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Star Wars reloaded: «Die Amerikaner wollen Europa aus dem Weltraum kicken» 

Mit Milliardenaufwand entwickelt Europa die neue «Ariane 6»- Rakete. Aber das amerikanische Pendant SpaceX ist viel billiger. Alain Charmeau, Chef der Ariane Group, erklärt, wie die Amerikaner das schaffen – und setzt ein Ultimatum.

Christoph Seidler



Ein Artikel von

Spiegel Online

Weisser Rauch stieg im Januar auf über Lampoldshausen. In einem Teststand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zündeten Ingenieure damals das mächtige Raketentriebwerk «Vulcain 2.1» zum ersten Mal. Bei einer Reihe von Tests sollten seine Eigenschaften genau geprüft werden.

Mit einer Schubkraft von 130 Tonnen soll das teils im 3D-Drucker gefertigte Aggregat dabei helfen, die zukünftige «Ariane 6»-Rakete ins All zu bringen. An ihr arbeiten Europas Staaten derzeit mit Milliardenaufwand – um die zuverlässige, aber nicht mehr wettbewerbsfähige «Ariane 5» abzulösen.

This computer image provided by the European Space Agency (ESA), Tuesday, Dec. 2, 2014, shows the Ariane 6 launcher. European governments have agreed to fund the development of Ariane 6, a next-generation rocket that will be used to launch satellites into orbit. The decision taken Tuesday at a ministerial meeting in Luxembourg comes as the European Space Agency faces increasing competition from cheaper rivals. (AP Photo/David Ducros, ESA)

So soll die Ariane 6 einst durchs All fliegen. Bild: AP/ESA

Gefertigt werden die neuen Raketen unter anderem in Bremen und in der Nähe von Paris, abheben sollen sie dann vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Dort entsteht derzeit die neue Startrampe. In zwei Jahren soll es von dort aus den Jungfernflug geben.

Doch die «Ariane 6» hat ein Problem: Sie ist im Vergleich mit der amerikanischen Konkurrenz zu teuer. Konkret geht es um die Raketen des – von der US-Regierung kräftig unterstützten – Privatunternehmens SpaceX. Die sind – gebraucht – für etwa 50 Millionen Dollar pro Start zu haben. Es ist ein Preis, den die «Ariane 6» unter keinen Umständen erreichen kann, selbst wenn – wie versprochen – die Kosten im Vergleich zur «Ariane 5» halbiert werden.

SpaceX-Chef Elon Musk hat ausserdem in Aussicht gestellt, dass die Startkosten mit der neuesten Version seiner «Falcon 9»-Rakete («Block 5») sogar noch einmal kräftig sinken werden. Was also soll Europa tun? Von den Billigangeboten der Amerikaner profitieren – auch auf die Gefahr hin, dass die irgendwann enden? Oder mit Milliardenaufwand einen eigenen Zugang zum All behalten?

Alain Charmeau ist Chef der Ariane Group. Im Interview erklärt er, dass Musk seine Kampfpreise aus seiner Sicht nur dank massiver Hilfe aus Washington anbieten kann – und welche Probleme sich die Europäer dadurch einhandeln können. Ob seine Argumente Europas Staats- und Regierungschefs überzeugen, wird sich zeigen. Nur wenn sie der «Ariane 6» einen Grundstock von Einsätzen garantierten, würde die Rakete auch wirklich in Serie gebaut, so Charmeau.

Die neue «Ariane 6»-Rakete soll im Juli 2020 das erste Mal starten. Kriegen Sie das hin?
Charmeau:
Ja. Wir liegen im Plan.

Damit das Projekt kein Rohrkrepierer wird, brauchen Sie Unterstützung. Europas Regierungen sollen sich verpflichten, eine bestimmte Menge an Raketen zu kaufen. Welche Zusagen haben Sie mittlerweile?
Der erste Start ist mit dem Entwicklungsvertrag finanziert. Jetzt brauchen wir Kunden für Starts Nummer zwei, drei und so weiter. Immerhin eine Bestellung haben wir schon von der EU-Kommission erhalten.

Dort will man zwei Raketen für «Galileo»-Navigationssatelliten kaufen.
Nach unseren Plänen brauchen wir insgesamt fünf Starts im Jahr 2021 und acht im Jahr 2022. Ein Teil davon muss von den Regierungen oder der EU-Kommission abgenommen werden.

Was stellen Sie sich konkret vor?
Wir denken an insgesamt vier «Galileo»-Starts, dazu eine Sonde der Esa, ausserdem je eine deutsche und eine französische Regierungsmission. Wir brauchen ein klares Signal, dass wir mit der Produktion der weiteren Raketen anfangen können. Und wir brauchen insgesamt sieben Verträge für garantierte Starts. Bis Ende Juni.

epa05631373 French President Francois Hollande (L) holds a model of an Ariane rocket, with Head of Operations for Space Systems at Airbus Defence, Alain Charmeau (R),  during his speech in a factory warehouse at Airbus Safran Launchers in Les Mureaux, France, 14 November 2016. President Hollande visited the factory to symbolically lay the first stone, launching the construction of the new Ariane 6 rocket factory.  EPA/IAN LANGSDON / POOL MAXPPP OUT

Alain Charmeau (r.) 2016 mit dem damaligen französischen Präsidenten François Hollande. Bild: EPA/EPA POOL

Das klingt sportlich. Und warum ausgerechnet bis Ende Juni?
Weil die Produktion der ersten Rakete schon läuft. Unsere Fabriken, unsere Teams brauchen jetzt weitere Aufträge, um die Arbeit fortzusetzen. Der zweite Start der «Ariane 6» soll ja schon Ende 2020 oder Anfang 2021 stattfinden, je nach Kundenwunsch. Das ist in weniger als drei Jahren.

Was passiert, wenn Sie die Verträge bis Ende Juni nicht haben? 
Ohne Verträge müssten wir die Produktion anhalten.

Sie sagen, dass Sie Regierungsaufträge brauchen, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig startet die deutsche Bundeswehr ihre «SARah»-Aufklärungssatelliten auf Raketen der US-Firma SpaceX. Wie passt das zusammen?
Deutschland gibt viel Geld für die «Ariane 6» aus und hat seinen Anteil um 20 Prozent im Vergleich zum Vorgänger «Ariane 5» erhöht. Ich bin überzeugt, dass die deutsche Regierung Interesse an der Auslastung der Werke in ihrem Land hat. Deswegen wird man Satelliten – für den Verteidigungsbereich und andere – mit unseren «Ariane» und «Vega»-Raketen starten.

Selbst bei militärisch sensiblen Satelliten macht Deutschland das eben nicht.
Aber in Zukunft machen sie es vielleicht.

Es geht um die Frage, ob Europa auch morgen noch im Weltraum aktiv ist.

Einstweilen ist SpaceX preiswerter.
Entschuldigung, aber das stimmt nicht. Man sollte sich fragen, warum SpaceX der US-Regierung pro Start 100 Millionen Dollar in Rechnung stellt, Starts für europäische Kunden aber viel billiger anbietet. Warum machen die das?

Weil sie so Starts für kommerzielle Kunden – wie auch die deutsche Regierung – billiger anbieten können.
Sie machen das, um Europa aus dem Weltraum zu kicken. Und die Öffentlichkeit und unsere Politiker sollten das wissen. Es geht um die Frage, ob Europa auch morgen noch im Weltraum aktiv ist. Unsere US-Freunde unterstützen das nicht wirklich. Ich unterschreibe auf der Stelle Verträge mit europäischen Regierungen für 100 Millionen Dollar pro Start. Das ist der Preis, den SpaceX von der eigenen Regierung verlangt. Wenn aber Deutschland Starts partout billiger einkaufen will, profitiert davon unser US-Wettbewerber.

Warum investieren denn all die Milliardäre in den Weltraum?

Warum soll eine Regierung mehr Geld für einen Start ausgeben, als sie muss? Man kann mit dem Geld auch Strassen und Brücken bauen oder Schulen sanieren.
Der einfachste Grund: Es schafft Arbeitsplätze. Und diese Firmen und ihre Mitarbeiter zahlen Steuern, die im deutschen Haushalt landen. Ich bin ziemlich sicher, dass Angestellte von SpaceX nichts ans deutsche Finanzamt zahlen. Und es geht noch um mehr.

epa06689621 Amazon CEO Jeff Bezos attends the Axel Springer Award 2018, in Berlin, Germany, 24 April 2018. Amazon CEO Bezos, who also owns US newspaper 'Washington Post', is awarded with the Axel Springer Award. Axel Springer SE is one of the largest digital publishing houses in Europe and owner of numerous multimedia news brands.  EPA/CLEMENS BILAN

Jeff Bezos, CEO von Amazon Bild: EPA/EPA

Und zwar? 
Es geht um die Geschäfte der Zukunft. Warum investieren denn all die Milliardäre in den Weltraum? Warum kommt auch Jeff Bezos nach Deutschland und erklärt, dass das Land nicht in den Weltraum gehen sollte? Er macht Geld mit Ihren persönlichen Daten. Heute kennt er Ihre Amazon-Bestellungen, morgen fährt er Ihr Auto.

Das wird er wohl sowieso machen. Wir haben uns in vielen Feldern doch längst von unseren Daten verabschiedet. Ich zeichne dieses Gespräch gerade mit einem iPhone auf. Da habe ich meine Daten doch längst abgegeben.
Sollten wir nicht wenigstens versuchen, um Eigenständigkeit zu kämpfen? Wir haben noch immer eine Industrie für Raketen und Satelliten, die weltweit absolut vorn dabei ist. Sollten wir das aufgeben?

Umgekehrt gefragt: Warum sollten wir es partout behalten?
Da sind als Erstes die wirtschaftlichen Gründe. Es wird in der Zukunft einen riesigen Markt zur Auswertung von Weltraumdaten geben, für das Internet der Dinge, autonome Autos und so weiter. Es gibt aber auch strategische Gründe. Deutschland und Frankreich wollen beim Bau eines zukünftigen Kampfflugzeugs zusammenarbeiten. Solch ein Flugzeug fliegt nicht ohne Weltraumtechnik. Das dürfen wir nicht aufgeben.

Zur Person

Alain Charmeau ist Chef der Ariane Group. Das Unternehmen, ein Joint-Venture von Airbus und Safran mit 9000 Mitarbeitern, ist für den Bau der «Ariane»-Rakete verantwortlich. Der Franzose arbeitet seit 2005 für den Airbus-Konzern, davor war er beim europäischen Rüstungsunternehmen MBDA. Charmeau hat an der Elitehochschule École Nationale Supérieure d'Arts et Métiers in Paris und dem California Institute of Technology in Pasadena studiert.

Ein Grund dafür, dass SpaceX seine Starts so billig anbieten kann, ist auch, dass die Firma auf Wiederverwendbarkeit setzt. Wann kehrt die erste «Ariane»-Raketenstufe sanft zur Erde zurück, damit sie wiederverwendet werden kann?
Der Grund, warum SpaceX auf dem kommerziellen Markt billiger sind, hat nichts mit Wiederverwendbarkeit zu tun. Entscheidend ist nur, dass sie ihrer eigenen Regierung 100 Millionen Dollar pro Start berechnen. Und ich bin bereit, das auch so zu machen.

Nichtsdestotrotz sagt SpaceX, dass sie ihre Raketen auch durch die Wiederverwendbarkeit billig anbieten können.
Woher wissen Sie das? Kennen Sie deren echte Kostenstruktur?

Für mich als Kunde ist es jedenfalls billiger, meinen Satelliten auf einer gebrauchten SpaceX zu fliegen als auf einer «Ariane».
Weil die Firma Ihrer Regierung zu viel Geld abknöpft.

Das haben Sie jetzt schon mehrmals gesagt.
SpaceX hat einen Markt an garantierten Starts für die Regierung, der vielleicht zehn Mal so gross ist wie für uns in Europa. Da kann man dann für den Rest leicht die Wiederverwendbarkeit in den Vordergrund stellen.

Sie haben auch mal gesagt, dass sich Wiederverwendbarkeit für Europa gar nicht lohnen würde. Wie das?
Nehmen wir mal an, wir hätten zehn garantierte Starts pro Jahr in Europa und würden eine Rakete haben, die man zehnmal wiederverwenden kann - dann würden wir genau eine Rakete pro Jahr bauen. Das ergibt keinen Sinn. Ich kann meinen Teams nicht sagen: 'Tschüs, dann bis nächstes Jahr'!

Wie viele Starts bräuchte Sie denn, damit sich Wiederverwendbarkeit für Sie lohnt?
Das sehen wir uns gerade an. Vielleicht etwa 30 Starts pro Jahr. Wir müssen uns aber immer fragen, ob sich diese Technologien für uns rechnen. Aber wir bereiten das auf jeden Fall vor. Zum Beispiel ist unser zukünftiges «Prometheus»-Triebwerk wiederverwendbar. Wir arbeiten auch an der Technologie, eine Raketenstufe zu bergen und wieder zu benutzen. Wir wollen bereit sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • D(r)ummer 19.05.2018 20:08
    Highlight Highlight Bisschen alternativlos und zu fixiert der gute Herr.
    12 1 Melden
  • 7immi 18.05.2018 21:06
    Highlight Highlight bei solchen direkten vergleichen muss man immer etwas aufpassen. wir vergleichen musks konzept, das auf bauteilen aus der unterhaltungselektronik zurückgreift mit dem system der esa, die auf luft- und raumfahrtzertifizierte elektronik setzt.bei ersterem ist der preis natürlich massiv besser,die zuverlässigkiet muss aber noch bewiesen werden,was bei den komponenten der esa gegeben ist.die zeit wird zeigen,welches system zuverlässiger ist, der preis alleine ist nicht aussagekräftig.ich bin gespannt. dass die esa ein etwas träger laden ist ist aber bekannt und ein generelles staatsbetriebproblem.
    13 16 Melden
    • Daniel Gmür 19.05.2018 08:40
      Highlight Highlight Die Ariane 6 soll 2020 zum ersten mal starten. SpaceX hat gerade den erfolgreichen Start (und landung) der ersten Falcon 9 block 5 bestanden. Diese wird auf zuverlässigkeit getrimmt. Noch vor dem Start der ersten A6 wird SpaceX vermutlich eine Zuverlässigkeit erreichen von der andere nur träumen.
      14 5 Melden
    • 7immi 19.05.2018 10:39
      Highlight Highlight für alle, die die branche nicht kennen: die ariane 5 hat auf 98 starts 5 fehlschläge, die russische proton m auf 102 11. dabei kostet ein start mit den russen etwa die hälfte / kg. dennoch fliegt die ariane, da vor allem die zuverlässigkeit ausschlaggebend ist. bei forschungssatelliten mit einer herstellzeit von mehreren jahren und einem preis des gesamtprogramms in milliardenhöhe ist ein fehlschlag verheerend. bei kommunikationssatelliten um 100 mio/stk sieht es natürlich wieder anders aus. aber auch hier kann die zuverlässigkeit wegen der lieferzeit wichtig sein.
      9 3 Melden
    • 7immi 19.05.2018 11:20
      Highlight Highlight @gmür
      "vermutlich", ja. daher schrieb ich ja, wir werden sehen, denn das weiss noch niemand. auch die esa "trimmt" ihre raketen auf zuverlässigkeit. es baut niemand willentlich eine unzuverlässige rakete. wie zuverlässig das ganze wird wird man sehen. ausserdem hat die esa hat mit dem ariane-programm seit den späten 70 ern bereits vorgelegt, spaceX muss sich noch bewähren. die zeit wirds zeigen.
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 18.05.2018 16:15
    Highlight Highlight Europa muss sich einfach klar werden, was das Ziel des Raumfahrtprogramms sein soll. Neue effiziente Technologien entwickeln und Grundlagenforschung betreiben? Das kostet.
    Möglichst billig Satelliten hochschiessen? Dann muss man das mit dem Wasserstoff seinlassen und auch auf bewährte (umweltschädliche) Technik setzen und wie die Amis billige Kerosin/LOX Triebwerke verwenden.

    Beides geht nunmal leider nicht...
    14 2 Melden
  • rolf.iller 18.05.2018 15:17
    Highlight Highlight Da muss man sich nur mal https://spaceflightnow.com/launch-schedule/ anschauen. Das Gros der kommerziellen Satelitten bringt SpsceX ins All. Ein paar wenige macht Ariane noch. Die Russen mschen eigentlich nur noch ISS Versorgungsflüge und der Rest ist grossteils militärisches Zeugs. Bald kommt dann noch Bezoz mit seiner new Glenn. Das wars dann mit nationslen Raumfahrtsgenturen.
    10 1 Melden
  • Alnothur 18.05.2018 14:18
    Highlight Highlight Erbärmlich, wenn man sogar noch mit Lügen um sich wirft, um sich zu verteidigen. Und als ob Arianespace mithalten könnte, wenn SpaceX die Starts für 100 Millionen anbieten würde...
    17 7 Melden
  • Wilhelm Dingo 18.05.2018 13:51
    Highlight Highlight Das Interview zeigt sehr schön die Notwendigkeit, dass sich Europa vom US Imperium lossagen und endlich eigenständig werden muss.
    31 7 Melden
    • Oberon 18.05.2018 19:26
      Highlight Highlight Ich bin da völlig bei dir, aber für sowas brauchen wir ein vereintes Europa. Leider sind wir da noch nicht soweit gekommen wie wir könnten.
      16 3 Melden
    • Daniel Gmür 19.05.2018 08:43
      Highlight Highlight Absolut, wir sollten SpaceX nach Europa holen.
      5 2 Melden
  • Bynaus @final-frontier.ch 18.05.2018 13:06
    Highlight Highlight Charmeau ist ein schlechter Verlierer: Europa und Arianespace haben jahrelang geschlafen und nebenbei lockere Spässchen über Elon Musk gemacht. Und jetzt? Kommt natürlich der Ruf nach staatlichen Subventionen... Dass SpaceX für gewisse (aber längst nicht alle!) Regierungsnutzlasten höhere Preise verlangt, liegt u.a. an den speziellen Anforderungen des US-Militärs und der NASA (z.B. wegen der Möglichkeit, bis in letzter Minute noch Änderungen an der Nutzlast vorzunehmen). Und noch eine Korrektur: der Standardpreis für eine Falcon 9 ist 63 Mio (neu), und ca. 50 Mio (recycled, zukünftig).
    13 6 Melden
    • Skeptischer Optimist 18.05.2018 15:02
      Highlight Highlight Die "speziellen Anforderungen" des US-Militärs und der NASA sind Ausreden und keine Erklärung für die Preisdifferenz. Zudem bleibt unklar, ob SpaceX sogar mit den Subventionen nachhaltig arbeitet.
      4 9 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 18.05.2018 17:12
      Highlight Highlight Das ist die Erklärung, die SpaceX gibt (ausser bei der Dragon, da ist ja klar dass die Kapsel selbst auch was kostet...). Da niemand hier SpaceX-interna kennt, kann man das jetzt glauben oder nicht. Natürlich ist SpaceX trotz "Aufpreis" der günstigste Anbieter innerhalb der USA. Selbst wenn SpaceX einfach so viel rausholt wie drin liegt, sehe ich nicht, warum man ihnen das ankreiden sollte. Arianespace macht das ja genauso bzw. die Subventionen die sie erhalten sind massiv höher. Wie gesagt: schlechte Verlierer.
      9 1 Melden
    • Alnothur 19.05.2018 00:07
      Highlight Highlight Arianespace bekommt jeden einzelnen Start mit Millionenbeträgen subventioniert, damit sie überhaupt ansatzweise konkurrenzfähig sind...
      10 0 Melden
  • Edwin Schaltegger 18.05.2018 11:49
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach. SpaceX ist mit ihrem innovativem Konzept der Wiederverwendbarkeit der ESA einen mächtigen Schritt voraus. Nach Informationen aus direkter Quelle verliessen einige führende Raumfahrtsingenieure den trägen ESA Laden und arbeiten heute bei SpaceX. Ich denke die ESA wird mit der Ariane 6 ohne staatliche Subventionen gegenüber SpaceX kaum mehr konkurrenzfähig sein.
    20 7 Melden
    • EvilBetty 18.05.2018 13:05
      Highlight Highlight Naja... das Konzept ist jetzt nicht wirklich innovativ ... das Space Shuttle war auch wiederverwendbar ;-)
      24 11 Melden
    • Edwin Schaltegger 18.05.2018 14:19
      Highlight Highlight Sie vergleichen Birnen mit Äpfeln. Der Space Shuttle, obwohl eine faszinierendes Vehikel, war ein komplet anderes Konzept. Die Kosten eines neuen "launch" waren extrem hoch. Warum entwickelte NASA wohl kein ähnliches Nachfolgesystem?
      17 1 Melden
    • Skeptischer Optimist 18.05.2018 15:05
      Highlight Highlight @Schaltegger: Wir haben keine Informationen wie hoch die Kosten von SpaceX sind. Wahrscheinlich weiss es nicht einmal Musk selber. Daher kann das Konzept durchaus wie der Shuttle scheitern. SpaceX ist ebenso intransparent wie Tesla Motors, wo keine verlässlichen Informationen über Menge und Kosten der Automobilproduktion verfügbar sind. Das einzige was Musk bisher bewiesen hat, ist das er Fanboys begeistern kann.
      8 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stichelei 18.05.2018 11:39
    Highlight Highlight Das Interview mit Alain Charmeau zeigt eindrücklich, wieso die ESA ins Hintertreffen geraten wird. Wenn ein Chef einer Weltraumfirma zum heutigen Zeitpunkt deklariert, Wiederverwendbarkeit hätte keine Auswirkungen auf die Kosten, ist mir das schlichtweg unverständlich. Statt dauernd auf zusätzliche Gelder von den verschiedenen Ländern zu warten, würde der Herr besser in innovative Ideen investieren.
    35 4 Melden
    • Bläsche 21.05.2018 12:14
      Highlight Highlight Auf die ESA bezogen, hat die Wiederverwendbarkeit sogar einen negativen ökonomischen Effekt. Nur solange ihre Produktionsstätten ausgelastet sind, lohnt sich deren Betreibung.
      Ob dies nun wirklich sinnvoll ist, sei dahingestellt
      0 0 Melden
  • Pontifex 18.05.2018 10:30
    Highlight Highlight Das mit der Konkurrenz ist schon so ne sache aber dass die Raketen nicht wiederverwendbar sind und das man sie erst nach franz guyana schicken muss um sie zu starten sagt ja schon alles aus über die kosten aus, ist ja unmöglich das die Raketen von spaceX irgendwie teurer sein könnten.
    17 5 Melden
    • EvilBetty 18.05.2018 13:30
      Highlight Highlight Wenn man eine Rakete nahe dem Äquator startet braucht man weniger Treibstoff/kann höhere Nutzlast mitführen.
      18 1 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 18.05.2018 17:01
      Highlight Highlight @EvilBetty: Das stimmt, macht aber nicht viel aus. Die Unterschiede in der Fertigung sind viel wichtiger: SpaceX ist stark vertikal integriert, produziert viele Teile selbst, während Arianespace aus politischen Gründen Zulieferer in ganz Europa hat. Der Start in Guayana hat auch noch den zusätzlichen Grund, dass Europa keine Ostküste hat (Raketen starten nach Osten, bevorzugt über Meer weil es da viel einfacher ist, niemanden zu gefährden).
      6 0 Melden
  • nödganz.klar 18.05.2018 10:14
    Highlight Highlight Moment... eine Wiederverwendbarkeit lohnt sich nicht, da sonst die Arbeiter nix zu tun haben? In Zeiten von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine mMn sehr heikle Aussage. Ist das nicht auch eine Art geplante Obsoleszenz?
    85 9 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 18.05.2018 13:10
      Highlight Highlight Kann man so sehen - geplant ist ein einziger Einsatz. Am Meeresgrund ist die Rakete (oder was davon übrig ist) dann doch ziemlich obsolet. :)
      9 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 18.05.2018 10:09
    Highlight Highlight Der gute Herr verschiesst Nebelpetarden. Die gesamte Entwicklung der Ariane 6 wird ihm komplett finanziert. Zu 100%. Milliardenbeträge. Entsprechend wird schon mal vorab jeder Start der Ariane 6 mit mindestens 100Mio zusatzfinanziert, selbst wenn er es schafft, 30 Starts zu mischeln. Ich bin sicher, SpaceX würde auch der ESA jederzeit Verträge anbieten - die Milliardenbeträge als Vorinvestition (Subvention) könnte man sich sparen - dafür bezahlt man pro Start 100Mio. Käme mit Sicherheit immer noch viel viel billiger.
    78 36 Melden
    • Kalsarikännit 18.05.2018 12:00
      Highlight Highlight "Rund drei Milliarden Euro kostet die Raketenentwicklung, davon kommen 2,4 Milliarden Euro von der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Mit einer Investition von etwa 400 Millionen Euro trägt die Industrie zwar nur einen relativ geringen finanziellen Anteil, doch erstmals in der europäischen Raumfahrtgeschichte sind kommerzielle Unternehmen voll für Entwicklung und Industrialisierung einer Trägerrakete verantwortlich."

      Ein Argument, das Sie hier auslassen, ist die Europäische Wirtschaft (Geld bleibt in Europa). Wurde von Herrn Charmeau auch erwähnt. Oder wie stehen Sie dazu?
      12 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 18.05.2018 12:31
      Highlight Highlight Der Mann beklagt die massive Unterstützung von SpaceX durch die US Regierung ... und ihm wurde die gesamte Entwicklung geschenkt.
      20 9 Melden
    • Skeptischer Optimist 18.05.2018 13:21
      Highlight Highlight Dies ist auch nur eine Nebelpetarde. Wir wissen wenig über die Kostenstruktur von SpaceX. Klar ist nur, dass auch diese Firma am Tropf der öffentlichen Hand hängt und riesige Mittel verschlingt. Die offensichtlichen Dumpingpreise sind nicht nur fragwürdig, sondern wahrscheinlich auch wettbewerbsrechtswidrig.
      9 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zweiundvierzig 18.05.2018 10:09
    Highlight Highlight Alain Charmeau scheint mir wie ein Herr aus dem mittleren 20. Jahrhundert, der sagt, dass Dampflokomotiven supergut sind und niemand Elektrolokomotiven braucht, denn die Dampfloks fahren im Moment ja günstiger, und wenn der Staat uns nur genügend Dampfgüterzüge abkauft, dann rentieren die Dampfloks auch weiter.
    Die Zukunft der Raketentechnik ist einfach Wiederverwendbarkeit. Punkt. Die neue Falcon 9 Block 5 wird unschlagbar billig ins All fliegen und den kommerziellen Satellitenmarkt komplett austrocknen. Klar hat SpaceX die Rakete mit Staatsgeld entwickelt, aber das kann Europa ja auch.
    143 52 Melden
    • phreko 18.05.2018 11:31
      Highlight Highlight Nur wird SpaceX voll America-First durchgefüttert um die Konkurrenz zu ruinieren, und gewisse europäische Regierungen spielen da anscheinend voll mit.
      16 9 Melden
    • scout 18.05.2018 11:43
      Highlight Highlight Ich stimme Ihnen zu, ABER SpaceX hat noch nie eine Rakete wiederverwendet. Grund dafür: Sicherheit (die ganze Rakete muss von Grund auf überprüft werden. d.h. jedes einzelne ventil usw. überprüfen, kostet mehr als eine neue Rakete zu bauen.)
      SpaceX = mehr schein als sein.
      18 25 Melden
    • Captainlvs 18.05.2018 12:36
      Highlight Highlight @scout da liegt wohl ein Irrtum bei Ihnen vor. SpaceX hat schom mehrmals Raketen wiederverwendet.
      23 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 18.05.2018 10:01
    Highlight Highlight Europa hat fertig. Innovationen kommen schon länger nicht mehr aus dem alten Kontinent.

    Ein Zeugnis des Kolossalen Versagens der Politik. Alles was in den USA funktioniert könnte man auch in Europa machen, wenn man wollte. Geschickte Wirtschaftsförderung gibt es hier fast nicht mehr, die USA machen vor wie es geht. Ohne massive Anschubfinanzierung des Staates gäbe es zB. kein Silikon Valley.

    Europa sollte sich mit Russland und China zusammentun. Die Zukunft wird im Osten gemacht.
    31 63 Melden
    • Toerpe Zwerg 18.05.2018 10:18
      Highlight Highlight Gescheiter würde sich Europa mit den USA zusammentun.
      4 18 Melden
    • El diablo 18.05.2018 10:23
      Highlight Highlight Die Amis machen viel falsch, aber was Innovation angeht sind sie einfach einsame Spitze. Da können mir Amerika-Hasser sagen was sie wollen, aber fast jede grössere Erfindung hat den Ursprung irgendwann in den USA gefunden.
      12 14 Melden
    • PVJ 18.05.2018 10:32
      Highlight Highlight "Europa sollte sich mit Russland und China zusammentun. Die Zukunft wird im Osten gemacht."

      Klar doch. Autoritäre Regimes waren schon immer die verlässlichsten Partner.
      Und ob die Zukunft in Russland gemacht wird, dahinter würde ich ein dickes Fragezeichen machen.
      16 3 Melden
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