Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ab diesem römischen Flachwitz kann der Gaius Shutterstockus nicht mehr. bild: watson/shutterstock

Die WIRKLICH ältesten Witze der Welt: Darüber lachten Römer und Co.

Eine Lektion in Witz-History.



Wir schreiben das 4. Jahrhundert nach Christus. Alle Witze dieser Zeit werden in Vergessenheit geraten. Alle Witze? Nein. Ein von thematisch gegliederten Witzen gefüllter Sammelband leistet dem Zahn der Zeit widerstand: Der «Philogelos» (Übersetzt: der «Lachfreund»). Die Autoren Hierokles und Philagrios sammelten darin Witze aus mündlichen und schriftlichen Quellen.

Witze wie diesen hier:

Bild

bild: watson/shutterstock

Oder diesen:

Bild

Ob solche Witze wohl den Untergang des römischen Reiches beschleunigten? bild: watson/shutterstock

In 265 Witzen wird im «Philogelos» unter anderem über Akademiker, Weiberfeinde und Abderiten gespottet. Abderiten wurden die Einwohner der griechischen Stadt Abdera genannt, und sie gehörten zu den Lieblingsopfern antiker Witze. Noch bis ins Spätmittelalter galten sie als einfältig und dümmlich. Daran konnte auch der berühmte Philosoph Demokrit nichts ändern, der dort heimisch war.

Bild

Die Witze wurden, so gut es geht, vom Altgriechischen ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt. Im Original war das bestimmt ein Brüller. bild: watson/shutterstock

Bild

Ursprünglich als barbarisch verpönt, gewannen Hosen in der späten Antike immer mehr an Popularität. bild: watson/shutterstock

Der Zweck dieser Witzsammlung ist unklar. Allerdings wird vermutet, dass bei Gastmählern oft Anekdoten und Scherze vorgetragen wurden, wobei eine solche Sammlung behilflich sein konnte.

Bild

*Der Quadrans war seit der späten Republik die kleinste Münze der römischen Währung. bild: watson/shutterstock

Bild

Das Familienoberhaupt entschied im Römischen Reich über das Leben eines Neugeborenen. Tötungen konnten schon aufgrund angezweifelter Vaterschaft oder dem falschen Geschlecht des Kindes erfolgen. bild: watson/shutterstock

Auch Menschen mit schlechtem Atem schienen im antiken Griechenland weit verbreitet gewesen zu sein, denn sie erhielten ihre eigene Kategorie im «Philogelos».

Bild

bild: watson/shutterstock

Fazit: Derber Humor war in der Antike total angesagt. Selbst der Philosophiehistoriker Diogenes Laertios erwähnte im sechsten Band seiner Schriften folgende Anekdote [6,62]: «Als er [Diogenes] sah, wie das Kind einer Prostituierten Steine in die Menge warf, rief er ihm zu: ‹Pass auf, dass du damit nicht deinen Vater triffst›».

Bild

bild: watson/shutterstock

Viele der überlieferten Witze müssen natürlich in einem historischen und sprachlichen Kontext betrachtet werden, um sie gänzlich zu verstehen. Bei manchen Witzen versuchen Historiker noch heute zu erörtern, was daran genau lustig sein soll.

Und zu einem gewissen Teil dürfte es auch sein wie bei unseren heutigen Witzbüchern: Sie sind einfach zu schlecht.

Deshalb zum Abschluss hier ein antikes Graffiti, welches in Pompeji entdeckt wurde, und das jeder versteht:

BildBildBildBild

bild: watson/shutterstock

Passend: Diese Witze sind so flach, deine Akne wirkt dagegen wie D-Körbchen

Ein Video mit modernerem Humor: Shot Happens! watson mixt Cocktails

abspielen

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DieRoseInDerHose 07.11.2017 22:13
    Highlight Highlight Interessanter Artikel! Dankeschön!

    Ich kann mich noch erinnern, dass mein Geschichtslehrer einmal ein ganzes Buch voller witzigen römischen Grafittis mitgebracht hat. Leider weiss ich nicht mehr wie es heisst, aber für Interessierte ist es zumindest ein Input. 🤗
  • Luca Brasi 05.11.2017 20:50
    Highlight Highlight Durch die Übersetzungen vom Lateinischen resp. Griechischem ins Englische und danach nochmals ins Deutsche geht doch der ganze Wortwitz verloren und wenn man den Kontext nicht versteht, dann scheinen Witze auf den ersten Blick fade.
    • Pergjo 06.11.2017 12:10
      Highlight Highlight Ja, bitte nächstes Mal in Altgriechisch posten für Luca Brasi, die Sprache kann er bestimmt ;)
    • Luca Brasi 06.11.2017 13:42
      Highlight Highlight ναι! Ξυνίημι. 😜
  • NiemandVonNirgendwo 05.11.2017 19:33
    Highlight Highlight Die hatten ja amüsante Namen. Es gad einmal einen Centurio, der hiess Schwanzus Longus ;-)

    Play Icon
  • dommen 05.11.2017 18:26
    Highlight Highlight I ❤️ Gaius Shutterstockus
  • Past, Present & Future 05.11.2017 18:20
    Highlight Highlight Abderiten waren also die Aargauer der Antike?
    • MGPC 05.11.2017 20:21
      Highlight Highlight Der geht auch schon unter die Kategorie „Antik“.
    • tomdance 06.11.2017 09:47
      Highlight Highlight Aber im Aargau gibt es doch gar keine Philosophen...
    • MGPC 08.11.2017 08:28
      Highlight Highlight Hey hey, wir haben Peach Weber🤣
  • fabsli 05.11.2017 15:57
    Highlight Highlight Kein Wunder ist das römische Reich untergegangen 😂

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel