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So geht das! In Frankreich braucht man nun einen Ausweis, wenn man KEIN Organspender ist



Surgeons remove a kidney from Zully Broussard at California Pacific Medical Center in San Francisco, California, March 5, 2015, in this handout photo provided by California Pacific Medical Center. Doctors at a San Francisco hospital began an unusual series of kidney transplants on Thursday with six living donors providing organs to six patients in a chain that began with a woman described as an altruistic donor unrelated to any of the recipients. The chain of donations began when Broussard, 55, of Sacramento, whose son and husband both died of cancer, offered to donate a kidney to a friend, but the friend ultimately had to use another donor, according to hospital officials. Still willing to donate, even to a stranger, Broussard was matched with a man from Benicia, California, triggering a domino effect. That man's sister-in-law, who was not a match for him, agreed to donate her kidney to a Fresno woman, while her son, in turn, would be a donor for another woman, and on it went.  REUTERS/California Pacific Medical Center/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: HEALTH) 
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Ein Arzt entnimmt in San Francisco einem Lebendspender eine Niere. Bild: HANDOUT/REUTERS

Es ist so eine Lösung, bei der man sich fragt, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist: In Frankreich braucht man seit dem neuen Jahr einen Ausweis, wenn man NICHT will, dass im Todesfall die eigenen Organe entnommen und gespendet werden.

Als das entsprechende Gesetz im Januar die Instanzen passierte, gab es in unserem Nachbarland 19'000 Personen auf den Organspende-Wartelisten, und seit dem Januar gibt es nun 66 Millionen potenzielle Spender – abzüglich von 150'000 Personen, die sich bisher als explizite Nicht-Spender registrieren liessen, berichtet «The Outline».

In Österreich spendet quasi jeder

Die Regel, nach der angenommen wird, jeder Franzose sei mit der Spende einverstanden, müsste theoretisch gar nicht sein: 80 Prozent der Befragten in einer Umfrage waren bereit, ihre Organe mach dem Tod weiterzugeben. Das Problem sind offenbar eher die Hinterbliebenen: Von denen waren nur 40 Prozent mit der Spende einverstanden.

Tatsächlich ist eine derartige Regelung aber keine französische Erfindung: In einem anderen Nachbarland gibt es derartige Gesetze schon länger. In Österreich gelten daher gewaltige 99,98 Prozent der Bevölkerung als Organspender. Die Niederlande haben unlängst ebenfalls ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

In der Schweiz regelt das erst 2007 in Kraft getretene Transplantationsgesetz die Organspende: Liegt keine ausdrückliche Zustimmung der Verstorbenen vor, können die Angehörigen zustimmen oder ablehnen. Dabei dürften ähnliche Probleme auftreten, wie sie zuvor in Frankreich aufgetreten sind.

Hierzulande standen im Jahr 2015 1384 Personen auf der Organspende-Warteliste, von denen 552 geholfen werden konnte. 65 der wartenden Patienten verstarben noch in jenem Jahr. 

Umfrage

Sollte die Schweiz ähnliche Gesetze erlassen wie Österreich und Frankreich?

  • Abstimmen

1,904 Votes zu: Sollte die Schweiz ähnliche Gesetze erlassen wie Österreich und Frankreich?

  • 77%Ja, das sollte auch bei uns so sein.
  • 4%Ich weiss nicht.
  • 19%Nein, diese Regelungen gehen mir zu weit.

Image

Organspende: die Warteliste in der Schweiz. grafik: swisstranplant

Image

Beileibe nicht alle spenden erst nach dem Tod. grafik: swisstranplant

Bis womöglich auch bei uns die Gesetze geändert werden, kannst du dich hier als Spender registrieren lassen.

(phi)

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121Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Doeme 06.01.2017 11:29
    Highlight Highlight Für mich unverständlich wie man gegen dieses Gesetze sein kann. Man kann ja einfach sagen, man wolle seine Organe nicht spenden und dann ist alles ok.
    4 3 Melden
  • Yonko 05.01.2017 09:24
    Highlight Highlight Würden Organspender bevorzugt behandelt werden, sollten sie selbst mal eine Transplantation benötigen, würde die Popularität des Organspendens wohl ganz leicht zunehmen ;)
    12 1 Melden
  • Sodiumcat 04.01.2017 15:12
    Highlight Highlight Da sich hier anscheinend noch keine Angehörigen gemeldet haben von Organempfängern, tu ich das mal.
    JEDER von euch der gegen Organspende ist würde in der Sekunde seine Meinung ändern, in der er selber auf eins angewiesen wäre. Jeder möchte leben und wer so egoistisch ist und anderen eine Chance auf ein neues Leben verwehren will, der soll selber nichts erhalten dürfen. Es sterben jedes Jahr Menschen, die nichts für ihren Zustand dafür können. Und die meisten informieren sich nicht einmal, bevor sie eine Entscheidung fällen. Informiert euch RICHTIG.

    https://vimeo.com/130429837
    Play Icon
    17 11 Melden
    • Lami23 04.01.2017 19:02
      Highlight Highlight Auch dieser Meinung.
      6 6 Melden
    • Homes8 04.01.2017 19:22
      Highlight Highlight Vieleicht sind die Angehörigen egoistisch, wenn Sie einen Menschen nicht gehen lassen wollen und ein länger gehendes Ende provozieren.
      Nicht jede Seele kann mit Transplantationen umgehen.
      4 10 Melden
    • Sodiumcat 10.01.2017 02:35
      Highlight Highlight Homes8: Mein Bruder war 24 als er gehen musste. SUPER egoistisch von mir, ja. Echt extrem egoistisch. ohne Lungentransplantation wäre er 20 geworden und hätte absolut nichts gehabt vom Leben. Welche Seele damit umgehen kann entscheiden die, die sie brauchen. Indem sie sich auf die Liste setzen lassen - oder eben nicht. Dies geschieht freiwillig. NIEMAND wird gezwungen ein Organ anzunehmen. Erst informieren, DANN mitreden, danke.
      8 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Caduff 04.01.2017 11:59
    Highlight Highlight Findet es ausser mir sonst noch jemand bezeichnend, dass genau die Kommentatoren, die Organspenden aus moralischen Gründen ablehnen, regelmässig zu menschenverachtenden Begriffen wie "ausschlachten" oder "verwerten" greifen?

    Ich sehe drei Varianten nach dem Tod:

    1. Begräbnis, verrotten in der Erde.
    2. Kremierung.
    3. Organspende.

    Variante 1 finde ich persönlich nicht sehr prickelnd. Variante 2 gefällt mir besser. Ich mag Feuer. Variante 3 finde ich, hat jedoch etwas sehr tröstliches.

    Im Wissen zu sterben, dass mein Tod bis zu 5 Leben retten kann nimmt dem Tod etwas den Schrecken.
    21 23 Melden
    • Maya Eldorado 26.01.2017 01:04
      Highlight Highlight Zuerst will ich klarstellen, dass ich weder ein Organ spenden noch eines bekommen will.

      Ein Organspender ist kein toter Mensch, sondern ein sterbender Mensch. Ein Organ, das nicht mehr beseelt ist, kann nicht mehr zum spenden dienen.

      Ein Mensch der stirbt, lebt ohne den Leib weiter. Spendet er ein Organ, bleibt mit diesem auch ein Teil seiner Seele zurück, in einem fremden Leib....
      1 8 Melden
  • Snoe 04.01.2017 09:09
    Highlight Highlight Dafür oder dagegen spielt nicht wirklich eine Rolle! Wichtig ist nur,dass man sich darüber informiert,diskutiert und sich einen Ausweis macht...Geht ganz einfach und tut nicht weh!
    https://www.swisstransplant.org/de/
    28 4 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 10:46
      Highlight Highlight Und wenn Ihr schon dabei seid:

      Überlegt Euch doch bitte auch eine Blutstammzellen- oder Knochenmarkspende.

      Damit rettet Ihr zu Lebzeiten anderen Menschen das Leben und die Ängste gegenüber Organspenden sind bei Lebendspenden ebenfalls hinfällig.

      http://www.blutspende.ch/de/blutstammzellspende

      http://bit.ly/2j3CmRc



      17 19 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 13:09
      Highlight Highlight An die Blitzer:

      Ich kann viele der Einwände gegen Organspenden nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht teile.

      Bei Lebendspenden von Knochenmark oder Blutstammzellen hinterlasst Ihr mich aber echt ratlos. Da verliere ich als Spender ja absolut nichts.

      Was stört Euch denn daran? Bin ehrlich an Eurer Meinung interessiert.

      11 12 Melden
    • Homes8 04.01.2017 14:29
      Highlight Highlight 1. Hast Du schon Knochenmark oder Blutstammzellen gespendet?
      2. oder machst Du Umsatz damit?
      3. oder bist Du erst in der Ausbildung und willst später Dein Geld in der Branche verdienen?
      10 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Kuster 04.01.2017 05:45
    Highlight Highlight Habe selbst eine Niere gespendet. Habe damit einem 7 jährigen Kind die langjährige dyalyse erspaart. Und wisst ihr was. Nicht an einem tag bereue ich es. Ich habe keine verändeeung oder Eindchränkung.
    50 16 Melden
  • Awesomeusername 04.01.2017 03:57
    Highlight Highlight Ich verstehe die Aufregung nicht. Es ist doch einfacher das die kleinere Gruppe einen Ausweis bezieht als die Mehrheit. Man setzt sich doch eher mit was Auseinander wenn man es nicht will und sorgt dafür das dies eben nicht geschieht. Man hat ja immer noch die Selbstbestimmung über sich und die "Verschwendung" von guten Organen wird auch reduziert.
    Und ausserdem sind es ja wahrscheinlich wenig Fälle wo dann diese Entscheidung wirklich in Betracht gezogen werden muss/kann.
    23 17 Melden
  • Sapere Aude 04.01.2017 01:40
    Highlight Highlight In dieser Diskussion sind wohl auch die Verhältnisse entscheiden. 2015 wären ca 600 Spenden mehr notwendig gewesen, um allen in der Schweiz zu helfen. Auch mit einer Regelung wie in Frankreich würde man nicht automatisch zum Ersatzteillager, schliesslich müssen Spender und Empfänger kompatibel sein. Möglicherweise liesse sich damit 600 Menschenleben im Jahr in der Schweiz retten und wer aus irgendwelchen Gründen seine Organe nicht spenden will, kann sich immer noch regristrieren lassen.
    23 29 Melden
  • Sapere Aude 04.01.2017 01:16
    Highlight Highlight Finde ich eine vernünftige Lösung. Wer selbst nach seinem Tod nicht auf seine Organe verzichten möchte, damit diese entweder in der Erde verrotten oder kremiert werden, statt Leben zu retten, darf gerne einen bürokratischen Aufwand in Kauf nehmen um diesen Wunsch zu erfüllen.
    37 41 Melden
  • JasCar 04.01.2017 00:16
    Highlight Highlight Und einmal mehr bin ich schockiert über die Kommentare hier! "Ich bin doch kein Ersatzteillager"
    Der Mensch wird echt nur noch egoistischer! Hauptsache mir geht es gut, die anderen sollen gefälligst für sich selbst schauen.
    Flüchtlinge, Kranke, Obdachlose und jetzt auch schon Organempfänger... geht uns alles nix an.
    Traurige Welt!!!
    49 45 Melden
  • pipovic 03.01.2017 23:38
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass sich einfach zu wenig Menschen entscheiden ob sie ihre Organe spenden wollen oder nicht und nach dem Tod die Entscheidung bei den Angehörigen liegt, welche diese Entscheidung ziemlich schnell nach dem Tod treffen müssen. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, in so einer Situation im Sinne des Verstorbenen zu entscheiden, wenn dieser seinen Wunsch bezüglich Organspende nie geäussert hat. Ich denke es würde mehr Organspender geben, wenn man die Entscheidung selbst trifft und nicht den Angehörigen diese Entscheidung überlasst. Egal wie - aber entscheide dich!
    37 10 Melden
    • Awesomeusername 04.01.2017 04:05
      Highlight Highlight Ich denke genau für die Angehörigen kann die Lösung von Frankreich eine Hilfe sein. Denn wenn der Patient es nicht will ist die Chance, dass er darüber gesprochen hat, höher als wenn er sowieso mit dem Gesetz einverstanden ist.

      10 11 Melden
  • G.Oreb 03.01.2017 23:23
    Highlight Highlight Oha. Wo fang ich denn hier an zu kommentieren? Ach, ich geh schlafen. Ich hab ja meinen Ausweis. Wer tot ist, ist tot. Man schenkt jemand anderem ein neues Leben, tun muss man dafür nichts. Kostet nichts, tut nicht weh, kümmern tuts einem auch nicht mehr. Wo liegt das Problem?
    "Ich möchte in würde begraben werden." Ach hört doch auf, eurer Seele gehts gut, der Rest ist nur Abfall. Habt ihr schonmal einen Amputierten gesehen der seinen Fuss verbuddelt? Dachte ich mir.
    51 35 Melden
    • Homes8 04.01.2017 09:29
      Highlight Highlight Grad die Kosten würden ein Problem werden. Hat noch niemand zur sprache gebracht. Wenn unbeschränkt Ersatzteile vorhanden sind, wird das Gesundheitssystem exponentiell wachsen. Jeder Empfänger braucht auch teure Medikamente, damit das fremde Gewebe nicht abgestossen wird. Kriegt jeder 80 jährige noch eine, oder mehrere Transplantationen bevor er sterben kann, oder wo ist die Grenze?
      11 22 Melden
  • atomschlaf 03.01.2017 23:05
    Highlight Highlight Nein, danke. Ich bin doch kein Ersatzteillager.
    47 86 Melden
    • fcsg 04.01.2017 00:43
      Highlight Highlight Diese Einstellung ist natürlich legitim. Würdest du konsequenterweise auch auf ein "Ersatzteil" verzichten, wenn du eines brauchst?
      69 5 Melden
    • Najratatat 04.01.2017 01:42
      Highlight Highlight Finde ich toll. Du hast dich damit beschäftigt und deine hinterbliebenen müssen diese entscheidung nicht mehr fällen. Völlig in ordnung, es gibt bestimmt genug potentielle spender.
      13 5 Melden
  • guby 03.01.2017 22:35
    Highlight Highlight Wie wäre eine Regelung, dass niemand ein "Ersatzorgan" kriegen kann der nicht schon mindestens eine gewisse Zeit als Organspender/in registriert war? Das wäre für mich die ehrlichste und fairste Lösung.
    60 14 Melden
    • pipovic 03.01.2017 23:48
      Highlight Highlight Bei Personen welche aufgrund einer (angeborenen) Krankheit keine Organe spenden können/dürfen und im Verlauf ihres Lebens auf ein Spenderorgan angewiesen sind, müsste man schon die erste Ausnahme machen.
      47 1 Melden
    • guby 04.01.2017 09:04
      Highlight Highlight Klar. Ich behaupte auch gar nicht, dass dieser rudimentäre Vorschlag genau so umgesetzt werden kann. Etwas in dieser Art wäre halt in meinen Augen wünschenswert.
      12 2 Melden
  • Angelo C. 03.01.2017 21:53
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass ein Jeder stets den Ausweis in jeder seiner Jacken mitträgt, oder dieser nicht mal bei einem Spitaleintritt ganz "zufällig verloren" geht 😉!

    Ich finde diesen Umkehrschluss einen zu grossen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen. Auch gibt es Leute, welche nicht nur aus egoistischen Motiven den menschlichen Körper als Ersatzteillager ablehnen.

    Es ist davon auszugehen, dass solche politischen Vorschläge, sowas wie in Frankreich einem solchen Automatismus zu unterwerfen, dem Volk vorgelegt werden muss und an der Urne mit jedwelcher Garantie abgelehnt würde.
    64 34 Melden
    • guby 03.01.2017 22:33
      Highlight Highlight Was gibt es denn deiner Meinung nach für nicht egoistische Gründe seine funktionierenden Organe nach dem Tod nicht weiterzugeben?
      29 30 Melden
    • Peppa Pig 03.01.2017 23:23
      Highlight Highlight @guby - Gründe wären die Einnahme von Medikamenten oder die Ablehnung der Methode, mit welcher die Organe entnommen werden.

      Zudem denke ich, dass es vor allem in der Schweiz genügend Personen gibt, die die Frage nach der Organspende schon mittels Ausweis und/oder Patientenverfügung, Testament geklärt haben.
      Daher denke ich, dass es wirksamer wäre, via Medien auf das Thema aufmerksam zu machen & zu sensibilisieren, als gleich mit Gesetzen in eine doch sehr private Angelegenheit einzugreifen.
      45 16 Melden
    • Neruda 03.01.2017 23:39
      Highlight Highlight Ich bin doch kein Ersatzteillager für jede und jeden. Wenn jemand meine Organe haben will, soll vorher zuerst gefragt werden. Genau dies geschieht mit der aktuellen Lösung. Was man noch verbessern könnte ist z.B. dass jeder beim Hausarzt angeben muss, ob er spenden will oder nicht. Ein Automatismus finde ich falsch.
      Da heisst es immer, unser Eigentum ist unantastbar, aber wenn es um Organe geht, gehört unser Körper dann plötzlich der Allgemeinheit.
      46 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Redly 03.01.2017 21:38
    Highlight Highlight Das heisst, ich brauche nun einen Ausweis, um über mich selbst bestimmen zu können!
    Das nenne ich einen klassischen Entzug eines elementaren Menschenrechts.
    55 31 Melden
    • JAR-JAR 03.01.2017 23:05
      Highlight Highlight Du bist aber im fraglichen Moment als Toter kein Träger mehr von Rechten
      29 20 Melden
    • Redly 04.01.2017 08:04
      Highlight Highlight 1. bin ich dann nicht vollständig tot, sonst würde Organspende nicht funktionieren (die ich gut finde - aber nur freiwillig)
      2. sollte es selbstverständlich, dass ich zu Lebzeiten über mein Körper nach dem Tot entscheiden kann
      20 2 Melden
    • Lino 04.01.2017 14:21
      Highlight Highlight JAR-JAR, das ist nicht ganz richtig. Auch Tote haben Rechte...
      Stimme Redly in allen Punkten zu.
      6 0 Melden
  • fcsg 03.01.2017 20:53
    Highlight Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung. Konsequenterweise müssten Organspender auch bevorzugt werden gegenüber Nichtspendern, falls sie ein Organ benötigen. Dann wäre der Mangel an Organspenden sehr schnell Geschichte.
    43 28 Melden
  • Quantum 03.01.2017 19:40
    Highlight Highlight Sehr schlechte Idee. Was wenn bei einem Unfall der Ausweis verloren geht? Oder man den Ausweis zu Hause vergessen hat? Da ist es besser, wenn nur jene ausgeschlachtet werden, die das wollen.
    50 65 Melden
    • kaderschaufel 03.01.2017 21:15
      Highlight Highlight Es ist doch kein Problem, den Ausweis einfach im Portemonnaie zu halten: Dann hat man ihn immer bei sich. Und selbst wenn er das Portemonnaie mal nicht bei sich hat, hat er sicher seine Angehörigen informiert, die wissen, dass der Ausweis im Portemonnaie ist. Und wenn der Unfall so übel ist, dass das Portemonnaie zerstört ist, dann werden wohl auch die Organe nicht mehr zu gebrauchen sein.
      24 22 Melden
    • Homes8 04.01.2017 09:07
      Highlight Highlight Vieleicht Strichcode-Tatoo machen, oder doch endlich einen Chip implantieren? (
      3 2 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 10:57
      Highlight Highlight @Quantum

      Es ist heute in der Schweiz schon so, dass wenn der Wille des potenziellen Spenders nicht eindeutig belegt werden kann, in jedem Falle die Angehörigen entscheiden.

      Wenn Du also nicht eine Patientenverfügung immer auf Dir trägst, oder einen Spenderausweis, auf dem Du die Entnahme sämtlicher Organe untersagst, werden im Falle eines Unfalltodes von Dir Deine Angehörigen entscheiden.

      Selbst bei Spendewilligen ist es so. Wenn ich plötzlich sterbe und meinen Organspenderausweis nicht dabei habe, entscheiden meine Angehörigen. Die können auch Nein sagen.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • --Sevi-- 03.01.2017 19:13
    Highlight Highlight Finde ich nicht in Ordnung. Nicht jeder möchte nach seinem Tod verwertet werden wie ein Schwein. Ich sehe auch nicht, warum ich nach meinem Tod verwertet werden sollte, nur weil ein Gesetz das so bestimmt. Wollten die meisten Leute spenden hätten sie sich einen Ausweis geholt und müssten nicht dazu "gezwungen" werden.
    56 88 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 19:47
      Highlight Highlight Sie haben den Artikel aber achon gelesen, ja? Wenn man nicht spenden will, muss man auch nicht! Dann kann man sich registrieren als Nichtspender und ist somiet keine Schwein, wie sie so (un)schön sagen, das verwertet wird.
      Ich finde die Lösung gut, den wollen die meisten Leute Spenden, lassen sie sich als Nichtspender registrieren (so einfach geht der Umkehrschluss ;-)).
      54 25 Melden
    • \L/ 03.01.2017 20:03
      Highlight Highlight Wenn du vollkommen dagegen bist und deine Organe lieber verrotten lässt, anstatt jemand anderem damit zu helfen, könntest du dir ja den "Nicht-Spender" Ausweis zulegen. Das Gesetz besagt ja nur, dass man sich aktiv dagegen, anstatt aktiv dafür entscheiden musst.
      39 17 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 20:04
      Highlight Highlight *nicht spenden 🙈
      5 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Hasler 03.01.2017 18:51
    Highlight Highlight In der Diskussion dafür und dagegen geht leider oft die dritte Option vergessen: Jeder wird verpflichtet sich zu entscheiden z.B. bei volljährigkeit, beim ID erneuern, bei der Autoprüfung...
    So bleibt die Entscheidungsfreiheit gewahrt, die Spenderquote wäre aber bestimmt wesentlich höher als heute.
    96 6 Melden
    • Stachanowist 03.01.2017 22:26
      Highlight Highlight Sehr gut. Salomonisch! Merk ich mir
      12 1 Melden
  • Calvin Watsn 03.01.2017 18:46
    Highlight Highlight Aufgrund einer Allergie darf ich nicht mal Blut spenden, dann werden sie meine Organe wohl auch nicht nehmen, wobei mir das egal wäre. Check das dann noch mit meinem Arzt. Ansonsten find ich, jeder wie er will, es ist der letzt Wille, der ist zu akzeptieren.
    25 0 Melden
  • Tilman Fliegel 03.01.2017 18:27
    Highlight Highlight Ich finde das richtig. Nach meinem Tod existiere ich nicht mehr und dann ist mir egal, was mit meinen Überresten passiert.
    78 29 Melden
    • Maett 03.01.2017 20:01
      Highlight Highlight @Tilman Fliegel: von Toten werden ja auch keine Organe entnommen, sondern solange man noch lebt, bzw. solange man noch klinisch lebt, sonst wären die Organe wertlos.

      Und genau deswegen will ich nicht spenden. Spitäler verdienen mehr an Transplantationen und Organentnahmen, als an der Rettung eines Lebens.

      Mit so einem Gesetz wie in Frankreich werden systematischem Betrug durch falsche Angabe des Zustandes Tür und Tor geöffnet. Ich möchte nicht im Moment der Hilflosigkeit anderen Menschen ausgeliefert sein, nur weil das ein Gesetz erlaubt.
      41 43 Melden
    • strieler 03.01.2017 21:46
      Highlight Highlight maett. irgendwelche quellen für deine aussage? weisst du überhaupt was hirntod bedeutet? wer diesen feststellt? dass dein behandelnder arzt meist keine ahnung hat, ob du spender bist oder nicht?
      21 8 Melden
    • Maett 03.01.2017 23:43
      Highlight Highlight @strieler: Hirntot ist nicht klinisch tot (wie ich bereits schrieb)! Und nicht selten wurden Menschen für Hirntot erklärt, die es dann aber doch plötzlich nicht waren. Warum? Die Wissenschaft hat keine Erklärung dafür. Hier ein Fallbeispiel (eines!): http://bit.ly/2hORBB7

      Darüber hinaus ist gerade bei so einer Gesetzgebung ein Missbrauch absolut nicht ausgeschlossen. Spitäler können manipulieren (denn es regnet ja Geld).

      Der Mensch ist nicht und war noch nie grundsätzlich gut. Er ist u.a. gierig. Daraus folgt (für mich), dass ich auf der sicheren Seite bin, wenn ich kein Organspender bin.
      14 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 03.01.2017 18:24
    Highlight Highlight Auch in Hollandes Frankreich wird demnächst ein anderer politischer Wind wehen. Solchen Mist will niemand.
    32 104 Melden
    • Fabio74 03.01.2017 21:14
      Highlight Highlight Warum glaubst du behaupten zu müssen, dass niemand dies will?
      WAs willst du? Samt den Organen verrotten? Dann tu dies, darf man ja und ist auch kein Problem
      Und ja Hollande wird ersetzt, obs was besseres gibt werden wir sehen?
      19 11 Melden
  • Tomlate 03.01.2017 18:23
    Highlight Highlight Meine Organe will eh keiner. Vor allem meine Leber nicht...
    52 1 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:17
      Highlight Highlight Vielleicht das anatomische Museum? Ist ja wahrscheinlich schon gut konserviert ;-)
      43 0 Melden
    • Tomlate 03.01.2017 23:14
      Highlight Highlight Vor allem wächst die Leber mit ihren Aufgaben ;-)
      8 0 Melden
    • Awesomeusername 04.01.2017 03:43
      Highlight Highlight Wo früher meine Leber war, ist heute eine Minibar
      4 1 Melden
  • Daniel Caduff 03.01.2017 18:01
    Highlight Highlight Finde ich absolut richtig. Gerne noch mit folgender Ergänzung koppeln: Wer nicht Organspender ist (also einen Widerspruchs-Ausweis trägt) kann auch nicht ein Spenderorgan empfangen.
    68 61 Melden
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 03.01.2017 19:42
      Highlight Highlight Das ist nicht mehr nur Staatliche Bevormundung, sondern Bestrafung von Bürgern mit differenzierender Meinung.
      Kann man höchstens in Nordkorea durchsetzen
      39 33 Melden
    • Lami23 03.01.2017 20:26
      Highlight Highlight Ja wött au lieber de füfer und s weggli...
      26 9 Melden
    • Tilman Fliegel 04.01.2017 06:09
      Highlight Highlight Das ist nicht mehr als richtig.
      1 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • JAR-JAR 03.01.2017 17:56
    Highlight Highlight Wie wärs mit einer Gebühr, die von der Organspende befreit? Grundsätzlich ist jedermann Spender, wer das nicht will soll stattdessen bezahlen
    16 118 Melden
    • ARoq 03.01.2017 18:07
      Highlight Highlight Ich darf nicht mal Blut spenden, geschweige denn Organe, warum soll ich dafür bezahlen?
      40 1 Melden
    • Homes8 03.01.2017 18:08
      Highlight Highlight und wer länger wie 2Jahre arbeitslos ist wird zwangsverwertet
      64 7 Melden
    • Blutgrätscher 03.01.2017 18:12
      Highlight Highlight "Wenn du nicht spenden willst, musst du bezahlen!"

      Da hat jemand das Wort "spenden" nicht ganz verstanden

      😂
      72 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 03.01.2017 17:52
    Highlight Highlight Da kommt mir ein Film in Sinn "Fleisch" von 1979.
    Gäste eines Motels werden überfallen und Stück für Stück verkauft
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fleisch_(1979)
    10 10 Melden
    • Homes8 03.01.2017 18:47
      Highlight Highlight Dann gibts noch einen Film "Coma" von 1978.
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      6 2 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:18
      Highlight Highlight Ich sag nur "Delikatessen"
      7 0 Melden
  • El Schnee 03.01.2017 17:21
    Highlight Highlight Finde ich gar keine gut Idee ...
    60 78 Melden
    • jnss 03.01.2017 18:24
      Highlight Highlight Wieso findest du das keine gute Idee?
      41 8 Melden
  • JJ17 03.01.2017 16:57
    Highlight Highlight Ganz klar nein zur Organspende. Irgendwie müssen wir doch etwas gegen die weltweite Überbevölkerung machen, oder nicht?
    30 101 Melden
    • Raembe 03.01.2017 17:19
      Highlight Highlight Da gibts weit wirksameres 😂😂
      50 7 Melden
    • GeneralButtNaked 03.01.2017 17:23
      Highlight Highlight Hahaha Dann mach doch du am besten möglichst schnell Platz für die anderen Menschen hier!
      59 9 Melden
    • Hackphresse 03.01.2017 18:00
      Highlight Highlight Haha! Über die Überbevölkerung motzen aber selbst den anderen den Sauerstoff wegatmen, das Essen wegessen und den Wohnraum blockieren.
      Ich hoffe du willst/hast keine Kinder ;)

      Paradeiser! 😂
      52 6 Melden
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  • Cheesus 03.01.2017 16:53
    Highlight Highlight An all jene, die in der Abstimmung finden, "diese Regelung gehe ihnen zu weit": Was geht euch genau zu weit?
    52 26 Melden
    • Maragia 03.01.2017 17:10
      Highlight Highlight Wenn man den Titel liest, heisst das, dass ich als Schweizer einen Ausweis brauche, wenn ich in Frankreich bin, da ich ja kein Organspendern bin... häää?
      31 10 Melden
    • Gustav.s 03.01.2017 17:27
      Highlight Highlight Das Reiche sich vordrängeln, sogar in Deutschland gibt es mehrere dokumentierte Fälle. In der Schweiz schweigen die raffer wohl besser.
      Es wurden schon Organentnahmen abgebrochen weil der Spender noch lebte, wieviele wurden einfach weitergeführt weil es nimand bemerkte (bemerken wollte).
      Man soll also aktiv werden weil man nicht lebend ausgeschlachtet werden will?
      Macht die Sache richtig transparent und wir können darüber reden.
      48 40 Melden
    • Dr. Zoidberg 03.01.2017 17:32
      Highlight Highlight ich habs nicht so mit der transplantationsmedizin-ethik (und schon garnicht mit dem geschäftsmodell), die sind mir eher egal. aber der staat hat nach meinem ableben nicht über meine reste zu verfügen.

      ich persönlich möchte nach meinem tod ausgeweidet werden. ich erwarte aber auch nicht, dass andere für mein weiterleben organe spenden.

      bisher war konsens, dass ich aktiv erlauben muss, dass ich als ersatzteillager dienen werde. jetzt muss ich irgendeiner behörde ggü erklären, dass ich das nicht will. als nächstes muss ich das begründen. dann wirds pflicht.
      54 11 Melden
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Du denkst, ein Hirnschlag trifft nur alte Menschen? Du denkst falsch

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