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Donald Trump als nackte Statue in Los Angeles. Bild: EUGENE GARCIA/EPA/KEYSTONE

Warum Blocher dringend zu Trump ins Medien-Training müsste

The Donald setzt auf Twitter und Online-Portale, Blocher auf das Auslaufmodell Print. Kommt es zu einer «Trumpisierung» der SVP?

23.08.16, 07:51 24.08.16, 13:17


In der Vergangenheit hat sich die SVP immer wieder von den US-Republikanern inspirieren lassen. Deshalb wird der nach wie vor unbestrittene Vordenker Christoph Blocher die jüngsten Ereignisse im Lager von Donald Trump genau analysieren, zumal sie seine heimliche Liebe betreffen – die Medien.

«Während Hillary Clinton sich für ein mageres Gehalt von 400'000 Dollar vier Jahre lang abmühen muss, erhält Trump alle Aufmerksamkeit und verdient als neuer Medienmogul Milliarden.»

Neal Gabler, New York Times

Beim dritten Shake-up seines Wahlkampfteams hat Trump Stephan K. Bannon an Bord geholt. Auf den ersten Blick ist das kaum verständlich. Der ehemalige Banker bei Goldman Sachs verfügt über keinerlei Erfahrung als Wahlkampf-Manager. Hingegen ist er eine der interessantesten Figuren der US-Medienszene.

Der Neue bei Trump: Stephen K. Bannon. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Bannon hat Breitbart zu einer kraftvollen Stimme der neuen rechten Hardliner gemacht. Täglich besuchen rund 12 Millionen User das Online-Portal. Gleichzeitig hat Trump Roger Ailes, den wegen sexueller Belästigung geschassten Chef von FoxNews, als Berater angeheuert. Zudem hat der in der rechten Szene sehr einflussreiche Moderator Sean Hannity FoxNews mehr oder weniger in ein Sprachrohr von Trump verwandelt.

Diese Konstellation ist der Anlass für folgende Spekulation: Sollte Trump die Wahlen verlieren, wäre er gar nicht so traurig. Mit seiner Popularität – Trump hat rund elf Millionen Follower auf Twitter –, dem Knowhow von Bannon und Ailes und einer allfälligen Abwanderung von frustrierten FoxNews-Grössen wie Hannity, hätte The Donald die Grundlage für ein Medienimperium gelegt, das selbst Rupert Murdoch gefährden könnte.

Roger Ailes wurde bei FoxNews gefeuert. Jetzt berät er Trump.  Bild: Jim Cooper/AP/KEYSTONE

Murdoch ist nach wie vor sehr abhängig von den Steinzeit-Medien Print (Wall Street Journal) und TV (FoxNews) und wendet sich an ein in die Jahre gekommenes Publikum. Ein Trump-Imperium hingegen würde ähnlich wie der Streamingdienst Netflix funktionieren und seine Botschaften nicht mehr auf einen traditionellen TV-Kanal, sondern auf YouTube verbreiten. Damit  würde er auch die jungen Menschen erreichen.

Lacht am Ende Trump?

Der Medienkolumnist Neal Gabler glaubt deshalb, dass ein solches Projekt grosse Chancen haben könnte. Er schreibt in der «New York Times»: «Man kann sich gut vorstellen, dass Citizen Trump nach der Wahl das bessere Ende für sich behält. Während Hillary Clinton sich für ein mageres Gehalt von 400'000 Dollar vier Jahre lang abmühen muss, erhält er alle Aufmerksamkeit und verdient als neuer Medienmogul Milliarden.» Zudem hätte Trump als Medienmogul einen sehr grossen Einfluss auf den Kurs der Republikaner.

Eher peinlich: Das SVP-Wahl-Video 2015. YouTube/SVP Schweiz

Christoph Blocher war ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Seine Leistungen im Medienbereich sind jedoch überschaubar. Die neuen Medien sind für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Bei den Wahlen 2015 hat uns die SVP mit dem Hund Willy beglückt. Das Ergebnis war peinlich. Selbst der damalige Präsident der Zürcher SVP Alfred Heer sprach von einem «Gaga-Wahlkampf».  

Derzeit wird heftig über einen möglichen Deal zwischen der Tamedia und Blocher spekuliert, wobei das Mutterhaus des «Tages Anzeiger» seine verschiedenen Landblätter an Blocher abtreten und im Gegenzug die «Basler Zeitung» erhalten würde. Dieser Deal dreht sich jedoch um Printmedien, deren Zukunft immer unsicherer wird.  

Köppel und Somm sind Printjournalisten

Für eine Offensive in den Medien der Zukunft hat Blocher das falsche Personal. Weder sein politischer Ziehsohn Roger Köppel noch sein Biograf Markus Somm verstehen etwas von sozialen Medien, Online-Portalen und Streamingdiensten. Diese werden jedoch künftig auf die Politik einen stärkeren Einfluss haben als die Leitartikel in den angestammten Printmedien.  

Faschoistoider Agitprop-Film: Clinton Cash. YouTube/Philly Blunt

Wie dies funktioniert, macht Bannon bei Breitbart vor. Er spielt voll auf den Mann, respektive bei Hillary auf die Frau. Ein Beispiel ist der Dokumentarfilm «Clinton Cash», bei dem Bannon das Drehbuch geschrieben hat und der vom erzkonservativen Milliardär Robert Mercer finanziert wurde. Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Robert Schweizer ist ein faschistoider Agitprop-Film, bei dem unbewiesene Behauptungen illustriert werden mit brutalen Bildern aus dem afrikanischen Tierreich.

Bruch mit dem Partei-Establishment

Mit der Ernennung von Bannon hat Trump definitiv mit dem Partei-Establishment gebrochen. Bannon ist ein schamloser Nationalist, dem immer wieder rassistische Verfehlungen nachgesagt werden. Er plädiert für Protektionismus und lehnt Freihandelsabkommen wie TPP oder TTIP strikt ab.  

Blochers Erfolge als Verleger sind überschaubar. Bild: KEYSTONE

Bannon hat gar die Wiederwahl von Paul Ryan in den Senat auf Breitbart bekämpft. Ryan ist Fraktionschef der Republikaner im Abgeordnetenhaus und der erklärte Liebling der Koch-Brothers, den wichtigsten Geldgebern der Grand Old Party (GOP). Die Koch-Brothers sind denn auch bereits auf Distanz zu Trump gegangen und werden seinen Wahlkampf nicht unterstützen.   Der Richtungsstreit innerhalb der GOP wird auch nach der Wahl im November weiter toben. Sollte Trump tatsächlich zum Medienmogul der ganz harten Rechten mutieren, dann wird dieser Streit möglicherweise die Partei zerreissen.  

Früher oder später wird dieser Streit auch die SVP erreichen. Geht es um Ausländer und Asylanten, sind sich alle einig. Bei bilateralen Abkommen und Freihandelsverträgen nicht. Bisher ist es Blocher & Co. gelungen, Nationalismus und Neoliberalismus unter einen Hut zu bekommen. Es ist jedoch denkbar geworden, dass es auch zu einer «Trumpisierung» der SVP kommen wird.

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Erdling.Nik 23.08.2016 09:52
    Highlight Hoffen wir mal nicht, dass die SVP so beliebt und so radikal wie Trump wird. Ihr von Watson solltet den hiesigen Rechtskonservativen nicht so tolle Ideen geben, sonst geltet ihr bei uns Sozis als Verräter. 😛
    28 15 Melden
  • LeChef 23.08.2016 09:09
    Highlight So falsch ist die Fixierung auf Print glaube ich nicht. Schliesslich stellen 50+ in der CH die wichtigste Wählergruppe dar; und diese konsumieren auch relativ viel Print. Reine Social Media Kampagnen sind in der CH wohl kaum erfolgreich.
    34 4 Melden
    • Dubio 23.08.2016 09:50
      Highlight War auch gleich mein erster Gedanke.
      9 2 Melden
    • R&B 23.08.2016 11:09
      Highlight @LeChef: Ich bin 46 und konsumiere nur noch online-Medien und TV. Ich gehöre zur Generation, die mit Commodore aufgewachsen sind. Ihre These gilt eher für 60+ und nicht 50+.
      13 3 Melden
  • Der Zahnarzt 23.08.2016 08:47
    Highlight Den Gegensatz zwischen Neoliberalismus und Nationalismus sehe ich auf der ideologischen Ebene nicht, vielmehr ergänzen sie sich. Der Neoliberalismus will möglichst keine Einschränkungen für das Kapital (aber sehr wohl der Märkte) und der Nationalismus die Akkumulation des Kapitals bei einer klar definierten Gruppe (= eigene Nation). - Bsp.: Saudi Arabien oder unsere Bauern: Keine Steuern auf Landverkäufe und geschützte Märkte etc.
    13 20 Melden
    • LeChef 23.08.2016 09:06
      Highlight Neoliberalismus ist ein Kampfbegriff, ein Schimpfwort. Korrekt gebraucht umfasst er viele verschiedene sozialliberale, marktwirtschaftliche, teilweise antietatistische, und auch teilweise nationalistisch geprägte Strömungen. Protektionismus ist aber meines Wissens nicht Teil irgendeiner neoliberalen Strömung. Verzeih, wenn ich mich irre, ich lerne gern dazu.
      19 4 Melden
    • Philipp Löpfe 23.08.2016 09:11
      Highlight Freihandelsverträge sind ein wichtiger Teil des Neoliberalismus. Trump ist dagegen, Blocher äusserst sich nicht dazu.
      25 4 Melden
    • Der Zahnarzt 23.08.2016 09:38
      Highlight Richtig: So etwas wie den einzig wahren Neoliberalismus gibt es nicht. - Aber es ist ideologisch nicht unmöglich, Freihandel und Nationalismus zu vereinen. Darum glaube ich nicht, dass das die zukünftige Zerreissprobe der SVP ist. Neoliberale sind z. B. gegen Parallelimporte in der CH. Auch die Neoliberalen bei uns (FDP, SVP etc.) wollen keine vollkommen freien Märkte. Neoliberalismus ist m. E. nicht eine ökonomische Theorie sondern eine politische Haltung, die sich ohne weiteres mit Nationalismus verbinden kann. Man kann durchaus Freihandel für Waffen aber nicht für Agrarprodukte wollen.
      6 3 Melden
    • Hayek1902 23.08.2016 09:57
      Highlight Neoliberalismus ist keine Haltung, sondern bloss ein Kampfbegriff von Linken und Nazis. Dementsprechend gibt es kein Neoliberales Programm oder sonst was. Du wirst keine Neoliberale Partei finden. Oder ein neoliberaler Philosoph, der genau bestimmt, was das sein soll. Wissenschaftlich betrachtet könntest du die liberalen Strömungen in der 2. Hälfte des 20. Jh so bezeichnen (Ordoliberale, Neue Österreichsche Schule, etc.), aber das macht keine seriöse Person mehr, weil der Begriff politisch geprägt ist. Konsequent liberale unterstützen immer den freien Waren- und Personenverkehe.
      5 2 Melden
    • rodolofo 23.08.2016 10:14
      Highlight "Neoliberalismus" bedeutet im ursprünglichen Sinne "immer das machen, was MIR nützt".
      Das heisst, ich kann auch so frei sein, AusländerInnen den Marktzugang zu erschweren, zusammen mit anderen "Freiheitlichen", oder eine Hochpreis-Insel zur Profit-Abschöpfung organisieren, zusammen mit den gleichen "Freiheitlichen".
      Und ich kann als "liberaler" Politiker den WählerInnen vorgaukeln, auch für ihre Freiheit zu kämpfen, nur um dann mit dem Verkauf meines bourgeoisen Eigentums an Produktionsmitteln nochmals ganz gross Kasse zu machen!
      Ja all das ist leider möglich unter dem Deckmantel der Freiheit.
      8 7 Melden
    • rodolofo 23.08.2016 10:20
      Highlight In der Ökonomischen Theorie gehen "Liberale" und "Neoliberale" Markt-Gläubige davon aus, dass, wenn alle Akteure auf diesem Markt versuchen, ihren Nutzen zu maximieren, der Wohlstand für alle am Markt beteiligten ansteigt.
      In der Praxis sehen wir aber, dass beim Waffenhandel, bei der Prostitution und beim Drogenhandel zwar Profite maximiert, gleichzeitig aber auch Menschenleben und ganze Ökosysteme zerstört werden.
      Das ist genau das, was in sogenannten "3-Welt-Ländern" geschieht. Die 3.Welt ist der gross angelegte Freiland-Versuch für die liberale und für die neoliberale Ideologie...
      7 8 Melden
    • LeChef 23.08.2016 10:37
      Highlight @rodolofo Schon deine Prämisse ist falsch. Aber gegen Ideologie ist leider kein Kraut gewachsen.
      5 2 Melden
    • Der Zahnarzt 23.08.2016 11:37
      Highlight @Hayek: Auch wenn Hayek eine Nobelpreisfür WW gewonnen hat, bleibt der Neoliberalismus eine politisch Haltung! - Wenn Sie freien Personenverkehr und freien Warenverkehr wollen, dann müssten Sie in letzter Konsequenz Grenzen abschaffen und alles durchlassen: Waffen, Kinderpornographie, geschützte Arten, Kriminelle etc. - Der Neoliberalismus ist eine politische Haltung, die den freien Waren- und Personenverkehr so regulieren will, dass Kapital bevorteilt und Arbeit benachteilt wird. (Siehe Piketty), also eigentlich nur ein neuer Name für den guten alten Manchester Liberalismus.
      6 4 Melden
    • Oberlehrer 23.08.2016 12:01
      Highlight @rodolfo: Dass beim Vorliegen von negativen externen Effekten (z.B. Waffengewalt, Umweltverschmutzung) der freie Markt nicht zum gesellschaftlichen Optimum führt, lehren "neoliberale" VWL-Professoren bereits im 1. Semester. Zur Korrektur dieses Marktversagens plädieren sie für handelbare Verschmutzungsrechte (z.B. CO2), Fischfangquoten, Roadpricing und Lenkungssteuern. Das nennt man dann "Internalisierung der externen Kosten".

      Voraussetzungen, dass der freie Markt gesellschaftlich optimal funktioniert:
      1. Keine Monopole
      2. Keine externen Effekte
      3. Markttransparenz
      9 0 Melden
    • rodolofo 23.08.2016 14:39
      Highlight Danke, Herr Oberlehrer, für Ihre lehrreichen Vertiefungen in die Materie!
      Da diese 3 Grundvoraussetzungen, die Sie am Schluss Ihrer Berichtigung nennen, niemals erfüllt sein werden, wird es logischerweise auch niemals einen Markt geben können, der gemäss den VWL-Schulbüchern funktioniert.
      Das Geiche gilt für das Markt-Konzept von Angebot und Nachfrage:
      Nach (Neo-) Liberaler Ideologie müsste jede Nachfrage von einem entsprechendem Angebot befriedigt werden dürfen.
      Warum also wird der Drogenhandel kriminalisiert, die Prostitution lediglich toleriert und nur der Waffenhandel frei laufen gelassen?
      3 4 Melden
    • Der Zahnarzt 23.08.2016 14:52
      Highlight @Oberlehrer: Ihr Post zeigt ja, dass die Professoren der VWL eigentlich Politik machen. Sie schlagen Eingriffe vor, die das Marktversagen korrigieren sollen. Warum schlagen sie nicht Enteignungen von Milliardären vor? Oder höhere Steuern für Grosskonzerne oder Stopfen von Steuerlöchern? Bombardierung von Luxemburg? Eben. Hayek, Van Mieses und die Chicago Boys = Politik als Wissenschaft getarnt!
      5 3 Melden
    • LeChef 23.08.2016 15:09
      Highlight @Zahnarzt: Weil Eigentum, Steuerwettbewerb und Luxemburg keine Marktversagen sind?
      4 0 Melden
    • Der Zahnarzt 23.08.2016 16:24
      Highlight @leChef: Wer definiert Marktversagen? Sie oder ich? Oder Herr Löpfe? - Meine Botschaft ist: Die Definition von Marktversagen, ist eine politische Definition! - Wir sind uns einig: Vollkommene Märkte gibt es nicht in der Realität (nicht einmal Devisenmärkte sind wahrscheinlich vollkommen). Ab wann ist eine Abweichung ein Versagen? Eigentum kann man durchaus als Marktversagen betrachten, wenn es durch Erbschaft und nicht durch Leistung verteilt wird! Steuerwettbewerb kann den Markt verzerren! etc. etc.
      3 4 Melden
    • Oberlehrer 23.08.2016 17:57
      Highlight @rodolfo: Völlig richtig, diese 3 Voraussetzungen sind nie perfekt erfüllt. Darum stellt sich bei jedem Produkt bzw. jeder Dienstleistung die Frage, ob das potenzielle Marktversagen oder das Staatsversagen schlimmer ist. Auch das würde ein "Neoliberaler" wohl kaum bestreiten.
      4 0 Melden
    • Oberlehrer 23.08.2016 19:03
      Highlight @Der Zahnarzt: Marktversagen ist klar definiert. Es liegt vor, wenn der Markt zu einer Situation führt, in der es möglich wäre, die Situation einer Person zu verbessern ohne diejenige einer anderen Person zu verschlechtern.
      3 0 Melden
    • rodolofo 24.08.2016 07:59
      Highlight @ Oberlehrer
      Sie meinen die Win-Loose-Situation?
      Die haben wir gerade weltweit in einem atemberaubenden Ausmass!
      Aber vielleicht muss das einfach so sein...
      Im Urwald (den wir Menschen leider bald abgeholzt haben werden) gab es die grösste Biomasse, gleichzeitig aber auch die meisten Riesenbäume und Schmarotzer.
      Sie sehen, ich lerne mehr von der Ökologie, als von der Ökonomie, betrachte darum das Geschehen aus einem anderen Blickwinkel, als ein Oberlehrer, der in seiner Schule Schüler unterrichtet.
      Letztlich ist die Ökonomie ohne Ökologie undenkbar, die Ökologie ohne Ökonomie aber schon.
      2 2 Melden
    • LeChef 24.08.2016 10:14
      Highlight Herrschaftzeiten, rodolofo! Umweltprobleme sind eine Form der Nichtinternalisierung von Kosten (bzw. externe Effekte) und also auch ein Marktversagen. Es NICHT zu korrigieren, entspricht NICHT der ökonomischen Theorie. Sorry, die doppelte Verneinung ist vielleicht etwas schwer zu begreifen. Ich empfehle dir, dich etwas mehr mit Ökonomie auseinanderzusetzen, denn nur wenn man weiss, wovon man spricht, kann man auch kritisieren.
      3 0 Melden
    • rodolofo 24.08.2016 13:59
      Highlight @ LeChef
      Der Preis sagt nichts über den tatsächlichen Wert eines Produkts aus!
      Wasser ist sehr viel wertvoller, als beispielsweise eine Stereo-Anlage.
      Trotzdem ist Wasser praktisch gratis verfügbar.
      Der Multi Néstlé ist schlau: Er pumpt Wasser dort ab, wo es in rauen Mengen vorhanden ist und verkauft es teuer dort, wo Knappheit herrscht.
      Der Markt spielt also.
      Er macht die Menschen in den Dürregebieten noch ärmer, bringt den Menschen rund um die von Néstlé aufgekauften Wasserquellen viel Verkehr und einige Jobs.
      Die Néstlé-Konzernspitze aber wird stinkreich!
      Das ist die Neoliberale Weltordnung
      3 1 Melden
    • Hayek1902 24.08.2016 15:17
      Highlight Also, wenn Wasser so viel wertvoller ist als eine Stereoanlage, dann tausch deine Stereoanlage ein gegen alles Wasser, was du dafür bekommst. Dann kannst du uns Vollidioten auslachen, die dir das Wasser so billig überlassen haben und reich werden. Oder aber du gönnst dir einen VWL-Einstiegskurs, damit deine Kommentare bei Wirtschaftsthemen etwas schlauer werden. Alles was LeChef und der Oberlehrer versucht haben, ist dir die Theorie wertfrei etwas näher zu bringen. Mit mässigem Erfolg. Damit verabschiede ich mich hier.
      2 1 Melden
    • Der Zahnarzt 24.08.2016 15:40
      Highlight @Hayek1902: Wenn Sie etwas von VWL verstanden hätten, wüssten Sie, dass es in den Geisteswissenschaften keine wertfreie Theorievermittlung gibt.
      1 3 Melden
    • rodolofo 25.08.2016 07:32
      Highlight @ Hayek
      Ich gebe mein Wirtschaftstheoretisches Halbwissen zu. Einen Grundkurs in Volkswirtschaft habe ich allerdings bereits mal besucht!
      So ist mir durchaus bekannt, dass die Wirtschafts-Theorie auch den "Snob-Effekt" und den "Weblen-Effekt" kennt.
      Ich find's auch gut, dass versucht wird, "Externe Kosten" zu "internalisieren", bzw. dem kurzfristigen Denken der Betriebswirtschaft ein langfristiges Denken der Volkswirtschaft beiseite zu stellen.
      Aber ich halte mich ganz bewusst aus solchen Profi-Details heraus, weil ich mir dann vorkomme wie eine Fliege, die von einer Spinne eingewickelt wird.
      1 0 Melden
  • Herbert Anneler 23.08.2016 08:35
    Highlight @ Löpfe: Wäre da nicht so sicher, dass Blocher & Co. nur im Print verhaftet sind. Ich habe eher den Eindruck, dass nach der DI-Ablehnung ihre Trolle vermehrt auf watson herumgeistern bzw. posten und nicht rechtsgerichtete Posts mit Blitzli eindecken. Vielleicht einmal ein Thema für eine Inhaltsanalyse für eine Bachelor- oder Masterarbeit?
    26 22 Melden
    • Philipp Löpfe 23.08.2016 10:47
      Highlight Sicher, wenn du ein geeignetes Opfer findest.
      3 5 Melden
    • R&B 23.08.2016 11:05
      Highlight @Herbert Anneler: Diesen Verdacht wegen der Blitze habe ich auch schon lange. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Privater täglich Watson liest und die politische Gesinnung von Watson nicht teilt.
      11 3 Melden
    • Candy Queen 23.08.2016 12:59
      Highlight @R&B: da liegen Sie zumindest bei mir falsch. Ich liege selten auf Watson-Linie und tummle mich dennoch hier. Ich würde mich nicht dem Vorwurf aussetzen wollen, einfach für oder gegen etwas zu sein, nur weil es meiner Ideologie entspricht und ohne die Argumente der anderen Seite zu kennen. Leider geschieht das hier oft. (Man drischt zB auf weltwoche_Artikel ein, ohne sie gelesen zu haben... mMn heikel)
      5 2 Melden
    • R&B 23.08.2016 13:46
      Highlight @Pipapo reloaded: Da müssen Sie aber sehr viel Zeit haben, wenn Sie mehrere Titel pro Tag konsumieren können. Ich kann das nicht.
      3 2 Melden
    • TanookiStormtrooper 23.08.2016 13:52
      Highlight Also ich hab mal vor Jahren irgendwo einen Dok gesehen, wo Ulrich Schlüer ein paar Rentnern Internetkurse gegeben hat. Da ging es eben darum wie man eine eMail anlegt, sich damit bei verschiedenen Portalen anmeldet und so Kommentiert, dass es auch veröffentlicht wird. Auch wie man auf Amazon und Co. Bücher von Jean Ziegler schlecht bewertet (muss man ja nicht kaufen oder gar lesen) wurde ihnen gezeigt. "Mit nur einer halben Stunde am Tag", wurde da gesagt, "könne man so viel erreichen."
      Mann muss sich nur mal auf 20min rumtreiben um zu sehen, diese Arbeit trägt inzwischen Früchte.
      5 2 Melden
    • Candy Queen 23.08.2016 21:47
      Highlight So, jetzt habe ich Zeit zu antworten. Ich habe nicht behauptet, täglich mehrere Titel zu konsumieren. Aber wenn ich meinen Senf zb zu einem diskutierten Artikel aus einem anderen Medium dazugebe, nehme ich mir schon die Mühe, diesen zu lesen.
      Einige User hier bekräftigen immer wieder, wie vielseitig, offen und interessiert sie seien. Direkt vor der eigenen Haustür ist das aber kein Ausweis.
      3 1 Melden
  • James McNew 23.08.2016 08:31
    Highlight Interessant, aber eine Figur, welche die SVP trumpisieren könnte, seh ich grad nicht. Noch haben die getarnten und offenen Neoliberalen das sagen.
    12 1 Melden
    • rodolofo 23.08.2016 08:41
      Highlight Einen "SVP-Trump" sehe ich auch nicht.
      Wir Schweizer sind halt immer noch etwas verklemmt...
      Köppel gleicht mehr "Emil dem Pöstler".
      12 4 Melden
  • dracului 23.08.2016 08:24
    Highlight Der Unterschied zwischen Trump und der hiesigien politische Garde beruht auf einem besseren Einkauf. Seit Obama ist die Wichtigkeit von Social Media auch in der Administration angekommen. In der Schweiz folgt diese Erkenntnis wahrscheinlich mit der üblichen helvetischen Verspätung. Somm und Köppel könnten jetzt bei Joiz ein paar Talente für den Sprung in modernere Medien abwerben.
    11 4 Melden
    • L1am 30.06.2017 15:51
      Highlight Joiz? Gibt es schon länger nicht mehr... War auch eher auf die andere plolitische Seite gerichtet als die SVP.
      1 0 Melden
  • rodolofo 23.08.2016 08:13
    Highlight In diesem Wahlvideo der SVP von 2015 finde ich animierenden den Musiker ziemlich gut.
    Wer ist das?
    Die "SVP-Manöggel" sind zwar ziemlich steif und etwas gar uniform angezogen für Freiheits-Vorbilder...
    Auch am Text könnte man noch feilen (ähnlich wie beim "uncoolen" Text unserer Schweizerischen Nationalhymne).
    Hier ein erster Vorschlag:
    "Wo e Willi isch, doo isch e Wääg,
    Und wäner schiisst, dänn find ii dass zwääg!
    I wott fréi bliibe, dumm luegi wäägg.
    Sones Robidog-Sekkli bruuchi need,
    Doo losi doch lieber em Köppel sini Reed!
    Schtinke tuet zwaor beides irgendwie,
    Aber trozzdemm wääli die!"
    12 27 Melden
  • herschweizer 23.08.2016 08:10
    Highlight Blochers Schlüsselqualifikation war und ist sein unschuldig bäuerliches Auftreten was bisher passte. Der Schlüssel für die restlichen Parteien wird nun sein die heranwachsenden neuen Wähler zu erreichen
    13 4 Melden
  • saukaibli 23.08.2016 08:05
    Highlight Spätestens wenn auch der dümmste SVP-Unternehmer merkt, dass die "Initiative gegen fremde Richter" auch Freihandelsabkommen verunmöglichen würde, wird es wohl in der SVP ein paar Uneinigkeiten geben. Bis jetzt scheinen diese Leute das aber noch nicht wirklich mitbekommen haben. Man braucht halt auch fette Scheuklappen um der SVP beizutreten.
    28 12 Melden

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