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epa07384686 Sixteen year-old Swedish climate activist Greta Thunberg speaks during the European Economic and Social Committee (EESC) event; 'Civil Society for rEUnaissance' in Brussels, Belgium, 21 February 2019. On 21 February, Thunberg will join more than 10,000 students to walk for the climate in Brussels.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Greta Thunberg: Die junge Schwedin ist zum Gesicht der globalen Klimabewegung geworden. Bild: EPA/EPA

Mission bessere Welt – diese 20 jungen Menschen haben eine Vision



Kein Nachrichtenportal, auf dem man derzeit nicht auf Greta Thunberg stösst. Die 15-jährige Schwedin, die sich schon seit ihrem achten Lebensjahr für den Kampf gegen die Klimaerwärmung engagiert, ist zum Gesicht der Klimabewegung geworden. Thunberg hat eine Autismus-Diagnose und kann sich nach eigenem Bekunden Stunden und Tage einem speziellen Thema widmen. Weltbekannt wurde sie durch ihre Auftritte und Reden am Klimagipfel im polnischen Katowice und am WEF in Davos. Mittlerweile ist sie für den Friedensnobelpreis nominiert.

Thunberg ist nicht die einzige, die sich schon als Jugendliche dafür einsetzt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Hier sind 20 weitere Beispiele von Jugendlichen, die dieselbe Mission haben:

Adeline Tiffanie Suwana

Adeline Tiffanie Suwana, Indonesien
http://heroes.aseanbiodiversity.org/2017/05/08/teen-eco-hero-sparks-change-among-fellow-youth/

Schutz der empfindlichen Küstengebiete in Indonesien: Adeline Tiffanie Suwana. Bild: aseanbiodiversity.org

Als sie 12 Jahre alt war, musste Adeline Tiffanie Suwana mit ihrer Familie wegen einer Überschwemmung aus ihrem Haus evakuiert werden. Darauf begann die junge Indonesierin im Internet die Ursachen solcher Katastrophen zu recherchieren – und gründete dann im Jahr 2008 mit Schulfreunden die Bewegung «Sahabat Alam» («Freunde der Natur»). Die Gruppe begann, Mangroven zu pflanzen, die flache Küstengebiete vor Erosion schützen. Sahabat Alam ist mittlerweile gewachsen und in vielen Bereichen tätig: Wiederaufforstung, Müllbeseitigung an Stränden, Ökostrom für abgelegene Dörfer, Aufklärung zu Umweltfragen und Nachhaltigkeit.

Ryan Hreljac

Ryan Hreljac speaking at a conference in Brazil in 2014
By Hurljack - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73351542

Wasser für 800'000 Menschen: Hreljac im Jahr 2014. Bild: Wikimedia/Hurljack

6 Jahre alt war Ryan Hreljac, als er erfuhr, dass manche Kinder in Afrika jeden Tag mehrere Kilometer weit gehen müssen, um frisches Wasser zu holen. Dies beeindruckte den jungen Kanadier so sehr, dass er beschloss, etwas dagegen zu unternehmen: Er begann Geld zu sammeln, bis er genug für einen Brunnen zusammen hatte, der in Nord-Uganda angelegt wurde. Mit 11 Jahren gründete Hreljac die Hilfsorganisation Ryan's Well Foundation, die in Afrika Brunnen baut und Kinder über Wasserhygiene aufklärt. Mittlerweile baut die Stiftung, die bisher 800'000 Menschen mit Trinkwasser versorgt hat, auch Brunnen in Asien und Zentralamerika.

Melati und Isabel Wijsen

epa06333875 Balinese sisters and activists Melati and Isabel Wijsen pose with their 'Our World' award at the 69th annual Bambi awards ceremony in Berlin, Germany, 16 November 2017. The awards recognize excellence in international media and television.  EPA/CLEMENS BILAN

Engagement gegen Plastikmüll: Ein «Bambi» in der Kategorie «Unsere Erde» für Melati (l.) und Isabel Wijsen. Bild: EPA

Die indonesische Insel Bali – Traumdestination für Massen von Touristen – hat ein gravierendes Müllproblem. Jeden Tag werden dort rund 680 m3 Plastikmüll produziert. Daran störten sich die holländisch-indonesischen Schwestern Melati und Isabel bereits als Kinder. Im Alter von 10 bzw. 12 Jahren gründeten sie die Umweltorganisation Bye Bye Plastic Bags, die von Jugendlichen betrieben wird. Sie ruft zu Aufräumaktionen an den Stränden auf und will die Einwohner Balis zum Verzicht auf Plastikbeutel bringen. Die Schwestern sammelten mehr als 100'000 Unterschriften für ein Verbot – mit Erfolg: Seit 2008 sind Plastikbeutel auf Bali verboten.

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Video: YouTube/TED

Emma Gonzalez

FILE -- In this March 24, 2018 file photo, Emma Gonzalez, a survivor of the mass shooting at Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Fla., closes her eyes and cries as she stands silently at the podium for the amount of time it took the Parkland shooter to go on his killing spree during the

Bild: AP/AP

Die Schülerin überlebte im Februar 2018 das Schulmassaker von Parkland im US-Staat Florida. Drei Tage später hielt Emma Gonzalez an einer Gedenkveranstaltung eine wütende Rede, in der sie Präsident Trump scharf angriff («Schämen Sie sich!») und zu einer Verschärfung der lockeren amerikanischen Waffengesetze aufrief. Die damals 18-jährige Gonzalez, die bisexuell und kubanischer Herkunft ist, lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Trotzdem wurde sie zum Gesicht des March for our Lives, der Protestbewegung gegen Schusswaffengewalt. Gonzalez gehört zu den Gründern der Organisation Never Again MSD, die für eine schärfere Kontrolle des Waffenbesitzes in den USA eintritt.

Felix Finkbeiner

Felix Finkbeiner auf dem Plant-for-the-Planet Yucatán Wiederaufforstungsprojekt in Mexiko
Von Victoria.Kolbert - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73516298

Eine Million Bäume: Felix Finkbeiner. Bild: Wikimedia/Victoria.Kolbert

In der vierten Klasse schlug Felix Finkbeiner in einem Referat vor, Kinder in jedem Land der Welt sollten eine Million Bäume pflanzen. Das war im Januar 2007. Zwei Monate später schritt der junge Deutsche zusammen mit anderen Schülern zur Tat und pflanzte den ersten Baum – und gründete damit die Organisation Plant-for-the-Planet. Bereits drei Jahre danach war das Ziel erreicht: Der millionste Baum konnte gepflanzt werden. Doch der Kampf für die Umwelt geht weiter: Die Organisation setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch auf der Erde dieselben CO2-Verschmutzungsrechte bekommt – wer mehr als der globale Durchschnitt verbraucht, soll anderen die Rechte zur Verschmutzung abkaufen müssen.

Ryan Hickman

Ryan Hickman, 7, sorts recyclables he's collected from his neighbors in San Juan Capistrano, CA on Tuesday, February  28, 2017.

Ein Hang zum Recyceln: Ryan Hickman. Bild: Ryansrecycling.com/gallery/

Es muss ein prägendes Erlebnis für den damals 3-jährigen Ryan Hickman gewesen sein, als ihn sein Vater Ryan Hickman 2012 zum örtlichen Recycling-Center mitnahm. Seither sammelte der Junge aus Kalifornien enorme Mengen an Dosen und Flaschen – rund 275'000 Stück waren es in den fünf Jahren danach. Nicht nur er mit seiner Ryan's Recycling Company, sondern auch Angehörige, Bekannte und Nachbarn machten bei der Entsorgung mit. «Recycling hilft der Erde, den Leuten, den Pflanzen, den Tieren und anderen Lebewesen», ist das Credo von Ryan. «Recyclen ist ganz einfach: Du nimmst eine Flasche und wirfst sie in den richtigen Behälter. Bumm!»

Claudette Colvin

Claudette Colvin, aged 13, in 1953. On March 2, 1955, she was the first person arrested for resisting bus racial segregation in Montgomery, Alabama.
https://en.wikipedia.org/wiki/Claudette_Colvin#/media/File:Claudette_Colvin.jpg

Die eigentliche Rosa Parks: Claudette Colvin. Bild: Wikimedia

Alle Welt kennt Rosa Parks. Die Afroamerikanerin weigerte sich 1955 in Montgomery im US-Staat Alabama während einer Busfahrt, ihren Sitzplatz einem weissen Fahrgast abzutreten. Es war einer der Anfänge der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Doch neun Monate vor Parks war da Claudette Colvin. Auch die damals 15-jährige Schülerin weigerte sich, in einem Bus in Montgomery Platz für einen weissen Fahrgast zu machen. Dieser Akt des zivilen Ungehorsams führte zu ihrer Verhaftung. Colvin gehörte zu den fünf Klägern, die 1956 ein Gerichtsverfahren gegen die Rassentrennung in Bussen anstrengte, das bis zum Obersten Gerichtshof weitergezogen wurde. Dieses erklärte die Rassentrennung für verfassungswidrig. Heute lebt Colvin in der Bronx in New York.

Andreas Sidkvist

Andreas Sidkvist
https://sidkvist.se/

Eine bessere Welt ist die Vision: Andreas Sidkvist. Bild: Sidkvist.se

2006 beschloss der Schwede Andreas Sidkvist, die Welt zu retten. Die bedenkliche Entwicklung, die der Planet in Sachen Umwelt nahm, musste umgedreht werden. So lancierte er die Kampagne Save the Planet, deren Ziel es war, die Leute für eine nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und motivieren. Später gründete er die Organisation Global Action Plan, die das niederländische Projekt «Treemagochi» nach Schweden bringen wollte. Es verbindet Leute, die etwas für die Umwelt tun wollen. Wenn sie es tatsächlich tun, beispielsweise zu einem umweltfreundlichen Stromanbieter zu wechseln, pflegen sie damit einen virtuellen Baum, der dann gedeiht wie ein Tamagotschi.

Nandini Arakoni und Sanjana Gangadharan

Nandini Arakoni und Sanjana Gangadharan
https://www.sidebysidesmiles.org/

Sanjana Gangadharan (l.) und Nandini Arakoni: Kampf für lächelnde Kinder. Bild: sidebysidesmiles.org

Nandini Arakoni wurde mit einer Lippenspalte geboren, die aber operiert wurde, als sie noch ganz klein war. Bei einem Familienbesuch in Indien Jahre später wurde der jungen Amerikanerin bewusst, wie privilegiert sie eigentlich war: Zahllose Kinder in der Welt haben die Mittel nicht, um diese Missbildung korrigieren zu lassen. So tat sie sich mit ihrer besten Freundin Sanjana Gangadharan zusammen und gründete 2017 die Organisation Side by Side Smiles. Sie setzt sich für Kinder ein, die mit einer Lippenspalte geboren wurden, und versucht, Geld für Operationen aufzutreiben. Die Freundinnen basteln Armbändchen, die sie zu diesem Zweck verkaufen. In anderthalb Jahren sammelten die 16-jährigen Mädchen 24'000 Dollar – nicht wenig, wenn man bedenkt, dass eine Operation im Schnitt 250 Dollar kostet.

Boyan Slat

FILE - In this May 11, 2017, file photo, Dutch innovator Boyan Slat poses for a portrait next to a pile of plastic garbage prior to a press conference in Utrecht, Netherlands. A trash collection device deployed to corral plastic litter floating between California and Hawaii will be hauled back to dry land for repairs. Slat, who launched the Pacific Ocean cleanup project, tells NBC the 2,000-foot (600-meter) long floating boom will be towed to Hawaii. If it can't be repaired there it will be loaded on a barge and returned to its home port of Alameda, California. The boom broke apart under constant wind and waves. Slat says he's disappointed, but not discouraged. (AP Photo/Peter Dejong, File)

Putzaktion für die Weltmeere: Boyan Slat. Bild: AP/AP

Boyan Slat ist berühmt. Der Niederländer, der mit 16 Jahren in seinen Ferien in Griechenland auf das Problem des Plastikmülls in den Meeren aufmerksam wurde, tüftelte in der Folge an einer technischen Lösung herum – wofür er als Student der Technischen Universität Delft auch gut aufgestellt war. 2013 gründete er das Projekt The Ocean Cleanup und machte damit weltweit Schlagzeilen. Sein System besteht aus langen Schläuchen, die auf der Meeresoberfläche treiben und den Plastikmüll passiv einsammeln. Eine Anlage wurde im Herbst 2018 in den Nordpazifikwirbel gebracht – ein gewaltiges Meeresgebiet, das stark mit Plastikmüll verschmutzt ist. Leider kam es zu Problemen; das System funktionierte bisher nicht wie gewünscht.

Will und Matty Gladstone

Will und Matty Gladstone, The Blue Feet Foundation
http://bluefeetfoundation.com

Blaue Socken für bedrohte Arten: Will und Matty Gladstone. Bild: Bluefeetfoundation.com

Der Blaufusstölpel (Sula nebouxii) lebt an der Westküste des amerikanischen Kontinents und auf den Galapagos-Inseln. Der Meeresvogel mit den auffälligen blauen Füssen ist vom Aussterben bedroht; in den letzten 60 Jahren hat sich die Population halbiert. Dieses Schicksal hat auch Will Gladstone alarmiert, der in der Schule davon hörte. Zusammen mit seinem Bruder Matty (10) gründete der damals 13-Jährige 2017 die Blue Feet Foundation. Deren Zweck besteht darin, blaue Strümpfe zu verkaufen, um mit dem Geld die bedrohte Vogel-Art zu schützen. Zuerst wurden die beiden Brüder belächelt, doch mittlerweile haben sie mehr als 3000 Paar Strümpfe in insgesamt 30 Ländern verkauft und über 40'000 Dollar gesammelt.

Blaufußtölpel (Sula nebouxii)

Vom Aussterben bedroht: Blaufusstölpel (Sula nebouxii). Bild: Shutterstock

Jazz Jennings

Jazz Jennings (* 6. Oktober 2000 in Florida) ist eine US-amerikanische LGBT-Aktivistin, Reality-TV-Darstellerin und Buchautorin.

Transgender-Teenager: Jazz Jennings. Bild: Shutterstock

Als 5-Jährige machte Jazz Jennings erstmals Schlagzeilen. Sie wurde bekannt, weil sie sich – obwohl als Junge geboren – als Mädchen fühlte und sich als eine der bisher jüngsten Transgender geschlechtsangleichenden Massnahmen unterzog. Sie sprach am Fernsehen über ihre Erfahrungen als Transgender-Teenager und schrieb Bücher darüber. Weiter bekannt wurde Jennings, die aus dem US-Staat Florida stammt und heute 18 Jahre alt ist, als Reality-Show-Darstellerin. Die LGBTQIA-Aktivistin gründete mit Hilfe ihrer Eltern die TransKids Purple Rainbow Foundation, die Transgender-Jugendliche unterstützt.

Lulu Cerone

Lulu Cerone

Kindern helfen: Lulu Cerone. Screenshot: KTLA

Das verheerende Erdbeben, das Haiti im Januar 2010 traf, veränderte das Leben von Lulu Cerone, die damals 9 Jahre alt war. Sie organisierte in der Schule eine Limonade-Verkaufsaktion, die 4000 Dollar für die Erdbebenopfer einbrachte. Diese Erfahrung brachte sie dazu, LemonAID Warriors zu gründen. Die Organisation leitet Kinder dazu an, sich für wohltätige Ziele einzusetzen und hilft ihnen bei der Planung ihrer Aktionen. LemonAID Warriors hat bisher Millionen von Kindern weltweit erreicht und über 120'000 Dollar gesammelt, mit denen Projekte zur Unterstützung von gefährdeten Kindern unterstützt wurden.

Mary Grace Henry

Mary Grace Henry (M.)
http://www.reversethecourse.org/

Stirnbänder für Bildung: Mary Grace Henry. Bild: Reversethecourse.org

Armut ist das grösste Hindernis für Bildung. Dies begriff Mary Grace Henry mit 12 Jahren – und sie beschloss, etwas gegen Armut zu unternehmen. Sie begann, wendbare Stirnbänder zu designen, zu produzieren und zu verkaufen. Vom Erlös unterstützte sie die Ausbildung einer benachteiligten Schülerin. Vom Erfolg beflügelt, gründete Henry die Organisation Reverse The Course. Durch den Verkauf von mehr als 14'000 Stirnbändern ermöglichte Reverse The Course die Ausbildung von über 100 Mädchen in Kenia, Uganda, Paraguay und Haiti.

Ken Amante

Ken Amante
https://www.happyanimalsclub.org/origins

Essen für Streuner: Ken Amante. Bild: Happyanimalsclub.org

Ken Amante lebt auf den Philippinen. Bevor er am Morgen zur Schule ging, packte er immer etwas Essen in seinen Rucksack. Irgendwann folgte ihm sein Vater, um herauszufinden, was der Junge mit den Lebensmitteln machte. Er sah, dass Ken damit streunende Hunde fütterte. Die Geschichte des tierliebenden Buben machte in der Gegend schnell die Runde, und die Leute begannen, Ken Geld für die Tiere zu spenden. 2014 konnte der damals 9-Jährige ein Tierheim eröffnen – den Happy Animals Club. In Kens Tierheim, das auf einem rund 1000 m2 grossen gemieteten Areal liegt, werden keine Tiere eingeschläfert.

Malala Yousafzai

epa04706947 (FILE) A file photograph showing Nobel Peace Prize laureate Malala Yousafzai during a joint press conference at the Prime Minister's office in Oslo, Norway, 11 December 2014. Nasa announced on 16 April 2015 an asteroid discovered by NASA's NEOWISE spacecraft has been given the formal designation 316201 Malala, in honor of Malala Yousafzai of Pakistan, who received the Nobel Peace Prize in 2014. Asteroid Malala is in the main belt between Mars and Jupiter and orbits the sun every five-and-a-half years. It is about two-and-a-half miles (four kilometers) in diameter, and its surface is very dark, the color of printer toner.  EPA/HAKON MOSVOLD LARSEN NORWAY OUT *** Local Caption *** 51699394

Feindbild der Taliban: Malala Yousafzai. Bild: EPA/NTB SCANPIX FILE

Malala Yousafzai ist weltbekannt – 2014 erhielt die damals 17-jährige Pakistani als bisher jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis. Malala berichtete seit ihrem elften Lebensjahr in einem Internet-Tagebuch der BBC über das Leben unter der Herrschaft der Taliban im Nordwesten Pakistans. Die Steinzeit-Islamisten hatten dort den Mädchen den Schulbesuch und das Musikhören verboten. Malala setzte sich für die Schulbildung der Mädchen ein und war daher höchst gefährdet, als ihre wahre Identität bekannt wurde. Tatsächlich verübten die Taliban 2012 einen Mordanschlag auf sie, bei dem ihr in den Kopf geschossen wurde, aber sie überlebte.

Xiuhtezcatl Martinez

Xiuhtezcatl Martinez (l.), USA, verklagte 2015 die US-Regierung wegen Untätigkeit in Bezug auf den Klimawandel.

US-Regierung vor Gericht geschleppt: Xiuhtezcatl Martinez. Bild: Shutterstock

Mit 15 Jahren stand Xiuhtezcatl Martinez vor der UNO-Vollversammlung und hielt eine Rede, in der er die Welt dazu aufrief, etwas gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen. «Was jetzt auf dem Spiel steht, ist die Existenz meiner Generation», rief er ins Plenum. Der Hiphop-Musiker und Umweltaktivist mit indigenen Wurzeln begann sich schon als Kind Sorgen über den Zustand der Erde zu machen. Heute ist er Juniordirektor der Umweltorganisation Earth Guardians. Martinez gehört zu einer Gruppe von Personen, die die amerikanische Regierung 2015 wegen Untätigkeit in der Klimapolitik angeklagt haben.

Arundhuti Gupta

Arundhuti Gupta (AG) is founder trustee and CEO of Mentor Together (MT), a non-profit that seeks to provide young individuals who are at risk and face adversity with one-on-one relationships with mentors who help them achieve their goals and dreams.
Arundhuti started Mentor Together in November 2009, after returning from the Manchester Business School, UK, where she studied as a Commonwealth Scholar.

Kindern zu Chancen verhelfen: Arundhuti Gupta. Bild: Sandeep MS

Nachdem die Inderin Arundhuti Gupta 2009 ihr Wirtschafts-Studium an der Manchester Business School beendet hatte, kehrte sie in ihre Heimatstadt Bangalore zurück und gründete dort das Mentorenprogramm Mentor Together. Der Grund dafür war, dass sie die bestehenden Bildungsprogramme in Bangalore für unzureichend hielt. Die Mentoren der Non-Profit-Organisation bringen benachteiligten Kindern aus armen Familien Englisch bei, um ihre schulischen Chancen zu verbessern und so die Armut zu bekämpfen.

Krtin Nithiyanandam

Krtin Nithiyanandam
By Krtin Nithiyanandam - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64864753

Preisgekrönter Forscher: Krtin Nithiyanandam. Bild: Wikimedia/Krtin Nithiyanandam

2017 reihte ihn das amerikanische Magazin «Time» unter den 30 einflussreichsten Teenagern ein: Der in Indien geborene und in Grossbritannien aufgewachsene Krtin Nithiyanandam ist ein Shooting Star in der medizinischen Forschung. Er gewann 2015 den Scientific American Innovator Award an der Google Science Fair für seine Entwicklung eines vielversprechenden Früherkennungstests für die Alzheimerkrankheit. Zwei Jahre später erhielt er einen weiteren Preis für eine neue Therapie gegen eine bestimmte Art von Brustkrebs. Nithiyanandam ist heute 18 Jahre alt und studiert an der Stanford University.

Dylan Mahalingam

Dylan Mahalingam war erst 9 Jahre alt, als er zusammen mit anderen Lil’ MDGs gründete. Die Nonprofit-Organisation will Kinder mit Hilfe der digitalen Medien für die Millennium Development Goals (MDGs) – die Millenniums-Entwicklungsziele – der UNO begeistern. Sie hat mehr als 3 Millionen Kinder weltweit mobilisiert und zählt 24'000 Freiwillige aus über 40 Ländern. Mahalingam, der heute als Software-Entwickler arbeitet, hat schon als Jugendlicher Websites erstellt, in denen es beispielsweise um den Schutz von bedrohten Tierarten oder gefährdeten Korallenriffen geht. 2009 erhielt er den Environment Award des US-Präsidenten Barack Obama.

Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos

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Klimastreik

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jasmin Nyff 16.03.2019 11:27
    Highlight Highlight Junge Leute retten die Welt, wenn schon von Inselstatten gerettet wird, dann frage ich mich ja schon weshalb es immer noch geduldet wird das auf Inseln der Abfallsack am Abend an den Strand gestellt wird und mit der Flut entsorgt. Das wäre zum Beispiel auch was für diese Leute
  • momoll7 16.03.2019 07:06
    Highlight Highlight Ich würde die Kiste gerne um Salva Dut erweitern. Er war zwar schon etwas älter, als er mit dem Bau von 100en Brunnen im Sudan begann, aber er war über 10 Jahre - seine ganze Jugend lange - in Flüchtlingslagern. Erst später konnte er eine Ausbildung in den USA nachholen und baut heute Brunnen...
  • deekee 16.03.2019 06:35
    Highlight Highlight So ein Quatsch!
    Während der Kreidezeit vor etwa 145 bis 66 Millionen Jahren lag der mittlere CO2-Gehalt in der Atmosphäre bei etwa 1700 ppm. Das ist sechsmal so wie vor der industriellen Revolution. Im Oktober 2014 waren es 395,93 ppm, immer noch um Größenordnungen niedriger als in der Kreidezeit.
    Die mittlere Oberflächentemperatur während der Kreidezeit war 18 ° C, 4 ° C höher als jetzt.
  • wolge 16.03.2019 04:58
    Highlight Highlight Ich empfehle allen das herausragende Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux zu lesen. Unternehmen, Wirtschaft und Schulen müssen sich neu erfinden. Wir müssen aufhören uns in seelenlosen, technokratisierten Systemen sinnlosen Tätigkeiten zu widmen und uns rein auf den Gewinn und das Einkommen zu konzentrieren. Wir sollten einem Sinn nachstreben der es sich zum Ziel macht der Gesellschaft/Natur zu dienen. Wir sollten die Masken die wir tragen ablegen, wieder ganz Mensch sein dürfen und auf unser Innerstes, auf unsere Mitmenschen und die Natur hören lernen.
  • sunshineZH 15.03.2019 20:24
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    • salamandre 15.03.2019 21:10
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    • baBIELon 15.03.2019 21:23
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    • Evan 15.03.2019 21:29
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
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Warum Greta Thunbergs Segelreise nach New York klimaschädlicher ist als ein Flug

Per Segelboot reist Greta Thunberg zurzeit nach New York – um das Klima zu schonen. Doch ihr Segeltörn hat Flüge zur Folge, die ihre Bilanz ins Negative ziehen.

Die Segelreise von Greta Thunberg von Plymouth nach New York verursacht mehr Klimaemissionen, als ihr lieb ist. Etwa fünf Mitarbeiter würden die Yacht nach Europa zurücksegeln, sagt Andreas Kling, Pressesprecher von Thunbergs Skipper Boris Herrmann, am Donnerstag zur deutschen Tageszeitung taz.

«Natürlich fliegen die da rüber, geht ja gar nicht anders», sagt Kling zur taz. Und Skipper Herrmann werde für die Rückreise das Flugzeug nehmen. Thunberg ist mit ihrem Vater Svante und den Seglern …

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