Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06725747 A worker walks past of the solar photovoltaic elements at the solar power plant, which was built near Shchyrets village, south of Lviv, western Ukraine, 10 May 2018. The Shchyrets 1 solar power plant has about 33,400 square meters of solar panels expected to generate 2,169,000 kWh of electricity each year.  EPA/PAVLO PALAMARCHUK

Bild: EPA/EPA

So gigantisch viel Solarenergie ging uns im Juni durch die Lappen



«watson! Der Juni war doch so sonnig! Kannst du nicht ausrechnen, wie viel Sonnenenergie in der Schweiz ungenutzt verpufft ist?»

Ein besorgter, aber interessierter Bürger

Ja, aber das wird eine rein hypothetische Spielerei*.
*Die viele Probleme der Solarenergie ausspart.

Die internationale Energieagentur (IEA) berechnete für die Schweiz ein Solarenergieproduktionspotential für das Jahr 2050 von 32 TWh (Terawattstunden) und korrigiert damit alte Berechnungen (18TWh) weit nach oben.

Greenpeace kommt mit 30 TWh auf ein ähnliches Potential und auch die Schätzungen von swissolar.ch weichen nicht markant ab.

Nehmen wir also an, das Solarenergieproduktionspotential der Schweiz liegt bei 30 TWh pro Jahr.

«Wie viel Solarenergie hätte die Schweiz im letzten Juni  theoretisch produzieren können?»

Ein besorgter, aber interessierter Bürger

Juni 2018 – das war eitel Sonnenschein. Laut Stefan Müller von meteotest.ch schien die Sonne im Juni derart oft, dass die Messstation in Bern 14,5% der jährlichen Sonneneinstrahlung (Mittelwert der letzten 20 Jahre) registrierte. Die Station in Zürich erfasste gar 14,8%.

Die Milchbüechlirechnung lautet demnach: Wie viel sind 14,65% ((Zürich + Bern)/2) von 30 TWh?

Es sind 4,395 TWh oder 4'395 GWh (Gigawattstunden).

«Und wie viel haben wir tatsächlich produziert?»

Ein besorgter, aber interessierter Bürger

0,292 TWh oder 292 GWh.

Und so haben wir die 292 GWh berechnet:

Laut Swisssolar produzierten Schweizer Solaranlagen 2016 1580 Gigawattstunden Energie. Der Marktanteil betrug 2,3%. Für das Jahr 2018 nehmen wir einen gleichbleibenden Stromverbrauch an (2017 stieg der Verbrauch um 0,4%) und einen Marktanteil der Solarenergie von 2,9%. Das ergibt eine Gesamtjahresproduktion für 2018 von 1992 GWh. 14,65% von 1992 GWh entsprechen 292 GWh oder 0,292TWh

«Da ist uns aber recht viel durch die Lappen gegangen!»

Ein besorgter, aber interessierter Bürger

Ja. 4,103 TWh oder
4'103 GWh oder
4'103'000 MWh oder
4'103'000'000 KWh

«Mir sagt diese Zahl nichts. Was hätte man mit ‹4,103 blablabla› anstellen können?»

Ein besorgter, aber interessierter Bürger

Gut, dass du fragst.

Image

Dieses Haus produziert 7 Mal mehr Energie als es verbraucht

Play Icon

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

60
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
60Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hubert Kirrmann 10.07.2018 10:48
    Highlight Highlight Solange wir diese Energie nicht verwerten oder speichern können für die Wintermonate, nützt sie nichts. Es ist wie eine riesiege Kirschenernte.
    4 1 Melden
  • EvilBetty 10.07.2018 10:20
    Highlight Highlight Die Lösung wäre ja eigentlich weniger Energie zu verbrauchen, statt mehr zu produzieren...
    3 0 Melden
  • Pointer 09.07.2018 17:00
    Highlight Highlight Wer will schon 4,1 Milliarden Stunden staubsaugen? 🧐
    1 0 Melden
  • Urs Stotz 09.07.2018 15:24
    Highlight Highlight Es müssten mindestens 240 TWh sein, ohne dass die Grauenergie (z.B. Import energieintensiver Industrieprodukte im Ausland usw), ohne dass die Speicherung einberechnet ist.
    Die hypothetische 30 TWh Solarenergie Jahresproduktion reichen bei weitem nicht. Wir müssten 8x mehr also mindestens 240 TWh abdecken.
    Quelle: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_567334882.xlsx
    8 18 Melden
    • Pointer 09.07.2018 17:12
      Highlight Highlight Letztes Jahr haben wir in der Schweiz 58,483 TWh elektrische Leistung genutzt.
      Die Gesamtenergienutzung betrug 849 790 TJ, umgerechnet 236,1 TWh. Wenn man Fahrzeug und Heizungen auf Varianten umstellt, die kein Erdöl brauchen, wird der Gesamtenergiebedarf niedriger, da die anderen Varianten viel energieeffizienter sind.
      1 0 Melden
  • Urs Stotz 09.07.2018 15:24
    Highlight Highlight Prozentual gesamter Endverbrauch 2016:
    34% Treibstoffe
    16% Erdölbrennstoffe
    25% Elektrizität
    14% Gas
    4.5% Holzenergie
    2.2% Fernwärme
    2.5% erneuerbare Energien (1.7% Umweltwärme, 0.3% Sonne, 0.2% Biogas, 0.2% Biogene Treibstoffe)
    Die 25% Elektrizität entsprechen 62 TWh.
    Die 25% Elektrizität entsprechen 62 TWh.
    33% 20TWh werden durch Atomkraftwerke
    27% 17TWh werden durch Wasserkraftwerke Laufwerke
    33% 20TWh werden durch Wasserkraftwerke Speicherwerke
    Um von den fossilen Brennstoffen und von Atomkraftwerken wegzukommen, reichen die hypothetischen 30 TWh Solarenergie bei weitem nicht.
    16 18 Melden
    • Mario Conconi 09.07.2018 23:20
      Highlight Highlight Darum besser garnicht erst anfangen? Wollen Sie uns das sagen? 👎
      4 1 Melden
  • infomann 09.07.2018 15:10
    Highlight Highlight Alle wenn und aber....
    Es gibt keine andere Energie wo wir selber produzieren können ausser noch viel mehr Strom.
    All den Gegnern sollte langsam ein Licht aufgehen, oder wollen sie dass das Licht ausgeht??
    15 22 Melden
  • Olf 09.07.2018 15:00
    Highlight Highlight Viele thermische Kraftwerke sind bereits mit Power to Heat Systemen ausgerüstet, dass heißt dass an Spitzentagen Energie aus dem Netz aufgenommen wird um Dampf zu erzeugen der wiederum in einem Kondensator vernichtet werden kann. Mehr Solarzellen helfen also überhaupt nicht solange die Energie nicht gespeichert werden kann.
    25 8 Melden
    • Beat Galli 09.07.2018 20:40
      Highlight Highlight Dann ist ka klar was zu tun ist. Mehr Speicherkraftwerke, oder solche anders nutzen.
      2 0 Melden
  • PhilippS 09.07.2018 14:55
    Highlight Highlight Spannend der Vergleich zwischen SBB/Haushalte vs. Auto. Da sieht man ziemlich deutlich, wie krass viel Energie auf der Strasse verbraucht wird.

    Natürlich alles hypothetisch und es werden auch nur alle in der Tesla-Leistungsklasse rumkurven.
    27 0 Melden
  • Husar 09.07.2018 14:47
    Highlight Highlight Eine PV-Anlage mit 5 KW Spitzenleistung kostet ca. 20000 Franken und hat 29 qm Solarfläche (für durchschn. Haus).

    Diese Anlage produziert im Jahr rund 6000 KWh. Die KWh kostet in der Schweiz ungefähr 20 Rp. Das heisst, das Dach generiert Strom mit einem Marktwert von 1200 Fr. pro Jahr. Die Investition ist somit frühestens erst nach 17 Jahren amortisiert. Unterhaltskosten nicht eingerechnet. Produktionsüberschuss, der unter 20 Rp./KWh verkauft werden muss, nicht eingerechnet.
    Die Kostendeckende Einspeisevergütung gibt es übrigens nicht mehr.
    Ich installiere kein PV-Anlage, weil unrentabel
    36 29 Melden
    • infomann 09.07.2018 16:37
      Highlight Highlight Ich denke du müsstest mal die neuesten Preise anschauen....
      Deine Kalkulation ist überholt..
      1 1 Melden
    • c.v. 09.07.2018 16:45
      Highlight Highlight Also ich hab in diesem Frühling eine Anlage mit 13 kWp für etwa 25'000.- gebaut. Weiss nicht woher die 20'000.- für 5 kWp stammen, aber die scheinen mir doch extrem teuer...
      1 0 Melden
    • esmereldat 09.07.2018 17:14
      Highlight Highlight 1. Lebensdauer einer PV-Anlage >20 Jahre, das heisst wenn du eine Amortisationszeit von 17 Jahren hast, kannst du sie rentabel betreiben.

      2. 20'000 CHF für 5 kWp ist eher hoch, das sind spezifische Kosten von 4000 CHF/kWp. Das ist selbst für eine Kleinanlage teuer. Falls du keine super komplizierte Installationsbedingungen hast, sollte der Preis tiefern liegen. Da würde ich Vergleichsofferten einholen. ;-)

      3. Sind Steuereinsparungen möglich.

      4. Die KEV gibt es noch, für Kleinanlagen gibt es aber neu eine Einmalvergütung in der Höhe von max. 1/3 des Anlagenpreises. Lohnt sich.
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Husar 09.07.2018 14:16
    Highlight Highlight Man müsste es den Liegenschaften- und Landbesitzern leicht machen, ihre Grundstück-, Dach- und Fassadenflächen an Solarenergieproduzenten zu lukrativen Preisen zu vermieten, z. B. zu 10-18 Fr pro Quadratmeter. Ein Quadratmeter bringt dem Stromverkäufer rund 20 bis 28 Franken Umsatz pro Monat ein. Das wäre eine Win-Win-Win-Situation.
    Win für den Liegenschaftenbesitzer.
    Win für den Solarenergieproduzenten.
    Win für die Umwelt und das ganze Land.

    Man müsste aber das restriktive Baugesetz massiv lockern und auf Orts-, Denkmal- und Landschafts- und Landwirtschaftsschutz verzichten. Da scheitert's.
    29 10 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 09.07.2018 23:56
      Highlight Highlight Diese Konflikte gibt es nicht nur bei der Sonnenenergie, auch die Nutzung von Wasser und Wind scheitert oft an den Bestimmungen des Natur- und Heimatschutzes.
      4 0 Melden
  • Husar 09.07.2018 13:55
    Highlight Highlight Das Potential ist extrem viel grösser.
    Die Schweiz hat eine Fläche von rund 41000 qKM mit einer mittleren Sonneneinstrahlung von 160 W/qm.
    In der Schweiz beträgt damit das Potential an Solarenergie 57'000 Terawattstunden, während die Schweiz ca. 70 Terawattstunden Elektrizität produziert und insgesamt einen Primärenergieverbrauch von ca. 230 Terawattstunden hat.
    D. h., wir könnten alle Energie aus der Sonne beziehen und müssten dafür nur einen Bruchteil der Landesfläche mit Solarkraftwerken bedecken. 1100 qKm würden reichen. 3000 qKm sind schon Siedlungsfläche.
    Aber der Umbau ist enorm teuer.
    14 13 Melden
    • Brummbaer76 09.07.2018 17:15
      Highlight Highlight Du vergisst die Speicherung. Ein teil könnte durch Pumpspeicherkraftwerke gespeichert werden, indem man ein teil der Wasserkraftwerke umbaut. Aber wie speichert msn den Rest?
      2 0 Melden
    • Ziblizabli 10.07.2018 10:07
      Highlight Highlight Würde über den Gletschern Solaranlagen montiert, würden diese nicht mehr wegschmelzen.
      3 0 Melden
  • Matrixx 09.07.2018 13:21
    Highlight Highlight Da fuhr ich doch letztens in den Schwarzwald. Anfangs Grenze zu Deutschland hats kleine, moderne Häuser und jedes Haus hat mind. So viele Solarzellen, um den eigenen Gebrauch zu decken.
    Da fahr ich da ländlich an einem Bauerhaus vorbei. Eine uralte, morsche Holzhütte, die vermutlich bei nächsten starken Wind weg ist. Und was seh ich da? Modernste Solarzellen auf dem Dach.

    Und die Schweiz schafft es nicht mal, Neubauten mit Solarzellen auszurüsten!
    202 7 Melden
    • roger_dodger 09.07.2018 18:50
      Highlight Highlight Nein, den dieselben Grünen die mehr erneuerbare Energien fordern verhindern dass mit fadenscheinigen Argumenten.
      2 0 Melden
    • KXXY 09.07.2018 21:18
      Highlight Highlight Die Deutschen haben ja auch 300mrd verlocht in Solarsubvention
      2 0 Melden
    • Die Redaktion 11.07.2018 11:56
      Highlight Highlight @roger_dodger

      Die Grünen sind doch keine Denkmalschützer und hätten nicht den geringsten Vorteil wenn sie derartiges tun würden. Sie würden eher ihre Wähler vergraulen.

      Wer profitiert also? Ja genau, Öl- und AKW-Lobby. Wer genau sitzt da in den Vorständen? Rösti und seine Freunde.
      1 0 Melden
  • Biitoo 09.07.2018 13:18
    Highlight Highlight Dank meinen 11 Solarzellen und dem Speicher fahre ich nur mit meinem Strom und das geile finde ich immer wieder wenn man von der Klima oder vom Bier sagen kann: gekühlt von der Sonne 🌞⚡️
    User Image
    139 8 Melden
    • Husar 09.07.2018 17:06
      Highlight Highlight Wieviele Jahre lang könntest du den Strom einkaufen, den Deine Anlage produziert, mit dem Geld, was Deine Anlage kostete? 15, 20, 25, 30 Jahre? Wie lange hält Deine Anlage durch? 5, 10, 15 Jahre?
      1 0 Melden
    • Sagitarius 10.07.2018 14:28
      Highlight Highlight @Biitoo: kannst Du mir sagen, was für Speicher Du einsetzt? Danke!
      2 0 Melden
  • Domino 09.07.2018 12:48
    Highlight Highlight Um die 4.4 TWh zu speichern um sie im nicht so sonnenreichen Winter zu nutzen hätte es 41‘000‘000‘000 Teslabatterien gebraucht à ca 30‘000 Chf Das ergibt ca. 1.8x das BIP der Schweiz pro Jahr.
    44 64 Melden
    • fcsg 09.07.2018 13:52
      Highlight Highlight Da sowieso niemand auf die Idee kommt die gesamte Energiemenge in Batterien zu speichern, ist diese Rechnung ziemlich irrelevant. Ausserdem gibt es in der CH die Möglichkeit grosse Energiemengen in Pumpspeicherkraftwerken zu speichern.
      33 3 Melden
    • Die Redaktion 09.07.2018 13:53
      Highlight Highlight @Domino

      1. Muss man nicht die gesamte Energie für die Wintermonate speichern. Den Rest des Jahres wird ja auch welche benötigt.

      2. Produzieren die Anlagen auch im Winter Strom oder Wärme.

      3. Kann man Energie auch anders speichern.
      23 4 Melden
    • messanger 09.07.2018 15:01
      Highlight Highlight Da der Verbrauch und die Produktion am Mittag am höchsten sind, müsste man nicht annähernd so viel speichern. Den Rest könnte man mit Pumpspeicherkraftwerken "zwischenlagern".
      19 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 09.07.2018 12:47
    Highlight Highlight Hätte, hätte, Fahrradständer.
    61 34 Melden
    • cypcyphurra 09.07.2018 13:00
      Highlight Highlight Hätte, hätte, Fahrradkette ...
      53 18 Melden
    • Friction 09.07.2018 18:59
      Highlight Highlight ...kätte 😬😂
      0 0 Melden
  • Gimletti 09.07.2018 12:25
    Highlight Highlight Recht und links werden wir mit Mehrfamilienhäusern zugebaut,aber wir dürfen keine Solaranlage auf unser Dach machen,da wir in der ehemaligen Kernzone wohnen...21KW my ass...
    216 7 Melden
    • Patrick Toggweiler 09.07.2018 12:30
      Highlight Highlight Unverständlich.
      76 2 Melden
    • Matti_St 09.07.2018 12:33
      Highlight Highlight Evtl. wäre Solar-Ziegel eine Lösung. Keine Ahnung ob die bei uns schon erhältlich sind.
      65 6 Melden
    • Vedder (aka der Dude) 09.07.2018 13:10
      Highlight Highlight Gibt's..... glaub schon länger

      https://gasserceramic.ch/sortiment_photovoltaik/#pan-29-p
      25 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

Artikel lesen
Link to Article