Wirtschaft
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Neue Volksinitiative: So soll dereinst das bedingungslose Grundeinkommen finanziert werden

Ende Jahr startet die Unterschriftensammlung für eine Finanzsteuer, die heutige Steuern ersetzen soll. Idee der Initianten ist eine Mikrosteuer, die auf sämtlichen bargeldlosen Zahlungen erhoben werden soll.

02.06.18, 10:02 03.06.18, 07:37

Henry Habegger / Schweiz am Wochenende



Im Nachhinein ist man klüger. «Unsere Initiative für ein Grundeinkommen hatte einen grossen Fehler», sagt Oswald Sigg (SP), ehemaliger Bundes-Vizekanzler. «Man wusste nicht recht, wie es finanziert werden sollte.» So stimmte das Stimmvolk 2016 mit 77 Prozent Nein zur Initiative.

Jetzt gibt es eine Idee, wie die Bundesaufgaben und dereinst auch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren wären. Der Bundeskanzlei liegt der Entwurf für die Volksinitiative «Mikrosteuer auf dem Zahlungsverkehr» vor. Bis im August, schätzt Sigg, sollte die Initiative die Vorprüfung überstanden haben.

Oswald Sigg, ehemaliger Bundesratssprecher und treibende Kraft hinter der Mikrosteuer-Initiative. Bild: KEYSTONE

«Ende Jahr starten wir die Unterschriftensammlung.» Die Stelle einer Zentralsekretärin des Initiativkomitees wird dieser Tage ausgeschrieben, der Verein Mikrosteuer ist gegründet. Der Vorstand besteht neben Sigg aus Finanzprofessor Marc Chesney, ETH-Professor Anton Gunzinger, Rechtsanwalt Jacob Zgraggen sowie Finanzunternehmer Felix Bolliger.

Andere Steuern streichen

Bolliger, ehemaliger Banker, ist der Erfinder der Idee Mikrosteuer, die Sigg als «genial» bezeichnet. Die Initiative sieht vor, dass der Bund auf sämtlichen bargeldlosen Zahlungen einen einheitlichen Mikrosteuersatz erhebt. Der Ertrag soll zur Finanzierung der Bundesaufgaben verwendet werden, der Rest geht an Kantone und Gemeinden. Theoretisch würden alle herkömmlichen Steuern überflüssig.

Finanztransaktionen im Umfang von 100 000 Milliarden Franken werden in der Schweiz gemäss Statistiken der Nationalbank jährlich abgewickelt. Vielleicht sind es noch viel mehr: Die Six Group generiere sogar einen Zahlungsverkehr, der zehnmal höher sei, sagt Sigg. Die Six mit Sitz in Zürich wickelt unter Aufsicht der Finma und der Nationalbank den Zahlungsverkehr ab.

Die Mikrosteuer soll auf sämtlichen bargeldlosen Zahlungen erhoben werden. Von den Ausgaben via E-Banking über den Bezug von Bargeld am Bancomaten bis zu den grossen Finanzmarktgeschäften und Börsentransaktionen von Banken und Spekulanten.

Und Letztere sind es, die das grosse Geld einbringen sollen. «Über 90 Prozent des Zahlungsverkehrs stammt von der Finanzwirtschaft», sagt Sigg. Im Hochfrequenzhandel würden Millionen in Sekundenbruchteilen verschoben. Die ganze «Blase» sei für den Finanzplatz das grosse Risiko.

Umgekehrt bringt schon ein Mini-Steuersatz riesige Summen ein. «Die Mikrosteuer müsste sich im tiefen Promillebereich bewegen», sagt Sigg. Geht man von den Daten der Nationalbank aus, ergibt eine Steuer von einem Promille Einnahmen von 100 Milliarden. Mit zwei Promille oder Einnahmen von 200 Milliarden könnten bereits sämtliche heutigen Aufgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden finanziert werden.

Die Initianten für das Bedingungslose Grundeinkommen präsentieren im Oktober 2013 acht Millionen Fünfrappenstücke. Bild: KEYSTONE

Laut dem Initiativprojekt soll die Mikrosteuer aber vorerst nur die Mehrwertsteuer und die direkte Bundessteuer schrittweise reduzieren und dann aufheben. Die Mikrosteuer wäre bald die neue Finanzordnung des Bundes. Deren Erträge fliessen in die Bundeskasse zur Finanzierung der Bundesaufgaben; der Rest gehört den Kantonen und Gemeinden. «Mit einer Mikrosteuer von wenigen Promille könnte auch noch das grosse Sozialwerk der AHV/IV später in ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle integriert werden», sagt Sigg.

Für ihn ist klar: «Die Mikrosteuer trifft den, der viel Geld hat und im Finanzcasino viel Geld bewegt. So wird die Mikrosteuer eine soziale Steuer. Sie ist sogar doppelt sozial: Die Besteuerung erfolgt nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, und die Besteuerung der Kapitaltransaktionen erbringt einen volkswirtschaftlichen Nutzen.» Die riskanten Transaktionen würden verteuert und somit reduziert, und dies wiederum reduziere und stabilisiere den Finanzplatz, was ohnehin dringend nötig sei.

Notfalls zu Trump

Sigg weiss, dass auch die Mikrosteuer auf grossen Widerstand stossen wird. Das schreckt ihn nicht ab. Und er ist sicher: «Wenn wir sie einführen, wird sie im Ausland bald kopiert werden.» Und vielleicht auch wenn sie beim Volk durchfallen sollte: Einer unter den Initianten, verrät er, habe bereits angekündigt, wenn sich die Idee in der Schweiz nicht realisieren lasse, dann gehe er damit zu Donald Trump nach Washington. Der werde sie sicher begeistert aufnehmen, sagt Sigg, vorausgesetzt, Trump sei dann immer noch im Amt. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • seл 04.06.2018 13:11
    Highlight Wenn wir keine anderen Steuern mehr bezahlen müssen, wieso sollten wir den Schweizer Franken überhaupt noch haben wollen? Ausserdem braucht der Staat theoretisch keine Steuereinnahmen, um ein Grundeinkommen oder sonstwas zu finanzieren, er braucht Steuern bloss, um Märkte zu regulieren und Geld aus der Privatwirtschaft zurück zu holen um allzu grosse Inflation zu verhindern (siehe MMT).
    1 3 Melden
  • BossAC 03.06.2018 16:30
    Highlight Würden die Grosskonzerne also tatsächlich mehr Steuern zahlen und die Angestellten weniger, würden Erstere nicht versuchen die Mehrausgaben durch Anpassung des Lohnniveaus auszugleichen. Als Begründung könnte in dem Fall ja herhalten, dass die Arbeitnehmer eine kleinere Steuerbelastung haben.
    2 1 Melden
  • R. Peter 03.06.2018 15:00
    Highlight Ihr Lieben, es klingt auch zu verlockend, wenn einem jemand sagt, du bekommst für eine Mikrosteuer die dich im Jahr vielleicht 2000 Fr. Kostet ein BGE von 30 000 Fr. im Jahr. Aber solange es ein anderer bezahlt ist ja alles gut... nicht. Irgendwo mss das Geld herkommen, irgendwer muss es bezahlen.

    PS. Schenkkreise versprechen dasselbe und sind auch etwa gleich seriös und fair wie dieser Vorschlag.
    11 16 Melden
  • MeinSenf 03.06.2018 04:13
    Highlight An die Schwarzmaler: Falls die Mikrosteuer die vollständige Finanzindustrie vergraulen sollte (unwahrscheinlich), brechen laut Artikel 90% der möglichen Steuern weg. Folglich müsste man die Steuer von 2 Promille auf 2 Prozent anheben. Bei einem Einkommen von 100kCHF macht das 2kCHF. Das ist immer noch 5 Mal weniger als nach dem heutigen System... Man müsste sich noch überlegen, ob es ein einheitlicher Steuersatz sein soll oder nicht, das ist allerdings ne völlig andere Frage. Vom Prinzip her passts für mich
    24 12 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 09:15
      Highlight Dir ist aber schon bewusst, dass die Steuer bei jeder Transaktion anfallen? Denk mal die Wertschöpfungskette vom Urprodukt bis zum Konsumenten durch. Jeder Veredelungsschritt z.B. vom Kartoffelsetzling bis zum Menu mit Pommesfrittes in deiner Lieblingsbeiz würde kumulativ mit 2% beaufschlagt in deinem Beispiel. Also etwa so, wie wenn bei der MWST kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden könnte.

      Was würde das wohl in Bezug auf die Preise und die darun enthaltenen Steuern bedeuten? Denke bitte weiter als nur an deine Steuererklärung.
      23 2 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 10:08
      Highlight Erklär mal wo dann die steuern herkommen, wenn jeder Normalo 5 Mal weniger bezahlen sollte ( die Finindustrie ist ja im beispiel schon weg). Irgend jemand muss mehr bezahlen als heute: wer? Da steckt noch ein grosser Rechenfehler drin.
      17 3 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 15:59
      Highlight Wie viel Geld wird heute optimiert und landet niemals auf der Steuerrechnung? Oder zu einem Teil davon. Gemäß Beobachter von 2012 entgehen so dem Staat ca. 21 Milliarden Franken. Dazu kommen noch die einen oder anderen Tricks.
      https://www.beobachter.ch/steuern/steuern-wer-hat-dem-wird-gegeben
      1 3 Melden
    • MeinSenf 03.06.2018 17:40
      Highlight Grob gesagt:
      - die 2% sind der Worst-Case, den man genau durchrechnen muss
      - Es kommt neu Geld von Firmen, die heute dank Trickli durchs Netz schlüpfen
      - Firmen zahlen keine Firmensteuer mehr
      - 4 Produktiosschritte mit Zukauf (1.02*1.02*1.02*1.02=1.082) entsprechen ca. der heutigen Mehrwertsteuer von ca. 8%. Bei 1% sind es schon ca. 8 Schritte
      - Reice Personen machen mehr Transaktionen pro Wertposition als arme. Daher werden sie auch stärker belastet. Wie heute
      - Unnötige Transaktionen werden reduziert

      Fazit: Auch bei diesem System bedarf es sorgfältiger Austarierung. Aber es sollte gehen:)
      1 5 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 17:56
      Highlight @Matt: Was genau willst du damit sagen in Bezug auf das Thema?
      1 0 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 18:26
      Highlight @Charlie, wenn diese Steuer bei allen gleich ist, ohne Ausnahme, kommt Dank den nicht mehr vorhandenen Steueroptimierungen nochmals mehr rein.
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 18:39
      Highlight @MeineSenf: 4 Schritte in der Wertschöpfungskette? Da ist der Dünger für die Kartoffeln noch nicht mal verpackt, geschweige denn im Boden.

      Aber ja, auf dem Abstraktionslevel ist das sicher eine tolle Sache.
      3 0 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 18:57
      Highlight @MeinSenf: Und noch was zum Nachdenken... Wenn die Belastung nicht grösser als bei der heutigen MWST ausfallen sollte... nun; dann kommt auch nicht mehr Geld zusammen als mit der heutigen MWST. Abgeschafft werden sollen aber alle Steuern.

      Ich hoffe, s‘Zwänzig fällt noch.
      4 2 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 20:15
      Highlight @Matti: Die Berechnung basiert schon auf dem gesamten (erfassten) Zahlungsverkehr. Da kommt nix mehr hinzu.
      3 1 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 20:42
      Highlight @Charlie stimmt. Falsche Überlegungen meinerseits.
      2 0 Melden
  • Herbert Anneler 03.06.2018 03:15
    Highlight Mikrosteuer: eine geniale Idee! Bin gespannt, ob die Bankster-Lobby und due Finanzhaie sich durchsetzen können gegen eine breite Front von Nutzniessern. Die Banken und Finanzhaie sind die modernen Raubritter. Endlich eine tolle Idee, wie man die notorischen Abzocker in die Verantwortung zwingen kann. Was sagt Antoinette Hunziker, VR-Präsi der Berner Kantonalbank dazu? Und woher nimmt der Kreis um Oswald Sigg seine Mittel. Zuerst Initiative Bedingungsloses Einkommen, dann Vollgeld-Initiative, nun MS-Initiative? BGE und MSI gut, Vollgeld: sektiererisch.
    13 13 Melden
  • Hexentanz 03.06.2018 00:04
    Highlight Wenn man bedenkt das man heute ca. 5-10% vom Einkommen an Steuern sparen muss und kompliziert abrechnen muss, dann würd ich sogar wenn der Finanzmarkt abspringt mit seinen 90% Anteil an den Transaktionsvolumen liebend gerne auch jedesmal 1% an der Kasse an Steuern Abdrücken.

    Das wäre eine Steuersenkung ums 5-10 fache zum Status quo.

    1% anstelle 1 promille als Beispiel falls die fintech abziehen und wir nur noch 10% Handelsvolumen haben.

    Wäre doch nicht so verkehrt..
    11 11 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 09:18
      Highlight 1% pro Transaktion, die im Vorfeld (bis du an der Migroskasse das letzte Prozent bezahlst) in das Produkt kumulativ eingegangen ist.

      Es ist manchmal nicht so einfach wie es scheint.
      8 7 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 10:10
      Highlight Und wer bezahlt dann die Steuern die du sparst?
      8 5 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 19:00
      Highlight Es ist wie beim BGE; verträumte Ideologen reagieren mit Blitzen aber ohne konkrete Argumente auf sachliche Kritik.
      3 3 Melden
    • Hexentanz 04.06.2018 07:10
      Highlight Charlie brown *Schulterzuck* ich gehör weder zu den BGE verweigern noch zu den Fanatikern.

      Bin einfach der Meinung man könnte doch daran arbeiten eine gerechtere Steuer zu schaffen als das heute der Fall ist.

      Schon alleine die kantonalen Unterschiede sind einfach sowas von Mittelalter style. Warum soll ich in BS 8000.- bezahlen und in Zug 3500? Wem bringt das was? Meistens den Immobilien Firmen die sowieso Geld en Masse haben.

      Total witzlos wie das heute läuft.

      Wäre doch fair wenn wir auf unseren Konsum inkl. Transaktionen Steuern bezahlen und nicht irgendwie nach Standortvorteil zb.
      2 2 Melden
  • Gubbe 02.06.2018 20:59
    Highlight Jene die viel und oft solche Geldtransaktionen im Millisekundenbereich durchführen, werden Mittel und Wege finden, diese Mikrosteuer zu umgehen. Wie immer machen sich Träume breit, nicht mehr arbeiten zu müssen, weil ja Geld für ein BGE da sein wird. Sind die Schweizer zu einer faulen Gesellschaft geworden? Statt sich für ein anständiges Alterseinkommen stark zu machen, weil alle möchten alt werden, wird hier dieses Grundeinkommen zelebriert.
    22 49 Melden
  • G. Schlecht 02.06.2018 19:12
    Highlight Es ist mehr als höchste Zeit sich was neues zu überlegen. https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/tauchsieder-die-finanzkrise-ist-zurueck/22632730.html

    Ja, es ist unangenehm, aber es wird nicht besser in dem man es verneint.
    10 2 Melden
  • Maragia 02.06.2018 18:04
    Highlight Das heisst, wenn ich heute z.b. bei einem Einkommen von 100'000 CHF rund 10-15 TCHF Steuern zahle, nachher fast mein ganzes Einkommen zur Verfügung habe?
    Nehmen wir mal an, dass die Transaktionssteuer bei 1 Promille liegt und ich im Jahr rund 50 TCHF von meinen 100T CHF Einkommen ausgebe. Somit würde ich nur noch 500.- Steuern zahlen. Ist ja prima :D
    36 3 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 14:24
      Highlight Ähm, bei 50‘000 sind Ihre Transaktionskosten bei 1 Promille sogar nur 50 Franken. Dazu kommt evtl. eine Lohnkürzung weil ihr Arbeitgeber seine Transaktionskosten von 100 Franken auf Sie abwälzen wird.
      Das ergibt zusammen CHF 150.
      Rechnen wir jedoch lieber mit 2 Promille, damit wir auch für die Zukunft gerüstet sind und Sie haben jährliche Steuerausgaben von CHF 300.

      Und nein, das ist überhaupt nicht utopisch! Es ist nur das Ergebnis einer fairen Steuerpolitik!
      4 4 Melden
    • Maragia 03.06.2018 16:45
      Highlight Leider schon, alle vergessen, dass unsere Alltagskosten massiv höher sein werden. Der Apfel kostet dann statt 1.- plötzlich 2-3.- weil, bis der Apfel im Laden ist, bereits 10-20 Transaktionen stattgefunden haben
      2 1 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 19:03
      Highlight @DerRabe: Definiere mal „fair“.

      Fair ist, dass ich als relativ gut Verdiener relativ viel Steuern bezahle - in meinem Verständnis.
      1 2 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 19:06
      Highlight Maragia, ich gebe ihnen recht, dass es
      1. vor dem Kauf durch den Kunden zu Transaktionen zwischen Bauern, Veredlern und Zwischenhändlern kommt
      2. diese Transaktionskosten auf den Kunden abgewälzt werden

      Aber:
      1. Selbst 20 Transaktionen (was ich für viel halte) machen erst einen Aufschlag von Gesamthaft 4 Rappen bei 2 Promille pro Transaktion aus (mit Zinseszins gerechnet)
      2. Produkte mit weniger Zwischenhändlern und Verarbeitern würden sich dann auch ökonomisch durchsetzen (Bauer direkt zu Migros ist dann plötzlich günstiger als das Produkt, welches noch zuerst über 10 Stellen ging)
      2 2 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 20:32
      Highlight Charlie Brown, das sehe ich genauso wie sie.
      Ich halte übrigens auch CHF 300 für eine massiv zu kleine Besteuerun für jmd. mit 100k/jahr.
      Allerdings ist es für mich absolut klar, dass Geldtransaktionen besteuert werden müssen:
      Alles andere (wie man normalerweise Geld verdient) wird besteuert. Nur ausgerechnet die Art, wie wirklich Reiche ihr Geld machen, wird bis anhin nicht besteuert. Das ist schonmal nicht fair.

      Ich bin mir sicher am Ende werden 2 Promille nicht reichen. Aber ich bin mir genauso sicher, dass mit Transaktionssteuern (egal wie hoch) die Mittelschicht deutlich entlastet wird
      2 0 Melden
  • pablo' 02.06.2018 17:00
    Highlight Die Idee ist eigentlich ganz schön, doch wie verhälts sich's in der Realität, da doch laut Erfahrung sehr oft wieder das Giesskannenprinzip zu tragen kommt. Wird das Fünfrappenprinzip wirklich den Betroffen zugunsten kommen, oder nur gewisser Auserwählten? Der beruflichen Lebenserwerb- Umschulung werden Gelder abgezockt, um mit denselben Gelder auf Lebzeiten, ein halbiertes finanziertes IV Gehalt vertrösten. Wo bleibt der andere Teil des Einkommens der mir per berufsumschulen gewährleistet worden wäre? Auch auf diesem Weg kann das AHV IV Defizit aufgehoben werden!
    7 7 Melden
    • pablo' 02.06.2018 21:17
      Highlight Es gäbe viel weniger Arbeitslose, wären alle genügend ausgebildet, und Sozialgelder könnten für Zukünftiges benutzt werden.
      7 3 Melden
  • rodman 02.06.2018 16:50
    Highlight Die nächste BGE-Diskurs im Biotop der Watson-Kommentierer... und 95% verstehen nicht, warum die Mehrheit (Mehr als 3/4) der Schweizer Bevölkerung dies 2016 nicht wollten...

    ... verbunden mit dem Projekt einer unilateralen Tobin-Steuer, welche in Windeseile aus CH eine Finanzmarktwüste machen würde. Abgesehen davon ist eine Abstimmung über den Umbruch des Steuersystems in CH zum Scheitern verurteilt. Fragt mal die GLP, wo sie doch 2015 92% mit der Idee, Energie anstelle von Mehrwert zu besteuern, gegen sich aufbrachten.

    28 21 Melden
    • Hierundjetzt 02.06.2018 17:41
      Highlight Wenn man pensioniert ist (Initiativkomitee) oder am Anfang eines ungewissen Berufslebens steht, Langzeitarbeitslos oder leider Sozialhilfeempfänger ist, hat dies selbstverständlich seinen Reiz.

      Die restlichen 70% der Bevölkerung mit Kinder und einem Job sehen das etwas sehr viel mehr realistischer.

      Off Topic: warum schon wieder hat sich der Sigg nicht *während* seiner Dienstzeit im Bundesrat (er war jeweils am Mittwoch an den BR Sitzungen anwesend) nicht für das Grundeinkommen eingesetzt? Aha. Ebe. Der Job war ihm wichtiger...
      18 25 Melden
    • rodman 02.06.2018 18:18
      Highlight Naja, der Sigg war Bundesratssprecher. Du wirfst ja deinem Kondukteur im Zug von Spreitenbach nach ZH HB auch nicht vor, er hätte den Zug nach Sizilien umleiten lassen sollen, weil er doch ständig von seiner Familie in Palermo erzählt.
      39 4 Melden
    • Wambolium 03.06.2018 10:05
      Highlight @rodman Die Einführung eines BGEs unterstütze ich ebenfalls nicht. Meiner Meinung nach sollte jeder Bürger für seinen Lebensunterhalt selber aufkommen müssen und erst wenn jemand seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten kann, soll der Staat einspringen.

      Eine Finanztransaktionssteuer kann aber auch ohne BGE eingeführt werden und würde Arbeitgeber und Arbeitnehmer stark entlasten (sowohl finanziell, aber auch vom bürokratischen Aufwand)

      Eine Finanztransaktionssteuer ist ausserdem kein Experiment, da sie schrittweise eingeführt werden kann und somit Erfahrungen gesammelt werden können.
      1 6 Melden
    • HabbyHab 03.06.2018 11:44
      Highlight @wambolium und wie stellst du dir vor, sollen Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen, wenn mehr und mehr wegen Automatsierung ihren Arbeitsplatz verlieren?
      6 1 Melden
    • Hierundjetzt 03.06.2018 11:46
      Highlight Rodman: Der Unterschied liegt darin, dass Sigg mitbestimmt, was auf die Traktandenliste kommt, somit was wiederum an der BR Sitzung besprochen *und* entschieden wird.

      Zudem, das höchste Schweizer Exekutive-Leitungsgremium mit einem SBB Mitarbeiter zu vergleichen ist nicht wirklich seriös.
      0 4 Melden
    • Wambolium 03.06.2018 14:08
      Highlight @HabbyHab Bei jeder industriellen Revolution gab es Umstrukturierungen im Arbeitsmarkt. Zum Beispiel bei der ersten industriellen Revolution: Vor der ersten industriellen Revolution haben die Weber von Hand am Webstuhl gewebt, nach der ersten industriellen Revolution haben Dampfmaschinen den Webern die Arbeit abgenommen. Es gab aber nicht mehr Arbeitslose, da ja irgendjemand die neuen Maschinen herstellen musste.
      1 1 Melden
  • LeChef 02.06.2018 16:18
    Highlight Die Finanztransaktionssteuer ist sicher eine interessante Idee. Aber schon Promillesätze würden eben verzerrend wirken (wie soll eine Steuer die 200Mrd generiert nicht verzerrend sein?).

    Das zentrale Argument ist sicher die Schädlichkeit der Transaktionen. Aber das würde ich so nicht unterschreiben. Grundsätzlich gilt für die Finanzmärkte: Je höher das Transaktionsvolumen pro Zeitintervall, desto besser inkorporieren die Preise sämtliche verfügbaren Informationen und desto effizienter wirkt der Preismechanismus. Illiquide Märkte sind aus Erfahrung genau das Gegenteil von effizient.
    12 6 Melden
    • walsi 03.06.2018 06:27
      Highlight @LeChef: Mikrotransaktionen pervertieren das Grundprinzip der Aktien. Aktien sind eingeführt worden, dass sich Unternehmen für Investitionen Geld beschaffen können. Als Ausgleich zum Risiko bekommen Aktionäre Dividenden und profitieren vom gestiegenen Wert der Aktie. Bei Mikrotransaktionen geht es nicht mehr darum am Unternehmen zu profitieren sonder nur noch an den Kursschwankungen. Dies Schwankungen werden durch den regen Handel mit Mikrotransaktionen z.T. selber generiert.
      10 1 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 10:17
      Highlight Walsi, einverstanden. Nur wenn die Mikrotransaktionen (erwünscht) verschwinden, verschwindet auch der Steuerertrag.
      1 0 Melden
    • LeChef 03.06.2018 12:30
      Highlight Walsi, ich bin nicht einverstanden. Ob Hochfrequenzhandel schädliche Effekte hat, ist in der Forschung umstritten. Intuitiv sehe ich keinen Grund, weshalb er ein Problem sein sollte. Nochmal: Illiquide Märkte schwanken typischerweise stärker, als liquide Märkte.
      3 3 Melden
  • Hierundjetzt 02.06.2018 16:14
    Highlight Find ich natürlich sehr sinnvoll, wenn man bei den Armen das Geld holt...

    Es macht einen gewaltigen Unterschied ob ich bei 2000 Netto (Nach Abzug aller Kosten und Rechnungen) im Coop noch jedesmal Steuern zahlen muss oder auf 10‘000 netto (Oswald Sigg)
    6 19 Melden
    • Hexentanz 02.06.2018 23:58
      Highlight Also das mit dem coop kannst du weglassen. Nimm einfach dein Jahreseinkommen und ziehe * 0.002 davon ab. Dann hättest du den maximalen steuerbetrag den du bezahlen musst.

      Ich gehe schwer davon aus, dass dies ein vielfaches weniger wäre von dem, was du heute an Steuern in der Steuererklärung abdrückst.

      18 4 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 10:23
      Highlight Hexentanz, falsch. Du Investierst von deinen 100k Lohn nun 20k in den HFT. Bei einer Transaktion (Kaufen und wieder Verkaufen) pro Sekundemacht das nach 5 min bereits 300 Steuerabzüge a 0.2%. der HFT könnte ap nicht überleben und die Steuereinnahmen wegbrechen. Wo kommt nun das Geld für den Staat her?
      3 3 Melden
    • Maragia 03.06.2018 11:00
      Highlight @Hexentanz: Nein, weil bis du ein Produkt im Coop kaufts, es bestimmt schon 50-100 Transaktionen gegeben hat, um das gekauft Produkt dort hinzubringen.
      Unsere Alltagsgüter, würden also Plötzlich 10-20% teurer werden.
      Somit zahlen wir im Endeffekt sowieso wieder alles
      4 4 Melden
  • Turi 02.06.2018 15:40
    Highlight Wenn die neue Steuer so viel besser ist als die heutigen, kann man sie ja auch unabhängig vom BGE einführen.

    So aber will man ein Experiment (das BGE) mit einem anderen Experiment (Steuersystemwechsel) kombinieren.
    Das Scheitern ist von vornherein programmiert.
    32 16 Melden
  • Bombenjunge 02.06.2018 15:10
    Highlight Die wollen Steuereinnahmen tatsächlich von einer einzigen Branche abhängig machen?? Damit uns die Finanzindustrie noch mehr in Geiselhaft nehmen kann? Und was wenn die Finanzbranche plötzlich einbricht oder ein Systemwechsel passiert?

    Wow, kann ja nur von einer Träumer Partei kommen so was.
    32 26 Melden
    • PhilippS 03.06.2018 00:49
      Highlight Zum einen ist hier keine Partei am Werk. Zum anderen hat welche Branche noch gleich vor 10 Jahren die grösste Krise seit der grossen Depression verursacht, die Wirtschaft fast an die Wand gefahren? In welcher Branche mussten in mehreren Staaten Unternehmen durch die Öffentlichkeit gerettet werden? Und aus welcher Branche kommen schon wieder die Vertreter, die als „systemrelevant“ und „to big to fail“ gelten?

      Mir fällte nur die Hochfinanz ein. Wenn eine Branche eine Gesellschaft in Geiselhaft nehmen kann, dann hat das die Finanzbranche wohl bereits erfolgreich geschafft....
      25 2 Melden
    • 〰️ empty 03.06.2018 07:48
      Highlight Hier bin ich mal uf der anderen Seite Bomenjunge.
      4 2 Melden
  • Ökonometriker 02.06.2018 14:57
    Highlight Warum nicht mal bescheiden anfangen und allen z.B. 200 Franken im Monat geben? Das könnte man mit einer MWSt.-Erhöhung auf ca. 14 Prozent gut finanzieren.
    6 30 Melden
    • MacB 02.06.2018 20:32
      Highlight Tiffig. 14 % trifft die ganz unten am härtesten. Da kannst du die 200.- gleich dafür aufwenden...
      23 1 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2018 02:59
      Highlight @MacB: die ganz unten geben einen grösseren Anteil ihres Einkommens für Essen und Fixkosten aus. Die trifft es entsprechend weniger.

      Mehr bezshlen als jetzt tut man bei ca. 40000 Franken reinen Konsumausgaben (also ohne Essen und Bildung, Miete, KK, Steuern usw.) pro Jahr. Bei einer 4-köpfigen Familie also 160'000 Franken. Wer so viel ausgeben kann verdient min. 250000 im Jahr und ist damit sicher nicht "ganz unten".
      0 6 Melden
    • Gigle 03.06.2018 12:41
      Highlight Weil man auf Essen ja keine MwSt bezahlt...
      3 1 Melden
    • Ökonometriker 03.06.2018 14:41
      Highlight @Gigle: nur ein stark reduzierter Satz. Die Ärmsten wären aber selbst bei einer allgemeinen Verdoppelung aller Sätze durch das BGE von CHF 200 noch massiv besser gestellt. Rechne bitte einmal nach: man müsste auch wenn man nur den hohen Satz zahlt min. CHF 3300 für Konsum ausgeben. Nach Steuern, KK, Miete usw. Wohnen noch andere im selben Haushalt entsprechend mehr (zB. 6600 bei 2 Personen). Wer so viel für Konsum allein Ausgeben kann ist definitiv nicht arm.
      0 0 Melden
  • DarthTrader 02.06.2018 14:26
    Highlight Sehr Interessant. Die Digitalisierung macht das bereits jetzt möglich. z.B Coil ist ein junges Unternehmen, das sich mit Micropayments beschäftigt indem sie die XRPledger von Ripple benützen. Ripple ist bereits Partner von über 150 Banken, welche das veraltete SWIFT Zahlungssystem ersetzten wollen.
    1 10 Melden
  • Ohniznachtisbett 02.06.2018 14:07
    Highlight Also wenn ich das Richtig verstehe wäre das ein Systemwechsel von "Alle Zahlen Steuern" zu "Wir packen uns eine einzige Branche und die soll uns alles finanzieren" Ähä macht Sinn. *nicht*
    30 65 Melden
    • Randy Orton 02.06.2018 14:31
      Highlight Eher umgekehrt, es wäre der Wechsel von “die Reichen werden auf Kosten der nicht-Reichen reicher und bezahlen keine Steuern“ zu „jeder der Geld benutzt bezahlt“
      35 9 Melden
    • Makatitom 02.06.2018 16:24
      Highlight Wieso eine Branche? Betroffen wären ja dann auch Gewinnverschiebungen, beispielsweise in die Niederlande, nach Luxemburg oder auf die Cayman Islands, es würde als nicht nur UBS und Co treffen, sondern auch Starbucks, McDonalds, Nestlé, Ems Chemie und Raubinvest. Und die Versicherungen sowieso

      30 5 Melden
  • Carlitos Fauxpas 02.06.2018 13:54
    Highlight An all die, die sich trotzig und eigensinnig, schon im kleinsten Ansatz, Neuerungen verweigernden. Packt euer armseliges und vergängliches Hab und Gut und fliegt zusammen mit Jeff Bezos zum Mond! Da seid Ihr dann sicher. Die halb versklavten Amazon Mitarbeiter werden den Peitschenheini sicher nicht vermissen.

    Ein Grundeinkommen schafft neue Perspektiven und ja es ist ein gewagtes Unterfangen, dass vielen Angst macht. Besonders in der westlichen Welt wo sich alle über Besitz und Geld definieren und das soziale Engagement verkümmert.

    61 58 Melden
    • E7#9 02.06.2018 16:00
      Highlight Ich finde die Idee ist es Wert, dass man ihr Beachtung schenkt. Dennoch, wenn du allem Neuen derart unkritisch gegenüberstehst und generell alle Skeptiker aufgrund ihrer Zweifel anfauchen musst, dann flieg doch selber auf den Mond. Es täte sich dir eine ganz neue Welt auf und hier auf der Erde gäbe es immerhin einen arroganten Menschen weniger, der nur seine eigene Meinung zulässt. So wäre doch allen geholfen. Also tschüss und viel Spass.
      27 20 Melden
    • durrrr 02.06.2018 16:22
      Highlight Auf den Mond gehören viel eher Leute wie DU, welche sich moralisch überlegen fühlen und Andersdenkenden schon im vornherein Unterstellungen machen.
      Ganz nebenbei. Unter welchen (Arbeits-)Bedingungen wurde dann dein elektr. Gerät hergestellt, mit dem du deine Kommentare schreibst??
      eben....^^
      17 21 Melden
    • Carlitos Fauxpas 02.06.2018 17:10
      Highlight Super, 2 mürrische Zeitgenossen fühlen sich auf den Schlips getreten und betupft. Bleibt locker und fühlt den Spirit.

      26 20 Melden
    • Charlie Brown 02.06.2018 22:21
      Highlight Locker wie du? 🙄
      6 11 Melden
    • Carlitos Fauxpas 03.06.2018 07:19
      Highlight Eine zugegeben provokative und notwendigerweise andere etwas in den Allerwertesten tretende Aussage impliziert noch lange nicht, dass derjenige unter irgendwelchem Druck steht, der seine Gelassenheit negativ beeinflussen könnte. Alles ganz nüchtern betrachtet.
      9 6 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2018 09:09
      Highlight Aha. Aber beim Gegenüber schon?

      Momol. Reife Diskussionskultur.
      6 7 Melden
    • Carlitos Fauxpas 03.06.2018 11:52
      Highlight Du bist natürlich vollkommen frei damit nicht einhergehen zu wollen.

      Kein Problem für niemand Charlie Brown.
      4 4 Melden
  • Rumbel the Sumbel 02.06.2018 13:31
    Highlight Gratis gibts eh nichts, finanziert wird es auf Kosten .....
    28 5 Melden
  • Matti_St 02.06.2018 13:23
    Highlight Hier wird gerade zwei Sachen vermischt. BGE ist eine Sache, wird aber bei dieser Initiative nicht darüber abgestimmt. Es geht nur um die Mikrosteuer. Ob und wann das BGE kommt, ist eine ganz andere Frage.
    42 4 Melden
  • zeromaster80 02.06.2018 13:04
    Highlight Es klingt immer so toll, wenn andere die Party finanzieren. Besonders das böse Kapital. Nur, warum sollten die so dumm sein die Party zu finanzieren? Ich behaupte das würde nur die geschobene Geldmenge reduzieren und wir haben alle eine neue Steuer am Hals, welche durch die Geringfügigkeit kaum Widerstand erfährt und dann sind es irgendwann "vorübergehend 1%" usw. Nein, Danke!
    32 32 Melden
    • Randy Orton 02.06.2018 14:32
      Highlight Heute bezahlst du ja 10-15%, also da sind mir ein paar Promille auf Finanztransaktionen lieber
      13 6 Melden
    • Turi 02.06.2018 15:45
      Highlight Realistischer ist, dass die Transaktionen auf die Bahamas oder nach China verschoben werden, wo keine Steuern fällig werden.
      Ob das den Initianten nicht in den Sinn kommt?
      18 6 Melden
    • Makatitom 02.06.2018 16:28
      Highlight Und wie sollen sie dieser Steuer auf SÄMTLICHEN Finanztransaktionen entgehen? Schicken sie wieder Leute mit Bargeldköfferchen um die Welt?
      16 7 Melden
    • Charlie Brown 02.06.2018 22:22
      Highlight @Makatitom: Sind denn Finanztransaktionen an ein Land gebunden?
      5 1 Melden
  • ...nachgedacht... 02.06.2018 12:55
    Highlight Das ist die GENIALSTE IDEE von der ich seit Langem gelesen habe !

    Jede elektronische Transaktion wird besteuert...jeder bezahlt die gleiche Promillesteuer...bei 2 PROMILLE…bezahlt jemand der 5 Millionen transferiert 10`000 Franken...jemand der 5 Tausend Franken elektronisch ausgeben kann bezahlt 10 Franken...VOILÀ !

    Wenn die Leute mal begriffen haben dass es sich hier um die einfachste und gerechteste Steuer handelt, gibt es in einer möglichen Volksabstimmung kein Halten mehr.

    Dann liegen die NEIN-Stimmen wohl auch im Promillebereich !
    67 24 Melden
    • zeromaster80 02.06.2018 15:05
      Highlight Dann denk nochmal scharf nach. Die rechnen da irgendwelche Märchen zusammen wie 1/1000 =100 Mrd. Steuern, etc. Diese kommen dann zum grössten Teil von Banken, Handel, Unternehmen. Warum sollten die das machen und sollten sie es nicht umgehen können, wer zahlt dann über höhere Preise die Zeche? Wie dumm kann man sein zu glauben, dass dies ein nachhaltiges System ist und man selbst davon kommt?
      18 13 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 15:55
      Highlight Nur dass 2 Promille nicht reichen und wir wohl eher bei 20% landen werden. Diese 2 Promille reiche, weil Spekulanten riesige Beträge teilweise im Sekundentakt kaufen und wieder verkaufen. Bei jeder Transaktion würde diese Steuer fällig. Da macht einer Transaktion pro Arbeitstag aber ca. 50% Steuern auf das Kapital. Solche kurzfristigen Spekulationen werden schlicht nicht mehr rentieren. Das bedeutet aber auch, dass es VIEL weniger Transaktionen gibt, weil (erwünscht) langfristiger investiert würde. Dann fallen aber auch 99% der Steuererträge weg => Steuererhöhung auf heut. Niveau ohne Progression.
      22 7 Melden
    • Maragia 02.06.2018 17:45
      Highlight @R.Peter
      Endlich einer der es begriffen hat. Ausserdem denke ich auch, dass wir Bürger nicht einfach so davon kommen. Wenn ich jetzt z.b. 100k pro Jahr verdiene, und dann ca. 50k im Jahr ausgebe, würde ich so 50.- Steuern bezahlen (bei 1Promille). Da kommen bald die nächsten Neider und behaupten, man müsste doch auf dem immensen Geld wieder Steuern bezahlen!
      12 4 Melden
  • Cyberpunk 02.06.2018 12:54
    Highlight Sehr interessanter vorschlag! Ich freu mich bald mehr darüber zu erfahren (pro/kontra). Mit der digitalisierung der wirtschaft, müssen genau solche vorschläge thematisiert werden! Und hoffentlich erreicht es dieses mal auch den stammtisch in der beiz im schildbürgerdorf. Eine grosse verantwortung für die politik, bei welchem das dringende thema hoffentlich einfach und volksnahe diskutiert wird. Und die parteien hoffentlich nicht mit ständigen verschleierungskampagnen das volk in zweifel versetzen - nach dem motto, „doubt is the product“..
    35 4 Melden
  • Fischra 02.06.2018 12:53
    Highlight Eigentlich haben wir dieses Grundeinkommen im weitesten Sinne jetzt schon. Egal ob durch Arbeit, Rav, Iv oder Sozialamt finanziert oder wie auch immer. Die Idee muss in den Köpfen reifen und dann weiss jeder dass dieses BGE nicht schlecht ist. Das Konzept muss stimmen dann klappt es.
    33 11 Melden
  • Durolex 02.06.2018 12:33
    Highlight Das schweizer Volk wird sich auch bei der nächsten Abstimmung nicht für dumm verkaufen lassen.
    41 93 Melden
    • Paddiesli 02.06.2018 13:02
      Highlight Das hiess es beim Frauenstimmrecht auch.
      48 8 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 13:54
      Highlight Wie wäre es mit einer Begründung damit man Dich nicht für dumm hält?
      40 9 Melden
    • Makatitom 02.06.2018 16:30
      Highlight Hoffentlich nicht und dieser sehr guten Idee zustimmen.
      9 5 Melden
  • R. Peter 02.06.2018 12:08
    Highlight Das wird nicht funktionieren: eine Mikrosteuer von 0.2% würde einer jährlichen Steuerbelastung von ca. 50% entsprechen, wenn das Kapitel pro Arbeitstag einmal bewegt würde (Daytrayding). Folglich würden kurzfristige Spekulationen unrentabel und massiv abnehmen. Auch wenn wirtschaftlich erwünscht ist, würde das Gros der Steuereinnahmen wegfallen und der Steuersatz erhöht werden müssen. Übrig bliebe ein linearer Steuersatz, also der Wegfall der Progression. Ich würde das aus Gerechtigkeitsgründen (z.B. Heiratsstrafe) begrüssen, glaube aber nicht dass das im Sinne der Initiatianten ist...
    27 22 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 14:01
      Highlight Die Spekulation bringt in den meisten Fällen keine Steuern, die Mikrosteuer auf die Spekulation sehr wohl. Bei der Spekulation gilt es zu berücksichtigen dass die Transaktionssteuer von 0.2% diese nicht unrentabel machen würde. Sie würde diese wohl leicht reduzieren, was dann aber teilweise Geld für andere Geschäftsmöglichkeiten freilegen würde.
      Mit der Grundstückgewinnsteuer hat man mitunter auch die Spekulation bekämpfen wollen und trotz der Grundstückgewinnsteuer ist die Immobilienspekulation nicht verebbt.
      Der Mensch wird seine Gewohnheiten auch bei einer Mikrosteuer nicht verändern.
      22 11 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 15:39
      Highlight FrancoL, "Bei der Spekulation gilt es zu berücksichtigen dass die Transaktionssteuer von 0.2% diese nicht unrentabel machen würde."

      ... sagt der FrancoL. Nicht dass er es begründen könnte, er weiss es aber mit Sicherheit...

      Die Grundstücksgewinnsteuer besteuert nur den Gewinn, wenn schon vergleichen dann wenigstens mit der Handänderungssteuer...

      Zur Rentabilität: Welches Finanzprodukt erwirtschaftet Renditen über 50%? Das würde die Mikrosteuer im Jahr bei täglichen Transaktionen p.a. kosten. PS. Das Gros der errechneten Einnahmen stammt aus solchen oder noch kürzeren Spekulationen...
      8 4 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 20:10
      Highlight @R.Peter, muss ich nicht du hast ja Deine Aussage ja nicht untermauert, einfach eine Behauptung in den Raum gestellt.
      Kurzfristige Spekulationen würden unrentabel, schon vergessen.

      Was ist eine kurzfristige Spekulation? ZB dein Frores-Trade? Mit einem Gewinn von zB 0.5% an einem Tag? Bleibt immer noch 0.3%.

      Klar, die die mit Mitnahmen von 0.2% und weniger arbeiten, gucken in die Röhre, doch das ist auch gut so.

      Die vernünftige Spekulation leidet kaum unter den 0.2%.

      Dann noch die Idee des täglichen Trade, der nicht 50% im Jahr bringt, das ist was genau ausser ein Unsinn? Versuchs mit Arbeit.
      3 9 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 20:51
      Highlight FrancoL,

      1) Lies meinen Kommentar, dort steht die Begründung.

      2) Kurzfristige Spekulation ist z.B. Day-Trading (Positionen am selben Tag öffnen und wieder schliessen) oder noch extremer Hochfrequenzhandel.

      3) Rate mal welchen Anteil die unter 2) erwähnten Handelsarten an den Finanztransaktionen ausmachen? Wenn diese (erwünscht) wegfallen, wieviel Steuersubstrat bleibt wohl übrig und reichen dann 2 Promille weiterhin um den Staatshaushalt zu finanzieren? Eben.
      5 2 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 20:51
      Highlight 4) 50% ist keine Idee, es ist eine einfache Rechnung: 250 Transaktionen im Jahr kosten: 250 Transaktion p.a. * 0.2% = 50% p.a. - wird das nicht als Gewinn erreicht, ist das Produkt unrentabel.

      5) Versuchs mit Anstand.
      6 3 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 21:00
      Highlight @R.Peter; Ein kleiner Nachtag; Einer meiner Kunden ein Trader der CS meinte zur Transaktionssteuer; Dann müssen wir für die gleiche Rendite doppelt arbeiten, das sage ihm gar nicht zu.

      Allerdings war er etwas perplex als ich ihm sagte, dass er das Schicksal, mehr fürs gleiche arbeiten zu müssen, mit einem guten Teil der Bauarbeiter teilen würde, die ja trotz allem ihm ein sehr schönes Haus hingestellt haben.

      Wieso soll die Spekulation abnehmen, wenn man immer noch locker gutes Geld verdienen kann, mehr als man mit vielen anderen Arbeiten verdienen würde. Transaktionssteuer ist kein Hindernis.
      11 6 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 21:09
      Highlight @R.Peter; Ja die kurzfristige Top Spekulation ist wirklich der Anstand? Dass ich nicht lache, aber lassen wir das Du liegst neben der Spur. Spekulation ist kein Mehrwert und kann ganz gut reduziert werden.
      Es bleiben immer noch genügend Transaktionen auch bei reduzierten Margen, denn der Spekulationsgedanke ist bei vielen vorhaben und wird nicht untergehen, da er ja auch bestand als die Margen viel kleiner waren.
      4 6 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 23:48
      Highlight FrancoL, bist du betrunken? Wo bezeichne ich kurzfristige Spekulation als „Top“ oder „der Anstand“ oder einen „Mehrwert“? Was soll das überhaupt bedeuten? Hast du meine Kommentare überhaupt gelesen oder trollst du hier nur rum?

      Es geht darum dass z.B. beim Hochfrequenzhandel nie im Leben 0.2% Rendite pro Transaktion erwirtschaftet werden und darum unrentabel wird. Er wird ganz einfach verschwinden. Das würde ich sogar begrüssen. Die Folge ist aber, dass ein Grossteil der besteurten Transaktionen verschwinden: die 100 000 Mia Fr. sind kein Kapital, sonder aufsummierte Transaktionen.
      7 2 Melden
  • beaetel 02.06.2018 12:03
    Highlight Die Börsenspekulanten werden dagegen sein! Ergo hat so eine Initiative keine Chance. Ausser die, die nicht spekulieren gehen abstimmen ...
    15 31 Melden
  • RoWi 02.06.2018 11:42
    Highlight Das BGE wird kommen! Warum? Die Digitalisierung und Automatisierung, KI und selbstlernende Systeme werden in den nächsten 25 Jahren die Arbeitswelt radikal verändern. Schon heute wird der Besitz (zb Auto) immer weniger (Sharing). Es wird zum Megatrend, wie das Mobiltelefon, Internet, Soziale Medien. Diese Entwicklung ist ja schon im Gang...
    40 24 Melden
  • derEchteElch 02.06.2018 11:38
    Highlight «Man wusste nicht recht, wie es finanziert werden sollte.»

    Nein Ernsthaft? Ich habe (hier in den Kommentaren) immer bemerkt, dass die Finanzierung nicht funktioniert und dass dies ein grosses Fragezeichen ist. ALLE haben sich immer dagegen gestreubt, dies anzuerkennen!

    Ich fühle mich bestätigt. 😑

    «Geht man von den Daten aus, ergibt eine Steuer von einem Promille Einnahmen von 100 Milliarden.»

    Hört sich interessant an, so lange ich als Kleintranferierer im Alltagsgeschäft keine zusätzlichen Gebühren zu zahlen habe!
    16 31 Melden
    • Matti_St 02.06.2018 13:13
      Highlight Genau hier liegt der Haken. Eine solche Steuer darf niemand herausgenommen werden. Sonst schafft man wieder neue Schlupflöcher. Und sie funktioniert nur so.
      Am Schluss zahlst du im Alltagsgeschäft zwar mehr mit den Transfer, sparst aber wieder bei MwSt und sonstigen Steuern und Abgaben.
      Wenn du aber jetzt dauernd Millionenbeträge hin und her schiebst, dann zahlst du selbstverständlich mehr.
      25 2 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 14:06
      Highlight Die Finanzierung nicht funktioniert?
      Ist eben nicht so: Die Finanzierung ist Ideologie-Sache und darum haben wir einen ganzen Strauss an Finanzierungsmöglichkeiten aus denen eine Mehrheits fähige Finanzierung gefunden werden muss.

      Diese Mehrheitsfindung ist wohl die Aufgabe der nächsten Jahre sein, denn die Arbeitsplätze werden nicht zunehmen aber zunehmen wird die Arbeitslosigkeit. Da haben wir keine andere Wahl als eine Grundeinkommens ähnliche Lösung mit entsprechender Finanzierung zu finden.
      16 5 Melden
    • Randy Orton 02.06.2018 14:35
      Highlight Elch, wenn du im Laden neu 7,8% Mwst weniger bezahlst und dafür 0,2% (oder auch 0,4%) auf den Preis draufgeschlagen werden, dann sparst du als Endkomsument ja dann doch.
      6 3 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 00:01
      Highlight Randy, ja klar, nur wird es nie bei den 2 Promille bleiben sondern eher gegen 20% oder darüber gehen. Der Mikrosteuersatz ist nur möglich, weil heute im Hochfrequenzhandel innert Sekundenbruchteilen Millionen hin und her bewegt werden und jede einzelne Bewegung theoretisch(!) mit 0.2% besteuert würde. Doch bei einer Transaktion pro Sekunde würde sich die Steuer bereits nach 5 min. auf 60% summieren womit der Hochfrequenzhandel einfach unrentabel und verachwinden würde. Wo kommt dann das Geld für den Staat her, wenn 90% der Transaktionen verschwinden?
      6 6 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:12
      Highlight @Peter. Nein, die Summe wird höher, solange mehr Geld hin und her geschoben wird. Aber Prozentual bleibt es immer noch beim gleichen Anteil. Denn es geht nicht um die Zeit sondern um den Betrag. Und wenn du nur Minusgeschäfte machst, würde ich die Finger davon lassen.
      4 6 Melden
    • Randy Orton 03.06.2018 11:03
      Highlight @Peter auch 20 Promille sind deutlich weniger als du jetzt via Mwst bezahlst. Das System wäre eine faire Lösung und käme den Normalbürger billiger.
      4 1 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 14:46
      Highlight Peter, der Hochfrequenzhandel würde sich einfach reformieren: Heute wird viel Geld auf eine Aktie gesetzt und sobald (meist durch den Einsatz selbst) der Wert der Aktie steigt, wird das Geld wieder abgezogen.
      Neu würde die Aktie so lange gehalten, bis der Kurs um ein klein wenig mehr als 0.2% steigt. Denn ab diesem Punkt hat man wieder ein Gewinn.
      Zwei Konsequenzen:
      - Ja, die Frequenz im HFT wird abnehmen und zu weniger als den vorgerechneten Steuereinnahmen führen.
      - HFT wird nach wie vor betrieben, da noch immer viel Geld damit verdient werden kann
      2 4 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 14:54
      Highlight An alle, wenn die Steuer so wunderbar billig sein soll, wo kommt das Geld her, dass ihr weniger bezahlen müsstet? Geld (Wohlstand) fällt nicht vom Himmel!
      4 3 Melden
    • FrancoL 03.06.2018 15:38
      Highlight @R.Peter; das Geld würde von denen kommen die die Gewinne der Globalisierung und Rationalisierung einstreichen.
      Und an diesem Umdenken werden wir früher oder später nicht vorgekommen.
      Die mittlere Einkommen werden leicht entlastet die unteren stark und die Gewinnebene eben mehr belastet.
      Das hat nichts mit Ideologie zu tun sondern ist das kleine 1 x 1, denn wenn keine Arbeit vorhanden ist muss das Geld von denen kommen die durch den Wegfall der Arbeit viel verdienen, denn konsumieren werden wir mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht viel weniger als heute, also Gewinne sind gesichert!
      3 2 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 15:47
      Highlight @Peter. Gegenfrage, wie machen es Spekulanten? Sie machen nichts ausser Geld einschießen und wieder verkaufen wenn die Aktie gestiegen ist. Das hat nichts mit Geld verdienen an und für sich zu tun. Sie tragen auch keine Verantwortung ob es dem Unternehmen und damit den Angestellten gut geht. Es geht nur um eine kurzfristige Wertsteigerung und damit um Gewinne. Platzt dann eine Blase, steht die Gesellschaft dafür ein, ohne daß diese zuvor etwas davon bekommen hat. Und genau hier setzt die Steuer an. Sie profitiert schon vorher vom Handel.
      3 2 Melden
    • Randy Orton 03.06.2018 16:27
      Highlight Peter das Geld kommt von denen, die bisher nicht bezahlen
      3 1 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 16:27
      Highlight Der Rabe, Glaubst du ernsthaft, dass es möglich ist im HFT pro Transaktion durchschnittlich min. 2 Promille Rendite zu erzielen. Wenn dem so wäre würde jeder der dort investierte innert weniger Tage Milliardär...

      Aber wie auch immer, wir brauchen weiterhin die gleichen steuereinnahmen, bzw. mit BGE noch sehr viel mehr. Gleichzeitig aber sollen alle „Normalos“ viel weniger bezahlen. WO kommt der Rest her? Wer wird abgezockt?
      2 1 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 17:33
      Highlight Das ist ja gerade das lustige daran: Wohlstand sollte nicht vom Himmel fallen!
      Jedoch ist das momentan gerade der Fall, falls man schon sehr reich ist: Sobald man 500mio in Aktien stecken kann (es einem nicht arm macht, wenn man alles verlieren würde) kann man die Aktie selbst durch den eigenen Einsatz beeinflussen und gewinnt somit immer. Ergo: Es wird (noch mehr) Wohlstand aus dem nichts generiert.
      Diese Steuer zwackt genau denjenigen am meisten ab, die schon am meisten haben.
      Es besteuert auch die Unternehmen, welche bis jetzt alles am Fiskus vorbeischleusen konnten. Daher kommt das Geld!
      4 1 Melden
    • DerRabe 03.06.2018 20:42
      Highlight Peter, wie bereits geschrieben: Wenn man 2 Promille Rendite erzielen will, muss man die Aktie länger halten. Ergo wird es weniger Transaktionen geben.
      Heute wird nicht gewartet, bis 2 Promille Rendite erreicht werden, weil es sich nicht lohnt. Wieso sollte man heute solange warten, wenn man das Geld viel schneller abziehen und reinvestieren kann?
      Danach muss man solange warten, weil es sich erst dann lohnt.

      In beiden Fällen verdient man innert Tagen nur einen Bruchteil seines Einsatzes. So kann man nicht zum Millionär aufsteigen. Man muss Milliardär sein, um was nennenswertes zu verdienen.
      3 1 Melden
  • Sven Brügger 02.06.2018 11:35
    Highlight Die nächste 70% Niederlage wird also geplant..
    37 54 Melden
  • Spartan117CH 02.06.2018 11:31
    Highlight Wenn man bedenkt das nur noch Compuper diesen Hochfrequenzhandel betreiben, ist es indirekt auch eine Maschinensteuer, welche zu begrüssen ist.
    54 15 Melden
  • piranha 02.06.2018 11:29
    Highlight Wirklich interessante Idee, die bei richtiger Planung sogar funktionieren sollte. Aber bitte, liebe Initianten: Informiert! Das! Volk!! Bei so einer umfangreichen Vorlage endet es sonst wie bei vorherigen komplizierten Initiativen, wo kaum jemand vollständig Bescheid wusste, worum es eigentlich geht und was die Konsequenzen sind. Und solche Initiativen werden deswegen dann abgelehnt.
    36 14 Melden
    • durrrr 02.06.2018 13:56
      Highlight Nein, solche Initiativen werden (zurecht) abgelehnt, weil sie weltfremd sind! Zu meinen, eine (nationale) Besteuerung von Transaktionen auf die CH-Finanzwirtschaft, welche global ausgerichtet ist, würde funktionieren, ist schlichtweg Realitätsverweigerung. Konzentrieren wir uns lieber auf griffigere Methoden um Gewinne besser versteuern zu können und das Abwandern von Kapital zu verhindern!
      15 31 Melden
    • Makatitom 02.06.2018 16:36
      Highlight Was soll das für eine Begründung sein? Wieso sollte das nicht funktionieren? Schliesslich würden die heute bspw. aus der Schweiz nach Luxemburg abfliessenden Gewinnsteuern der Ems-Chemie genau so bei der Transaktion besteuert wie die "Lizenzgebühren", die Starbucks in die Niederlande sendet oder Nestlè sonst wo hin. Das ist doch bereits eine Verbesserung der Gewinnsteuer. Dass Kapital abwandert ist nicht zu verhindern, so lange Steueroasen nicht wirklich weltweit bekämpft werden
      12 3 Melden
    • durrrr 02.06.2018 17:36
      Highlight Makatitom
      Was ich eigentlich meine ist, dass es nicht funktionieren wird, weil die gesamten Steuereinnahmen viel zu einseitig auf einer Branche gewichtet wären. Meinst du, die Finanzbranche wäre ohne weiteres bereit 200 Milliarden abzudrücken? Transaktionen könnten ohne Probleme ausgelagert oder vermieden werden, da der Börsenhandel global funktioniert. Die würden schon Mittel und Wege finden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!
      Beim HFT ist es technisch nebenbei gar nicht machbar. Das wäre (wenn überhaupt) nur mit einer globalen Mikrosteuer zu schaffen.
      9 3 Melden
  • Ökonometriker 02.06.2018 11:28
    Highlight Wow, und wenn man die Steuer auf 1 Prozent anhebt, hat man plötzlich das doppelte BIP der Schweiz zu Verfügung. Und bei 20 Prozent wären sogar 20 Billionen, also mehr als das BIP der USA, vorhanden. Damit könnte man jedem Schweizer ein jährliches Grundeinkommen von 2.5 Millionen Franken finanzieren! Wir wären alle reich!

    Manchmal frage ich mich bei gewissen Politikern echt, ob sie ihre eigenen Aussagen selbst glauben...
    35 41 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 14:08
      Highlight Die sind nicht immer glaubwürdig aber noch weniger glaubwürdig sind Deine Annahmen und Fantasien der Steuerentwicklung.
      Sie sind nicht einmal einen Betrag zum Thema wert.
      Hat sich zB die MwSt so entwickelt? Klar nein!
      16 9 Melden
    • Ökonometriker 02.06.2018 14:35
      Highlight @FrancoL: das ist ja genau der Punkt: wenn man Steuern auf Finanztransaktionen erhebt, auch im Promillbereich, werden die betroffenen Transaktionen im grossen Stil einfach vermieden oder ins Ausland verlagert. Siehe Stempelsteuer. Der Teil der sich nicht vermeiden lässt, wird auf die Konsumenten überwälzt.
      Es gäbe am Ende abgesehen von den erhöhten Kosten keinen Unterschied zur MWSt., so lange die Kapitalmärkte offen sind.
      9 3 Melden
  • Stephan Löffel 02.06.2018 11:28
    Highlight Es wird immer mehr Technische Dinge geben, welche Leute auch absichtlich wegrationalisieren. Menschen sind zu Faul oder zu wenig zuverlässig. Das sind Aussagen von den Chefs oder Konzernbossen.

    Restaurants mit Elektrobedienung, Bauarbeiter mit viel mehr Technik in den Händen, dafür weniger von denen die von Hand arbeiten. Ich könnte noch tausende solcher Dinge aufzählen. Siehe auch Autos.

    Die Leute, die da fehlen, bleiben nicht einfach so übrig. Sie brauchen Geld.
    Aber wir kommen ja in die Geschichte, wo man immer weniger Heiratet und Kinder hat.
    Wie auch immer, ich bin für ein BGE.


    28 9 Melden
  • Loeffel 02.06.2018 11:23
    Highlight Finde die Idee auf ersten Blick super spannend. Sollte das kommen, wird das aber den Crypto-Währungen definitiv zum Durchbruch verhelfen. Denn auf Crypto Zahlungstransaktionen wird und kann nichts abgezwackt werden.
    20 18 Melden
  • chnobli1896 02.06.2018 11:22
    Highlight Inwiefern ist ein Bezug von Bargeld eine bargeldlose Transaktion 🤔 finde die idee auf den ersten Blick sehr gut und sehe Potential darin..
    18 4 Melden
    • Sauäschnörrli 02.06.2018 12:54
      Highlight Ist eine Abbuchung auf dem Konto, wo das Geld hinfliesst wird ja nicht kontrolliert.
      14 0 Melden
  • durrrr 02.06.2018 11:09
    Highlight Wenn Sigg glaubt, man könne den Hochfrequenzhandel auf nationaler Basis besteuern, hat er wohl dessen Prinzip nicht verstanden. Das revolutionäre am HFT ist das Ausnutzen von Kursdifferenzen an Handelsplätzen in verschiedenen Ländern. Die Broker handeln gleichzeitig an vers. int. Börsen, wo die die Wertpapiere in Aufträge gebündelt werden. Auch wenn sich der Rechner in der CH befindet, wäre es unmöglich einzelne Transaktionen an nationalen Börsen herauszufiltern. Der HFT macht heute schon rund 50% des weltweiten Handels aus, eine nationale Steuer auf Transaktionen ist demnach weltfremd.
    19 16 Melden
    • Stephan Löffel 02.06.2018 16:43
      Highlight Also wenn ich die Niedrig-Almosen-Renten der Franzosen und Deutschen sehe und die Gewinne, die die Firmen dort machen, dann muss ich sagen, lieber so ein System, denn KEIN System.

      Natürlich nicht nur für die Renten. Auch für Arbeitslose und Invalide, Frauen zu Hause, Kinder, die nicht arbeiten. Klar.

      Nicht alles Geld an die Reichen, bitte. Denn die haben soviel, die machen nur Blödsinn damit.

      Die Kleinen Leute brauchen Geld zum Leben.
      Das ist meine Motivation, sowas zu unterstützen.

      Die Kleinen Leute als Erstes dran, meist, wenn es Probleme mit der Arbeit gibt. Nicht die Reichen.
      12 3 Melden
  • Bivio 02.06.2018 11:03
    Highlight Im Prinzip finde ich die Idee sehr gut.
    Hade jedoch 2 Fragen, welche mir ein wenig Kopfzerbrechen bereiten.
    1. Wie einfach sind diese Steuern zu umgehen? Könnte eine Bank nicht einfach ihren Zahlungsverkehr via Server im Aussland abwickeln und schon ist das System umgangen?
    2. Wer gibt die Garantie, dass die anderen Steuern wirklich aufgehoben werden. Die Geschichte zeigt, dass Parl. u. Reg. sich sehr schwer mit solchen Massnahmen tun und lieber dann die zusätzlichen Steuern beibeahlten als alte zu ersetzen. Würde der "Zwang" bisherige Steuern zu streichen auch in den Initativtext kommen?
    18 1 Melden
  • Abnaxos 02.06.2018 11:01
    Highlight Was mir hier etwas fehlt, ist die Progression, eigentlich dasselbe Problem wie mit der MwST. Das BGE hätte man gut auch mit der MwST finanzieren können. Der asoziale Aspekt der MwST wäre durch das BGE neutralisiert worden, indem das BGE denen, die wenig haben, sozusagen auch MwST wieder zurückbezahlt hätte, also eine Progression eingeführt hätte.

    Ist es bei dieser Transaktionssteuer nicht ein ähnliches Problem? D.h. sie wäre eine gute (bessere?) Möglichkeit, ein BGE zu finanzieren, aber asozial, solange es kein BGE dazu gibt, das für die Progression sorgt?
    3 10 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:26
      Highlight Nein, sie wäre sozialer als die MwSt. In erster Linie, es gibt keine Schlupflöcher. Und wenn man das ganze durchrechnet sieht man schnell, dass die Kleinen viel weniger an Steuern bezahlen als jetzt. Schon nur alleine wegen der MwSt.
      2 0 Melden
  • Der Tom 02.06.2018 11:01
    Highlight Wieso abstimmen? Einfach einführen zack! Dauert sonst alles viel zu lange und die Abstimmung ist zu teuer.
    18 23 Melden
    • Aglaya 02.06.2018 13:38
      Highlight Die Einführung neuer Steuern geht nur über eine Verfassungsänderung, über die zwingend abgestimmt werden muss.
      21 1 Melden
  • Theor 02.06.2018 10:58
    Highlight Finnland hat den Versuch zum bedingungslosen Grundeinkommen abgebrochen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/schwere-schlappe-fuer-das-garantierte-grundeinkommen/story/20196541

    Eine hehre Vision scheitert an der harten Realität der heutigen Gesellschaft. Wir sind noch um Jahrzehnte, wen nicht sogar um Jahrhunderte noch nicht bereit, ein solches System einzuführen und es nicht selber zu missbrauchen.
    15 30 Melden
    • durrrr 02.06.2018 15:02
      Highlight @Theor
      Du hast selbstverständlich recht! Lass dich nicht durch die Blitze beirren.
      Wir können sicher bald beobachten wie es in Italien sicher "bestens funktionieren" wird ;)

      Höre dann schon wieder die Ausreden der BGE Befürworter, wie jetzt beim finnischen Versuch.
      Alles nur Realitätsverweigerung und "Mimimi".....
      6 8 Melden
    • durrrr 02.06.2018 15:05
      Highlight realDonaldTrump;
      "Mit so wenigen Leuten wie in dem Experiment war scheitern abzusehen."

      Kannst du das begründen? So viel ich weiss, war die Auswahl der Probanden ziemlich divers. Man könnte es ja auch so sehen: wenn es im ganz kleinen Rahmen schon nicht funktioniert, wie soll es dann im grossen klappen!?
      7 6 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:36
      Highlight Finnland ist das Problem, oder die Lösung falsch angegangen.
      Um ein solches Projekt zu testen, ist zwingend ein repräsentativer Bevölkerungsdurchschnitt nötig. Vor allem die Fragen, wird dann der Job gekündigt oder sucht man eher einen besseren Job? Dann wie verhalten sich die Arbeitgeber, wenn der Arbeitnehmer nicht mehr zu 100% auf den Job angewiesen ist ( im Sinne, wie ist die Bezahlung oder die Qualität der bereitgestellten Arbeit).
      Ja, dieser Versuch müsste scheitern.
      1 1 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 02.06.2018 10:57
    Highlight Krass wie die Linken Zeit in irgendwelchen utopischen Blödsinn investieren können weil sie Wege suchen wie andere ihr Leben finanzieren könnten..

    Kürzlich ist ein Test in Skandinavien zum Grundeinkommen grandios gescheitert und wurde gestoppt. Die Finanzierung war nur der zweite Grund, Hauptgrund war die unterschätzte Faulheit der Leute!!
    ES FUNKTIONIERT NICHT!!
    16 56 Melden
  • Gubbe 02.06.2018 10:53
    Highlight Gut, eine dumme Idee, die kürzlich durch Abstimmen abgelehnt wurde, muss unbedingt noch mal aufgelegt werden. Und dann noch mal. Die Schweiz will doch auf eine neue Art kommunistisch werden. Es klappte in Finnland nicht, also probieren wir es noch einmal hier. Diese Anreisser dieser Irren Idee sind sich der Folgen bei einer Annahme nicht bewusst. Einmal mehr eine Idee der SP im Schlaraffenland liegen zu wollen. Dagobert Duck lässt grüssen.
    14 40 Melden
  • Hugo Wottaupott 02.06.2018 10:52
    Highlight Wunderbar! Dann bezahl ich MWSt. für die Ware, irgendwas Steuer für die Transaktion an den Staat. Man könnte auch noch Steuern für das besuchen von Webseiten zb. erheben. Steuern fürs öffentliche Fäkalienablassen gibts ja schon. Steuern eventuell auf Gedanken, wäre auch was...
    10 29 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:41
      Highlight Wieso willst du gleich auf alles Steuern setzen wenn eine Mikrosteuer alleine schon genügen würde? Und es sind nicht Transaktionen an den Staat, sondern alle Transaktionen. Also KK, Stromrechnung, Miete usw. Nur halt im Promillebereich. Dafür fallen alle anderen Weg. MwSt, Gemeinde, - Kantons - und Bundessteuer fallen dann weg (gestaffelt).
      3 0 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.06.2018 10:48
    Highlight Totaler Schwachsinn! Die Steuer könnte mit Leichtigkeit umgangen werden. Zahlungen könnte man bar abwickeln oder einfach über das Ausland. Zudem sind die meisten Transaktionen nicht unbedingt nötig. Der Hochfrequenzhandel führt zu tieferen Spreads und geglättet Kurse (tiefere Vola). Aber ja, bezahlen wir keine Steuern mehr und nehmen trotzdem noch gleich viel Geld ein. Die bösen Banker und Spekulanten werden es sicher gerne bezahlen.
    13 20 Melden
  • Howard271 02.06.2018 10:47
    Highlight Es ist dann einfach eine relativ starke Konsumsteuer, die auf die effektiven Ausgaben weniger Rücksicht nimmt. Also Abzüge für Kinder, Ausbildung, etc. fielen damit weg, oder? Und eine Steuerbefreiung für Personen mit niedrigem Einkommen/Mindestgrenze gäbe es auch nicht mehr
    3 8 Melden
    • Gohts? 02.06.2018 17:05
      Highlight Rechne doch das Beispiel mal durch.
      6 1 Melden
  • Redly 02.06.2018 10:43
    Highlight Erwachsene sollten irgendwann selbständig werden und sich fragen, was sie der Gesellschaft bringen.
    Bedingungsloses Grundeinkommen ist infantiler Egoismus ohne je etwas leisten zu wollen.
    15 30 Melden
    • Sauäschnörrli 02.06.2018 13:07
      Highlight Stimmt, was bringt der Mensch mit zuviel Chromosomen der Gesellschaft? Müssen wir dem wirklich ein menschenwürdiges Leben finanzieren?
      8 6 Melden
    • Redly 02.06.2018 16:26
      Highlight @Sausch...:
      Was willst du uns sagen?
      Wenn es um Menschen mit Handicap geht, dann gibt es für diese IV etc. und es braucht nicht für alle Egoisten eine Faulpelz-Garantie.
      6 5 Melden
    • Sauäschnörrli 02.06.2018 16:59
      Highlight Das Grundeinkommen soll ja auch die AHV und die IV ersetzen und stark vereinfachen.
      7 3 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 00:14
      Highlight sauäschnörrli, dann ist dein Argument aber unsinnig, denn IV/ AHV gibt es ja heute schon und Menschen mit zu vielen Chromosomen wird mit oder ohne BGE ein Menschenwürdiges Leben finanziert.
      5 5 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:48
      Highlight Genau Peter. Gibt es jetzt schon. Neben der AHV haben wir noch die Sozialhilfe, die EO und EL. Vielleicht habe ich noch etwas vergessen. Die IV schiebt die Klienten zur Sozialhilfe und die wieder zurück zur IV. Der Aufwand wäre mit einer Kasse weniger Bürokratisch. Die Würde aller die auf diese Kassen angewiesen sind, könnten bewahrt werden. Denn in diesem Ämter regelmäßig abzutragen um die Hosen auszuziehen ist alles andere als angenehm.
      7 2 Melden
  • Paddiesli 02.06.2018 10:37
    Highlight Studien haben bereits ergeben, dass eine Transaktionssteuer von 0,45% alle Kosten eines BGE decken würde. Quelle: arte Reportage.
    Sigg hat's nicht erfunden und muss darum auch nicht sagen, er würde sonst mit der Idee zu Trump gehen. (Ausgerechnet!)
    Aber eine Transaktionssteuer würde gleich mehrere Probleme lösen. Gut, setzen wir uns weiter damit auseinander. Darum informiert euch alle richtig und sprecht darüber.
    23 7 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 00:16
      Highlight Eine Transaktionssteuer schafft kein Geld, es muss irgendwo herkommen. Gaktisch willst du, dass die Finanzbranche, insbes. der Hochfrequenzhandel das BGE finanziert. Nur wird der HFT dann nicht mehr rentieren und verschwinden und damit auch ch kein BGE mehr finanzieren. Wo soll das Geld herkommen, es fällt nicht vom Himmel?
      3 4 Melden
    • Matti_St 03.06.2018 03:53
      Highlight Peter, nochmals. In erster Linie geht es bei dieser Initiative nicht um das BGE. Das HFT wird nach wie vor genug verdienen, damit es sich für sie auch lohnt. Denn es braucht dann weniger Arbeiter bei der Buchhaltung. Die Aufwendungen in der Bürokratie ist tiefer. Nebenbei spielt es immer noch eine Rolle, wie stabil ist ein Land, welche Infrastruktur bietet es usw.
      6 2 Melden
    • R. Peter 03.06.2018 10:05
      Highlight Erklär mir mal, wie der HFT rentieren sollte, bitte. Kein Produkt, dass sekündlich gehalten wird schafft durchschnittliche Renditen von über 2% pro transaktion. Sonst würde ein Investment dort ja Jahreserträge von gut 4 Mio Prozent erreicht werden...
      2 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 02.06.2018 10:35
    Highlight Die Steuer würde alle anderen Steuern ablösen die Sozialwerke sicher und man könnte noch das BGR finanzieren? Sorry aber das klingt zu sehr nach Wunschdenken, weshalb finanzieren wir damit nicht auch noch einen Flug zum Mars?
    Die Steuer soll viel Geld einbringen, weil sie Transaktionen an der Börse etc besteuert. Und weil die CH einen sehr grossen Finanzplatz hat gäbe es auch viel Geld, nur würden die Institute sich bald aus dem Staub machen, an Orte ohne solche Steuer.
    12 9 Melden
  • Albi Gabriel 02.06.2018 10:34
    Highlight Was Herr Sigg wohlweislich verschweigt: Mit dieser Steuer wird die föderale Schweiz nochmals ein bisschen mehr ausgehöhlt und der Zentralismus weiter verstärkt. Wieso soll Bern darüber entscheiden, welcher Kanton oder welche Gemeinde wieviele finanzielle Mittel zur Verfügung haben soll? So ein Blödsinn gibt nur für jemanden Sinn, für den ein planwirtschaftliches System das Ziel ist. Aber dass Herr Sigg leider ein Befürworter einer reinen Planwirtschaft ist, merkt man auch an seiner Unterstützung der schädlichen Vollgeldinitiative.
    55 140 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 10:51
      Highlight Einfältige Einlage! Die zentrale Einnahme zB ja auch schon bei der MwSt gegeben, kann ganz gut mit einem dezentralen Verteilschlüssel überlagert werden, also gar nichts in Richtung Planwirtschaft.
      Aber eben wenn man immer versucht Ideologien ins Spiel zu bringen auch dort wo sie nichts zu suchen haben, kommentiert man an einer denkbaren Möglichkeit und Lösungen vorbei.
      11 7 Melden
    • loquito 02.06.2018 12:15
      Highlight Was interpretieren Sie rein? wo steht, dass Bern dies bestimmt. Die Gemeindesteuern sind bekannt, einnahmen würden wohl von aktuellen Zahlen ausgehend erstellt und nicht von Bern diktiert... aber man muss ja bei jeder guten und sozialen idee die bösen Kommunisten dahinter sehen...
      16 2 Melden
    • Hashtag 02.06.2018 12:36
      Highlight Was die Anhänger vom Föderalismus dafür häufig verschweigen ist, dass damit die Grundlage für eine völlig asoziales Steuersystem gegeben ist. Nicht, dass ich völlig gegen Föderalismus bin aber ein Steuersystem muss national wenn nicht sogar global geregelt sein.
      10 4 Melden
    • Francis Begbie 02.06.2018 12:50
      Highlight Roger Köppel, hab ich Dich gerade enttarnt?!? 😁😁
      3 5 Melden
    • wasps 02.06.2018 13:37
      Highlight Wenn es aber finanziell eng wird, ist dann der Bund gut genug, um Lücken zu schliessen. Gutes Beispiel aktuell sind die Hunderte von Millionen, die der Bund in die angeblich maroden Grosswasserkraftwerke im Besitz der Kantone pumpt!
      6 1 Melden
  • goldmandli 02.06.2018 10:25
    Highlight Klingt auf jeden Fall interessant. Da muss aber zuerst noch mehr an infos kommen, bevor man sich ernsthafte Gedanken darüber machen kann.
    68 8 Melden
  • Gringoooo 02.06.2018 10:23
    Highlight Die Idee ist schon imteressant, aaaaaber:
    Dann lass ich mir halt meinen Lohn in Bar auszahlen und bezahle so garkeine Steuern mehr?
    Wie wollen sie alternativen Zahlungsverkehr regulieren? Wie wollen sie Anbieter wie etwa Paypal, Apple Pay usw. zum Mitmachen zwingen?
    Ich sehe so viele Probleme und Umgehungschancen, dass jene die es am ehesten trifft, sich so oder so sofort entziehen würden.
    173 134 Melden
    • Midnight 02.06.2018 10:43
      Highlight PayPal-Zahlungen sind entweder Kreditkartenzahlungen oder Banküberweisungen, welche beide über deine Bank laufen. Dasselbe gilt für Apple Pay, Samsung Pay und was es sonst noch gibt.
      Schwierig wird es erst, falls Du über eine ausländische Kreditkarte verfügst.
      64 1 Melden
    • James Blond 02.06.2018 10:46
      Highlight Keine Firma wird den Lohn Bar auszahlen. Zudem wenn du nur den Lohn elektronisch übermittelt bekommst und dann direkt abhebst bezahlst du mit 5000 netto 10 chf steuern, ziemlich unschlagbarer deal wie ich finde.
      85 6 Melden
    • Matti_St 02.06.2018 11:06
      Highlight Also, du bekommst Lohn. Der ist auf deinem Konto. Du überweist auf eine Prepaid Karte, PayPal usw.. Da wird ein Betrag in Promillebereich abgezogen. Schon geschehen. Der Abzug beim Lohn ist so klein, da lohnt sich keine Barauszahlung. Vor allem wird der Arbeitgeber streiken. Denn die Menge an Bargeld will keine Firma heute noch im Tresor haben. Ebenfalls diese Menge bei der Bank abholen und einlagern. So einfach kann man es heute nicht mehr umgehen.
      52 3 Melden
    • Firefly 02.06.2018 11:19
      Highlight Da wird dein Arbeitgeber aber nicht mitmachen, denn dann müsste er deine gesammten Steuern zahlen, da er das Bargeld irgenwoher elektronisch beziehen muss.
      11 0 Melden
    • PhilippS 02.06.2018 11:20
      Highlight Zumal der Arbeigeber diesen Barlohn wohl auch von seiner Bank abhebt. Dann zahlst du deine Steuer halt, bevor du den Lohn bekommst..,
      10 0 Melden
    • Loeffel 02.06.2018 11:20
      Highlight Genau. Und in 10 jahren hat evtl Crypto payments (blockchain basiert) mehr gewicht. Und da kann kein staat etwas für sich abzwicken.
      9 4 Melden
    • Maracuja 02.06.2018 11:20
      Highlight @Gringoo, aaaaaber: Dann lass ich mir halt meinen Lohn in Bar auszahlen und bezahle so garkeine Steuern mehr

      Die wenigsten Arbeitgeber dürften auf diesen Wunsch eingehen. Aber auch, wenn Ihnen der Lohn bar ausbezahlt wird, werden sie wohl kaum bei Vermieter, Krankenkasse, Elekrizitätswerk usw. persönlich ein Couvert voller Banknoten angeben wollen (falls diese Barzahlung überhaupt akzeptieren).
      9 0 Melden
    • estelle_pink 02.06.2018 11:27
      Highlight @gringo:
      Vergiss es, ich arbeite in der lohnbuchhaltung und bezahle niemanden den lohn bar aus, auch wenn er es sich noch so wünscht.
      14 2 Melden
    • Gringoooo 02.06.2018 11:51
      Highlight Alle diese Einwände mögen stimmen, lassen sich jedoch trotzdem sehr einfach umgehen.
      Ausserdem kann nur die einzelne Transaktion in ein solches System besteuert werden - die anschliessenden Transaktionen innerhalb dieses System würden sich dem Staat entziehen.
      Wer genügend finanzielles Interesse hat, hat leicht die Möglichkeit auszuweichen und ich sehe schlicht keine Möglichkeit für den Staat da zu intervenieren (oder will er bspw. Blockchain Transaktionen prüfen?).
      4 10 Melden
    • karl_e 02.06.2018 11:54
      Highlight mach doch keinen Aufstand wegen dem einen Promille! Bringen dich die paar Fränkli bereits an den Rand des Ruins?
      6 8 Melden
    • Gapunsa 02.06.2018 12:05
      Highlight Beim Barbezug fallen die Steuern ebenfalls an. Und falls die Vorlage durchkommt wird wahrscheinlich auch eine Steuer für Bargeldeinkäufe beschlossen.
      2 0 Melden
    • loquito 02.06.2018 12:13
      Highlight und das bei 2Promill? bei 10 000 Lohn zahlst du 20 Stutz... da würdest du schnell es sein lassen... aber egal...
      8 1 Melden
    • dmark 02.06.2018 12:25
      Highlight Da letztendlich alle bargeldlosen Transaktionen über SWIFT abgewickelt werden, sollte dies kein grosses Problem darstellen.
      7 2 Melden
    • Gringoooo 02.06.2018 12:49
      Highlight Ich werde hier missverstanden. Der Aufwand würde sich für mich sicherlich nicht lohnen. Aber wer Millionenbeträge schnell hin und her schiebt - der wird ein solches System umgehen.
      Es geht mir nur darum, dass eine Umsetzung (da wo die grossen Beträge verschoben werden und wo das meiste Geld zu holen wäre) grosse Fragen aufwirft.
      Fallen diese Einkünfte weg, dann wird der Ertrag der vorgerechnet wird gleich viel kleiner.
      7 3 Melden
    • kyoryu 02.06.2018 21:26
      Highlight Dein Arbeitgeber könnte die Steuer ja abziehen wie die Lohnbeiträge für Sozialversicherungen z.B. AHV etc.. So bezahlst du die Steuer trotz Barauszahlung deines Lohnes. Ansonsten würde es die MTST ersetzen. Die bezahlst du in Geschäften auch bei Barzahlung.


      Mit einer 0.2 Promillsteuer sind sowieso eher die grosse Transaktionen interessant und die Milliarden werden heute kaum bar überwiesen.

      2 0 Melden
    • Brummbaer76 03.06.2018 17:38
      Highlight Apple-Pay etc. läuft ja auch über eine Kreditkarte und auch Apple-Pay läuft via Six oder einen anderen Anbieter in der CH. Die Steuer wird dort abgezogen.
      Beim Lohn, dann zieht dir der Arbeitgeber einfach die Steuer die er Bezahlt vom Lohn ab.
      1 1 Melden
  • Daenerys Targaryen 02.06.2018 10:22
    Highlight Ich finde diese Idee nicht mal so schlecht! Das braucht aber noch seine Zeit bis es eingeführt werden könnte. Mal schauen bis wohin diese Idee führt, vorausgesetzt es deckt auch wirklich alle Ausgaben des Bundes.
    27 9 Melden
  • PhilippS 02.06.2018 10:21
    Highlight Ohne jetzt die Details zu kennen und ohne mir grundlegende Gedanken zu möglichen Nachteilen gemacht zu haben, klingt die Idee interessant.

    Nicht zuletzt entlastet eine solche Lösung letztlich auch die Wirtschaft von viel Bürokratie zum ausfüllen von Steuererklärungen und MwSt.-Abrechnungen.

    Etwas Bedenken hab ich allerdings, dass eine rein technisch ermittelte Steuer auch sehr einfach zu ändern ist. Mal eben von 0.9 auf 1.1 Promille - wäre ja nur ein Klick, den die Mehrheit der BürgerInnen nicht mal spüren würde...
    47 6 Melden
    • Asmodeus 02.06.2018 11:50
      Highlight Klingt doch gut, wenn eine Steuer unkompliziert angepasst werden kann.
      9 1 Melden
  • FrancoL 02.06.2018 10:19
    Highlight Ein Ansatz der zu diskutieren ist, auch wenn die Daten und möglichen Promille, sowie die Realisierung noch nebulös sind. Aber es wäre klar die richtige Richtung, die Richtung das Kapital dass unaufhaltsam unterwegs ist zu besteuern.
    Ob die Steuer auf die Schweiz beschränkt Sinn macht und nicht die Kapitaltransaktionen, gerade der grossen Player sich in Ausland verschieben ist eine Kernfrage. Tun sie das ist die Steuer eine Totgeburt.
    42 28 Melden
    • lilie 02.06.2018 10:56
      Highlight @FrancoL: Die grossen Player werden sich doch alle Finger danach abschlecken: Sie bezahlen keine Steuern mehr, können Kosten in der Buchhaltung einsparen, können gut ausgebildete Angestellte anlocken mit tollen Löhnen (auf die sie ja auch keine Sozialabgaben mehr bezahlen müssen)...
      29 5 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 11:21
      Highlight Nein so einfach ist dies nicht, die Steuer zu erhaben heisst auch eine gewisse Transparenz zulassen und das werden die Kunden der grossen nicht unbedingt begrüssen.

      Mach doch bitte eine einfache Rechnung:
      Wenn jemand weniger Steuern bezahlt und die Summe der Steuern gleich bleibt wird jemand mehr Steuern zahlen und das sind die die viele Transaktionen machen. Diese Umverteilung der Steuerlast wird dann von denen mit aller Vehemenz bekämpft und durch Angstmacherei auch wieder im Volk eine Mehrheit gefunden. Darum ist das immer sehr schwer die Einnahmequellen zu verändern.
      7 2 Melden
    • lilie 02.06.2018 12:58
      Highlight @FrancoL: Das mit der Transparenz sehe ich nicht als Problem. Schon heute belasten Finanzinstitute etc. teilweise für Transaktionen, z.B. für Kreditkarte oder EC. Die Banken brauchen das doch nur konsequent für alle zu machen und die Summe dem Staat abzuliefern. Das braucht nicht mehr Transparenz als MWSt. o.ä.

      Betrugsmöglichkeiten gibt es vor allem durch Barzahlungen, und da ist der kleine Mann im Vorteil.

      Die Grossen werden wohl schauen, ob sichs für sie rechnet.

      Aber am meisten Transaktionen haben ja immer noch die Banken, oder? Und die müssen ja wohl oder übel da bleiben.
      2 2 Melden
    • lilie 02.06.2018 13:01
      Highlight @FrancoL: Bedenke aber auch, dass Staat/Kantone/Gemeinde dadurch weniger Kosten haben durch weniger Aufwand für die Steuererhebung und MWSt etc., später fallen mit dem BGE auch Kosten für Sozialamt und einen Teil der IV weg.

      Somit müsste man eigentlich mit weniger Kosten durchkommen und so insgesamt auch weniger Steuern erheben müssen.
      5 1 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 14:14
      Highlight Das mit der Transparenz ist nur eine Sache und Sorry da liegst Du gerade was die grossen Summen und die "heftigen" Spekulationen betrifft falsch; diese werden sich gegen eine zusätzliche Transparenz wehren.

      Des weiteren werden die sich wehren die die Zeche berappen müssen und das sind die die heute die Gewinner sind und diesen Gewinn nicht besonders gerne auch nur teilweise teilen mögen. Diese werden sich wehren und dies sehr heftig.

      Die Banken agieren global, also kein Problem die CH Transaktionen auf ein Minimum zu reduzieren.
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    • lilie 02.06.2018 14:32
      Highlight @FrancoL: Mit den Gewinnern liegst du natürlich richtig.

      Und insofern werden die grossen Firmen dagegen sein, weil sie am meisten ändern müssen.

      Aber wer weiss, wenn die ganze Geschichte genauer ausformuliert ist, wirds vielleicht ja für alle interessant.

      Die Initianten scheinen ja was von Wirtschaft zu verstehen. Sie müssten überlegen, wie sie auch die Grossen ins Boot holen.
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    • Gohts? 02.06.2018 20:52
      Highlight @lilie: Wie soll einem betroffenen Unternehmen ein Mehraufwand an Steuerbeträgen schmackhaft gemacht werden?

      Das sind grosse Beträge. Da lohnt sich Panikmache, dass die Finanzsteuer scheitern wird. Und falls sie doch angenommen wird, werden Spezialisten angestellt, um nach Schlupflöcher zu suchen.

      Aber das wäre bloss meine Taktik.
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    • lilie 02.06.2018 21:13
      Highlight @Gohts: Es ist nicht das Ziel, dass Firmen mehr Steuern bezahlen.

      Ausserdem haben sie ja auch Erleichterungen, wie oben ausgeführt. Dazu käme, dass ja niemand mehr MWSt bezahlen müsste, alles würde entsprechend günstiger.

      Und sonst müsste man das eben mal anhand verschiedener Beispiele durchrechnen. Wenn es Branchen gibt, die zwar hohe Umsätze machen, aber im Verhältnis dazu wenig Gewinn, bezahlen sie im Verhältnis mehr. Da müsste man überlegen, ob man regulierend eingreifen müsste.

      Und das einzige Schlupfloch sind Bar- und Naturalienzahlungen. Wird jetzt schon zur Steuervermeidung genutzt.
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    • FrancoL 02.06.2018 21:15
      Highlight @lilie; Wir dürfen uns nichts vormachen. Die Arbeit wird abnehmen, die Arbeitsplätze werden wegrationalisiert und die Menschen werden gleichwohl leben wollen. Dazu müssen neue Formen von Steuern auf den Tisch die einfach dargestellt diejenigen zur Kasse bitten die die grossen Gewinne der Rationalisierung einfahren. Es müssen jene zur Kasse gebeten werden, die an einfachsten zu ihrem Geld kommen.

      Die Transaktionssteuer setzt da mitunter am richtigen Ort an und es wird dann eine klare Mehrheit die dies fordern wird, weil sie sonst keine Perspektive mehr haben.
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    • Gohts? 02.06.2018 23:46
      Highlight Ziel ist es, von den grossen und häufigen Transaktionen abzuzwacken. Da stecken meist Unternehmen dahinter. Und genau diejenigen triffts.

      Und doch, da werden sich bestimmt Schlupflöcher auftun. Sei es über Deals mit Politikern, Kryptowährungs- oder ausländische Transaktionen, nur um die erstbesten Möglichkeiten aufzuzählen.

      Deshalb vermute ich, dass sich auf die Dauer die Steuerverteilung wieder zum alten wendet. Einfach ohne Progression.

      Der Verlierer wäre wieder der Kleinverdiener.
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    • lilie 03.06.2018 06:34
      Highlight @FrancoL: Die Transaktionssteuer bevorzugt auch wieder jene, die grosse Gewinne machen, denn es wird ja ein Promillesatz von den Eingängen und der gleiche von den Ausgängen abgezwackt. Ein Unternehmen mit hohem Umsatz aber kleinem Gewinn wird das Nachsehen haben.

      @Gohts: Nein, Ziel ist es, von ALLEN Transaktionen den exakt gleichen Anteil abzuzwacken. Und ich sehe nicht ein, warum Verschiebungen mit Kryptowährungen von dieser Steuer ausgenommen sein sollen. Ausländische Transaktionen müssen irgendwann in die Schweiz zurück, wenn der Besitzer was damit anfangen will.
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    • Gohts? 03.06.2018 10:04
      Highlight Ist es nicht nahezu unmöglich staatenunabhängige Zahlungssysteme durch den Staat kontrollieren zu lassen?

      Weshalb kommst du auf die Idee, Geld müsse zum Inhaber eines Unternehmens fliessen, wenn das Unternehmen die eigentliche Geldanlage ist, welche diverse Steuervorteile geniesst, die Privatpersonen nicht bekommen?

      Ist es etwa nicht möglich, den Grossteil der Transaktionen und des Kapitalzuwachses im Ausland abzuhalten? Würde dann der Löwenanteil der Finanzsteuer nicht wegfallen?
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    • FrancoL 03.06.2018 10:37
      Highlight @goths; genau darum muss die Transaktionssteuer Welt weit eingeführt werden sonst ist sie eine Totgeburt.
      1 0 Melden
    • lilie 03.06.2018 10:54
      Highlight @Gohts: Das ist das Problem der Transparenz, die wir oben diskutiert haben. Da aber alle Zahlungen über ein Bankinstitut laufen, können die Mikrosteuern dort direkt abgebucht werden. Die Bank zahlt dann die Beträge an den Staat aus.

      Das Geld wird nicht an den Inhaber des Unternehmens zurückfliessen, sondern an seinen Besitzer! Denn was machst du mit Geld, das du im Ausland anhäufst? Irgendwann willst du es für etwas ausgeben. Darum gings.

      Und Unternehmen werden mit diesem System keine Steuervorteile mehr geniessen, darum geht es doch genau!
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    • lilie 03.06.2018 10:58
      Highlight @Gohts: Und klar kannst du alle Transaktionen im Ausland abhalten. Aber nur, wenn du keine Schweizer Kunden hast. Und keine Angestellten in der Schweiz. Und keinen Firmensitz, auf den du Miete oder eine Hypothek bezahlst. Und wenn du selber auch nicht in der Schweiz wohnst und dir selber also auch keinen Lohn zahlst.

      Aber wozu sollte das gut sein?
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    • FrancoL 03.06.2018 12:42
      Highlight Nein so einfach wäre es nicht mit dem Ausland wie es viele sehen wollen.
      Man gibt ja nicht alles Geld in örtlichen Tagesgeschäften aus.
      Man kann sich über Fremdwährungskonten im Ausland bestens Ferien bezahlen, Waren einkaufen, also auch zB ein Auto in D kaufen etc.
      Das ist dann nicht einfach zu unterbinden.
      Die „nationale“ Mikrosteuer würde und das bemängle ich, eher diejenigen treffen die im Inland ihre Geld im Umlauf bringen, die die es im Ausland parkieren können und international brauchen haben einen Vorteil. Klar gäbe es eine Transaktionssteuer bei der Ueberweisung ins Ausland.
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    • lilie 03.06.2018 14:03
      Highlight @FrancoL: Ich bin immer noch nicht überzeugt. Da es ja, wie du selber sagst, ein Transaktionssteuer gibt, wenn ich mein Geld auf ein ausländisches Konto verschiebe, und diese gleich hoch ist, wie wenn ich das Geld hier ausgebe, kommt es ja nicht drauf an. Und jetzt schon sieht der Staat ja kein Geld von Ferien im Ausland, weil man MWSt ja dann im Ausland zahlt. Daran ändert sich nichts.

      Auto im Ausland kaufen ist ein schlechtes Beispiel, da ja die Schweiz keine Autos baut, also alle Autos im Ausland gekauft werden - entweder vom Händler oder vom Endkunden. ;)

      (1/2)
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    • lilie 03.06.2018 14:10
      Highlight @FrancoL: (2/2) So oder so aber gibt es ja eine Transaktion von einem Schweizer auf ein ausländisches Konto, auch wenn man bei Amazon was bestellt. Auch diese Transaktion müsste ja besteuert werden.

      Dem Schweizer Normalbürger gibt das einen Riesenvorteil, er bezahlt ja keine MWSt mehr, sondern nur noch Mikrosteuer im Promillebereich.

      Alles Grössere (z.B. Auto) hätte aber immer noch Zoll drauf, nehme ich an. Das würde sich nicht ändern.

      Und klar kann man Geld im Ausland in Steueroasen parkieren, wie bisher auch. Die Transaktion ins Ausland kostet aber, anders als bisher.
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    • FrancoL 03.06.2018 14:29
      Highlight @Lilie; Es ist eben heute nicht mehr so üblich alles aus der Schweiz zu machen. Wer exportiert, Leistungen im Ausland einkauft der lässt dass Geld häufig ausserhalb der Schweiz. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem.
      Wenn man zB spekuliert überweist man einen Grundstock zB nach London und dann geht es ab dort in die Spekulation, alles was dann eingeht und rausgeht ink. die satten Gewinne unterliegen keiner Transaktionssteuer.
      Die grossen Gewinne sind nicht die Anfangsgewinne die von der Schweiz in ander ausländische Gefässe fliessen, das sind die lockeren Folgegewinne die einschenken.
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    • FrancoL 03.06.2018 14:30
      Highlight @lilie: Ich bin mir auch nicht so sicher ob die MwSt wegfällt, denn alles über die Transaktionssteuer zu finanzieren ist wohl nicht durchsetzbar, da gäbe es zu viele die sich quer legen würden.
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    • Gohts? 03.06.2018 14:47
      Highlight @lilie: Inhaber = Eigentümer = Besitzer

      Habe selbst ein Unternehmen, welches rein mit Kapitalanlagen Geld schöpft.

      Angestellte wie auch ich nutzen einen Teil an Luxusgütern übers Geschäft, was steuertechnische Vorteile mit sich bringt (und Angestellte erfreut).

      Diese inländischen Auslagen stellen nur einen geringfügigen Anteil des bewegten Kapitals dar.

      Was es bringt? Zufriedene Angestellte im eigenen Unternehmen, Kapitalvorschüsse für Firmen und sehr viele Arbeitsplätze über die jeweiligen Gesellschaften, Verwaltungen, Anwaltskanzleien, etc. Glückliche Mieter und so weiter und so fort.
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    • Gohts? 03.06.2018 14:58
      Highlight ...Sollte sowas wie die Finanzsteuer eintreffen könnte der ausländische Teil abgespalten werden, damit diese Transaktionen nicht mehr in der Geschäftsrechnung auftauchen.

      Wäre natürlich nur so ein Grundgedanke, mit dem sich die Steuerrechtsexperten rumschlagen würden. Aber aus jetztiger Sicht und nur schweizweiter Umsetzung vermutlich machbar.

      Schlussendlich schauen immer diejenigen, die hohe Steuerbeträge zu begleichen hätten, dass sie Schlupflöcher finden. Deshalb wird die Steuerlast auf Zeit wieder denjenigen aufgedrückt, welche weniger grosse Beträge bezahlen.
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    • lilie 03.06.2018 15:35
      Highlight @FrancoL: Tja, da müssten jetzt genauere Details erarbeitet werden, wie die Initianten sich das genau vorstellen.

      @Gohts: Nein, Inhaber und Besitzer ist in diesem Fall nicht dasselbe, weil auch ein Angestellter ein Auslandkonto eröffnen kann und "sein" Geld (= Besitzer) darauf verschieben kann. Auaserdem gibt es noch juristische Personen =/= Inhaber.

      Wenn zukünftig reines Vermögen nicht mehr besteuert wird, braucht man seine Sparguthaben weder im Aus- noch im Inland mehr anzugeben. Auch der Aufwand für das Ausfüllen der Steuererklärung fällt weg. Läuft alles automatisch.
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    • FrancoL 03.06.2018 15:40
      Highlight @lilie; sicher richtig aber zaubern können die Initianten ja auch nicht.
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    • lilie 03.06.2018 15:57
      Highlight @FrancoL: Jetzt hab ich das mit den Auslandspekulationen erst jetzt gesehen. Das stimmt, das ist nicht abgedeckt. Auch wenn am Ende der Reingewinn wieder in die Schweiz fliessen sollte, sind sämtlichen Transaktionen im Ausland steuerfrei.

      Das spielt dann keine Rolle, wenn aus den Schweizer Transaktionen genug abgeschöpft werden kann, um die Staatsausgaben zu decken.

      In wie weit das aber ausgenutzt werden kann, kann ich nicht abschätzen. Wenn eine Firma ihr Geld ins Ausland verschiebt, steht es ihr ja auch in der CH nicht mehr zur Verfügung. Das ist doch begrenzt.
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    • Gohts? 03.06.2018 16:13
      Highlight @lilie: Bin ich der Besitzer von etwas, welches jemand anderem gehört, wenn ich darüber momentan verfügen kann? 🤔 Nicht wirklich, oder?

      Aber ich weiss, was du sagen wolltest. 👍🏼
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    • lilie 03.06.2018 17:57
      Highlight @Gohts: Wenn du philosophisch werden willst, besitzen wir gar nichts. 😉
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    • FrancoL 03.06.2018 19:50
      Highlight @lilie: Ich mach Dir ein praktisches Beispiel: Ich habe ein Planungsbüro in Zürich und eines in der Nähe von Mailand. Wenn ich nun die Transaktionssteuer umgehen möchte bezahle ich zB ein Teil der Löhne aus Mailand, das steht mir frei. Ich lasse ein Teil des Gewinns in Mailand und spekuliere, alles ohne Transaktionssteuer. Und ich bin ja ein kleiner Fisch und doch hätte ich diese Möglichkeit. Darum muss man wenn die Transktionssteuer wirklich greifen soll auch noch flankierende Gesetze aufbauen die es einem nicht leicht machen diese Gewinne im Ausland zu platzieren. Nicht ganz einfach.
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    • FrancoL 03.06.2018 19:51
      Highlight @Goths; ist aber so! Als Mieter bis Du im Besitz der Wohnung aber nicht der Eigentümer, das ist rechtlich klar so geregelt.
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    • Gohts? 03.06.2018 19:51
      Highlight @lilie: Nicht mal Erinnerungen? Oder Wissen? Die stehen doch nur einem selbst zur Verfügung, nicht? Zumindest bis zum einsetzen der Demenz.
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    • Gohts? 03.06.2018 20:30
      Highlight @FrancoL: Ich hab damals gelernt, dass man nur besitzen kann, was einem gehört. Die Mietwohnung besitzt meiner Theorie nicht der Mieter, nicht der Vermieter, sondern eben die Bank (Hypo). Ausser es wurde keine Hypo aufgenommen.

      Aber das mag wohl alte Schule sein und nicht mehr zeitgemäss.
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    • lilie 03.06.2018 20:52
      Highlight @FrancoL: Gutes Beispiel.

      Wenn du also die Löhne deiner Schweizer Arbeiter durch deine Einnahmen der Filiale in Mailand bezahlst, läuft das doch über ein Schweizer Bankinstitut - also wird doch trotzdem wieder die Transaktionssteuer fällig?

      Und was du in Mailand machst, musst du doch sowieso in Italien versteuern, schon jetzt, also ändert sich doch für den Schweizer Staat diesbezüglich nichts mit Einführung der Transaktionssteuer?

      @Gohts: Dein Vermögen steht auch nur dir selbst zur Verfügung, bis du beschliesst, es auszugeben. 😉
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    • FrancoL 03.06.2018 21:10
      Highlight Lilie überlege:
      der Lohn wird mit einer Transaktion belegt, also der Lohnnehmer nicht ich als Lohngeber, eine Transaktion fehlt.
      Was ich in Italien genau verbuche ist dann auch nochmals eine andere Sache.
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    • Gohts? 03.06.2018 21:10
      Highlight @lilie: Jein. Es entscheiden nur einige Buchstaben, wem das Vermögen gehört. Buchstaben sind ersetzbar, abänderbar. Alles bloss die Annahme der Illusion, welche sie zum Fakt macht. Wir denken, es sei so. Aber ist es das wirklich?
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    • lilie 04.06.2018 06:30
      Highlight @FrancoL: Da scheint was mit dem Satz schief gelaufen zu sein... (oder ich verstehe ihn nicht)... Was meinst du, eine Transaktion fehlt? Du musst doch den Lohn von deinem Konto auf einer Bank in Italien auf das Konto deines Angestellten in der Schweiz übertragen?

      @Gohts: Keine Ahnung, sag dus mir? Ich jedenfalls muss mein Vermögen versteuern, da gibts keine Diskussion, wem es gehört...
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    • FrancoL 04.06.2018 09:06
      Highlight @lilie: Der Satz ist schon richtig formuliert.
      Bedenke: Wenn ich einen Lohn bezahle wo wird die Transaktionssteuer in Abzug gebracht? Bei meiner Bank, bei der Bank des Angestellten oder je zur Hälfte oder gar bei beiden Banken zum Volltarif.

      Damit kann man nun spielen:
      Wenn hälftig, fehlt die Hälfte
      Wenn bei der Ausgangsbank belastet, fehlt 100%
      Wenn bei beiden Banken, fehlt auch der eine Teil
      Wenn bei der Bank des Angestellten, dann sind die Arbeitgeber entlastet, ob mit oder ohne Auslandkonto. Wäre das der Sinn der Übung? wohl kaum.

      Es gäbe viel zu klären, dh nicht dass ich dagegen bin.
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    • lilie 04.06.2018 11:50
      Highlight @FrancoL: Ach so, jetzt hab ichs verstanden. Danke dir fürs genau Erklären!

      Stimmt, die Hauptfrage ist, wo belastet wird. Diese Frage stellt sich sowieso, egal ob Ausland oder nicht. Gibt aber auch Lösungen für alle Fälle: Wird nur der Empfänger belastet, gibts bei Zahlungen vom Aus- ins Inland keine Probleme, wohl aber umgekehrt. Dasselbe einfach umgekehrt, wenn nur der Sender belastet wird. Werden beide belastet, fehlt bei Zahlungen ins bzw. aus dem Ausland die Hälfte, wie du ausgeführt hast.

      (1/2)
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    • lilie 04.06.2018 11:57
      Highlight @FrancoL: (2/2) Die Lösung für alle diese Fälle wäre, dass die Steuer zusätzlich auch immer dann fällig wird, wenn ein ausländisches Bankinstitut beteiligt ist.

      Wird nur der Sender belastet, wird eine Einzahlung vom Ausland so trotzdem besteuert. Jedoch muss er doppelt zahlen, wenn er ins Ausland einzahlt, was Kapitalabwanderungen weniger attraktiv macht. Wird nur der Empfänger belastet, kostet eine Einzahlung ins Ausland trotzdem, eine Zahlung aus dem Ausland hingegen doppelt. Werden beide je hälftig belastet, sind Zahlungen ins und aus dem Ausland gleich besteuert wie Zahlungen im Inland.
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    • Gohts? 04.06.2018 12:41
      Highlight @lilie: hm, vielleicht könnte es als Wohltätigkeit abgesetzt werden? 🤔😅

      @FrancoL: Grundsätzlich ist eine Vereinfachung der Steuern zu begrüssen. Da sind wir uns wohl alle einig.

      Und der Ansatz stimmt völlig. Allerdings würde ich eher zu einer einzigen Kaufsteuer o.Ä. tendieren, da ich es für unnütz halte, dass Steuern erhoben werden, wenn bspw. Überträge vom Lohn- auf das Sparkonto getätigt werden.

      Diese würde zwar relativ hoch ausfallen, aber es wäre transparent und relativ einfach umzusetzen.
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    • FrancoL 04.06.2018 13:12
      Highlight @Gohts; Der Lohn ist eben auch ein Kaufakt: Man kauft Arbeit! Da wäre ich zB gar nicht so happy, wenn ich bei einem Freelancer Arbeit kaufe diese teuerer wird als wenn ich einem Mitarbeiter Lohn zahle. Das als kleines Beispiel.

      Ich möchte ja nur darauf hinweisen dass schon bei den ersten ernsthaften Überlegungen vieles noch zu klären ist und bekanntlich sind es gerade diese vielen kleinen Punkte die ein grösseres Hindernis darstellen.

      Darum denke ich dass es nicht auf EINE Steuer hinaus läuft sondern auf 3-4 verschiedene Steuern und die Transaktionssteuer einen wichtigen Part übernimmt.
      1 0 Melden
    • lilie 04.06.2018 16:16
      Highlight @FrancoL: Ich komme zunehmend zum gleichen Schluss. Denn was passiert mit all den Steuern, welche eingeführt wurden, um die Leute zu vernünftigem Verhalten zu bringen? Steuern auf Benzin, Tabak, Alkohol etc. würden ja dann wegfallen. Das ist vermutlich nicht wünschenswert.

      @Gohts: Ich glaube kaum, dass Überträge zwischen Konten des gleichen Besitzers besteuert würden. Eine Ausnahme könnten Überträge an Konten im Ausland sein, wie wir es oben diskutiert haben, aber auch alles, was in den Bereich Spekulation und Anlagen gehört.
      1 0 Melden
    • FrancoL 04.06.2018 17:01
      Highlight @lilie; wichtig ist immer am Ball bleiben, Entwicklungem ohne Vorbehalte verfolgen. Offen sein für eine grosse Wende bei den Steuern. Sie wird kommen und das wird niemand verhindern.
      Wie sie ausformuliert sein wird kann unsere Zukunft entscheidend prägen.
      Also wachsam und kritisch bleiben und Veränderungen eine Chance geben.
      2 0 Melden
    • Gohts? 04.06.2018 17:47
      Highlight @FrancoL: Weshalb soll denn der Lohn eines Angestellten ausgenommen sein? Auch damit wird Arbeitszeit gekauft, nicht?

      Sind nicht alle Auslagen Käufe auf Zeit oder von unbegrenzter Dauer? Und da wären wir wieder nahe an der Finanzsteuer dran.

      Hängt natürlich alles stark von der Höhe des Steuersatzes ab, ob es realisierbar wäre. Und/oder verschiedene Steuersätze notzwendig wären. Aber um es auszurechnen bin ich zu faul und zu minderbemittelt.
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    • Gohts? 04.06.2018 17:52
      Highlight @lilie: So wie ich es verstehe, eben schon. Wird beispielsweise schwierig auseinanderzuhalten, welche Konti alle einer Steuerperson gehören. Man bedenke Familien mit unterschiedlichen Namen und so.
      1 0 Melden
    • lilie 04.06.2018 18:10
      Highlight @FrancoL: Das hast du jetzt aber schön gesagt! 😀

      Ich bin da leider weniger optimistisch. Die direkte Demokratie ist eine tolle Sache mit sehr vielen offensichtlichen Vorteilen. Allerdings auch mit deutlichen Nachteilen, und diese liegen mE darin, dass die Leute im Wesentlichen für den Status quo sind. Änderungen bitte nur da, wos nicht wehtut und bitte nur in überschaubarem Rahmen.

      Eine Änderung des Steuersystems wird sehr viel Ungewissheit bringen. Und wer weiss, ob sich das Stimmvolk darauf einlässt?

      Trotzdem, ich bleibe hoffnungsfroh und bin gespannt auf die Zukunft!
      3 0 Melden
    • lilie 04.06.2018 20:32
      Highlight @Gohts: Die Steuer ziehen die Banken ab, und wenn die nicht wissen, wem welches Konto gehört, dann gehört ihnen der Hintern versohlt. ;)
      1 0 Melden
  • Midnight 02.06.2018 10:15
    Highlight Schön, dass man bei diesem Thema trotz heftiger Abfuhr weiter dran bleibt!
    Das BGE wird hoffentlich früher oder später kommen.
    506 145 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 10:31
      Highlight Die Abfuhr hat eher die fehlende Finazierung und nicht die Grundidee bekommen.
      39 15 Melden
    • mrmikech 02.06.2018 10:37
      Highlight Hoffentlich früher. Ich will mich weiterbilden und brauche dafür zeit. Die weiterbildung soll dafüur sorgen das ich bis 70+ arbeiten kann. Ohne BGE kann ich mich diese zeit aber nicht leisten...
      10 26 Melden
    • Midnight 02.06.2018 10:38
      Highlight Trotzdem war es eine Abfuhr. Man hätte damit leben und das Ganze auf Eis legen können. Zum Glück wurde aber erkannt, dass das Thema zu wichtig ist, um es sterben zu lassen.
      25 5 Melden
    • Abnaxos 02.06.2018 10:55
      Highlight Niemand hat erwartet, dass die BGE-Initiative angenommen würde. Sie wurde lanciert, um die Diskussion zu starten, um die Fühler auszustrecken, als erster Schritt in Richtung BGE. Ohne Abstimmung hätte die Öffentlichkeit kurz gelacht und die Sache vergessen.

      Diese «heftige Abfuhr» war für eine derart visionäre Initiative im Grunde ein Erfolg. Immerhin hat jeder vierte Stimmbürger Ja zu einem völlig neuen Gesellschaftsentwurf gesagt, so gesehen war das Ergebnis gut.

      Das motiviert, weiter in diese Richtung zu arbeiten.
      48 7 Melden
    • durrrr 02.06.2018 12:01
      Highlight @mrmikech:
      Wie wäre es mit arbeiten neben der Weiterbildung, so wie das die meisten machen?? Und für irgendwas gibt es ja auch noch Stipendien.

      Genau diese Diskussion nervt mich am BGE... Jeder will die hohle Hand machen um SEIN ideales Lebenskonzept zu verwirklichen. Aber wer macht am Schluss all die ungeliebte Arbeit?? Leute die keinen Zugang zum BGE haben wahrscheinlich und dann haben wir eine Zweiklassengesellschaft. Glückwunsch! ^^
      11 18 Melden
    • Carmo 02.06.2018 12:18
      Highlight besser wäre zuerst einmal die AHV zu sichern. Diese Utopen-Idee, welche zur Wohlstandsfaulheit führt im schlimmsten Fall zu Harz4-Zuständen
      6 15 Melden
    • Midnight 02.06.2018 12:35
      Highlight Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht 😉
      3 1 Melden
    • Abnaxos 02.06.2018 13:46
      Highlight @durrrr

      1. Das ist mit die Idee des BGE, den Leuten zu ermöglichen, das Leben zu führen, das sie gerne führen wollen. Das Problem der «Drecksarbeit» löst man, indem man sie anständig bezahlt oder automatisiert.

      2. «Leute, die keinen Zugang zum BGE haben» darf es nicht geben. Gibt es die, ist das BGE kein B(edingungsloses)GE und der Schuss, wie Du selber erkannt hast, gründlich nach hinten los. Alle Vorteile des BGE sind Makulatur, sobald es Leute gibt, die keines erhalten. Und ja, das ist tatsächlich eine Schwierigkeit, besonders, was Einwanderung und «BGE-Tourismus» angeht.
      14 1 Melden
    • durrrr 02.06.2018 14:35
      Highlight @Abnaxos

      1. Zu denken, Leute sollen ausschliesslich das Leben führen, dass sie gerne führen wollen, ist schlichtweg eine Utopie, an die du gerne glauben darfst. Würden in einer Gesellschaft, die Leute nur danach handeln, wie ihnen gerade ist, würde die Wertschöpfung bachab gehen, weil niemand mehr gewinnorientiert handeln muss. Das Leben besteht nun mal nicht nur aus "Blümchen und Bienchen".

      2. "Bedingungslos" für alle Bewohner der CH!? Das wird in einer globalisierten Welt mit offenen Grenzen nicht funktionieren. Geht schlichtweg nicht. Bedeutet: Verschärfung der Zweiklassengesellschaft!
      6 6 Melden
    • pablo' 02.06.2018 18:44
      Highlight durrrr, kommt drauf an wie weit das Gefälle der Zweiklassensystem ist, denn je nach Konjunktur kann es den einen und andern treffen, in eine tiefere Lohnklasse zu fallen betreff der Teuerung in den Lebenserhaltungskosten. Denn tief wäre das Gefälle, eine Tendenz zu einer weiteren Kriese.
      3 0 Melden
    • goldmandli 02.06.2018 19:05
      Highlight @durr
      sie schreiben: "weil niemand mehr gewinnorientiert handeln muss."

      Aber wäre das in ihren Augen nicht erstrebenswert? Viele unserer heutigen Probleme gibt es doch genau nur darum, weil das System Gewinnorientiert ist. Klar ist das eine Utopie, genau darum ist sie ja erstrebenswert.
      4 6 Melden
  • Uli404 02.06.2018 10:13
    Highlight Die Idee ist nicht neu, es ist im gossen und ganzen die Tobin Steuer.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tobin-Steuer

    Das wäre ein guter Ansatz, allerdings müsste man das weltweit einführen.
    235 27 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 10:32
      Highlight Richtig bei der Mobilität des Geldes ist nur eine globale Einführung griffig.
      23 7 Melden
    • R. Peter 02.06.2018 20:58
      Highlight Hast du den Wiki Eintrag zur Tobin Steuer gelesen, FrancoL? DA wird das Problem sauber erklärt: Die Tobinsteuer verunmöglicht einen Grossteil der Transaktionen, die sie besteuert, indem sie sie unrentabel macht. Damit nimmt sie sich selbst die Grundlage, bzw. muss sehr viel teurer werden als die ca. 2 Promille die aktuell angedacht sind. Rechne mal mit einem zweistelligen Prozentbetrag...
      2 2 Melden
  • pascalsee 02.06.2018 10:13
    Highlight Was für eine geniale idee. Da müssen wir unbedingt ja stimmen
    40 34 Melden
  • Matti_St 02.06.2018 10:11
    Highlight Cool
    31 27 Melden
  • Hosch 02.06.2018 10:11
    Highlight Die Idee liest sich richtig gut aber ob sie dann jemals so kommen wird...
    36 16 Melden
  • Frau Dingsi 02.06.2018 10:09
    Highlight Komische alte Männer mit komischen alten Ideen erfinfen immer wieder neue Initiativen. Und alle müssen dann wieder aufgeregt darüber diskutieren. Es nervt.
    34 150 Melden
    • Sandro Lightwood 02.06.2018 10:23
      Highlight Ähm, Demokratie nervt, stimmt. So Mühsam können wir darüber diskutieren und die Idee dumm finden und ablehnen.
      70 7 Melden
    • Zitronensaft aufbewahren 02.06.2018 10:29
      Highlight Bad day?
      33 5 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 10:34
      Highlight Mehr als nur nerviger Kommentar, eher einüberflüssiger Kommentar.
      44 7 Melden
    • DartVaidder 02.06.2018 10:37
      Highlight Henau solche Ideen bringen Diskussionen in Gang welche unsere Gesellschaft weiterbringen kann, ob dies nun komische alte Männer (übrigens sehr herablassend von ihnen...) oder kunge Menschen einbringen, ist absolut nebensächlich.
      28 1 Melden
    • mrmikech 02.06.2018 10:41
      Highlight Es braucht ein umdenken sonst werden sie nie ihre rente geniessen können, auch die Schweiz kann sich das heutige system nicht mehr leisten
      18 3 Melden
    • Karoon 02.06.2018 10:43
      Highlight Frau Dingsi: Stimmt leider. Und wieder geht viel Energie, Geld und Medienaufmerksamkeit für etwas drauf, was schlussendlich sowieso abgelehnt wird. Und die wirklich drängenden offenen Fragen und Probleme (Altersvorsorge, Unternehmenssteuerreform, Verhältnis zur EU) bleiben mal wieder liegen. Demokratie lebe hoch!
      8 37 Melden
    • Sandro Lightwood 02.06.2018 11:17
      Highlight Karoon: wer hindert dich daran, eine Initiative für die für dich wichtigen Themen zu starten? Ausser du dich selber?

      10 0 Melden
    • Firefly 02.06.2018 11:24
      Highlight Komische Ideen haben in Vergangenheit dazu geführt, dass du dein Leben und Alltag eines modernen Lebens mit all seinen Vorteilen, als gegeben hinnehmen kannst und überhaupt Zeit hast dich über komische Ideen anderer zu nerven.
      13 0 Melden
    • FrancoL 02.06.2018 11:25
      Highlight @Karaaon; Wenn man richtig hineinhorcht und nicht auf der Leitung steht könnte man merken dass zB die Altersvorsorge auch sehr wohl betroffen würde und auch eine UStR ein Thema darstellt.

      Aber eben man sollte sich schon damit befassen!
      9 1 Melden
    • Dan Ka 02.06.2018 12:24
      Highlight Wenn ihnen Diskussionen um Innovationen Angst machen empfehle ich ihnen die Schweizer Illustrierte oder Glückspost. Die Banken drucken seit einiger Zeit ihr eigenes Geld und verdienen sich dumm und dämlich damit. Dem nicht genug wird das System mit Hochrisiko-Finanz-Produkten ausgereizt. Beim Crash dürfen dann Dingsis, Karoons und wir alle zahlen. Aber ja, suchen wir doch Lösungen für die Symptome. Die Ursache ist der ultra-liberale Finanzmarkt. Den besteuern um ein bisschen was der enormen Geldschöpfung für die SI und GP-Leser zurückzuerhalten. Kurz: Gute Idee!
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    • Karoon 04.06.2018 08:24
      Highlight @Dan Ka Die Geschäftsbanken drucken kein eigenes Geld. Wenn man schon den Wutbürger markiert, sollte man wenigstens die Fakten kennen.
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    • Dan Ka 04.06.2018 15:21
      Highlight @Karoon: Tatsächlich schlechte Wortwahl meinerseits. Exakt wäre: Die Banken dürfen in der Regel 10x mehr Kredit geben, als sie decken können. Entsprechend generieren Sie Geld. Digital zwar aber weitestgehend unreguliert und selbstverantwortet. Den Zins kassiert die Bank dann natürlich auch für Geld, welches sie nicht besitzt. Wenn’s in die Hosen geht bluten dann Alle, ausser die Bank und deren Manager. Und ja, das macht mich wütend und sollte uns alle wütend machen.
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Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

Die Geschichte beginnt am 4. Dezember 1990. Die Familie Behrami, Vater Ragip, Mutter Halime, der damals 5-jährige Valon und seine 7-jährige Schwester Valentina überqueren in einem Bus aus Mitrovica im Kosovo kommend …

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