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FILE - In this Jan. 28, 2016 photo, Moderator Megyn Kelly waits for the start of the Republican presidential primary debate in Des Moines, Iowa. On July 19, New York magazine reported that Kelly told investigators that her boss, Roger Ailes made unwanted sexual advances to her ten years ago. A lawyer for Ailes later denied that he sexually harassed Kelly. On July 21, Ailes resigned from his position.  (AP Photo/Chris Carlson, File)

Hart aber fair: FoxNews-Moderatorin Megyn Kelly. Bild: Chris Carlson/AP/KEYSTONE

Die Frau, die für Trump noch gefährlicher ist als Hillary Clinton: Megyn Kelly

Beim konservativen TV-Sender FoxNews zoffen sich die beiden Starmoderatoren. Sean Hannity ist ein glühender Trump-Fan, Megyn Kelly geht auf Distanz.



FoxNews ist so etwas wie das inoffizielle Parteiorgan der Republikaner. Obwohl sich der Kanal brüstet, «fair und ausgewogen» zu berichten, strahlt er täglich eine Hassorgie gegen Linke, Feministen und Schwule aus. Bill O’Reilly, Sean Hannity & Co. sind die Bannerträger der Neo-Konservativen, der Neo-Liberalen, der Tea Party, der Evangelikalen und von allem, was sich sonst noch so am rechten Rand befindet.

«Donald Trump begibt sich praktisch nur noch zu Hannity und wagt sich nicht mehr an für ihn unsichere Orte.»

Megyn Kelly

Eine Ausnahme gibt es allerdings bei der «Prawda der Rechten»: Megyn Kelly. Die attraktive Moderatorin hat sich schon im Vorwahlkampf mit Donald Trump angelegt. Beim ersten Duell der damals noch zehn Kandidaten der Republikaner hielt sie ihm seine abschätzigen Äusserungen über Frauen vor. Trump reagierte, wie er immer reagiert: Er twitterte, Kelly habe wohl gerade die Monatsperiode gehabt und sei deshalb nicht ganz zurechnungsfähig gewesen. 

epa05431165 Fox News host SEan Hannity (L) and former New York Ciity Mayor Rudy Giuliani (R) on the floor before the start of the second session during the first day of the 2016 Republican National Convention at Quicken Loans Arena in Cleveland, Ohio, USA, 18 July 2016. The four-day convention is expected to end with Donald Trump formally accepting the nomination of the Republican Party as their presidential candidate in the 2016 election.  EPA/ANDREW GOMBERT

Trump-Fans unter sich: Sean Hannity (l.) und Rudy Giuliani. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

Im Sommer kam es zu einer Versöhnung zwischen Trump und Kelly. Doch jetzt ist der Streit erneut ausgebrochen. Trump ist inzwischen so dünnhäutig geworden, dass er sich praktisch nur noch von seinem Schosshund Sean Hannity interviewen lässt. Ein Interview in der Kelly-Show hatte er zuvor abgelehnt. Das liess sich die Starmoderatorin nicht bieten und kritisierte ihn deswegen in ihrer eigenen Sendung (siehe Video).  

«Mit allem gebotenen Respekt für meine Kollegen: Donald Trump begibt sich praktisch nur noch zu Hannity und wagt sich nicht mehr an für ihn unsichere Orte. Das wird ihm nicht helfen, seine Basis auszuweiten», erklärte Kelly.  

Das wiederum brachte Hannity auf die Palme. Kelly solle doch bitte schön wütend auf Hillary Clinton sein, twitterte er und warf ihr vor, Clinton zu unterstützen.  

Der Streit zwischen den FoxNews-Stars könnte sich ausweiten. Megyn Kelly ist tatsächlich weit kritischer mit dem Trump-Lager als ihre Kollegen. Kellyanne Conway, Trumps neue Wahlkampfmanagerin, ist in den letzten Tagen von ihr sehr hart angegangen worden. Vor allem nervt sich Megyn Kelly gewaltig über Trumps Duell mit der ehemaligen Miss Universe Alicia Machado.  

Der Streit der Starmoderatoren ist eine weitere Belastungsprobe für FoxNews. Im Sommer wurde der geistige Vater und starke Mann Roger Ailes entlassen. Verschiedene Frauen hatten öffentlich erklärt, er habe sie sexuell belästigt. Ailes ist inzwischen Berater bei Donald Trump. Sean Hannity hat ihn vehement gegen diese Anschuldigungen verteidigt. Megyn Kelly hat sich nicht geäussert.  

FILE - In this Feb. 9, 2015 file photo, Roger Ailes attends a special screening of

Roger Ailes musste den Sessel bei FoxNews räumen, weil mehrere Frauen ihn der sexuellen Belästigung beschuldigt hatten. Bild: AP/Invision

Kelly ist die erklärte Favoritin bei den Söhnen von Rupert Murdoch, dem Besitzer von FoxNews. Gerüchteweise möchten sie den Sender ein bisschen mehr Mitte rechts positionieren. Kelly wäre dazu die Idealbesetzung. Anders als Hannity geniesst sie auch bei den linksliberalen Journalisten hohes Ansehen.

Sein verunglückter Auftritt beim ersten TV-Duell und seine sinnlose Kampagne gegen Alicia Machado haben Trump im Kampf gegen Hillary Clinton wieder zurückgeworfen. Ein neuer Streit mit Megyn Kelly hätte für ihn verheerende Folgen. So gesehen könnte der Konflikt bei FoxNews in den nächsten Tagen die Wahlen entscheiden.

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