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collage: watson

Kreativer Überfluss oder Mangel-Gulag: So könnte unsere Zukunft aussehen

Was geschieht mit den Menschen, wenn Roboter die Arbeit verrichten? Dieser Frage geht der britische Soziologe Peter Frase in vier Szenarien nach.

29.07.18, 19:47


Vor dem Ersten Weltkrieg sprach Rosa Luxembourg davon, dass sich die bürgerliche Gesellschaft an einer Wegkreuzung befinde. «Entweder Sozialismus oder Rückfall in die Barbarei», prophezeite die charismatische Kommunistin.

Auch heute befinden wir uns wieder in einer Wendezeit: Die Ungleichheit hat feudalistische Ausmasse angenommen, der Klimawandel macht sich immer stärker bemerkbar, Nationalismus und Intoleranz sind auf breiter Front im Vormarsch.

Die Vorstellung, dass die Zukunft einfach eine Fortschreibung der Nachkriegsvergangenheit sein wird, erscheint unwirklich. Was erwartet uns? Der britische Soziologe Peter Frase zeigt in seinem Buch «Four Futures» mögliche Szenarien auf.

bild: unsplash/WATSON

Ray Kurzweil und andere Vordenker des Silicon Valley bekommen Recht: Maschinen nehmen den Menschen die mühsame Arbeit ab. Dank intelligenter Software und ausgeklügeltem Expertensystem gelingt es, die Klimaerwärmung zu stoppen und eine Ökokatastrophe zu vermeiden.

In der bürgerlichen Moral gibt die Arbeit den Menschen einen Sinn im Leben. Geraten wir demnach in eine kollektive Sinnkrise, wenn in der neuen Überflussgesellschaft der Zwang zur Arbeit entfällt? Keineswegs. «Freiheit beginnt dort, wo die Arbeit aufhört», stellt Frase fest. 

«Das Reich der Freiheit ist die Freizeit, das Wochenende, die Ferien und nicht die Arbeit, ganz gleich, ob du in einer Genossenschaft oder in einem kapitalistischen Betrieb arbeitest.»

Peter Frase

Karl Marx sah das genauso. Sein kommunistischer Traum war die Befreiung vom bürgerlichen Arbeitszwang und hin zu einer Gesellschaft, in der gilt: «Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!»

In dieser Gesellschaft werden wir daher nicht mehr arbeiten, weil wir unseren Lebensunterhalt verdienen müssen. Weil genug für alle da ist, können wir uns den Projekten widmen, die uns etwas bedeuten. Damit verliert auch die Arbeitslosigkeit ihr Stigma.

Das Geld verliert derweil seine überragende Bedeutung, die es im herrschenden Kapitalismus hat. Dank einem Grundeinkommen sind unsere Bedürfnisse gedeckt. Ein gleichgeschalteter Kommunismus à la Mao ist jedoch nicht zu erwarten.

Das herkömmliche Geld wird durch Tokens ersetzt, die man reibungslos austauschen kann. Unser Leben wird dadurch nicht eintönig. Es entstehen neue, gleichberechtige Lebensformen. «Es ist nicht eine Welt ohne Hierarchien», so Frase. «Es ist eine Welt mit vielen Hierarchien, aber keine dominiert die anderen.»

bild: unsplash/WATSON

Auch in diesem Szenario gelingt es, mit technischen Mitteln eine Klimakatastrophe zu verhindern und die Menschen weitgehend von der Arbeit zu befreien. Doch diesmal steht die Technik nicht im Dienst eines breiten Mittelstandes, sie wird von einer schmalen Elite beherrscht.

Einige wenige Grosskonzerne beherrschen die Wirtschaft. Jobs werden rar, vor allem gut bezahlte Jobs. «Menschliche Arbeit wird nicht mehr gebraucht, vor allem physische Arbeit», so Frase. Doch auch viel gelobte kreative Arbeit führt unter hierarchischen Bedingungen ins Prekariat. 

«So viele Menschen werden diese Arbeit verrichten wollen, dass sie ihr Einkommen aufs Subsistenz-Niveau drücken werden. Und viele werden ihr eigenes Ding machen, ohne dass sie dafür bezahlt werden.»

Peter Frase

Die neue Elite braucht Dienstpersonal – und viele Juristen, denn die Techno-Oligarchen verteidigen ihr geistiges Eigentum mit Zähnen und Klauen. Streit um Patentrechte mehren sich. Eigentum im klassischen Sinn hingegen verliert an Bedeutung. Wir kaufen Produkte und Dienstleistungen nicht mehr. Wir erwerben Lizenzen, die es uns erlauben, sie zu nutzen, allerdings nach streng vorgegebenen und kontrollierten Bedingungen.

Das drängendste Problem der hierarchischen Überflussgesellschaft wird lauten: Wie schaffen wir es, genügend Nachfrage zu kreieren? Um dieses Problem zu lösen, wird auch diese Gesellschaft nicht darum herumkommen, ein bescheidenes Grundeinkommen einzuführen. Fraglich bleibt, ob sich die Menschen langfristig damit abspeisen lassen.

Beide oben erwähnten Szenarien gehen davon aus, dass die Technik einen Ökokollaps verhindert und einen Überfluss schafft. Was aber, wenn sich diese optimistischen Annahmen zerschlagen?

Damit befassen sich die folgenden zwei Szenarien.

bild: unsplash

Seit Thomas Malthus im 19. Jahrhundert die These aufgestellt hat, dass die Produktion von Nahrungsmitteln nicht mit dem Wachstum der Bevölkerung Schritt halten kann, sind viele Ökonomen und Ökologen von der gleichen Annahme beseelt: Die Ressourcen des Planeten Erde sind endlich. Ohne Einschränkungen wird es daher zu einer Katastrophe kommen.

Diese These liegt auch diesem Szenario zugrunde: Die Technik hilft uns diesmal nicht aus der Patsche. Der Klimawandel wird zur Klimakatastrophe, die uns einen neuen Lebenswandel aufzwingt.

Die Vertreter diese These fordern in Anlehnung an den New Deal – einem amerikanischen Wirtschaftsprogramm zur Bekämpfung der Depression in den Dreissigerjahren –, einen neuen «grünen» New Deal.

Das bedeutet konkret, dass die Gesellschaft einen Grossteil ihrer Ressourcen für den Kampf gegen die Klimaerwärmung und zur Erhaltung der Biodiversität zur Verfügung stellen muss. Paul Gilding, ein ehemaliger Greenpeace-Chef, ruft gar zu einem eigentlichen Krieg gegen den Klimawandel auf.

Der Technik-Gläubigkeit wird eine Absage erteilt, denn der technische Fortschritt führt zu einem Paradox namens Rebound-Effekt: Mehr Energieeffizienz führt nicht zu einem tieferen, sondern zu einem höheren Verbrauch von Energie, weil Energie dadurch billiger wird.

Letztlich führt daher kein Weg daran vorbei, dass wir den verschwenderischen Lebensstil ändern müssen. Um den Mangel gerecht zur verteilen, braucht es ein gewisses Mass an Planwirtschaft. Frase spricht von einem «Kapitalismus von gleich berechtigten Erwachsenen».

Sofern es gelingt, die Bildung von Monopolen zu verhindern, hat auch der Markt in diesem Modell seinen Platz. Er hat jedoch eine andere Funktion als im klassischen Kapitalismus:

«Es geht nicht darum, die raren Ressourcen an den Meistbietenden zu verhökern, es geht darum, mit dem Preismechanismus eine übermässige Bewirtschaftung zu verhindern.»

Peter Frase

bild: unsplash/WATSON

Es handelt sich hier um die schlimmst mögliche Zukunfts-Variante, um eine Dystopie, wie sie Hollywood in Filmen wie «Mad Max», «Hunger Games» oder «Elysium» vorweg genommen hat. Leider ist sie nicht auszuschliessen. «Die grosse Gefahr der Automation besteht darin, dass sie in einer hierarchischen Welt mit begrenzten Ressourcen den Menschen überflüssig macht», stellt Frase fest.

In der Sklavengesellschaft wurden die Menschen grausam zur Arbeit gezwungen, im Frühkapitalismus wurden sie schamlos ausgebeutet. In einer hierarchischen Mangelgesellschaft werden sie überflüssig und zu einer Bedrohung der herrschenden Elite. «Was geschieht jedoch, wenn die Massen gefährlich, aber nicht mehr nützlich sind?», fragt sich Frase. «Irgendwann kommt jemand auf die Idee, dass man sie am besten los wird.»

Anzeichen für dieses Loswerden von überflüssigen Menschen lassen sich bereits erkennen, etwa in der Behandlung der Palästinenser im Gaza-Streifen oder der Schwarzen in den amerikanischen Gefängnissen. 

Die Elite bunkert sich derweil ein, oder sichert sich sichere Zweitsitze. So gehört etwa eine Farm in Neuseeland zur Grundausrüstung eines Silicon-Valley-Milliardärs.

«Bewachte Villen, private Inseln, Ghettos, Gefängnisse, Terrorismus-Paranoia und biologische Quarantänen – die Welt verwandelt sich in einen globalen Gulag, in dem die Reichen auf kleinen Reichtumsinseln leben, umgeben von einem Ozean des Elends», so Frase.

Welches Szenario wird sich durchsetzen? Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Sicher ist jedoch, dass wir weder in die Vergangenheit zurückkehren noch an der Gegenwart festhalten können. «Etwas Neues ist am Entstehen», so Frase. 

«In gewisser Weise sind alle vier Szenarien bereits da. Es liegt an uns, für die Zukunft zu kämpfen, die wir uns wünschen.»

Peter Frase

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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29
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    Alle Leser-Kommentare
  • Billy the Kid 30.07.2018 09:29
    Highlight Eine Utopie, in der der Kapitalismus überlebt, ist keine -
    es gibt kein richtiges Leben im falschen.
    Das war vielleicht auch das Problem der Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg: man wollte vor allem Sicherheit, genug zu Essen und ein bisschen Luxus (Auto, Waschmaschine, Glotze) - die Freiheit und der Sinn würden sich dann schon von ganz alleine einstellen.
    7 2 Melden
  • Toerpe Zwerg 30.07.2018 01:28
    Highlight "Das herkömmliche Geld wird durch Tokens ersetzt, die man reibungslos austauschen kann."

    Also wid Geld durch Geld ersetzt. Aha.
    31 3 Melden
  • evand 30.07.2018 00:34
    Highlight Wenn mich die geschichte eins lehrt, dann ist es, dass sie sich selbst wiederholt. Das letzte mal, als „die Menschheit“ vor einem Scheidepunkt war, war im alten rom. Die dekadenz zerstörte das reich von innen und die folge war eine grosse Völkerwanderung. Da sehe ich klare parallelen zu heute. Logische komsequenzen. Nach der völkerwanderung kam das mittelalter, tausend jahre dunkelheit ohne fortschritt. Wenn ich pessimistisch bin, ist ein mittelater 2.0 die zukunft. Ich hoffe nicht.
    13 10 Melden
    • Billy the Kid 30.07.2018 12:42
      Highlight @evand
      Die Menschheit befand sich alleine im letzten Jahrnundert an so vielen Scheidepunkten, dass das alte Rom dagegen geradezu konservativ wirkt.
      6 0 Melden
    • evand 30.07.2018 19:47
      Highlight Ich denke nicht an weltkriege, sondern den untergang einer „welt“ und die parallelen davon.
      0 0 Melden
  • Buff Rogene 29.07.2018 21:46
    Highlight Naja - wenn die Menschen eines Tages einander gleichgestellt sein werden, wird es daran liegen, dass die anderen, die es nicht waren, an den unebeben Rändern gestolpert sind.
    Vielleicht werden zukünftige Hierarchien auf Dingen bestehen wie: Wer am längsten lebt, wer seine Familienmitglieder mit Zugang zu künstlich knapp gehaltenen Ressourcen wie privilegierter Krankenbehandlung, Kryonik, privater Zugang zu Waffen und Privatarmeen, nichtstaatlichen Robocops etc versorgen kann.

    Also Hierarchien ja.

    Extremen Überfluss wird es zum. lokal immer geben, wie wohl auch Mangel. Tippe auf Mauern.
    5 8 Melden
  • swisskiss 29.07.2018 21:27
    Highlight Rosa Luxemburg zu zitieren, die zu einer Zeit gelebt hat, als das von Marx und Engels propagierte Modell der klassenlosen Gesellschaft an der Realität der menschlichen Gier und Machtstreben noch nicht gescheitert ist, darf man gelinde gesagt, als Realitätsverweigerung bezeichnen. Seit Anbeginn der Zeit, als sich Menschen zu Gesellschaften entwickelten, waren immer klar strukturierte, hirarchische Modelle, die einzig funktionierenden Gesellschaftsformen. Das ist auch heute nicht anders und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Es ist der Mensch, der sich ändern müsste. Daran ist zu zweifeln.
    31 35 Melden
    • geissenpetrov 29.07.2018 22:03
      Highlight Da bin ich anderer Meinung.
      Habsucht und Machtgier sind zwei zutiefst unmenschliche Attribute, die in einem monetären System erst anerzogen werden müssen, um überhaupt teilhaben zu können.
      Der Sozialismus hat die Transformation des Menschen nicht schaffen können. Der Kapitalismus hingegen schon. Ob er aber deshalb auf alle Ewigkeit (bzw. bis zum Kollaps) alternativlos bleiben sollte, gilt es zu hinterfragen.
      33 15 Melden
    • swisskiss 29.07.2018 23:39
      Highlight geissenpetrov:"Habsucht und Machtgier sind zwei zutiefst unmenschliche Attribute" Wer diese, dem zutiefst menschlichen Motiv nach Herrschaft ( Alpha- Dominanz Verhalten ) und Streben nach Ueberfluss zur Existenzsicherung als grundlegende Ueberlebensstrategie negiert (Darwinsches survival of the fittest) stellt den Menschen nicht nur ausserhalb den von den Natur vorgegebenen Regeln, sondern behauptet auch, dass der Mensch nicht durch niederste Instinkte geprägt ist. Da wäre die Lektüre von verhaltenspsychologischen Mechanismen angebracht, statt dem Menschen eine "menschliche" Grösse" zu geben.
      13 4 Melden
    • geissenpetrov 30.07.2018 08:57
      Highlight Ein düsteres Bild, dass Du da zeichnets. Es wird jedoch immer dann wiederlegt, wenn wir bereit sind, zu unseren eigentlichen Ungunsten zu agieren.
      Innerhalb der Gemeinschaft könnte man zivilisatorische Errungenschaften, wie Nationalstaat, Demokratie und Menschenrechte, als Beweis anführen, dass «survival of the fittest» nur mehr ein konservativer Doppelstandard ist.
      Das Problem ist halt, dass die gegenwärtige Wirtschaftsordnung, nur auf diese niederen Instinkte abzielt, während alles, was dem entspräche, was Du «menschliche Grösse» nennst, fast schon bestraft wird.
      7 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 29.07.2018 21:14
    Highlight Ich hab den Artikel gelesen und mir fällt nur eines dazu ein;



    🤨😳🙄
    17 56 Melden
    • phreko 30.07.2018 00:46
      Highlight Und, was willst du damit sagen?
      14 2 Melden
  • KXXY 29.07.2018 21:08
    Highlight Bin gerade auf Homegate Neuseeland, such eine Farm. Hat jemand einen Tipp?
    25 17 Melden
  • KXXY 29.07.2018 21:06
    Highlight In Anbetracht, dass alle Schweizer zu den Reichsten 5% Prozent des Planeten gehören: Alles safe, jedes Szenario kann kommen.
    26 37 Melden
  • N. Y. P. D. 29.07.2018 20:30
    Highlight ..die Welt verwandelt sich in einen globalen Gulag, in dem die Reichen auf kleinen Reichtumsinseln leben, umgeben von einem Ozean des Elends»
    (text)

    Ich tippe auf dieses Szenario.

    Wir versuchen zwar krampfhaft, dieses Szenario in unserem Unterbewusstsein zu unterdrücken, haben aber insgeheim die Befürchtung dass es auf genau diese Schiene hinausläuft..
    114 28 Melden
    • T13 29.07.2018 23:28
      Highlight Ist es nicht längst soweit?
      Staaten unterdrücken doch schon längst ihre völker, während die eliten das land und eben dieses volk ausbeuten.

      Der einzige grund wiso dies funktioniert, ist weil dem einzelenen vorgegaukelt wird, er könnte auch mal zur elite gehören.
      9 4 Melden
    • Likos 30.07.2018 01:03
      Highlight Wenn es denn eine Befürchtung wär. Insgeheim hoffen wir doch eher selbst auf einen Platz auf einer Insel und füttern damit das Szenario fleissig.

      Studien haben ja schon bewiesen, dass wir uns im gleichen Masse gut einschätzen wie wir andere Menschen schlecht einschätzen. Ein Utopie wird in dieser Wahrnehmungsspirale sicherlich nie entstehen.
      6 0 Melden
    • N. Y. P. D. 30.07.2018 07:27
      Highlight Ich bin eurer Meinung.

      Für mich stellt sich nur noch die Frage, wie es prozentual verteilt sein wird. Und wann. Schätze so in 30 - 50 Jahren.

      Ich tippe auf 10 / 90. Einen Mittelstand wird es nicht mehr geben.

      Die 10% werden sich ihre Sicherheit leisten können. Länder werden nicht mehr zentral sein, sondern Firmen. Ihre Interessen werden sie brutal durchsetzen
      3 1 Melden
  • PHILosopher_XI 29.07.2018 20:16
    Highlight Ich denke die letzt Variante, ist die plausiebelste. Kann mir nicht vorstellen dass die Elite irgendetwas verschenken wird...
    Mal sehen.
    76 19 Melden
    • PHILosopher_XI 30.07.2018 16:17
      Highlight Dazu gleich denn Bericht über Jeff Bezos, den CEO von Amazon, hier auf Watson lesen und die Antwort ist gegeben...
      2 0 Melden
  • Majoras Maske 29.07.2018 20:14
    Highlight Möglichkeit 5: Wir schaffen eine dermassen komplexe Bürokratie dass tausende Jobs für deren Bewältigung nötig sind.
    28 13 Melden
    • KXXY 29.07.2018 21:07
      Highlight Sind wir schon dabei. Die Staatsquoten steigen und steigen.

      Irgendwann können wir dann im globalen Kreis Schulterklopfen.
      12 23 Melden
  • roger.schmid 29.07.2018 20:07
    Highlight Interessanter Artikel. Jeder der die Augen offen hat, sieht, dass die Menscheitsgeschichte momentan vor einer sehr wichtigen Kreuzung steht. Je nach dem wie nun abgebogen wird, wird über eine schreckliche, totalitäre, oder eine sehr gute Zukunft entscheiden.
    Das Zitat zum ende des Artikels sollte sich jeder und jede zu Herzen nehmen.
    50 18 Melden
    • Froggr 30.07.2018 09:46
      Highlight Problem: Es wünscht sich nicht jeder die gleiche Zukunft.
      3 1 Melden

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