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Höchste Twin-Towers der Welt

«Phoenix Towers» – Diese Zwillingstürme in China säubern die Luft, produzieren Solarstrom und haben lebende Wände

In China werden bald die höchsten Twin Towers der Welt errichtet. Die 1000 Meter hohen futuristischen Türme sollen auch Wasser und Luft der Stadt Wuhan säubern. In den Gebäuden: Restaurants und ein vertikaler Garten. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Entwürfe der Zwillingstürme sehen aus wie ein Bild aus einem «Star Wars»-Film: Zwei nadelförmige Gebäude mit pinker Aussenfassade strecken sich in den Himmel, zwischen ihnen scheinen riesige Kugeln wie Planeten zu schweben. Hätten die Architekten ein Ufo dazu gemalt, es würde passen. 

Die höchsten Twin Towers der Welt sollen 2018 in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan eröffnet werden, wie die mit dem Bau beauftragte Londoner Architektenfirma Chetwoods mitteilte. Die «Phoenix Towers» werden einen Kilometer hoch aufragen und voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro kosten. Noch fehlt die Zustimmung des Bürgermeisters der Stadt. Geht alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten an der insgesamt 47 Hektar grossen Anlage im kommenden Jahr starten. 

Auf einer Insel mitten im See, mit «lebenden Wänden»

Die britischen Architekten sollten in Kooperation mit Hua Yan Group in Peking und der staatlichen Citic Group ein Konzept für zwei Hochhäuser vorlegen, nach deren Bau sich Wuhan deutlich von anderen chinesischen Städten unterscheiden würde. Das ist ihnen gelungen. 

Passend zur «Stadt der 1000 Seen» werden die eiffelturmförmigen Hochhäuser auf einer Insel inmitten eines Sees stehen. Büros, Hotels, Geschäfte und Freizeitanlagen sollen hier Platz finden, Wohnungen sind nicht eingeplant. Eine der Besonderheiten wird die weltweit grösste «lebende Wand» sein – ein Garten, der vertikal durch das Innengebäude wachsen soll. In drei der Kugeln werden Restaurants eröffnet, die von den Türmen aus über Skywalks zugänglich sind. 

Laut Chetwoods Konzept sollen sich Menschen aus aller Welt wohlfühlen – und Chinesen soll die Welt gezeigt werden, ohne dass sie ihr Land verlassen müssen: Am Fusse der Türme ist ein Markt im Stil eines türkischen Basars geplant. Ebenso eine Strasse, welche im architektonischen Stil Japans gehalten ist, gesäumt von Kirschbäumen. Durch die «französische Zone» soll eine Strasse führen, mit kleinen Läden, wie man sie aus Paris kennt. 

Solarzellen erzeugen Strom für Türme und Umgebung

Der Doppelwolkenkratzer selbst ist benannt nach dem mythischen Phönixvogel Fenghuang, in China ein Glückssymbol. Der höhere Turm heisst Feng wie das Männchen, der niedrigere Huang nach dem Weibchen. Sie symbolisieren damit auch das Prinzip des chinesischen Yin und Yang, das für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte steht. 

Doch die Architekten haben nicht auf ein futuristisches Design Wert gelegt, sondern setzen auch die Technologien der Zukunft ein. Laut ihrer Webseite sollen die Türme sich selbst und ihre Umgebung über Solaranlagen, Brennstoffzellen und Windturbinen mit Energie versorgen, Müll wird recycelt und zur Wärmegewinnung genutzt, Abwässer gesammelt und geklärt. Mit Hilfe einer Beschichtung der Aussenfassaden wird verschmutzte Luft gesäubert, auch sollen Anlagen das Seewasser filtern und belüften. (jkö)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 20.06.2014 08:33
    Highlight Highlight Anstatt solche Türme zu bauen, wäre es doch besser die Umweltverschmutzung an der Quelle zu bekämpfen anstatt einen "Umweltreiniger" aufzustellen.
    • Fritzeli 26.04.2017 10:30
      Highlight Highlight absolut, es ist aber doch immerhin ein Schritt in Richtung autarke Zukunft für höhere Gebäude in Städten

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