight @Scaros_2
      Als ich das letzte mal über mehrere Wochen mal wieder zum arbeiten in Zürich war, bin ich täglich mit dem ÖV gefahren und kann dich beruhigen. Ddn Kebab mapfenden Neandertaler findet man enorm selten. Kopfhörer helfen Wunder gegen alle Gespräche, wobei Bettgeschichten hab ich keine gehört. Meist waren dss Fussball/Sport oder normale Unterhaltungen. Bessoffene findest du vorallem im Nachtbus/-zug, selteb mal tagsüber. Aber ehrlichgesagt sind mir besoffene lieber im ÖV als auf der Strasse.
      3 0 Melden
    • Scaros_2 02.07.2018 21:50
      Highlight I don't care
      Red ich von Zürich?

      Ich hasse öv pauschal und bevorzuge immer das Auto. Kenne keinen Grund ausser sich selbst totalst abzuschiessen mit Alkohol wo der öv besser sein soll.

      Aber bitte, beweise mir das gegenteil
      1 1 Melden
    • dä dingsbums 03.07.2018 06:59
      Highlight @Scaros_2:
      Niemand muss Dich überzeugen oder etwas Beweisen.

      Die Kostenvorteile und die geringere Umweltbelastung vom ÖV sind hinlänglich bekannt.

      Wenn Dir das egal ist, steht es Dir selbstverständlich vollkommen frei, immer und überall mit dem Auto hinzufahren. Dein Leben.

      Irgendwie sind wir abgedriftet. Es ging ja eigentlich um das Lädelisterben, nicht um den Privatverkehr.
      2 0 Melden
    • Husar 03.07.2018 13:58
      Highlight @dä dingsbums

      Der ÖV ist nicht ökologischer! Der Energieverbrauch des Eisenbahnnetzes ist pro Personenkilometer kaum geringer, als jener das Strassennetzes.
      Das mit grossem Abstand ökologischste Verkehrsmittel sind Reisecars.
      Ab zwei Personen (Fahrer plus ein Mitfahrer) sind sogar PKWs deutlich ökologischer als die Bahn. Bei einer Person pro Auto ist das Auto fast gleich ökologisch.
      Das liegt daran, dass das Eisenbahhnnetz und die Eisenbahnzüge enorme Mengen Stahl verbrauchen, dessen Herstellung astronomische Energiemengen kostet und enorm viel ökologischen Schaden anrichtet.
      0 0 Melden
    • dä dingsbums 03.07.2018 17:21
      Highlight @Husar: Hast Du einen Link zu einer Studie?

      Ich kann mir das nicht so recht vorstellen. In ein Trolleybus passen locker 100 Personen rein und das Leergewicht beträgt nur gerade 24 Tonnen, weniger als 25 Autos. Da müssten schon 5 Personen pro Auto rein, damit es Ökologischer ist.

      Der Troley wäre aber selbst dann noch besser, da keine Abgase.

      Die Verhältnisse bei der Bahn kenne ich nicht, aber wenn Du Infos hast, lese ich mich gerne schlau.
      0 0 Melden
    • Husar 03.07.2018 22:28
      Highlight @dä dingsbums
      Langstreckenflüge emittieren 50 Gramm CO2 pro Passagier und Kilometer (g/P/Km). Kurzsstreckenfüge emittieren rund 100 g/P/Km.
      Ein Auto kommt im Schnitt auf 164 g/P/Km.
      Auf langen Strecken müssten also mind. 4 Passagiere im Auto sitzen, um ökologischer zu sein als der Flieger (s. https://bit.ly/2tYUfHW).

      Die Deutsche Bahn verbraucht umgerechnet 7.2 Liter Benzin pro 100 Kilometer und pro Passagier. Das Durchschnittsauto kommt auf 8.0 L/100Km. Sparsamere Autos, oder Fahrten mit Mitfahrer sind viel ökologischer als die Bahn (s. https://bit.ly/2f5LFDw).
      0 0 Melden
    • Husar 03.07.2018 22:39
      Highlight @da Dingsbums, Nachtrag:
      Dass die Bahn sehr ökologisch sei, stammt aus den 80ern. Es ging damals nur um die Luftqualität in den Städten. Damals galt als ökologisch, was möglichst wenig Schadstoffe emittierte (Schwefeldioxid, Stickoxide, Blei, Russ, u. a.). Die Klimakatastrophe war noch nicht erfunden und das C02 kein Thema. Für Städte ist in dieser Hinsicht jeder elektrische Antrieb besser als ein Verbrennungsmotor.
      Wenn man aber als Währung für Ökologie den Energieverbrauch als CO2-Äquivalent der gesamten Infrastruktur (Herstellung, Betrieb, Entsorgung) nimmt, dann steht die Bahn schlecht da.
      0 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 02.07.2018 06:24
    Highlight In den meisten läden steht zu 80% Ware die keiner braucht.
    285 24 Melden
    • Toerpe Zwerg 02.07.2018 10:41
      Highlight Definiere "brauchen".
      12 3 Melden
    • Thom Mulder 02.07.2018 13:29
      Highlight Es kommt darauf an was man unter Ware versteht die man nicht braucht. Ich würde sagen 80% aller Läden sind und waren unnötig, sie verkaufen lauter Zeug das nicht wirklich nötig ist: Mode, Dekor, Luxuswaren, Unterhaltung, Genusswaren, Drogen. Solche Angebote sind mit dem Wohlhaben enorm gewachsen und jetzt gehen sie halt langsam ein weil der Markt übersättigt ist von unnützem Zeug.
      7 0 Melden
  • Schneider Alex 02.07.2018 06:11
    Highlight Altstädte ohne Detailhandel: Das war voraussehbar!

    Weil Exekutiven, Parlamente und letztlich auch die Stimmbevölkerung seit Jahrzehnten der Ansiedlung von Einkaufszentren und Fachmärkten auf der "grünen Wiese" zugestimmt oder sie toleriert haben, verschwinden sukzessive Detailhandelsgeschäfte aus den Altstädten. Der damit verbundene Attraktivitätsverlust der Altstädte war mit gesundem Menschenverstand voraussehbar. Ein weiteres Beispiel, wie der freie Markt ohne genügende Regulierung Lebensqualität vernichtet.
    193 139 Melden
    • Ökonometriker 02.07.2018 06:29
      Highlight @Schneider: Also ich hab' lieber mehr lauschige Kaffees und Restaurants als Kleiderläden und andere Konsumtempel. Sachen kann ich online bestellen, aber Menschen möchte ich im realen Leben begegnen.
      122 21 Melden
    • Driver7 02.07.2018 07:48
      Highlight Nun, die grösseren Städte verhindern mit ihrer Verkehrspolitik der Agglo- und Landbevölkerung praktisch den Zutritt.. aber ihr Geld in der Stadt ausgeben sollen sie dann trotzdem? Ich sag nur.. selber schuld!
      55 33 Melden
    • Peter Silie (1) 02.07.2018 07:55
      Highlight Eine starke Bevölkerungszunahme, somit eine Zunahme des Individualverkehrs in Kombination mit drastisch reduziertem Parkplatzangebot dürfte wohl ebenso dazu beitragen. Wer wie ich in der Agglo wohnt, tut sich oftmals die Parkplatzsuche nicht freiwillig an.
      50 16 Melden
    • ujay 02.07.2018 08:00
      Highlight @Öko. In toten Innenstädten kannst du lange lauschige Kaffees/ Restaurants suchen. Handwerk und Gewerbe gehören zu einer gesunden Durchmischung in einer Gemeinde. Dann funktioniert auch das. Nachdem gewisse Kreise eine unmögliche Trennung von Wohnraum, Arbeit und Gewerbe durchgestzt haben, sind es nun dieselben Exponenten, die über die Einkaufstempel auf der grünen Wiese jammern. Es gibt unzählige Beispiele.
      56 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.07.2018 08:28
      Highlight Mit Regulierung hätten wir dann wirklich Läden voll mit Zeugs, das niemand braucht.
      16 10 Melden
    • Husar 02.07.2018 08:51
      Highlight Die Einkaufszentren und Einkaufszenterchen auf der "grünen Wiese", die braucht es. Sie stehen dort, wo ihre Kunden Leben. In der Agglomeration, bzw. auf der "grünen Wiese" da Wohnen immer mehr Menschen, weil die Bevölkerung stark wächst (eine Verdoppelung seit 1940, in nur 70 Jahre = ein Menschenleben) und weil es in den Städten für sie schlicht keinen Platz hat.
      Also müssen die Dörfer wachsen. Und dann braucht es dort von allem mehr: Schulen, Feuerwehren, Arztpraxen und eben auch Ladengeschäfte.
      28 7 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 09:09
      Highlight @Oekonometriker; Gruss von einem Planer: OHNE Läden, ob Kleider oder sonst was, sind die lauschigen Kaffees nicht möglich. Kaffees sind dort wo Leben ist und Kaffees alleine sind kein Leben, leider. Und genau die Einstellung: ich kann mir's ja im Internet kaufen ist klar mitverantwortlich, dass nicht genügend Menschen in die Stadt gehen und die lauschigen Kaffees besiedeln. Ob das gut oder schlecht ist steht nicht zur Diskussion, denn es ist nun mal einen Tatsache dass Menschen eine diversifizierte Attraktion brauchen um etwas zu "besiedeln". Heute geht man nicht nur ins Kaffee.
      26 4 Melden
    • grumpy_af 02.07.2018 09:37
      Highlight Finde die Berner Altstadt jetzt nicht unbedingt attraktiver, nur weil jeder 2. Laden Schmuck und Kleider anbietet, die niemand kaufen möchte. Sehe sehr selten bis nie Kundschaft in den meisten Läden.
      15 7 Melden
    • Posersalami 02.07.2018 10:29
      Highlight So schauts aus. Am besten einfach die Einkaufszentren dazu verpflichten, jedes Jahr 10% Parkplätze abzubauen. In ein paar Jahren sind die Läden alle wieder in den Zentren anzutreffen, da bin ich mir ganz sicher.
      6 31 Melden
    • FrancoL 02.07.2018 10:29
      Highlight Wer meint dass in den Dörfern die Ladensubstanz wachsen soll, der verkennt die Käufer von heute. Selbst kleinere Städte bringen keinen richtige Mixed hin, die Käufer haben HEUTE nun mal ein anderes Verhalten.

      Also müsste ein Umdenken der Käuferschaft stattfinden und dass findet mit den heutigen Möglichkeiten nicht statt.

      Viel helfen natürlich auch die reinen Lippenbekenntnisse nicht, die Tatsache dass der Markt so funktioniert wie er dies tut ist nun mal Tatsache.

      Ddie Meinung dass der Verkehr schuld sein soll ist zumindest in Zürich falsch, viele Ladenbesitzer befürworten die Situation.
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    • Tomtom64 02.07.2018 12:48
      Highlight Geh mal in "The Mall", zweitgrösstes und letzten November neu eröffnetes Shoppingcenter drei Kilometer von der Stadtgrenze zu Luzern. Eine Totgeburt. Leere Läden, freie Verkaufsflächen und fast alles zum halben Preis. Dennoch geht keiner hin.
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    • Posersalami 02.07.2018 14:22
      Highlight @ Driver7: Der Denkfehler ist eben, das sie meinen die Leute "vom Land" (wo soll das sein?) müssten "in die Stadt".

      Die Käffer sollten mal zusehen wieder Gewerbe anzusiedeln! Das wäre doch viel besser, als möglichst mit noch mehr Autos immer schön ins Zentrum zu fahren.
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    • Regentrockner 02.07.2018 15:52
      Highlight Und wer ist der freie Markt denn? Sie und ich. Und ich glaube nicht, dass eine regulierende Behörde besser weiss, was ich möchte.

      Lustig ist, dass gerade Einkaufszentrum grosse Schwierigkeiten bekommen mit ihren überdimensionierten Flächen. Die "Krise" wird Innovationen hervorbringen, alternative Verkaufs- und Geschäftskonzepte, welche meinem Bedürfnis eher entsprechen als ein regulierter Zustand der Nachkriegszeit der an meinem Bedürfnis vorbeigeht. Und darauf freue ich mich.
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    • FrancoL 02.07.2018 16:40
      Highlight @tomtom64; Im Sihlcity sah es nicht besser aus und heute ist die Frequenz viel höher.
      @Posersalami; Richtig erkannt, aber Du bist ja auch Architekt. Das Problem ist dass die auf dem Land das Föiferli und das Weggli wollen. Lädeli möchten sie, aber die Preise sollten die der Grossverteiler sein. Der Bürger ist eben auch an Vielem Schuld und merkt es nicht. Lippenbekenntnisse bis zum gehtnichtmehr und dann doch einkaufen wo es billiger ist.
      @Autofreaks: Viele Ladenbesitzer in der Stadt sind ganz froh dass der Fussgänger bevorzugt wird, denn sie haben bemerkt dass der Ihnen Umsatz bringt.
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    • FrancoL 02.07.2018 16:43
      Highlight @Regentrockner; Meine Güte kann man die mögliche Regulierung denn so falsch verstehen?
      Es geht doch nicht um die Bedürfnisse zu regulieren, sondern um den Marktzugang auch für Kleinere zu ermöglichen, ähnlich wie beim verbilligten Wohnungsmarkt.
      Niemand will Produkte bestimmen, aber verschiedenen Produktelieferanten den Zugang zum Markt ermöglichen.
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    • Posersalami 02.07.2018 17:29
      Highlight @Regentrockner: Es gibt keinen "Freien Markt" im Verkehr. Das Auto wurde während Jahrzehnten derart massiv gefördert, das es heute für viele alternativlos scheint.

      In einem Freien Wettbewerb hätte das Auto von Beginn an keine Chance gehabt da viel zu teuer. Das hat sich nur durchgesetzt weil die meisten Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt wurden und werden.

      "Für das Jahr 2014 wurden die in der Schweiz anfallenden externen Kosten auf 6,8 Milliarden Franken im Strassenverkehr und 0,8 Milliarden im Schienenverkehr geschätzt."
      https://tinyurl.com/y82qk8mt

      Da sind zB Strassen nicht dabei..
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    • Ökonometriker 03.07.2018 01:11
      Highlight @Posersalami: nur ist Mobility Pricing beim Volk ganz klar nicht mehrheitsfähig. Das ist auch verständlich - viele Arbeitgeber sträuben sich noch immer gegen Home Office, sodass die Leute, die nicht in der Nähe ihres (ständig wechselnden) Arbeitsorts leben gezwungen sind zu pendeln.

      Die Linke könnte hier mit Gesetzen die Home Office fördern wohl sehr vielen Arbeitnehmer das Leben erleichtern und die Umwelt schützen. Z.B. mit einem Gesetz, das Jahresarbeitszeit erlaubt - aber nur wenn z.B. min. ein Drittel der Zeit im Home Office verbracht werden kann.
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    • Schneider Alex 03.07.2018 05:46
      Highlight Der online-Handel wird sicher zunehmen, aber wie bei vielem befeuern die Medien diesen Hype. Viele Leute werden auch in Zukunft noch die Waren physisch sehen und andere Leute beim Einkaufen treffen wollen, insbesondere beim Einkauf von Lebensmitteln. Ankermieter im Detailhandel sind daher nach wie vor wichtig für die Lebendigkeit einer Altstadt.
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    • Posersalami 03.07.2018 09:15
      Highlight @ Schneider: Das Lädelisterben gibts schon länger als den Onlinehandel.

      Ich habe aber keine Lust mehr, die Gründe hier darzulegen. Sie sind leider nicht mit der vorherrschenden Ideologie vereinbar und so machen wir weiter, bis es kein zurück mehr gibt.
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    • John Carter 03.07.2018 10:15
      Highlight Die freien Flächen werden dann von Restaurants und Bars übernommen. Die Städte mutieren dann zu grossen Unterhaltungszentren ohne Läden. Haligali halt!
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