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Stalingrad

Szenerie wie aus einem Endzeitfilm: Ruinenlandschaft in Stalingrad.  Bild: respek.info

In der Hölle von Stalingrad starb Hitlers Traum vom Endsieg



Sie gilt als DER Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs: Die Schlacht von Stalingrad, die am 2. Februar 1943 mit der Vernichtung der deutschen 6. Armee endete. Nach Stalingrad verlor die Wehrmacht endgültig die strategische Initiative an der Ostfront; der Krieg war für das «Dritte Reich» nicht mehr zu gewinnen. Im Albtraum Stalingrad erlitt Hitlers Traum von der Eroberung neuen Lebensraumes im Osten vor 75 Jahren endgültig Schiffbruch. 

Stalingrad, deutsche Soldaten

Deutsche Soldaten in Stalingrad. Bild: respek.info

Die Stadt

Anfang August 1942 – noch hat die Front Stalingrad nicht erreicht – halten sich etwa 600'000 Menschen in der Stadt auf. Stalingrad, rund 1000 Kilometer südöstlich von Moskau gelegen, ist ein wichtiges Verkehrs- und Industriezentrum an der unteren Wolga. Die Stadt zieht sich über 40 Kilometer lang am westlichen Ufer der Wolga hin, ist aber nur maximal acht Kilometer breit.

Stalingrad vor dem Krieg

Stalingrad vor dem Krieg. Bild: respek.info

Der mächtigste Strom Europas, der 400 Kilometer weiter südlich ins Kaspische Meer mündet, ist in Stalingrad über anderthalb Kilometer breit und schützt die Stadt so vor einer Einschliessung. Entlang dieser wichtigen Wasserstrasse verläuft einer der Haupt-Nachschubwege für amerikanische Hilfsgüter wie Lastwagen, Flugbenzin, Feldtelefone oder Panzer aus den Häfen am Persischen Golf.

Zur wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung gesellt sich die symbolische: Stalingrad bedeutet «Stalinstadt»; das vormalige Zarizyn ist seit 1925 nach dem sowjetischen «Woschd» («Führer») benannt. 

Unternehmen «Barbarossa»

Der Plan

Im Winter 1941 bricht die deutsche Offensive wenige Kilometer vor Moskau zusammen, der Blitzkrieg gegen die Sowjetunion ist gescheitert. Obwohl die Wehrmacht bereits über 30 Prozent ihrer Einsatzstärke vom Juni 1941 verloren hat, plant Hitler eine neue Offensive für den Sommer 1942, die endlich die Entscheidung bringen soll. Erneut unterschätzt der «Führer» die verbliebene Stärke der Roten Armee. 

Kampf um Stalingrad.
PK-Aufnahme: Kriegsberichter Schröter-Altvater (Sch)
o.Nr.

Deutsches Sturmgeschütz im September 1942. Bild: Bundesarchiv, Bild 183-J21826

Der Plan, «Fall Blau» benannt, will trotz des deutschen Kampfkraftverlusts zwei ambitionierte Ziele gleichzeitig erreichen: die Eroberung des Verkehrsknotens Stalingrad – diese Aufgabe fällt der Heeresgruppe B zu – und die Einnahme der kaukasischen Ölfelder durch die Heeresgruppe A. Letzteres soll die prekäre Treibstoffversorgung der Wehrmacht sichern.

Blick auf Stalingrad

Blick Richtung Osten auf Stalingrad aus Perspektive der angreifenden deutschen Einheiten.   Bild: chindits.files.wordpress.com

Hitlers «Siegplan» krankt an zwei Schwachpunkten: Die deutschen Kräfte reichen nicht für beide Ziele aus und an der nördlichen Flanke des deutschen Vormarsches entsteht zwangsläufig eine langgezogene, schwierig zu verteidigende Frontlinie. Deren Verteidigung wird den schlecht ausgerüsteten Truppen der verbündeten Staaten Ungarn, Italien und Rumänien übertragen. 

Ostfront, Fall Blau

Fall Blau: Bis Mitte November 1942 stiess die Wehrmacht bis an die Wolga und zum Kaukasus vor.  Bild: Wikimedia

Der Angriff

Die Offensive startet am 28. Juni 1942 und erzielt grosse Anfangserfolge, da die sowjetischen Verteidiger eher mit einem Angriff auf Moskau gerechnet haben. Erneut gerät die Rote Armee in die Defensive, kann sich aber durch die Preisgabe von Gelände der Einkesselung entziehen. Bald stehen deutsche Truppen am Don, Ende Juli fällt Rostow, am 9. Juli erreichen die Panzerspitzen die Ausläufer des Kaukasus. 

Die Heeresgruppe A besetzt die – von den Sowjets zuvor nachhaltig zerstörten – Ölfelder von Maikop, doch ihr Vorstoss Richtung Baku kommt aufgrund der zunehmend unlösbaren logistischen Probleme zum Erliegen. Derweil überquert die 6. Armee, der Eliteverband der Heeresgruppe B, am 21. August den Don. Nur zwei Tage später erreichen deutsche Panzerspitzen die Wolga nördlich von Stalingrad. Gleichentags fliegt die Luftflotte 4 einen mörderischen Angriff auf die Stadt – 600 Flugzeuge werfen eine Million Bomben ab, mehr als 40'000 Einwohner kommen ums Leben

Stalingrad, Zivilisten

Der Luftangriff im August verwandelte die Stadt in ein Trümmerfeld. Nach der Schlacht von Stalingrad lebten nur noch rund 8000 Zivilisten in der zerstörten Stadt.  Bild: respek.info

Die 6. Armee rückt von Norden her auf Stalingrad vor, während die 4. Panzerarmee sich der Stadt von Süden her nähert. Anfang September dringen die ersten deutschen Soldaten in Stalingrad ein. Die Verteidiger – in der Hauptsache die bereits angeschlagene 62. sowjetische Armee – leisten erbittert Widerstand; es kommt zu einem langwierigen und blutigen Häuserkampf, dem sogenannten Rattenkrieg.

Stalingrad, sowjetische Soldaten

Häuserkampf: sowjetische Soldaten in Stalingrad.  Bild: respek.info

Bis Mitte November erobern die Deutschen etwa 90 Prozent der Stadt und einen Korridor zum Wolgaufer, der die 62. Armee in zwei Teile trennt. Hitler spricht bereits von einem grossen Sieg. Doch die sowjetischen Verteidiger führen immer neue Kräfte über die Wolga in ihre verbliebenen Stellungen am Westufer. Und die Wehrmacht – statt diese Widerstandsnester einzunehmen – konzentriert nun ihre Angriffe auf stark befestigte Industriekonglomerate nördlich und südlich der Innenstadt. 

Mondlandschaft Stalingrad

Stalingrad, ein Ruinenfeld. Bild: rupor.sampo.ru

Die Zange

Während sich in Stalingrad die 6. Armee, die schon bei Beginn der Kämpfe stark abgenutzt ist, in den verlustreichen Häuserkampf verbeisst, bereitet das sowjetische Oberkommando, die Stawka, eine grossangelegte Gegenoffensive vor. Die Sowjets haben erkannt, dass die Überdehnung der feindlichen Truppen der Roten Armee die Möglichkeit eines Zangenangriffs eröffnet. Die Operation Uranus beginnt am 19. November mit dem Angriff auf die von rumänischen Truppen geschützte nördliche Flanke der Heeresgruppe B. Tags darauf greifen sowjetische Truppen auch südlich von Stalingrad an. 

Sowjetische Truppen Stalingrad

Operation Uranus: sowjetische Soldaten auf dem Vormarsch.  Bild: Wikimedia

Der Zangenangriff überrascht die Achsenmächte; schon am 23. November vereinigen sich die beiden sowjetischen Angriffskeile im Rücken der 6. Armee. 22 Divisionen der Achsenmächte – etwa 280'000 deutsche und rumänische Soldaten – sind jetzt in einem rund 50 auf 60 Kilometer grossen Kessel eingeschlossen. 60 Divisionen der Roten Armee bilden den Ring um die Stadt, den auch das Unternehmen Wintergewitter nicht sprengen kann. Dieser Versuch, mit rund 50'000 Mann und 250 Panzern einen Korridor zur eingeschlossenen 6. Armee freizukämpfen, scheitert am starken sowjetischen Widerstand und wird am 23. Dezember aufgegeben. Zudem erteilt Hitler der 6. Armee keine Erlaubnis zum Ausbruch aus dem Kessel. 

Karte Ostfront, Operation Uranus, Stalingrad
Geländegewinne der Roten Armee vom November 1942 bis März 1943. Gelbe Abschnitte zeigen die Erfolge der Operationen Uranus und Kolzo

Die Operation Uranus führte zur Einkesselung der 6. Armee in Stalingrad (gelb eingefärbte Geländegewinne). Bis Ende Februar musste sich die Wehrmacht aus den im Herbst zuvor eroberten Gebieten zurückziehen.  Bild: Wikimedia

Der Kessel

65 lange Tage und Nächte dauert das Sterben im Kessel von Stalingrad. Von Beginn an ist die Luftwaffe nicht annähernd in der Lage, Herrmann Görings vollmundiges Versprechen zu erfüllen, jeden Tag den Mindestbedarf von 500 Tonnen in den Kessel zu fliegen. Zahlreiche Maschinen gehen verloren; Unfälle und sowjetische Flak fordern ihren Tribut. Schnell wird der Mangel im Kessel lebensbedrohlich: Die Rationen der Soldaten werden halbiert, später gibt es nur noch 100 Gramm Brot pro Tag, am Ende sind es noch 60 Gramm.

Karte: Kessel von Stalingrad

Der Kessel von Stalingrad: Zu Beginn noch 50 auf 40 Kilometer gross, sind am Ende nur noch kleine Gebietstaschen in der Stadt selber übrig.    Bild: cartomedia-karlsruhe.de

Während die Sowjets allmählich die Schlinge zuziehen, verschlechtert sich der Zustand der Truppen im Kessel immer mehr: Die meisten Soldaten sterben nicht bei Kampfhandlungen, sondern an Unterkühlung und Unterernährung.   

Sowjetische Truppen, Stalingrad

Die Rote Armee verkleinert den Kessel immer weiter.  Bild: rupor.sampo.ru

Der Kommandant der 6. Armee, Generaloberst Friedrich Paulus, lehnt am 8. Januar ein Kapitulationsangebot der Roten Armee ab, danach beginnt der sowjetische Grossangriff mit 47 Divisionen auf den Kessel. Am 25. Januar werden die letzten Verwundeten aus Stalingrad ausgeflogen. Danach erobern die Sowjets die Flugfelder im Kessel; Versorgungsgüter können danach nur noch abgeworfen werden und landen oft bei den feindlichen Truppen. Kurz darauf spalten die Sowjets den Kessel, der jetzt nur noch aus der Trümmerwüste von Stalingrad besteht, in zwei Teile.

Noch am 29. Januar, kurz vor der Kapitulation, gratuliert Paulus Hitler per Funkspruch: 

«An den Führer! Zum Jahrestage Ihrer Machtübernahme grüßt die 6. Armee ihren Führer. Noch weht die Hakenkreuzfahne über Stalingrad. Unser Kampf möge den lebenden und kommenden Generationen ein Beispiel dafür sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren, dann wird Deutschland siegen. Heil mein Führer! Paulus, Generaloberst.»

Darauf befördert Hitler Paulus zum Generalfeldmarschall. Der «Führer» hofft, Paulus werde sich nicht als erster deutscher Offizier dieses Ranges gefangen nehmen lassen. Doch schon am 31. Januar kapituliert Paulus in seinem Hauptquartier im Südkessel. Der Nordkessel kapituliert am 2. Februar – die Schlacht von Stalingrad ist vorbei. 

Deutsche Gefangene in Stalingrad

Am Ende: deutsche Gefangene nach der Schlacht von Stalingrad. Nur wenige überlebten die Kriegsgefangenschaft. Bild: rupor.sampo.ru

Die Toten

In der Agonie des Kessels beschallt sowjetische Propaganda unablässig die demoralisierten Reste der 6. Armee aus grossen Lautsprechern. Besonders häufig ist das Ticken einer Uhr zu hören, dann folgt der düstere Spruch: «Alle sieben Sekunden stirbt ein deutscher Soldat. Stalingrad – Massengrab.» Und das ist Stalingrad in der Tat, ein furchtbares Massengrab. Etwa 150'000 deutsche Soldaten sind im Kessel umgekommen, rund 100'000 ausgehungerte, erschöpfte Männer geraten in sowjetische Kriegsgefangenschaft – nur gerade 6000 von ihnen überleben und kehren bis 1956 nach Deutschland zurück. 

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Sowjet-Propaganda: «Alle sieben Sekunden stirbt ein deutscher Soldat. Stalingrad – Massengrab.» Video: YouTube/gobrilion

Der Blutzoll der Roten Armee und der Zivilisten in der Stadt aber ist noch grösser. Von den Zivilisten überleben nur wenige Tausend; die sowjetischen Truppen verlieren nicht weniger als 700'000 Mann an Toten und Verwundeten. Manche von ihnen sterben, weil sie zurückweichen und deshalb von sowjetischen Spezialeinheiten als Deserteure erschossen werden. Stalins Haltebefehl «Keinen Schritt zurück!» kennt keine Gnade. 

Kinder spielen, Skulptur, Stalingrad

Makaberer Anblick: eine Skulptur mit spielenden Kindern in der zerstörten Stadt.  Bild: Imgur

Während des Abwehrkampfs gegen die 6. Armee schickt das sowjetische Kommando mitunter 10'000 oder mehr Soldaten pro Tag auf Booten über die Wolga in die umkämpfte Stadt. Schon die Überfahrt durch schweres Artilleriefeuer ist mörderisch; doch viele Soldaten müssen sogar ohne Waffe an die Front – sie sollen sich dort das Gewehr eines Gefallenen nehmen. So beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Rotarmisten, der in die Stadt abkommandiert wird, weniger als 24 Stunden.

Rotarmist mit Fahne in Stalingrad

Ein Rotarmist hisst die rote Fahne in Stalingrad. Bild: rupor.sampo.ru

Die Folgen

War Stalingrad tatsächlich die Wende an der Ostfront und damit des gesamten Zweiten Weltkriegs? Nach dem Krieg herrschte eine Weile diese Sicht vor, doch heute ist der Konsens eher, dass der Krieg für Deutschland bereits im Winter 1941 verloren war. Nachdem der Angriff der Wehrmacht auf Moskau steckengeblieben war, ging die Rote Armee erstmals auf breiter Front zum Gegenangriff über – der Blitzkrieg war gescheitert. Dazu kam der Kriegseintritt der USA

Stalingrad, Flugzeugwrack

Stalingrad markierte einen psychologischen Wendepunkt. Nach dieser Niederlage wuchsen auch in Deutschland die Zweifel am «Endsieg» der Wehrmacht.  Bild: respek.info

Stalingrad mag nicht die eigentliche militärische Wende gewesen sein – zweifelsohne war es aber eine psychologische Wende ersten Ranges. Zum ersten Mal war ein Grossverband der Wehrmacht vernichtend geschlagen worden – der Mythos von der Unbesiegbarkeit der deutschen Kriegsmaschinerie war damit erledigt. Zudem ging das Gesetz des Handelns nach Stalingrad endgültig auf die Rote Armee über. In Deutschland, wo Propagandaminister Goebbels kurz nach der Kapitulation der 6. Armee mit seiner infamen Ausrufung des «Totalen Krieges» die Reihen schliessen wollte, wuchsen die Zweifel am versprochenen Endsieg. 

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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gordie 01.02.2018 17:33
    Highlight Highlight Witzig, dass gerade heute in der NZZ ein Bericht über genau das gleiche Thema erschien. Ein Schelm aber, wer hier unlautere Vorgänge vermutet, hä😂
  • Emanzipator 31.01.2018 08:47
    Highlight Highlight Ein Krieg der noch vier Jahre andauerte im ‘41 schon als verloren anzusehen ist Humbug. Sollen die Forscher mal empirisch nachweisen!

    Hätten zum beispiel die Briten und die USA nicht so eng zusammengearbeitet hätte es immer noch anders kommen können...

    Oder etwas nie da gewesenes? Zum Beispiel ganze Divisionen der gegner mit Nahrung und Wohnraum zu eigenen Söldnern machen? Hat noch keiner probiert und könnte klappen! (So ist ja die ganze US-Armee aufgebaut! Latinos und Schwarze die für Bannons kämpfen..)

    Der Ausgang eines Krieges ist sogar durchs Wetter beeinflusst...

    • Pearldiver 31.01.2018 17:58
      Highlight Highlight [Teil 1]

      Der Krieg Hitlers war wohl nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt und das (erst) Stalingrad die Kriegwende bedeutet hat, ist höchst umstritten.

      Unumstritten ist, wie im Artikel erwähnt, der endgültige Verlust der strategischen Handlungsfreiheit hinsichtlich eines 'Endsieges'.
      Die weiteren Offensiven bringen gleichwohl Erfolge. Jedoch sind das Phyrrussieg auf schlussendlich operativer Ebene.
    • Pearldiver 31.01.2018 17:59
      Highlight Highlight [Teil 2]
      Nur weil das Massensterben an der Ostfront noch rund 3 weitere Jahre dauert, darf trotz aller Legendenbildung insbesondere der Generalität nach dem Krieg bezweifelt werden, dass ein Sieg unter den gegebenen Umständen noch möglich gewesen wäre.

      Die Zusammenarbeit der Amerikaner, Briten und der Sowjetunion ist zweifelsohne kreigsentscheidend, denn das deutsche Rüstungswunder '43 kommt zu spät und in zu geringem Ausmass, um die Wende noch herbeizuführen.
    • Pearldiver 31.01.2018 17:59
      Highlight Highlight [Teil 3]
      Somit gilt vielmehr das Wunder von Dünkirchen als Vorentscheidung. Wäre die englische Berufsarmee '40 im Kessel vernichtet worden, wäre damit das Empire allenfalls zum Kriegsaustritt gezwungen worden.

      Nun, wir wissen, das alles glücklicherweise anders gekommen ist.
  • bilbo 31.01.2018 08:33
    Highlight Highlight Schade, dass die Zuvilisten nur am Rande erwähnt werden. Einige harrten bis zum Schluss in der zerstörten Stadt aus. Ein Grund für die vielen zivilen Opfer ist, dass Stalin zunächst eine Evakuierung der Stadt untersagte. Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen eine ausführliche und erschütternde Doku gesehen mit Zeitzeugen beider Seiten, auch Zivilist(inn)en. Ich finde sie leider nicht mehr. Auf die schnelle finde ich nur diese Quelle: http://m.dw.com/de/die-verlorenen-protokolle-von-stalingrad/a-16555080
    Die zivilen Opfer wären jedenfalls mindestens einen Artikel wert, oder, watson?
  • coronado71 31.01.2018 07:55
    Highlight Highlight Zwei Anmerkungen: 1) die 4. Luftflotte warf während der Schlacht insgesamt(!) ca. 1 Mio. Bomben ab (ca. 100'000 Tonnen). 2) Die Wehrmacht war an der Ostfront nach Stalingrad im Sommer noch einmal in der Lage, eine Grossoffensive zu starten, das "Unternehmen Zitadelle". Erst danach ging die Initiative für Offensivoperationen endgültig an die Rote Armee über. Insofern ist es umstritten, ob Stalingrad wirklich DER Wendepunkt im Krieg war. Ein grausames Fanal war die Schlacht allemal, ähnlich wie Verdun.
    (siehe Antony Beevor, Stalingrad, München 2010)

    http://U
    • Alexandria Ocasio-Cortez 31.01.2018 10:09
      Highlight Highlight Das mit den Bomben ist etwas unklar ausgedrückt, es klingt im ersten Moment zwar danach, als ob sie diese Million an einem Tag fallen liessen, aber wenn mans aus dem Kontext heraus liest, merkt man schnell dass hier von der gesamten Anzahl gesprochen wird.
      Beim Wendepunkt hast du wohl auch nicht ganz genau gelesen, Huber schreibt von einem psychologischen Wendepunkt und dass der kriegstechnische Wendepunkt erst später kam.
  • x4253 31.01.2018 07:15
    Highlight Highlight Danke für den Artikel!

    Wer mehr zum ganzen Ostfeldzug wissen möchte schaut hier (Englisch vorausgesetzt)
    Play Icon
    (Soviet Storm: World War II in the East)

    Wurde für den ersten Kanal (piervy Kanal) produziert und ist absolut sehenswert (17 Folgen, ca. 12 Stunden Laufzeit).
  • Wilhelm Tell 30.01.2018 23:05
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Luca Brasi 30.01.2018 21:59
    Highlight Highlight Wichtig ist noch zu erwähnen, warum der "Blitzkrieg" gegen Moskau u.a. gescheitert war.
    Da gab es eine 6 wöchige Verzögerung, weil ein "gewisser Partner" des Dritten Reiches Schwierigkeiten im Balkan und gegen Griechenland hatte und überhaupt ein deutsches Eingreifen auf dem Balkan nötig machte, sodass der Russlandfeldzug warten musste.

    goo.gl/v4tofw
  • Der Rückbauer 30.01.2018 21:30
    Highlight Highlight Da der 2. Weltkrieg zu meiner Zeit im Geschichtsunterricht noch kein Thema war (zu gross waren die offenen Wunden, die klein die Distanz zum Unfassbaren), habe ich mich Jahre später intensiv damit beschäftigt, namentlich mit der Frage, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Auch die Sühne spielt eine grosse Rolle, und ich kann bis heute nicht verstehen, weshalb Paulus nicht auch der Prozess gemacht wurde. Dieser Mann hat Hunderttausende den sicheren Tod getrieben. Paulus war ein Sauhund erster Güte, der es jedoch schaffte, bis zu seinem Tod in Villen mit Bediensteten zu wohnen.
    • dan2016 30.01.2018 22:11
      Highlight Highlight das stimmt zwar, aber er war einer von sehr vielen. Und nein, wir müssen dazu nicht bis in den 2.WK zurückgehen.
    • olmabrotwurschtmitbürli 30.01.2018 22:21
      Highlight Highlight Ein Opportunist in erster Linie, dem die Auswirkungen seines Handelns wohl völlig gleichgültig waren.
    • Snowy 31.01.2018 10:42
      Highlight Highlight Paulus hat schon versucht auf seine Vorgesetzten einzuwirken und mindestens einen Rückzug der Verbände ohne Munition zu erwirken.
      Sein Bild als Opportunist und Wendehals erhielt er v.a. wegen seiner pathetischer Grussbotschaft kurz vor der Niederlage an Hitler.

      Was man ihm allerdings wirklich ankreiden muss, ist dass er sich nicht für eine Kapitulation stark machte unmittelbar nach seiner Gefangennahme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank Underwood 30.01.2018 21:17
    Highlight Highlight Hitler war einfach ein blöder Stratege. Anstatt sich auf ein "Ziel" zu konzentrieren hat er auf "breiter" Front gekämpft. Der Balkankrieg, Ägypten und die breite Front im Osten war einfach zu viel.
    • kupus@kombajn 31.01.2018 07:52
      Highlight Highlight Hitler war nicht einmal ein blöder Stratege, er war in militärischer Hinsicht ein absoluter Vollpfosten, der dann auch noch von lauter Ja-Sagern und Speichelleckern umgeben war.

      Ein Glück! Dieser Umstand in Kombination mit dem russischen Winter und der deutschen Beamtenseele (tonnenweise Nachschub wurde mangels Transportpapiere blockiert) hat uns ein Leben im oder umzingelt vom 3. Reich erspart.
    • kupus@kombajn 31.01.2018 16:10
      Highlight Highlight @Lucent: kennen wir uns oder inwiefern ist meine militärische Bildung bekannt?
  • SilWayne 30.01.2018 21:15
    Highlight Highlight Beim Video lief es mir kalt den Rücken runter.
    • DanielaK 30.01.2018 22:12
      Highlight Highlight Allerdings! Ist ja gewaltig, wie weit die Deutschen damals kamen! Die waren dem Typ wohl echt hörig.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 30.01.2018 22:42
      Highlight Highlight Mir auch, konnte kaum 20sek schauen
    • seventhinkingsteps 30.01.2018 23:38
      Highlight Highlight Jop. Stalin wahr schlimm und Russland in seiner Hand ebenfalls, aber ohne ihn wären die Nazis auf europäischem Boden vielleicht nicht gestoppt wurden.

      Und die Russen waren damals noch die einzigen, die zumindest teilweise aus ideologischen Gründen bzw. aus Überzeugung die Nazis bekämpften. Das Einschreiten der Amerikaner war vor allem von durch territoriales Interesse motiviert, der echte Kampf war für sie im Pazifik
    Weitere Antworten anzeigen
  • manhunt 30.01.2018 20:44
    Highlight Highlight stalingrad war unbestritten ein wendepunkt des krieges im osten. es war jedoch hauptsächlich hitlers überheblichkeit und seine idiotische "bis zur letzten patrone" devise, wie auch seine weigerung, seinen generälen taktische rückzüge zu erlauben, welche zum scheitern des ostfeldzuges führten. stalingrad war bloss die logische konsequenz dieser "ich bin der grösste feldherr aller zeiten" attitüde.
    • Grittibenz 30.01.2018 22:30
      Highlight Highlight Neuerdings wird der Wendepunkt nicht nur bei Stalingrad gesehen, sondern schon früher, als das Afrika Korps scheiterte und vorallem, als der Blitzkrieg im Osten zum stehen kam. Als die deutschen eine riesige Front und einen Abnutzungskrieg führen mussten, war der Krieg entschieden.
    • Arneis 31.01.2018 01:48
      Highlight Highlight @manhunt

      Verstehe ich Dich richtig, wäre Adolf nicht der Psycho gewesen der er war, dann wäre das ganze Gut gekommen?
    • manhunt 31.01.2018 15:35
      Highlight Highlight @grittibenz: da stimme ich dir absolut zu. stalingrad war einfach die sichtbarste folge dieser entwicklung. die ostfront war zu diesem zeitpunkt völlig überdehnt, ausserdem fehlte es der wehrmacht an adäquater winterausrüstung. mitunter auch der überbordenden bürokratie in der versorgung geschuldet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Murky 30.01.2018 20:41
    Highlight Highlight Etwas Geschichte schadet nie, danke für den Artikel. Mein Grossvater väterlicherseits sass als Funker der 71. Infanteriedivision im Kessel und wurde verletzt ausgeflogen (Er war selbst nicht an der Front sondern ein Funker im Hintergrund, zum Glück). Als einer der wenigen die das noch schafften. Ich hatte mich nie wirklich mit dem Thema befasst, der Artikel hat mich dazu gebracht dem Kontext seiner Erzählungen etwas nachzugehen.
  • ingmarbergman 30.01.2018 19:47
    Highlight Highlight no offense, aber was ist der sinn dieses artikels?
    keine neuen infos, nur eine zusammenfassung von wikipedia.
    clickbait mit historischen themen.. von watson hätte ich mehr erwartet. bin enttäuscht.
    • Juliet Bravo 30.01.2018 20:12
      Highlight Highlight Ein bisschen Geschichte schadet doch nicht. Und Klicks generiert das wohl nicht viele.
    • m:k: 30.01.2018 20:26
      Highlight Highlight Das ist nun genau 75 Jahre her. Ich finde so einen Jahrestag kann man zum Anlass nehmen, noch einmal an diesen Schrecken zu erinnern. Ausserdem fand ich es spannend geschrieben. Unglaublich was für ein Leid diese Menschen erdulden mussten.
    • Sapere Aude 30.01.2018 20:38
      Highlight Highlight Was hast du denn erwartet?

      (Wikipedia hat zB. keine Videos drin)

      Konstruktive Kritik ist wohl was anderes. Aber hat halt Gratiskultur an sich, wenn einem was nicht passt, einfach mal mimimimimimimi ohne inhaltliche oder formale Kritik. Btw. die Journalisten von Watson leben unter anderem von den Klicks.
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