Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
2017 AP YEAR END PHOTOS - An iceberg floats past Bylot Island in the Canadian Arctic Archipelago on July 24, 2017. Icebergs aren't sea ice, despite being best known for floating about the ocean. They are actually chunks of glaciers that have broken off at the water's edge. Since glaciers are made from freshwater and compacted over dozens if not hundreds of years, icebergs are naturally among the hardest types of ice a ship might encounter. (AP Photo/David Goldman)

Berliner Jungunternehmer wollen Eisberge von der Antarktis nach Südafrika schleppen.  Bild: AP/AP

Mit diesem Trick will ein Berliner Start-up Eisberge abschleppen – und so Dürre bekämpfen



Wir erinnern uns alle: Vergangen Sommer trocknete die Millionen-Metropole Kapstadt beinahe aus. Hunderttausende Menschen litten unter einer Dürre, wie sie Südafrika zuvor noch nie erlebt hatte. 

Ein südafrikanischer Bergungsexperte schlug damals vor, einen 100-Millionen-Tonnen-Eisberg aus der Antarktis herbeizuschaffen. Seinen Berechnungen zufolge hätte der Eis-Koloss ein Jahr lang täglich 150 Millionen Liter Wasser für die ausgetrocknete Stadt liefern können. Doch bevor die Eisberg-Schlepper in Stellung gebracht werden konnten, fiel wieder Regen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. 

Der Plan der Eisberg-Jäger:

Bild

zvg

Monster-Eiswürfel abschleppen! Das Berliner Start-up Polewater will genau dies jetzt tun. «Können wir nicht Eisberge und Durstige irgendwie zusammenbringen?», sagt der Jungunternehmer Timm Schwarzer zum Portal Brandeins. Denn noch immer haben weltweit über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 

Und so lautet der Plan der Berliner Eisberg-Jäger: Ist ein aussichtsreicher Kandidat in der Antarktis-Region gesichtet, wollen sie ihm einen Hochseeschlepper entgegenschicken. Das Schiff soll dann den Mega-Eiswürfel mit einem vier Kilometer langen Spezialgeschirr aus Hochleistungs-Kunststoff an den Haken nehmen, das wie ein Lasso um den Eisberg geschlungen wird. 

Vom Ende der Ewigkeit – eine Reise durch bedrohte Polarwelten

Einmal im Griff, soll der Schlepper rund einen Monat gen Norden schippern. 20 Kilometer vor der südafrikanischen Küste endet dann die Reise, wenn alles klappt. Von einer schwimmenden Plattform aus wollen dann die Polewater-Tüftler den Eisberg «ernten». Bis 12'500 Tonnen Wasser pro Tag kann laut den Plänen von der Oberfläche des Eisbergs gesogen werden. Von der Plattform aus soll dann das Wasser in schwimmende Beutel gepumpt werden, mit denen das Trinkwasser an Land gebracht wird. 

Der Haken: Die raue See im Südlichen Ozean mit bis zu zehn Meter hohen Wellen dürfte das Abschleppen schwierig gestalten.

(amü)

Eisberge photobomben Fischerdorf in Neufundland

abspielen

Das könnte dich auch interessieren:

«Ich liebe meinen Freund, betrüge ihn aber ständig»

Link zum Artikel

Darum ist die Polizei nicht gegen die GC-Chaoten vorgegangen

Link zum Artikel

Marco Streller: «Die ganz schlimmen Sachen sind 2018 passiert, nicht 2019»

Link zum Artikel

Showdown bei Staf und Waffenrecht

Link zum Artikel

WhatsApp-Chat aufgetaucht! So kam es WIRKLICH zum Treffen zwischen Trump und Ueli Maurer

Link zum Artikel

Der grosse Drogenreport: So dröhnt sich die Welt zu

Link zum Artikel

Ich habe meine Leistenprobleme an der Esoterikmesse heilen wollen – das kam dabei heraus

Link zum Artikel

Donald Trump empfängt Viktor Orban im Oval Office – nicht ohne Grund

Link zum Artikel

Warum ich vegan lebe – und trotzdem von Veganern genervt bin

Link zum Artikel

LUCA HÄNNI IST ESC-GOTT! So kam es dazu

Link zum Artikel

Ein Computer-Programm lockte diesen Schweizer auf Kiribati – heute baut er dort Gemüse an

Link zum Artikel

8 Dinge, die an der zweitletzten Folge «Game of Thrones» genervt haben

Link zum Artikel

15 Rezepte, die du als Erwachsener beherrschen solltest

Link zum Artikel

Wir haben das erste 5G-Handy der Schweiz ausprobiert – und so schnell ist 5G wirklich

Link zum Artikel

Die wohl berühmteste Katze der Welt ist nicht mehr: Grumpy Cat ist tot

Link zum Artikel

Ueli, der Trump-Knecht: Die Schweiz als Spielball in Amerikas Iran-Politik

Link zum Artikel

Soll man das Handy über Nacht aufladen? Hier sind die wichtigsten Akku-Fakten

Link zum Artikel

Das Huber-Ersatzquiz für jedermann. Erkennst du diese Städte von oben?

Link zum Artikel

WhatsApp wurde gehackt – darum sollten Nutzer jetzt das Notfall-Update installieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Bojenmensch 10.12.2018 14:00
    Highlight Highlight Die Idee hat so viele Fehler, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll...

    - anstieg der Temperatur am "Ernteort"
    - abfall der Temperatur am "Verarbeitungsort"
    - Verdünnung des Salzwassers mit Frischwasser
    - absichtliches beschleunigtes "Schmelzen" von Polteilen

    ...just because you can, doesn't mean you have to...
  • Molty 10.12.2018 12:54
    Highlight Highlight Erinnert mich an eine Episode von Futurama.
    Um die Klimaerwärmung aufzuhalten wurden von einem anderen Planeten Eisblöcke geholt. Die wurden jedes Jahr grösser, bis es kein Eis mehr gab - und dann hat die Klimaerwärmung erbarmungslos zugeschlagen!
  • acki_ 10.12.2018 12:00
    Highlight Highlight Und zur Ergänzung der Vorredner: Dann kommen noch abertausende Liter dreckiges Rohöl für das Rumtransportieren dazu. Was die Ursache, weshalb das überhaupt nötig ist, noch weiter ergänzt. Urks.
  • Brezel Hugger 10.12.2018 10:36
    Highlight Highlight Verstehe die Skepsis nicht. Eisberge schwimmen seit jeher nach Norden/Süden von den Polarregionen weg und schmelzen langsam dahin. Wenn man diesen Schmelzprozess ein wenig beschleunigt und dabei wertvolles Süsswasser sichert, kann daraus wohl kaum ein grosser Schaden entstehen, umsomehr, dass ja in letzter Zeit die Entstehung von freien Eisbergen zugenommen hat.
  • Magenta 10.12.2018 10:14
    Highlight Highlight Ich bin ja wirklich keine Fachfrau für Klimafragen. Aber bisher kam es IMMER schlimmer, wenn der Mensch irgendwie in die Natur reingepfuscht hat – auch wenn eigentlich hehre Absichten dahinterstanden.

    Anstatt dass wir Dinge mit künstlichen Eingriffen weiter zu verschlimmbessern, sollten wir endlich lernen, so wenig wie möglich Gott zu spielen. Die Natur gibt selber schon Gegensteuer – und zwar mit dem genau richtigen Gespür.
  • 3klang 10.12.2018 10:10
    Highlight Highlight Dadurch wird lokal der Salzgehalt wie auch die Wassertemperatur verändert. Ich denke nicht, dass sich die Unterwasser-Flora und -Fauna allzu sehr darüber freuen würde.
    • SparkintheDark 10.12.2018 14:38
      Highlight Highlight Ist wie denn du einen halbe Schneeflocke in deine Suppe wirfst: Es hat keinen Einfluss ...
  • amRhein 10.12.2018 09:49
    Highlight Highlight Machbarkeitswahn!

    Symptombekämpfung und ein Bärendienst für die Arten, die in den Eisbergregionen heimisch sind. Sie werden sich sicher bedanken, dass es bei ihnen auch wärmer wird.

Trisomie 21: «Keiner hat ein Recht auf ein gesundes Kind»

Im siebten Monat der Schwangerschaft bestätigt ein Bluttest, dass Hanne Hunekes Baby im Bauch das Down-Syndrom hat. Für die Eltern war klar: Sie wollen ihren Sohn.

Eine Altbauwohnung in Berlin. Im Flur stehen Kindergummistiefel, auf dem Küchenstuhl liegen dicke Kissen als Sitzerhöhung. Im Bad: Windeln, Kinderseife, kleine Holzstühlchen. Im Kinderzimmer: buntes Spielzeugchaos und zwei kleine Betten. Hier wohnt Familie Huneke – Hanne und Susanne Huneke, ihr fünfjähriger Sohn Leo* und ihre zweijährige Tochter Ida*. Ida bastelt im Wohnzimmer Papiersterne, Leo ist in der Kita. Um ihn soll es in diesem Text gehen. Noch vor seiner Geburt diagnostizierten …

Artikel lesen
Link zum Artikel