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Steigender Meeresspiegel beschleunigt Abtauen von Permafrostböden

10.09.18, 15:44 10.09.18, 16:45


FILE - In this July 21, 2017 file photo, researchers look out from the Finnish icebreaker MSV Nordica as the sun sets over sea ice in the Victoria Strait along the Northwest Passage in the Canadian Arctic Archipelago. Studies show the Arctic is heating up twice as fast as the rest of the planet. Scientists are concerned because impacts of a warming Arctic may be felt elsewhere. (AP Photo/David Goldman, File)

Bild: AP/AP

Ein steigender Meeresspiegel könnte die Küsten in den arktischen Permafrostgebieten abtragen und damit den Klimawandel verstärken. Zu dieser Einschätzung kamen deutsche, dänische und Schweizer Forscher. Bei Studien an den Küsten des Ochotskischen Meeres in Ostrussland fanden sie Belege für entsprechende frühere Prozesse.

Starke Meeresspiegelanstiege vor etwa 16'500 bis 11'500 Jahren haben dort zu starker Küstenerosion geführt, wodurch grosse Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt wurden, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Montag bekanntgab. Im arktischen Permafrost sind seit der letzten Eiszeit riesige Mengen Biomasse aus abgestorbenen Pflanzen wie in einer Tiefkühltruhe konserviert. Sobald sie tauen, beginnt die Zersetzung – und Treibhausgas entsteht.

Das Tauen der Permafrostböden ist ein seit langem bekanntes Problem, das auch als möglicher Kipppunkt im Klimasystem betrachtet wird. Damit sind Rückkopplungseffekte gemeint, die die Erderwärmung bei Überschreiten bestimmter Schwellen trotz aller dann noch von Menschen unternommenen Massnahmen unumkehrbar machen.

Der Beitrag der Küstenerosion zum Auftauen der Permafrostböden sei offenbar eine «nennenswerte Grösse», erklärte Studienautorin Gesine Mollenhauer zu den in der Fachzeitschrift «Nature Communications» veröffentlichen Erkenntnissen, an denen auch Forscher der ETH Zürich beteiligt waren. In den Klimamodellen werde sie nicht ausreichend berücksichtigt. Auch heute weiche die Küste in Permafrostgebieten schon teils 20 Meter pro Jahr zurück. (sda/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waldorf 11.09.2018 07:02
    Highlight Egal. Hauptsache die Kommentarspalten zu Serena Williams sind voll!
    *sarkasmusaus*
    6 0 Melden
  • sentir 10.09.2018 16:59
    Highlight Aber das habe ich doch vor über zehn Jahren schon gelesen...
    Der Umkehrpunkt ist verpasst.
    Erklärungen an unsere Enkel sind willkommen...
    12 1 Melden
  • The Origin Gra 10.09.2018 15:50
    Highlight Wird die Erde zur Venus 😱
    17 2 Melden
    • aglio e olio 10.09.2018 16:56
      Highlight Hmm, Venus...
      2 0 Melden
    • penetranz 10.09.2018 18:28
      Highlight nein es wird schon wieder kalt werden. Und das Eis kommt auch wieder in c.a. 30 000 - 50 000 Jahren
      21 3 Melden

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