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ZUR UMFRAGE ZUR ARBEITSBEALSTUNG VON ASSISTENZ- UND OBERAERZTEN STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 14. APRIL 2014 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Chirurgen entnehmen einem Spender am 6. September 2004 im Universitaetsspital Basel eine Niere.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Operationssaal (Symbolbild): Hirnoperationen ohne Vollnarkose sind keine Seltenheit. Bild: KEYSTONE

Tel Aviv

Violinistin spielt während ihrer Hirn-OP Mozart

Eine Gehirnoperation ist für viele Menschen schon mit Vollnarkose eine furchteinflössende Sache. Eine Israelin war während des Eingriffs bei vollem Bewusstsein. Sie spielte sogar Geige – auf Wunsch der Ärzte. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

20 Jahre lang litt die Violistin Naomi Elishuv unter einem Tremor, der ihr das Leben und das Geigespielen schwer machte. Nun hat sich die Musikerin einer Operation unterzogen: Unter lokaler Betäubung, aber bei vollem Bewusstsein wurde ihr in Tel Aviv ein Gehirnschrittmacher eingesetzt, der das Zittern unterdrücken soll. Doch damit nicht genug: Elishuv spielte während des Eingriffs Geige, wie die Pressestelle der israelischen Regierung mitteilte. 

Der Schrittmacher, eine 1,3 Millimeter grosse Elektrode, wurde durch ein winziges Loch in der Schädeldecke implantiert. «Um die Elektrode genau an der richtigen Stelle anzubringen, brauchten wir ihre aktive Zusammenarbeit, deshalb haben wir Elishuv gebeten, während der Operation Geige zu spielen», sagte der behandelnde Neurochirurg Izchak Fried. 

Hirnoperationen ohne Vollnarkose keine Seltenheit

Der Eingriff glückte. «Als wir die Stimulation an dem exakten Ort aktivierten, verschwand der Tremor, und Elishuv spielte Mozart – mit grosser Hingabe, aber ohne Tremor», sagte Fried. Es sei zu erwarten, dass die aus Litauen stammende Musikerin nun wieder vor Publikum auftreten könne. Das sei wegen des Tremors bislang undenkbar gewesen. 

«Jetzt kehre ich endlich ins Leben zurück.» 

Auch die Patientin zeigte sich begeistert über die Veränderung. «Ich will spielen, normal unterschreiben und Tee trinken, ohne ihn zu verschütten», sagte sie. Es sei nur schade, dass sie erst vor Kurzem von diesem Eingriff gehört habe. «Jetzt kehre ich endlich ins Leben zurück.» 

Hirnoperationen erfolgen öfter ohne Vollnarkose. Der Arzt kann dadurch leichter beobachten, ob wichtige Hirnteile während der Operation weiter funktionieren. Die eigentliche Hirnsubstanz hat kein Schmerzempfinden. (jbe/dpa) 



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