Wirtschaft
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epa05571636 World Bank Chief Economist Paul Romer participates in a conversation about shaping the global development agenda at the World Bank Headquarters in Washington, DC, USA, 05 October 2016. The 2016 Annual meetings of the International Monetary Fund (IMF) and World Bank Group (WBG) take place between 07 and 09 October.  EPA/SHAWN THEW

Mischt die Ökonomie-Szene auf: Paul Romer. Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Werden die Ökonomen immer dümmer? Oder nur egoistischer?

Paul Romer, der neue Chefökonom der Weltbank, hat eine vernichtende Kritik der Makroökonomie und der Politik der Notenbanken verfasst.

24.12.16, 15:03 25.12.16, 03:37


Seit der Finanzkrise hat die Bedeutung der Zentralbanken gewaltig zugenommen. Sie sind, wie der Titel eines Buches von Mohamed El-Erian lautet, «The Only Game in Town» («Die einzig massgebliche Instanz») geworden.  

Inter-American Development Bank President Luis Alberto Moreno (L) and Allianz Chief Economic Advisor Mohamed El-Erian discuss the role of the private sector in global development during the Bretton Woods Committee annual meeting at World Bank headquarters in Washington May 21, 2014.  REUTERS/Jonathan Ernst    (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)

Gern gesehener Gast: Mohamed El-Erian. Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

Die Zentralbanken können sich zwar rühmen, nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers eine Kernschmelze des internationalen Finanzsystems vermieden zu haben – wenn auch nur knapp. Aber:

«Wenn man aber vom «Only Game in Town»-Syndrom ausgeht, dann sollte es nicht überraschen, dass es den Zentralbanken nicht gelungen ist zu generieren, was der Westen – und die Welt – am meisten braucht: hohes, nachhaltiges und inklusives Wachstum und finanzielle Stabilität.»

Mohamed El-Erian

Die Geldpolitik von der Fed, EZB, SNB & Co. wird daher immer heftiger kritisiert. Neuerdings wird selbst die als sakrosankt geltende Unabhängigkeit der Zentralbanken in Frage gestellt.  

Neue Nahrung dürften die Kritiker von einem namhaften Ökonomen erhalten: Paul Romer. Er ist kürzlich zum Chefökonomen der Weltbank ernannt worden. Romer gilt als führender Innovationsforscher und ewiger Kandidat für den Nobelpreis. Er ist auch ein erfolgreicher Internet-Unternehmer und hat mit seinem Vorschlag für so genannte «Charter-Städte» für Aufsehen gesorgt.  

«Unsere unabhängigen Zentralbanker sind alle Makroökonomen, die genau in den Modellen ausgebildet wurden, die Romer kritisiert.»

Wolfgang Münchau

In der «Financial Times» hat Wolfgang Münchau auf ein interessantes Paper von Romer hingewiesen. Darin beklagt sich Romer, dass die Ökonomie nicht nur keine neuen Erkenntnisse gewonnen hat. Schlimmer noch: «Während mehr als drei Jahrzehnten hat sich die Makroökonomie rückwärts entwickelt.»

Vergleich mit der Stringtheorie

Romer vergleicht die Ökonomie mit der Stringtheorie, einer obskuren Weiterentwicklung der Quantenphysik mit Paralleluniversen und Wurmlöchern.  

Romers Kritik ist äusserst technisch. Ich nehme nicht in Anspruch, sie vollumfänglich verstanden zu haben. Der Kern seiner Kritik besagt jedoch Folgendes: Ökonomen kümmern sich nicht mehr um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um ihren Ruf.

«Das Problem ist nicht nur, dass Makroökonomen Dinge sagen, die nicht mit den Fakten übereinstimmen», so Romer. «Das wahre Problem liegt darin, dass es den anderen Ökonomen egal ist, dass ihre Kollegen sich nicht mehr um die Fakten kümmern.»

Wissenschaft oder Scharlatan?

Mit anderen Worten: Die Ökonomen verkommen zu einer Wissenschaftler-Mafia, in der keine Krähe der anderen ein Auge aushacken will.  

«Was würden Sie vorziehen, von wem Ihr Kind behandelt werden soll? Von einem Arzt, der seinen Freund, einen Scharlatan, oder seinen anderen Freund, einen Homöopathen, verteidigt, oder die medizinische Wissenschaft?»

Paul Romer

So technisch Romers Kritik sein mag, inhaltlich ist sie von grosser Bedeutung. «Unsere unabhängigen Zentralbanker sind alle Makroökonomen, die genau in den Modellen ausgebildet wurden, die Romer kritisiert», stellt Münchau fest.  

Das wiederum bedeutet, dass nicht nur die Geldpolitik der meisten Notenbanken, das Festlegen von Inflationszielen («inflation targeting») möglicherweise ein Irrtum ist, sondern dass man auch die Unabhängigkeit der Notenbanken in Frage stellen muss.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Intellektueller 27.12.2016 10:48
    Highlight Ökonomen sind auch nur Wahrsager.
    Diese Dauerkrise lässt sich nicht mit Tiefzinsen lösen, weil die meisten Konsumenten keine Ersparnisse haben. Die Konsumenten haben kein Geld, womit sie die Wirtschaft ankurbeln könnten. Das wiederum macht Investitionen sinnlos, denn wenn die Fabrik keine Kunden hat, dann rentiert sie nicht. D.h. die ganz wenigen Reichen horten ihr Geld lieber mit Immobilien, Edelsteinen und Kunst.
    Wirtschaftswachstum gibt es einzig noch wegen des Weltbevölkerungswachstums, was bald auch Null oder weniger sein wird.
    Ein allesvernichtender Krieg wird einen Neuanfang schaffen.
    6 3 Melden
  • Humbolt 26.12.2016 11:45
    Highlight Kann mir jemand erklären wie man hohes und nachhaltiges Wachstum im gleichen Satz erwähnen kann und trotzdem als Experte angesehen wird?
    Hohes Wachstum war der Tod aller Nachhaltigkeit in den letzten Jahrzehnten!
    30 4 Melden
  • Raphfa 26.12.2016 09:38
    Highlight Zum Notenbank Märchen, die unabhängig sein sollen! Keine Kontrolle von aussen? Allmacht?
    Die eminent wichtige Aufgabe - sprich die Versorgung der Wirtschaft mit der nötigen Geldmenge am richtigen Ort - kann doch nicht unkontrolliert ablaufen. Diese Forderung ist schlichtweg durchgeknallt. Ausser man glaubt an Engel, die dort nur Gutes tun.
    Einverstanden, dass sich die parlamentarische Demokratie nicht einmischt, das wäre verherrend. Es braucht ein stets wechselndes Bürgerkomitee, das die Erfüllung des Auftrags überwacht.
    Problem: Die Geldmenge lässt sich im aktuellen System nicht steuern.
    3 9 Melden
  • Thadic 26.12.2016 09:10
    Highlight Ich wüschte mir Makroökonomen die sich auch mal ganz alternative Systeme ausdenken. Warum muss eine Wirtschaft stetig wachsen um zu bestehen? Wie könnte man Geld schöpfen ohne, dass es automatisch Schulden gibt? Warum muss ein System unbedingt die Möglichkeit bieten aus Geld noch mehr Geld zu generieren (Zinsen,Aktien etc)? Wiese muss jeder unbedingt einer Arbeit nachgehen um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, obwohl immer mehr Maschinen arbeiten? Zu all diesen Fragen höre ich keine Diskussion unter den etablierten Makroökonomen.
    26 3 Melden
  • Sheez Gagoo 26.12.2016 06:19
    Highlight Diesem Artikel fehlt es an Substanz. Es wird nicht weiter auf die Kritik an der bestehenden Makroökonomie eingegangen. Es wird z.B. nicht weiter erläutert, was das Problem an der Unabhängigkeit der Zentralbanken sein soll. Es handelt sich mehr um einen Verweisartikel, wer mehr wissen will muss halt googeln.
    38 1 Melden
  • fiodra 25.12.2016 18:40
    Highlight Dieser Artikel ist nicht sehr erhellend. Es fehlt die verständliche Argumentation, warum die Notenbanker falsch liegen. Dass es Kritik an der Praxis der Notenbanken gibt genügt nicht. Auch sollte gezeigt werden, was genau besser gemacht werden sollte und warum die Notenbanken nicht mehr unabhängig sein sollen. Alles ist sehr diffus und pauschal beschrieben.
    59 0 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 25.12.2016 12:53
    Highlight Die Ökonomie des 20. Jahrhunderts gibt sich normativ und beschreibt den Naturzustand. Die unsichtbare Hand bedeutet nichts anderes als das Recht des Stärkeren.

    Diese Verdrehung legitimiert den aktuellen Finanzadel und hindert viele Menschen nach einer gerechteren Welt und einem besseren Leben zu streben.

    Denn man muss hoffen, dass man stärker ist und spielt darum Glücksspiel, schaut Sport (um denen zu huldigen, die es bereits geschafft haben (vlt. färbt es ja ab (eigentlich wäre ich das))) und glaubt lieber Blocher als Glättli.
    27 11 Melden
  • Herbert Anneler 25.12.2016 09:17
    Highlight Die Makroökonomie ist schlicht zur Ideologie erstarrt - Ökonomismus. D.h. Für diese Kleingeister ist alles Ökonomie: Ökonomie der Liebe, des Verbrechens, des Schenkens, der Gesetzgebung, der Familie, des Krieges... Allerdings würde ich nicht meinen, dass die Nationalbänker die Skunks in der Party sind, sondern dass sie unabhängig bleiben müssen, unabhängig von den wahren Skunks in der Wirtschaft. Wenn ich mir vorstelle, Trump würde die FED steuern oder Thomas Matter die SNB... Und was, wenn die Nationalbanken abhängig würden - wer würde sie kontrollieren: Richtig - Ökonomen...!
    9 5 Melden
  • Felix Walter S. 25.12.2016 01:05
    Highlight Seit Jahren halten Makroökonomen z.B. an niedrigen Zinsen fest, in der Idee, das dann jeder sein Geld aus dem Fenster schmeisst, als gäbe es kein morgen. Zudem werden Unmengen Geld in die Märkte gepumpt. Leider hält sich niemand ans Modell. Unsichere Notenbankpolitik wirkt halt nicht besonders stimulierend. Doch anstatt auf die Realität zu reagieren, wird stur an zu elementaren, die Wirklichkeit neglegierenden Modellen festgehalten. Wer profitiert von Niedrigzinsen? Der normale Bürger als Sparer auf jeden Fall nicht.
    20 7 Melden
    • Colourreader 25.12.2016 17:34
      Highlight Was hätten die Notenbanken Ihrer Meinung nach denn tun sollen?
      Die Zinsen hoch zu halten wäre fatal gewesen nach dem Finanzcrash. Die Unsicherheit war riesig und da Sparen attraktiv bleibt bei hohem Zins, hätten die Menschen noch weniger konsumiert. Ich bin kein Konsumfan, dass muss ich hier klarstellen. Aber eine Deflation (Teufelskreis stetig sinkender Preise wegen zu tiefer Nachfrage) wäre eine absolute Katastrophe gewesen, und immerhin die wurde verhindert. In dem Sinn haben Sie und ich als normale Bürger sehr wohl profitiert.
      11 6 Melden
    • Felix Walter S. 25.12.2016 22:43
      Highlight Ich glaube nicht daran, dass eine Zinsänderung um ein Viertel Prozent irgendetwas an der Konsumentscheidung ändert. Falls ich z.B. ein Auto benötige, dann kauf ich eines, egal ob der Zins jetzt 5% oder -1% ist. Falls ich keines benötige, kaufe ich keines, egal wie der Zins aussieht.

      Um den Konsum anzukurbeln, hätte die Notenbank beispielsweise Konsumgutscheine unter die Bevölkerung bringen können, anstatt an der wirkungslosen Zinsschraube zu drehen.
      4 7 Melden
    • Mathis 26.12.2016 09:22
      Highlight Du vergisst die Kredite, die Unternehmen aufnehmen können. Die sind für Investitionen. Insofern könnte eine Zinssenkung durchaus die Wirtschaft ankurbeln.
      3 1 Melden
    • Felix Walter S. 26.12.2016 13:14
      Highlight Mathis, ich glaube, dass du Recht hast, das tiefe Zinsen den Firmen helfen könnten. Insofern war die durch mich attestierte "Wirkungslosigkeit" überspitzt formuliert.

      Es wäre denkbar, dass die Notenbanken durch ergänzende Massnahmen wie z.B. Konsumgutschein oder Einrichtung eines Staatsfonds den Konsum viel erfolgreicher ankurbeln hätten können.

      Konkrete alternative Vorschläge würde ich mir von den Makroökonomen wünschen.

      Wie im Artikel beschrieben wird, dürfen die Wissenschaftler nicht "outside the box" denken, weil sie sonst nicht mehr ernstgenommen werden von der eigenen Kaste.
      1 0 Melden
    • Soulrider 26.12.2016 14:07
      Highlight Die Frage ist, ob tiefe Zinsen den Firmen helfen neues zu entwickeln und nachhaltig zu investieren oder ob es ganz einfach nur dem Portemonnaie der Führungsetage und den Aktionären hilft.
      2 0 Melden
    • Thadic 26.12.2016 15:46
      Highlight @studens. Ich finde dein Vorschlag Konsumscheine einzuführen geht in die richtige Richtung. Die Notenbanken versuchen den Konsum und die Investitionen anzukurbeln in dem sie die Zinsen senken. Dieses Geld kann sowohl für die Realwirtschaft als auch für die Finanzwissenschaft fliessen . Mir scheint dass aktuelll dieses Geld vor allem in die Finanzwirtschaft fliesst und deshalb eine neue noch grössere Finanzblase entsteht.
      1 0 Melden
  • canoe58 25.12.2016 00:35
    Highlight Die meisten Ökonomen erklären uns die Wirtschaft anhand von Modellen. Die Basis für eben diese Modelle sind sehr oft Voraussetzungen, die man in der Religion Dogmen nennen würde. Leider hält sich die reale Wirtschaft nicht an diese Modelle, weil die Akteure oft nicht rational und auch nicht voraussehbar handeln.
    Das beste Beispiel ist die Mär vom freien Markt: den gibt es nicht, weil alle Akteure versuchen ein Monopol oder höchstens ein Oligopol (Marktbeherrschung durch wenige) einzurichten.
    32 4 Melden
    • Colourreader 25.12.2016 18:15
      Highlight Modelle sind per se Vereinfachungen. Der Versuch, den Menschen zu Vereinfachen, ist eigentlich schon im Voraus zum Scheitern verurteilt :-).

      Der freie Markt ist sowieso eine Illusion. Kein Markt ist frei, und das ist auch gut so. Ein gewisses Mass an Regulierung macht einen Markt erst so funktionsfähig, wie er funktionieren sollte: Zum Wohl der Menschen. Das ist leider nicht überall gegeben. Und sehen auch viele Ökonomen so.
      6 2 Melden
  • Ignorans 25.12.2016 00:04
    Highlight Zentralbanken haben sich in den letzten Jahren mit verschiedenen neuen Modellen auseinandergesetzt, die das Vorkommen von Negativzinsen ermöglichen. Solche Modelle gabs es vor 20 Jahren noch nicht, da ein solches Zinsumfeld unmöglich schien...
    Aber es ist klar, dass viele makroökonomische Modelle nur von theoretischer Natur sind und nicht fähig sind, die Realität abzubilden.
    12 0 Melden
  • Raphfa 24.12.2016 23:18
    Highlight Nur wenige Ökonomen denken an neue Lösungen. Meistens Aussenseiter wie zum Beispiel Bernd Senf. Und dann noch Laien im Sinne eines fehlenden VWL-Studiums, was wohl ein Vorteil ist.
    Helmut Creutz, der deutsche Geldtheoretiker, hat grosse Arbeit geleistet und dafür den alternativen Wirtschaftspreis erhalten.
    Seine Arbeiten zeigen auf, wie das erwirtschaftete Sozialprodukt durch die Zinsen ungleich verteilt werden, was zwangsläufig zur Kapitalakkumulation in den Händen weniger führt. Er ist ein Vertreter der Freiwirtschaftslehre, die ich eher etwas kritisch betrachte, weil sie zu kurz greift.
    11 1 Melden
  • Aged 24.12.2016 20:17
    Highlight "hohes, nachhaltiges und inklusives Wachstum ....". Ich höre immer "hohes Wachstum" - aber die Erde wächst nicht. Millionen von Jahre ist die Erde ohne "Wachstum" gut gefahren ("Umverteilung" eher). Mir scheint, das mit dem "Wachstum" ist eine Schleife, weil dazu mehr Menschen benötigt werden und dann wieder mehr "Wachstum" gefordert wird.
    40 6 Melden
    • qumquatsch 24.12.2016 23:04
      Highlight Die Kritik ist leider unangebracht, da a) die Bevölkerung (~der Markt) wächst und b) die Konsumlust steigt (befeuert durch das Angebot)

      Recht hast du aber im Bezug auf die Problematik und den überproportionalen Wachstum, da dieses sicher nicht inklusiv und ziemlich sicher nicht nachhaltig ist
      8 9 Melden
    • Pitsch K. Matter 24.12.2016 23:35
      Highlight Das mit dem Wachstum ist eine folge der Zinsen und Zinseszinsen. Zinsen wachsen exponenziell und müssen erwirtschaftet werden.
      8 2 Melden
    • Tiefstapler 25.12.2016 00:15
      Highlight Wäre es eine Sekte so würde man von einem Schneeballsystem sprechen, nicht?
      25 1 Melden
    • Colourreader 25.12.2016 18:08
      Highlight "Nichts auf der Erde ist unendlich, darum gibt es auch kein unendliches Wachstum."

      Dieser Satz tönt toll und ich lese ihn immer wieder. Wer sich etwas tiefer mit Wachstum beschäftigt, stellt fest, dass Technologien die Haupttreiber von Wachstum sind. Neue Technologien entstehen durch Ideen von kreativen Menschen. Könnte es sein, dass der Ideenreichtum von 7 Mia. Menschen tatsächlich unendlich ist? Ich würde das nicht ausschliessen.

      Mein Problem, und vielleicht eig. auch dein Problem mit dem heutigen Wachstum ist: Es ist nicht nachhaltig. Und das muss sich schleunigst ändern.
      7 2 Melden
    • Anam.Cara 26.12.2016 10:52
      Highlight Einverstanden, Colourreader. Die Frage ist eher, wie viel Wachstum oder wie viel "optimierendens Handeln" denn noch gesund ist.
      Wenn eine grosse schweizer Firma mal eben 1000 Leute auf die Strasse stellt um den Reingewinn von 14% auf 14.5% zu steigern, dann ist das nach meinem Wirtschaftsverständnis ungesund. Und unmoralisch noch dazu.

      Nachhaltiges Wachstum kann nicht entstehen, wo Gier herrscht.
      Und ja, ich halte den Ideenreichtum der Menschheit für unbegrenzt. Er bewegt sich aber manchmal in eine Richtung, die nicht mehr "kommerzialisierbar" ist und daher ignoriert wird.
      3 1 Melden
  • Morph 24.12.2016 19:40
    Highlight Stimmt tatsächlich. Bestes Beispiel ist die ZHAW SMS. Sie hat den Anspruch die beste Fachhochschule der Schweiz zu werden und selbst Universitäten zu übertrumpfen... Letztendlich ist es ein möchtegern Club auf dessen Toiletten mit Ritalin gedealt wird und der inhaltlich oberflächlich von der HSG abkupfert um später SVP-Politik zu verkaufen... So weit so gut... Schade ist, dass den Abgängern ein Wissenschaftsverständnis attestiert wird...
    39 15 Melden
  • kliby 24.12.2016 19:11
    Highlight Die Berufsgruppe, vor der ich am wenigsten Achtung habe, sind die Ökonomen, fürwahr. Egoisten, Abzocker, Besserwisser. Ausnahmen bestätigen die Regel. Im Prinzip ist das Wirtschaftsstudium sowas wie ein Religionsstudium. Gott hinterfragen wäre ein Frevel, und so ists mit dem Finanzsystem.
    50 29 Melden
    • Hansdamp_f 24.12.2016 20:05
      Highlight Wieso sind Ökonomen Abzocker und Egoisten? Klassische Ökonomen (Volkswirtschaftler) arbeiten in der Akademie, also in Bildung und Forschung. Verwechselt du da eventuell etwas?
      29 20 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 23:26
      Highlight @Hansdam_f; ich bin zwar fast nie mit Kliby einig und auch diesen Post kann ich nur bedingt stützen, doch viele Ökonomen sind reine Zocker (nicht Abzocker). Ich habe so viele Theorien zur Wirtschaft und vor allem zu Volkswirtschaft gelesen und immer frage ich mich: mit was für Menschen haben die Ökonomen ihre Modelle angedacht? Die Spezies die so sich am Markt verhalten würde wie es das Modell vorsieht gibt es in der nötigen Menge nicht.
      Die Tatsache dass offensichtlich nur Wachstum in irgend einer Form das Heil bringen soll ist für mich klar zu hinterfragen. Nichts ist unendlich auf der Erde.
      24 9 Melden
    • Anam.Cara 26.12.2016 10:56
      Highlight @Hansdam_f: sind denn die Scharen von Beratern, die Firmen kaputtsanieren und das als Erfolg verkaufen nicht auch Ökonomen? Ich kenne keine Zahlen, aber ich würde mal sagen, dass der Grossteil der VWL und BWL Abgänger in der Wirtschaft arbeiten. Oder verwechsle ich da etwas?
      4 3 Melden
    • Hansdamp_f 26.12.2016 11:22
      Highlight @Anam.Cara Das sind in erster Linie BWLer (sehr häufig von der HSG), also Betriebswirtschafter und keine Volkswirtschafter (also Ökonomen). Aber ich verstehe dein Argument ohnehin nicht. In der Beratung hat es auch Juristen, Mathematiker, Physiker etc. Um zu behaupten, was @kliby behauptet, müsste man erst verstehen, was Ökonomen sind.
      4 3 Melden
    • Hansdamp_f 26.12.2016 17:10
      Highlight @Anam.Cara Und wieso sollen genau die Berater "die Firmen kaputtsanieren"? Die Berater tauchen nicht einfach so auf. Das Management der Firmen holt sie, mit dem Auftrag, X Prozent einzusparen oder dies und das effizienter zu machen. Die Beratungsfirmen verdienen sich eine goldene Nase, die Manager können sagen "McKinsey hat berechnet", deshalb verlieren 15 Prozent ihren Job etc. Diese Manager erhalten dann ihren satten Bonus, weil Kosten eingespart oder Gewinnziel erreicht. Überleg Dir also nochmals, wer hier genau die Firmen kaputtspart.
      5 2 Melden
    • FrancoL 26.12.2016 18:19
      Highlight @Hansdamp-f; Anam.Cara hat nicht ganz unrecht. Die Firmen holen die Berater um das Ziel besser zu erreichen. Die Frage ist: wie erreichen denn die Berater das Ziel, mit welchen Mitteln und ist es schlussendlich auch wirklich dieses Ziel das der "Hilferufende" im Visier hatte?
      Firmen wie zB PWC machen nicht immer einen guten Job, sie tendieren (dies sehe ich aus meiner Erfahrung in der Zusammenarbeit mit PWC) die Ziele der Auftraggeber gerne auch einmal in eine gewünschte Richtung zu drehen, um den entsprechenden Erfolg vorweisen zu können.
      Nachhaltigkeit ist auch nicht unbedingt ihre Stärke.
      4 2 Melden
    • Hansdamp_f 27.12.2016 08:49
      Highlight @ FrancoL Doch, es stimmt schlicht nicht. Ich bin auch kein Freund der McKinseys und der BCGs aber die Berater arbeiten auf Auftrag und über solche Aufträge wie über einen effektiven Stellenabbau entscheidet IMMER die Firma respektive das Management. Die Resultate einer Berateranalyse sind bloss Vorschläge.
      2 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2016 10:45
      Highlight @Hansdam_f;
      Der Entscheid liegt bei der Firma? Bis Du Dir da sicher? Es ist nicht unbedingt so, denn meistens ist die Firma ja eben nicht kern gesund und die Banken mischen beim Entscheid mit. Darum braucht ja diese Firma auch diese Beratung und die Beratung wird häufig auch durch die Bank verlangt die das Resultat als Ziel setzt und damit die Handlungsfreiheit der Firma, so wie Du sie siehst, kaum mehr möglich macht.
      Als Fachexperte muss ich für Kunden diese Beratungen im Sektor der Liegenschaftenevaluation beurteilen und stelle fest, dass in diesem Sektor BEWUSST "manipuliert" wird.
      4 2 Melden
    • Hansdamp_f 27.12.2016 12:50
      Highlight @FrancoL
      Na und? Dann ist es ja trotzdem der Entscheid der Firma. Sanieren oder untergehen. Wenn Firmen in diese Lage geraten, wurden vorher Fehler gemacht. Und in deinen Augen sind alle anderen schuld, nur die Firma und ihre Führungskräfte nicht.
      2 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2016 13:53
      Highlight @Hansdamp_f; Deiner Argumentation folgend ist es durchaus io dass eine Firma bewusst falsch beraten wird?
      Was ist das für eine sorry dämliche Einstellung? Wenn ich zum Arzt gehe weil ich annehme ich sei Krank, dann erwarte ich dass der Arzt seinen Job tut. So kann auch eine Firma erwarten dass der Berater seinen Job macht. Das tragische ist ja dass die Banken da mitspielen und dem Berater mehr Glauben schenken. Dies hat so auch seine Logik, denn die Banken wollen kein Geld riskieren, auch wenn sie fehl investiert haben und da tut häufig die "ideologische" Beratung ihren "guten" Dienst.
      3 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2016 14:03
      Highlight @Hansdam_F; Man muss schon weit ab jeglicher leitenden Position sein um die Mechanik der Beratung und der finanziellen Unterlegung so miss zu deuten wie Du das tust.
      Es geht häufig ja gar nicht einmal um das Sanieren. Viele Firmen gehen den Weg der Optimierung und da leisten sich etliche Berater die abwegigsten Gedankengänge. Wenn sie genügend renommiert sind dann wird dies die finanzielle Struktur des Unternehmens beeinflussen und die Unabhängigkeit des UN stark mindern. Die Bank wird sich häufig in solchen Fällen auf den Berater stützen, der selten die Interessen der Bank nicht stützt
      2 2 Melden
    • Hansdamp_f 27.12.2016 15:24
      Highlight @FrancoL Spiel deinen Kindergarten alleine weiter. Falls du deine Kommentare während der Arbeitszeit absetzt, wäre da mal eine Sanierung notwendig. Da nützt es nichts, dass du die Kommaregeln nicht kennst und dadurch auf deine zweitausend Watson-Kommentare rund sieben Sekunden eingespart hast.
      2 1 Melden
    • FrancoL 27.12.2016 15:56
      Highlight @Hansdum_f; Mach Dir keine Sorgen um meine Kommakünste und vor allen nicht um mein Unternehmen, das läuft bestens seit mehr als 20 Jahren ist gut etabliert mit Ausleger im Ausland und steht schön fest in der Wirtschaft. Darum sehe ich auch wie kaputt saniert und optimiert wird und das ist teilweise eine Schande.
      Ich erachte es allerdings als tragisch wenn einer zwar die Kommaregel kennt sich aber in der Realität sicherlich nur knapp bis gar nicht auskennt. Hoffentlich bist Du nicht in der Beratung tätig und schon gar nicht in der Optimierung / Sanierung.
      2 1 Melden
  • Raphfa 24.12.2016 18:10
    Highlight Kernaussage von Philipp Löpfes Artikel stimmt: Entweder werden sie dümmer aufgrund ihrer ideologischen gefärbten Ausbildung; oder dann einfach opportunistisch wie ein Theologe, der schon lange weiss, das seine "Wahrheit" höchstens dank dem imposanten Drumherum noch geglaubt wird.
    Auch viele vermeintliche Kritiker sind in diese Rückzuggefechte verwickelt. Man erkennt sie an den Worthülsen wie nachhaltiges Wachstum, unabhängige Notenbanken(!!!???), Reformen, Deregulierung, Regulierung etc.
    Wenn nachweislich nicht funktionierendes System Bankrott ist, so muss es komplett ersetzt werden.
    30 8 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 24.12.2016 18:49
      Highlight Womit?
      12 5 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 19:24
      Highlight Der Schlusssatz mag stimmen, doch alle Systeme sind letztendlich von uns Menschen erschaffen und widerspiegeln unsere Denkweisen.
      Je länger ich die Wirtschaft betrachte denke ich dass wir uns neu erfinden müssen, ein guter Teil der Gesellschaft sich hinterfragen muss, welches denn noch die Prinzipien sind die man stützen mag.
      Man kann noch lange Wirtschaftstheorien aufbauen sie wieder demolieren, wenn wir uns nicht hinterfragen nützt das niemandem.
      25 3 Melden
    • Hansdamp_f 24.12.2016 19:32
      Highlight Du meinst den Sack aber schlägst den Esel. Politiker sind verantwortlich für die Regulierung, nicht die Ökonomen. Letztere können warnen aber Politiker tun am Ende oft etwas anderes und/oder was ihrer Klientel dient. Bekanntestes Beispiel ist die Euro-Einführung.
      17 12 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 20:25
      Highlight Nein ich meine weder den Sack noch den Esel, sondern die Teilnehmer an der Wirtschaft.
      Zu den billigeren Ausreden zähle ich das ewige Bashen gegen die PolitikerInnen, die letztendlich nur BefehlsnehmerInnen sind, BefehlsnehmerInnen von einer allmächtige Wirtschaftslobby.
      Diese Macht hat aber nicht irgend jemand erfunden sie ist auch nicht einer Theorie entsprungen, sie wurde so von den entsprechenden Akteuren angedacht und umgesetzt, sie ist kein Naturgesetz. Schon eher ist die Tatasche dass wir etliche gierige Menschen haben offensichtlich ein Naturgesetz. Gier ist der Ursprung!
      20 7 Melden
    • Hansdamp_f 24.12.2016 22:54
      Highlight Die "Teilnehmer an der Wirtschaft" sind wir alle. Und kein Politiker muss "BefehlsnehmerInnen einer allmächtige Wirtschaftslobby" sein. Das machen die ganz freiwillig. Nimm die Schweiz: Kein einziger Politiker ist gezwungen, irgendwelche Mandate oder Gelder politischer Anspruchsgruppen anzunehmen. Wenn du Politiker wählst, die das tun, kannst du dich an der eigenen Nase nehmen.
      9 1 Melden
    • FrancoL 25.12.2016 09:32
      Highlight @Hansdamp_f; Ich mag ja die Platte mit dem ewigen Gut-Mensch-Bashing überhaupt nicht, nein sie regt mich immer mehr auf.

      Aber Deine Aussage weit ab von jeglicher Realität hat mindestens den gleichen schalen Geschmack.

      Wir müssen nicht nicht, ABER wir tun es, weil wir nicht vollkommen sind und weil etliche von uns der GIER erlegen sind.
      Wir sind auch wenn heute Weihnachten ist nicht perfekt und ordentlich schnell käuflich, darum läuft auch Vieles schief, aber wir sind nicht annähernd perfekt.
      Viele denken sie wäre es nicht sobald sie in der nähe von Macht sind, erliegen sie dem Geld.
      6 3 Melden
    • FrancoL 25.12.2016 09:38
      Highlight @Hansdamp_f; Wenn jemand sich an seiner Nase nehmen muss dann sind es die die so denken wie Du, die sich überschätzen in der Annahmen man können das Handeln der Mächtigen im voraus immer erahnen.
      Nein wir können Vieles nicht mit berücksichtigen und DARUM gibt es Mechanismen die den Politiker kontrollieren. Und diese Mechanismen sind heute schlecht ausgestattet weil der Bürger sich gerne sehr Freiheit liebend gibt ohne zu bedenken dass viele Beispiele zeigen dass wir leider mit Freiheit nicht so richtig umgehen können.
      Wenn wir einmal einsehen werden dass wir nicht perfekt sind, sind wir weiter
      8 3 Melden
    • Hansdamp_f 25.12.2016 13:09
      Highlight @FrancoL Ich kann deiner Argumentation nicht folgen. Sie ist reichlich wirr. Als in der Schule die Kommaregeln besprochen wurden, hättest du besser aufgepasst und nicht stattdessen das kommunistische Manifest gelesen.
      3 5 Melden
    • FrancoL 25.12.2016 14:52
      Highlight @Handdamp_f; Anstelle Dich über die Kommaregel und das kommunistische Manifest lustig zu machen könntest Du versuchen dich weniger wirr als ich zu äussern aber dafür vielleicht dann wenn Du schon am "Bashen" bist Deine Ansicht unterlegen.
      Meine Aussage ist so ziemlich klar und unmissverständlich: Politiker sind wie Du und ich, haben ihre Fehler und diese kann man Ihnen nicht verwehren, denn man verwehrt uns unsere ja auch nicht. Darum müssen wir Mechanismen zustimmen die dieses Verhalten in Schranken halten und dies hat wenig mit einem kommunistischen Manifest zu tun.
      5 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 25.12.2016 16:23
      Highlight Bevor wir irgendwelchen "Mechanismen zustimmen" können, "die dieses Verhalten in Schranken halten", müssten wir solche Mechanismen doch erst erfinden.

      Die bisherige Smith-Marx-Keynes-Mechanik erfüllt diesen Zweck offenbar nur noch bedingt. Insofern stimme ich Franco zu. Macht korrumpiert. Wir sind schon alle Teilnehmer der Wirtschaft. Aber die Gewicht sind ungleich verteilt. Scheinbar ohne Bezug zur Verantwortung. Verhungern tun nur die anderen ohne Gewicht.

      Rapha findet, dieses System "muss komplett ersetzt werden". Aber womit? Welchen Mechanismen "müssen" wir denn zustimmen? Vorschläge?
      3 0 Melden
    • FrancoL 25.12.2016 16:49
      Highlight Um Mechanismen anzudenken müssen wir wissen was diese Mechanismen denn genau verhindern sollen und da ist die Uebung praktisch schon zu ende; Wir werden uns kaum auf die Wertung und Sichtung des gleichen Wirtschaftslecks einigen können und so wursteln wir weiter. Ähnlich ist es mit der Umwelt, man schützt nicht weil man sich nicht einig ist was geschützt werden muss und so wursteln wir weiter.
      5 2 Melden
    • Colourreader 25.12.2016 17:59
      Highlight Unser Wirtschaftssystem komplett neu zu erfinden ist vielleicht etwas gross für die Watson-Kommentarspalte :-) Aber der Punkt ist gut, denn er zeugt von der Unzufriedenheit mit dem heutigen System.

      Ich denke nicht, dass wir das heutige System komplett über Bord werfen müssen. Eher mit grobem Wekzeug daran herumschrauben.

      Hier zwei Punkte: Für eine nachhaltigere Wirtschaft müssen Unternehmen die externen Kosten ihres Handelns zahlen (bestes Beispiel: CO2-Abgaben, das kann beliebig übertragen werden).
      2.: Die heutige Verteilung bevorzugt das Kapital. Höhere Erbschafts- und Vermögenssteuern?
      5 1 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 24.12.2016 17:08
    Highlight Geld ist Mittel zum Zweck.

    "IN GOD WE TRUST" steht in grossen Lettern auf Dollarscheinen. Der Zweck wäre klar und deutlich deklariert.

    Egal, ob Gott existiert oder nicht, NUR er würde Vertrauen verdienen. Sonst keiner.

    Wie schafft man Vertrauen unter Menschen, denen wir nicht vertrauen?

    Geld schafft Regeln, Smith verspricht Wohlstand, Marx die gerechtere Verteilung, und Keynes beschwört die sich Selbstorganisation der Märke. Wir basteln ein Modell, dem wir vertrauen.

    "Um etwas zu verändern, entwirf ein neues Modell, dass das existierende überholt erscheinen lässt."
    -Buckminster Fuller.
    27 2 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 18:12
      Highlight Um etwas zu verändern, entwirf ein neues Modell, dass das existierende überholt erscheinen lässt."
      -Buckminster Fuller.

      Die Frage ist doch: Ist etwas das das existierende überholt erscheinen lässt denn auch wirklich besser?

      Mich stört "ERSCHEINEN" lässt. Noch nie habe ich besonderen Wert auf die Erscheinung gelegt!

      Als junger Student habe ich immer die Daten in Glanzprospekten genauer gelesen und hinterfragt und es war häufig bitter nötig.
      13 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 24.12.2016 18:47
      Highlight Im englischen Original lautet das Zitat so:

      “You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.”
      -Buckminster Fuller

      Also vielleicht so:

      "Entwirf ein Modell, welches das existierende Modell überflüssig macht."
      18 0 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 20:18
      Highlight Ja da kommen wir der Wahrheit schon wesentlich näher.
      Als Planer stelle ich aber trotzdem fest dass man nur mit dem planen kann was einem zur Verfügung steht, bzw das neue Resultat oder Modell nur so gut wird wie die Akteure und da habe ich selbst bei einem Neuanfang so meine Bedenken, wenn ich sehe wie doch mach einer im Verlaufe seiner Veränderung sich plötzlich nicht mehr erkennen mag.
      4 3 Melden
    • Firefly 24.12.2016 21:34
      Highlight Ein neus Modell, das das existierende überholt erscheinen lässt? Das macht doch Apple meisterhaft, aber ohne etwas zu verändern!
      9 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 24.12.2016 17:07
    Highlight Täusche ich mich, oder fehlt hier die inhaltliche Kritik an den Ökonomen?
    30 5 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 24.12.2016 17:25
      Highlight Die inhaltliche Kritik lässt sich offenbar ohne Verständnis der Stringtheorie nicht verständlich machen. Aber die meisten von uns kennen Stringtheorie höchstens vom Schlafzimmer. ;)

      Soweit ich die Kritik verstehe, braucht man nicht unbedingt Stringtheorie. Aber ein gewisses Verständnis von dynamischen Systemen.

      In solchen Systemen, wenn sie stabilisierende Eigenschaften aufweisen, existieren sogenannte Attraktoren, die dann zB. die Zentralbank- und Makro-Ökonomen in ihren Modellen gefangen nehmen. Flucht ist praktisch undenkbar.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Attraktor

      Oder so... ;)
      6 4 Melden
    • Platon 24.12.2016 21:59
      Highlight Hätte mir auch etwas mehr inhaltliche Kritik gewünscht. Auf welche Modelle bezieht er sich denn genau? Für Leute die etwas von Makroökonomie verstehen wäre das noch hilfreich. Aber man kann das Mundell-Flemming-Modell bei den Lesern nicht voraussetzen.
      9 2 Melden
  • Hansdamp_f 24.12.2016 17:00
    Highlight OK. Herr Löpfe, Sie haben's nicht ganz verstanden. Immerhin geben Sie es dieses Mal zu - anders als bei ihren weiteren, meist weltfremden Kommentaren zur Wirtschaftspolitik. Trotzdem setzen Sie einen reisserischen, pauschalisierenden Titel, der wenig mit dem Artikel zu tun hat. Wollen Sie damit den Weg vorspuren, um das nächste Mal die EU-Politik von oben und den Euro besser verteidigen zu können? All die Ökonomen, die das Gegenteil behaupten sind ja ohnehin dumm, gälled Sie.
    24 37 Melden
    • Scenario 24.12.2016 17:10
      Highlight @Hansdamp_f was genau ist denn deine Aussage ausser Löpfe Bashing?
      29 14 Melden
    • Hansdamp_f 24.12.2016 17:25
      Highlight @Scenario Kritik am reißerischen Titel und der Pauschalisierung ("Ökonomen werden dümmer"). Du hast es anscheinend auch nicht richtig verstanden und reagierst auf meinen Kommentar, anstatt auf die inhaltliche Kritik. P.S.: Es heisst Löpfe-Bashing (und Grund dazu gibt es wegen der blinden Pro-EU-Haltung reichlich).
      16 32 Melden
    • dmark 24.12.2016 20:25
      Highlight Ich stehe ja auch nicht immer auf der Seite von Löpfe, muss ihm aber gerade bei diesem Artikel doch recht geben, anstatt ihn hier mit seinem Bericht zu zerreissen. Und hier geht es ja auch nicht um eine "blinde Pro-EU-Haltung". Soviel Fairness muss sein.
      Es ist doch auch wirklich zu beobachten, dass sich immer mehr Riegen einer sog. Wissenschaftler-Mafia bilden, in der keine Krähe der anderen ein Auge aushacken will - aber nicht nur bei den Ökonomen. Es geht diesen Leuten nur um das Absichern ihrer Einkünfte.
      8 4 Melden
  • Midnight 24.12.2016 16:47
    Highlight Da kommt mir doch gleich wieder "The Big Short" in den Sinn. Interessanter Artikel. Ich hoffe, dazu gibt es bald noch mehr zu lesen.
    7 7 Melden
  • Spooky 24.12.2016 16:37
    Highlight "eine Kernschmelze des internationalen Finanzsystems"

    Was bedeutet das konkret? Müssten die meisten Menschen verhungern? Oder was?
    7 4 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 24.12.2016 17:49
      Highlight Es ist etwa auf dem Level von, einer Humanitären Kernschmelze. ka was das sein soll aber es geht in etwa in die gleiche Kategorie.
      4 0 Melden
    • Spooky 25.12.2016 17:44
      Highlight Danke, The Destiny, aber das hilft mir irgendwie auch nicht weiter ;-)

      Ich behaupte darum mal frech, dass eine Kernschmelze des internationalen Finanzsystems nur die oberen Zehntausend betreffen würde. Leute, die sowieso kein Geld haben, würden es nicht einmal merken.

      Aber ich lasse mich gerne belehren von Experten.
      (Falls sie sich zu Wort melden :-)
      3 0 Melden
    • Anam.Cara 26.12.2016 11:10
      Highlight @Spooky: Ich hab ein Buch von Weik/Friedrich gelesen ("Der Crash ist die Lösung"), das darlegt, warum das System crashen muss. Und es gibt ein Beispiele, was nach so einem Crash passiert (loser Auszug):
      Die Notenbanken können den Wert ihrer Noten nicht mehr garantieren. Es gibt im Handel kein Vertrauen ins Geld mehr. Es gibt kein Geld mehr (z.B. an den Bankomaten). Die einfachen Leute verlieren ihre Ersparnisse - z.B. zur Deckung der Staatsschulden. Die Menschen führen den Tauschhandel wieder ein um nicht zu verhungern.
      Das kann kann einige Zeit dauern. Bis ein neues System funktioniert.
      2 0 Melden
    • Spooky 26.12.2016 20:30
      Highlight Danke, Anam.Cara

      Ich habe das Taschenbuch "Der Crash ist die Lösung" eben bei Amazon für EUR 9.82 (inklusive Verpackung und Versand) bestellt.
      3 0 Melden
  • pamayer 24.12.2016 16:34
    Highlight Klar gierige Egoisten
    14 4 Melden
  • Colourreader 24.12.2016 16:29
    Highlight Gleich alle Ökonomen an den Pranger zu stellen, ist übertrieben. Ökonomen leisten heute in den verschiedensten Bereichen wertvolle Arbeit und Forschung.

    Zur Kritik an sich: Dass die Notenbanken nicht fehlerfrei agiert haben, ist durchaus möglich. Allerdings sind und waren Notenbanken nie ein Allerheilmittel.

    Wegen ihrem "Versagen" jetzt weniger Unabhängigkeit zu fordern, ist ein heisses Spiel. Das würde bedeuten, dass genau jene Politiker, die es verpasst haben, echte Reformen anzupacken, auch über die Geldpolitik entscheiden können. Wollen wir das wirklich?
    35 9 Melden
    • Jol Bear 24.12.2016 21:42
      Highlight Das Versagen der Notenbanken liegt darin begründet, dass sie nicht mehr unabhängig sind. Bsp. EZB: nichts anderes als Satelliten der EU-Politik. Die Forderung müsste lauten: gebt den Notenbanken wieder Unabhängigkeit, befreit sie vom Gängelband der Politik. Im Fall des Euro allerdings schwierig. So, wie er aufgegleist wurde, ist er ein Produkt der "dummen Ökonomen" im Verbund mit Politikern. Ökonomen der klugen Sorte (diese gibt es durchaus) hatten frühzeitig davor gewarnt und abgeraten.
      9 2 Melden
  • MaxM 24.12.2016 16:27
    Highlight Ok, da ich in diesem Artikel eigentlich keine Kritik, aber im Titel doch eine Beleidigung sehe: Wird Herr Löpfe immer dümmer oder einfach nur noch unsachlicher und egoistischer?
    28 20 Melden
  • Soulrider 24.12.2016 16:18
    Highlight Ein Schneeballsystem funktioniert nie.
    23 1 Melden
  • 90er 24.12.2016 16:03
    Highlight Herr Löpfe ich verstehs nicht ganz. Was wollen Sie mit diesem Artikel aussagen?
    Das ein Teil der Ökonomen (was im Titel übrigens nicht klar wird und Sie alle Wirtschaftswissenschaftler in einen Topf werfen) immer auch zu ihrem eigenen Nutzen forschen und publizieren? Und Modelle benutzen die nicht absolut akkurat sind?
    Nun ist es in den allermeisten Wissenschaftlichen Disziplinen so das Modelle benutzt werden die nicht alles Abbilden und Dinge vereinfachen (übrigens ist das die Definition von "Modell")
    Und ja klar sind die Ökonomen Egoisten, genau so wie die Juristen, Historiker etz.
    28 7 Melden
    • phreko 24.12.2016 16:39
      Highlight Das Problem ist eher, dass man gewissen möglicherweise falschen Modelle folgen muss, um überhaupt Anerkennung in der Ökonemenwelt zu erhalten. Es gibt somit keine Auseinandersetzung mit anderen Möglichkeiten, da keines dieser Alphatiere daneben liegen möchte. Das führt dazu, dass sie sich gegenseitig schützen und möglicherweise damit die Weltwirtschaft als Geisel nehmen, um ihren eigenen Status zu verteidigen.
      27 1 Melden
    • _kokolorix 24.12.2016 19:56
      Highlight Der Grossteil der Ökonomen beharren auf einem Modell das nur stabil ist wenn die Wirtschaft stark exponentiell wächst > 6%, sicher mehr als die Kapitalrendite. Das ein solches Wachstum nur kurzeitig möglich ist wird verdrängt.
      Dieses Modell führt zwangsweise zu einer Vermögensverteilung wo das reichste Perzentil gegen 80% des Gesamtvermögens besitzt, was wiederum zu sozialen Unruhen und Kriegen führt, die das wieder korrigieren. Allerdings könnte man das auch wesentlich weniger gewalttätig haben,wenn man grosse Erbschaften und Vermögen angemessen besteuern würde. Etwas das heute undebkbar ist
      14 3 Melden
    • 90er 24.12.2016 23:17
      Highlight @_kokolorix

      Interessant Aussage, hast du mir einen Link zu den >6% und das mit der Vermögensverteilung? ( Also nicht die aktuelle Verteilung sondern die Studie die belegt wie es dazu kommt).
      Würde mich sehr interessieren ;)
      4 1 Melden
    • _kokolorix 25.12.2016 08:57
      Highlight @90
      Lies Pikettys 'Das Kapital im 21, Jahrhundert', dann wirst du verstehen warum das so ist.
      Nur wenn das Wirtschaftswachstum grösser ist als die Kapitalerträge, welche im langjährigen Schnitt immer um die 5% lagen, hört die automatische Vermögensakkumlation auf und die Gesellschaft kann gleicher werden, ansonsten werden automatisch die Reichen immer reicher bis es knallt.
      http://piketty.pse.ens.fr/en/capital21c2
      6 0 Melden
    • Colourreader 25.12.2016 17:43
      Highlight @_kokolorix
      Deine Aussage ist korrekt. Allerdings übersiehst du, dass diese Ungleichheit mit einem angepassten Steuersystem im Rahmen gehalten werden könnte. Das hat wenig mit den Ökonomischen Modellen an sich zu tun. Sondern vielmehr mit der Privilegierung von Arbeit ggü. Kapital (Stichwort ungenügende oder nicht-existente Vermögenssteuer) und erblicher Ungleichheit (Stichwort ungenügende oder nicht-existente Erbschaftssteuer).
      Wenn wir diese zwei "Hebel" richtig stellen würden, wäre das Produkt unserer Wirtschaft viel gleichmässiger verteilt.
      5 0 Melden
    • _kokolorix 25.12.2016 18:20
      Highlight @Colourreader
      Habe ich weiter oben genau so gesagt. Aber die falsch interpretierten Modelle geben jenen Auftrieb welche von der 'unsichtbaren Hand des Marktes' schwafeln. Diese verbitten sich jegliche Einmischung des Staates, weil der Staat ja nach diesen Modellen eben nur die optimale Entfaltung des Marktes behindert.
      Piketty beweist mit seinen aufwändig zusammengetragenen statistischen Daten, dass der freie Markt eben zur Vermögenskonzentration strebt (und das seit Jahrhunderten!) und nur staatliche Eingriffe dies korrigieren können
      4 0 Melden
  • Special K 24.12.2016 16:02
    Highlight Man sollte sich bei aller Kritik bewusst sein, dass die Zentralbanken nicht für nachhaltiges Wachstum sorgen können.

    Nachdem die Zentralbanken im Nachgang der Finanzkrise einen Sturz in eine Depression verhindert hatten, hätte die Politik die Rahmenbedingungen anpassen müssen und ihre Volkswirtschaften wieder auf den Wachstumspfad bringen müssen.

    Die Politik hat aber einfach nur die Probleme vor sich hergeschoben. Und jetzt überlassen sie das Feld den Populisten.
    42 2 Melden
    • Scenario 24.12.2016 17:00
      Highlight Das grundlegende Problem ist doch bereits dasjenige, dass die Rahmenbedingungen als Einmischung bzw. Intervention in die Marktwirtschaft verstanden werden und als Marktverzerrung gebrandmarkt sind. Was jedoch unregulierte Märkte anstellen können, haben wir mit der Finanzkrise gesehen.
      Wenn es dann darauf ankommt, dass die Marktmechanismen ein Opfer fordern für unseriöses "Geschäften", alle den Staaten um Hilfe bitten und das widerspricht wohl jeglichem gesunden Marktverständnis.
      Man hätte schon damals ein Zeichen setzen müssen und viel mehr Finanzinstitute zum Teufel jagen müssen.
      16 2 Melden
    • Pitsch K. Matter 24.12.2016 18:37
      Highlight Keine Einmischung hätte der Kollaps des internationalen Finanzsystems bedeutet. Nun wurde dieser Crash herausgeschoben.
      9 1 Melden
    • FrancoL 24.12.2016 21:28
      Highlight @Scenario; Das "zum Teufel jagen" ist so ein Problem wenn ein Teil Deines Geldes in den Instituten steckt. Hätte man sie UBS fallen lassen, da hätten viele Hauseigentümer mehr als nur ihre liebe Mühe gehabt, denn die Häuser (bzw die Hypotheken) wären noch der letzte Betzen gewesen den die UBS den Gläubigern hätte anbieten können.

      Als dies zur Diskussion stand habe ich mit vielen Hypothekarnehmern gesprochen und nicht wenige hätten riesen Mühe gehabt ohne Verluste ihre Häuser umzukreditieren. Der eh schon kleine und teilweise labile Eigentumsanteil wäre schön ins trudeln gekommen.
      5 4 Melden
  • Therealmonti 24.12.2016 15:15
    Highlight Hä??? Bahnhof!
    22 12 Melden

Nach nur 31 Stunden – Allianz gegen Waffenexporte hat 25'000 Unterstützer zusammen

Die Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer hat 25'000 Unterstützer beisammen. Diese erklärten sich bereit, je vier Unterschriften für die Korrektur-Initiative zu sammeln. Das Volksbegehren kann damit starten.

Die 25'000 Unterstützungswilligen erklärten sich innert zwei Tagen zu ihrem Einsatz bereit, die die überparteiliche Allianz am Dienstag mitteilte. Das zeige den massiven Unmut der Bevölkerung über die Bundesratspläne für eine Lockerung der Ausfuhrvorschriften.

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