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SpaceX-Start

Start einer Falcon-Heavy-Trägerrakete von SpaceX.  Bild: Flickr

Warum Weltraumkolonisierung katastrophal schiefgehen kann

Marko Kovic



Im Weltall ist es eigentlich sehr kalt, aber das Treiben im All wird zunehmend hitziger. Amazon-Chef Jeff Bezos will mit seiner Raumfahrt-Firma Blue Origin den Mond kolonisieren und ihn als Standort für gigantische Fabriken nutzen. Tesla-Chef Elon Musk will mit seiner Raumfahrt-Firma SpaceX noch weiter gehen und permanente menschliche Habitate auf dem Mars einrichten.

Dr. phil. Marko Kovic ist Präsident von ZIPAR – Zurich Institute of Public Affairs Research und von Skeptiker Schweiz – Verein für kritisches Denken. Zudem ist er CEO der Beraterfirma ars cognitionis.

Auch US-Präsident Donald Trump mischt bei der Eroberung des Weltalls mit: Unlängst hat er verkündet, die USA würden eine neue Streitkraft, die «Space Force», einrichten, um die Amerikaner zur dominierenden Macht im Weltall zu machen. 

Zum ersten Mal seit dem «Space Race» zu Zeiten des Kalten Krieges, als sich die Sowjetunion und die USA in einem technologischen Weltraum-Wettrüsten befanden, ist wieder ein globales Weltraum-Fieber ausgebrochen. Und dieses Mal geht es nicht nur um Prestige, sondern letztlich um die Wurst aller Würste: das Überleben der Menschheit.

Die Menschheit ist hier auf der Erde nämlich einem Klumpenrisiko ausgesetzt: Wenn auf der Erde etwas katastrophal schief geht, könnte die gesamte Menschheit existenziell bedroht sein. Wenn Menschen hingegen auch jenseits der Erde leben, reduzieren sich diese existenziellen Risiken stark. 

Bis der Traum von der Kolonisierung des Weltraums wahr wird, müssen zwar noch einige technologische Hürden überwunden werden, aber wir befinden uns eigentlich bereits mitten im Kolonisierungs-Wettlauf. In der Kolonisierungs-Euphorie vergessen wir aber eine sehr wichtige Frage: Wie sieht es eigentlich mit den Risiken der Weltraumkolonisierung aus? 

SpaceX-Start SES-12 Mission

Aufbruch ins Weltall: Eigentlich stecken wir bereits mitten im Kolonisierungs-Wettlauf.  Bild: Flickr

Politische Risiken

Die politische Grundlage für Weltraumkolonisierung ist der «Outer Space Treaty», ein internationales Abkommen von 1967. In diesem Abkommen wird festgehalten, dass das Weltall allen Menschen gleichermassen gehört und dass es möglichst friedlich zugunsten aller Menschen genutzt werden soll. So sind etwa Massenvernichtungswaffen im Weltall explizit verboten. Der Outer Space Treaty belässt vieles aber schwammig, weiterführende Ankommen gibt es praktisch keine – das Weltall ist fast eine Art wilder Westen, wo jeder machen kann, was ihm beliebt.

Es überrascht daher kaum, dass einzelne Länder vor allem ihre eigenen Interessen vertreten wollen. So ist in den USA beispielsweise seit 2016 ein Gesetzesentwurf in Arbeit, der es amerikanischen Firmen explizit erlaubt, Rohstoffe im Weltall profitorientiert abzubauen, obwohl dies möglicherweise an dem Verbot eigennütziger Aneignung von Himmelskörpern, wie es im Outer Space Treaty festgehalten ist, ritzt. 

Die Ungewissheit ist noch viel grösser, wenn wir weiter in die Zukunft denken. Angenommen, eine zukünftige Kolonie auf dem Mars beschliesst, unabhängig zu werden. Unter welchen Bedingungen wäre eine solche Sezession akzeptabel? Müsste die Mars-Kolonie ein demokratisches System sein? Würden autoritäre Länder auf der Erde, die demokratische Prinzipien wie Volkssouveränität ablehnen, eine Sezession akzeptieren, oder käme es zu gewaltsamer Unterdrückung der Unabhängigkeitsbewegung?

Ebenso ist ungewiss, was genau geschieht, wenn es dereinst unabhängige Kolonien geben sollte: Schaffen wir es, eine gemeinsame Föderation der Menschheit zu errichten, oder geht jede Kolonie abgeschottet ihren eigenen Weg? 

Darstellung einer Weltraumstation

Illustration aus den 70er-Jahren einer bewohnten Raumstation.  Bild: Wikimedia

Moralische Risiken

Weltraumkolonisierung dürfte dazu führen, dass die Anzahl existierender Menschen zunimmt, möglicherweise sogar um ganze Grössenordnungen. Dies wirft eine vielleicht unangenehme moralische Frage auf: Ist es eigentlich grundsätzlich gut, dass (viel) mehr Menschen existieren? 

Angenommen, auf dem Mars leben dereinst zwei Milliarden Menschen. Aufgrund der eher geringen Schwerkraft auf diesem Planeten (rund 38% jener der Erde) sind Menschen auf dem Mars von schwerwiegenden physiologischen Gebrechen geplagt, darunter Knochen- und Muskel-Fehlbildungen. Die Folge ist, dass die gebürtigen Mars-Bewohner ihr Leben lang heftige Schmerzen leiden, ohne Aussicht auf Besserung.

In diesem Szenario existieren zwar zwei Milliarden mehr Menschen, als dies ohne Weltraumkolonisierung der Fall wäre – aber sind diese zwei Milliarden Menschenleben wirklich lebenswert, wenn sie doch so viel mehr leiden müssen als wir Menschen auf der Erde? 

Mars-Mission

Dürfte eine Mars-Kolonie beschliessen, unabhängig zu werden? Und wie würde die Erde auf eine solche Sezession reagieren?  Bild: Wikimedia

Gemäss einem berühmten Argument in der Bevölkerungsethik, der «widerlichen Schlussfolgerung», lautet die Antwort: Womöglich ja, weil in einer solchen Konstellation das Glück aller Menschen in der Summe grösser sein kann, als wenn es diese zwei Milliarden Menschen nicht gäbe. Das ist aber in der Tat widerlich, weil das bedeuten würde, dass wir zum Beispiel auch eine Sklavenkolonie errichten dürften, deren Bewohner für uns privilegierte Erdenbewohner Tag und Nacht in Minen schuften, weil sogar diese Sklaven eine gewisse Menge Glück empfinden. 

Durch Weltraumkolonisierung könnten also bereits heute bestehende Probleme rund um Bevölkerungsethik regelrecht explodieren. Doch das ist nicht alles, denn mit fortschreitender Kolonisierung kommen noch weitere moralische Probleme hinzu: Dürfen wir mit allfälligen primitiven ausserirdischen Lebensformen physisch Kontakt haben, oder müssen wir sie ohne unsere Eingriffe gedeihen lassen? Und wie sieht es mit empfindungsfähigen ausserirdischen Lebensformen aus – dürfen wir beispielsweise ausserirdische Tiere schlachten und essen?

Illustration: Erkundung der Mars-Oberfläche

Auf dem Mars ist die Schwerkraft niedriger als auf der Erde. Das würde zu gesundheitlichen Problemen führen. Bild: Wikimedia

Sicherheitsrisiken

Wir Menschen haben die Angewohnheit, in Gruppen zu denken: Unsere Innengruppe ist gut, die Aussengruppe ist schlecht. Diese identitätsstiftende Heuristik gibt uns zwar Halt und Perspektive, aber sie ist auch die Wurzel manch eines hässlichen Konfliktes. Dieses Gruppendenken könnte sich im Zuge der Weltraumkolonisierung katastrophal zuspitzen. Wenn nämlich Innen- und Aussengruppen inskünftig anhand der Zugehörigkeit zu Kolonien, also beispielsweise zu unterschiedlichen Planeten, definiert werden, kann die Distanz zwischen den Gruppen mehr als nur sprichwörtlich unüberwindbar werden. 

Starkes Gruppendenken geht immer einher mit einem Abbau von Vertrauen. Je weniger sich unterschiedliche Gruppen vertrauen, je weniger also ein überbrückender Kitt zwischen Gruppen vorhanden ist, desto grösser wird die Gefahr, dass es zwischen den Gruppen zu Konflikten kommt. Die letzten rund 500 Jahre auf unserem Planeten sind insgesamt zwar von einer bemerkenswerten Abnahme von Gewalt und Konflikten geprägt, aber der Ausbruch des Friedens ist eben genau die Folge davon, dass die Welt näher zusammengerückt ist und unser Gruppendenken abgenommen hat.

Wenn im Zuge der Weltraumkolonisierung neue Gruppen und gigantische Klüfte zwischen diesen Gruppen entstehen, könnte dies die Grundlage für Kriege in noch nie dagewesenem Ausmass darstellen. Somit könnte die Kolonisierung des Weltraums paradoxerweise letztlich dazu führen, dass ein neues existenzielles Risiko für die Menschheit entsteht. 

Mars-Kolonie

Im Zuge der Weltraumkolonisierung könnten neue Gruppen entstehen – und Konflikte zwischen ihnen. Bild: Wikimedia

Weckruf für die Politik

Die Risiken der Weltraumkolonisierung sind im Moment noch hypothetischer Natur, aber über Risiken erst dann nachzudenken, wenn sie bereits Realität geworden sind, hat sich selten als gute Strategie erwiesen. Die internationale politische Debatte zur zukünftigen Nutzung des Weltraums ist in den vergangenen Jahrzehnten allerdings fast komplett zum Stillstand gekommen.

Die neuen Treiber der Weltraumnutzung sind zielstrebige wirtschaftliche Hasardeure à la Elon Musk und Jeff Bezos, die einerseits zwar enorm wichtige Impulse setzen und Innovationen forcieren, gleichzeitig aber – frei nach dem Silicon-Valley-Motto «Move fast and break things» (Handle schnell und mach dabei Dinge kaputt) – recht sorglos in den Weltraum vorpreschen.

Es ist höchste Zeit, dass sich auch die Politik wieder ernsthaft des Weltraums annimmt. Es geht nämlich um nicht weniger als die zentrale Herausforderung für die Zukunft der Menschheit, und wir haben nur eine Gelegenheit, diese Herausforderung richtig zu meistern. Scheitern wir, droht uns mehr als nur die Hölle auf Erden. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 02.07.2018 09:33
    Highlight Highlight Zitat Watson:
    "Dies wirft eine vielleicht unangenehme moralische Frage auf: Ist es eigentlich grundsätzlich gut, dass (viel) mehr Menschen existieren?"
    Ich würde die Klammer anders setzen:
    "Dies wirft eine vielleicht unangenehme moralische Frage auf: Ist es eigentlich grundsätzlich gut, dass (viel mehr) Menschen existieren?"
    5 2 Melden
  • Billy the Kid 01.07.2018 23:52
    Highlight Highlight Zuerst sollten wir mal lernen auf unserem Planeten mit allen Wesen (inklusive Pflanzen) friedlich zu koexistieren, der - falls man Augen besitzt - ein Paradies ist.
    Eine einzige Ameise ist ein Wunder und wir sind so kaputt, dass wir diese Schönheit nicht einmal mehr zur Kenntnis nehmen und alles in blinder Wut unserem schizophrenen Wirtschaftssystem unterordnen und ultimativ zerstören.
    5 3 Melden
  • Denverclan 01.07.2018 18:26
    Highlight Highlight Warum an den Mars denken, wir haben hier genug Probleme zu lösen....Die Erde ist so ein wunderbarer Planet, voll Schönheit und Anmut! Wir sind so blöd, wir wissen nicht was wir an ihr haben. Die Menschheit verdient diese Perle eigentlich gar nicht....und diese Perle wird uns überleben. Gut so....
    14 6 Melden
  • Sarkasmusdetektor 01.07.2018 17:58
    Highlight Highlight Politik, die vorausdenkt? Das ist mal echte Science Fiction. Wir wissen doch alle, wie das ablaufen wird. Erst wenn die Fakten geschaffen sind, wird man feststellen, dass es zu spät ist, noch etwas zu unternehmen. Und dann wird man mit Gewalt versuchen, Dinge rückgängig zu machen, die nicht rückgängig gemacht werden können.
    12 0 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 01.07.2018 17:51
    Highlight Highlight Mann muss es sagen: kolonialisieren zahlt sich langfristig selten aus.
    6 0 Melden
  • Ökonometriker 01.07.2018 17:51
    Highlight Highlight Dazu ein Zitat von Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski:
    „Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.“
    7 2 Melden
  • Sagitarius 01.07.2018 15:54
    Highlight Highlight Ich empfehle „eine kurze Geschichte der Menschheit„ von Yuval Noah Harari! Seine Aussagen über unsere (Homo Sapiens) Vergangenheit lassen sich perfekt auf unsere Zukunft adaptieren!
    4 0 Melden
    • TheRealSnakePlissken 01.07.2018 19:09
      Highlight Highlight Und weiter empfehle ich das letzte Buch von Y.N. Harari „Eine kurze Geschichte der Zukunft“, naturgemäss sehr spekulativ. Seine Vermutung: Wir können uns gar nicht vorstellen, wie die Menschen in 200 oder 300 Jahren drauf sein werden. Star Trek und andere SF gehen vom Istzustand aus plus technischer Fortschritt. Gemäss Harari ist der technische Fortschritt schwer vorhersehbar. Vor allem aber auch was der Mensch respektive die zukünftigen Nachfahren des jetzigen Homo Sapiens Sapiens daraus machen. Zum Beispiel könnten Menschen physisch für die Weltraumkolonisierung optimiert werden usw usd.
      5 0 Melden
  • mekimessa 01.07.2018 14:46
    Highlight Highlight glauben Sie wirklich, man würde die Marskolonisierung so lange vorantreiben, bis 2 Milliarden Krüppel dort leben? Welch lächerliche Argumentation!
    17 2 Melden
  • remim 01.07.2018 14:24
    Highlight Highlight "sind Menschen auf dem Mars von schwerwiegenden physiologischen Gebrechen geplagt"

    Man kann davon ausgehen dass Mars-Kolonisten dieses Problem mit dem Eigriff in die menschliche Keimbahn zu lösen versuchen werden. Sie werden beginnen ihre Nachkommen genetisch zu verändern um eine bessere Anpassung an Marsbedingungen zu erreichen. Mithilfe der Evolution wird sich daraus irgendwann eine neue Spezies entwickeln die sich nicht mehr mit Menschen der Erde kreuzen kann ;)
    15 2 Melden
  • karl_e 01.07.2018 13:45
    Highlight Highlight Träumt weiter, liebe SciFi-Fans. Mich lächert.
    1 16 Melden
    • axantas 01.07.2018 18:15
      Highlight Highlight Ich hoffe, du hast keinen dieser "Kommunikatoren" aus der Enterprise mit dabei, da du so argumentierst.

      ... die gibts ja heute schon mit Bildschirm.

      3 2 Melden
    • TheRealSnakePlissken 01.07.2018 19:13
      Highlight Highlight Es braucht ja auch noch ein paar Zuschauer wie karl_e, die den abrauschenden Raumschiffen hinterherschauen 🚀🙄😂
      4 2 Melden
    • karl_e 01.07.2018 23:11
      Highlight Highlight Träumt weiter, Freunde.
      0 1 Melden
  • Rock'n'Rohrbi 01.07.2018 13:30
    Highlight Highlight Seit euch sicher …die menschliche Rasse wird auf natürliche oder kriegerische Weise verkleinert, bevor auch nur ein Mensch jenseits der Erde lebt.
    Danach wirds wieder ruhiger auf unserem blauen Planet. Wenns nach der Natur geht rascher, wenns der Mensch richtet, länger.
    2 7 Melden
  • lilie 01.07.2018 13:08
    Highlight Highlight Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir in nächster Zeit eine Kolonie auf dem Mars errichten können. Den Mars kann man nur alle 2 Jahre erreichen (wenn er am nächsten zur Erde steht), es wäre also unabdingbar, dass bereits die allererste Pionierkolonie für 2 Jahre autark überlebensfähig sein muss. Das beinhaltet Ernährung, Wasserversorgung, Hygiene, Schutz/Unterbringung, Energieversorgung, Aufrechterhaltung der Kommunikation etc. Davon sind wir (sorry fürs Wortspiel) noch Lichtjahre entfernt.
    18 6 Melden
  • HerrWeber 01.07.2018 12:50
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob denn eine Marskolonie sich wirklich z.B. dem amerikanischen Präsidenten unterstellen würde. Da müsste doch eine eigene „Marsregierung“ her, die eigene „Marsgesetze“ erlässt etc. Kann ja nicht sein, dass irgendwann auf dem Mars die selbsn Probleme vorherrschen, wie auf der Erde.
    58 2 Melden
    • leu84 01.07.2018 13:42
      Highlight Highlight Ähnlich wie bei der Ablösung der 13 Kolonien gegenüber den Briten
      6 0 Melden
    • Paddiesli 01.07.2018 14:58
      Highlight Highlight Stimmt genau, das Problem ist aber, dass erste Kolonisten vermutlich Angestellte von Konzernen sein werden. Welche Rechte hätten diese denn als Angestellte, eine eigene Regierung zu verlangen? Eine verzwickte Sache. Es kann nur zu Bürgerkriegen kommen - so oder so.
      5 0 Melden
    • RichPurnell 01.07.2018 19:57
      Highlight Highlight @Paddiesli:

      Die Rechte hätten die Angestellten nicht direkt. Aber nach ein paar Jahrzehnten und nachdem sie autark sind werden sie sich wohl den Gedanken machen, wieso sie auf ein paar Typen so weit entfernt auf dem blauen Planeten hören sollen.
      Same Story wie in Amerika...
      Nur eine Armee raufschiessen ist dann schwieriger :,D
      4 0 Melden
  • who cares? 01.07.2018 12:30
    Highlight Highlight Ich empfehle "The Expanse" zu schauen. Sci-Fi-Serie, die auch viel Politik einbringt.
    68 3 Melden
    • NaSkivaL 01.07.2018 15:22
      Highlight Highlight Ich find die Serie totlangweilig. Aber das liegt wohl daran, dass ich viel zu viel Science Fiction gelesen habe und es schon lange nichts mehr gibt, was mich überraschen könnte. Ungefähr die Hälfte der ersten Staffel hab ich geschafft. Dann musste ich aufgeben. Weil mir das alles vorkam wie aus tausend Romanen verstorbener SF-Koriphäen zusammengeschustert.

      Aber ich freue mich sehr, wenn jemand all die alten Ideen so gut zusammengebastelt hat, dass sie heute ein neues Publikum so fesseln. In diesem Sinne wünsch ich der Serie ein langes und erfolgreiches Leben.
      8 8 Melden
    • Weilenmann03 01.07.2018 15:55
      Highlight Highlight Ja da kann ich nur zustimmen die ist wirklich gut.
      3 1 Melden
    • TheRealSnakePlissken 01.07.2018 19:20
      Highlight Highlight NaSkivaL hat leider recht. Die Serie hat ein paar gute Ideen, aber macht zu viele Zugeständnisse an das übliche Serienpublikum. Verbreitet durch die Abwesenheit sympathischer Charaktere eher schlechte Stimmung.
      3 2 Melden
  • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 12:10
    Highlight Highlight Man kann sich auch vorstellen, wie die frühesten Menschen debatiert hätten, ob sie Afrika verlassen sollen. So viel kann schief gehen, sie könnten sterben, etc. Trotzdem, ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit von grösserer Diversität immer profitiert. Fragen wie Klauseln des Weltraumvertrags oder Demokratie in Kolonien werden im nur Fussnoten der Geschichte sein. Wir wissen nicht, wie selten Intelligenz oder Bewusstsein im Universum sind - aber wir haben vieleicht auch nur heute die Gelegenheit, deren Ausbreitung ins All zu ermöglichen. Wir sollten es auf jeden Fall tun!
    28 10 Melden
    • Hierundjetzt 01.07.2018 12:36
      Highlight Highlight Also das mit Afrika ist jetzt nicht gerade ein glückliches Beispiel, die Menscheit stand damals kurz vor der Auslöschung. Alle 8 Miliarden Menschen kann man auf nur 80 - 100 afrikanische Mütter zurückführen.

      Aber ich im Prinzip geb ich Dir recht, wir sollten es wenigstens probieren 🧐
      22 13 Melden
    • Bert der Geologe 01.07.2018 13:30
      Highlight Highlight Haben wir denn noch nicht genug Schaden angerichtet?
      3 7 Melden
    • TRL 01.07.2018 13:40
      Highlight Highlight 80-100 Mütter. Ok, kA, aber Link bitte.
      5 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 01.07.2018 11:59
    Highlight Highlight "Die Folge ist, dass die gebürtigen Mars-Bewohner ihr Leben lang heftige Schmerzen leiden, ohne Aussicht auf Besserung. "

    Diesen Blödsinn wage ich stark zu bezweifeln. Dafür gibt es weder indizien noch Beweise.
    33 27 Melden
    • meine senf 01.07.2018 13:52
      Highlight Highlight Warum nicht? Es gibt ja schon bemannte Raumfahrt. Und die müssen ja während dem Aufenthalt hart trainieren, damit der Abbau an Muskeln und Knochen nicht zu stark wird. Aufhalten können sie ihn trotzdem nicht. Für ein paar Wochen oder Monate geht das wohl knapp, aber nicht für ganze Leben.

      Über sehr lange Zeiträume könnte es vielleicht evolutionäre Anpassungen geben.
      6 1 Melden
    • RichPurnell 01.07.2018 20:14
      Highlight Highlight @senf:

      Es gab mal ein Paper ich finde es gerade leider nicht.

      Auf dem Mars selbst ist die Schwerkraft geringer (ca. 1/3) und nicht null wie im All. Also braucht man auch weniger Muskeln etc. Das schwierigste wäre der Übergang nach der Reise (wegen des Abbaus). Danach kein Problem.

      Gebürtige Marsbewohner müssten sich eigentlich direkt angepasst an die dortige Schwerkraft entwickeln (also eher höher und schlanker werden). Anzahl Muskelmasse bildet sich ja durch den Widerstand der Gravitation und nicht direkt evolutionär. Eine Reise auf die Erde wäre dann aber wohl sehr riskant.
      3 0 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 21:34
      Highlight Highlight Es ist absolut unbekannt, wie der Mensch langfristig auf reduzierte Gravitation reagiert: wir kennen nur 1 Ge (kein Problem) und 0 Ge (viele Probleme). Dazwischen kann man nicht einfach interpolieren. Kann sein, dass ein wenig Gravitation ausreicht, damit der Körper sein minimales Training bekommt. Aber wie wenig ist nötig? Reicht Mars? der Mond? Ceres? Wir wissen es nicht. Und es gibt nur einen Weg, es herauszufinden.
      1 0 Melden
  • Paddiesli 01.07.2018 11:55
    Highlight Highlight Die geniale Serie "The Expanse" zeigt die genannten Probleme sehr gut auf. Kolonialisierung, Konzerne, Unabhängigkeitsbestrebungen, etc.
    Da wird Krieg vorprogrammiert sein.
    34 3 Melden
  • Zeigefingerlutscher 01.07.2018 11:38
    Highlight Highlight Ihre Sorgen sollte man haben.

    Ernsthaft: Auch schon mal von radioaktiven Strahlungen auf der Reise zu den Planeten und dort selbst da diese ja keine schützende Atmosphäre haben.

    Die hirnrissigen Ziele sind ideal zum Sterben, mehr nicht.
    10 37 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 21:38
      Highlight Highlight Die Venus hat sehr wohl eine schützende Atmosphäre. In der Höhe von ca. 70 km über dem Boden findet man ca. 0.5 bar Druck, ca. 25°C, keine Wolken und keine Strahlung. Es ist die erdähnlichste Umgebung im Sonnensystem. Auf anderen Welten muss man sich halt schützen, in dem man die Wohnungen unter dem Boden baut. Zu argumentieren, dass deswegen die gesamte Kolonisation zum Scheitern verurteilt sei ist etwa so, wie wenn ein Afrikaner meint, Grönland könne niemals bewohnbar sein, weil es da zu kalt ist. Alles eine Frage der Technik und Einstellung.
      1 1 Melden
    • Zeigefingerlutscher 01.07.2018 22:07
      Highlight Highlight Du bist ein Träumer.

      Wie warm ist es auf Venus?

      Wie lange reist man zur Venus?

      Erzähl Dein Liebesgeschichtli doch Deinen Kindern, aber nicht mir als wissenschaftlicher Realist.
      0 1 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 22:19
      Highlight Highlight Die Wärme hängt, wie in jeder Atmosphäre, von der Höhe ab. Siehe Kommentar oben, da stehts wie warm es ist. Die Reisezeit zur Venus hängt von der Technologie ab, natürlich, aber eine Hohmann-Bahn, wie sie chemische Raketen heute fliegen könnten, dauert ein paar Monate. Die Strahlenbelastung im freien Weltraum (also während der Reise) ist, was z.B. die Krebsgefahr angeht, nicht höher als wenn die Astronauten während der Reise ein Päckchen Zigaretten am Tag rauchen würden. Alles machbar, wenn der Wille da ist.
      0 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Edwin Schaltegger 01.07.2018 11:36
    Highlight Highlight Dieser Kommentar ist reichlich hypothetisch und grenzt an "Science Fiction". Die Hürden für längere Weltraumreisen mit Menschen in dieser biologisch sehr feindlichen Umgebung sind zu hoch. Die Abschirmung in Raumschiffen der für den Menschen gefährlichen kosmischen Strahlung bleibt weiterhin ungelöst. Die Raumfahrt im entfernten und ausserhalb des Sonnensystems wird intelligenten Robotern vorbehalten bleiben.
    13 15 Melden
    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 22:23
      Highlight Highlight Man muss sich klar machen, dass es verschiedene Arten von Strahlung im All gibt. Es gibt die galaktisch-kosmische Strahlung, die sich kaum abschirmen lässt (ausser durch ca. 10 m Wasser oder ähnlich). Die muss man aushalten, ist aber für ein paar Monate problemlos machbar (Astronauten auf der ISS bekommen ca. die Hälfte dieser Dosis ab). Andere Strahlung kann man abschirmen, die solar-kosmische Strahlung z.B. tritt nur episodisch auf und kann z.B. abgeschrimt werden, in dem man das Raumschiff so dreht, dass sein Treibstofftank vor der Sonne steht.
      0 0 Melden
  • Hierundjetzt 01.07.2018 11:17
    Highlight Highlight In Ergänzung: Marsbewohner würden evolutionsbedingt nach ein paar Generationen über 2,50 oder gar 3 m gross und schlank (kleinere Gravitation) hätten dickere Haut (wie ein Elefant, da mehr Strahlung) und grössere Augen (da weniger Sonnenlicht)

    Trotzdem, der Mars wird sich wegem seinem vor Miliarden Jahren „verlorenen gegangenem“ Magnetfeld nie zur Kolonisation eignen.
    15 5 Melden
    • W wie Wambo 01.07.2018 13:03
      Highlight Highlight "Ein paar Generationen" im Sinne von mehreren hunderten, falls das ganze nicht schon vorher scheitert?
      6 0 Melden
    • Bert der Geologe 01.07.2018 13:32
      Highlight Highlight Darum sag ich: Marsbesiedlung?: Leck mich doch am Mars.
      6 3 Melden
    • Alnothur 01.07.2018 13:53
      Highlight Highlight Das Magnetfeld lässt sich sogar mit heutiger Technologie mit einem sonnensynchronen Marssatelliten wieder erzeugen.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 01.07.2018 11:17
    Highlight Highlight Sind wir doch ehrlich.. Viele Probleme auf der Erde würden bei gesteuertem Wachstum aka geburtenkontrolle nicht existieren.

    Es ist schwer anzunehmen, dass auf den Kolonien nur gebildete Menschen mit Bewusstsein für die Probleme von Überbevölkerung eingesetzt werden.

    Das hat dort ganz andere Wichtigkeit : schon alleine die Oxygen und Nahrungsmittel Produktion haben ein Limit und da kann man nicht einfach Kinder raushauen wie auf der Erde in vielen, vorallem ungebildeten armen Ländern mangels altersvorsorge.

    Finde die Serie "The Expanse" noch recht gut auf Netflix, Sci-fi yes! :)
    14 12 Melden
    • Hierundjetzt 01.07.2018 12:42
      Highlight Highlight Geburtenkontrolle ist eine Idee der US-amerikanischen Oberschicht aus den 50gern.

      Diese Idee führt im heutigen China zu einem Männerüberschuss von 300 Mio in Indien von gegen 300 Mio.

      Zuviele unverheiratete junge Mänber: Exponentieller (!( Anstieg der Kriminalität.

      Möchte Dich mal sehen, wenn Du bereits mit 18 weisst, dass Du NIE eine Freundin haben wirst.

      Kurz: das ist eine sehr sehr seeehr unüberlegete Idee

      Source: Arte.
      23 14 Melden
    • Bert der Geologe 01.07.2018 13:34
      Highlight Highlight @Hexentanz: die Alternative dazu siehst du in Afrika.
      2 1 Melden
    • Alnothur 01.07.2018 13:54
      Highlight Highlight Und weils Indien und China verbockt haben weil sie noch ihre Mittelalterkultur leben, ist es eine Scheissidee? So kommen wir natürlich weiter.
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  • Nominator 01.07.2018 11:11
    Highlight Highlight Interessant. Die in diesem Bericht beschriebenen Probleme gab es auch als die Erde besiedelt wurde. Nur ist es immer noch ein Tabu, dies aus den bilblischen Schriften zu interpretieren. Dabei würde vieles verständlicher werden, wenn man nur den Mut und die Fantasie hätte solche Gedanken zuzulassen.
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  • nosi2 01.07.2018 11:09
    Highlight Highlight Ich bin da ganz klar anderer Meinung. Wenn sich unsere Politik da zu stark einmischt werden wir sämtliche Fortschritte nur verhindern oder verzögern.
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  • zuercher123 01.07.2018 11:00
    Highlight Highlight Zum Teil etwas gar negativ ausgedrückt das Ganze, aber sicher Risiken die man abschätzen muss. Schöner Artikel.

    Dazu passt auch die Buch/TV Serie The Expanse, die genau auf so einem Szenario aufbaut, Kolonialisierung des Sonnensystems. Gilt zurzeit als eine der besten SciFi Serien und wurde von der Washington Post sogar als beste TV Serie über internationale Beziehungen betitelt, https://www.washingtonpost.com/posteverything/wp/2017/03/23/the-best-show-about-international-relations-on-television-right-now-is-on-wait-for-it-syfy/
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  • Roman Stanger 01.07.2018 10:59
    Highlight Highlight Ich finde solche Überlegungen relativ sinnfrei. Früher sah es das Gesetz vor, dass man für Ehebruch mit dem Tode bestraft wurde. Doch was kümmert das unsere Generation? Ebenso kann man sich fragen, was ein 2018 verabschiedetes Gesetz über die Besiedlung des Weltraums die zukünftige Marskolonie kümmern wird. Gesetze unterliegen dem Wandel der Zeiten, es macht keinen Sinn, ethische Regeln für spätere Generationen festzuschreiben. Wir aus der Jetztzeit können die Marssiedler genau so wenig zwingen, sich daran zu halten, wie uns jemand zwingen kann, unsere Ehebrecher hinzurichten.
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  • FancyFish - Stoppt Zensur! 01.07.2018 10:58
    Highlight Highlight Sehr interessant. Und ich habe gedacht, das grösste Problem wären die privaten Kolonien, die gegeneinander Krieg führen werden.
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  • 01vinc09 01.07.2018 10:56
    Highlight Highlight Naja, so gross sind diese Risiken nun auch wieder nicht. Für die Erde besteht sowieso fast keine Gefahr da diese Kolonien auf empfindliche Lebenserhaltungssysteme angewiesen sind und somit keinen Konflikt riskieren werden. Unter den Kolonien (zumindest auf einem Planeten) wird es auch kaum zu Konflikten kommen da die Kolonien unter einem regen Austausch stehen müssen um nicht an Inzucht auszusterben.
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  • Oh Dae-su 01.07.2018 10:34
    Highlight Highlight "Weltraumkolonisierung dürfte dazu führen, dass die Anzahl existierender Menschen zunimmt, möglicherweise sogar um ganze Grössenordnungen."

    Wieso wird das angenommen? Eine Gesellschaft, die so fortschrittlich ist, um den Mars zu kolonialisieren, hat im Normalfall eine sehr tiefe Geburtenrate. Wieso soll diese also plötzlich in die Höhe schnellen? Auch halte ich es für deutlich wahrscheinlicher, dass es Roboter sein werden, die primär auf dem Mars arbeiten und nicht Menschen. Wie erwähnt ist der Mars wegen der geringen Schwerkraft für Menschen ziemlich lebensfeindlich.
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    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 21:49
      Highlight Highlight Kolonisten auf dem Mars hätten mit Sicherheit eine ganz andere Einstellung gegenüber Kindern als die reichen bzw. "fortschrittlichen" Gesellschaften auf der Erde. Es wäre also z.B. denkbar, dass alles mögliche unternommen wird, damit jede Siedlerfamilie mindestens vier Kinder haben kann (z.B. grosszügige Elternurlaube, Gratis-Kinderkrippen, hohe Geburten- und Kinderzulagen auch beim x-ten Kind, etc).
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  • derEchteElch 01.07.2018 10:32
    Highlight Highlight Das Wort Kolonialisierung, welches zimlich oft in diesem Artikel vorkommt, gefällt mir nicht. Es suggeriert eine ständige Macht und Herrschaft der erdlichen Länder.

    Sind die Besiedelungen Teil des erdischen Staatsgebietes? Sind es neue, unabhängige Staaten? Wenn private Tech-Firmen die Besiedelung voran treiben, entsteht nicht eine gewisse Sklavenschaft? Sind diese Firmen bereit, ihre Errungenschaft der Demokratie + Allgemeinheit abzutreten?

    Ich befürchte, dass ich vieles mit Nein beantworten muss.
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    • Hierundjetzt 01.07.2018 12:44
      Highlight Highlight Gemäss Duden der korrekte Begriff dazu. Was willst Du den für ein schönes Wort brauchen? Heimkehr ins Reich der Erde? Der Mars hat immer schon zu uns gehört? 😃
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    • derEchteElch 01.07.2018 13:02
      Highlight Highlight Hat er das? Zu uns Menschen? Nicht eher wir zur Erde? Vielleicht der Mars zur Erde? Oder doch eher umgekehrt?

      Wie kann der Mars zu uns gehören, wenn er schon vor und existierte?
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    • Bynaus @final-frontier.ch 01.07.2018 21:51
      Highlight Highlight Das Gute bei Kolonien im All: es gibt keine Ureinwohner, die schon vorher da waren. Es gibt keine Umwelt, die man zerstören kann. Es gibt Rohstoffe in Hülle und Fülle, in einem Ausmass, dass wirklich für jeden was übrig bleibt (zur Erinnerung: alle von der Menschheit abgebauten Metalle findet man in einem 1 km Asteroiden - es gibt 1.2 Mio Asteroiden mit Durchmessern > 1 km allein im Asteroidengürtel...). Vieles spricht dafür, dass die Kolonisation des Weltraums sehr viel positiver werden wird als die "Kolonisation" der Erde durch Europa.
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