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Der Irrglaube – was einen missionarischen Veganer von einem Hindu unterscheidet

Noch dürfen Menschen fast alles essen, was sie möchten. Doch viele Veganer scheint genau das zu plagen. Warum sonst sollten sie Andersdenkende mit missionarischem Eifer verfolgen?

04.08.18, 12:51 05.08.18, 13:22

Arno Frank



Jain nuns pray at the feet of the 58.8-foot monolithic statue of Jain god Gomateshwara at Shravanabelagola 145 kilometers (91 miles) west of Bangalore, India, Saturday, Feb. 17, 2018. Hundreds of thousands of Jain devotees will attend the Mahamastabhisheka or head anointing ceremony of the 1,037-year-old statue Gomateswara (Lord Bahubali), a tradition held every 12 years since AD 981. The 1,037-year-old statue is bathed with milk, turmeric, vermilion, saffron, sandalwood paste, powder of medicinal herbs and gold coins. (AP Photo/Aijaz Rahi)

Bild: AP/AP

Ein Artikel von

Jain müsste man sein. Die «Luftgekleideten» tragen Mundschutz, damit sie nicht versehentlich eine Mücke verschlucken. Mönche kehren mit einem weichen Besen den Weg vor sich, damit sie keine Ameise zertreten. Für die Angehörigen dieses hinduistischen Glaubens ist alles, was lebt, beseelt. Und was beseelt ist, das tötet man nicht. Das beutet man auch nicht aus. Weshalb ein echter Jain auch die Finger von Eiern und Honig lässt.

Ein indischer Jain könnte vermutlich mehrere Monate in einer komplett veganen Gesellschaft der näheren Zukunft leben, in Prenzlauer Berg oder Williamsburg, bevor er als Angehöriger einer Religion auffallen würde, die so alt ist wie die «Ilias» des Homer - und das vermutlich auch nur, weil das offizielle Symbol des Jainismus ein Swastika ist. Schliesslich ist auch der Veganismus, zumindest in seiner ethischen Ausprägung, eine säkulare Religion unserer Zeit. Ein Veganizismus, sozusagen.

Eine Religion, kein Glaube. Der Glaube ist nur eine Gewissheit, die eher dem Gefühl als dem Belegbaren folgt. Lebten wir alle in einer komplett veganen Gesellschaft, dann lebten wir in einer besseren Welt. Es wäre besser für unsere Gesundheit, für andere Menschen, für die Tiere, für das Klima. Das ist kein diffuses Gefühl. Sondern Tatsache auf einem abgegrasten Planeten. Wer hierauf reagieren wollte, wäre mit vegetarischer Ernährung eigentlich auf der sicheren Seite. Nicht so der Veganer. Dem geht es ums Prinzip. Er ist «holier than thou» und will auf der Seite des Guten stehen.

An der Grenze zum Heiligtum

Der Veganismus ist, wie jede Religion, der Glaube einer Gemeinschaft an etwas Höheres, das ans Heilige mindestens grenzt. «Leben und leben lassen», wie der Jain sagt - der übrigens keinen Gott kennt und sich allein auf sein persönliches spirituelles Fortkommen konzentriert. Nun ist Religion ohne Lehre nicht zu haben. Im Veganismus ist das ein überschauberer und ganz konkreter Katalog von Geboten und Verboten.

Diese kanonische Sammlung von Regeln betrifft zwar primär die Ernährung, strahlt allerdings von dieser dann doch elementaren Angelegenheit ab in alle anderen Lebensbereiche. Weshalb Veganismus nicht einfach eine «Gewohnheit» oder gar «Macke» ist, sondern ein Lifestyle. Wer Tier vermeidet, sieht Tier überall. Wer nach Mandelmilch für den Kaffee sucht, muss oft durch die Servicewüste gehen. Am Ende wartet ein höheres Bewusstsein. Darin sind sich die fundamentalistischen und die gemässigten Anhänger dieser sehr jungen Religion einig.

Ist auch Veganerin: Anja Zeidler: «Jemand wollte meinen Natursekt kaufen»

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

Nach Slavoj ZizŽŽžžek hat jede Ideologie zwei Seiten. Hier die Gesamtheit der Werte, die uns die Gesellschaft als alternativlos und wunderbar verkauft. Dort deren dunkle Seite, beispielsweise die Ausbeutung von Tieren, Ackerflächen, Menschen. Der Veganer erkennt das kapitalistische Trugbild, verzichtet in einem utopischen Akt auf Nutella, Streichkäse, Frühstücksei - und gelangt so zur «Jouissance», dem wahren Geniessen.

Ewiges Leben, besserer Sex?

Nichts anderes meint beispielsweise Bernd Ulrich, wenn er im aktuellen «Zeit Magazin» schwärmt: «Mittlerweile ist das Frühstück für mich ein Fest: geschrotetes Getreide, nachts eingeweicht, köstlicher Joghurt aus Kokosmilch, frische Früchte, gehackte Nüsse, vielleicht zwei getrocknete Datteln, ein Schluck Leinöl», und da möchte man sich doch sofort mit an den Tisch setzen und tüchtig reinlangen, pardon, geniessen - jedenfalls nicht fragen, was das kostet. Wobei auch dieser Aspekt sich erledigt haben wird, wenn die wachsende Nachfrage erst die Angebote für Kokosmilch in den Keller getrieben hat.

Wer sich vegan ernährt, lebt vielleicht nicht das richtige Leben im falschen. Er versucht es aber wenigstens. Und hat offensichtlich Spass dabei. Und tolle Cholesterinwerte. Er wird ewig leben. Und dabei besseren Sex haben!

Andrea Palazzini, veganer Koch, praesentiert ein Stueck veganen Kaese mit dem Geschmack von Gorgonzola, waehrend des Reifeprozesses, im Chalet-Restaurants Stella Alpina, dessen Spezialitaet ein selber produzierter, veganer Kaese ist, am Freitag, 20. Juli 2018, in Ronco Bredetto. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

His Precious: Veganer Käse. Bild: TI-PRESS

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, fordert er Rücksicht und Entgegenkommen. Wer's am Grillabend gerne halal, koscher oder vegan hätte, der nervt. Und nervt umso mehr, als er sich dabei auch noch weigert, einen freudlosen und abgehärmten Eindruck zu machen. Als Fleischesser bekommt man allmählich eine Ahnung davon, warum Anhänger der antiken Götter diese Urchristen so gerne ans Kreuz genagelt haben. Dieses aufreizende Grinsen, diese Seligkeit!

Militante Veganer sollen hinter Metzgerei-Attacken stecken

Video: srf

Zumal, und hier kippt's, auch Veganer gerne in den Urlaub fliegen, SUV fahren, aus Versehen doch mal Schuhe aus Leder tragen - kurzum: ihre eigenen Gebote nicht immer mit der mönchischen Strenge befolgen, die wir ihnen insgeheim neiden. Mein Bruder betreibt den Veganismus als eine spirituelle Variante der Selbstoptimierung, wird von Jahr zu Jahr jünger und trug bei seinem letzten Besuch ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Post Milk Generation». Dennoch erlaubt er sich «hin und wieder» ein Snickers oder ein Kinder Bueno.

An einem Satz wie «Ich bin Veganer!» erkennt man den Extremisten, der seine schrulligen Ernährungsgewohnheiten zur Identität hochgejazzt hat und dafür Applaus erwartet, Applaus oder das Kreuz. Den Gemässigten erkennt man an Sätzen wie «Ich ernähre mich möglichst vegan!», weil er sein Hadern mit den Umständen und die Möglichkeiten seines Scheiterns bereits reflektiert hat.

Wer mit sich und seiner Religion wirklich im Reinen ist, der missioniert nicht. Leben und leben lassen, mit Betonung auf lassen. Jain müsste man sein. Je älter die Religion, desto entspannter ist sie auch.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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55
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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gähn 05.08.2018 15:11
    Highlight Dieser Glaubenskrieg wieder.
    Um eines klarzustellen, ich bin kein Veganer und liebe Fleisch.
    Ich kenne Veganer und Vegetarier.
    Die penetrant missionierenden Veganer sind in 99,9% der Fälle nichts anderes als Trendveganer, welche sich wie die Geier auf den nächsten Trend stürzen werden wenn er kommt.
    Lasst die einfach schwafeln und schliesst Frieden mit denen, die nicht jedem Trend nachrennen und missionieren. Hab so schon den einen oder anderen sehr schmackhaften Tipp erhalten. 😃
    19 0 Melden
  • Beim Teutates 05.08.2018 12:35
    Highlight Veganer, veganer...........hm........sind das nicht die Leute, welche den Tieren das Futter wegfressen?
    9 21 Melden
    • Elderwand 05.08.2018 21:59
      Highlight World Comedy Award Gold 2018
      23 0 Melden
  • dmark 05.08.2018 12:16
    Highlight Wenn man sich hauptsächlich Gedanken über seine Ernährung macht, dann lebt man nicht.
    16 8 Melden
  • Nikolai G. 05.08.2018 10:56
    Highlight Die Reaktionen auf diesem Text erinnern mich in einer Gewissen Art und Weise an die Reaktionen in den Stamm Texten. Die Religiösen reagiern sehr ähnlich auf Gotteskritik wie hier die Veganer oder Vegetarier. Sie tun sich schwer nicht selbstreflektieren und schreiben das die Fakten fehlen. Somit hat der Autor ziemmlich gut aufgezeigt, dass es in die Religiöse Richtung geht. Denn Fakt ist, in der Menschlichen Ernährung ist Veganismus falsch. Wir sind Allesfresser. Unser Körper ist darauf ausgelegt. Veganismus gibt es nur weil wir (1. Welt) Nahrungsüberschuss haben.
    18 14 Melden
  • StereoFM 05.08.2018 10:35
    Highlight Ich denke der Autor hat es selber nicht begriffen warum der Jain Veganer ist und der Zürcher Hipster sich vegan ernährt. Der erste ist Glaubt an den Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara), bis alles Karma getilgt ist und gelobet folgende 5 Gebote: Ahimsa (Ablassen von Töten und Verletzen von Lebewesen),
    Satya (Verzicht auf nicht wahrheitsgemäße Rede),
    Asteya (sich nicht an fremdem Eigentum vergreifen),
    Brahma (keine unkeuschen Beziehungen eingehen),
    Aparigraha (nur lebensnotwendige Güter besitzen. Der Zweite will einfach hip sein, besitzt viele Güter die nicht lebensnotwendig sind.
    13 2 Melden
  • Randy Orton 05.08.2018 06:53
    Highlight Weit unter watson-Niveau. Schade, dass ein so zusammenhangsloser Text gespickt mit Behauptungen und Vermutungen ohne Fakten überhaupt publiziert werden kann.
    50 21 Melden
  • ayyyyyyyyy 05.08.2018 05:03
    Highlight Liegt auch ein Stück weit in der Natur der Sache, dass Veganer als Missionare wahrgenommen werden. In dem Moment, in dem sie sagen (und danach fragt man sie gerne), dass sie bewusst auf etwas verzichten, stellen sie die Moral/Ethik des Fragenden in Frage.
    Fleisch wird übrigens auch mit religiösem Eifer konsumiert, nur spricht für diese Ernährungsweise kein rationaler Grund.
    45 15 Melden
  • tagomago 05.08.2018 02:08
    Highlight Habe schon 100 mal häufiger Leute über Veganer motzen hören als Veganer über Fleischesser.
    53 21 Melden
  • Claudius Buser 05.08.2018 01:28
    Highlight vielen dank für diesen artikel. der lässt sich exemplarisch benutzen, wenn man aufzeigen will, was fallacies, strohmann argumente, whataboutism etc sind.

    #rekord an trugschlüssen in einem einzigen artikel
    40 10 Melden
  • BigE 04.08.2018 21:00
    Highlight Ich bewundere jede*n, der*die vegan oder zumindest vegetarisch leben kann. Ich könnte es nicht - Denn: Ich mag Fleisch. Und ja, ich würde Tiere auch töten, um sie dann zu essen. Muss ich aber nicht. Ich würde eigentlich gerne vegetarisch/vegan leben. Nicht wegen den Tieren. Menschen haben seit jeher Tiere gegessen. Aber wegen dem ökologischen Fussabdruck. Meiner ist ne Katastrophe. Aus Gründen! Ich esse nicht oft Fleisch, weil ich es nie so zubereite, dass es mir wirklich schmeckt. Daher wenn, dann auswärts. Ich wurde noch nie von Veganern belehrt. Obwohl sie mit ihren Argumenten recht hätten.
    59 13 Melden
  • Share 04.08.2018 18:11
    Highlight Genau. Interessant und lustig zugleich. Die Kuh macht Muh.
    12 35 Melden
  • Mantrax 04.08.2018 18:00
    Highlight Natürlich gibt es missionierende und zurückhaltende Veganer. Sicher nicht fair alle über einen Kamm zu scheren. So lange Jens Hermes und Konsorten anderen nicht Veganern aber vorschreiben wollen, was sie wann zu Essen haben verstehe ich nicht wie Kommentatoren hier so tun können als würden nicht Veganer Veganer bekehren wollen. Mir ist mindestens noch keine Initiative zu Ohren gekommen, die in irgend einer Form einen nicht Veganen Tag fordert etc.
    23 19 Melden
  • Platon 04.08.2018 17:05
    Highlight Herr Frank, Sie mögen zwar meine Kommentare nicht aufschalten, doch seien Sie versichert, dass so ein unsäglicher Artikel Konsequenzen mit sich ziehen wird. Der Artikel tragt nichts zu einer sachlichen Debatte bei, im Gegenteil, er ist verallgemeinernd, hetzerisch und einem Spiegel Artikel nicht würdig! Reinstes Stammtischgelaber!
    40 71 Melden
    • Blutgrätscher 04.08.2018 21:21
      Highlight Glaubst du, Arno Frank sitzt in Deutschland und schaltet manuell Kommentare der Watson Leserschaft hoch?
      Und was für Konsequenzen bitte? Gehst du ihm jetzt für einen (zugegebenermassen nicht mal halbgaren) Kommentar eine hauen oder wie? 😂
      80 3 Melden
  • Follo 04.08.2018 16:38
    Highlight Es passt sicherlich in den Zeitgeist, dass einige Leute das Gefühl haben, ihre Meinungen seien automatisch Expertisen und demnach als allgemeingültige Fakten zu werten. Das ist an sich nicht weiter tragisch. Was ich aber schade, wenn nicht besorgniserregend finde, ist dass so etwas wie der Spiegel (und Watson) dem noch eine Plattform bietet. In diesem Artikel ist nichts reflektiert, recherchiert oder gibt einen neuen und interessanten Blickwinkel auf ein Thema, welches längst totgekaut ist. Liebes Watson-Team: Was wolltet ihr damit ausdrücken?
    54 12 Melden
  • .:|Shantipoorn|:. 04.08.2018 16:06
    Highlight Neulich einen Witz im Nebelspalter gesehen: es sitzen 2 Bären am Esstisch worauf der eine entsetzt fragt:
    "wie, du isst immer noch Fleisch?" worauf der Zweite verlegen antworterte: "aber nur Bio-Veganer die behutsam zutodegekuschelt wurden"

    den fand ich noch gut.
    69 19 Melden
  • Leider Geil 04.08.2018 16:06
    Highlight "...köstlicher Joghurt aus Kokosmilch, frische Früchte, gehackte Nüsse, vielleicht zwei getrocknete Datteln..."

    21. Dezember in Mitteleuropa: Frische Früchte? Eingeflogen von weit weit her, Kokosmilch aus Asien und Datteln aus den USA? Flachs wird hierzulande wohl auch nicht mehr gross kultiviert. Die Avocado und das Quinoa?

    Mit dem Flugi nach Bali. Mit dem neuen Auto rumkurven (hierzulande fahren praktisch alle ein neues Auto.. äh sorry SUV!). Aber beim Essen hört der Spass halt auf.

    Das Leben des Menschen könnte wiedersprüchlich nicht sein.
    87 17 Melden
    • Focusengineer 04.08.2018 16:50
      Highlight Ach komm schon..
      Isst du den ganzen Winter keine Früchte oder Nüsse?
      Der einzige Unterschied ist hier das Joghurt aus Kokosmilch, dies wird wohl noch verkraftbar sein. Die Veganer und Vegetarier haben sonst einen extrem tiefen ökologischen Fussabdruck.
      Nur als Reminder:
      30 43 Melden
    • Leider Geil 04.08.2018 17:56
      Highlight Du hast recht, das tue ich sehr wohl. Es geht hier um was anderes.
      Und ja ich würde sogar sagen (heimische) Nüsse, eingelagertes Gemüse (z.B. Karotten oder Kartoffeln) und Früchte (z.B. Äpfel) zu essen wäre normal für die Wintermonate, nicht aber frisches, das eingeflogen wird.
      Und ja es mag sein, dass Vegetarier und Veganer ein zumindest auf das Essen bezogen kleineren ökologischen Fussabdruck haben, jedoch der Lebensstil sonst sehr verschwenderisch sein kann. Ich kenne selbst Vegetarier, die mehrmals im Jahr um die Welt fliegen, zum reinen Vergnügen notabene. Doppelmoral nervt halt einfach.
      45 16 Melden
    • Leider Geil 04.08.2018 18:04
      Highlight Und ich kenne diese Statistiken auf dem Bildchen zu genüge und ich erkenne es auch an. Es könnte trotzdem auch differenziert werden: Der hiesige Biobauer füttert kein Gensoja und es wird kein Regenwald zerstört. Das Problem ist da wieder die Annahme, dass jeder Fleisch konsumiert obwohl er es sich nicht leisten kann und somit auf kosten der Umwelt billiger produziert wurde.
      Was ist mit 1kg Insektenfleisch? Schneckenfleisch? Nicht jeder frisst Rinder. Ok das ist jetzt vielleicht etwas weit hergeholt.
      Zuletzt gibts noch das gesunde Mass, das die meisten überschritten haben.
      24 13 Melden
    • Petrarca 04.08.2018 18:17
      Highlight Leide Geil: Als kämen die Setzlinge oder das Saatgut Deiner CH Tomate tatsächlich aus der Schweiz. Und das Schweizer Rindfleisch wird ja auf gaaar keinen Fall mit südamerikanischem Soja gefüttert. Wie war das nochmals mit dem Splitter im Auge des Bruders und dem Balken vor der eigenen Stirn?
      22 21 Melden
    • marmuel 04.08.2018 19:02
      Highlight @Leider Geil: Falsch. Importfutteranteil der Schweizer Fleischproduktion liegt bei 45%. D.h. es wäre ökologisch besser Fleisch direkt zu importieren. Kann man noch viele Avocados und Kokosnüsse importieren.
      20 9 Melden
    • Rumo 04.08.2018 19:42
      Highlight @marmuel @petrarca also haben wir 45% Biobauern die importiertes Soja verfüttern. Lesen sie doch Bitte leider geils Kommentar nochmals durch. ???
      21 5 Melden
    • who cares? 05.08.2018 08:23
      Highlight Ist doch unter dem Strich immer noch besser als Veganer in der Welt herumzureisen als als Fleischesser? Oder denkt ihr sie würden damit aufhören, wenn sie beginnen Fleisch zu essen?
      16 1 Melden
  • Ohniznachtisbett 04.08.2018 15:12
    Highlight Religion ist Opium fürs Volk. Und die Missionare sind die Dealer die labile Menschen anfixen. Wer glauben will soll glauben. Wer sich durch irgendwelche (Ess)Gewohnheiten besser fühlt, der soll das tun. Aber er soll mich damit in Ruhe lassen. NICHT Tiermörder, nicht Umweltverpester, nicht Allah, nicht Jesus und auch nicht Buddha. Ich will weder beten noch meditieren und auch keine eingewichten Getreideflocken und schon gar keine Datteln. Apropoz: Wo und wie wachsen denn Datteln, Avocado und Co? Mein Entrecote weidet im Misox und frisst die Büsche die sonst das Land verganten lassen.
    45 23 Melden
    • StereoFM 05.08.2018 10:26
      Highlight Super Kommentar
      6 7 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 05.08.2018 14:33
      Highlight Wie gesagt, Religion stützt sich per Definition auf den Glauben an 'transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte'.

      Das hat nicht viel mit der Diskussion über eine sinnvolle Ernährung zu tun. Aber darüber redest du ja auch nicht, weil du die Kritik nicht erträgst und du dir sogar deine Position als 'bessere Religion' zurecht legst.
      6 6 Melden
    • Ohniznachtisbett 05.08.2018 16:18
      Highlight Remote: Falsch. Ich werde hier über meine Religion, falls ich denn eine habe nicht schreiben, weil euch das nichts angeht. Und auch will ich niemanden von meinen Essgewohnheiten überzeugen. Und ich fühle mich kein bisschen überlegen mit meinen. Ich will nur von allen eiferern in Ruhe gelassen werden. Weil wer eifert ist ja auch gegen jede Diskussion immun. Er kennt nur seine Meinung. Über sowas lässt sich nicht streiten.
      5 4 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.08.2018 16:34
      Highlight Das ist schön, aber in deinem ersten Kommentar hast du geeifert.
      1 1 Melden
    • Ohniznachtisbett 06.08.2018 17:17
      Highlight Remote: Ja, geeifert gegen Missionierung. Nicht gegen die Sache an sich...
      1 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.08.2018 18:03
      Highlight Doch hast du, der Vorwurf der Missionierung ist bereits eine böswillige Unterstellung.

      Veganismus ist keine Religion und es gibt technische Argumente, die du und der Artikel mit diesem Missionierungsvorwurf versucht wegzuwischen.
      1 1 Melden
  • Nelson Muntz 04.08.2018 14:51
    Highlight Woher weiss man dass jemand Veganer ist? Weil die es einem gleich sofort mitteilen....

    Veganizisten werden die Terrorfürste vom neuen Jahrhundert, die ersten Anschläge auf Metzgereien gabs ja schon.
    56 72 Melden
    • Datsyuk 04.08.2018 17:49
      Highlight Und du teilst gerade mit, dass du Anti-Veganer bist... 🙄😉😉
      33 19 Melden
    • Claudius Buser 05.08.2018 01:34
      Highlight Woher weiss man dass jemand Carnist ist? Er wird den abgelutschten Veganer-"Witz" bringen...
      22 16 Melden
  • Majoras Maske 04.08.2018 14:44
    Highlight Die Struktur und Aussage des Artikels haben Luft nach oben. Und im Übrigen gehören für mich an einem perfekten Grillabend Fleisch, Käse und Gemüsespiesse auf den Grill. Die einzig richtige Ernährung ist nämlich keine einseitige ;)
    50 14 Melden
  • Gubbe 04.08.2018 14:42
    Highlight Geschrotetes Getreide und trockene Datteln, da gelüstet mich doch auf einen kräftigen Schluck Leinöl.
    35 7 Melden
  • Ursus ZH 04.08.2018 14:07
    Highlight Natürlich sind die Veganer die aggressiveren Missionare. Ich konsumiere relativ wenig Fleisch aber es kackt mich immer an von den Fundamentalisten, bei Diskussionen als Tiermörder und Umweltzerstörer bezeichnet zu werden, während die noch selber mit dem SUV ihr importiertes Gemüse im Supermarkt einkaufen gehen.
    54 40 Melden
    • Datsyuk 04.08.2018 17:50
      Highlight Genau. Alle mir bekannten Veganer haben einen SUV.
      39 15 Melden
  • Datsyuk 04.08.2018 13:48
    Highlight Leben und leben lassen? Nur die Tiere nicht.
    48 53 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 04.08.2018 13:35
    Highlight Lies doch einfach mal den ersten Abschnit des Artikels 'Religion' auf Wikipedia.

    Wenn du ein Problem hast, dass Leute am Grillabend kein Fleisch essen, dann bist DU fanatisch.

    Und drittens: Wenn sich jemand vegan ernähren will, sind deine Vorwürfe bezüglich zu wenig oder zu viel Konsequenz nichtig. Denn du bist Missionar des Fleischfressizismus. Isst du manchmal Getreide? Wie unkonsequent.
    50 97 Melden
  • Fox Devil Wild 04.08.2018 13:24
    Highlight Selten so einen zusammenhangslosen und verallgemeinernden Artikel gelesen. Ich weiss nicht, auf was der Autor nun genau hinaus will. Gibt es Veganer die missionieren? Ja. Gibt es Veganer die sich durch ihren Lifestyle besser denken als andere? Definitiv ja. Aber es gibt auch viele andere, die einfach versuchen ein bewusstes Leben zu führen und dabei keinem auf den Sack gehen. Aber die fallen hald leider nicht so auf. Solche Artikel tragen m.M.n nur dazu bei, mehr Intoleranz zu schüren, anstatt einen Mittelweg zu fördern.
    308 86 Melden
    • salliona 04.08.2018 13:57
      Highlight danke, hätte meine Reaktion nicht besser beschreiben können.
      Sehr schade, wenn beim Thema Ernährung nur auf penetrante Extremisten eingegangen wird. Ist halt einfacher, als eine Diskussion zu fördern.
      48 9 Melden
    • R. Schmid 05.08.2018 06:12
      Highlight Jeder Veganer missioniert doch. Erzählt jedem was für ein besserer Mensch er ist. Lässt alle seine Überlegenheit fühlen und spüren.
      12 26 Melden
    • Ravel 05.08.2018 11:51
      Highlight Sowas in der Art wollte ich auch schreiben. Ich raff nach dem Lesen des Artikels noch immer nicht, was jetzt eigentlich die Aussage sein soll. Wirkt auf mich ein bisschen so, als hätte hier einfach memand über Veganismus, Vegetarier und Religion nachgedacht.
      5 0 Melden
    • Tilia 05.08.2018 23:38
      Highlight Quintessenz des Artikels ist mir auch schleierhaft. Ich erkenn nicht mal ob er pro oder kontra ist oder vermitteln will. Artikel ohne Sinn und Zusammenhang...ist man sich sonst nicht gewohnt auf Watson.
      4 0 Melden
  • Fruchtzwerg 04.08.2018 13:10
    Highlight Was für ein sinnloser Beitrag von jemandem, der offenbar genauso intolerant ist, wie extreme Veganer.
    Und das mit dem Missionieren kommt eigentlich i.d.R. von den Fleischessern, die einen an jedem Grillfest fragen müssen warum man kein Fleisch isst. Scheinbar muss man sich neuerdings dafür rechtfertigen weil man sonst sofort als verpeilter „Gutmensch“ gilt.
    Lasst die Leute doch einfach leben. Ich bin auch Teil-Veganer. D.h. zuhause esse ich vegan, auswärts vegi, weil ich keinem auf den Sack gehen will oder es im Kollegenkreis sonst zu kompliziert wird...
    218 108 Melden
    • Gubbe 04.08.2018 14:45
      Highlight Wieso fühlst du die betupft, wenn dich einer nach deinen Essgewohnheiten fragt. Ist doch an einem Grillfest eigentlich, und auch sonst, ganz normal.
      36 26 Melden
    • rauchzeichen 05.08.2018 11:30
      Highlight die frage nach dem grund für deinen verzicht auf fleisch, ist das schon missionieren für dich? könnte es nicht auch einfach interesse an einer anderen lebensweise sein? ich stellte diese frage auch schon einige male und war teils sehr erstaunt über die abweisende haltung. ich hab nach einem levensstil gefragt, und nicht gesagt dass ich den missbillige. und selbst wenn ich das tun würde, verleiht mir das nicht die macht, deine lebensweise zu verhöhnen. die gibst du mir, wenn du den müll ernst nimmst, den so jemand rauslässt.
      2 2 Melden
    • Gähn 05.08.2018 15:15
      Highlight Ich Frage nach, weil ich höflich bin.
      Und so lange niemand das Gefühl hat, er müsse missionieren oder jemandem ein schlechtes Gewissen machen muss, ist mir absolut jeder willkommen. Heißt aber auch handkehrum, wer andere nervt, weil sie vegis/veganer sind, fliegt.
      3 1 Melden
  • thatstheshit 04.08.2018 13:09
    Highlight Stimmt, missionieren ist scheisse. Egal für was. Veganer werden aber schnell als Missionare abgestempelt, selbst wenn sie kein Wort über ihre Ernährung und Überzeugung verlieren.
    163 47 Melden
    • Vergugt 04.08.2018 16:18
      Highlight Habe ich leider auch schon mehrfach erlebt, dass ich mich stark rechtfertigen musste, wieso ich kein Fleisch esse oder keinen Alkohol trinke. Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, dass von mir aus zu erzählen oder jemandem zu sagen dass er/sie auch so leben soll....
      35 3 Melden
    • loquito 04.08.2018 17:23
      Highlight Wenn man mich fragt warum ich kein Alk trinke sage ich, ich sei Moslem. Wenn ich keine lust auf fleisch habe, sage ich ich sei allergisch auf tierische Proteine :) die Gesichter solltet ihr sehen.... Wer mich kennt lacht sich einen ab und spendiert mir einen cbd Joni...
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    • R. Schmid 05.08.2018 06:13
      Highlight Gibt es die?
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  • pinex 04.08.2018 12:54
    Highlight Gut geschrieben, danke :)
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Warum die Linke zu Unrecht des «Blocherismus» angeklagt wird

Der Kampf der Gewerkschaften und der SP gegen die Aufweichung der flankierenden Massnahmen ist moralisch und wirtschaftlich gerechtfertigt. Punkt.

«Seit der Finanzkrise sprechen alle von der Ungleichheit – aber niemand unternimmt etwas dagegen», seufzte einst der Ökonom Branko Milanovic in einem Interview mit watson. Er gehört zu den weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Einkommensverteilung. Seine legendäre «Elefantengrafik» hat aufgezeigt, wie der Mittelstand der entwickelten Länder unter der Globalisierung gelitten hat.

Milanovic ist nicht der einzige, der vor der wachsenden Ungleichheit warnt. Heerscharen von Ökonomen …

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