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Der Big Mac schmeckt überall gleich – und wird deshalb als volkswirtschaftlicher Indikator verwendet.
Der Big Mac schmeckt überall gleich – und wird deshalb als volkswirtschaftlicher Indikator verwendet.Bild: shutterstock
Schweizer Big Mac am teuersten

Ein Burger im Dienste der Ökonomie

25.01.2015, 15:4625.01.2015, 16:07

Wie kann man die Wirtschaftsleistung und die Kaufkraft verschiedener Länder miteinander vergleichen? Die britische Wirtschaftszeitung «The Economist» stellte sich diese Frage im Jahr 1986 und erfand den Big-Mac-Index. Dieser Wert wird seit jeher verwendet, um Aussagen über die Kaufkraft eines Landes sowie die Unter- und Überbewertungen einzelner Währungen machen zu können.

Theorie hinter dem Big-Mag-Index ist die sogenannten Kaufkraft-Paritätentheorie. Sie besagt, dass ein und dasselbe Gut – im Falle des Big Macs ein Burger, der weltweit gleich ist – keine Preisunterschiede aufweist, solange ein vollkommener Markt vorliegt. Diese Theorie geht dabei von einem «vollkommenen Markt aus»: Zwischen den Ländern gibt es vollständigen Freihandel, keine Zölle und keine Gebühren.

grafiK: McDonalds; Thomson Reuters; IWF; The Economist

Gemäss dem neusten «Big-Mac-Index»-Bericht von «The Economist», kostet der Burger in den USA 4.79 US-Dollar. Vergleicht man die Burgerpreise in anderen Ländern, kann man sagen, ob die jeweils verwendete Währung unter- oder überwertet ist. Der Preis von 2.77 US-Dollar für einen Burger in China sagt, dass die chinesische Währung Yuan 42 Prozent unterbewertet ist. 

Schweiz ist – oh Wunder! – am teuersten

grafik: The Economist / McDonalds; Thomson Reuters; IWF; The Economist

Der teuerste Burger wird demnach in der Schweiz verkauft. Als der Big-Mac-Index 2015 veröffentlicht wurde, kostete der Burger umgerechnet 6.38 US-Dollar. Wenige Tage später gewann der Franken durch die Aufhebung der Euro-Untergrenze massiv an Stärke. Der Preis für den Schweizer Big Mac stieg auf 7.54 US-Dollar, was für eine Überbewertung des Frankens auf dem Währungsmarkt von rund 57 Prozent spricht.

Eine weitere Erkenntnis ist gemäss «The Guardian», dass vor allem Währungen von Rohstoff exportierende Länder an Boden gegenüber dem US-Dollar verloren haben – so zum Beispiel der brasilianische Real, der russische Rubel oder die norwegische Krone. 

(pma)

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