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Tiefkühlgemüse ist ungesund? Spätabends essen macht dick? Schluss mit diesen Mythen!

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Entzieht Kaffee dem Körper wirklich Flüssigkeit?Bild: twitter

Tiefkühlgemüse ist ungesund? Spätabends essen macht dick? Schluss mit diesen Mythen!

17.11.2018, 19:5518.11.2018, 10:46
Saskia Gerhard / watson.de

Manche Gerüchte halten sich schon so lange und hartnäckig, dass eigentlich niemand weiss, woher sie kommen. Auch um Lebensmittel und Ernährung ranken sich zahlreiche Mythen – dass viele davon längst widerlegt sind, hat nicht jeder mitbekommen. Zeit, sich mal ein paar rauszupicken und ihnen auf den Grund zu gehen. Hier kommen sieben Lebensmittel-Mythen, an die du künftig nicht mehr glauben musst.

Mythos 1: Tiefkühlgemüse ist weniger gesund als frisches

Gemüse, das du im Supermarkt aus dem Tiefkühlregal kaufen kannst, wird direkt nach der Ernte schockgefroren. Den Nährstoffen tut das nicht schlecht – im Gegenteil: Sie werden konserviert. Frisches Gemüse dagegen legt zum Teil lange Wege vom Feld bis ins Geschäft zurück, auf denen etwa Vitamine zerfallen können.

Frische Erbsen zum Beispiel verlieren viel Vitamin C nach der Ernte – rund die Hälfte in den ersten 24 bis 48 Stunden (Journal of the Science of Food and Agriculture).

Mythos 2: Energy-Drinks steigern die Leistung

Energy Drinks von Red Bull, Migros Budget, Coop Prix Garantie und Denner stehen auf einem Tisch am Freitag, 28. April 2006 in Zuerich. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
Bild: KEYSTONE

Trink lieber Kaffee. Wenn man Energy-Drinks überhaupt eine aufputschende Wirkung zusagen kann, dann ist die dem Koffein zu verdanken. Weitere Inhaltsstoffe, mit denen Hersteller die Wirkung ihrer Getränke bewerben: Taurin, Inosit oder Glucuronolacton. Klingen beeindruckend, sind aber Stoffe, die unser Körper selbst produziert. Dass die Zufuhr von aussen die Leistungsfähigkeit steigert, ist nicht nachgewiesen (Stiftung Warentest).

Mythos 3: Schokolade macht glücklich

ZU DEN QUARTALSZAHLEN DES SCHOKOLADENKONZERNS BARRY CALLEBAUT ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER, AM MITTWOCH, 12. APRIL 2017. ---- Produkte des Schokoladenproduzenten Barry Callebaut werden in einer  ...
Bild: KEYSTONE

Es kann gut sein, dass du Schokolade so gern magst, dass du jedes Mal total happy bist, wenn du sie isst. Aber aufgrund ihrer Stoffzusammensetzung gibt es keine Hinweise darauf, dass Schoggi von sich aus glücklich macht. Zwar sind Substanzen wie Theobromin (das anregend wirkt) oder Tryptophan (das im Körper zum «Glückshormon» Serotonin abgebaut wird) enthalten. Die Dosen sind aber so gering, dass man eigentlich nichts davon merkt.

Immerhin: Es gibt Hinweise, dass sich Schokoladenkonsum ganz leicht positiv auf deine Konzentrationsfähigkeit auswirken könnte (Harvard Medical School).

Mythos 4: Spätabends essen macht dick

Goodnight Irene at Brgrbelly, Chicago
Brgrbelly’s chefs do it all, from baking their own bread to grinding their own meat. Their Plugra Butter buns, topped with black sesame seeds, make a perfect vess ...
Bild: pinterest

Viele Studien gibt es nicht zu dem Thema und die, die da sind, widersprechen sich. Eine recht grosse Studie aus dem Jahr 1997 zeigte aber anhand einer zehn Jahre dauernden Beobachtung von 7'000 Probanden, dass sich Mahlzeiten in den späten Abendstunden nicht nachteilig auf das Körpergewicht auswirken (International Journal of obesity and related metabolic disorders).

Was für dieses Ergebnis spricht: In Spanien oder Italien ist es durchaus üblich, spät am Abend zu essen. Menschen in diesen Ländern haben wenig Probleme mit Übergewicht.

Mythos 5: Eier sind ungesund

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Bild: shutterstock

Lange hiess es, dass Eier den Spiegel des «bösen» Cholesterins im Körper negativ beeinflussen. LDL-Cholesterin ist die gefürchtete Variante: Es ist unter anderem mit dafür verantwortlich, dass unsere Gefässe verkalken. Ziemlich sicher ist inzwischen, dass das LDL nicht vom Eierkonsum oder von Übergewicht, sondern vom Erbgut beeinflusst wird.

Wer eine normale Figur hat und nicht stark übergewichtig ist, kann also trotzdem erhöhte LDL-Werte haben, aber daran mit weniger oder mehr Eiern nichts ändern (Deutsche Herzstiftung).

Mythos 6: Kaffee entzieht Flüssigkeit

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Bild: giphy

Kaffee kann kurzfristig den Harndrang anregen, daher stammt wohl die Annahme, er entziehe dem Körper Wasser. In Studien konnten Forscher dafür aber keine Beweise finden (Journal of Human Nutrition and Dietetics). Bevor du gar nichts trinkst, greif ruhig zum Kaffee.

Mythos 7: Cola hilft gegen Durchfall

FILE--In this Aug. 8, 2018, file photo, bottles of Coca Cola sit on a shelf in a market in Pittsburgh. The Coca-Cola Company says that it's "closely watching" the growth of the use of a non- ...
Bild: AP/AP

Es soll ja Leute geben, die sich als Kind gefreut haben, wenn sie Durchfall hatten, denn dann gab es Salzstangen und Cola. Heute weiss man: Cola ist kein gutes Gegenmittel, wenn es im Bauch rumort. Die Limo hat zu viel Zucker, sie verstärkt den Wasserverlust (Stiftung Warentest). Das ist fatal, denn essenziell ist es bei Durchfall, dafür zu sorgen, dass genug Flüssigkeit reinkommt. Also, lieber zu Kamillen- oder Fencheltee greifen.

Du kennst auch ein paar Mythen, die man dringend mal aufklären sollte? Schreib sie uns in die Kommentare. Merci!

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Video: watson/Knackeboul, Emily Engkent

Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.

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Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.
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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Imagine Wagons
17.11.2018 21:38registriert Dezember 2014
Cola war bei uns nie gegen Durchfall, sondern gegen Übelkeit. Und ich bin heute noch davon überzeugt, dass das (auch bei einem Kater ;)) die beste Medizin ist. :)
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Yelina
17.11.2018 22:01registriert Juli 2014
Wenn ich mehr Kalorien zu mir nehme, als mein Körper verbraucht, nehme ich zu. Wenn ich weniger Kalorien zu mir nehme, als mein Körper verbraucht, nehme ich ab.

So einfach!
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Salvador Al Daliente
17.11.2018 20:07registriert Oktober 2018
Wird eben alles nicht so heiss gekocht wie der eidg. dipl. Xundheitsberater verschreibt...
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Die Walser­zü­ge
Um 1150 bis 1450 wanderten die Walser in die rauen Hochlagen der Alpen aus, um die dortigen unkultivierten Weideflächen zu besiedeln und zu bewirtschaften. Es war eine der letzten grossen Völkerwanderungen im Mittelalter. Das Erbe des Walser Einfallsreichtums ist in der Schweizer Kultur noch immer von grosser Bedeutung.

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