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http://sharonov.tumblr.com/post/29674102911/this-is-gaz-gl-1-built-by-russian-car-maker-gaz-in sowjet russisches auto hot rod

Bild: Coolamundo

Mit Vollgas wider den Klassenfeind: 12 coole Sowjet-Autos, von denen du garantiert noch nie gehört hast



Über die Automobilindustrie der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gibt es wenig Rühmliches zu berichten. Lange wurden qualitativ schlechte, technisch veraltete Karren hergestellt. Und der Durchschnitts-Sowjetbürger musste nach Bestellung erst noch Jahre lang darauf warten. Griff man, wie etwa beim ausgezeichneten Fiat 124 Ende der 60er Jahre, auf ein bestehendes Design zurück, wurde es dermassen verschlimmbessert, bis es wiederum dem westlichen Vorbild hinterherhinkte.

Trotzdem gab es über die Jahrzehnte hochinteressante Einzelstücke, die Geschwindigkeit und Eleganz als Anspruch hatten und mit denen mitunter auch Rekordversuche unternommen wurden. Tief in den Annalen der sowjetischen Auto-Geschichte finden sich die folgenden Flitzer:

GAZ A-Aero (1934)

http://www.autogallery.org.ru/m/gazaaero.htm GAZ A-Aero (1934) russisches auto

Bild: autogallery.org.ru

106 km/h hat das Ding erreicht. Die Karosserie war aus Holz, das mit Metallplatten überzogen war.

GAZ GL-1 (1938)

http://www.banovsky.com/archive/gaz-gl-1 gaz gl-1 russisches rekordauto hot rod

Bild: banovsky.com

Nein, das ist kein amerikanischer Hotrod der 50er Jahre, sondern der schnellste sowjetische Rennwagen der Vorkriegsära. Der 3,2-Liter-6-Zylinder-Motor lieferte 100 PS bei einer Spitzengeschwindigkeit von 162km/h.

GAZ M-20 Pobeda Sport (1950)

So sollte nach Meinung der russischen Designer anno 1950 ein Sportwagen aussehen. Angeblich lagen beim GAZ M-20 bis zu 190km/h drin.

GAZ Torpedo (1951)

Knapp ein Jahr später gab es einen Stundenkilometer dazu: 191 km/h schaffte der «Torpedo» mit seinem 4-Zylinder-2,4-Liter-Motor, der 105 PS lieferte.

ZIS-112 (1951)

«Zyklop» nannte Designer Valentin Rostkov seinen Prototyp, der mit einem V8-Motor ausgestattet war und selbstverständlich rein gar nichts mit diesem, kurz vorher erschienenen, Vehikel zu tun hatte:

1951 GM Le Sabre. W51HV_GM012 autos USA 50er

Bild: GM

(Das ist ein General Motors LeSabre vom bösen Klassenfeind, den USA.)

GAZ TR «Pfeil» (1954)

Ein Rekordfahrzeug mit Düsenmotor: 500 km/h waren vorgesehen. Doch weil man nirgends eine genügend lange und ebene Strecke zur Verfügung hatte, lagen «nur» 300 km/h drin.

Zvezda 5 (1955)

Wer hat Lust, in einem 360 Kilo leichten Zweitakter 200 km/h schnell zu fahren? Niemand? Ach, kommt!

NAMI-050 Belka («Eichhörnchen») (1955)

Und das, verehrte Damen und Herren, ist die erste Grossraumlimousine der Welt: Viel Platz auf kleinstem Raum dank Heckmotor – ein Design, das selbst in der westlichen Presse Anklang fand. Leider waren die Apparatschiks anderer Meinung und das Projekt wurde nach nur einem gebauten Prototypen begraben. 

Ein Jahr später kam der Fiat 600 Mulitpla auf den Markt ...

... und 1961 der Chevrolet Greenbrier ...

... beide mit dem gleichen Konzept.

Moskvitch-C2 (1956)

Dieser Rennwagen soll angeblich «zwei sowjetische Geschwindigkeitsrekorde in Langstreckenrennen aufgestellt haben». Details sind aber keine bekannt.

Hadi-5 (1960)

Drei Liter Hubraum, vier Zylinder, drei Gänge, 126 PS und 550 Kilo Leergewicht. Das alles ergibt eine Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h im Namen der Revolution!

Yuna (1977)

Ein Sportwagen der Marke Eigenbau, der 1969 vom Ingenieur Yuri Algebraistow entworfen und schliesslich 1977 gebaut wurde. Obwohl zukunftsweisend, ging der Wagen nie in Serie. Nur zwei Exemplare wurden gebaut, von denen eines bis heute überlebt hat.

Pangolina (1980)

Der russische Lamborghini Countach ... fast. Wieder handelt es sich um einen Eigenbau, mit dem der Konstrukteur Alexander Kulyghin angeblich erfolgreich sowjetische Rennveranstaltungen bestritt. Das Auto wurde auch für sowjetische Popmusik-Videoclips benutzt.

(obi via oldconceptcars.com)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wipix 04.02.2016 13:56
    Highlight Highlight Dieser rustikale Scharm! Und nicht immer war es klar wer wen kopiert...
    Ich liebe meine URAL über alles!🏍
  • saukaibli 04.02.2016 12:46
    Highlight Highlight Dieser Artikel zeigt wunderbar, wieso es die Russen nie geschafft haben, eine halbwegs ernst zu nehmende Automobilindustrie aufzustellen. OK, natürlich gibt's noch viele andere Gründe, die dann auch dafür verantwortlich sind, dass Russland es nie geschafft hat irgend eine ernst zu nehmende Industrie (ausser Waffen und Rohstoffe) hervorzubringen.
    • Dä Brändon 04.02.2016 17:29
      Highlight Highlight Als hätten die Amis eine tolle Autoindustrie. Diese Autos würde ich nicht mal geschenkt fahren. Nur dank guter Hollywood Vermarktung gibt es sooo viele Trottel auf der Welt die einen Chevrolet oder Cadillac fahren. Nein danke, ich bin einmal in einem Dodge Challanger gefahren und nie wieder, nichts mehr als ein Geschwür.
    • glüngi 05.02.2016 10:31
      Highlight Highlight @Brändon alle autos aus dieser zeit waren solche geschwüre... das hat nichts mit den amis zu tun. die amis werden heute wegen ihrem dsêsign geliebt, nicht wegen dem fahrgefühl. ich durfte mal einen 1967 cadilac deville fahren. 5.70m lang, 2000kg schwer, absolut behindert im strassenverkehr, viel spass beim parkieren. aber trotzdem würde ich sofort einen nehmen, weil die karre einfach geil aussieht!
      Benutzer Bild
    • Dä Brändon 05.02.2016 12:27
      Highlight Highlight Ich rede von den heutigen US-Cars. Klar, so ein Deville hat seinen Charme aber den fährt man ja auch nur aus Spass. Wenn Du aber damit jeden Tag zur Arbeit fahren müsstest würdest Du ihn schnell gegen ein Baum fahren. Mein Nachbar hat aktuell einen Charger, davor einen Challenger, nach 2 Jahren nur Probleme.
  • Hoppla! 04.02.2016 07:09
    Highlight Highlight Zwar nicht sowjetisch und sogar ein Serienfahrzeug... Ja, gut. Eigentlich schon (fast). :-)

    Melkus RS 1000. Auf Basis eines Wartburgs entstanden zwischen 1969 und 1980 101 Exemplare in der DDR.

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