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Eierproduzent Hans Muenger greift die Eier der rund 2500 Legehennen von Hand waehrend einer Medienkonferenz des Schweizerischen Bauernverbandes zum Thema

In den USA gehören Eier zu jedem guten Frühstück – aber auch in der Schweiz erfreut sich das Produkt grosser Beliebtheit. Bild: KEYSTONE

Kein Problem für den Cholesterinwert

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Mindestens zwei Eier am Tag? Schlecht fürs Herz. Jahrzehntelang warnten Ärzte vor dem übermässigen Verzehr von cholesterinhaltigen Speisen. Jetzt machen die USA eine Kehrtwende – und streichen den Passus aus ihren Ernährungsempfehlungen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Rühreier zum Frühstück gehören für viele Menschen in den USA auf den Speiseplan – ungeachtet der offiziellen Warnung vor dem übermässigen Verzehr cholesterinreicher Speisen. Schliesslich erhöht der Stoff das Risiko für verkalkte Arterien und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall, wenn er in grösseren Mengen im Blut vorkommt.

Jetzt aber machen US-Experten in ihren Empfehlungen eine Kehrtwende: Sie schätzen Cholesterin aus Lebensmitteln nicht mehr als Gefahr für die menschliche Gesundheit ein. Künftig soll in den offiziellen Ernährungsratschlägen des Landes nicht mehr vor Speisen mit hohem Cholesteringehalt gewarnt werden.

Vorliegende Erkenntnisse liessen «keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Cholesterin in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel» im Blut erkennen, erklärte das US-Landwirtschaftsministerium dazu. In dem Entwurf heisst es deshalb nun sinngemäss: Cholesterin ist kein Problem-Nährstoff.

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Zwei kleine Eier oder ein 300-Gramm-Steak

Bisher steht in den Ernährungsleitlinien die Empfehlung, täglich nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich zu nehmen, was in etwa dem Gehalt von gut hundert Gramm Butter oder zwei kleinen Eiern oder einem 300 Gramm schweren Steak entspricht.

Stark cholesterinhaltige Lebensmittel, davon gingen Experten zuvor aus, erhöhen auch den Cholesterinspiegel im Blut – und damit das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Inzwischen konnten zahlreiche Studien diesen Zusammenhang jedoch widerlegen. Spezielle Mechanismen verhindern, dass der Körper zu viel Cholesterin ins Blut aufnimmt. Es sei – zumindest als gesunder Mensch – quasi unmöglich, Cholesterin über die Nahrung überzudosieren, sagt Christian Prinz, Direktor der Helios Klinik für Gastroenterologie in Wuppertal.

Im Entwurf für die diesjährige Neufassung der US-Ernährungsratschläge heisst es nun, Cholesterin gehöre nicht zu den Nährstoffen, deren übermässiger Konsum bedenklich sei. Das Papier wurde von 14 renommierten Medizinern, Ernährungs- und Gesundheitsexperten entworfen. Es steht nun 45 Tage lang im Internet zur Debatte, bevor es endgültig verabschiedet wird. Zudem soll es im März eine öffentliche Konferenz dazu geben.

Zum Problem bei bestimmten Lebensmitteln dürfte allerdings werden, dass stark cholesterinhaltige Produkte oft auch viele gesättigte Fettsäuren enthalten, vor deren übermässigem Konsum wiederum noch eindringlicher gewarnt werden soll. Bisher empfahlen US-Experten, dass nicht mehr als zehn Prozent der täglich verzehrten Kalorien gesättigte Fettsäuren sein sollten. Der Wert soll nun auf acht Prozent gesenkt werden.

Bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 2000 Kilokalorien am Tag würde dies bedeuten, dass hinsichtlich der gesättigten Fettsäuren bereits nach geringen Mengen Butter oder einem 200-Gramm-Steak Schluss wäre. Der Verzehr von einem Dutzend Eier pro Tag schadet nach dieser Rechnung nicht. Generell machen die Experten den US-Bürgern aber einen anderen Vorschlag. Dieser lautet schlicht, mehr Obst und Gemüse zu essen. (cib/AFP)



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