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Eine Person vor einem leerstehenden Geschaeft in der Altstadt Luzern, fotografiert am Dienstag, 26. Juni 2018. Der Detailhandel in der Stadt Luzern leidet. Viele Traditionsgeschaefte und Firmen haben in den letzten Monaten ihren Betrieb geschlossen oder die Stadt Luzern verlassen.
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Leere Läden in der Innenstadt werden mehr: Unter anderem der Online-Handel macht dem Ladenbesitzern zu schaffen. Bild: KEYSTONE

Das Lädelisterben erreicht die Stadtzentren – Schuld trägt nicht nur der Online-Handel

Detailhändler in den Stadtzentren kämpfen ums wirtschaftliche Überleben, wie nicht nur das Beispiel Zürich zeigt. Das liegt nicht nur an der Online-Konkurrenz.

Daniel Zulauf / Nordwestschweiz



Milan Prenosil ist nicht in Feierstimmung. Er kommt direkt von der Generalversammlung der Zürcher City Vereinigung Zürich, die der Inhaber der traditionsreichen Confiserie Sprüngli am Paradeplatz präsidiert. «Unser Textilangebot reicht aus, um zwölf Millionen Menschen einzukleiden. Wir sind doch aber nur achteinhalb Millionen in der Schweiz», sagt Prenosil. Die City Vereinigung zählt als Dachverband des städtischen Detailhandels und Dienstleistungsgewerbes 1350 Firmen mit rund 60 000 Angestellten, und überall tönt es gleich. Die Märkte sind gesättigt, die Konkurrenz durch den Online-Handel nimmt zu. Die Umsätze schrumpfen und die Kosten bleiben hoch. Die fallenden Margen zwingen viele Händler zur Aufgabe.

Nach den aktuellsten Berechnungen des Markforschungsinstituts GfK sind in den vergangenen sieben Jahren landesweit netto 6000 Verkaufsstellen verschwunden. Lange Zeit grassierte das Virus nur in den ländlichen Gegenden. Doch jetzt hat es auch die Städte erreicht. In Zürich stehen rund 10 000 Quadratmeter Ladenfläche leer. Und der Trend weist «ganz klar in Richtung einer weiteren Zunahme», sagt Prenosil. Ähnlich verläuft die Entwicklung auch in Basel und in Genf. In kleineren Zentren wie Luzern und St. Gallen bewegt sich das Angebot immer noch leicht aufwärts. In den Mieten ist der Angebotsüberhang erst bedingt zu erkennen. In den 144 Läden an der Zürcher Bahnhofstrasse seien die Mieten im Durchschnitt vielleicht um 10 Prozent gesunken, schätzt Prenosil.

Sinkende Mieten

Die Nachfrage nach Verkaufsflächen an der teuersten Einkaufsmeile der Schweiz bleibt hoch. Viele internationale Ketten warten auf eine günstige Gelegenheit, dort Fuss zu fassen. Doch ein Abschluss um jeden Preis kommt auch für potente Mieter immer weniger infrage. Im Wissen um die schwierige Lage des Detailhandels leistet man es sich, zu warten. Nach Berechnungen des Immobilienberatungsunternehmens Wüest & Partner sind die Mieten in Zürich und Genf in den vergangen fünf Jahren um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen. Der Schrumpfungsprozess der Finanzindustrie hat diesen Metropolen besonders stark zugesetzt, ebenso die abnehmende Zuwanderung, von der sie in den vergangenen Jahren überproportional profitieren konnten.

Doch die Entwicklung schafft auch Gelegenheiten: «Neue Foodkonzepte erhalten an Frequenzstandorten Chancen, die sie vorher wegen der hohen Mieten kaum hatten», sagt Matthias Bachmann, Mitinhaber der alteingesessenen Luzerner Confiserie Bachmann, die demnächst eine dreistöckige Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse eröffnet. «Die Kaufkraft in Zürich ist einiges höher als in Luzern und die Kunden sind weniger preissensibel», erklärt er die Logik der Expansion.

Basel befindet sich in dieser Hinsicht in einer eher vorteilhaften Position, glaubt Mathias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel. In der alten Bausubstanz der Stadt Basel sind kleinere Flächen naturgemäss die Norm. Was vor einigen Jahren die Entwicklung des lokalen Handels noch gebremst hatte, erweist sich heute als Vorteil, glaubt Böhm. «Wir haben in Basel kein Problem, Flächen zu füllen», sagt er.

Eine ähnliche Erfahrung macht auch Ralph Bleuer, Präsident von Pro City St. Gallen. Trotzdem erlebt er mit seiner auf Papeterieartikel und Bürobedarf spezialisierten Handelsfirma Markwalder heute Dinge, die er noch vor drei Jahren kaum für möglich gehalten hätte. «Ich sehe Kunden, die sich das Angebot zeigen und sich beraten lassen und dann zu Haus online zu bestellen». Es sei kein seltenes Phänomen, dass Läden höhere Kundenfrequenzen verzeichnen und dennoch weniger Umsatz erzielen. «Die Welt des Handels hat sich in den vergangenen 20 Jahren um 180 Grad gedreht», sagt Bleuer, der das Metier seit 40 Jahren kennt. «Leise hoffen wir alle auf eine Gegenbewegung, aber zurzeit dominiert doch mehr das Unbehagen.» (aargauerzeitung.ch)

Mehr als ein «M» schlechter

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • el comentador 02.07.2018 18:11
    Highlight Highlight Kein Wunder dass viele Läden in den Städten schliessen, wenn alle Leute mit dem eigenen Auto in die Mega Shopingcenter an der Autobahn einkaufen gehen.
    In Ländern mit tieferem Motorisierungsgrad gibt's sogar in den kleinsten Dörfern noch mehrere "Tante Emma Läden".
    • Husar 03.07.2018 14:01
      Highlight Highlight In den kleinsten Dörfern ist der Motorisierungsgrad am grössten.
  • karl_e 02.07.2018 16:37
    Highlight Highlight Wenn man die stadtnahen Einkaufszentren besucht, so bekommt man angesichts der vielen leeren Verkaufsflächen ein leicht mulmiges Gefühl. Wie steht es um die Mega-Konsumtempel auf der grünen Wiese? Mall of Switzerland, Glattzentrum, Shoppyland etc?
  • Waedliman 02.07.2018 15:54
    Highlight Highlight Wer schon mal an einem Sonntag oder nach 20 Uhr durch die Hamburger City Richtung Elbe gelaufen ist, weiss, wie schlechte Stadtplanung jedes städtische Leben zerstört. Hier ist niemand anzutreffen, weil hier niemand lebt. Es ist ein reines Büro- und Ladenquartier, aber es wird nichts geändert. Im Gegenteil. Zürich rund um den HB bietet ein ähnlich ödes Bild. Was da neu gebaut wird und wurde, verdient eigentlich nur noch den Begriff "lebensunwohl".
    • Asho 02.07.2018 22:41
      Highlight Highlight Ich war anfänglich auch sehr skeptisch gegenüber der Europaallee, musste meine Meinung aber etwas revidieren. Sooo mies wurde das Ganze nicht. Es hat kleine Läden & Restaurants sowie eine gewisse Enge/Urbanität, welche für die nötige Belebung sorgen. Die erschaffene Direktverbindung zwischen HB und Langstr trägt sicher auch dazu bei. Über die Architektur kann man sich streiten, wenigstens gibts genügend Abwechslung durch die verschiedenen Fassaden und keine 200m lange gleichaussehnde Riegel. ZH-West und Neu-Oerlikon sind für mich Bespiele richtig schlechter Stadtplanung.
  • Waedliman 02.07.2018 15:46
    Highlight Highlight «Die Kaufkraft in Zürich ist einiges höher als in Luzern und die Kunden sind weniger preissensibel». Was Herr Bachmann eigentlich meint: In Zürich zahlen die Menschen jeden Preis für jeden Mist - also lohnt sich eine Expansion dorthin ;-)
  • einmalquer 02.07.2018 15:45
    Highlight Highlight Es gibt viel zu wenige Städte in denen Kurierdienste angeboten werden...das könnte auch helfen und die Innenstädte attraktiver machen.

    Dann entfiele das Argument der Grösse und Schwere und man könnte ganz entspannt und unbeschwert einkaufen, was immer man will.

    Beispiel:

    https://www.collectors-so.ch
  • HerrLich 02.07.2018 15:10
    Highlight Highlight Was ich einfach nicht verstehe; wie kann es sein, dass ein alteingesessener Kleiderladen dicht machen muss weil die Miete auf CHF 8'000.00 pro Monat erhöht wird. Dann steht das Lokal 6 Monate frei. Danach kommt entweder ein Hörgeräteladen, ein Kebab-Stand oder ein Syrischer-20-Franken-Coiffeur rein. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Hörgeräte-Mafia verkauft viel zu teuer oder die Kebab-Stände und 20-Franken-Coiffeure waschen Geld mit diesen Standorten.
    • FrancoL 02.07.2018 16:48
      Highlight Highlight Wieso gleich auf die kleinen los? Wieso denkst Du kann eine Totmarke an der Bahnhofstrasse, Rennweg oder Storchengasse 25% ihres Umsatzes für Miete ausgeben? Geht nie und nimmer ausser es gehe um das Geld zu parkieren oder man mache mit dem Standort Werbung. Und ganz das können die Kleinen nicht, sie müssen die Seite von den Verkaufseinnahmen berappen.
    • Mephista87 02.07.2018 17:20
      Highlight Highlight Einer meiner Lehrer hat damals, als die Ipods aufkamen, immer gesagt, wir sollen Aktien von Hörgeräte-Herstellern kaufen. Das würde sich bald richtig lohnen.
      Da hatte er wohl nicht unrecht.
  • einmalquer 02.07.2018 14:09
    Highlight Highlight Wegen schlechtem Service:

    ich war letzthin in einem Laden er Paul Kehl Zürich Gruppe.

    Ich habe dem Verkäufer gesagt, was ich brauch und warum und ohne weiteren Fragen hat er mir drei Dinge zur Auswahl hingelegt. Perfekt für meine Grösse (obwohl ich mein Sixpack mit einer Fettschicht schütze), perfekt von den Farben her. Alles war perfekt.

    Wenn ich in "meinen" Buchladen gehe, rede ich ein bisschen mit den Angestellten (die kennen meinen Geschmack mittlerweile) ich bekomme genau das, was ich möchte, auch weil sie sich mit den Neuerscheinungen befassen.

    Es gibt den perfekten Service.
    • Husar 02.07.2018 16:31
      Highlight Highlight ..., wenn man keine Ansprüche hat und sich aber auch alles aufschwatzen lässt.
    • Snowy 02.07.2018 18:22
      Highlight Highlight @einmalquer:

      Ja, den gibt´s.
      Hättest Du allerdings keinen Anstand, hättest Du Dir nach erfolgter Beratung Artikelnummer und Grösse notiert (fotografiert) und hättest 20% günstiger online bestellt.

      Frag mal einen Verkäufer in Deinem Freundeskreis... die Leute werden immer dreister.
    • einmalquer 02.07.2018 23:10
      Highlight Highlight Anstand: ich habe jetzt nach geschaut - das Produkt, das ich gekauft habe, habe in keinem Online-Shop gefunden.

      Aber klar, gibt es billigeres dort, dauert aber länger, als wenn ich rasch in den Laden gehe und probiere und es nach Hause nehme und die Bildchen reichen bei weitem nicht, ich muss es schon sehen- an mir. (und den Stoff etc.)

      Nicht nur die Verkäufer werden dreister, die Verleger auch - da zählen die Klickzahlen und nicht die Relevanz der Meldungen.


    Weitere Antworten anzeigen
  • stoeffel 02.07.2018 13:15
    Highlight Highlight Da ich in der Nähe von Konstanz wohne konnte ich das absterben von Kreuzlingen und jetzt Weinfelden über mehr als 10 Jahre beobachten und ich glaub viele dieser Planer unterschätzen die Faulheit. Viele Leute wollen ihre alltäglichen Einkäufe nicht stundenlang zusammensuchen und rumtragen. In Weinfelden ging es erst richtig bergab als die Grossverteiler Migros und Coop aus dem Stadtkern zogen. Hat den Kern beruhigt.. stark beruhigt.. getötet. Jetzt fehlt die Frequenz und Kundschaft in den kleinen Läden da halt alle mit ihrem Auto aus der Stadt fahren.
  • Ms. Song 02.07.2018 11:52
    Highlight Highlight Innenstädte gleichen sich doch oft aufs Haar. Es sind meistens einfach die grossen Ketten an bester Lage vertreten. Für mich ist das unattraktiv. In einen Laden gehe ich nur, wenn ich eine Beratung brauche z.B. bei einer Brille. Dann kaufe ich das Produkt aber auch gleich vor Ort. Vielleicht muss man einfach auch akzeptieren, dass die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse sich ändern. Mit dem technischen Fortschritt verschwinden gewisse Angebote, die es weniger braucht.
  • Skip Bo 02.07.2018 10:49
    Highlight Highlight Burgdor Oberstadt, vom tollen Einkaufserlebnis zum menschenleeren Altdtadtquartier. Die Verbannung des Verkehrs und hohe Parkplatzgebühren haben gewirkt.
    • Fly Baby 02.07.2018 11:32
      Highlight Highlight Covent Garden London, Autos verbannt, die kleinen läden schiessen wie Pilze aus dem Boden.
    • Burdleferin 02.07.2018 12:27
      Highlight Highlight Wobei sich die Oberstadt durch die Verkehrssperre zwar nicht einkaufstechnisch, aber doch besuchertechnisch etwas erholt hat.
    • Skip Bo 02.07.2018 15:31
      Highlight Highlight In Burdlef sind Viele aus dem Umland einkaufen gegangen so wie wir aus einem ÖV freien Dorf. Das Warenhaus Strauss war ein Magnet. Mit dem geänderten Park- und Verkehrsregime fühlte man sich plötzlich unerwünscht und mied ab da Burdlef als Ganzes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 02.07.2018 10:28
    Highlight Highlight Einfach mal die Autofahrerei eindämmen. Das Auto zieht nämlich massiv Kaufkraft von den Zentren ab in die Peripherie, wo die grossen Einkaufszentren und Supermärkte stehen.

    Wenn ich mir so ansehe was in meinem Quartier im EG frei ist muss ich sagen, dass ich da niemals ein Büro einrichten würde. Viel zu lärmig und laut. Macht Fussgängerzonen draus, dann kommen die Läden und Kaffes wieder zurück! Was im Ausland gut klappt wird auch hier funktionieren.

    Gegen das Auto kann man problemlos was machen, den Onlinehandel wird man dagegen nicht mehr los.
    • Toerpe Zwerg 02.07.2018 11:57
      Highlight Highlight "Einfach mal die Autofahrerei eindämmen."

      Einschränkung der Mobilität als Branchenschutz? Und dann kommt als nächstes "eindämmen der Versenderei"?
    • henkos 02.07.2018 11:58
      Highlight Highlight Typischer CH-Ansatz: Persönliche Freiheit einschränken, um eine sterbende Branche zu protegieren. Das wird das Problem nur verzögern, aber nicht lösen.
    • Posersalami 02.07.2018 14:17
      Highlight Highlight @Toerpe: Beschäftigen sie sich mit dem Thema. Suchen sie im Ausland Beispiele wo man das getan hat, und welche Auswirkungen es hatte.

      Sie werden erstaunt sein, was alles möglich ist wenn man über den Tellerrand hinausblickt.

      Ihr Bauchgefühl ist in dieser Sache so falsch wie es eben nur geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • supremewash 02.07.2018 10:09
    Highlight Highlight Dass Herr Bleuer das Phänomen des Showrooming noch vor drei(!!!) Jahren für undenkbar hielt befremdet mich etwas.
  • DaFa 02.07.2018 09:56
    Highlight Highlight Ewiges gejammer ... kein Wunder läuft der Detailhandel nicht bei diesen Services die geboten werden (und in SG mit diesen kundenfeindlichen Öffnungszeiten).
    Wie wäre es mit neue Ideen ... PopUp Stores und Zwischennutzung ist eine Möglichkeit aber mittlerweile abgelutscht. Kreuzlingen macht es allen vor: auf Atizo suchen sie Ideen für den Detailhandel in der Stadt
    • Goon (Zeuge Del Curtos) 02.07.2018 10:35
      Highlight Highlight Immer das gemotze wegen Service. Seien wir ehrlich, alle verlangen immer Service. Bezahlen will aber niemand dafür.

      Service wie im Fachgeschäft aber ja zum Preis vom billigsten Onlinehändler. Dies geht einfach nicht auf.

      Und will jetzt nicht hören das es nicht so ist. Man sieht es ja allein am Fachgeschäftsterben....
    • DaFa 02.07.2018 11:28
      Highlight Highlight Für dich im ländlichen Kontext, als Davoser - gemäss deinem Profilbild - sind dir bestimmt Heierling und Kaffeeklatsch ein Begriff? Ein Fachgeschäft und Restaurant, dass in einer Nische bestens funktioniert. Und dabei spielt m.E. der Service (Vermessung, Beratung etc. bei Heierling) und die Atmosphäre (Angebot, Services, Locations) eine wichtige Rolle.
      Wenn das auf dem Land funktioniert, dann wohl auch in urbaneren Gegenden.
    • Goon (Zeuge Del Curtos) 02.07.2018 11:52
      Highlight Highlight Es gibt immer welche die sich ihre Nische schaffen können. Aber so Nischenanbieter machen sich in der Statistik kaum bemerkbar.
      Aber wo du ja auch die Öffnungszeiten kritisierst...bei den vom Heierling müssten dir ja die Haare ausfallen ;-)

      Es gibt genug Beispiele das der Trend einfach immer mehr zu Geiz ist Geil geht. Wo sind den all die TV-, Foto-Fachhändler, die kleinen privaten Kleiderläden etc hin verschwunden?

      Und ich arbeite seit 20 Jahren im Verkauf, bin jeden Tag an der Front und erfahre direkt wie sich die Erwartungshaltung der Kunden immer mehr verändert hat.
  • blueberry muffin 02.07.2018 09:05
    Highlight Highlight Abnehmende Zuwanderung als Grund? Dachte Sommeruga sei Weltfremd und lässt jeden rein. Das sie Europa tötet. Sagen zumindest die Rechten, scheinbar sind doch die es die uns töten.

    Wer hätte es gedacht.
    • Roterriese 02.07.2018 11:15
      Highlight Highlight Eritreer sind auch total kaufkräftig.
    • Decke 02.07.2018 13:34
      Highlight Highlight War ja klar, klassische Rechte Einstellung. Es gibt auch tausende hochqualifizierte Ausländer in Spitälern und Hochschulen, Forschungszentren etc. Die verdienen satt Kohle und geben diese auch aus. In der Schweiz. Nicht wie Sie in Deutschland weil billig.
    • henkos 02.07.2018 15:30
      Highlight Highlight @muffin: Ironie funktioniert doch in der Schweiz nicht.
  • Gubbe 02.07.2018 08:49
    Highlight Highlight Meine nächste Stadt ist Biel. Eigentlich ist es eine gut gelegene Stadt, nur macht sie nichts daraus. Überall sind Fahrhindernisse um überhaupt ins Zentrum zu kommen, auch für Velofahrer. Parkplätze verschwinden. Outlets eröffnet mit Waren, die eigentlich niemand kaufen wollte. Restaurants, also Fressbuden, stehen an jeder Ecke. Hamburger, Dürüm, Pizza, mexikanisch und chinesisch Essen, alles auf Schweizer Gaumen gebracht. Schweizer Essen, findet man selten. Schnell muss es gehen und jung muss man sein. Ich bin gut im Schuss, aber auf der Strasse essen muss nicht sein.
    • Die Redaktion 02.07.2018 09:30
      Highlight Highlight Zum Thema Outlet empfehle ich folgendes Video:

      https://www1.wdr.de/verbraucher/geld/outlet-shopping-nrw-116.amp
    • FrancoL 02.07.2018 09:44
      Highlight Highlight Na und wieso genau ist es so wie Du überspitzt schreibst? Es ist der Markt und der richtig sich nach der Käuferschaft. Am Aussterbender "Lädeli" sind wir alle schuld. Würden wir einen Markt stützen dann würde Vieles anders aussehen, nur das tun wir nur mit Lippenbekenntnissen.
    • Ritiker K. 02.07.2018 09:57
      Highlight Highlight Ich weiss nicht genau in welches Biel Gubbe fährt. In dem Biel in dem ich wohne hat man in den letzten 16 Jahren in der Innenstadt drei grosse Parkhäuser gebaut die problemlos erreichbar (und nie voll gefüllt) sind und somit die Anzahl verfügbarer Parkplätze in der Innenstadt erhöht. Mit meinem Velo kann ich überall (Ausser in der Fussgängerzone zwischen 10 und 19 Uhr) hinfahren. An der Verkehrssituation kann es nicht liegen, dass es leere Läden hat - aber es gibt Geschäfte mit 50qm die für CHF 5000.- im Monat zur Miete ausgeschrieben sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JoJodeli 02.07.2018 08:36
    Highlight Highlight «Wir haben in Basel kein Problem, Flächen zu füllen» Da musste ich doch lachen!
    Schönrederei, in Basel sind so viele Flächen frei und ein Laden nach dem anderen geht zu. Ganz zu schweigen von der Grenznähe...
    • Pasch 02.07.2018 09:25
      Highlight Highlight Pro Innerstadt Basel beim Werken!

      Oder darfs noch ein Schuhladen oder eine neue Dönerbude sein? Es hat ja kaum welche...
      User Image
    • Switch_On 02.07.2018 11:15
      Highlight Highlight Ich sehe auch die Grenznähe als eines der Hauptprobleme in Basel.
      Und der Punkt ist viel zu Hohe Mieten, die sich praktisch nur noch die grossen (meist internationalen) Unternehmen leisten können.
    • Pasch 02.07.2018 11:31
      Highlight Highlight Ich sehe eher eine Konzeptlosigkeit und ewig gestriges Schöngerede als Ursache...
      Sorry aber jeder der kann meidet mittlerweile die Stadt wie die Pest, und das nicht zuletzt wegen dem Verkehrskon...murx!
  • Evan 02.07.2018 08:20
    Highlight Highlight Ich sehe darin ein Risiko und eine Chance zugleich. Es fordert uns heraus, den öffentlichen Raum neu zu überdenken, wie wir ihn in Zukunft gestalten und nutzen wollen.
  • PhilippS 02.07.2018 07:57
    Highlight Highlight In kleineren Städten steigt das Angebot noch? Tut mir Leid, das glaube ich nicht. Lebe jetzt 19 Jahre in der St.Galler Altstadt. Seit dem sind Jahr für Jahr mehr Geschäfte leer - sogar in der Multergasse schliessen Ketten wie Ochsner-Schuhe ihre Filialen.

    Aber wie ich schon mal geschrieben haben: Da das Hauptproblem die hohen Mieten und das Überangebot sind, wird’s noch schlimmer werden, bevors wieder aufwärts geht in den Innenstädten. Erst wenn die Mieten sinken und es damit Luft für junge und neue Ideen/Konzepte gibt, wird sich der Trend wieder drehen...
  • Turicum 17 02.07.2018 07:56
    Highlight Highlight Wer sich in einem Laden beraten lässt und dann doch online woanders einkauft ist ein A****loch.

    Wenn ich Beratung brauche gehe ich in einen Laden und kaufe dann auch dort ein, dann zahle ich gerne mehr für die Beratung. Ist für mich eine Frage des Anstandes.

    Wenn ich weiss was ich will oder ichs einfach nur günstig will, bestelle ich online.

    • Husar 02.07.2018 09:17
      Highlight Highlight Wer heutzutage etwas wissen will über ein Produkt, was er vielleicht kaufen will, der zückt sein Smartphone und erfährt in 60 Sekunden mehr und besseres über das Produkt, als wenn er sich die Mühe macht, ein Fachgeschäft zu finden, dort hinzufahren (Kostet viel Zeit und Geld), um dann festzustellen, dass dort Fantasiepreise verlangt werden und die Beratung unter jeder Sau ist.
      Der einzig vernünftige Weg, ist der Einkauf im Internet: schnell, gut, garantiert bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und man hat erst noch ein Rückgaberecht.
    • FrancoL 02.07.2018 09:49
      Highlight Highlight Dann gibt es aber sehr viele A....löcher!
    • einmalquer 02.07.2018 11:20
      Highlight Highlight Die Reisebüros verlangen bei Beratungen bereits einen Betrag, wenn nichts gebucht wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knick in der Fichte 02.07.2018 07:53
    Highlight Highlight Ich denke der Onlinehandel wird sicher auch einen grossen Teil dazu beitragen. Gleichzeitig sehe ich es aber auch als ein Problem, dass man in gewissen Städten (Zb. Luzern) , ja fast nur noch Uhren & Touriläden findet.... Als Luzernerin habe ich kein Interesse an Uhren und überteurenden Schmuck; auch bringt es mir nicht viel, wenn es 17 Filialen von der gleichen Kette gibt-darum weiche ich zum Teil auch auf den Onlinehandel aus... Mehr Vielfältigkeit wäre wieder nötig.
  • Gianni48 02.07.2018 07:39
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass die Fachhändler heute kaum mehr wissen, in welchem "Fach" ihr "Handel"sgut liegt, sofern überhaupt etwas brauchbares da ist. Kaum Beratung, kaum Auswahl spielt dem Online-Handel in die Hand und ist der Hauptgrund für das Lädelisterben. Das ist in den Städten, auf der grünen Wiese (Einkaufspaläste) und und in den Dörfern genau gleich.
  • Scaros_2 02.07.2018 06:47
    Highlight Highlight Nun - Als ich klein war ging ich stets mit freude nach St. Gallen. Es war wie ein kleines erlebnis wenn man aus dem Dorf in die damals "gross" wirkende Stadt durfte. Noch grösser fand man Zürich. Aber heute? Warum soll ich in eine Stadt gehen mit meinem Auto? Die Parkplätze sind extrem teuer, in den Läden trifft man auf Personal das kein Bock hat und auch sonst empfinde ich eine Stadt als keine Freude mehr. Die AFG Arena ist zwar auch ned besser aber dort kann ich immerhin direkt wieder auf die Autobahn und nach Hause. Und ich habe mit A.I. eine bessere Beratung als mit so manchem Menschen.
    • Nunja 02.07.2018 07:21
      Highlight Highlight Das Problem wurde noch nicht erkannt: "mein Auto". Sie können es sich leisten, mit einem Auto rumzukurven, statt den ÖV zu nehmen, bzw. wohnen allenfalls weit weg von Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsstelle? Sie hätten gewaltige Sparmöglichkeiten an Geld und Zeit, wenn Sie Ihr Leben ohne Auto organisieren könnten.
    • Scaros_2 02.07.2018 09:12
      Highlight Highlight Nunja - ich HASSE ÖV! Ich hasse diese Idioten die Kebap im Zug fressen und alles verpesste oder jene die besoffen durch den Zug lallen oder diese die ihre Bettgeschichte offenkundig erzählen.

      Ich liebe mein Auto, die Ruhe und die Freiheit. Und ganz ehrlich: Das Sparpotential ist mir latte.
    • Roman h 02.07.2018 09:17
      Highlight Highlight @nunja
      Mehr geld und Zeit wenn man die öv nimmt?
      Also in der Regel braucht man mit der öv viel mehr Zeit, ausser man wohnt in der Stadt.
      Dort ist aber die Miete viel höher, somit hat man auch nicht mehr Geld.
      Durch mein Auto habe ich jetzt viel mehr Zeit als vorher mit der öv.
      Und die extra Zeit die ich jetzt habe ist mir das geld fürs Benzin wert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 02.07.2018 06:24
    Highlight Highlight In den meisten läden steht zu 80% Ware die keiner braucht.
    • Toerpe Zwerg 02.07.2018 10:41
      Highlight Highlight Definiere "brauchen".
    • Thom Mulder 02.07.2018 13:29
      Highlight Highlight Es kommt darauf an was man unter Ware versteht die man nicht braucht. Ich würde sagen 80% aller Läden sind und waren unnötig, sie verkaufen lauter Zeug das nicht wirklich nötig ist: Mode, Dekor, Luxuswaren, Unterhaltung, Genusswaren, Drogen. Solche Angebote sind mit dem Wohlhaben enorm gewachsen und jetzt gehen sie halt langsam ein weil der Markt übersättigt ist von unnützem Zeug.
  • Schneider Alex 02.07.2018 06:11
    Highlight Highlight Altstädte ohne Detailhandel: Das war voraussehbar!

    Weil Exekutiven, Parlamente und letztlich auch die Stimmbevölkerung seit Jahrzehnten der Ansiedlung von Einkaufszentren und Fachmärkten auf der "grünen Wiese" zugestimmt oder sie toleriert haben, verschwinden sukzessive Detailhandelsgeschäfte aus den Altstädten. Der damit verbundene Attraktivitätsverlust der Altstädte war mit gesundem Menschenverstand voraussehbar. Ein weiteres Beispiel, wie der freie Markt ohne genügende Regulierung Lebensqualität vernichtet.
    • Ökonometriker 02.07.2018 06:29
      Highlight Highlight @Schneider: Also ich hab' lieber mehr lauschige Kaffees und Restaurants als Kleiderläden und andere Konsumtempel. Sachen kann ich online bestellen, aber Menschen möchte ich im realen Leben begegnen.
    • Driver7 02.07.2018 07:48
      Highlight Highlight Nun, die grösseren Städte verhindern mit ihrer Verkehrspolitik der Agglo- und Landbevölkerung praktisch den Zutritt.. aber ihr Geld in der Stadt ausgeben sollen sie dann trotzdem? Ich sag nur.. selber schuld!
    • ujay 02.07.2018 08:00
      Highlight Highlight @Öko. In toten Innenstädten kannst du lange lauschige Kaffees/ Restaurants suchen. Handwerk und Gewerbe gehören zu einer gesunden Durchmischung in einer Gemeinde. Dann funktioniert auch das. Nachdem gewisse Kreise eine unmögliche Trennung von Wohnraum, Arbeit und Gewerbe durchgestzt haben, sind es nun dieselben Exponenten, die über die Einkaufstempel auf der grünen Wiese jammern. Es gibt unzählige Beispiele.
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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