Wirtschaft
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Chicorée profitiert von der OVS-Pleite und wächst 2018 erneut



UNDATIERTES HANDOUT - Chicoree trotzt dem widrigen Markt und baute im Jahr 2015 den Umsatz aus. Die Unternehmung setzt nach wie vor auf das stationaere Geschaeft und ist schweizweit mit ueber 160 Standorten vertreten. Im aktuellen Jahr sind 5 Neueroeffnungen geplant. Weiterer Text ueber ots und www.presseportal.ch/de/nr/100059304 (PHOTOPRESS/obs/Chicoree Mode AG)

Für Chicorée ist es 2018 unter anderem dank der Pleite von Konkurrent OVS weiter aufwärts gegangen. So eröffnete der Modehändler acht neue Standorte unter seinem gleichnamigen Hauptkonzept, davon einige in Liegenschaften, die durch den Konkurs freigeworden waren.

Insgesamt setzte das Zürcher Familienunternehmen mit 151 Millionen Franken 4 Prozent mehr um als im Vorjahr. Damit ist Chicorée seit zwei Jahren zurück auf dem Wachstumspfad. 2016 hatte der Modehändler noch einen Umsatzrückgang vermeldet und 13 Filialen geschlossen. In dem Jahr hatte sich Chicorée auch aus dem besonders hart umkämpften Schuhgeschäft zurückgezogen.

Die neuen Standorte, die der Modehändler 2018 eröffnet hat, seien daher genau evaluiert worden, sagte Chicorée-Pressesprecher Pascal Weber – Sohn von Firmengründer Jörg Weber – gegenüber AWP. Doch habe Chicorée gute Mietkonditionen erhalten, weshalb sich der Ausbau lohnen dürfte.

Vom heissen Sommer profitiert

Das Gesamtjahr war laut einem Communiqué vom Donnerstag vom heissen Sommer geprägt. «Aus diesem Grund lief die Frühlings- und Sommerkollektion besonders erfolgreich.» Der warme Herbst und Winter hätten die hohen Erwartungen hingegen etwas gedämpft.

Mit Blick nach vorne gibt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. «Da das Resultat 2018 sehr gut ausfiel, dürfte es schwer werden, dies noch einmal zu toppen», sagte Pressesprecher Weber. Trotzdem wolle sein Unternehmen an den Erfolg anknüpfen und 2019 weiter wachsen.

Allerdings ist das Marktumfeld im Detailhandel, insbesondere in der Textilbranche, anhaltend schwierig. In den letzten drei Jahren hat daher eine Konsolidierung stattgefunden. Konkurrenten von Chicorée schlossen Läden, wurden verkauft oder mussten ganz aufgeben.

Konkurse von Konkurrenten

Das Freiburger Modehaus Yendi musste 2017 Konkurs anmelden und seine über hundert Läden dicht machen. Die Modekette Blackout musste 2016 ihre Läden ebenfalls schliessen, 31 der ursprünglich 92 Filialen konnten an die deutsche Kette Jeans Fritz verkauft und weitergeführt werden.

Sempione Fashion, die Betreiberin der Schweizer Filialen der italienischen Kleiderkette OVS, ging Anfang 2018 Konkurs, wovon Chicorée nun profitieren konnte. Neu zählt die Gruppe mit den Modulen Chicorée und Chicorée Outlet 157 Standorte in der Schweiz und beschäftigt gut 750 Mitarbeiter.

Chicorée hatte 1985 seine erste Filiale in Baden im Kanton Aargau eröffnet. Auch heute wird das Unternehmen noch von Gründer und Inhaber Jörg Weber mit seinen beiden Söhnen geführt. (aeg/sda/awp)

Von der Asylantin zur Geschäftsführerin

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Royeti 10.01.2019 23:34
    Highlight Highlight 4% Wachstum hört sich gut an. Aber in Wahrheit dürfte das flächenbereinigt ein Minus von ca. 5% sein, denn es wurde ja im Zuge der Schliessungen von Yendi und OVS massiv expandiert...z.B. übernahm Chicorée ca. 15 OVS Filialen.

    Da gibt es andere in der Modebranche, die 2018 wesentlich besser unterwegs waren...
  • Phrosch 10.01.2019 19:23
    Highlight Highlight Ich vermute noch einen weiteren Aspekt: Chicoré hat endlich nicht mehr nur superknappe Minigrössen im Angebot. So finden mehr Frauen etwas, das passt.
  • Oscar Cash 10.01.2019 13:50
    Highlight Highlight Hut ab, Chicorée.. Das die sich gegen die Internationale Konkurenz durch setzen können und toll, das es noch Schweizer Familienunternehmen gibt!

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