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Koch schmeckt nach Unfall kein Salz mehr – die IV hält eine Umschulung für unnötig

28.05.18, 08:05 28.05.18, 15:22


Böses Erwachen für einen Koch aus dem Kanton Solothurn: Im Herbst 2016 wird dem 35-Jährigen die Gallenblase entfernt. Der Eingriff bleibt nicht ohne Nebenwirkungen: Sein Geschmackssinn ist beeinträchtigt: «Ich kann seither Salz nicht mehr richtig schmecken», erzählt er im dem SRF-Konsumentenmagazin Espresso. Salz nehme er erst war, wenn das Essen bereits versalzen sei.

Er half sich bei seiner Arbeit in einem Aarauer Restaurant damit, dass er dem Abwascher sein Essen zum Probieren gab. Auf Dauer keine Lösung. Für ihn und seinen Arbeitgeber ist schnell klar: So ergibt das keinen Sinn. «Ich bin einfach kein Koch mehr.»

koch salz salzen

Kochen ohne Geschmack für Salz: keine gute Idee. Bild: shutterstock.com

Der 35-Jährige bewirbt sich in anderen Berufen. Weil ihm dort die Erfahrung fehlt, bleibt er chancenlos. «Ich erhielt überall Absagen, weil ich zu wenig Berufserfahrung hätte.», sagt er im «Espresso». Er beantragt bei der IV eine Unterstützung für eine Umschulung. Erfolglos.

Die Begründung der IV-Stelle in Solothurn: Der Mann finde wieder einen Job als Koch – halt einfach nicht in der gehobenen Gastronomie, sondern in der sogenannten Systemgastronomie. Sprich: In Kantinen, Fast-Food-Restaurants oder ähnlichem. Orten, wo das Essen aus verschiedenen aufgewärmten Komponenten zusammengesetzt wird.

Doch eine kleine «Espresso»-Umfrage bei Systemgastronomen wie der SV Group oder den Migros zeigt: Auch dort bekäme der Betroffene kaum einen Job – ein funktionierendes Geschmacksempfinden sei unerlässlich.

Der 35-Jährige hat mittlerweile eine neue Stelle gefunden: Er steuert Automaten in einer Schokoladenfabrik. Abgefunden mit dem IV-Entscheid hat er sich aber noch nicht: Er hat gemäss «Espresso» fristgerecht Einwand erhoben.

Die IV will sich zum laufenden Verfahren nicht äussern. (mlu)

Bei ihnen beiden nützt auch der beste Geschmackssinn nicht …

Video: watson/Nico Franzoni, Laurent Äberli, Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 30.05.2018 03:33
    Highlight Fazit für mich - IV privatisieren und dem Wettbewerb unterstellen. Jeder soll dann selber wählen können, welche Art von Versicherung er haben möchte. Wie bei der Krankenkasse, da gibt es auch Rolls Royce und Fiat Versionen. Oder aber 3 Klassen von IV-Versicherungen anbieten.
    Deshalb möchte ich auch keine staatliche KK.
    0 6 Melden
  • alterecht? 29.05.2018 10:13
    Highlight Die IV kommt schlicht ihrem Versicherungsauftrag nicht mehr nach. IV-Stellen und Sozialversicherungsgerichte samt dem Bundessozialversicherungsgericht verweigern sich systematisch ihrer eigentlichen Aufgabe nähmlich Renten zu sprechen wo nötig und operieren als reine Vermögensverwalter zu lasten der faktisch nicht mehr Versicherten Bevölkerung.

    Offenbar kann man auch wenn man blind taub und vollkommen empathielos ist über das Schicksal anderer Entscheiden aber kochen ohne zu schmecken dass kann man einfach nicht. En zimmli hässige Choch
    20 1 Melden
  • Restseele 28.05.2018 23:51
    Highlight Kommt ein Mann ohne Kopf zur IV und bittet um eine Rente. Im Bescheid steht dann 'der Antragsteller kann ohne weiteres einem Erwerb nachgehen, wo er weniger denken muss und 80% seines bisherigen Einkommes erreichen kann. Da die Hände des Antragstellers noch gesund sind ist eine handwerkliche Arbeit zumutbar'.
    Ist natürlich nicht wahr. Oder doch? Kenne einige Leute und bin selber so einer, der einen solchen oder ähnlichen Bescheid bekommen hat.
    Okay, der Antragsteller nahm seinen Kopf und wechselte in die Politik.....
    24 0 Melden
  • Vanessa_2107 28.05.2018 23:26
    Highlight Es wäre einmal an der Zeit die IV unter die Lupe zu nehmen. Mir scheint, die haben viel zu viel Macht. Deren Entscheide sollten immer noch einmal überprüft werden. (könnte allerdings viel kosten...) Dies ist nur ein weiteres Beispiel, wie unrealistisch,
    sehr oft menschenverachtend und ihnen scheint auch jeglicher gesunder Menschenverstand fremd zu sein, die IV Fälle behandelt. Wäre ich der Koch und er ist noch jung, ich würde bis vor die höchste Instanz gehen, bis man mir die Umschulung bezahlt.
    23 1 Melden
  • Sarkasmusdetektor 28.05.2018 14:30
    Highlight Systemgastronomie geht nicht ohne Geschmackssinn? Also bei einem Burgerbrater ginge das garantiert, dort darf man als Mitarbeiter überhaupt nichts probieren. Aber als Koch wäre er da wohl hoffnungslos überqualifiziert und würde wohl auch nicht glücklich - aber das war ja noch nie ein Argument, oder?
    44 0 Melden
    • alterecht? 29.05.2018 10:22
      Highlight Die IV versichert eh nicht mehr viel und sicher keinen Sachen wie Glück.. Hey wenn du IV willst dann bist du beeinträchtigt, da darfst du sicher nicht glücklich sein sondern hast gefälligst beeinträchtigt zu sein .... immer... überall, und um das sicherzustellen hetzt die IV dir einen Spitzel auf den Hals der kontrolliert ob du auch beeinträchtigt genug wirkst. Trauriges Resultat der rechten Hetzte gegen die schwächsten.
      11 0 Melden
  • CASSIO 28.05.2018 12:47
    Highlight jetzt weiss ich endlich, weshalb das kantinenessen immer so gut schmeckt 🤢🤢🤢
    32 1 Melden
  • Typu 28.05.2018 12:37
    Highlight Kann ein koch nicht abschätzen obs genug gesalzen ist auch ohne andauerndes abschmecken? Geht das echt nicht?
    9 87 Melden
    • Chefs United 28.05.2018 14:55
      Highlight Immer gleich blitzen anstatt das mal jemand antwortet.
      Doch das geht. Ich schmecke auch eher selten ab, aber das sind Erfahrungswerte die nicht jeder mitbringt. Wenn es dann auch noch grosse Mengen hat, 20 Portionen aufwärts, wirds echt schwierig.
      Und in dem Wissen das man es nicht mehr schmeckt, passieren wahrscheinlich noch häufiger Fehler. Mir tut der Typ schon ziemlich leid. Sicher ein schwerer Rucksack im Alltag.
      48 1 Melden
    • lilie 28.05.2018 16:29
      Highlight Ich bin nicht Koch, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ein erfahrener Koch ein gutes Gespür für die richtige Menge Salz entwickeln kann. Das Problem erscheint mir eher, dass er auch dann nicht nachprüfen kann, wenn er unsicher ist - oder wenn es z.B. eine Beanstandung gab.

      Ausserdem kann er ja jetzt nicht mehr "nachlernen". Im Artikel steht, dass er dazu neigt, zu versalzen. Die richtige Menge jetzt noch anzutrainieren, wird sehr schwer, denke ich.
      14 1 Melden
  • leu84 28.05.2018 12:01
    Highlight Der Geschmacksssinn ist das wichtigste eines Kochs. Es gibt nichts schlimmeres als versalzen Essen. Die Menge Salz im Wasser für Pasta macht man noch aus Erfahrung aber kommen salzhaltige Zutaten wie Käse dazu, dann wird es schwieriger. Da sieht man, dass es an Praxis erfahrenen Leute in manchen Stellen fehlen.
    35 0 Melden
  • Menel 28.05.2018 10:52
    Highlight Als meine Tochter 2 Jahre alt war (sie hat ein Geburtsgebrechen) wurde der Antrag auf Physio mit der Begründung "eine Physiotherapie würde an der Erwerbsfähigkeit nichts ändern" abgelehnt. 😅

    Glücklich ist, wer sich mit der IV nicht rumschlagen muss 😆
    144 1 Melden
    • The One 28.05.2018 11:16
      Highlight Meiner Frau wurde mit 14 das rechte Bein amputiert. Sie hat einen ganz schiefen Rücken, die Hüfte verdreht , läuft mit einer Prothese, welche am anfang von ihren Eltern teilfinanziert werden musste. Sie hat so zehn Jahre gearbeitet, jetzt gehts halt eben nicht mehr vor lauter Rückenschmerzen. Sie ist von der IV als nicht rentenberechtigt abgelehnt worden. Zu wenig invaliditätsgrad. Wir sind halt Schweizer
      51 17 Melden
  • Madmessie 28.05.2018 10:30
    Highlight Wegen der ausufernden Selbstbedienungsmentalität hat die IV nie genug Geld. Man kann auch einmal etwas selber bezahlen. Der Mann ist sicher kein Härtefall.

    6 224 Melden
    • Armend Shala 28.05.2018 11:13
      Highlight Ja aber daran ist nicht der Mann schuld, sondern das System der Versicherungen.
      42 1 Melden
    • zombie woof 28.05.2018 11:35
      Highlight Selbstbedienungsmentalität....SVP lässt grüssen
      46 1 Melden
    • PhilippS 28.05.2018 13:02
      Highlight Die IV ist eine Versicherung, für die wir Prämie bezahlen, jeden Monat.

      Wenn jemand seinen Beruf aufgrund einer körperlichen oder geistigen Einschränkung nicht mehr ausführen kann, ist das ein Versicherungsfall. Punkt.

      Im vorliegenden Fall gehts ja nicht darum, dass der Mann nicht mehr arbeiten will - im Gegenteil!

      Oder würdest du ein gestohlenes Fahrrad nicht der Versicherung melden, weil du dir das neue auch so leisten kannst?
      80 0 Melden
    • Pnesch 28.05.2018 13:09
      Highlight Es ist eine Versicherung, die, wie die AHV immer bezahlt wurde. Nun, bei einem Schaden nicht zahlen, ist irgendwie wie - Versicherungen!
      46 0 Melden
    • Idrisi 28.05.2018 13:23
      Highlight Die IV ist eine Versicherung und nicht das Sozialamt. Sie soll einfach zahlen wenn der versicherte Fall eintritt. In diesem Fall geht es nicht um eine Härtefallregelung. Die Frage ist wie will die IV das Geld investieren: in Gerichtsfälle oder die Integration.
      43 0 Melden
    • Stirber 28.05.2018 13:36
      Highlight Sorry, wie soll man das jetzt verstehen? Dass dieser Mann seine Umschulung (durch Unfall verschuldet) selber bezahlen muss? Vielleicht sind Sie so privilegiert, dass sie 3-4 Jahre (während der Umschulung) mit einem um ein vielfaches geringeren Lohn leben können, aber das sind längst nicht alle!
      42 0 Melden
    • leu84 28.05.2018 14:57
      Highlight Weshalb braucht es dann noch eine Invalidenversicherung?
      27 0 Melden
    • Factfinder 28.05.2018 18:53
      Highlight Also hat man eine Zwangsversicherung damit man, wenn der Versicherungsfall eintritt selber bezahlen soll?
      Ja doch macht echt Sinn.
      27 0 Melden
  • droelfmalbumst 28.05.2018 10:13
    Highlight Ja klar. Vom Ross zum Esel... Da sieht man schön dass jemand der Hilfe braucht keine bekommt...
    217 1 Melden
  • Gubbe 28.05.2018 09:43
    Highlight Die IV spart das Umschulungsgeld für Krücken auf, die ein humpelnder Einwanderer braucht, wenn ihn Blicke treffen. Ich weiss, das war etwas böse, aber die Sorte gibt es halt.
    48 168 Melden
    • Menel 28.05.2018 10:48
      Highlight Korrektur: Die IV spart das Geld für Krücken auf, die ein Notleidender Mensch brauch, welche aber in der Schweiz drei mal so teuer sind wie im Ausland, weil die Schweizer Hersteller eine CH-Marsche drauf knallen, die sich gewaschen hat, weil wir eine Institution wie die IV haben. Sonst würden sie nämlich auf ihren Krücken sitzen bleiben.
      121 4 Melden
    • Husar 28.05.2018 11:31
      Highlight @Menel
      Du hast recht. Aber Du vergisst, dass die unersättlichen Schweizer Hersteller weniger Krücken überteuert verkaufen könnten, noch dazu auf Kosten der Allgemeinheit, wenn man keinen humpelnden Einwanderern Einlass gewährte in unser Land.

      Darum haben Du und Gubbe gleichermassen recht, jeder auf seine Weise.
      9 57 Melden
    • nödganz.klar 28.05.2018 12:27
      Highlight Der offensichtliche Fremdenhass in einigen Kommentaren in letzter Zeit macht mich traurig und wütend.
      60 9 Melden
    • Jein 28.05.2018 13:43
      Highlight Deine Sorte gibt es leider halt auch Gubbe.
      11 1 Melden
    • Gubbe 28.05.2018 14:16
      Highlight nödganz: Klar ist, das ich das täglich sehe. Fremdenhass... Meine Frau war Ausländerin...
      8 24 Melden
    • nödganz.klar 28.05.2018 17:02
      Highlight Oh Gubbe, sorry, ich wusste echt nicht, dass du bei der IV Vertrauensarzt bist. Wenn nicht, hättest du nämlich kaum genug Fakten, um so eine Unterstellung zu belegen. Wobei, nicht mal der hätte genug Beweise... willst du etwa einfach nur gegen Ausländer hetzen, weil viellicht dein Nachbar aus Bosnien IV bezieht? Ist es so, Gubbe?
      Und ja, dein Argument von wegen deiner Frau... naja... danke, mit einer Ausländerin als Frau, darf man sich schon mal fremdenfeindlich äussern. Ich versteh dich. Total. Ne Ausländerin als Frau... Wow, wie gewagt.🤦🏾‍♀️
      22 6 Melden
    • Astrogator 28.05.2018 18:29
      Highlight Leute wie Gubbe haben im Besten Fall schlicht nicht kapiert, dass jeder Mensch in der Schweiz gleich behandelt wird. Und wenn die SVP die Ausländerkeule schwingt, wird eben nicht nur dem Ausländer sondern auch dem Schweizer etwas weggenommen. Deshalb halte ich SVP-Wähler für asozial und deren Politik gegen das "Volch" gerichtet.
      21 6 Melden
    • büezer83 28.05.2018 19:51
      Highlight xD war ausländerin... omg. aber wenn dann jemand mit einem äh... fremdartigen familien namen den ch pass hat, ist er/sie trotzdem nicht... hmm.... rein?!
      ach herjee früher waren die rechtskonservativen bürger nicht so heuchlerisch wie heute!
      13 4 Melden
    • Ökonometriker 29.05.2018 01:35
      Highlight Ja, bei der IV findet Missbrauch statt. Und ja, statistisch auffällig oft durch Ausländer. Aber daraus lässt sich nicht schliessen, dass man Bedürftigen nicht helfen sollte oder dass der vorliegende Fall wegen bösen Ausländern (oder wegen der bösen SVP, wie einige behaupten) so komisch beurteilt wurde.
      7 1 Melden
    • Gubbe 29.05.2018 08:57
      Highlight Schon verrückt wie man von lieben Einwohnern ins rechtskonservative Lager gedrückt wird, wenn man hier die eigenen Eindrücke schreibt. Ich bin weder recht noch links, aber ich kann sehen. Sicher ist es für einige auch rechtens, wenn sich Gestalten in Ecken rumdrücken, und versuchen getrocknetes Grünzeug zu verkaufen. Sie sind ja so bedauernswert.
      4 6 Melden
    • Ökonometriker 29.05.2018 11:59
      Highlight @Gubbe: mir egal wenn jemand getrocknetes Grünzeug verkauft. Besser als wenn er stiehlt oder betrügt. Sogar besser als wenn er vom Souialstaat lebt. Oder vom Staat anderweitig angestellt ist.
      3 2 Melden
    • nödganz.klar 29.05.2018 17:41
      Highlight Gubbe, stimmt, ich war früher immer froh, wenn ich in dunklen Ecken mein Gras kaufen konnte. Aber was das mit der Thematik IV zu tun hat, versteh ich nicht. Ausser, dass die Nutzung von Cannabis als Heilmittel wohl einigen IV‘lern helfen könnte. Anyway, verstehst du nicht, dass deine eigenen Eindrücke, oder was du auch immer siehst, nicht repräsentativ sind? Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Umstände, ist ohne grosse (oder repräsentative) Datenmenge immer subjektiv!
      Oder kurz gesagt: Ich kenne keinen Ausländer der die IV betrügt, das heisst aber nicht, dass es gar keinen gibt, der das tut.
      2 1 Melden
    • Gubbe 30.05.2018 09:53
      Highlight
      nödganz.klar: Beim Kraut kann ich nicht mithalten. Ausser, dass es endlich als Heilmittel anerkannt sein sollte. Sonst grosse Worte. Ergo ist hier kein Kommentar repräsentativ, ich schreibe ja auch immer von Meinung. Diese ist auch nicht immer in Stein gemeisselt - der Mensch passt sich an. Dein letzter Satz ist kursorisch.
      2 0 Melden
  • Herbert Anneler 28.05.2018 09:38
    Highlight Vielleicht wurde er ja noch von einem Soziadetektiv beschattet, der die Suppen probierte... Nur immer tüchtig SVP wählen...
    232 68 Melden
    • lilie 28.05.2018 16:32
      Highlight @Herbert: Ich hoffe, er hat dem Sozialdetektiv die Suppe gründlich versalzen. 🤣
      11 0 Melden
    • alterecht? 29.05.2018 10:15
      Highlight Wäre eine Lösung und eine einziges mal hätte so ein Berufsdenunziant etwas konstruktives geleistet.
      2 0 Melden
  • B. Bakker 28.05.2018 09:34
    Highlight Erinnert mich an einen Fall aus dem Bekanntenkreis. Jemand kann sich nach einer Hirnblutung nicht mehr richtig konzentrieren und deshalb nicht mehr 100% arbeiten. Antrag auf IV wird gestellt und es bedarf einer festgestellten Invalidität von 40% um einen Anspruch auf Zahlungen zu haben. Der von der IV berechnete Wert betrug dann genau 37.5%.

    Nach langem hin und her wurde der Wert zum Glück für die Person nun nach oben korrigiert.
    89 2 Melden
  • Ms. Pond 28.05.2018 09:34
    Highlight Die IV ist danke Sparzwang gezwungen, solche Entscheide zu treffen. Ihr Gedanke hier war wahrscheinlich, dass er ja in Schnellrestaurants arbeiten könnte. Dort muss man nicht selbst kochen. Ich habe jahrelang mit der IV gearbeitet und frage mich, wer überhaupt noch etwas von ihr erhält.
    90 1 Melden
    • EvilBetty 28.05.2018 10:21
      Highlight Ja, Sparzwang. Auf der anderen Seite ist es aber nicht erlaubt einen Elektrorollstuhl zu einem Drittel des Preises in Deutschland zu kaufen...
      106 0 Melden
    • Ms. Pond 28.05.2018 10:37
      Highlight @EvilBetty

      Das ist auch so eine Sache..... hier schwanke ich zwischen eigenem Wirtschaftsraum schützen und sparen. Ich musste letztens auch ein medizinisches Gerät kaufen. In der Schweiz kostet es CHF 145.- und in Deutschland 35.-€. Wenn ich es in DE gekauft hätte, hätte ich die Kosten vollends selbst tragen müssen. Das ist jetzt ein vergleichbar kleiner Betrag. Die CH Anbietere wissen das mit der KK oder IV Abrechnung und können daher überhöhte Preise verlangen.
      56 0 Melden
    • Chefs United 28.05.2018 10:57
      Highlight Genauso sieht es aus. Unser Rollstuhl Lift musste in der CH eingebaut werden mit dreifachen Kosten. Hätte die Reise nach DE selbst finanziert wurde abgelehnt. Jetzt nur Probleme sodass ich aufgebe und in DE nachbessern lasse, auf eigene Kosten.
      Kenne keinen Gastro Betrieb ( und ich kenne viele ) die einen Koch einstellen würden, der nichts schmeckt.
      Absolut sinnlos.
      62 0 Melden
    • Chefs United 28.05.2018 13:12
      Highlight @Pond. Da geb ich Dir Recht. Die schweizer Wirtschaft solkte nicht untergraben werden. Vorallem nicht von einer staatlichen Institution. Die Sache ist nur, Ausrüster und Orthopäden nutzen es schamlos aus. Dreifacher Aufschlag weil Sie es bestellen und an den Kunden weiter geben. Wenn man als Kunde dann was beanstandet, heisst es, die IV zahlt ja, warum regst du dich auf.
      Wenn die Arbeit wenigstens immer passen würde, aber da wird noch häufig schlechte Arbeit geliefert und Wartezeiten sind auch oft jenseits.
      14 0 Melden
  • Franzl 28.05.2018 09:16
    Highlight Ja, ist so mit der IV. Wenn du z.B. Lungenprobleme hast, sagt die IV einfach: suche dir einen Beruf wo du die Lunge nicht benötigst!
    72 1 Melden
    • Jein 28.05.2018 13:45
      Highlight Trotzdem wird dann aber das Umschulungsgesuch zum Fisch nicht gutgeheissen!
      33 0 Melden
  • Hardy18 28.05.2018 09:14
    Highlight Er könnte sich als Kleinkinderkoch bewerben, da sollte er eh auf Salz verzichten 😏
    30 6 Melden
    • Blitzmagnet 28.05.2018 11:03
      Highlight Oder in der Systemgastro aka Fastfood
      1 15 Melden
    • Chefs United 28.05.2018 13:17
      Highlight Schon mal ein völlig salzfreies Menü probiert ? Das mögen auch Kinder nicht.
      Wer eine Kochausbildung aus eigenem Antrieb und Überzeugung absolviert, wird ums Verrecken keine Stelle beim Fast Food Anbieter annehmen.
      Manche Menschen haben sowas wie Berufsstolz.
      Ein guter Mechaniker, geht ja auch nicht auf den Schrottplatz um Autos zu quetschen oder ?
      19 0 Melden
    • Blitzmagnet 28.05.2018 14:19
      Highlight Es geht hier nicht darum, was er gerne machen würde, sondern was die IV offensichtlich als Möglichkeiten ansieht. Ob das Euch oder mir gefällt ist hier egal, auch wenn ich 1000 Blitze dafür bekomme ;)
      5 18 Melden
    • Hardy18 28.05.2018 17:38
      Highlight Lieber Herr United, ich selber habe mit Salz freiem essen meinem Kind, nachdem es feste Nahrung zu sich nehmen konnte, ernährt. Am Anfang war es für mich auch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mit der Zeit, schmeckt man den eigentlichen Geschmack des Essens raus. Es war fein und eine gute Erfahrung. Und auch Jahre später, kommt weniger Salz hinzu als wie man es vorher gewohnt war. Und der Teller vom Kind ist nachwievor, meistens leer danach 😏
      2 3 Melden
    • Chefs United 28.05.2018 21:23
      Highlight Hardy18. Da gratuliere ich dir zu deinem Kind 👍. Alles richtig gemacht. Das ist heute selten. Verköstige täglich hunderte Kinder. Viele Salzen bereits vor dem Probieren. Wie Papa zu Hause.
      1 0 Melden
  • felixJongleur 28.05.2018 09:11
    Highlight Es ist allgemein bekannt dass die IV praktisch IMMER erstmal ablehnt. Da fallen dann schon mal alle weg die Anspruch hättten aber die Frist verpassen oder entmutigt sind o.ä.- so kann mans auch machen, gut für die IV Statistik, eher ungünstig für die Sozialhilfe.
    71 0 Melden
  • dr. flöckli 28.05.2018 09:06
    Highlight Absolut unverständlich dieser IV-Entscheid.
    Die Geschichte erinnert aber stark an Grant Achatz, welcher durch Chemotherapie seinen Geschmacksinn verloren hatte (ihn aber wieder bekam) und jetzt einer der besten Köche der Welt ist - zu sehen bei der Netflix- Doku "Chef's Table".
    13 1 Melden
  • welefant 28.05.2018 09:00
    Highlight gute beamten haben wir.

    7 12 Melden
  • lilie 28.05.2018 08:49
    Highlight Das ist echt anstrengend mit der IV. Ist doch klar, dass der Mann so nicht mehr als Koch arbeiten kann! Ich hoffe, er kommt durch mit seinem Einspruch.
    51 0 Melden
  • Töfflifahrer 28.05.2018 08:46
    Highlight Die IV war mal eine Stützender Gesellschaft, die dafür sorgte, dass wenn einer ein Gebrechen hat oder bekommt, dieser nicht durch das Soziale Netz fällt. Die damaligen, fehlenden Kontrollen und Daraus resultierenden Auswüchse wurden korrigiert, in der Meinung, dass Fälle richtig geprüft werden. Was wir aber jetzt haben ist eine Institution mit Mitarbeitern, die gegen uns arbeiten. Es kann und darf bei uns nicht normal sein, dass sich ein Bürger nur noch mit Anwalt auf eine Behörde wagend darf. Zudem fällen Vertrauensärzte der IV Entscheide in Gebieten in denen die nicht zu Hause sind.
    66 2 Melden
    • Duscholux 28.05.2018 10:40
      Highlight Wir sind halt einfach zu viele Leute.

      (Achtung: das hat nichts mit Einwanderung zu tun. Es gibt überall zu viele Leute, auch ohne Einwanderung)
      18 10 Melden
    • leu84 28.05.2018 12:07
      Highlight Ist so. Dann kann man meinen, man könnte die IV wieder abschaffen, wenn man es am Ende doch alleine (oder Dank Hilfe von Freunde und Familie) zurück ins Leben kommen muss.
      2 0 Melden
    • Factfinder 28.05.2018 18:55
      Highlight @Duscholux: Nein. "Zuviele Leute" hats vor allem da wo die Leute bis zu 10 Kinder auf die Welt stellen.
      Die überzähligen migrieren dann hierhin wo es auch schon genug Leute hat aber niemand daran schuld ist dass es andernorts zuviele hat...
      (okay das ist ein wenig vereinfacht, ein bisschen komplexer ist es schon ;))
      2 4 Melden
  • öpfeli 28.05.2018 08:46
    Highlight Die IV ist für viele mehr eine Last als Hilfe.
    33 3 Melden
  • Pafeld 28.05.2018 08:45
    Highlight Noch eine bürgerliche Reform der IV und wir können sie endgültig in die Tonne kloppen.
    56 1 Melden
    • Dä Mö 28.05.2018 13:23
      Highlight dann könnte man ja den Versuch IV2.0 starten? wär ja vielleicht sogar gewinnbringend (im funktionellen Sinn)
      2 0 Melden
  • Matti_St 28.05.2018 08:45
    Highlight Versicherungen sind Firmen die dein Geld nehmen und versuchen, in einem Versicherungsfall, nicht zu zahlen. Mit deinem einbezahlten Geld werden teuere Prozesse bezahlt und du kannst dich nur wehren, wenn du neben den Versicherungsprämien auch noch ein Anwalt leisten kannst.
    58 1 Melden
  • @cyclingsimon 28.05.2018 08:37
    Highlight Da will jemand aktiv arbeiten und die Behörden hindern in daran... *kopfschüttel*
    36 0 Melden
    • Matti_St 28.05.2018 12:26
      Highlight Das hat System. In der Sozialhilfe verhindern sie Weiterbildung und Umschulung. Dafür stecken sie dich in ein Integrationsprogramm. Nur ich kenne niemand der Dank solchen Programme einen Job bekam.
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  • kleiner_Schurke 28.05.2018 08:34
    Highlight Typisch muss man leider schon fast sagen.

    Auch wenn ich hier sicher nicht viele Fakten zu dem Fall kenne, frage ich mich in solchen Momenten, was die Menschen die in solchen Funktionen bei der IV arbeiten eigentlich in ihrer Ausbildung lernen. Irgendeine Form von Empathie? Totale Fehlanzeige, da sehen ich oft nur kühles maschinenartiges Kalkül. Ja sogar Hartherzigkeit. Das wirkt unsympathisch und ich hoffe diese Dienste nie in Anspruch nehmen zu müssen.

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    • lilie 28.05.2018 10:29
      Highlight @kleiner_schurke: Ein bisschen Mitgefühl wäre durchaus angebracht, bringt dem Mann aber schlussendlich nichts. Eine nüchterne Betrachtung der Fakten wäre zielführender. Da er in seinem angestammten Beruf durch seine Behinderung nicht mehr arbeiten kann, braucht er ein neues Betätigungsfeld. Wenn die IV-Berufsberaterin keine Ahnung von den Anforderungen in der Gastronomie hat, soll sie sich erkundigen.

      Hier trafen einfach Ignoranz auf Gleichgültigkeit. Unprofessionell.
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    • Ms. Pond 28.05.2018 10:43
      Highlight Die IV Mitarbeiter führen schlussendlich nur aus, was ihnen vom Gesetz her vorgegeben wird. Sie müssen sehr streng prüfen, ob eine Umschulung oder Rente wirklich die letzte Möglichkeit ist. Der Betroffene könnte als Koch in einem Schnellrestaurant arbeiten, in dem er selbst nicht würzen muss. Somit gibt es für ihn noch eine Möglichkeit auf dem erlernten Beruf zu arbeiten. Die IV denkt so. Ich habe ein chronisch erkranktes Organ. Während einer Chemotherapie wurde mir gesagt, ich könne ja mit Windeln arbeiten gehen. Kein Grund um mich zu unterstützen.
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    • kleiner_Schurke 28.05.2018 11:06
      Highlight Dann würde ich mal demonstrativ auf den Stuhl schei****. Mal sehen ob es dann immer noch gehen soll.
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    • Dä Mö 28.05.2018 13:26
      Highlight @Pond: kann man so sehen. Aber wenn man in der gehobenen Gastro arbeitet (lese ich zwischen den Zeilen), dann willst du auch nicht zu McDo und Co. gehen (Anspruch an sich selbst etc.)
      Deine Situation zeigt ja die Ignoranz perfekt auf. Ich wette, keiner, der das vorschlägt, würde in Windeln auf Arbeit gehen!
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