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anti baby pille verhütung

Bisher war die Pille immer wieder wegen negativer Nebenwirkungen in die Schlagzeilen geraten. Bild: shutterstock

Ausnahmsweise mal eine positive Nebenwirkung: Die Antibabypille hat Hunderttausende Krebsfälle verhindert

Die Pille hat Nebenwirkungen, sie erhöht unter anderem das Risiko einer gefährlichen Thrombose. Doch die Hormone schützen auch vor Gebärmutterkrebs. Forscher vermuten, dass dieser Schutz noch Jahrzehnte nach der Einnahme besteht.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Frauen, die die Antibabypille nehmen, haben anscheinend langfristig ein geringeres Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam, das Daten aus 36 Studien ausgewertet hat.

Im Fachblatt «Lancet Oncology» berichten die Wissenschaftler: In den Industrienationen wurden durch die Pille in den vergangenen 50 Jahren etwa 400'000 Fälle von Gebärmutterkrebs bei Frauen unter 75 Jahren verhindert. Etwa die Hälfe davon im vergangenen Jahrzehnt.

Anders formuliert gilt für Frauen in Industrienationen:

Die Forscher konnten auf Informationen von rund 27'000 Frauen zugreifen, die an dem Krebs erkrankt waren, sowie von rund 115'000 Frauen, denen dieses Schicksal erspart blieb. Die Studien, die sie ausgewertet haben, fanden in Nordamerika, Europa, Asien, Australien und Südafrika statt.

Wer hat's bezahlt?

Finanziert wurde die Studie vom britischen Medical Research Council, einer staatlichen Institution.

Frauen, die in ihren Zwanzigern die Pille genommen hätten, würden noch mit 50 Jahren und auch danach von der Schutzwirkung profitieren, wenn diese Krebsform häufiger auftrete, sagt Valerie Beral von der britischen Oxford University, eine der Leiterinnen der Studie. «Man hatte die Sorge, dass die Pille Krebs auslöst, aber langfristig verringert sie das Risiko.»

Laut der Studie haben seit Einführung der Pille in den Sechzigern etwa 400 Millionen Frauen in Industrienationen das Verhütungsmittel genutzt.

Schutzwirkung auch bei geringerem Östrogengehalt

Obwohl neuere Pillen deutlich geringere Mengen Östrogen enthalten als die der ersten Generation, habe sich die Schutzeffekt nicht verringert, berichten die Forscher zudem.

Als Risikofaktoren für den Gebärmutterkrebs gelten eine frühe erste Regelblutung sowie ein spätes Einsetzen der Wechseljahre, Kinderlosigkeit, Erkrankungen der Eierstöcke sowie eine Östrogentherapie in den Wechseljahren.

Die Antibabypille hat auch unerwünschte Nebenwirkungen. Unter anderem steigt das Risiko einer Thrombose, bei der ein Blutgerinnsel ein Gefäss verengt oder komplett verstopft.

Von 100'000 Frauen, die keine hormonellen Verhütungsmittel nutzen und nicht schwanger sind, entwickeln innerhalb eines Jahres etwa fünf bis zehn eine Thrombose. Bei 100'000 Frauen, die hormonell verhüten, sind es im selben Zeitraum zwischen 20 und 40. (wbr/rtr)

Mehr zum Thema: Spiele unser Verhütungsquiz!

1.Fangen wir mit einer einfachen Frage an: Was ist denn überhaupt der Zyklus der Frau?
eierstöcke
shutterstock
Der Zyklus der Frau ist die Zeit zwischen dem ersten Tag der Periode und dem ersten Tag der nächsten Periode.
Der Zyklus der Frau beschreibt die Zeit zwischen einem Eisprung und dem nächsten.
Der Zyklus der Frau orientiert sich ausschliesslich an der Hormonausschüttung und ist unabhängig davon, wann Periode und Eisprung auftreten.
2.Nun geht's ans Eingemachte: An wie vielen Tagen innerhalb des Zyklus kann eine Frau denn schwanger werden?
spermien
Das Zeitfenster ist sehr gering: Nur etwa 24 Stunden lang, also an einem Tag, kann eine Eizelle der Frau befruchtet werden.
Etwa drei Tage pro Zyklus kann ein Spermium mit einer Eizelle der Frau verschmelzen.
Die Zeitspanne ist noch länger. Eine Woche pro Zyklus wartet eine Eizelle auf die Befruchtung.
3.Auch wenn der Eizelle nur wenig Zeit bleibt - wer nicht schwanger werden möchte, muss trotzdem gut verhüten. Wie heisst der Index, mit dem die Sicherheit von Verhütungsmitteln gemessen wird?
verhütungsmittel
shutterstock
Crystal-Index
Pearl-Index
Diamond-Index
4.Bleiben wir beim Thema: Welches der folgenden Verhütungsmittel ist – bezogen auf den Index –das sicherste?
kondom
shutterstock
Das Kondom
anti baby pille verhütung
shutterstock
Die Pille
spirale verhütung
shutterstock
Die Kupferspirale
5.Die Pille ist extrem sicher - solange sie richtig angewendet wird. Welches der drei folgenden Beruhigungsmittel kann ihre Wirkung schmälern?
Johanniskraut steht auf dem Tognethof in Densbueren zwischen Aarau und Frick am Montag morgen, 29. Juni 1998. Bereits im Altertum wurde das Johanniskraut als Arzneimittel fuer somatische und psychische Leiden genutzt. Moderne Studien haben herausgefunden, dass Johanniskraut einen positiven Einfluss auf den Verlauf von leichten bis mittelschweren Depressionen hat. Johanniskraut wird auf Bio-Bauernhoefen grossflaechig angebaut, weil die Nachfrage heute nicht mehr aus Wildsammlungen gedeckt werden kann. Wenn das Wetter in den naechsten Tagen richtig mitspielt, werden auf dem Tognethof bis Ende naechster Woche rund zwei Tonnen Johanniskraut geerntet sein.    (Keystone/Christoph Ruckstuhl)
KEYSTONE
Johanniskraut
Baldrian
shutterstock
Baldrian
Der reife Hopfen ist am Samstag, 23. August 2008, im kleinen Hopfengarten in der Kartause Ittingen bereit fuer die Ernte. Gegen Ende August sind die Bluetendolden des Hopfens reif und die rund sieben Meter langen Ranken werden von den Draehren geloest und abgeschnitten. Aus diesem biologischen angebautem Hopfen werden Hopfentees, Entspannungskissen und Hopfenschnaps hergestellt. Der maschinell geerntete Hopfen aus dem grossen Hopfengarten gibt dem Ittinger Klosterbraeu seine Wuerze.  (KEYSTONE/Regina Kuehne)
KEYSTONE
Hopfen
6.Eine Frau nimmt eine Anti-Baby-Pille ein, vier Stunden später erbricht sie. Wirkt die Pille trotzdem?
Seekrank, Übelkeit, Seekrankheit, Kotzen
Ja. Der Körper braucht nur zwei Stunden, um die Hormone aus der Pille in die Blutzirkulation einzuschleusen.
Wahrscheinlich. Vier Stunden liegen gerade an der Grenze, so viel Zeit braucht der Körper, um die Hormone sicher aufzunehmen.
Nein. So schnell ist der Körper nicht, etwa sechs Stunden muss die Pille im Körper verweilen, bis genügend Wirkstoffe ins Blut übergehen können.
7.Jetzt wird's geschichtlich: Bereits in der Antike existierten mehr als 400 Verhütungs- und Abtreibungsrezepte. Bei vielen der Mittel sollten sich die Frauen einen Mix aus Pflanzensäften und sogar Bier einführen. Was war eine beliebte Spezialzutat?
Krokodil
Krokodilkot
Ein Rind in einem Freilaufgehege beschnuppert mit seiner feuchten Nase den Fruehling am Dienstag, 30. April 2013, im buendnerischen Schanfigg. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
KEYSTONE
Rinderurin
Des personnes regardent des chevres lors de la manifestation
KEYSTONE
Ziegenblut
8.Zurück in die Moderne: Das Kondom für die Frau...
kondom
shutterstock
...gibt es nicht.
...kommt bald auf den Markt.
...gibt es schon zu kaufen.
9.Zur Männerverhütung: Angenommen, ein Mann hat mit der Familienplanung abgeschlossen und lässt sich die Samenleiter durchtrennen. Was sind die Auswirkungen auf seinen Samenerguss?
familie
shutterstock
Die Auswirkungen sind gross! Der Mann hat zwar noch einen Orgasmus, allerdings ohne Samenerguss.
Die Auswirkungen sind spürbar! Der Mann hat zwar noch einen Samenerguss, allerdings ist die Samenflüssigkeit etwa auf die Hälfte reduziert.
Es gibt fast keine Auswirkungen! Der Mann hat noch einen Samenerguss, auch an der Menge der Samenflüssigkeit ändert sich fast nichts.
10.Nun noch etwas Grundlegendes: Mädchen machen immer früher ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Ab wann müssen sie verhüten, wenn eine Schwangerschaft verhindert werden soll?
Melancholisches Mädchen hört Musik mit Kopfhörern
Ab dem Zeitpunkt ihrer ersten Periode.
Ab dem ersten Geschlechtsverkehr - egal, ob sie ihre erste Periode schon hatten.
Ab einem Alter von 14 Jahren

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    Alle Leser-Kommentare
  • El Schnee 08.08.2015 12:06
    Highlight Highlight Eigentlich eine Falschmeldung, die da verbreitet wird. Denn in Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall, wenn man folgende Zahlen anschaut: Gemäss Krebsliga Schweiz ist die die häufigste Krebsart bei Frauen der Brustkrebs mit etwa 32%. Der Gebärmutterkrebs dagegen hat den Anteil von 5%. Gemäss Studien besteht erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken (bis zu 40%) bei längerer Entnahme der Antibabypille. (also noch mal rechnen!) Man muss schon etwas doof sein so eine Meldung zu verbreiten, resp. das so unkritisch zu glauben, und zu schlucken ...
    2 0 Melden
    • syknows 08.08.2015 13:28
      Highlight Highlight Bezüglich der Anhäufung an Brustkrebs bei Frauen kann ich dir empfehlen, dich über aluminiumhaltige Deos zu informieren. Es ist schon seltsam, dass die Knoten in den letzten Jahren eher in der Nähe der Achseln zu finden sind (wo früher nur sehr selten Brustkrebs aufgetreten ist).

      Studien gibt es auch hier keine, aber google hilft wie immer. Anbei noch ein Video dazu (ohne "Verschwörungstheorien", versprochen ;)):
      http://www.srf.ch/konsum/themen/gesundheit/aluminium-in-deos-experten-warnen
      0 0 Melden
    • El Schnee 08.08.2015 17:38
      Highlight Highlight Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert. Riva, München 2014, ISBN 978-3-86883-438-3
      0 0 Melden
  • aeschlihero 07.08.2015 16:16
    Highlight Highlight Was man beachten muss, ist, dass Frauen sich seit einigen Jahren gegen Gebärmutterhalskrebs impfen können. Ausserdem sind Frauen, welche die Anti-Baby-Pille nehmen, verpflichtet, jährliche Checks beim Gynäkologen zu durchlaufen, wo sie auch jedes Mal auf ein Krebsrisiko getestet werden. Meiner Meinung nach keine repräsentative Studie.
    8 5 Melden
  • syknows 07.08.2015 12:19
    Highlight Highlight Was ist mit all den Umwelteinflüssen? Wenn jede Frau diese Hormone zu sich nehmen würde und, logischerweise, einen Teil davon wieder in die Kanalisation zurückführt, braucht man sich dann noch zu wundern warum immer mehr Fische in unseren Gewässern zu Zwittern werden? Aber solche Studien will ja niemand bezahlen...
    20 7 Melden
    • Macke 08.08.2015 09:26
      Highlight Highlight Naja, Umwelteinflüsse gegen die Pille ins Feld zu führen, ist schon etwas weit hergeholt: Ich vermute nicht, dass Sie auf jeden fleischessenden Menschen zeigen und die Auswirkungen der Fleischindustrie auf die Umwelt anführen. Die Pille hat wahnsinnig viel zur sexuellen Selbstbestimmung der Frau beigetragen. Und ja, obwohl mir der Einfluss von Hormonen auf die Umwelt bekannt ist, werde ich auf keinen Fall auf hormonelle Verhütung verzichten. Weil ich so egoistisch bin und mein eigenes Recht auf sexuelle Selbstbestimmung einfordere. Solange es für Frauen keine sichere Alternative gibt, über die sie selbst bestimmen können und bei dem sie die Verantwortung alleine übernehmen können, finde ich es unangebracht, mit einem mahnenden Zeigefinger auf dieses Verhütungsmittel zu zeigen.
      1 4 Melden
    • syknows 08.08.2015 11:38
      Highlight Highlight <<Naja, Umwelteinflüsse gegen die Pille ins Feld zu führen, ist schon etwas weit hergeholt: ...>>
      <<... obwohl mir der Einfluss von Hormonen auf die Umwelt bekannt ist, ...>> ...

      Ich zeige mit keinem Finger auf niemanden. Aber wenn auf watson einen Bericht über Antibiotika herausgibt wirst du meinen Kommentar dazu finden, wie bedenklich das präventive verabreichen zB in Geflügelfarmen in meinen Augen ist. Meine Einstellung, mein Leben; genauso wie es dir obliegt die Pille zu nehmen oder nicht. Ich bin noch jung, lerne jeden Tag neues und bin froh um ebensolche Denkanstösse von anderen.
      1 0 Melden
    • syknows 08.08.2015 11:44
      Highlight Highlight Bezüglich sicherer Verhütung: Seit wann ist das Kondom nicht mehr einsamer Spitzenreiter? Es braucht kein Vertrauen und schützt zusätzlich noch vor vielen Geschlechtskrankheiten. Meinetwegen ist es, für mich als Mann zumindest, überhaupt nicht das Selbe wie ohne. Nur wenn ich darauf verzichten möchte muss ich mir halt eine feste Beziehung auf Vertrauensbasis einrichten. Doch auch dies ist meine Entscheidung. Bei dir im Bett entscheidest du (und deine Partner) nach deinem bestem Wissen und Gewissen, was eine starke Persönlichkeit wie du sicherlich auch tut; davon bin ich überzeugt.
      0 0 Melden
  • mope 07.08.2015 11:46
    Highlight Highlight "Finanziert wurde die Studie vom britischen Medical Research Council, einer staatlichen Institution."
    ...die sicher wiederum am Tropf der Pharmariesen hängt.
    20 20 Melden
    • El Schnee 07.08.2015 14:24
      Highlight Highlight und watson plapert noch gratis (oder nicht?) diese Werbung nach. Der Artikel widerspricht sich doch irgendwie selber: Die Anti-Baby-Pille enthält Östrogene, die wiederum auch bei Hormonersatztherapien eingesetzt werden. Diese 'Behandlung' wiederum erhöhe aber das Krebsrisiko. ?? Abgesehen davon ist ebenso 'erwiesen', dass das Brustkrebs- und Gebärmutterhalsrisiko steigt. Und bei Screenings angeblich oft zu sehen bei langjähriger Pilleneinnahme: Verändungen der Leber. Zur Pflege dieses Riesengeschäft lassen sich leicht die 'richtigen' Studien bündeln, so dass man eindrückliche Zahlen hinkriegt
      6 9 Melden
    • Bowell 07.08.2015 21:09
      Highlight Highlight Tut mal nicht so als ob ihr die ganze Publikation ordentlich gelesen habt, das hat wahrscheinlich keiner von euch (ich auch nicht, aber ich masse mir auch nicht an aus dem blauen über den Artikel zu urteilen). Desweiteren lässt die Finanzierung kaum auf die Qualität schliessen. Die meisten Forschungseinrichtungen sind staatlich finanziert, auch in der Schweiz (ETH-Domäne vom Bund, andere Hochschulen vom Kanton). Hängen die nun auch am Tropf der Pharmaindustrie?
      4 1 Melden

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