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Über Solarzellen radeln

Dieser holländische Veloweg erzeugt Strom

In den Niederlanden ist Mitte Woche ein Fahrradweg eingeweiht worden, der Solarenergie erzeugt. Die «SolaRoad» genannte Strecke von 70 Metern nördlich von Amsterdam ist gepflastert mit Betonmodulen, die von Solarpanels unter rutschfestem Hartglas umschlossen sind. 

In den vergangenen 16 Tagen seien auf der Strecke bereits 140 Kilowattstunden Strom erzeugt worden, sagte SolaRoad-Sprecherin Jannemieke van Dieren. Dies entspreche 140 Waschgängen eines Geschirrspülers. Der von den Solarzellen erzeugte Strom wird derzeit noch in das nationale Stromnetz eingespeist, soll aber in Zukunft auch für die Strassenbeleuchtung genutzt werden. 

Später auch für normale Strassen

Eines Tages sollen die Batterien von Elektrofahrrädern – oder auch Elektroautos – kontaktlos aufgeladen werden können, wie der an der Entwicklung des Projekts beteiligte Physiker Sten de Wit der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die «SolaRoad» wird laut de Wit zunächst zwei Jahre lang auf einer Strecke getestet, die täglich rund 2000 Fahrradfahrer nutzen. Ziel ist es, in fünf Jahren Projekte dieser Art in grossem Stil anbieten zu können – nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Autos. 

In den Niederlanden gebe es immerhin ein Strassennetz von 140'000 Kilometern und 25'000 Kilometer an Fahrradwegen, sagte de Wit. Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich den Angaben zufolge bislang auf drei Millionen Euro und entfielen hauptsächlich auf Forschungsausgaben. (dhr/sda/afp)

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SolaRoad Netherlands (englisch). Vimeo/SolaRoad



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    Alle Leser-Kommentare
  • MM 15.11.2014 07:20
    Highlight Highlight Das Energieproblem ist eigentlich ganz schnell erklärt: KKW (gefährlich), Wind (laut), Solar (Heimatschutz), Wasser (Artenschutz), Gas (Abhängigkeit) und Kohle (CO2) sind allesamt problematisch.
    Nun, das mit Heimatschutz wird ja clever umgangen. Schön! Und der Wirkungsgrad steigt garantiert noch.
    Es bleibt die tages- und wetterabhängige Produktion bei grosser Nachfrage zu anderen Zeiten.

    Jetzt haben wir in absehbarer Zeit kein Öl mehr. Dann müssen bald 1 Mia. Autos (Bestand 2011 gem. Wikipedia) mit alternativem Treibstoff unterwegs sein. Bis dann hätte sich die Zahl vielleicht sogar nochmals verdoppelt.
    Pendler sind bekanntlich morgens nach einer Nacht ohne Sonne im Auto/Zug unterwegs. Und dann am Abend, meist lächelt da auch keiner mehr vom Himmel.

    Entweder warten wir auf das grosse Akkuwunder.

    Oder wir werden Schönwetter-Fahrer.

    Oder noch besser: Wir wohnen da, wo wir arbeiten.

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