Wirtschaft
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An employee of Kuoni travel agency talks to a customer at a Kuoni branch in Zurich, Switzerland, pictured on April 12, 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Kundin laesst sich in einer Filiale des Reisekonzerns Kuoni in Zuerich beraten, aufgenommen am 12. April 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Reisebüros sind wegen einer geplanten Buchungsgebühr von 16 Franken nicht gut auf die Swiss zu sprechen: Verbandschef Walter Kunz wirft der Airline nun Missbrauch von Kundendaten vor. Bild: KEYSTONE

Reisebüro-Chef greift Swiss an: «Der Preis steigt, wenn ich mehrmals nach dem gleichen Flug suche»



Der oberste Chef der Schweizer Reisebüros, Walter Kunz, wirft der Fluggesellschaft Swiss im Blick vor, ihre Preise nach oben anzupassen, wenn jemand mehrmals nach dem gleichen Flug sucht. Ihm jedenfalls sei das passiert. Diese Praxis wird möglich, wenn jemand den gleichen Computer zur Suche nutzt und damit verfolgbar wird. Kunz ortet bei Swiss einen Missbrauch von Kundendaten, wie er der Zeitung am Montag sagte.

Kunz' Vorwürfe haben einen Hintergrund: Seine Branche und die Swiss-Mutter Lufthansa liegen sich in den Haaren, weil die Airline ab September eine neue Buchungsgebühr von den Reisebüros verlangen will. Wer direkt auf der Swiss-Website bucht, bezahlt diese dagegen nicht und kommt so günstiger weg. Für Kunz ist das Motiv der Fluggesellschaft klar: Sie will an Kundendaten herankommen, um daraus Profit zu schlagen.

«Weder nachvollziehbar noch korrekt»

Eine Swiss-Sprecherin teilte der Zeitung mit, Kunz' Vorwürfe seien «weder nachvollziehbar noch korrekt». Preise würden über «Angebot und Nachfrage sowie Kundenbedürfnisse» gestaltet.

Wegen individualisierter Preise sorgte am Wochenende Coop für Schlagzeilen: Der Grossverteiler testet in einem Online-Shop personalisierte Rabatte. Das heisst, für ein bestimmtes Produkt bezahlt ein Kunde mehr, ein anderer weniger – je nach Einkaufsverhalten. Vor Preisdiskriminierungen warnte unlängst sogar die US-Regierung.

Wie auch immer bei der Swiss die Preise zustande kommen, der E-Commerce-Experte Thomas Lang rät im «Blick» jedenfalls, Flüge grundsätzlich nicht mit dem gleichen Computer zu buchen, mit dem man sie recherchiert hat. (trs)

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    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 31.07.2015 08:44
    Highlight Highlight Was Herr Kunz sagt, kann ich 100% bestätigen. Schon mehrfach erlebt, beim Buchen mit Swiss: Preis steigt nach mehreren Suchvorgängen an. Wenn ich anschliessend die Cookies lösche und die IP-Adresse wechsle, dann ist der Preis wieder so tief wie am Anfang.
  • Friends w/o pants 20.07.2015 11:41
    Highlight Highlight Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass mir dieses Phänomen noch nicht untergekommen ist. Ich suche wirklich viel nach Flügen - mindestens 2 Stunden und mehr am Tag mit mehreren "devices" und ich finde sehr(!) günstige Angebote (-> facebook.com/HerrAbgehoben). Nach der Logik müsste ich immer teurere Tickets finden, aber das Gegenteil ist der Fall. Zudem ist die Konkurenz so gross, dass sich Airlines und OTAs ins eigene Fleisch schneiden würden. Metasuchmaschinen wie Kayak, Google flights oder die Matrix erschweren dies ausserdem. Ich bin jedenfalls skeptisch, ob da etwas dran ist.
  • Hercules Rockefeller 20.07.2015 09:50
    Highlight Highlight Ich meinte mal gehört zu haben, dass diese Systeme via die IP auch herausfinden können, wo sich der Suchende befindet und welches Gerät er benutzt. Somit kann ein individueller Preis festgesetzt werden (Bsp.: Ort: Schweiz, Gerät: Apple Macbook --> vermögend oder zumindest nicht arm --> teureres Flugticket)

    Hab leider keine Quelle, aber ich kann mir denken, dass dies praktiziert wird.
  • amazonas queen 20.07.2015 09:03
    Highlight Highlight Für das normale Surfen verwende ich immer den Tor Browser. Das Ding ist kostenlos und opensource. Wenn dann eine Seite anfängt, nicht mehr mitzuspielen, wie ich will, klicke ich einfach auf "Neue Identität" und das Thema ist gegessen.
  • j_harder 20.07.2015 08:32
    Highlight Highlight Worüber regt sich der gute Mann auf? Das ist doch nun wirklich hinlänglich bekannt, dass die Buchungsprogramme sich merken, wer welche Flüge anschaut. Sucht man wiederholt den selben Flug geht das Programm davon aus, dass der Kunde diesen Flug relativ dringend braucht - unter dem Aspekt von Angebot und Nachfrage wird dann der Preis sukzessive etwas erhöht, denn man muss den Flug ja so oder so buchen.

    Daher: Flüge und andere Buchungen immer im "In Private"-Modus des Browsers suchen und buchen.

    Aber er, als Reise-Profi sollte das doch eigentlich schon wissen...
  • YesImAMillenial 20.07.2015 08:06
    Highlight Highlight äähmm sorry aber das weiss doch jedes Kind, dass man da jeweils den Cache leeren und Cookies löschen muss...
  • Der Kritiker 20.07.2015 07:44
    Highlight Highlight ist mir auch schon ab und zu passiert. nervig wirds dann, wenn mitten in der buchung irgend so eine error meldung kommt und man die buchung dann wieder von vorne - mit höheren preisen natürlich - beginnen muss. hat system!
  • runner 20.07.2015 07:21
    Highlight Highlight Dieses "Phänomen" gibt es nicht nur bei SWISS sondern bei allen online Reise-Buchungen -das Prinzip von Angebot und Nachfrage sollte ja nicht unbekannt sein ...
  • Calmy 20.07.2015 07:01
    Highlight Highlight Ist mir auch schon diverse Male aufgefallen, nicht nur bei der SWISS. Das funktioniert wohl bei allen gleich, und indirekt wird es ja auch zugegeben. "Der Preis wird nach Angebot und Nachfrage bestimmt" Wenn ein Flug häufig gesucht wird, wird vom Computer bzw. Buchungssystem registriert, dass eine hohe Nachfrage nach diesem Flug besteht. Ergo steigt der Preis, da das Angebot entweder gleich bleibt oder sich verknappt.
  • lost in space 20.07.2015 06:22
    Highlight Highlight Das habe ich auch schon beobachtet... Kann aber relativ einfach umgangen werden, indem man Flüge auf dem einen Gerät sucht, und auf einem anderen bucht.

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