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Masern in Europa

«Wir sind angesichts dieser Zahlen bestürzt» – Weltgesundheits-Organisation fordert zum Impfen auf

Nicht nur in Berlin grassieren die Masern. In osteuropäischen Ländern gibt es Tausende Fälle. Die Weltgesundheitsorganisation mahnt zur Impfung. 

26.02.15, 20:52


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Eigentlich sollten die Masern im Jahr 2015 in Europa ausgerottet sein – so hatte es die Weltgesundheitsorganisation WHO geplant. Das Vorhaben ist offensichtlich gescheitert. Allein in Berlin haben sich seit Oktober 2014 fast 600 Menschen mit den Masern angesteckt. Ein Kleinkind starb wegen der Erkrankung.

In Osteuropa sind die Zahlen teils noch höher. Laut WHO haben sieben europäische Länder im Jahr 2014 sowie in den ersten Monaten 2015 insgesamt mehr als 22'000 Masern-Fälle gemeldet:

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«Wenn wir bedenken, dass wir in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Masern-Fallzahlen um 96 Prozent reduzieren konnten und nun nur einen Schritt von der Ausrottung der Krankheit in Europa entfernt sind, sind wir angesichts dieser Zahlen bestürzt», sagt Zsuzsanna Jakab, WHO-Leiterin für die Region Europa. Es sei nicht akzeptabel, dass die Masern immer noch Todesopfer fordern, nachdem 50 Jahre lang an wirksamen und sicheren Impfstoffen gearbeitet wurde.

Es komme weiterhin zu Ausbrüchen, weil es Bereiche mit vielen nicht oder nicht ausreichend geimpften Menschen gebe, die anfällig für die Masern seien, so die WHO. Dies liege insbesondere an Eltern, die entweder Impfungen ihrer Kinder bewusst ablehnen oder nur schwer Zugang zu medizinischer Hilfe finden.

Um die Ausbrüche einzudämmen, werden in vielen der betroffenen Länder nun gezielt jene Menschen geimpft, die am stärksten gefährdet sind, sich mit den Masern anzustecken.

In Deutschland wird wegen des Ausbruchs in Berlin zurzeit auch über eine mögliche Impfpflicht diskutiert. (wbr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 27.02.2015 07:22
    Highlight Beim Lesen dieses Berichtes taucht bei mir schon die Frage auf: Darf man heute nicht mehr krank werden?
    0 1 Melden

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