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Am Wochenende ist Party am Nachthimmel: So siehst du die Sternschnuppen am besten

10.08.18, 14:07


Gerade einmal zwei Wochen nach der längsten totalen Mondfinsternis des Jahrhunderts dürfen sich Himmelsgucker am kommenden Wochenende auf ein weiteres Highlight des astronomisches Jahres freuen: Der alljährliche Sternschnuppenstrom der Perseiden erreicht in der Nacht von Sonntag auf Montag seinen Höhepunkt.

Stars and shooting stars are pictured during the annual perseids meteor shower, with the Drusenfluh mountain (2827 meter above sea level), on Thursday, August 13, 2015, in St. Antoenien in the canton of Grisons, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Sterne und Sternschnuppen erhellen den Nachthimmel ueber der Drusenfluh (2827 Meter), waehrend dem jaehrlichen Meteorstrom der Perseiden, aufgenommen am Donnerstag, 13. August 2015, in St. Antoenien. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Perseidenstrom im Jahr 2015 von der bündnerischen Drusenfluh aus gesehen. Bild: KEYSTONE

Wann kann ich die meisten Sternschnuppen sehen?

Die beste Beobachtungszeit für die Sommermeteore sind der späte Sonntagabend und der frühe Montagmorgen. Aber auch in den Nächten vor und nach dem Perseidenmaximum lohnt ein Blick zum Nachthimmel: Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag können viele Sternschnuppen beobachtet werden.

Und wie stehen denn die Chancen, tatsächlich Sternschnuppen zu sehen?

Ausgezeichnet. Am Samstag ist Neumond, deshalb wird kein Mondlicht die Beobachtung der Augustmeteore stören. Was bewirkt, dass bei wolkenfreiem Nachthimmel am Wochenende deutlich mehr Perseidenmeteore zu sehen sein werden als im Vorjahr. Damals überstrahlte der helle Mond nämlich viele lichtschwächere Meteore.

Wie viele Sternschnuppen sind am Himmel?

Fachleute rechnen zum Höhepunkt des Perseidenstroms mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. Ein realistischer Durchschnittswert dürfte bei rund 60 Meteoren liegen – also etwa einer Sternschnuppe pro Minute.

Wie kann ich die Sternschnuppen am besten beobachten?

Eine besondere Ausrüstung brauchst du für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Ab in die Berge, vielleicht?

Kann man die Sternschnuppen fotografieren?

Klar. Mit dem Handy wird das aber schwierig. Am besten benutzt du ein Stativ und eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Bei der Kamera wählst du eine Langzeitbelichtung. Idealerweise nutzt du den Selbstauslöser, damit die Kamera beim Abrücken nicht wackelt.

Wie entstehen die Sternschnuppen eigentlich?

Auf ihrer Bahn kreuzt die Erde alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Reise um unser Zentralgestirn zurückliess. Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur des Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgrossen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Und woher kommt ihr Name?

Ihren Namen haben die Sommermeteore vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung. Im Volksmund heissen die Augustmeteore auch «Laurentiustränen». Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August 258 den Märtyrertod starb. Seither soll es der Legende zufolge an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.

Noch was?

Am Wochenende können Beobachter in einigen Weltregionen ein weiteres Himmelsschauspiel bewundern: Über der Arktis und Teilen Asiens verfinstert sich am Samstag ein Teil der Sonnenscheibe. In Europa ist diese partielle Sonnenfinsternis allerdings nicht zu sehen. (sda/afp)

Auch schampar schön: Nordlichter

Video: srf/SDA SRF

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 10.08.2018 18:29
    Highlight Jetzt wäre es noch hilfreich, wenn im Artikel erwähnt würde, in welcher Himmelsrichtung die Perseiden befinden. Wäre ja blöd, wenn man in die falsche Richtung schaut und nicht viel sieht.

    Ich werde übrigens in Richtung Nordost schauen 🔭☄
    31 1 Melden
    • Streikende Darth Unicorn 10.08.2018 18:35
      Highlight Danke 😊
      8 1 Melden
    • E7#9 10.08.2018 18:56
      Highlight Kommt das wirklich darauf an? Sie können doch überall am Himmel auftauchen. Also v.a. hinauf schauen, nicht unbedingt in eine bestimmte Himmelsrichtung. Nur die Flugrichtung der Sternschnuppe ändert je nachdem wo du stehst.
      3 5 Melden
    • E7#9 10.08.2018 23:42
      Highlight Bzw wie ausgerichtet du stehst, nicht wo du stehst.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • zwan33 10.08.2018 14:55
    Highlight Die wichtigste Frage ging vergessen: Was soll ich mir wünschen?
    29 3 Melden
    • Streikende Darth Unicorn 10.08.2018 15:42
      Highlight Glück für die die es brauchen und Erkenntnis für die, die sich zu wichtig nehmen :)
      65 4 Melden
  • Dschonnie 10.08.2018 14:10
    Highlight Hat man schon beobachtet, wie eine Sternschnuppe mit einem anderen Stern oder einer anderen Sternschnuppe kollidiert?
    8 29 Melden
    • Streikende Darth Unicorn 10.08.2018 14:52
      Highlight So was ähnliches im Jahr 2008-2009 herum, wir sahen wie eine Sternschnuppe "explodierte". Es hat laut chhhhh gemacht und ist dann so rötlich Orange zersprungen
      18 4 Melden
    • bro heng mal :) 10.08.2018 14:53
      Highlight autsch
      10 4 Melden
    • rauchzeichen 10.08.2018 15:08
      Highlight mit einem stern kaum, dessen anwesenheit in unserer atmosphäre würde jegliches leben auf der erde zerstören, lange vor einer möglichen beobachtung... kollisionen zwischen partikeln die im all von ein und demselben meteor entstammen sind ebenfalls so gut wie nicht möglich. und die wahrscheinlichkeit, dass teile von verschiedenen quellen sich in der raumzeit treffen, ist extrem klein. die chance das dann noch zu beobachten, dürfte kommastellen bis zum abwinken haben.
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